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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

56 Beiträge, Schlüsselwörter: Kontakt Zu Den Toten
re
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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

24.07.2006 um 19:08
@kuku

Manch einer hat es vielleicht versäumt, über seine Gefühle offen mitden
Lebenden zu reden. Manch einer konnte auch nicht während der Lebzeitenverstorbener
Angehöriger darüber reden.

Mach einer will dem Verstorbenenmitteilen, wie
grenzenlos die Liebe zu dem Verstorbenen war und immer noch ist. Mancheiner braucht von
dem Verstorbenen Hilfe auf dem eigenen Weg. Manch einer möchte demVerstorbenen
verzeihen. Manch einer wacht durch den Tod eines nahen Angehörigen aufund erkennt den
Sinn seines eigenen Daseins. Auch dafür kann ich verstehen, wennLebende den Toten danken
möchten.

Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zuhandeln: Durch Nachdenken -das
ist der edelste. Durch Nachahmen - das ist dereinfachste. Durch Erfahrung - das ist der
bitterste.
(Konfuzius)

Ichwünsche jedem, daß ihm bittere Erfahrungen
erspart bleiben.

Liebe Grüße

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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

24.07.2006 um 19:18
Anbei ein paar Worte düe sacha27nrw, was die Veränderungen nach dem Tod eines nahenMenschen bewirken können:

Ich erlebte den Verlust eines mir sehr nahe stehendenAngehörigen wie einen bestenden Damm. Ich wurde von einem Augenblick zum anderen voneiner wahren Flut von Leid überrollt. Ich hatte das Gefühl, in eine Dunkelheit zustürzen, aus der ich möglicherweise nicht wieder als geistig gesunder Mensch herauskommenwürde. Die Flut von Gefühlen spülte mein ganzes bisheriges, mir lieb gewordenes Leben mitsich fort.

Ich habe angefangen, zu suchen. Ich bin dabei sehr weit gegangen.Weiter, als vielen hier denkbar erscheint.

Ich fand Erkenntnisse. Zum Beispieldas das Leben Veränderung bedeutet und Veränderungen setzen voraus, daß wir etwasverlieren, bevor wir etwas Neues gewinnen können. Ein katastrophaler Verlust ist wie eineAmputation. Der gesamte Lebenskontext wird völlig verändert. Auch habe ich erkannt, daßjeder Verlust schlimm ist - auf seine ganz eigene Weise. Kein Leid gleicht dem anderen.Jedes steht für sich. Es macht keinen Sinn zu entscheiden, wessen Leid schlimmer ist. DasLeid einer Kriegswaisen im Irak oder eines Tsunami-Überlebenden oder das Leid einesMenschen, der im vermeintlich wohlbehüteten Europa aufwächst. Der Sinn des Leids ist dieFrage aller Fragen und diese Frage wird beantwortet durch das Wachsen der eigenen Seele.

Ich kann Deine Gefühle nachempfinden, weil ich sie selbst erlebt habe. Du spürstdie Dunkelheit auf Dich zukommen, egal wie sehr Du versuchst, sie zurückzudrängen. Und:man muß sich ihr stellen. Auch ich bin in dieses schwarze Loch, dieses fürchterlicheNICHTS hinabgeglitten. Ich habe es zugelassen, daß das Leid mich verändert und prägt,statt zu meinen, ich könne ihm irgendwie aus dem Weg gehen. Und ich war überrascht, wiewenig andere Menschen an meinen Tränen Anstoß nahmen. Manchens Mal hatte ich denEindruck, mein Körper funktionierte nur mechanisch und ich fühlte mich wie jemand, deraus dem eigenen Körper herausgetreten ist. Und dabei erkannte ich, daß nichts, was unsvon außen wiederfährt entscheidend ist, sondern vielmehr das, was IN uns geschieht.

So verrückt es klingen mag. Die Seele ist formbar, wie ein Ballon. Sie kann durch dasLeid geweitet werden. Und wenn sie ersteinmal weit geworden ist, ist sie auch in derLage, mehr Freude, Kraft, Frieden und Liebe zu empfinden. Denn das Tal des Leids bringtVerzweiflung und Bitterkeit hervor. Doch es ist zugleich der Ort, an dem unser Charaktergeformt wird.

Ich will Dir keine falschen Hoffnungen machen. Der Schmerz desVerlustes wird bleiben. Doch ich habe um diesen Schmerz herum eine Lebenslandschaftgebaut, und so ist das, was einst nur Leid bedeutete zu einem wichtigen Element einesgrößeren und liebenswertern Ganzen in meinem Leben geworden.

