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Autofahrer im Steuerdschungel

23 Beiträge, Schlüsselwörter: Autofahrersteuern

Autofahrer im Steuerdschungel

13.08.2009 um 11:32
Dass der Staat Steuern kassiert und sie bei steigenden Kosten "anpasst" ist nachvollziehbar. Staat ist eine Dienstleistung, die bezahlt werden muss.
Dass aber Fadenscheinigen Begründungen wie Umweltschutz, Energiesparen oder ganz allgemein das Wohlergehen der Bevölkerung als Gründe für immer abenteuerlichere Steuerneuschöpfungen und Erhöhungen vorgegeben werden, ist einfach eine Beleidigung. Wir alle werden für so dumm gehalten, dass wir das reale Motiv nicht sehen:
Es geht weder um Umweltschutz noch um Gesundheit, es geht schlicht ums Geld und zwar um immer mehr Geld zum Füllen eines total maroden Fasses ohne Boden, genannt Staatswhaushalt.
Auffällig ist nur, dass die für diese Dienstleistung gewählten und bestens bezahlten Regierungen den Staat inzwischen hoffnungslos in die Pleite gewirtschaftet haben. Ich meine es auch: Hoffnungslos! Ich brauche nur einen Taschenrechner um ganz grob zu schätzen, dass in der Zeit, in der ich hier schreibe, geschätzte 3 Millionen Euro AN ZINSEN für die Misswirtschaft gezahlt werden müssen. Ratet mal wem das als Steuern abgezogen wird?
Die Steuererfinder und Geldzer(ver)walter sollten wenigstens ehrlich sein. Damit käme ich eher zurecht, als mich ständig verschaukelt zu sehen.
Trotz der vorangegangenen Erklärung zu den Steuern auf Steuern kann ich in diesem Sinne kein Verständnis dafür haben.
Wenn man mir sagen würde, wir haben den Staat bankrott gewirtschaftet und kassieren dafür von Euch allen jetzt eine Pleiten-Verwaltungs-Steuer, dann wäre das eine klare Sache, ehrlich und nachvollziebar.
Na ja, da habe ich keine Hoffnung mehr. Wenn ich mir die Wahlkampfsprüche ansehe, dann ist das mit der Ehrlichkeit wohl endgültig Geschichte. Hoffentlich haben wenigstens einige Wähler den A HA - Effekt und genügend Erinnerungsvermögen an die Sprüche vor der letzten Wahl (" mit uns wird es diese Mehrwsertsteuererhöhung nicht geben " (SPD) ) Aber bevor es jetzt zu voreiligen Rückschlüssen kommt: Ich hänge keiner Partei an und habe lernen müssen, dass sie alle nicht ehrlich sind.
Sorry, jetzt habe ich den Fehler gemacht, den ich eigentlich vermeiden wollte: Ich bin vom Thema abgewichen das lautete "Autofahrer im Steuerdschungel".
Der Frust ist einfach mit mir durchgegangen. Ich versuche wieder zur Sachlichkeit zurückzukehren. Eure Beiträge werden dazu beitragen, mich auf dem Teppich zu halten.
Bis dann mal


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Autofahrer im Steuerdschungel

13.08.2009 um 14:15
[...]ist einfach eine Beleidigung. Wir alle werden für so dumm gehalten, dass wir das reale Motiv nicht sehen:
Meiner Meinung nach ist der gemeine Wähler dumm. Das ist nicht polemisch gemeint, sondern ist für mich aus dem Gebaren des Wählers direkt ersichtlich. Immer wieder werden Parteien oder Politikern schwerwiegende Verfehlungen nachgewiesen und wenige Monate später spricht keiner mehr davon. Wiedergewählt wird trotzdem, man wählt eben XYZ. Wie außer mit Dummheit, soll man dass begründen?
8811 schrieb:Auffällig ist nur, dass die für diese Dienstleistung gewählten und bestens bezahlten Regierungen den Staat inzwischen hoffnungslos in die Pleite gewirtschaftet haben.
Ganz so einfach ist die Welt wohl nicht. Es stimmt natürlich, dass Schindluder mit Steuergeldern getrieben wird und es ist auch nicht einzusehen, warum es keine Verantwortlichkeit von Entscheidungsträgern für Fahrlässigkeiten im Umgang mit den Geldern gibt. Aber es gibt eben auch ein paar andere Punkte die da mit reinspielen. Wir leben in einem globalen Wirtschaftsraum, dessen Dynamiken durch eine nationale Regierung nicht zu bestimmen sind. Shit happens. Problematischer ist in meinen Augen da, dass ein wesentlicher Teil des (westlichen) Wohlstands auf der asymmetrischen Verteilung von Lebensqualität beruht.
8811 schrieb:Wenn man mir sagen würde, wir haben den Staat bankrott gewirtschaftet und kassieren dafür von Euch allen jetzt eine Pleiten-Verwaltungs-Steuer, dann wäre das eine klare Sache, ehrlich und nachvollziebar.
Ich verstehe deinen Wunsch nach Ehrlichkeit, mir wär das auch lieber, aber damit kann längst nicht jeder Bürger umgehen. Ich denke diese Ehrlichkeit hätte negative Folgen, die der einzige Vorteil, Vertrauensgewinn, nicht aufwiegt. Was würde es beispielsweise für (ausländische) Investoren bedeuten, wenn eine nationale Regierung ihren Bankrott erklärt? Was wären die Folgen dieses Bankrotts? Müsste man nicht eine Inflation fürchten, wenn niemand dem Bankrott erklärten Land mehr Geld gibt? Ich meine, das würde zu einer erheblichen Unruhe im System führen. Dannach sehnt sich außer ein paar weltfremden Idealisten vermutlich keiner.
Hoffentlich haben wenigstens einige Wähler den A HA - Effekt und genügend Erinnerungsvermögen an die Sprüche vor der letzten Wahl[...]
Ich habe da keine Hoffnung.


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