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Die Hart-Familie: Erweiterter Suizid einer Adoptivfamilie

54 Beiträge, Schlüsselwörter: Erweiterter Suizid

Die Hart-Familie: Erweiterter Suizid einer Adoptivfamilie

01.11.2018 um 08:33
Das ist ein sehr erschütternder Fall, habe mir gerade den wirklich sehr ausführlichen Bericht vom Link oben (glamour) durchgelesen. Schrecklich. Man hat ihnen sehr lange zugesehen, und nicht gehandelt. Vllt weil es so eine unkoventionelle Familie war und man gerne glauben wollte, dass es eine Vorzeigefamilie ist, oder auch, dass man keine Vorurteile heraufbeschwören wollte gegen ein lesbisches weißes Elternpaar mit 6 adoptierten schwarzen Kindern.
Mir tun die Kinder unendlich leid, werde heute zu Allerheiligen eine Kerze für sie anzünden, RIP.


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Die Hart-Familie: Erweiterter Suizid einer Adoptivfamilie

01.11.2018 um 10:12
https://www.cnn.com/2018/08/30/us/hart-family-investigation-documents/index.html

Ein interessanter Artikel über die Harts von CNN

Demnach waren doch einige der Probleme der Familie, insbesondere der Kinder, nach außen gedrungen. Leider, wie in vielen vergleichbaren Fällen, wurde zu spät darauf reagiert bzw gehandelt
traces schrieb:Und ich sehe auch keine Kinder. Sondern eine funktionale Einheit dressierter Objekte, die einem egomanen Zweck dienten.
Ja, auch gut zu erkennen an den von den Ermittlern vorgefundenen Wohnräume der Harts. Keines der Kinderzimmer war personalisiert, oder überhaupt nur als von Kindern bewohnt zuzuordnen


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Die Hart-Familie: Erweiterter Suizid einer Adoptivfamilie

01.11.2018 um 11:17
Nev82 schrieb:Demnach waren doch einige der Probleme der Familie, insbesondere der Kinder, nach außen gedrungen. Leider, wie in vielen vergleichbaren Fällen, wurde zu spät darauf reagiert bzw gehandelt
Offenbar hatten die zuletzt eine Maßnahme zugeteilt bekommen, die man in Deutsch wohl als "Familienhilfe" übersetzen könnte. Es gab auch gerichtliche Auflagen, nach denen die beiden einen Parenting Kurs besuchen mussten. Die Familie stand also unter behördlicher Aufsicht und die Tat könnte der ultimative Versuch gewesen sein, sich dieser Aufsicht zu entziehen. Dieses Muster war auch zuvor schon zu erkennen, etwa als die Familie auf Homeschooling umgestellt hat, nachdem Lehrer versucht hatten zugunsten der malträtierten Kinder zu intervenieren.

Ich verstehe nur nicht, warum die Familie überhaupt so viele Kinder ansammeln konnten. Es ging bei den Vorwürfen ja nicht um eine ausgerutschte Hand oder einen eskalierten Streit. Es ging hier um einen generell sadistischen und übertrieben zwanghaften Erziehungsstil. Das war keine Erziehung, sondern ein Regime zu dem auch regelmäßiger Essensentzug bei kleinsten Vergehen gehörte. Es ging zu wie in einem Waisenhaus aus einem Charles Dickens Roman.


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01.11.2018 um 12:48
Tröti schrieb:Ist es denn ein gesicherter Mord, oder ist da eine betrunkene Fraum mit dem Wagen von der Strasse abgekommen?Bewiesener Mord/Selbstmord oder lediglich eine Vermutung?
Ich sehe die Frage als berechtigt an.

Wir wissen, dass die Fahrerin einen höheren Alkoholspiegel hatte.

Mir sagen die Reifenspuren, dass der Ablauf wohl folgender gewesen sein müsste:

Der Platz scheint doch ein Parkplatz oder ähnliches zu sein, vielleicht einer mit Aussicht.

Da scheint der Wagen normal bis an den Rand dieses Parkplatzes gefahren worden zu sein. Und dann erst wird - vermutlich aus dem Stand heraus - wie verrückt Vollgas gegeben, dass die Räder durchdrehen und dann der Wagen den Felsen runterstürzt, das zeigen die sehr tiefen Reifenspuren und das aufgehäufte Erdmaterial vom Beginn dieser starken Reifenspuren.

