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US-Geld für eine Anti-EU-Kampange?

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US-Geld für eine Anti-EU-Kampange?

22.11.2008 um 17:27
Im Juni gab es das Referendum Irlands über den Vertrag von Lissabon, welcher mit 53,4 % (bei einer Wahlbeteiligung von 53%) abgelehnt wurde.

Für dieses Ergebnis hatte damals vor allem die extra hierfür gegründete Libertas gestritten. Doch offenbar scheint der Hintergrund der Libertas nicht gänzlich frei von US-Amerikanischen Interessengruppen zu sein.

Gründer von Libertas ist Declan Ganley, ein britischer Unternehmer der seit 2006 die Irische Staatsbürgerschaft hat. Ganleys "Rivada Networks" ist ein amerikanische Unternehmen, welches Kommunikationstechnik für die US-Nationalgarde liefert und in so fern eng mit dem dortigen militärisch-industriellen Komplex verbunden ist. Fünf der sieben Mitglieder von Libertas Institute Ltd waren Mitarbeiter von Rivada Networks.

Etwa 1,3 Millionen Euro flossen vor der Abstimmung in die Libertas-Kampange, deren Ursprung bis heute unklar ist. Ganley hat sie nach eigenen Angaben über Jahre angespart. Die Libertas gab mehr Geld für die "Nein"-Kampange aus als irgend eine andere irische Partei.

2009 wird Libertas an der Europawahl teilnehmen.

Was denkt ihr darüber? Versuchen da neokonservative Interessengruppe die europäische Union als zunehmendes Hemmnis für die amerikanische Hegemonie auszuschalten oder ist dies inszeniert um die EU-Kritiker in Misskredit zu bringen?


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25h.nox
ehemaliges Mitglied

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US-Geld für eine Anti-EU-Kampange?

22.11.2008 um 21:49
wieso gleich verschwörung? die euverfassung geht ganz klar gegen die grundsätze der eu, vlt ist es einfach ein mann mit idealen und rückgrat?


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US-Geld für eine Anti-EU-Kampange?

22.11.2008 um 21:54
Zudem sind ja auch viele Amerikaner Nachfahren irischer Einwanderer. Ist doch gar nicht
so abwegig das Ganley nicht nur ihre moralische sondern auch finanzielle Unterstützung
erbeten hat.


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US-Geld für eine Anti-EU-Kampange?

23.11.2008 um 01:31
Das Problem an der Sache ist allerdings auch das nach irischem Recht Privatpersonen nur 6348 Euro pro Jahr an eine politische Organisation spenden dürfen und spenden aus dem Ausland verboten sind. Genaugenommen hat Ganley soweit ich das Überblicke bisher nur eine Spende des maximal möglichen Betrages und ein 'Darlehen' von 200000 € zugegeben.

2009 jedenfalls ist Libertas dazu verpflichtet seine Finanzierung offen zu legen.

Das Ganley selbst moralische Motive hatte, wäre ja leicht zu glauben, wenn Libertas nicht so mit seiner Firma verknüpft wäre, und diese eben nicht so eng mit dem US-Militär. So aber erscheint es eher so, als ob sich Leute in Dinge einmischten die sie nichts anzugehen haben.

Neben Ganley gehörten zu den prominenten Libertas-Unterstützern auch Ulick McEvaddy, CEO von Omega Air, eine Fluggesellschaft die auf Frachtgut spezialisiert hat und auch Flugbetankungen für US-Militärflugzeuge vornimmt.

Hier mal ein ausführlicher Artikel zum Thema
http://www.indymedia.ie/article/87311


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