Themen-Wiki: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt
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Verknüpfte Diskussion: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt
KI-Zusammenfassung
Es geht um zwei ungeklärte Kriminalfälle. Im Fall der 1990 verschwundenen Ulrike Herrmann aus Niedersachsen, deren Skelett 1991 bei Räderloh gefunden wurde, gibt es neue Entwicklungen: 2025 wurde eine verdächtige Postkarte aus dem Jahr 1994 bekannt, die ein Sexualstraftäter in der JVA Hannover erhielt und auf der DNA eines unbekannten Mannes gesichert wurde. 2026 veröffentlichte die Kripo Gifhorn ein Phantombild eines Mannes, der Herrmann zuletzt an der Raststätte Allertal Ost in einem schwarzen Mercedes gesehen haben soll, woraufhin sich ein früherer Haftinsasse und ein pensionierter Polizist meldeten. Im zweiten Fall wird der 2017 aus seiner Shisha-Bar in Oldenburg verschwundene Rezan Çakici vermisst, wobei die Polizei von einem Verbrechen ausgeht und Verbindungen zu den Hells Angels sowie zum Drogenmilieu sieht. Im Umfeld des Falls kam es zu einem tödlichen Schusswechsel und einem Sprengstoffanschlag, und 2026 ergaben die Ermittlungen ein mögliches Tatmotiv im Zusammenhang mit einem verfälschten Sicherstellungsprotokoll.
Tötungsdelikte und Morde
| Kripo Gifhorn | Fall Ulrike Herrmann (†26), am 23. Oktober 1990 in 29690 Essel zuletzt gesehen und am 15. Oktober 1991 in 29367 Steinhorst tot aufgefunden | |
![]() | Am 23. Oktober 1990 verschwindet in Niedersachsen die 26-jährige Ulrike Herrmann. Nach einem längeren Aufenthalt in Kanada ist die Biologie-Studentin an diesem Tag am Frankfurter Flughafen gelandet. Von dort aus will sie nach Hamburg trampen, wo sie sich mit einer Freundin treffen möchte. Die junge Frau wird den Tag über an mehreren Raststätten entlang der A5 und der A7 gesehen. Am Rastplatz Kirchheim Ost an der A7 steigt Herrmann zunächst in einen VW-Transporter. Nach 22 Uhr wird sie noch von zwei Personen an der Raststätte Allertal Ost weiter nördlich gesehen. Anschließend verliert sich ihre Spur. Im Januar 1991 werden zunächst Ausrüstungsgegenstände der Vermissten, darunter Rucksack, Schlafsack und Zelt, an der B188 zwischen Meinersen und Leiferde von Jägern gefunden. Nach der Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY im Juli 1991 erinnert sich eine Zuschauerin, in einem Wald bei Wesendorf die gesuchten Kleidungsstücke gefunden zu haben. Am 15. Oktober 1991, fast ein Jahr nach dem Verschwinden, entdecken zwei Pilzsammler nahe Räderloh im Landkreis Gifhorn östlich der A7 dann Teile des Skeletts von Ursula Herrmann. Auch ihr Schädel wird gefunden. Der Täter hatte die Leiche offenbar unbekleidet in dem Waldstück abgelegt. Der genaue Todeszeitpunkt lässt sich nicht mehr bestimmen. Vermutlich aber hat Ursula Herrmann bereits kurz hinter Allertal die Autobahn im Auto ihres Mörders verlassen. Bis heute fehlen der Reisepass und Personalausweis der Toten, ihr Fernglas der Marke Nixon sowie ihre braunen Wanderstiefel. Updates im Thread
| Aktenzeichen XY vom 14.6.1991 (FF3) | Aktenzeichen XY vom 25.6.2025 (FF2) | Aktenzeichen XY vom 19.8.2026 (Update) |
Vermisstefälle