Bei diesem Ablauf kann ich mir schwer einem geplanten Suizid vorstellen, dabei würde man doch nicht erst zum Rand fahren und erst dann - wie verrückt - Vollgas geben, man würde doch deutlich früher beschleunigen.

Das sieht mir doch eher nach einer Spontantat aus oder es gab doch einen Bedienungsfehler vielleicht auf Grund des erhöhten Alkoholspiegels.

Was hat die Behörden denn in der Ansicht bestärkt, dass es überhaupt ein erweiteter Suizid sein soll? Gab es einen Abschiedsbrief o.ä.? Ich habe das aus den Artikeln nicht wirklich herauslesen können.


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01.11.2018 um 13:16
Falstaff schrieb:Ich verstehe nur nicht, warum die Familie überhaupt so viele Kinder ansammeln konnten.
Ich frage mich, ob in den USA farbige Kinder schwerer zu vermitteln sind.
Stars wie Angelina Jolie, Madonna usw. adoptieren Kinder aus der ganzen Welt und demonstrieren damit ihre Menschlichkeit.
Aber was ist der Alltag in den Kinderheimen der USA?
Ist es so, dass farbige Kinder schneller vermittelt werden können, weil sie "weniger gefragt" sind, als weisse?

Wurden den beiden Frauen deshalb so viele Kinder anvertraut?
Am Ende war man froh, dass die beiden die Verantwortung für die Kinder übernommen haben?


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01.11.2018 um 14:09
frauzimt schrieb:Ich frage mich, ob in den USA farbige Kinder schwerer zu vermitteln sind.
Stars wie Angelina Jolie, Madonna usw. adoptieren Kinder aus der ganzen Welt und demonstrieren damit ihre Menschlichkeit.
Aber was ist der Alltag in den Kinderheimen der USA?
Ist es so, dass farbige Kinder schneller vermittelt werden können, weil sie "weniger gefragt" sind, als weis
Ich denke dass generell eher farbige Kinder im System landen, weil schwarze Familien tendenziell sozial niedrigeren Schichten angehören und weil es da häufiger zu familiären Problemen kommt die von außen aufgefangen werden müssen. Flapsig ausgedrückt gibt es daher auf dem Adoptivmarkt ein deutliches Überangebot farbiger Kinder. Wenn also jemand adoptiert, bekommt er mit höherer Wahrscheinlichkeit ein schwarzes Kind angeboten als ein Weißes. Es muss daher nicht unbedingt das Bedürfnis nach einem politischen Statement dahinterstecken, wenn weiße Eltern farbige Kinder adoptieren. An die kommt man einfach leichter ran...


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Die Hart-Familie: Erweiterter Suizid einer Adoptivfamilie

01.11.2018 um 14:15
Falstaff schrieb:An die kommt man einfach leichter ran...
Ja, das vermute ich jetzt auch. Das hätte ich vor diesem Fall nicht geglaubt.

Die Frage, die ich stellen würde, wenn ich eine US-Bürgerin wäre:

Werden künftige Adoptiveltern farbiger Kindern genau so sorgfältig geprüft und werden die gleichen Maßstäbe angelegt, wie an Adoptiveltern weisser Kinder?


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01.11.2018 um 14:30
frauzimt schrieb:Ich frage mich, ob in den USA farbige Kinder schwerer zu vermitteln sind.
Stars wie Angelina Jolie, Madonna usw. adoptieren Kinder aus der ganzen Welt und demonstrieren damit ihre Menschlichkeit.
Aber was ist der Alltag in den Kinderheimen der USA?
Ist es so, dass farbige Kinder schneller vermittelt werden können, weil sie "weniger gefragt" sind, als weisse?
Im Artikel der Glamour steht, dass es einerseits mehr schwarze Kinder in den Heimen gibt und sie schwerer zu vermitteln sind. Das ist sicher ein Grund, weshalb diese Frauen so leicht an Kinder gekommen sind und dann noch an so viele aufs Mal.


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01.11.2018 um 15:35
Vidamia schrieb:Im Artikel der Glamour steht, dass es einerseits mehr schwarze Kinder in den Heimen gibt und sie schwerer zu vermitteln sind. Das ist sicher ein Grund, weshalb diese Frauen so leicht an Kinder gekommen sind und dann noch an so viele aufs Mal.
@Vidamia
@Falstaff
Das scheint nur die Antwort auf den ersten Blick zu sein.
Ich denke, dass es genau so viele Weisse gibt, die abgerutscht sind. Es gibt ja den bösen Ausdruck "white trash".

