Themen-Wiki: Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt
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KI-Zusammenfassung
Es geht um mehrere ungeklärte Tötungs- und Vermisstenfälle, die teilweise neu aufgerollt wurden. Dazu gehören die Fälle der Frauen Renate Borst (1985 in Göppingen getötet, 2026 Anklage gegen einen 70-Jährigen), Dagmar Knops (1988 in Kempen verschwunden, 2008 erfolglose Suche in der Villa Horten), Ute Werner (1988 in Osnabrück getötet, ungeklärt) und Ulrike Herrmann (1990 verschwunden, 1991 tot aufgefunden, 2025/2026 neue Spuren und Phantombild). Auch die Fälle der Männer Hans-Werner Studt (1996 in Sülfeld verschwunden), Suleyman Duman (2015 in Greven tot aufgefunden, 2025 neu aufgerollt) und Sascha K. (2017 in Bedburg angeschossen, 2018 verstorben) werden behandelt. Im Fall Kerstin Lee Langley (2007 in Regensburg vermisst) wurden 2026 menschliche Überreste gefunden und drei Tatverdächtige identifiziert, eine 56-Jährige legte ein Geständnis ab. Die Fälle werden mit Verweisen auf Sendungen wie "Aktenzeichen XY" und Podcasts wie "Die Anhalterin" oder "Die vergessene Tote" in Verbindung gebracht.
Vermisste und getötete Frauen
| Kripo Ulm | Fall Renate Borst (†31), am 21./22. Februar 1985 in 73033 Göppingen zuletzt gesehen und am 10. März 1985 in 73326 Deggingen tot aufgefunden | |
![]() | Am 10. März 1985 entdeckten zwei Spaziergängerinnen neben einem Waldweg im Gewann Winterhalde bei Deggingen im Kreis Göppingen eine stark entstellte Frauenleiche. Die Tote lag im Gestrüpp unter Bäumen, war nackt und mit einem Büstenhalter gefesselt. Die Obduktion ergab, dass die Frau mit massiver Gewalt gegen Kopf und Oberkörper getötet wurde, die Auffindesituation legte ein Sexualverbrechen nahe. Bei der Toten wurde ein Schlüssel gefunden, der zu einem Schließfach am Göppinger Bahnhof gehörte. In dem Schließfach fand die Polizei persönliche Gegenstände, über welche die Tote als 31-jährige Renate Borst identifiziert werden konnte. Die Kleidung der Frau blieb jedoch verschollen. In den weiteren Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass die gelernte Küchenhilfe dem Obdachlosenmilieu am Göppinger Bahnhof angehörte und in mehreren Szenekneipen, insbesondere der Milchbar, verkehrte. In Mühlhausen im Täle soll Borst noch bei Bekannten untergekommen sein, dort aber vor ihrem Tod bereits wieder ausgezogen sein. Ein um die 50 Jahre alter Fahrer eines Mercedes mit Göppinger Kennzeichen, der Borst Anfang Februar 1985 bei der Abholung ihrer persönlichen Gegenstände in Mühlhausen geholfen haben soll, konnte nie identifiziert werden. Gleiches gilt für einen jüngeren Mann, mit dem Borst am 10. Februar am Göppinger Busbahnhof gesehen wurde, und einen blonden Mann zwischen 35 und 40 Jahre, den sie offenbar am 21. oder 22. Februar sah. Die Ermittlungen mussten schließlich ob eines fehlenden Tatverdächtigen eingestellt werden. Updates im Thread
| Podcast Akte Südwest "Die vergessene Tote" von Juli 2026 |
| Kripo Mönchengladbach | Fall Dagmar Knops (22), vermisst seit 28. März 1988 in 47906 Kempen | |
