weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

Zeo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 00:10
Die ganze Welt ist Bühne, oder wie war das?
Macht einem doch eh jeder nur was vor.


melden
Anzeige
rockandroll
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 06:57
Zeo schrieb:Macht einem doch eh jeder nur was vor.
ich frag mich was ich davon hätte jemandem was vorzumachen.
klar gabst schon situationen in meinem leben, in denen ich gelogen hab, aber die sind eher die ausnahmen. "es ist nicht wonach es aussieht, herr wachtmeister" :D ..die zeiten sind lange rum ;)


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 08:31
@rockandroll
rockandroll schrieb:klar gabst schon situationen in meinem leben, in denen ich gelogen hab
Schatz, das ist nicht so wie Du denkst. Nur weil Du mich jetzt hier in Gaby ertappt hast, muss das noch lange nichts heissen. Das hat nichts mit uns zu tun.


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 08:34
@rockandroll

Heisser Tipp, brandneu: Ich wollte Gaby nur vor Geistern beschützen!

Diskussion: Weibliche Genitalängste - Angst vor Geisteranflug


melden
rockandroll
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 08:58
@Doors
ja, das ist auch noch im bereich des möglichen :D

ansonsten wüsst ich nicht, wozu ich leuten einen bären aufbiden sollte. wenn man erwischt wird, verliert man schnell die glaubwürdigkeit, und das ist es auf dauer eher nicht wert


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 09:00
@rockandroll


Dann wird der aufgebundene Bär zum Problembären.


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 09:03
und der wird dann rücksichtslos erschossen


melden
Zeo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 09:21
rockandroll schrieb:ich frag mich was ich davon hätte jemandem was vorzumachen.
Na zum Beispiel, um deine Haut zu retten. Damit du deinen Job nicht verlierst, einen Freund nicht vergraulst, deine Beziehung nicht kaputt geht. Kannst mir nicht erzählen, du würdest dich nie einer Notlüge bedienen, um dir Probleme zu ersparen. Hätt ich meinen Ex-Arbeitskollegen gesagt, was ich von ihnen halte, wäre ich nicht lange genug in der Firma gewesen, um meinen Lehrabschluss zu machen.


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 11:51
Zeo schrieb: Hätt ich meinen Ex-Arbeitskollegen gesagt, was ich von ihnen halte, wäre ich nicht lange genug in der Firma gewesen, um meinen Lehrabschluss zu machen.
Verschweigen ist nicht lügen.
Da gibt es einen Unterschied


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:25
@.lucy.
Aber ist es nicht lügen, wenn man von vorne so tut als käme man bestens mit den Leuten/Kollegen aus, hinten herum aber nur am kotzen ist?


melden
Zeo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:35
@.lucy.
Auch eine Wahrheit vorzuenthalten ist eine Lüge.

@kiwikeks
Richtig.


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:35
kiwikeks schrieb: Aber ist es nicht lügen, wenn man von vorne so tut als käme man bestens mit den Leuten/Kollegen aus, hinten herum aber nur am kotzen ist?
Das würde ich Scheinheiligkeit nennen.

Man muss ja nicht unbedingt übermäßig auf freundlich tun bei denen, die man nicht mag

Grüßen aus Höfligkeit, das war es dann.
Bei Kollegen.

Bei anderen Menschen spar ich mir sogar das Grüßen.

Ich vermeide dann den Umgang, eine Begegnung .
Da bin ich kondequent


melden
Zeo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:37
.lucy. schrieb:Bei anderen Menschen spar ich mir sogar das Grüßen.

Ich vermeide dann den Umgang, eine Begegnung .
Da bin ich kondequent
Geht nur nicht, wenn du mit diesen Leuten jahrelang zusammenarbeiten musst. Dann muss man so tun, als käme man mit ihnen zurecht. Auch wenn man sie am liebsten alle auf den Mond schießen würde.


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:40
Zeo schrieb: Auch eine Wahrheit vorzuenthalten ist eine Lüge.
Seh das nicht so.
Das würde dann ja heißen, man muss alles erzählen, auch wenn man garnicht danach gefragt wird
Nicht immer gut


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:41
@.lucy.
Stimmt schon. Ist dann Scheinheiligkeit. Ich glaub ich würd's dann sogar heucheln nennen.
Empfinde beides aber irgendwo trotzdem als Lüge... wenngleich es wahrscheinlich sowas wie "leichtes Lügen" ist...., etwas, wo ich persönlich wohl drüber hinweg sehen könnte.
Kann mir aber auch vorstellen, dass es Leute gibt, die zwischen beiden absolut keinen Unterschied machen/sehen.


melden
Zeo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:41
@.lucy.
Ich beziehe mich hierbei auf den Umgang mit diesen Leuten. Es ist eine glatte Lüge, wenn ich sie grüße und höflich bin und mich sozial gebe, obwohl ich ihnen am liebsten sagen würde: "Verpisst euch!"