Ich glaube, dass sich vor allem weisse Ehepaare melden und die wählen in der Regel ein weisses Kind aus. Es sei denn sie sind im Showgeschäft tätig, Architekten oder üben einen anderen Beruf aus, in dem sie kreativ sind und ihnen das Gerede der Leute egal ist.

Es gibt natürlich inzwischen farbige Spitzenverdiener, die ihre weisse Konkurrenz sogar abgehängt haben (wenn man an Eddy Murphy und Ophra Winfrey, Beyonce denkt z.B.), aber sehr viele farbige US-Bürger müssten wahrscheinlich haarscharf kalkulieren, wenn sie ein Kind adoptieren wollen.
Versicherung, Schule usw. das kostet ja was.

Ich unterstelle weissen Adoptiveltern weisser Kinder keinen Rassismus. Ich glaube nur, dass keine eigenen Kinder haben können, von der Gesellschaft als Makel angesehen wird. Das ist ein "Versagen", das nicht offen ausgesprochen wird. Aber viele denken sich ihren Teil und fragen heimlich (an wem liegt es denn? An ihm oder an ihr?)
Wenn das Kind eine andere Hautfarbe hat, sehen alle sofort, dass es adoptiert sein muss.
Vielleicht denken einige Idioten sogar an einen "Fehltritt" der Frau.
Und um all das zu vermeiden, um als natürlich gewachsene Familie dazustehen, wünschen sich weisse Menschen vielleicht ein weisses Kind.
Die Adoption springt dann nicht sofort ins Auge.

Kinderlosen farbigen Eheleuten fehlt vielleicht sehr oft der finanzielle Rückhalt, um von den Behörden akzeptiert zu werden.


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01.11.2018 um 15:49
Dusk schrieb:Hier wird erwähnt dass der "Speedometer" bei 90 mp/h (immerhin ca. 140km/h) festgehangen hatte.
Mit dem Tempo die Kurve von der Straße zu bekommen oder auf dem Platz so zu beschleunigen halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Ich denke mal das der Motor , als er über die Klippe fuhr durch den Verlust der Bodenhaftung , einfach hochdrehte ,da die Fahrerin weiter Gas gab.
Dadurch geht auch der Tacho hoch und blockierte beim Aufschlag des Wagens.
Dieser Aussage sollte man nicht zu viel Bedeutung beimessen.


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01.11.2018 um 17:16
itfc schrieb:Ich denke mal das der Motor , als er über die Klippe fuhr durch den Verlust der Bodenhaftung , einfach hochdrehte ,da die Fahrerin weiter Gas gab.
Das glaub ich auch, denn aus meiner Sicht zeigen die Reifenspuren, dass das Gaspedal aus dem Stand heraus voll durchgetreten wurde. Auf dieser kurzen Strecke kann niemals der Wagen auf 140km/h beschleunigt worden sein.


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Die Hart-Familie: Erweiterter Suizid einer Adoptivfamilie

01.11.2018 um 18:21
Bei der Frage, warum es den Frauen möglich gemacht wurde, so viele Kinder zu adoptieren, darf man nicht vergessen, dass es sich um zweimal je drei leibliche Geschwister handelte. Die Geschwister sollten wahrscheinlich möglichst zusammen aufwachsen, und die Zahl der Adoptiveltern, die gleich drei Kinder auf einen Schlag aufnehmen können und wollen, dürfte überschaubar sein.

Dass die Frauen nach einigen Jahren noch einmal die gleiche Anzahl Kinder aufnehmen und adoptieren durften (obwohl es eine enge Verwandte gab, die sich lange um das Sorgerecht bemüht hatte),ist vielleicht aus dem gleichen Grund erfolgt.

Bemerkenswert ist ja, dass die Kinder, soweit ich das verstanden habe, alle aus Texas stammen und von den dortigen Behörden vermittelt wurden. Einem Staat also, in dem die Familie nie gelebt hat und der demzufolge auch mit den Meldungen von Lehrern und Nachbarn über Kindesmisshandlungen nichts zu tun hatte und davon offenbar auch nichts erfahren hatte. Anscheinend war man dort froh, die Kinder los zu sein, aus den Augen, aus dem Sinn.