Natürlich; erst dieTiefe des Schmerzes zeigt uns den unermeßlichen Wert dessen, was wir verloren haben. Dasgeschieht sicherlich bei Deinem, wie auch bei meinem Verlust in derselben Weise. Ichstellte mir vor, daß ich diesen tragischen Tag noch einmal ablaufen lassen und dieEreignisse, die zu dem Tod geführt hatten, ändern könnte. Auch suchte ich jemanden, derfür den Verlust, den ich erfahren hatte, bezahlen sollte. Letztlich war ich gezwungen,mich dem Problem der Sterblichkeit - meiner Sterblichkeit - zu stellen.

Ichdurchlebte eine innere Zerrissenheit. Meine Erinnerungen waren und sind mir dabei sehrkostbar. Ich hab sie festgehalten, so wie jemand, der auf hoher See umhertreibt und sichan eine Planke festklammert. Es war mir unmöglich, sich keine Zukunft auszumalen. Aber eswar genauso unmöglich, sich die Zukunft auszumalen. Eine Zeit lang fehlte mir beides: derTrost, den gute Erinnerungen mit sich bringen, und die Höffnung, die duch positiveVorstellungen von der Zukunft entsteht. ich erkannte, daß wie die Vergangenheit nichtzurückgewinnen können. Die Physik erlaubt z.Zt. (noch) keine Zeitmaschinen, mit denen manGeschehenes ungeschehen machen könnte. Ich könnte nur anfangen, mich der Zukunft zustellen. Und wie immer diese Zukunft auch aussehen mochte. Sie schließt den Schmerz derVergangenheit mit ein. Ein solcher tiefer Schmerz kann bewirken, daß das Leben seineOberflächlichkeit und seinen unnützen Ballast verliert. Er zwingt uns dazu, uns zufragen: Was zählt wirklich im Leben?

Ich werde mir die Menschen, die ichverloren habe, immer zurückwünschen. Aber dennoch werde ich stets das Leben feiern, dasich gefunden habe, weil sie von mir gegangen sind. Ich habe verloren, aber ich habe auchgewonnen.

Frederick Büchner sagte einmal: "Selbst die traurigtsen Dinge können,wenn wir ersteinmal Frieden mit ihnen geschlossen haben, zu einer Quelle der Weisheit undder Kraft für den noch vor uns liegenden Weg werden."

Auch dein Leben, so wie Dues bisher mit deinem Vater erfahren und erwartet hast, ist plötzlich zu Ende. Was bleibt,ist nur noch das, was war. Was hätte sein können, ist verloren. Wir können die Situationnicht verändern, aber wir können zulassen, daß die Situation uns verändert. Ein Verlustkann uns positiv verändern - z.B. indem wir unserem Leben dadurch eine neue Richtunggeben. Möglicherweise sind unsere Tragödien nur ein sehr schlimmes Kapitel in einem gutenBuch.

Ich habe erkannt, daß wir Menschen nicht erwarten dürfen, ein Leben langvon Leid, Verlust, Trauer und Schmerz verschont zu bleiben. Allein schon eine solcheErwartung erscheint nicht nur unrealistisch, sondern sogar arrogant. Vielleicht hatte ichden Tod meiner Mutter und meines Bruders nicht verdient. Aber ebensowenig hatte ich dasGlück verdient, daß sie Teil meines Lebens gewesen waren. So muß ich das Schlimmeertragen, was ich nicht verdient habe, aber ich darf auch das Gute im Leben empfangen,was ich nicht verdiene.

Unversöhnlichkeit mit dem Schicksal kann den Schmerznicht stoppen. Unversöhnlichkeit sorgt nur dafür, daß der Schmerz sich ausbreitet.Vergebung gegenüber dem Schicksal bedeutet, sich zu entschließen, das Richtige zu tun.Vergebung hat ihren Preis. Wer seinem Schicksal vergeben will, muß sein Recht aufgeben,mit seinem Schicksal abzurechnen. Und das ist ein Recht, was man nicht so ohne weiteresaufgibt. Und diese Vergebung ist ein langer weg. Es geschieht selten in einem Augenblick.

