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Themen-Wiki: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt

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bearbeitet von 1899Ost am 30.09.2026
KI-Zusammenfassung
Es werden mehrere ungeklärte Tötungsdelikte und Vermisstenfälle aus verschiedenen Jahrzehnten beschrieben, die von den jeweiligen Kriminalpolizeien neu aufgerollt wurden. Dazu gehören die Fälle Renate Borst (1985 in Göppingen/Deggingen), Ute Werner (1988 in Osnabrück), Ulrike Herrmann (1990/1991 in Essel/Steinhorst), Sonja K. (1995 in Tönisvorst), Suleyman Duman (2015 in Lengerich/Greven) und Sascha K. (2017/2018 in Bedburg). Im Fall Renate Borst wurde ein 70-jähriger Tatverdächtiger angeklagt, der Prozess startete im Oktober 2026. Im Fall Ulrike Herrmann sucht die Polizei mit einem Phantombild nach einem Mann, der sie zuletzt lebend gesehen haben könnte. Der Vermisstenfall Abdullah Rezan Çakici (2017 in Oldenburg) wird ebenfalls behandelt, wobei die Ermittlungen ein mögliches Tatmotiv im Zusammenhang mit einem verfälschten Sicherstellungsprotokoll ergeben haben.

Tötungsdelikte und Morde



Kripo UlmFall Renate Borst (†31), am 21./22. Februar 1985 in 73033 Göppingen zuletzt gesehen und am 10. März 1985 in 73326 Deggingen tot aufgefunden

Deggingen
Am 10. März 1985 entdeckten zwei Spaziergängerinnen neben einem Waldweg im Gewann Winterhalde bei Deggingen im Kreis Göppingen eine stark entstellte Frauenleiche. Die Tote lag im Gestrüpp unter Bäumen, war nackt und mit einem Büstenhalter gefesselt. Die Obduktion ergab, dass die Frau mit massiver Gewalt gegen Kopf und Oberkörper getötet wurde, die Auffindesituation legte ein Sexualverbrechen nahe. Bei der Toten wurde ein Schlüssel gefunden, der zu einem Schließfach am Göppinger Bahnhof gehörte. In dem Schließfach fand die Polizei persönliche Gegenstände, über welche die Tote als 31-jährige Renate Borst identifiziert werden konnte. Die Kleidung der Frau blieb jedoch verschollen. In den weiteren Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass die gelernte Küchenhilfe dem Obdachlosenmilieu am Göppinger Bahnhof angehörte und in mehreren Szenekneipen, insbesondere der Milchbar, verkehrte. In Mühlhausen im Täle soll Borst noch bei Bekannten untergekommen sein, dort aber vor ihrem Tod bereits wieder ausgezogen sein. Ein um die 50 Jahre alter Fahrer eines Mercedes mit Göppinger Kennzeichen, der Borst Anfang Februar 1985 bei der Abholung ihrer persönlichen Gegenstände in Mühlhausen geholfen haben soll, konnte nie identifiziert werden. Gleiches gilt für einen jüngeren Mann, mit dem Borst am 10. Februar am Göppinger Busbahnhof gesehen wurde, und einen blonden Mann zwischen 35 und 40 Jahre, den sie offenbar am 21. oder 22. Februar sah. Die Ermittlungen mussten schließlich ob eines fehlenden Tatverdächtigen eingestellt werden.

Updates im Thread
  • 07.07.2026: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ulm konnte ein Tatverdächtiger ermittelt und Anklage wegen Mordes vor dem Landgericht Ulm erhoben werden. Dem nunmehr 70-jährigen Beschuldigten wird vorgeworfen, sich am Tattag mit der damals 31-Jährigen getroffen und diese in seinem Auto zu dem späteren Auffindeort mitgenommen zu haben. Dort soll der Mann sein Opfer vergewaltigt und durch Würgen im Halsbereich das Zungenbein gebrochen haben. Schließlich habe er das Opfer durch massive Gewalt gegen den Kopf getötet. Der Tatverdächtige, der das Opfer offenbar aus dem Göppinger Bahnhofsumfeld kannte, hat sich zu dem Tatvorwurf bisher nicht eingelassen und sitzt in Untersuchungshaft: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 31) (Beitrag von 1899Ost)
  • 30.09.2026: Der Prozess gegen den 70-jährigen Beschuldigten startet laut Mitteilung des Landgericht Ulm am 6. Oktober. Insgesamt sind sechs Verhandlungstermine angesetzt, ein Urteil könnte im November fallen: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 32) (Beitrag von 1899Ost)