Angesichts der finanziellen Lage der Familie (als Einkommen sind bekannt
a) das Gehalt von Sarah, die offenbar als eine Art stellvertretnde Filialleiterin einer Supermarktkette o.ä. gearbeitet hat, wieviel wird man dabei verdienen? Und
b) die staatlichen Zuschüsse zum Lebensunterhalt für die Kinder, die sich angeblich auf insgesamt 2000 Dollar beliefen, ich vermute, für den 19-Jährigen wurde scon nichts mehr gezahlt, da volljährig,
frage ich mich allerdings, ob man davon in den USA eine achtköpfige Familie auskömmlich versorgen kann. Ich glaube, das ist schon recht knapp. Wieso die Behörden, die die Kinder vermittelt haben, die wirtschaftliche Situation als ausreichend beurteilt haben, man weiß es nicht.

Auffallend finde ich noch, dass von den beiden Frauen ausgerechnet diejenige, die einen Abschluss in "special education" hat, anscheinend den ganzen Tag außer Haus in einem ungelernten Job gearbeitet hat, während die Frau ohne diese Ausbildung bei den Kindern zuhause blieb. Würde man sich ja eigentlich genau anders rum vorstellen.
Denn schließlich wäre doch die Expertise von Sarah dringend gebraucht worden, denn angeblich waren die Kinder ja alle "gestört", "drug babies", "geistlg zurückgeblieben" und was weiß ich, wie diese Frauen die ihnen anvertrauten Kinder noch betitelt haben, um ihr unmenschliches Regime zu rechtfertigen.


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01.11.2018 um 19:54
eldec schrieb:Auffallend finde ich noch, dass von den beiden Frauen ausgerechnet diejenige, die einen Abschluss in "special education" hat, anscheinend den ganzen Tag außer Haus in einem ungelernten Job gearbeitet hat, während die Frau ohne diese Ausbildung bei den Kindern zuhause blieb. Würde man sich ja eigentlich genau anders rum vorstellen.
Gerade das ist ein Hinweis darauf, wie die partnerschaftliche Dynamik beider Frauen ausgesehen haben dürfte. Auch das wurde in dem vorangegangenen Artikel von @EOSSOE eindrücklich skizziert.
Während von "Jen" stets und ständig etwas zu hören, sehen und lesen war, verschwindet Sarah hinter deren Omni-Präsenz, obwohl sie diejenige gewesen sein dürfte, die (hauptsächlich) etwas zum finanziellen Auskommen der Familie beigesteuert hat. Sie wurde als "enabler" bezeichnet. Jen machte die Regeln, Sarah bestellte das dafür erforderliche Feld. Hört sich für mich nach einer Beziehung zwischen Narzisstin und einer Selbstunsicheren an. Wenn man böse sein möchte, könnte man das auch als parasitäre Beziehungsgestaltung bezeichnen.

Auch wenn farbige Kinder schlechter zu vermitteln wären, hätten die Harts womöglich nie die Chance erhalten, sie adoptieren zu können, ohne den Berufsabschluss von Sarah. Denn Jen hatte ihr Studium geschmissen.
Generell stellt sich da die Frage, wie es einer Sarah gegangen sein muss, deren Frau tagein tagaus munter happy-Family-Pics postet, aber sie gleichzeitig täglich während ihrer Arbeit mit Telefonanrufen bombardiert, in denen sie sich beschwert, die Kinder seien furchtbar und würden sie verrückt machen. Der halbwegs normale Mensch würde eines Tages austicken, weil er, während er sich den Ar... aufreißt, um Geld zu verdienen, sich ständig noch diese Klagen anhören darf. Sarah hingegen scheint sich gefügt zu haben. Anders ist es auch nicht zu erklären, weswegen der Kühlschrank vollgestopft mit Nahrungsmitteln war, die Kinder jedoch nachweislich vor Hunger heimlich bei Nachbars klingelten. Wäre das der Fall gewesen, wenn eine Sarah sich - und wenn auch nur im Verborgenen - gegen das Regiment ihrer Frau aufgelehnt hätte? Wenn sie versucht hätte, dieser Willkür Jens, die sie über die Kinder walten ließ, Einhalt zu gebieten? Statt dessen ist eines der wenigen Details, die man im Artikel zu Sarah erfährt, lediglich, dass sie sich darüber freut, dass ein Außenstehender ihr mal ein Lob für ihre Mühen ausspricht, das sie zu Hause anscheinend kaum erhalten hat. Auch hier könnte man geneigt sein, den Eindruck zu gewinnen, dass hier jemand bedürftig in Abhängigkeit zu einer Person stand und das Aufrechterhalten dieser "Bindung" für sie von größerer Bedeutung war, als das Elend dieser Kinder.