Wir können auch andere Menschen in unserem Umfeld nicht vor Schmerz bewahren.Wir können sie nur begleiten. Auf ein Wunder zu hoffen und alles Leid ungeschehen zumachen und die Toten wieder lebendig zu haben, ist nur eine vorübergehende Lösung. Diedurch so ein in Gedanken erhofftes Wunder vom Tod Auferweckten werden wieder sterben. WieDu in diesem Forum schon erfahren hast, wirst auch Du erkennen, daß der Tod nicht dasletzte Wort hat. Schon in Deinem Herzen wohnt ein Empfinden für die Ewigkeit.

Ich habe erfahren, daß wer selber trösten will, bereit sein muß, sich den Schmerzeines anderen zu Eigen zu machen und sich auch durch den Schmerz eines anderen verändernzu lassen. Weil meine Freunde und mein Umfeld wußten, daß mein Leben nie wieder dasselbesein würde, beschlossen auch sie, daß auch ihres nie wieder dasselbe sein sollte. Sofühlte ich mich getragen im Leid. Ich wußte aber auch, daß ich die Verantwortung für meinLeben wieder selbst übernehmen mußte, so verzweifelt, wie ich auch sein mochte. Indem ichin schwieriger Zeit von meinem Umfeld Liebe geschenkt bekam, wurde es mir erleichtert,nun dauerhaft Liebe an mein Umfeld zu geben. Wer möchte, daß seine Seele an einerVerlusterfahrung wächst, der muß sich dazu entscheiden, seine Menschen und die Erde unddas Universum noch tiefer zu lieben als zuvor. Ich weiß: zu lieben, wenn man verzweifeltist, erfordert einen ungeheuren Mut.

Die Auswirkungen einer Tragödie endenniemals wirklich, nicht nach zwei, nicht nach zehn und nicht nach hundert Jahren. Ichwerde für den Rest meines Lebens die Narben der Tragödie an mir tragen, auch wenn sieüber die Jahre etwas verblassen werden.

Ich wünsche Dir, daß auch Du Deinen Wegfindest. Und ich wünsche Dir ganz besonders, daß auch Du die Anhöhe erreichst, von deraus Du erkennen kannst, woher Du kamst und wohin Du gehst.

In tiefer innigerVerbundenheit mit Dir und grenzenlosem Mitgefühl

Dein

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darkbabe
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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

25.07.2006 um 02:25
AHNEN-TOPF
Man nimmt einen Topf aus Keramik oder Terracotta oder was immer dumöchtest und in diesen gibst du gerne hast. Z.B. ein selbstgemachtes Potpourrie ausBlüten und Blätter, deine persönlichen Steine, Muscheln die du am Meer gefunden hast,Geschenke von Naturgeistern, Erinnerungen einfach alles was du mit dir in Verbindungbringen kannst und Abbildungen oder Zeichnungen deiner Ahnen, auch Erinnerungsstücke andeine Ahnen, was immer du willst.

Wenn du denkst er ist bereit bitte deine Ahnendir beizustehen bei all deinen Vorhaben und bedanke dich dafür.
Wenn du jetzt zumBeispiel möchtest daß jemand, der sich lange nicht gemeldet hat wieder von sich hörenläßt, kannst du ein Photo oder einen Brief von der Person hineinlegen und die Ahnenbitten dein Wunsch möge in Erfüllung gehen. Oder du schreibst deinen Wunsch auf einenZettel, bittest deine Ahnen dir dabei zu helfen und legst ihn in den Topf. Dann warte abwas passiert



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ophiuchus
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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

25.07.2006 um 02:46
>>Man nimmt einen Topf aus Keramik oder Terracotta oder was immer du möchtest und indiesen gibst du gerne hast. Z.B. ein selbstgemachtes Potpourrie aus Blüten und Blätter,deine persönlichen Steine, Muscheln die du am Meer gefunden hast, Geschenke vonNaturgeistern, Erinnerungen einfach alles was du mit dir in Verbindung bringen kannst undAbbildungen oder Zeichnungen deiner Ahnen, auch Erinnerungsstücke an deine Ahnen, wasimmer du willst.

LoooooooooooL^^.....und dann spring wie bescheuert in deinemgarten rum, wenn der grill von alleine angeht, darfst du auch posten ohne den zettelgelesen zu haben.



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.gaara
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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

25.07.2006 um 07:02
@ophiuchus:

1) Wieso hast du "-" Beiträge
2) Könntest du ein wenigsymphatischer mit den Leuten umgehen?

gaara



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lee
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25.07.2006 um 18:27
@ sascha


Vielleicht sottlest du einfach zu seinem Grab gehen und dort mitihm reden. Klingt zwar verrückt doch das hilft.