Podcast Akte Südwest "Die vergessene Tote" von Juli 2026
Kripo OsnabrückFall Ute Werner (†22), am 10. August 1988 in 49074 Osnabrück zuletzt gesehen und am 22. August 1988 in 49082 Osnabrück tot aufgefunden

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Am 10. August 1988 wurde die 22-jährige Ute Werner in Osnabrück mutmaßlich Opfer eines Anhaltermordes. Da ihr Auto zu dieser Zeit defekt war, fuhr die junge Frau regelmäßig mit dem Bus von ihrer Großmutter in Bad Rothenfelde zu ihrer Ausbildung als Bandagistin nach Osnabrück. Auf dem Heimweg nahm sie zunächst einen Bus von Schinkel in die Osnabrücker Innenstadt, wo sie sich gegen 18.20 Uhr von ihren Kollegen trennte. Wenig später dürfte sie am Rosenplatz als Anhalterin in das Auto ihres späteren Mörders gestiegen sein. Zwölf Tage später, am 22. August, wurde ihre Leiche in einem Waldstück unterhalb des Franziskus-Hospitals in Georgsmarienhütte, unmittelbar an der Osnabrücker Stadtgrenze, gefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass Werner Opfer eines Sexualverbrechens geworden und anschließend durch mehrere Messerstiche getötet worden war. Ihre rote Leinenumhängetasche blieb verschwunden und dürfte vom Täter mitgenommen worden sein. Im Zuge der Ermittlungen stieß die Polizei auf eine Reihe ungeklärter Sexualdelikte, die sich zu dieser Zeit im Raum Osnabrück ereignet hatten. Aufmerksamkeit erregte der Fall einer jungen Frau, die sich nach dem Mord an Ute Werner bei der Polizei meldete. Sie war bereits im März 1988, nur wenige Monate vor Werners Tod, als Anhalterin am Rosenplatz in einen roten Ford oder Opel gestiegen. Der Fahrer brachte sie in die Nähe des Franziskus-Hospitals und vergewaltigte sie dort. Die Frau beschrieb den Täter als kräftigen Mann Mitte 30 mit blonden, zurückgekämmten Haaren und auffälligen Geheimratsecken. Zudem habe er einen Dialekt gesprochen, der süddeutsch, jedoch nicht bayerisch geklungen habe. Ob derselbe Mann auch Ute Werner tötete, konnte bislang nicht geklärt werden. Beide Taten sind bis heute nicht aufgeklärt.
Aktenzeichen XY vom 15.5.2019 (FF2) | Podcastreihe NOZ "Die Anhalterin" von Dezember 2021
Kripo GifhornFall Ulrike Herrmann (†26), am 23. Oktober 1990 in 29690 Essel zuletzt gesehen und am 15. Oktober 1991 in 29367 Steinhorst tot aufgefunden

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Am 23. Oktober 1990 verschwand in Niedersachsen die 26-jährige Ulrike Herrmann. Nach einem längeren Aufenthalt in Kanada war die Biologie-Studentin an diesem Tag am Frankfurter Flughafen gelandet. Von dort aus wollte sie nach Hamburg trampen, wo sie sich mit einer Freundin treffen wollte. Im Laufe des Tages wurde die junge Frau an mehreren Raststätten entlang der A5 und der A7 gesehen. Am Rastplatz Kirchheim Ost an der A7 stieg Herrmann zunächst in einen VW-Transporter. Nach 22 Uhr wurde sie noch von zwei Personen an der weiter nördlich gelegenen Raststätte Allertal Ost gesehen. Anschließend verlor sich ihre Spur. Im Januar 1991 fanden Jäger an der B188 zwischen Meinersen und Leiferde mehrere Ausrüstungsgegenstände der Vermissten, darunter ihren Rucksack, Schlafsack und ihr Zelt. Nach der Ausstrahlung des Falls bei "Aktenzeichen XY" im Juli 1991 noch als Vermisstenfall erinnerte sich eine Zuschauerin daran, in einem Wald bei Wesendorf Kleidungsstücke gefunden zu haben, nach denen die Polizei suchte. Diese konnten ihr anschließend zugeordnet werden. Am 15. Oktober 1991, fast ein Jahr nach ihrem Verschwinden, entdeckten schließlich zwei Pilzsammler nahe Räderloh im Landkreis Gifhorn, östlich der A7, Teile des Skeletts von Ulrike Herrmann. Auch ihr Schädel wurde gefunden. Der Täter hatte ihre Leiche offenbar unbekleidet in dem Waldstück abgelegt. Der genaue Todeszeitpunkt ließ sich nicht mehr bestimmen. Vermutlich hatte Ulrike Herrmann jedoch bereits kurz hinter Allertal die Autobahn im Auto ihres Mörders verlassen. Bis heute fehlen der Reisepass und der Personalausweis der Toten, ihr Fernglas der Marke Nikon sowie ihre braunen Wanderstiefel.