Glaubt man diversen Quellen, dann war Sarah knapp 10 Jahre älter als Jen. Auch das ein Punkt, der, wie viele Andere aufzeigt, wie schwer es gewesen sein dürfte, diese "Picture-perfect-Family" zu durchschauen.

Denn:

Würde man je auf die Idee kommen, zu vermuten, dass eine gestandene studierte Frau einer 10 Jahre jüngeren Versagerin nahezu hörig ist?

Ist es nicht eher so, dass man eher diejenige als Leidtragende aller Last identifiziert, die es auf sich nimmt, 6 verhaltensauffällige Kids allein zu Hause zu betreuen?

Ist es nicht toll, dass diese Frauen den Kids nicht nur ein tolles Leben auf einer Farm, inmitten der Natur ermöglichen und sogar home-schooling betreiben?

Sind diese beiden nicht furchtbar mutig, against-all-Odds mit allen Vorurteilen zu brechen, indem sie sich outen, dann heiraten und dann noch arme schwarze Kinder in ihre Arme schließen, während sie u.a. auch deswegen auf diese gottverlassene Farm ziehen mussten, weil es böse böse Weiße gab, von denen sie angeblich angefeindet wurden?

Sind das nicht wirklich arme Frauen, die so viel Last auf sich nehmen, so viele (angebliche^^) Angriffe erdulden mussten und ihren Kindern (die man zwar nie draußen spielen sah^^) dennoch ein solch traumhaftes Leben mit tollen Reisen ermöglichten?

Ist es nicht wirklich verständlich, dass eine arme Jen von schlimmen Stimmungsschwankungen geplagt war, denn 6 Kinder können einen ja schon zum Verzweifeln bringen - da leidet jeder mit, der selbst Kinder hat.

Wer würde einem denn glauben, dass hier zwei Damen völlig erziehungsunfähig sind, wenn beide doch Pädagogik studierten? Okay, die eine ohne Abschluss, aber gerade SIE dürften davon ja mehr verstehen, als der Eltern-Normalo.


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01.11.2018 um 20:14
...und um mal auf diese Frage zurückzukommen:
Falstaff schrieb:War bei den auffälligen Persönlichkeitsprofilen der beiden Mütter ein tragischer Ausgang regelrecht vorprogrammiert?
Wie o.g. Beispiele aufzeigen, ist m.M.n. ein solcher Ausgang erst dann wirklich vorprogrammiert, wenn Außenstehende nur das sehen, was sie sehen wollen und nur das glauben, was sie glauben wollen, statt das zu sehen, was wirklich ist und ihrer eigenen Wahrnehmung wirklich zu vertrauen.

Auch die Nachbarin der Harts, die sich als eine der Wenigen nach langer Zeit durchgerungen hat, die Behörden zu informieren, hatte diese Skrupel und (Selbst-) Zweifel. Anders ist es nicht zu erklären, dass Devonte 10 Mal bei ihr Essen erbetteln "musste", bevor sie sich zu diesem Schritt durchrang. Anders ist es nicht zu erklären, dass sie die Fürsorgestelle anrief, statt die Polizei - und das, nachdem mehrfach ein bettelnder Devonte vor ihrer Tür stand, eines der Mädchen der Harts aus dem Fenster sprang, und sie weinend anflehte, von ihr nicht wieder zu diesen beiden Müttern geschickt zu werden.


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01.11.2018 um 20:19
itfc schrieb:Ich denke mal das der Motor , als er über die Klippe fuhr durch den Verlust der Bodenhaftung , einfach hochdrehte ,da die Fahrerin weiter Gas gab.
Stimmt, das ist am plausibelsten!


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Die Hart-Familie: Erweiterter Suizid einer Adoptivfamilie

01.11.2018 um 21:10
traces schrieb:Ich finde, dass der Artikel, den @EOSSOE eben gepostet hat, recht gut und auf den Punkt gebracht deutlich macht, welche Umstände und Dynamiken den Rahmen bilden, um einen solchen tragischen Ausgang zu befördern. Die Auffälligkeiten in den Persönlichkeiten der beiden "Mütter" sind da nur eine Seite der Geschichte.