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26.07.2010 um 17:24
also auf jeden Fall lass die finger von Seancen und so was die Leute die so was machen sind danach oft traumatisiert. Ich habe auch viele Freunde die so was in der art getan haben. Ich selber habe leider keine Erfahrung weil ich so etwas mich nie trauen würde.



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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

26.07.2010 um 18:37
@sweetyblissy
Falls du es noch nicht gemerkt hast: Der thread ist 4 Jahre alt und der TE und die meisten user dieser Diskussion sind auch nur noch "ehemalige".



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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

24.08.2020 um 21:54
Nein ich bin noch da 😁👍👍



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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

24.08.2020 um 22:48
@sascha27nrw

Moin Sascha, ich versteh dein Problem nicht. Nur weil dein Dad physisch nicht mehr greifbar ist, heißt das nicht, das er nicht da ist. Energie geht nicht verloren. Eine starke Verbindung, z.b Liebe in jeglicher Form ist die stärkste zwischenmenschliche Verbindung die es gibt. Das hört nicht auf, wenn jemand seinen Lebenszyklus vollzogen hat, es ändert sich nur das grob materielle durch den Verlust der Körperlichkeit. Du kannst jederzeit, jeden Tag und Minute mit deinem Vater sprechen. Ich bin mir sicher, das er bei dir ist, du musst nur den Kontakt suchen, reden. Nutze Gemeinsamkeiten, Erinnerungen, Plätze, Ereignisse, die euch verbunden haben als Brücke zur Kommunikation.
Damit meine ich aber nicht den Friedhof, Plätze der Freude, an denen ihr Spaß hattet, gute zwischenmenschliche Gespräche.

Lass dich nur niemals auf Leute ein, die dafür einen Haufen Euronen kassieren wollen, die dich fragen, wie der Mensch heißt, seinen Namen, etc. Dann müssten bereits alle Alarmglocken klingeln, vielleicht noch eine vorgekaute Biographie, um dich mit dem geringsten persönlichsten Einsatz am effizientesten über den Tisch ziehen zu können.

Du brauchst keine Krücke, die Antwort, die du suchst, bist du selber, liegt in dir. Nutze die Liebe, die euch verbindet.



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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

01.09.2020 um 21:56
Hallo @Virco,
wie Du sicherlich gesehen hast ist der Beitrag schon einige Jahre her und ist 4 Jahre nach dem Tod meines Vaters entstanden.
Mir fehlt er natürlich heute noch und auch seine Ratschläge mit denen er immer die ganze Familie zusammengehalten hat.
Heute viele Jahre später weiß ich das er immer bei mir ist und das eine oder andere mal kann ich es auch richtig spüren.
Es war damals eine sehr schwere Zeit in der mir mein Vater und meiner Mutter der Mann genommen wurde.
Es war wirklich ein schrecklicher Tod auf raten den er ertragen musste.
Ich war damals selbst fast 2 Jahre in psychiatrischer Behandlung um mit der Situation umgehen zu können.
Wenn ich mir den ersten Post hier von mir anschaue denke ich es auch herauszulesen wie verzweifelt ich damals war.
Heute bin ich einfach reifer und gefestigter und die Zeit hat viele Wunden geschlossen.
Liebe Grüße
Sascha



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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

02.09.2020 um 00:43
Moin sascha27nrw,

ich kann gut nachempfinden, was da in einem passiert; ich hatte vor zwei Jahren selbst so einen Verlust zu verkraften und habe mich zwei Jahre komplett von der Außenwelt isoliert. Außer arbeiten, einkaufen und Arzt kein zwischenmenschlicher Kontakt zur Außenwelt. und ich stelle fest, Du warst wesentlich weiser wie ich.
Ich konnte und wollte mit niemandem über diesen Verlust sprechen; ich habe es mit mir alleine ausgemacht und das führte einen schon ab und an, an die eigenen Grenzen des Erträglichen.
Ich nehme an, das ist auch einer der Gründe, warum ich mich speziell mit Schmerz und Leid auseinander setze, weil es nach der Liebe die stärksten Emotionen sind, zu den der Mensch befähigt ist und sie zuweilen eine außergewöhnliche Kraft und Potential im positiven wie negativen hervor zu bringen vermögen.
Der Tod auf Raten klingt leider so typisch nach Krebs und ich weiß, was das für eine niederträchtige Krankheit ist; als zweifacher Überlebender.
Ich freue mich wirklich von Herzen für dich, das es dir besser geht und das du souverän und mutig in die Zukunft schaust. Zusammenhalt, habe ich in dieser schwierigen Zeit gelernt, ist das Wesentliche, das alles Entscheidende, ..der Weg ist das Ziel.