![]() | Seit dem 28. März 1988 fehlt von der damals 22-jährigen Dagmar Knops jede Spur. Die Kölner Pädagogikstudentin hielt sich in den Semesterferien gemeinsam mit ihrem Bruder im Elternhaus in Kempen auf, während die Eltern verreist waren. Dort arbeitete sie an einer Studienarbeit und traf sich abends mit Freunden. So auch an jenem Montagabend, den sie in der Gaststätte Lichtblick in der Kempener Innenstadt verbrachte. Gegen 22.15 Uhr verabschiedete sich Knops von ihren Freunden und machte sich auf den nur etwa 500 Meter langen Heimweg. Im Elternhaus kam sie jedoch nie an. Auch ihre Studienarbeit reichte sie in Köln nicht fristgerecht zwei Tage später ein. Ihr Bruder erkundigte sich bei Freunden nach ihrem Verbleib, doch erst nach der Rückkehr der Eltern aus dem Urlaub nach Ostern wurde Vermisstenanzeige erstattet. Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen blieben ohne Ergebnis. Zwanzig Jahre nach ihrem Verschwinden schien plötzlich Bewegung in den Fall zu kommen. 2008 ging die Mönchengladbacher Mordkommission einem anonymen Schreiben nach, dessen Verfasser nach eigenen Angaben bereits Jahre zuvor einen Hinweis erhalten hatte. Demnach sollte die Leiche der Studentin im Keller der Villa Horten verscharrt worden sein. Das 1870 von der Kempener Kaufmannsfamilie Horten als Residenz errichtete Gebäude hatte später unter anderem als Sitz der Kempener Verwaltung gedient. Die Ermittler stuften den Hinweis als glaubwürdig ein, auch weil im Keller der Villa ausgerechnet ab April 1988 Sanierungsarbeiten stattgefunden hatten. Bei der anschließenden Untersuchung des Gebäudes an der Ecke Burgring/Thomasstraße scannten Spezialisten den Keller engmaschig mit einem Georadar ab. Dabei stießen sie auf eine auffällige Bodenanomalie, die auf einen Gegenstand oder Hohlraum im Betonboden hindeutete. Zusätzlich eingesetzte Leichenspürhunde schlugen unabhängig voneinander an derselben Stelle an. Eine nähere Untersuchung erwies sich jedoch als äußerst schwierig: Die verdächtige Stelle lag unter dem Fundament einer dreigeschossigen Treppe, sodass größere Bohrungen die Statik des Gebäudes hätten gefährden können. Schließlich wurde eine Kernbohrung vorgenommen, mit der zumindest Proben aus dem Betonboden gewonnen und untersucht werden konnten. Hinweise auf menschliche Überreste fanden sich dabei jedoch nicht. Die Untersuchungen mussten daraufhin ohne abschließendes Ergebnis beendet werden. Vollständig ausgeschlossen werden kann allerdings bis heute nicht, dass sich die sterblichen Überreste von Dagmar Knops tatsächlich im Keller der Villa Horten befinden. | Aktenzeichen XY vom 5.11.2008 (FF1) |
| Kripo Osnabrück | Fall Ute Werner (†22), am 10. August 1988 in 49074 Osnabrück zuletzt gesehen und am 22. August 1988 in 49082 Osnabrück tot aufgefunden | |
![]() | Am 10. August 1988 wurde die 22-jährige Ute Werner in Osnabrück mutmaßlich Opfer eines Anhaltermordes. Da ihr Auto zu dieser Zeit defekt war, fuhr die junge Frau regelmäßig mit dem Bus von ihrer Großmutter in Bad Rothenfelde zu ihrer Ausbildung als Bandagistin nach Osnabrück. Auf dem Heimweg nahm sie zunächst einen Bus von Schinkel in die Osnabrücker Innenstadt, wo sie sich gegen 18.20 Uhr von ihren Kollegen trennte. Wenig später dürfte sie am Rosenplatz als Anhalterin in das Auto ihres späteren Mörders gestiegen sein. Zwölf Tage später, am 22. August, wurde ihre Leiche in einem Waldstück unterhalb des Franziskus-Hospitals in Georgsmarienhütte, unmittelbar an der Osnabrücker Stadtgrenze, gefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass Werner Opfer eines Sexualverbrechens geworden und anschließend durch mehrere Messerstiche getötet worden war. Ihre rote Leinenumhängetasche blieb verschwunden und dürfte vom Täter mitgenommen worden sein. Im Zuge der Ermittlungen stieß die Polizei auf eine Reihe ungeklärter Sexualdelikte, die sich zu dieser Zeit im Raum Osnabrück ereignet hatten. Aufmerksamkeit erregte der Fall einer jungen Frau, die sich nach dem Mord an Ute Werner bei der Polizei