| Kripo Oldenburg | Fall Abdullah Rezan Çakici (29), vermisst seit 3. Juli 2017 in 26123 Oldenburg | |
![]() | Am 3. Juli 2017 verschwindet der 29-jährige Rezan Çakici aus seiner Shisha-Bar "Smokingzz" in Oldenburg. Die Ermittlungen ergeben, dass Çakici an diesem Abend um 19.23 Uhr noch bei einer Filiale der Deutschen Bank 300 Euro in bar eingezahlt hat und anschließend in die Bar gefahren ist. Dort soll er auf seinen Cousin Ali, den Mitinhaber der Bar, getroffen sein und gemeinsam mit ihm nach etwas gesucht haben. In einer Chatgruppe unter Angestellten fragte Çakici nach dem Verbleib eines schwarzen Rohres sowie Gegenständen in einem Koffer unter dem Tresen. Nach erfolgloser Suche verlässt Çakici die Bar gegen 20 Uhr, lässt aber sein Handy und den Schlüssel seines Porsche in der Bar zurück. Am 5. Juli, zwei Tage nach der Tat, erhält Çakicis Vater Necat eine Nachricht von einer unbekannten Prepaidnummer, in der Rezan anzukündigen scheint, dass er sein Verschwinden nach seiner Rückkehr erklären wird. Eine Woche später wird er von seiner Frau vermisst gemeldet. Die ermittelnden Beamten gehen schnell von einem Verbrechen aus. Erste Ermittlungen geben, dass kurz vor Çakicis Verschwinden eine schwarze Mercedes E-Klasse mit mindestens zwei männlichen Insassen auf der Rückseite der Bar gesehen wurde. Auffällig ist zudem, dass ein leerstehendes Appartment über der Bar offenbar kurz nach Çakicis Verschwinden saniert wurde. Die Polizei lässt den neu verlegten Boden aufstemmen, findet aber keine Hinweise auf ein Verbrechen. Auch ein freiwilliges Verschwinden schließt die Polizei zunächst nicht aus, da gegen den einschlägig vorbestraften Mann mehrere Ermittlungsverfahren laufen und er zudem dem Drogenmilieu zugerechnet wird. Zugleich gilt er als ehemaliges Mitglied der Hells Angels, führte in Bielefeld sogar einen türkischen Charter des Rockerclubs an. Im Jahr 2014 kam es dort jedoch zum Zerwürfnis. 2015 veröffentlichte Çakici ein Video-Statement und erklärte Anfeindungen wegen seines prokurdischen Engagements als Grund für den Austritt. Zwischenzeitlich galt Çakici unter den Hells Angels deshalb offenbar als "vogelfrei". Während der Ermittlungen kommt es in seinem Umfeld zu weiteren Vorfällen: Am 27. Juli 2017 betreten Necat und Zülfü Çakici, Vater und Onkel von Rezan, die Büroräume einer Trockenbaufirma von Ali, den sie für das Verschwinden verantwortlich machen. In Abwesenheit von Ali, der sich in der Türkei aufhält, treffen sie auf seinen Angestellten Mustafa Y. Die Männer wollen Informationen zum Verschwinden Rezans, schließlich auch Geld aus dem Tresor. Nachdem Zülfü Çakici ein Messer zieht, schießt Y. drei Mal, zunächst auf den Boden, dann auch auf die Männer. Rezans Onkel Zülfü stirbt, Vater Necat überlebt schwer verletzt. Das Gericht erkennt später Notwehr an, verurteilt Y. nur wegen illegalen Waffenbesitzes. Am 7. November 2017 dann explodiert unter dem Kofferraum von Necat Çakicis VW Passat, den er in Bremen abgestellt hatte, eine Handgranate. Die "Handschrift" des Sprengsatzes legt laut Polizei eine Drohung im Rockermilieu nahe. Der Anschlag ist aber noch ebenso ungeklärt wie das Verschwinden von Rezan Çakici. Updates im Thread
| Aktenzeichen XY vom 5.11.2025 (FF4) |