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:46
Zeo schrieb: Geht nur nicht, wenn du mit diesen Leuten jahrelang zusammenarbeiten musst.
@Zeo

Doch geht.
Ich hatte eine Chefin, 5 Jahre lang.
Die war so schlimm, falsch ....

Glaub mir, ausser grüßen und das nötigste reden, mehr war von meiner Seite nicht drin.

Es gab natürlich auch andere Kolleginnen.
Die sind der in den Arsch gekrochen.
Klar hatten die dadurch ein paar Vorteile mehr, wenn es um freie Tage ging z.B.
Aber darauf hab ich dann gerne verzichtet.
Hatte in den 5 Jahren fast nie Wochenende frei.

Aber dafür konnte ich jederzeit in den Spiegel schauen

Wenn man gute Arbeit leistet, braucht man auch keine Angst vor Kündigung zu haben


melden
Zeo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:47
@.lucy.
Tja. Nur ich mochte überhaupt niemanden in dieser Firma. Nicht nur eine miese Chefin.


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 12:53
U
Zeo schrieb: Tja. Nur ich mochte überhaupt niemanden in dieser Firma. Nicht nur eine miese Chefin.
na ja, 1-2 waren bei mir schon drunter, mit denen ich klar kam
Garnicht miteinander reden in der Firma geht kaum, ausser man spricht verschiedene Sprachen.

Lügen würde ich es nennen, wenn die dann vorspielen, sie würden kein Deutsch verstehen


melden
rockandroll
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 15:59
@Zeo
nö, eigentlich mitterweile so gut wie nie. lieber eine unangenehme wahrheit, als den ärger, den eine lüge verursacht. meistens kommen sie doch raus, und das nutzen-risiko-verhältnis ist selten gut.

wenn ich jemanden nicht leiden kann, geh ich ihm aus dem weg, und grinse auch sonst nicht um mich irgenwo besonders beliebt zu machen, und konstruktive kritik kann man ansich auch schonend vermitteln. also gibts meiner ansicht nach wirklich nicht viel grund zum lügen.


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 16:43
@.lucy. @Zeo

Ich hab drei Jahre lang wo gearbeitet, wo fast alle hinterhältig waren. Respekt, wenn man das 5 Jahre durchziehen kann.

Ich möchte noch etwas anderes einwerfen: Ich weiß nicht, ob das eine urbane Legende ist, aber hin und wieder sollen auch Werbefiguren wie Dr. Best für echt gehalten werden.


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 17:01
Also wenn man Fakt und Fiktion nicht unterscheiden kann is das schon ein starkes Stück...
Jemanden auf der Straße verkloppen weil er im Fernsehen einen Neonazi gespielt hat ist schon ziemlich Dumm.


melden

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 17:19
Als Arthur Conan Doyle Sherlock Holmes erfunden hatte, haben die Leute wirklich geglaubt er gibt in wirklich. Ich denke es kommt daher das man es glauben will, es gibt halt Personen die eben die leere irres Lebens mit imaginärem ausfüllen


melden
Zeo
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

16.08.2013 um 18:23
@hallo-ho

Dr. Best. Der mit dem Schwingkopf. :D

Ich musste diese Scharade zum Glück nur vier Jahre lang durchhalten. Heute ist Schluss mit Lügen. Ich bin die längste Zeit arbeiten gegangen.
eglantine schrieb:Als Arthur Conan Doyle Sherlock Holmes erfunden hatte, haben die Leute wirklich geglaubt er gibt in wirklich.
Ja, die Fans haben Briefe an die fiktive Baker Street 221b geschrieben. Ich frag mich, was das Postamt damit gemacht hat...


melden
Anzeige

Wenn man Fakt nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann.