meldete. Sie war bereits im März 1988, nur wenige Monate vor Werners Tod, als Anhalterin am Rosenplatz in einen roten Ford oder Opel gestiegen. Der Fahrer brachte sie in die Nähe des Franziskus-Hospitals und vergewaltigte sie dort. Die Frau beschrieb den Täter als kräftigen Mann Mitte 30 mit blonden, zurückgekämmten Haaren und auffälligen Geheimratsecken. Zudem habe er einen Dialekt gesprochen, der süddeutsch, jedoch nicht bayerisch geklungen habe. Ob derselbe Mann auch Ute Werner tötete, konnte bislang nicht geklärt werden. Beide Taten sind bis heute nicht aufgeklärt. | Aktenzeichen XY vom 15.5.2019 (FF2) | Podcastreihe NOZ "Die Anhalterin" von Dezember 2021 |
| Kripo Gifhorn | Fall Ulrike Herrmann (†26), am 23. Oktober 1990 in 29690 Essel zuletzt gesehen und am 15. Oktober 1991 in 29367 Steinhorst tot aufgefunden | |
![]() | Am 23. Oktober 1990 verschwand in Niedersachsen die 26-jährige Ulrike Herrmann. Nach einem längeren Aufenthalt in Kanada war die Biologie-Studentin an diesem Tag am Frankfurter Flughafen gelandet. Von dort aus wollte sie nach Hamburg trampen, wo sie sich mit einer Freundin treffen wollte. Im Laufe des Tages wurde die junge Frau an mehreren Raststätten entlang der A5 und der A7 gesehen. Am Rastplatz Kirchheim Ost an der A7 stieg Herrmann zunächst in einen VW-Transporter. Nach 22 Uhr wurde sie noch von zwei Personen an der weiter nördlich gelegenen Raststätte Allertal Ost gesehen. Anschließend verlor sich ihre Spur. Im Januar 1991 fanden Jäger an der B188 zwischen Meinersen und Leiferde mehrere Ausrüstungsgegenstände der Vermissten, darunter ihren Rucksack, Schlafsack und ihr Zelt. Nach der Ausstrahlung des Falls bei "Aktenzeichen XY" im Juli 1991 noch als Vermisstenfall erinnerte sich eine Zuschauerin daran, in einem Wald bei Wesendorf Kleidungsstücke gefunden zu haben, nach denen die Polizei suchte. Diese konnten ihr anschließend zugeordnet werden. Am 15. Oktober 1991, fast ein Jahr nach ihrem Verschwinden, entdeckten schließlich zwei Pilzsammler nahe Räderloh im Landkreis Gifhorn, östlich der A7, Teile des Skeletts von Ulrike Herrmann. Auch ihr Schädel wurde gefunden. Der Täter hatte ihre Leiche offenbar unbekleidet in dem Waldstück abgelegt. Der genaue Todeszeitpunkt ließ sich nicht mehr bestimmen. Vermutlich hatte Ulrike Herrmann jedoch bereits kurz hinter Allertal die Autobahn im Auto ihres Mörders verlassen. Bis heute fehlen der Reisepass und der Personalausweis der Toten, ihr Fernglas der Marke Nikon sowie ihre braunen Wanderstiefel. Updates im Thread
| Aktenzeichen XY vom 14.6.1991 (FF3) | Aktenzeichen XY vom 25.6.2025 (FF2) | Aktenzeichen XY vom 19.8.2026 (Update) |
| Kripo Regensburg | Fall Kerstin Lee Langley (39), vermisst seit 2. Juli 2007 in 93053 Regensburg | |
![]() | Seit Sommer 2007 fehlt von der damals 39-jährigen Kerstin Lee Langley aus Regensburg jede Spur. Am 2. Juli 2007 wurde sie von ihrem Halbbruder Jörg bei der Polizei als vermisst gemeldet, nachdem dieser seit einem Treffen rund drei Wochen zuvor nichts mehr von seiner Schwester gehört hatte. Bei diesem Treffen hatte Kerstin berichtet, dass sie sich von ihrem Lebensgefährten trennen wolle, bei dem sie erst April 2007 nach wenigen Monaten Beziehung eingezogen war. Ralf P. kontrolliere sie und setze sie psychisch unter Druck. Unter anderem habe er ihre SIM-Karte zerstört, sodass sie für ihre Familie telefonisch nicht mehr erreichbar gewesen sei. Ihr Halbbruder bot ihr daraufhin an, einen Transporter für den Umzug zu organisieren und sie vorübergehend bei sich aufzunehmen. Noch am