Updates im Thread
  • 25.06.2025: Die Kripo Gifhorn macht über Aktenzeichen XY eine neue Spur bekannt: Im Juli 1994 erhielt ein in der JVA Hannover inhaftierter Sexualstraftäter an seinem Geburtstag eine auffällige aus Ratzeburg versandte Postkarte. Auf der Vorderseite befand sich ein aus der Presse bekanntes Foto der vermissten Ulrike Herrmann. Auf der Rückseite stand: "Grüsse zum Geburtstag aus dem Wald bei RÄDELOH/lüsche. Wir werden weiteren Kontakt haben müssen melde dich bei meinen Eltern mit einer Erklärung. Ulrike H." Der Empfänger, Rainer H., war zuvor nicht Gegenstand der Ermittlungen im Fall Ulrike Herrmann gewesen. Er übergab die Postkarte selbst dem Gefängnispersonal und bestritt, etwas mit ihrem Verschwinden zu tun zu haben. An der Briefmarke konnte später die DNA eines unbekannten Mannes gesichert werden. Ein Abgleich mit den entsprechenden Datenbanken führte jedoch zu keinem Treffer: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 20) (Beitrag von Füchschen)
  • 19.08.2026: Die Kripo Gifhorn sucht in Aktenzeichen XY mit einem Phantombild nach einem Mann, der Ulrike Herrmann zuletzt lebend gesehen haben könnte. Die Zeichnung basiert auf der Aussage eines Zuschauers der Aktenzeichen-Sendung von Juni 2025. Der frühere LKW-Fahrer hat ausgesagt, dass er selbst und Kollegen an der Raststätte Allertal Ost auch von Ulrike Herrmann angesprochen worden seien, ihnen eine Mitnahme aber verboten gewesen sei. Daraufhin habe sich Ulrike Herrmann etwa zwei Minuten lang mit einem 25 bis 30 Jahre alten Mann unterhalten und sei dann zu ihm in seinen schwarzen Mercedes 500 W126 mit Dachantenne und Hamburger oder Hannoveraner Kennzeichen gestiegen. Während der Sendung meldet sich ein früherer Haftinsasse bei der Polizei und gibt an, in dem Phantombild einen Mithäftling erkannt zu haben, der auch eine schwarze Mercedes-Limousine gefahren habe: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 32) (Beitrag von 1899Ost)
  • 26.08.2026: Neben dem früheren Häftling hat sich noch ein pensionierter Mitarbeiter der Polizei gemeldet, der ebenfalls glaubt, den Mann erkannt zu haben. Demnach könne es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter der Tankstelle Allertal Ost gehandelt haben: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 32) (Beitrag von 1899Ost)

Aktenzeichen XY vom 14.6.1991 (FF3) | Aktenzeichen XY vom 25.6.2025 (FF2) | Aktenzeichen XY vom 19.8.2026 (Update)
Kripo MönchengladbachFall Sonja K. (†24), getötet am 25. Januar 1995 in 47918 Tönisvorst-St. Tönis

