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Fastfood und andere kulinarische Grausamkeiten

... aus dem Blog von Cathryn   Profil von Cathryn

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Fastfood und andere kulinarische Grausamkeiten


04.11.2007 um 02:45
Woche 17 ist vorueber und ich bin noch immer sehr gluecklich hier, kann mich ueber meine Mitmenschen nicht beschweren, werde taeglich vom Hund spazieren gefuerht und habe eine tolle Zeit.
Natuerlich ist nicht alles perfekt, das waere dann doch etwas zu viel verlangt vom lieben Schicksal und ich vermisse so einiges, das ich in Deutschland nur am Rande als Genussmittel angesehen habe.
Allen voran das BROT. Brot ist vielleicht in deutschen Landen nur eine Begleiterscheinung in der taeglichen Nahrungsmittelzufuhr, aber ob ihr es glaubt oder nicht: man kann Brot tatsaechlich vermissen.

Das was man hier in den Regalen von Target, Wallmart & Co. findet NENNT sich zwar Brot, hat aber mit wirklichem Brot wenig bis gar nichts gemein. Es ist in etwa das, was man in Deutschland unter dem Begriff "Sandwichbrot'" kennt: dieses weisse, labrige Zeugs, das am Gaumen klebt und nicht einmal satt macht. Sicher, das kauft man auch mal und das ist auch eine Weile ganz lecker, aber wenn man es monatelang jeden Tag auf dem Teller hat, vergeht einem der Appetit verflixt schnell.
Man sucht also nach Alternativen und die gibt es zur Genuege ---> Zimtbrot, Blaubeerbrot, Kirschbrot, Erdbeerbrot, ... alle in der Qualitaet des Sandwichbrotes und alle fuerchterlich suess (taugt zu einem lecker Wurstbrot oder Kaesebrot gar nicht) und nach der zweiten Scheibe ungeniessbar. Man schmeckt Chemie und kuenstliche Aromen so stark heraus, dass man sich schwoert, nie wieder einem Backwerk naeher zu kommen. Momentan ernaehere ich mich nun von Vollkornbagels (die gibt es natuerlich auch in allen moeglichen Geschmacksverirrungen), die dem deutschen Brot noch am naehsten kommen.

Das Leibgericht der Amerikaner ist genauso ungeniessbar ---> Macceroni & Cheese.
Gibt es spottbillig in keinen Portionstuetchen und die Zubereitung ist kinderleicht: Tuetchen aufreissen, 1 Cup Wasser dazu, ab in die Microwelle fuer 2 Minuten ... und dann giessen wir das Ganze am besten direkt in den Ausguss! DAS ist eine Vergewaltigung der Geschmacksnerven und wie das hier manche Leute jeden Tag essen koennen, ist mir wirklich schleierhaft! KLebrig, total versalzen und wo der Kaese sein soll, frage ich mich auch, denn nach Kaese schmeckt das beim besten Willen nicht!

Die naechste kulinarische Grausamkeit ist das, was man hier in den unzaehligen Fastfoodrestaurants serviert bekommt: Burger und Fritten sind hier eine Katastrophe. Schon der an den deutschen Geschmack angepasste Durchschnittsburger bei McDo***** oder Burger K*** ist ja nicht jedermanns Sache, aber hier habe ich noch keinen Burger erlebt, der irgendwo auch nur einen Hauch von Geschmack aufweissen konnte. Mehr glaube ich, ich bekam Saegespaehne mit Geschmacksverstaerker serviert. Die Fritten waren ein in Oel ertraenkter Aptraum. Labberig und lasch lagen sie da wie nasse Hunde und raubten mir erst den Appetit und anschliessend die Nerven.

Ich bin ja nun von Natur aus kein wirklicher Fan von Suesskram und Knabbereien, aber hier habe ich mir den Konsum vollstaendig abgewoehnt. Candy scheint hier aussschliesslich aus hochprozentigem Zucker zu bestehen, klebt fuerchterlich zwischen den Zaehnen und ich habe um so manche Zahnfuellung gebangt. Die Knabbereien enthalten neben Fett alle E's der Welt und wenn dann irgendwo draufsteht "Made with real fruit" und man sich denkt, man koennte da mal ein paar Vitamine tanken, dann sollte man die Packung auf gar keinen Fall umdrehen und die Nutrition Facts ueberpruefen, denn die bringen schnell ans Licht, was man im inneren der Packung nicht vermuten wuerde:
Vitamin A - 0%
Vitamin C - 0%
Iron - 0%
Biotin - 0%
Zinc - 0%
Fat - 57%
----> vielen Dank und zurueck ins Regal!

Und nun zur Kroenung des schlechten Geschmacks: das liebe BIER.
Der Bible-Belt ist nicht wirklich einer meiner besten Freunde, denn er hat zur Folge, dass das Bier hier nur schlappe 3,2% Alkohol betragen darf. Ja, richtig! Limonade!!! Das heisst, um in eine angenehme Stimmung am Samstag Abend zu kommen, muss man sehr viel davon trinken, wird demnach eher arm als betrunken. Der Geschmack, im Vergelich zum deutschen Bier laesst auch zu wuenschen uebrig und deswegen erklaere ich mich oft und gerne bereit, fuer die anderen den Fahrer zu spielen und nichts zu trinken, denn das bringt mich nicht in die peinliche Lage, vor Verzweiflung in mein Bier zu schluchzen ...

PS: Gulasch und Kloesse vermisse ich auch fuerchterlich! Und Tuetensuppen!
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