selben Tag überprüfte die Polizei die Wohnung ihres Lebensgefährten und stellte fest, dass sich dort noch zahlreiche persönliche Gegenstände der Vermissten befanden. Ihr Freund erklärte hingegen, Kerstin sei überstürzt ausgezogen. Anwohner der angegebenen Wohnadresse berichteten, dass sie nicht mehr in der betreffenden Wohnung lebe und ihr Lebensgefährte inzwischen eine neue Partnerin habe. Im September 2007 berichtete Kerstins Sohn von einer SMS vom Mobiltelefon seiner Mutter, in der es geheißen haben soll: "Hy, my Baby. Habe einen neuen Engel gefunden. Das Leben muss weitergehen." Die SMS ist aber mittlerweile gelöscht und liegt der Polizei nicht im Wortlaut vor. Daraufhin ging die Polizei zunächst von einem freiwilligen Verschwinden aus. Im Februar 2012 ergab sich dann eine neue Spur, als sich ein damals 44-jähriger Mann bei der Polizeiinspektion Neumarkt meldete. Er berichtete, dass eine 42-jährige Bekannte auf einer Faschingsfeier im alkoholisierten Zustand behauptet habe, ihr früherer Ehemann habe zwei seiner Ex-Frauen getötet. Bei einer dieser Frauen solle es sich um Lee Langley handeln, deren Leiche anschließend vergraben worden sei. Die Kriminalpolizei Regensburg übernahm daraufhin die Ermittlungen und befragte den Ex-Ehemann der Frau, bei dem es sich tatsächlich um Lee Langleys früheren Lebensgefährten aus Regensburg handelte. Dieser bestritt die Vorwürfe. Die Behauptung seiner Ex-Frau erwies sich kurz darauf zumindest teilweise als falsch: Die zweite angeblich getötete Ex-Frau konnte im Landkreis Regensburg lebend angetroffen werden. Im Zuge der Ermittlungen durchsuchte die Polizei 2012 unter anderem ein als "Märchenwiese" bezeichnetes Gelände bei Kadenzhofen in der Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz. Lee Langleys früherer Lebensgefährte gab an, die Vermisste sei von einem alten Freund abgeholt worden. Die beiden seien mit einem Mercedes mit Deggendorfer Kennzeichen davongefahren. Der Freund konnte jedoch nicht identifiziert werden. Updates im Thread
| Aktenzeichen XY vom 18.12.2013 (FF5) | Aktenzeichen XY Spezial Vermisst vom 17.07.2024 (FF4) |
Vermisste und getötete Männer
| Kripo Bad Segeberg | Fall Hans-Werner Studt (50), vermisst seit dem 18. Oktober 1996 in 23867 Sülfeld | |
![]() | Seit dem 18. Oktober 1996 wird der damals 50-jährige Landwirt Hans-Werner Studt aus Nützen im schleswig-holsteinischen Kreis Segeberg vermisst. An jenem Freitag machte er sich nach dem Mittagessen mit seinem Traktor und einem Anhänger auf den Weg zu einem seiner Felder nach Sülfeld, um dort Roggen auszusäen. Gegen 13 Uhr wurde Studt zuletzt von einem Schrebergärtner gesehen, der ihn erkannte und grüßte. Der Landwirt trug wie üblich eine grüne, gefütterte Cordweste, eine blaue Arbeitshose und Gummistiefel. Gegen 16 Uhr entdeckten zwei andere Landwirte auf dem Weg zu ihren Feldern Studts blauen Traktor vor der Feldeinfahrt, die sich an der Ecke Gräberkater Weg/In den Königsteichen befand. Der Motor lief noch, während der Anhänger ab- und die Sämaschine angekoppelt war. Einer der beiden Männer stellte den Motor ab und bemerkte dabei zwei Blutlachen auf dem Boden. Da er zunächst von einem Wildunfall ausging, setzte er seinen Weg fort. Als Studt zum vereinbarten Zeitpunkt nicht nach Hause zurückkehrte, machte sich schließlich seine Ehefrau Karin auf die Suche nach ihm. An dem Feld entdeckte auch sie die beiden großen Blutlachen und befürchtete, dass ihrem Mann etwas zugestoßen sein könnte. Zunächst vermutete sie jedoch ebenfalls einen Unfall und erkundigte sich telefonisch bei den umliegenden Krankenhäusern. Erst später am Abend verständigte sie die Polizei, die gegen Mitternacht am Ort des Geschehens eintraf. Bei der Untersuchung des Traktors stellten die Beamten weitere Blutspuren fest. Eine Rekonstruktion ergab, dass der stark verletzte Bauer vermutlich noch hinter den Anhänger geschleift und sein Traktor von der Straße auf das angrenzende Gras bewegt wurde. In der Folge wurde eine der größten Suchaktionen der schleswig-holsteinischen Nachkriegsgeschichte eingeleitet. Mehr als 800 Helfer durchkämmten die Region, unterstützt von Spürhunden und Hubschraubern. Die Polizei vernahm mehr als 250 Zeugen und ging etwa 100 Hinweisen nach. Zudem wurde eine Belohnung von 25.000 D-Mark ausgesetzt. Nach dem Verschwinden von Hans-Werner Studt kamen Gerüchte auf, wonach der Hof und das Grundstück in Sülfeld, wo Studt aufgewachsen war und vor seinem Umzug nach Nützen gelebt hatte, gewinnbringend als Bauland verkauft werden sollten. Diese Theorie wurde ein Jahr nach dem Verschwinden angeheizt, als das leer stehende Wohnhaus der Hofstelle angezündet wurde. Die Polizei fand sogar Kanister mit Brandbeschleuniger. Zudem gab es starke Verdachtsmomente gegen eine Person aus der Umgebung Sülfelds. Das Ermittlungsverfahren wurde jedoch wegen mangelnden hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Der 50-Jährige ist bis heute verschwunden. | |
| Kripo Münster | Fall Suleyman Duman (†44), am 16. Februar 2015 in 49525 Lengerich zuletzt gesehen und am 18. Februar 2015 in 48268 Greven tot aufgefunden | |
Original anzeigen (0,5 MB) | Am 18. Februar 2015 entdeckt eine Joggerin am Dortmund-Ems-Kanal in Greven-Schmedehausen, unweit eines Motocross-Geländes, eine ausgebrannte Mercedes A-Klasse. Auf der Rückbank des Fahrzeugs werden menschliche Überreste gefunden. Die Ermittlungen ergeben, dass es sich bei dem Toten um den Fahrzeughalter handelt, den 44-jährigen Suleyman Duman aus Greven. Duman lebte zu diesem Zeitpunkt seit etwa einem Jahr getrennt von seiner Frau und seinen beiden Kindern. Hinter ihm lag eine schwierige Trennungsphase, während der er zeitweise in der psychiatrischen LWL-Klinik in Lengerich untergebracht gewesen war. Zuletzt schien sich seine Situation jedoch zu stabilisieren. Am 5. Februar war Duman aus der Klinik entlassen worden. Kurz darauf gewann er in einem Wettbüro eine fünfstellige Geldsumme. Am 16. Februar 2015, Rosenmontag und zugleich Dumans mutmaßlichem Todestag, besuchte er am Nachmittag zunächst eine Freundin in der LWL-Klinik. Anschließend verabschiedete er sich von ihr, um auf dem Klinikgelände einen Bekannten zu treffen. Mit diesem hatte er vereinbart, um 16 Uhr bei einer Bank in Osnabrück einen Kredit mit einem Teil seines Gewinns abzulösen. Den dafür vorgesehenen Geldbetrag hatte Duman in bar bei sich. Um 15.17 Uhr telefonierte der 44-Jährige noch mit seinem Bekannten. Später eingesetzte Mantrailer konnten seine Spur auf dem Klinikgelände noch rund 200 Meter in Richtung des Nordausgangs verfolgen. Dort verlor sie sich. Nach Einschätzung der Ermittler wurde Duman Opfer eines Raubmordes. Sie gehen davon aus, dass er noch lebte, als er am Abend des 16. Februar auf der Rückbank seines eigenen Autos am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals verbrannt wurde. Im Zuge der Ermittlungen gerieten zwei Männer aus Münster und Lengerich unter Verdacht. Beide bestritten, sich zur fraglichen Zeit auf dem Klinikgelände aufgehalten zu haben. Nach Auffassung der Ermittler sprachen jedoch die Ergebnisse der Mantrailer-Suche und weitere Indizien gegen diese Darstellung. Dennoch hob das Oberlandesgericht Hamm im Juni 2015 die gegen die Männer erlassenen Haftbefehle auf. Da aus Sicht des Gerichts kein dringender Tatverdacht mehr bestand, wurden beide aus der Untersuchungshaft entlassen. Updates im Thread