OpferSonjaK.Original anzeigen (0,7 MB)
Am Mittwoch, 25. Januar 1995, wurde die 24-jährige Sonja K. in St. Tönis im Kreis Viersen Opfer eines Raubmords. Gegen 8.30 Uhr an diesem Morgen drangen unbekannte Täter in die Lidl-Filiale in der Hochstraße 33-35 ein, in der die Filialleiterin vor Ladenöffnung mit dem Einräumen der Ware beschäftigt war. Die junge Frau wurde im Tatverlauf gefesselt, geknebelt und schließlich erdrosselt. Mit dem Schlüssel des Opfers öffneten die Täter den Tresor und entwendeten mehrere tausend Mark. Der Schlüsselbund fehlt bis heute. Die Ermittlungen ergaben zunächst, dass mutmaßlich mehrere Personen an der Tat beteiligt waren. Zudem geht die Polizei davon aus, dass die Täter über Kenntnisse der internen Abläufe in dem Supermarkt verfügten. Die Polizei hat außerdem Hinweise auf zwei Jugendliche, die sich damals gegen 8.05 Uhr vor dem Haupteingang der Lidl-Filiale aufgehalten haben sollen.

Updates im Thread
  • 21.09.2026: Die Polizei Mönchengladbach teilt mit, dass es in dem Fall neue Ermittlungsansätze gibt. Die Ermittlungsgruppe Cold Case, die den Fall übernommen hat, sucht öffentlich nach Zeugen und Mitwissern: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 32) (Beitrag von TN_Trailblazer)
  • 28.09.2026: Nach Polizeiangaben wurden auf den Asservaten durch neue kriminaltechnische Methoden DNA-Spuren sichergestellt. Teilweise wurden diese schon Personen zugeordnet, die aber als Täter ausscheiden. Bei anderen Spuren läuft noch ein Abgleich. Rettungskräfte und Polizeivollzugsbeamte haben ebenso Vergleichsproben abgegeben wie Personen aus dem privaten und beruflichen Umfeld des Opfers, darunter auch Lieferanten, Ladendetektive und Reinigungskräfte des Supermarkts: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 32) (Beitrag von 1899Ost)

Kripo MünsterFall Suleyman Duman (†44), am 16. Februar 2015 in 49525 Lengerich zuletzt gesehen und am 18. Februar 2015 in 48268 Greven tot aufgefunden

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Am 18. Februar 2015 entdeckt eine Joggerin am Dortmund-Ems-Kanal in Greven-Schmedehausen, unweit eines Motocross-Geländes, eine ausgebrannte Mercedes A-Klasse. Auf der Rückbank des Fahrzeugs werden menschliche Überreste gefunden. Die Ermittlungen ergeben, dass es sich bei dem Toten um den Fahrzeughalter handelt, den 44-jährigen Suleyman Duman aus Greven. Duman lebte zu diesem Zeitpunkt seit etwa einem Jahr getrennt von seiner Frau und seinen beiden Kindern. Hinter ihm lag eine schwierige Trennungsphase, während der er zeitweise in der psychiatrischen LWL-Klinik in Lengerich untergebracht gewesen war. Zuletzt schien sich seine Situation jedoch zu stabilisieren. Am 5. Februar war Duman aus der Klinik entlassen worden. Kurz darauf gewann er in einem Wettbüro eine fünfstellige Geldsumme. Am 16. Februar 2015, Rosenmontag und zugleich Dumans mutmaßlichem Todestag, besuchte er am Nachmittag zunächst eine Freundin in der LWL-Klinik. Anschließend verabschiedete er sich von ihr, um auf dem Klinikgelände einen Bekannten zu treffen. Mit diesem hatte er vereinbart, um 16 Uhr bei einer Bank in Osnabrück einen Kredit mit einem Teil seines Gewinns abzulösen. Den dafür vorgesehenen Geldbetrag hatte Duman in bar bei sich. Um 15.17 Uhr telefonierte der 44-Jährige noch mit seinem Bekannten. Später eingesetzte Mantrailer konnten seine Spur auf dem Klinikgelände noch rund 200 Meter in Richtung des Nordausgangs verfolgen. Dort verlor sie sich. Nach Einschätzung der Ermittler wurde Duman Opfer eines Raubmordes. Sie gehen davon aus, dass er noch lebte, als er am Abend des 16. Februar auf der Rückbank seines eigenen Autos am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals verbrannt wurde. Im Zuge der Ermittlungen gerieten zwei Männer aus Münster und Lengerich unter Verdacht. Beide bestritten, sich zur fraglichen Zeit auf dem Klinikgelände aufgehalten zu haben. Nach Auffassung der Ermittler sprachen jedoch die Ergebnisse der Mantrailer-Suche und weitere Indizien gegen diese Darstellung. Dennoch hob das Oberlandesgericht Hamm im Juni 2015 die gegen die Männer erlassenen Haftbefehle auf. Da aus Sicht des Gerichts kein dringender Tatverdacht mehr bestand, wurden beide aus der Untersuchungshaft entlassen.