Deutlich wird darin auch, dass es hier scheinbar von Anfang der "Familiengründung" an zu keiner Zeit um "engagierte Mütter" ging, die das Ziel verfolgt hätten, eine "Bilderbuchfamilie" zu "erschaffen". Wenn etwas erschaffen werden sollte, dann wahrscheinlich eher ein funktionierendes System, das einen Strom immerwährender Aufwertung und Aufmerksamkeit sicherstellt und gleichzeitig als Bollwerk gegen gefährliche Kränkungen und Angriffe auf dieses strahlende Selbstbild fungiert. Ich sehe hier keine "Mütter", sondern in den eigenen krankhaften Spiegelungen gefangene Erwachsene. Und ich sehe auch keine Kinder. Sondern eine funktionale Einheit dressierter Objekte, die einem egomanen Zweck dienten.

Ersichtlich ist darüber hinaus zudem, dass es sich bei diesem Klippen-Ende auch nicht unbedingt um das tragische Ende einer "gescheiterten Familie" oder gar einer erzieherischen Überforderungssituation gehandelt hat, sondern "lediglich" um einen letzten Schritt in einer langen Kette vorangegangener Schritte, um eine grundlegende narzisstische Größenphantasie zu konsolidieren und diese letztmalig vor jedwedem Angriff zu immunisieren. Deutlicher: um seinen (Herrschafts-) Anspruch erneut zu betonen.

Kriminalistisch mag man diesen Ausgang korrekterweise als "erweiterten Suizid" bezeichnen - motivational betrachtet erscheint es jedoch eher als ein narzisstisches Regelsetzen, indem 6 Kinder benutzt wurden, um dieses Ziel zu erreichen...wie es im übrigen all die Jahre zuvor bereits mehrmals der F
Sehe ich auch so. Ich würde aber auch in Betracht ziehen, dass Jennifer Hart hier allein gehandelt hat, also ohne Wissen ihrer Frau. Sie saß am Steuer, sie hatte die Verfügungsgewalt über den Wagen. Ich will nur in den Raum stellen, dass es NUR Jennnifer's Entscheidung gewesen sein könnte, nicht der beider Frauen. Macht das Ganze nicht weniger tragisch, würde aber einen anderen Blick auf die Machtverhältnisse in der Partnerschaft zeigen. Dass da vielleicht nur eine der Frauen "die Böse" war, die andere nur mit machte. Narzisstin mit Co- Narzisstin.


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01.11.2018 um 22:07
@IamSherlocked

Ich kann nicht wirklich etwas mit dem Begriff "böse" anfangen und ich denke, es ist ebenso deplatziert, diesem Fall den Anstrich eines Märchens zu geben, indem man von einer Welt ausgeht, in der die eine "mehr böse" sei als die Andere, weil die "nur" mitmachte und vermeintlich willenlos ausgeliefert war. Wir Menschen wollen immer so gern daran glauben, die Welt ließe sich in ein "Gut" und "Böse" aufteilen. Es gibt - m.M.n. - beides nicht. Dieses Gut-Böse-Denken ist gleichzeitig das, was einen Anteil daran hat, dass die Machenschaften in dieser "Familie" so lange Zeit sowohl unbemerkt als auch unsanktioniert andauern konnten.

Sind die Tathandlungen einer erwachsenen Frau weniger schuldhaft, wenn sie womöglich in einem stetigen Unterlassen bestanden, als die Handlungen einer Frau, welche von körperlicher und psychischer Gewaltausübung gekennzeichnet waren? Der Co-Narzisst in einer solchen Beziehung ist weder schwächer noch "weniger böse" als der Narzisst darin. Er wird in seinem narzisstischen Machtstreben nur leider häufig völlig übersehen, da seine Form der Machtausübung erstaunlicherweise eher Mitleid erregt, als Zorn.

Beide haben sich gravierender Straftaten schuldig gemacht.


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01.11.2018 um 22:29
traces schrieb:Ich kann nicht wirklich etwas mit dem Begriff "böse" anfangen und ich denke, es ist ebenso deplatziert, diesem Fall den Anstrich eines Märchens zu geben, indem man von einer Welt ausgeht, in der die eine "mehr böse" sei als die Andere, weil die "nur" mitmachte und vermeintlich willenlos ausgeliefert war. Wir Menschen wollen immer so gern daran glauben, die Welt ließe sich in ein "Gut" und "Böse" aufteilen. Es gibt - m.M.n. - beides nicht. Dieses Gut-Böse-Denken ist gleichzeitig das, was einen Anteil daran hat, dass die Machenschaften in dieser "Familie" so lange Zeit sowohl unbemerkt als auch unsanktioniert andauern konnten.
Von mir aus ersetze "böse" mit "schuldig", oder mit was auch immer dir beliebt! Ich wollte nur anmerken, dass es evtl. ein Machtgefüge gab, und darin ist nie jemand "gleich schuldig"! Im Inneren, nicht im Bild nach außen!
traces schrieb:Sind die Tathandlungen einer erwachsenen Frau weniger schuldhaft, wenn sie womöglich in einem stetigen Unterlassen bestanden, als die Handlungen einer Frau, welche von körperlicher und psychischer Gewaltausübung gekennzeichnet waren? Der Co-Narzisst in einer solchen Beziehung ist weder schwächer noch "weniger böse" als der Narzisst darin. Er wird in seinem narzisstischen Machtstreben nur leider häufig völlig übersehen, da seine Form der Machtausübung erstaunlicherweise eher Mitleid erregt, als Zorn.
Ich war selbst mal Co- Narzisstin! Und das, was du da schreibst, stimmt ganz einfach nicht! Ich wurde NUR benutzt, ich hatte 0 Macht i-wie, i-wo und bei was auch immer, nur der Narzisst hat diese! Co-Narzisst bedeutet nur, dass man sich ein Stück weit an den Narzissten anpasst, bedeutet aber nicht, dass man die Handlungen/ Meinungen/ ALLES von dem UNTERSTÜTZT! Im Gegenteil.
Also, wenn man intelligenter Co-Narzisst ist. ;) Wie es bei denen, ist, die nicht ganz so fit im Kopf sind, weiß ich nicht....., dies ist hier im Fall aber obsolet, nehme an, dass sie ungefähr gleich intelligent waren. Sarah ist bestimmt auch kein "Unschuldslamm" gewesen, aber es möge mir bitte erlaubt sein, sie als auch Opfer zu sehen, da ich halt weiß, wie Narzissmus funktioniert.


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01.11.2018 um 22:46
...ja, wie der Narzissmus des ANDEREN funktioniert, ist dem Co-Narzissten immer ganz sonnenklar. Nur, wie sein eigener funktioniert weiß er nicht und er weist auch stets weit von sich, dass er überhaupt irgendeinen Narzissmus in sich trage. Denn schließlich ist der Narzisst die Ausgeburt des Bösen, während der Co der liebevollste Mensch auf Erden ist und dafür nie ausreichend honoriert, sondern immer nur benutzt wird. Nachtigall ick hör dir trapsen. Als Jen eines der Kinder über dem Wannenrand verprügelte und schließlich mehrmals mit dem Kopf unter Wasser drückte, war Sarah es, die bei der Polizei alle Schuld auf sich genommen hat, obwohl das betreffende Kind eindeutig Jen als Täterin benannte. Da kann man sich schon mal die Frage stellen, weswegen die Blutergüsse eines fast ertränkten Kindes nicht ausreichen, sich wenigstens in dieser Situation dafür zu entscheiden, das Kind zu unterstützen, statt seine Unterstützung der Täterin zukommen zu lassen. Da will es irgendwie nicht so recht passen, dass ein erwachsenes Opfer sein adoptiertes Kind opfert, um denjenigen, den sie für das eigentliche Opfer hält, zu schützen. Aber das mag Ansichtssache sein.


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01.11.2018 um 23:41
traces schrieb:Glaubt man diversen Quellen, dann war Sarah knapp 10 Jahre älter als Jen. Auch das ein Punkt, der, wie viele Andere aufzeigt, wie schwer es gewesen sein dürfte, diese "Picture-perfect-Family" zu durchschauen.
Laut Glamour waren beide Frauen 38.
Davon abgesehen haben Abhängigkeitsverhältnisse nichts mit Altersunterschieden, Intelligenzgefälle oder dem sozialen Status zu tun. Laut Artikel war Jen ja offenbar recht manipulativ: die Inszenierung der Bilder auf FB, der Auftritt bei den Nachbarn am Tag nach Hannahs Flucht... Solche Menschen schaffen es oft leichter, Abhängigkeiten herzustellen. Vielleicht war Sarah aber auch gar nicht das unterdrückte graue Mäuschen. Das ist von Außen und im Nachgang natürlich schwierig zu bewerten.


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