Liebe Grüße und Dir und Deiner Familie die besten Wünsche
Virco



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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

02.09.2020 um 15:11
Zitat von sascha27nrw
sascha27nrw
schrieb:
Hallo @Virco,
wie Du sicherlich gesehen hast ist der Beitrag schon einige Jahre her und ist 4 Jahre nach dem Tod meines Vaters entstanden.
Mir fehlt er natürlich heute noch und auch seine Ratschläge mit denen er immer die ganze Familie zusammengehalten hat.
Heute viele Jahre später weiß ich das er immer bei mir ist und das eine oder andere mal kann ich es auch richtig spüren.
Es war damals eine sehr schwere Zeit in der mir mein Vater und meiner Mutter der Mann genommen wurde.
Es war wirklich ein schrecklicher Tod auf raten den er ertragen musste.
Ich war damals selbst fast 2 Jahre in psychiatrischer Behandlung um mit der Situation umgehen zu können.
Wenn ich mir den ersten Post hier von mir anschaue denke ich es auch herauszulesen wie verzweifelt ich damals war.
Heute bin ich einfach reifer und gefestigter und die Zeit hat viele Wunden geschlossen.
Liebe Grüße
Sascha
Hi Sascha,

schön, dass du nach so vielen Jahren wieder in das Forum hier findest und uns Einblick in dein Leben gibst. Das macht bestimmt auch anderen Leuten Hoffnung, die heute in ähnlichen Situationen sind, wie du damals!

Danke!



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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

02.09.2020 um 21:12
Zitat von Sternenkraft
Sternenkraft
schrieb:
Hi
Zitat von Sternenkraft
Sternenkraft
schrieb:
Hi Sascha,

schön, dass du nach so vielen Jahren wieder in das Forum hier findest und uns Einblick in dein Leben gibst. Das macht bestimmt auch anderen Leuten Hoffnung, die heute in ähnlichen Situationen sind, wie du damals!

Danke!
Wenn meine Geschichte hilfreich ist für Menschen die in einer ähnlichen Situation wie ich damals war hoffe ich nur das sie Ihnen Kraft spendet.🙏



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Möchte nochmal mit meinem Vater sprechen!

02.09.2020 um 21:20
Zitat von Virco
Virco
schrieb:
ich kann gut nachempfinden, was da in einem passiert; ich hatte vor zwei Jahren selbst so einen Verlust zu verkraften und habe mich zwei Jahre komplett von der Außenwelt isoliert. Außer arbeiten, einkaufen und Arzt kein zwischenmenschlicher Kontakt zur Außenwelt. und ich stelle fest, Du warst wesentlich weiser wie ich.
Ich konnte und wollte mit niemandem über diesen Verlust sprechen; ich habe es mit mir alleine ausgemacht und das führte einen schon ab und an, an die eigenen Grenzen des Erträglichen.
Ich nehme an, das ist auch einer der Gründe, warum ich mich speziell mit Schmerz und Leid auseinander setze, weil es nach der Liebe die stärksten Emotionen sind, zu den der Mensch befähigt ist und sie zuweilen eine außergewöhnliche Kraft und Potential im positiven wie negativen hervor zu bringen vermögen.
Der Tod auf Raten klingt leider so typisch nach Krebs und ich weiß, was das für eine niederträchtige Krankheit ist; als zweifacher Überlebender.
Ich freue mich wirklich von Herzen für dich, das es dir besser geht und das du souverän und mutig in die Zukunft schaust. Zusammenhalt, habe ich in dieser schwierigen Zeit gelernt, ist das Wesentliche, das alles Entscheidende, ..der Weg ist das Ziel.
Ob ich weiser wie Du bin glaube ich nichtmals. Ich hatte damals das große Glück 1 Jahr vor dem Tod meines Vaters meine jetzige Frau kennengelernt zu haben die mit mir zusammen durch diese zeit gegangen zu sein.
Und trotz der großen Unterstützung von Ihr war es phasenweise sehr sehr schwer.
Ich konnte lange Zeit keine glücklichen Momente zulassen und stellte vieles in Frage.
Im Nachhinein betrachtet hat mich diese Zeit auch stärker gemacht weil ich sehr viel über mich und meine Psyche gelernt habe und heute in so manch Situationen denke, „es geht irgendwie weiter“ auch wenn etwas passiert was nicht so schön ist.



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