| Aktenzeichen XY vom 11.1.2017 (FF3) |
| Kripo Köln | Fall Sascha K. (†46), verletzt am 23. November 2017 in 50181 Bedburg und am 1. August 2018 verstorben | |
![]() | Am Morgen des 25. November 2017 gegen 8.40 Uhr entdeckte ein Jogger den 46-jährigen Sascha K. mit einer Schussverletzung in seinem VW Golf auf dem Wanderparkplatz "Peringsmaar" an der Landstraße 361 N in Bedburg. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in eine Klinik, wo er intensivmedizinisch behandelt wurde. Am 1. August 2018 verstarb er schließlich an den Folgen seiner Verletzung, ohne zwischenzeitlich vernehmungsfähig gewesen zu sein. Seitdem ermittelt die Kripo Köln wegen Mordes. Die Ermittlungen ergaben, dass K., der bei seinen Eltern in Bergheim-Glesch wohnte, in einem Chemiewerk in Bergheim beschäftigt war. Nach der Arbeit suchte er häufig mit seinem Auto den Wanderparkplatz auf, um dort in Ruhe Musik zu hören und gelegentlich auch zu schlafen. Am 23. November 2017 ruhte er sich nach Feierabend zunächst noch in seinem Bürocontainer auf dem Werksgelände aus, bevor er um 17.08 Uhr seine Arbeitsstätte verließ. Gegen 17.30 Uhr erreichte er den Wanderparkplatz. Irgendwann an diesem Abend wurden zwei Schüsse auf sein Auto abgegeben. Eine der Kugeln traf K. am Kopf. Da an Verkehrsschildern und anderen Gegenständen auf dem Parkplatz ebenfalls Einschusslöcher festgestellt wurden, geht die Polizei davon aus, dass dort bereits zuvor mehrfach mit scharfer Munition auf verschiedene Ziele geschossen worden war. Die Ermittler schließen jedoch auch eine gezielte Tat nicht aus, wenngleich sich im Umfeld des Opfers bislang keine Hinweise auf ein mögliches Mordmotiv ergeben haben. Auf der Suche nach Zeugen richtet sich die Polizei insbesondere an Spaziergänger und Wanderer sowie an Modellautofahrer, da auf dem Parkplatz in der Vergangenheit auch Rennen mit ferngesteuerten Autos stattgefunden haben. Updates im Thread
| Aktenzeichen XY vom 24.10.2018 (FF3) |
| Kripo Oldenburg | Fall Abdullah Rezan Çakici (29), vermisst seit 3. Juli 2017 in 26123 Oldenburg | |
![]() | Am 3. Juli 2017 verschwindet der 29-jährige Rezan Çakici aus seiner Shisha-Bar "Smokingzz" in Oldenburg. Die Ermittlungen ergeben, dass Çakici an diesem Abend um 19.23 Uhr noch bei einer Filiale der Deutschen Bank 300 Euro in bar eingezahlt hat und anschließend in die Bar gefahren ist. Dort soll er auf seinen Cousin Ali, den Mitinhaber der Bar, getroffen sein und gemeinsam mit ihm nach etwas gesucht haben. In einer Chatgruppe unter Angestellten fragte Çakici nach dem Verbleib eines schwarzen Rohres sowie Gegenständen in einem Koffer unter dem Tresen. Nach erfolgloser Suche verlässt Çakici die Bar gegen 20 Uhr, lässt aber sein Handy und den Schlüssel seines Porsche in der Bar zurück. Am 5. Juli, zwei Tage nach der Tat, erhält Çakicis Vater Necat eine Nachricht von einer unbekannten Prepaidnummer, in der Rezan anzukündigen scheint, dass er sein Verschwinden nach seiner Rückkehr erklären wird. Eine Woche später wird er von seiner Frau vermisst gemeldet. Die ermittelnden Beamten gehen schnell von einem Verbrechen aus. Erste Ermittlungen geben, dass kurz vor Çakicis Verschwinden eine schwarze Mercedes E-Klasse mit mindestens zwei männlichen Insassen auf der Rückseite der Bar gesehen wurde. Auffällig ist zudem, dass ein leerstehendes Appartment über der Bar offenbar kurz nach Çakicis Verschwinden saniert wurde. Die Polizei lässt den neu verlegten Boden aufstemmen, findet aber keine Hinweise auf ein Verbrechen. Auch ein freiwilliges Verschwinden schließt die Polizei zunächst nicht aus, da gegen den einschlägig vorbestraften Mann mehrere Ermittlungsverfahren laufen und er zudem dem Drogenmilieu zugerechnet wird. Zugleich gilt er als ehemaliges Mitglied der Hells Angels, führte in Bielefeld sogar einen türkischen Charter des Rockerclubs an. Im Jahr 2014 kam es dort jedoch zum Zerwürfnis. 2015 veröffentlichte Çakici ein Video-Statement und erklärte Anfeindungen wegen seines prokurdischen Engagements als Grund für den Austritt. Zwischenzeitlich galt Çakici unter den Hells Angels deshalb offenbar als "vogelfrei". Während der Ermittlungen kommt es in seinem Umfeld zu weiteren Vorfällen: Am 27. Juli 2017 betreten Necat und Zülfü Çakici, Vater und Onkel von Rezan, die Büroräume einer Trockenbaufirma von Ali, den sie für das Verschwinden verantwortlich machen. In Abwesenheit von Ali, der sich in der Türkei aufhält, treffen sie auf seinen Angestellten Mustafa Y. Die Männer wollen Informationen zum Verschwinden Rezans, schließlich auch Geld aus dem Tresor. Nachdem Zülfü Çakici ein Messer zieht, schießt Y. drei Mal, zunächst auf den Boden, dann auch auf die Männer. Rezans Onkel Zülfü stirbt, Vater Necat überlebt schwer verletzt. Das Gericht erkennt später Notwehr an, verurteilt Y. nur wegen illegalen Waffenbesitzes. Am 7. November 2017 dann explodiert unter dem Kofferraum von Necat Çakicis VW Passat, den er in Bremen abgestellt hatte, eine Handgranate. Die "Handschrift" des Sprengsatzes legt laut Polizei eine Drohung im Rockermilieu nahe. Der Anschlag ist aber noch ebenso ungeklärt wie das Verschwinden von Rezan Çakici. Updates im Thread
| Aktenzeichen XY vom 5.11.2025 (FF4) |
Kinder und Jugendliche
Kindstötungen
| Polizeidirektion Südwestsachsen | Fall "Max Winter" (†0), am 19. Januar 2011 in 08340 Schwarzenberg tot aufgefunden | |
| Am 19. Januar 2011 fand der Mitarbeiter einer Recyclingfirma in einem Altkleidercontainer in Schwarzenberg im Erzgebirge einen toten Neugeborenen. Der Container stand auf dem Parkplatz eines damaligen Einkaufsmarktes im Wohngebiet Sonnenleithe. Eingewickelt war der Junge in ein blaues Handtuch der Firma Frottana aus DDR-Zeiten. Darum befand sich eine Plastiktüte mit Weihnachtsmannmotiv sowie eine zugebundene Penny-Tüte. Laut Obduktion war das Kind, welches von der Stadt Schwarzenberg den Namen "Max Winter" erhielt, nur wenige Tage, vielleicht auch bloß Stunden am Leben, ehe es erstickt wurde. Eine zeitnahe DNA-Reihenuntersuchung in Sonnenleithe und dem benachbarten Grünhain-Beierfeld führte nicht zur Kindsmutter. Am 2. Juni 2012 wurde in Tschechien ein weiterer getöteter Junge in einem Müllsack gefunden. Der Fundort, ein Straßengraben der S 210 zwischen Rotava und Kraslice, liegt nur rund 30 Kilometer von Sonnenleithe entfernt. Durch eine DNA-Analyse konnte festgestellt werden, dass das Kind dieselbe Mutter und höchstwahrscheinlich auch denselben Vater wie "Max" hatte. Eine Zeugin wollte am Vortag des Fundes ein dunkles Auto mit deutschen Kennzeichen sowie einen neben dem Fahrzeug stehenden Mann am Ablageort gesehen haben. Im Jahr 2018 wurde die DNA-Reihenuntersuchung auf den Schwarzenberger Ortsteil Sachsenfeld ausgeweitet. Im Dezember 2019 ging die Polizei in Zwickau dann mit einem Phantombild an die Öffentlichkeit. Es zeigt eine Frau zwischen 40 und 45 Jahren mit mitteleuropäischem Erscheinungsbild sowie schwarzen Haaren mit auffälligen roten Strähnen im Pony. Sie wurde von einem Zeugen im Zeitraum der Ablage des toten Jungen in Schwarzenberg, zwischen dem 4. und 19. Januar 2011, auf dem Parkplatz gesehen, wie sie einen Beutel in den Container einwarf. | Aktenzeichen XY vom 12.10.2011 (FF2) | |
| Kripo Brandenburg | Fall "Victoria" (†0), am 23. Dezember 2011 in 14471 Potsdam tot aufgefunden | |
| Am 23. Dezember 2011, einen Tag vor Heiligabend, fand ein Garagenbesitzer gegen 9.30 Uhr in einer Böschung zwischen einer Garagenanlage in der Kantstraße in Potsdam und dem naheliegenden Bahndamm die Leiche eines Säuglings. Das Mädchen, das von den Ermitteln den Namen Victoria erhielt, lag augenscheinlich noch nicht lange dort und war vermutlich erst in der Nacht zu Welt gekommen. Es lag eingewickelt in ein blutverschmiertes Handtuch der Marke "Facotti" mit der Aufschrift "Fitness". Die Obduktion bestätigte, dass der Säugling durch äußere Gewalteinwirkung zu Tode gekommen war. Ein erster Hinweis aus der Bevölkerung deutete auf ein dunkles Auto mit Kennzeichen PM für Potsdam-Mittelmark, welches am Abend des 22. Dezember zwischen 23 und 0 Uhr an der Garagenanlage gesehen worden war. Die Fahndung lief jedoch ins Leere. Im Jahr 2014 wurde anhand von DNA-Spuren am Handtuch eine DNA-Reihenuntersuchung im Nahumfeld mit mehr als 1000 Personen durchgeführt. 2021 machte die Polizei bekannt, dass die Ermittlungen zu dem getöteten Mädchen neu aufgerollt werden, und verwies dabei auf neue rechtliche Ermittlungsbefugnisse. Im Rahmen einer DNA-Phänotypisierung konnte dabei festgestellt werden, dass die Mutter zur Tatzeit zwischen 25 und 35 Jahren alt war, eine blonde Naturhaarfarbe sowie eine helle Hautfarbe hatte. Mit dieser Eingrenzung wurden erneut 280 Frauen zur DNA-Reihenuntersuchung eingeladen. Bis heute konnte die Mutter von Victoria jedoch nicht identifiziert werden. | Aktenzeichen XY vom 04.07.2012 (FF4) |
Mutmaßliche Raubmorde und tödliche Überfälle
| Kripo Mönchengladbach | Fall Sonja K. (†24), getötet am 25. Januar 1995 in 47918 Tönisvorst-St. Tönis | |
Original anzeigen (0,7 MB) | Am Mittwoch, 25. Januar 1995, wurde die 24-jährige Sonja K. in St. Tönis im Kreis Viersen Opfer eines Raubmords. Zwischen 7.30 und 8.30 Uhr drangen unbekannte Täter in die Lidl-Filiale in der Hochstraße 33-35 ein, in der die Filialleiterin vor Ladenöffnung mit dem Einräumen der Ware beschäftigt war. Ein Täter fesselte dem Opfer die Hände mittels Klebebands auf dem Rücken und verklebte dessen Mund und Hals. Mit dem Schlüssel des Opfers öffneten die Täter den Tresor und entwendeten mehrere tausend Mark. Der Schlüsselbund fehlt bis heute. Um 8.33 Uhr verständigte eine Kollegin die Polizei, nachdem sie die leblose Sonja K. in den Toilettenräumen der Filiale aufgefunden hatte. Die Reanimationsversuche blieben jedoch erfolglos. Bei der Obduktion am Folgetag wurde ein nachhaltiges Drosseln als Todesursache festgestellt. Bei der Die Ermittlungen ergaben zunächst, dass mutmaßlich mehrere Personen an der Tat beteiligt waren. Zudem geht die Polizei davon aus, dass die Täter über Kenntnisse der internen Abläufe in dem Supermarkt verfügten. Die Polizei hat außerdem Hinweise auf zwei Jugendliche, die sich damals gegen 8.05 Uhr vor dem Haupteingang der Lidl-Filiale aufgehalten haben sollen. Updates im Thread
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Unbekannte Tote
Doppel- und Mehrfachtötungen
Vermisstenfälle
Unbekannte Tote