17.08.2013 um 09:06
@Zeo

Post für Sherlock Holmes

Von Julia Tugendhat

Die Zeit, 21. 8 1992



Das Leben ist doch immer wieder für Überraschungen gut. Als mein Mann den Posten des Präsidenten der Abbey National PLC übernahm, stellte er fest, daß er damit zugleich zum Kustoden Sherlock Holmes’ bestellt worden war. Die Abbey National, vormals Bausparkasse, betätigt sich heute als Bank, Spar- und Darlehensverein, gewährt Kundenkredite und Inlandsanleihen. Die Hauptverwaltung residiert im Abbey House, Baker Street 215 bis 229, und schließt damit Nummer 221B mit ein, einstigen Wohnsitz des berühmten Detektivs aller Zeiten. Von Anbeginn an, seit Bezug des Gebäudes vor sechzig Jahren also, pflegt Abbey National diese besondere Patenschaft liebevoll. Und man muß kein Sherlock Holmes sein, um bei meinem Mann Indizien dafür zu entdecken, daß auch er sein Amt sehr ernst nimmt. Er hat bereits eine beachtliche Anzahl von Ersteditionen der Detektivgeschichten aufgestöbert und erstanden, und sein Vorzimmer schmücken Illustrationen aus dem Strand Magazine, in denen Doyles Geschichten zuerst abgedruckt wurden.

Für Orson Welles war Sherlock Holmes der „Mann, der nie gelebt hat – und nie sterben wird“. Und tatsächlich: Obwohl Sir Arthur Conan Doyle, geistiger Vater des Detektivhelden, bereits 1930 starb, geht im Abbey House nach wie vor eine Flut von an Sherlock Holmes adressierten Briefen ein – Fanpost, Geburtstagsglückwünsche, Einladungen. Der Angeschriebene wird mit der Sicherstellung von Beweismaterial und Aufklärung von Fällen aller Art betraut, von Bagatell-Diebstählen bis hin zu Watergate-Filz.

Über die Jahre wurde die ehrenvolle Aufgabe der Erledigung der Holmes-Korrespondenz einer wechselnden Folge von Mitarbeitern übertragen. Der Großteil der Ansinnen wird mit der kauzigen Antwort bedacht, Mr. Holmes habe sich endgültig ins Privatleben zurückgezogen, lebe in den Sussex Downs und widme sich ausschließlich philosophischen Studien und der Bienenzucht. Das Reisen habe er aufgegeben, und leider übernehme er auch keine Fälle mehr. Gelegentlich wird ausführlicher geantwortet. So erhielt der Schreiber eines Briefes, der wissen wollte, welchen Pfeifentabak Holmes geraucht habe, die Auskunft, der Detektiv habe sich stets eine eigene Spezialmischung zusammenstellen lassen. Einem anderen wurde auf seine Frage hin, ob denn Dr. Watson nun dick oder dünn gewesen sei, eröffnet, „weder dick noch dünn, eher mittel“.

Meist ist der Tenor der Briefe devot und voller Bewunderung; einige allerdings sind äußerst bizarr. So gab es etwa den Herrn, der berichtete, er habe aus Alufolie eine Kugel kreiert, die so angewachsen sei, daß seine Frau sie schließlich in den Garten gerollt und er selbst sie dort an die Kette gelegt habe. „Gestern ist die Kugel spurlos verschwunden! Getreu den Regeln Ihrer Deduktionskunst, verehrter Mr. Holmes, gelang es mir, den Fluchtweg der Kugel anhand zweier niedergedrückter Zäune, Uberreste einer demolierten Hundehütte und eines plattgewalzten japanischen Kleinwagens quer übers Gelände zu verfolgen.“

Ich möchte fast behaupten, daß Holmes’ guter Geist bei Abbey ein verbindlicherer Korrespondent ist, als dies der Detektiv selbst gewesen wäre. Mit seinem hageren Gesicht, seiner Adlernase und den durchdringenden grauen Augen muß Holmes eine wahrhaft respekteinflößende, eher unnahbare Gestalt gewesen sein. Ein schwieriger Zeitgenosse, der in seiner Verschlossenheit und Überheblichkeit wenig Geduld mit Dummköpfen hatte. Von Polizisten hielt er ausgesprochen wenig, von Frauen, denen nach seinem Dafürhalten „nie ganz über den Weg zu trauen“ war, auch nicht viel. Wer seine Phantasie mit sich durchgehen ließ, erregte Holmes’ Unmut; Watson konnte ein Lied davon singen, denn mit seinem Gefolgsmann ging der große Meister hart ins Gericht, wenn dessen Schilderungen blumig wurden. Als Watson von einem alten Haus berichtet, es sei von „einer hohen, sonnenscheckigen, mit Flechten überzogenen und von Moos gekrönten Mauer eingefaßt“, fährt ihm Holmes in die Parade: „Lassen Sie die Poesie, Watson. Ich darf Ihren Worten entnehmen, daß das Haus von einer hohen Backsteinmauer umgeben ist.“