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Aktenzeichen XY vom 11.1.2017 (FF3)
Kripo KölnFall Sascha K. (†46), verletzt am 23. November 2017 in 50181 Bedburg und am 1. August 2018 verstorben

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Am Morgen des 25. November 2017 gegen 8.40 Uhr entdeckte ein Jogger den 46-jährigen Sascha K. mit einer Schussverletzung in seinem VW Golf auf dem Wanderparkplatz "Peringsmaar" an der Landstraße 361 N in Bedburg. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in eine Klinik, wo er intensivmedizinisch behandelt wurde. Am 1. August 2018 verstarb er schließlich an den Folgen seiner Verletzung, ohne zwischenzeitlich vernehmungsfähig gewesen zu sein. Seitdem ermittelt die Kripo Köln wegen Mordes. Die Ermittlungen ergaben, dass K., der bei seinen Eltern in Bergheim-Glesch wohnte, in einem Chemiewerk in Bergheim beschäftigt war. Nach der Arbeit suchte er häufig mit seinem Auto den Wanderparkplatz auf, um dort in Ruhe Musik zu hören und gelegentlich auch zu schlafen. Am 23. November 2017 ruhte er sich nach Feierabend zunächst noch in seinem Bürocontainer auf dem Werksgelände aus, bevor er um 17.08 Uhr seine Arbeitsstätte verließ. Gegen 17.30 Uhr erreichte er den Wanderparkplatz. Irgendwann an diesem Abend wurden zwei Schüsse auf sein Auto abgegeben. Eine der Kugeln traf K. am Kopf. Da an Verkehrsschildern und anderen Gegenständen auf dem Parkplatz ebenfalls Einschusslöcher festgestellt wurden, geht die Polizei davon aus, dass dort bereits zuvor mehrfach mit scharfer Munition auf verschiedene Ziele geschossen worden war. Die Ermittler schließen jedoch auch eine gezielte Tat nicht aus, wenngleich sich im Umfeld des Opfers bislang keine Hinweise auf ein mögliches Mordmotiv ergeben haben. Auf der Suche nach Zeugen richtet sich die Polizei insbesondere an Spaziergänger und Wanderer sowie an Modellautofahrer, da auf dem Parkplatz in der Vergangenheit auch Rennen mit ferngesteuerten Autos stattgefunden haben.

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  • 28.08.2026: Nach einem aktuellen Hinweis aus der Bevölkerung haben die Staatsanwaltschaft Köln und die Kriminalpolizei die Ermittlungen neu aufgerollt. In diesem Zuge wurden am Donnerstagmorgen, 27. August, drei Privatwohnungen in Bedburg sowie im Kreis Wesel durchsucht. Ein 40-Jähriger aus Kampf-Lintfort wurde erkennungsdienstlich behandelt, aber nicht festgenommen. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten zudem mehrere Mobiltelefone als Beweismittel sicher: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 32) (Beitrag von 1899Ost)
  • 24.09.2026: Die Polizei gibt bekannt, dass im Zuge der Ermittlungen mehrere Angelteiche bei Prüm in Rheinland-Pfalz sowie deren Umfeld abgesucht wurden. Dabei wurden Patronenhülsen des tatrelevanten Kalibers sowie mehrere Gegenstände mit Einschusslöchern, darunter eine Mülltonne und ein Spaten, entdeckt: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 32) (Beitrag von 1899Ost)

Aktenzeichen XY vom 24.10.2018 (FF3)


Vermisstefälle



Kripo OldenburgFall Abdullah Rezan Çakici (29), vermisst seit 3. Juli 2017 in 26123 Oldenburg

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Am 3. Juli 2017 verschwindet der 29-jährige Rezan Çakici aus seiner Shisha-Bar "Smokingzz" in Oldenburg. Die Ermittlungen ergeben, dass Çakici an diesem Abend um 19.23 Uhr noch bei einer Filiale der Deutschen Bank 300 Euro in bar eingezahlt hat und anschließend in die Bar gefahren ist. Dort soll er auf seinen Cousin Ali, den Mitinhaber der Bar, getroffen sein und gemeinsam mit ihm nach etwas gesucht haben. In einer Chatgruppe unter Angestellten fragte Çakici nach dem Verbleib eines schwarzen Rohres sowie Gegenständen in einem Koffer unter dem Tresen. Nach erfolgloser Suche verlässt Çakici die Bar gegen 20 Uhr, lässt aber sein Handy und den Schlüssel seines Porsche in der Bar zurück. Am 5. Juli, zwei Tage nach der Tat, erhält Çakicis Vater Necat eine Nachricht von einer unbekannten Prepaidnummer, in der Rezan anzukündigen scheint, dass er sein Verschwinden nach seiner Rückkehr erklären wird. Eine Woche später wird er von seiner Frau vermisst gemeldet. Die ermittelnden Beamten gehen schnell von einem Verbrechen aus. Erste Ermittlungen geben, dass kurz vor Çakicis Verschwinden eine schwarze Mercedes E-Klasse mit mindestens zwei männlichen Insassen auf der Rückseite der Bar gesehen wurde. Auffällig ist zudem, dass ein leerstehendes Appartment über der Bar offenbar kurz nach Çakicis Verschwinden saniert wurde. Die Polizei lässt den neu verlegten Boden aufstemmen, findet aber keine Hinweise auf ein Verbrechen. Auch ein freiwilliges Verschwinden schließt die Polizei zunächst nicht aus, da gegen den einschlägig vorbestraften Mann mehrere Ermittlungsverfahren laufen und er zudem dem Drogenmilieu zugerechnet wird. Zugleich gilt er als ehemaliges Mitglied der Hells Angels, führte in Bielefeld sogar einen türkischen Charter des Rockerclubs an. Im Jahr 2014 kam es dort jedoch zum Zerwürfnis. 2015 veröffentlichte Çakici ein Video-Statement und erklärte Anfeindungen wegen seines prokurdischen Engagements als Grund für den Austritt. Zwischenzeitlich galt Çakici unter den Hells Angels deshalb offenbar als "vogelfrei". Während der Ermittlungen kommt es in seinem Umfeld zu weiteren Vorfällen: Am 27. Juli 2017 betreten Necat und Zülfü Çakici, Vater und Onkel von Rezan, die Büroräume einer Trockenbaufirma von Ali, den sie für das Verschwinden verantwortlich machen. In Abwesenheit von Ali, der sich in der Türkei aufhält, treffen sie auf seinen Angestellten Mustafa Y. Die Männer wollen Informationen zum Verschwinden Rezans, schließlich auch Geld aus dem Tresor. Nachdem Zülfü Çakici ein Messer zieht, schießt Y. drei Mal, zunächst auf den Boden, dann auch auf die Männer. Rezans Onkel Zülfü stirbt, Vater Necat überlebt schwer verletzt. Das Gericht erkennt später Notwehr an, verurteilt Y. nur wegen illegalen Waffenbesitzes. Am 7. November 2017 dann explodiert unter dem Kofferraum von Necat Çakicis VW Passat, den er in Bremen abgestellt hatte, eine Handgranate. Die "Handschrift" des Sprengsatzes legt laut Polizei eine Drohung im Rockermilieu nahe. Der Anschlag ist aber noch ebenso ungeklärt wie das Verschwinden von Rezan Çakici.

Updates im Thread
  • 04.09.2026: Laut einer Mitteilung der Polizei Oldenburg haben die Ermittlungen ein mögliches Tatmotiv ergeben. Dabei gehe es um ein verfälschtes polizeiliches Sicherstellungsprotokoll, das möglicherweise dazu dienen sollte, eine mutmaßlich unterschlagene Drogenlieferung zu verschleiern. Ob das Protokoll tatsächlich mit der Tat zu tun hat, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Am Vorabend, Donnerstag, 3. September, wurde zudem eine Wohnung im Alten Postweg in Oldenburg durchsucht: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 32) (Beitrag von 1899Ost)

Aktenzeichen XY vom 5.11.2025 (FF4)
Zuletzt bearbeitet von 1899Ost am 30.09.2026