Der einzige Brief, der bei Abbey National einging, der vermutlich ganz nach dem Geschmack des Detektivs gewesen wäre, stammte von einem gewissen Mr. Hope, der einige der deduktiven Methoden des Meisters anfocht und sich beschwerte: „Ich habe versucht, mit einem großzügig in Plakatfarbe getauchten Zeigefinger Wörter auf die Wand zu malen, und mußte feststellen, daß es mir selbst nach zwanzig Minuten nicht gelingen wollte, auch nur ein einziges lesbares Wort hervorzubringen; Blut würde in der Zeit längst zu einer zähen, klebrigen, fast festen Masse geronnen sein!“

Besonders die Japaner scheinen einen Narren an Sherlock Holmes gefressen zu haben. In Tokio haben sie ihm ein Denkmal errichtet. Japanische Touristen lassen sich häufig vor der Gedenktafel photographieren, die an der Fassade des Abbey House angebracht ist. Doch ist die Bank bei weitem nicht der einzige Ort in London, welcher die Phantasie der Bewunderer des unsterblichen Detektivs beflügeln dürfte. Nur wenige Häuser weiter residiert in der Baker Street 239 ein Privatmuseum, eine getreue Nachbildung der Wohnung in der Nummer 221B. Alles sehr realistisch, sehr überzeugend; nur verrät das Interieur nichts von Holmes’ eher befremdlichen Angewohnheiten und Marotten. Untätigkeit beispielsweise lähmte den Detektiv so, daß er tagelang sein Bett nicht verließ. War er mit einem Fall befaßt, aß er nicht, da er der Überzeugung war, der Hunger erhöhe die Blutzufuhr zum Gehirn. Er bewahrte Tabak in persischen Pantoffeln auf, ließ Essensreste offen herumstehen, unerledigte Post mit dem Taschenmesser aufgespießt im hölzernen Kaminsims stecken und gebrauchte Injektionsnadeln herumliegen (Holmes war ja kokainabhängig, bis ihn Dr. Watson von der Sucht kurierte.)

Conan Doyle selbst wäre baß erstaunt, wüßte er, daß er mit seiner Schöpfung eine ganze Branche ins Leben gerufen hat. Ursprünglich Arzt, begann Doyle, dessen Praxis nicht recht florieren wollte, Detektivgeschichten zu schreiben. Obwohl sein Sherlock Holmes fast über Nacht zum Erfolg wurde, hielt Doyle seine historischen Romane für weitaus bedeutender, und nach wenigen Jahren ließ er seinen Helden Holmes mitsamt seinem Widersacher Dr. Moriarty an den Reichenbach-Fällen in den Abgrund stürzen. Ein Aufschrei! Die Leser trugen Trauer, sie bombardierten das Strand Magazine mit Protestbriefen, und Conan Doyle selbst wurde auf der Straße von einer Frau als Mörder beschimpft. Zehn Jahre lang blieb er standhaft, ehe er kapitulierte und Holmes wieder auferstehen ließ. In den kommenden 25 Jahren verfaßte er weitere 34 Episoden, konnte sich jedoch nie so recht mit dem Erfolg seines Helden arrangieren.

Wer auf den Spuren von Sherlock Holmes durch London wandelt, braucht sich nicht zu wundern, wenn sich für ihn die Grenzen zwischen Dichtung und Wahrheit zunehmend verwischen. Um so eher wird er nachfühlen können, was eine Schülerin aus Minnesota an Holmes schrieb: „Obwohl man mir schwört, daß Sie nicht wirklich existieren, glaube ich es irgendwie trotzdem. Wenn Sie nicht leben, würden Sie es mir bitte mitteilen?“


melden

Neuen Beitrag verfassen
Dies ist eine Vorschau, benutze die Buttons am Ende der Seite um deinen Beitrag abzusenden.
Bereits Mitglied?  
Schriftgröße:
Größe:
Dateien Hochladen
Vorschau
Bild oder Datei hochladen

Bleib auf dem Laufenden und erhalte neue Beiträge in dieser Diskussion per E-Mail.


Oder lad dir die Allmystery App um in Echtzeit zu neuen Beiträgen benachrichtigt zu werden:

Ähnliche Diskussionen

Diskussionen
Beiträge
Letzte Antwort
86 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden