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Die Nichtexistenz - Das einzig logische?

39 Beiträge, Schlüsselwörter: Existenz Gott
Jesussah
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Die Nichtexistenz - Das einzig logische?

25.07.2013 um 11:54
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Bist du zufällig "dergeistlose" ein ehemaliger User hier? Deine Schreibweise kommt mir irgendwie bekannt vor, falls nicht ist das ein Irrtum von mir.
Du irrst dich nicht.
cRAwler23 schrieb:Es ist ja nur ein beschreibendes Wort, man kann sagen das "nichtexistente" ist etwas was der Mensch einfach nicht erfassen kann, was natürlich nicht bedeutet das es nicht irgendwo tatsächlich im selben Raum ist, also doch etwas existentes ist, man kann bei besonders großer Vorstellungskraft sehr vieles gedanklich erfassen, jedoch weiß man am Ende nie ob es dieses oder jenes wirklich gibt.
Wer eine Linie zwischen dem Gedanken der existiert und dem Gedanken der Nicht existieren soll zieht, kann nicht behaupten, das die Nichtexistenz sich in einem anderem Raum abspielt als in dem Raum in dem man sich befindet. Ein Anfangsgedanke der bis zu dem, was sein oder nicht sein könnte folgt, befindet sich im selben Raum. Es gibt dabei keinen anderen Raum als den, an dem wir Angefangen haben. Denn alles Endet dort, wo es angefangen hat. Etwas nichtexistentes ist somit soweit existent, das es beschrieben werden kann. Man braucht es aber nicht beschreiben, weil der Gedanke der Angefangen hat dies zu tun, verwirrter ist als der Gedanke der den Moment kennt, an dem er angefangen hat zu fragen.
cRAwler23 schrieb:Das "Nichts" kann es nicht geben, doch ist es eben jener Zustand an dem jede Wahrnehmung und jeder Gedanke endet, es ist zwar alles da, doch entzieht es sich eben dieser Wahrnehmbarkeit. Die traumlose Nacht. Das lustige an der Nichtexistenz ist ja, das man keine Beispiele nennen kann, aber eines könnte man als kleine Denkansatz nehmen. Im Universum ist alles vorstellbare vorhanden, so auch unvorstellbares für Wesen wie uns Menschen, früher sah man den Sternenhimmel an und dachte die leuchtenden Punkte kreisen um uns und wir bilden das Zentrum von allem, doch nach und nach hat sich dieses Bild geändert, vorher war die Möglichkeit und Vorstellung für die Menschen nicht existent das wir nicht das Zentrum von allem bilden sondern nur eine Randerscheinung sind. Jedoch entzog sich gleichzeitig die Vorstellung das jedes wahrnehmende Wesen irgendwie das Zentrum für sich und seine Wahrnehmungen im Universum bildet, es ist paradox und irgendwie ein Widerspruch beides existiert und existiert nicht :D
Wenn es das Nichts nicht geben könnte, würdest du es nicht in Form von nicht existent beschreiben können. Da du aber die Vorstellung besitzen kannst genau dies zu tun, ist das Nichts so existent wie das Etwas, das wir kennen. Menschen die sich in den Vorstellungen des Nichts verloren haben, sind Menschen die genau so wie andere Menschen eine Nische im Leben brauchen, damit ihr Leben ein Sinn ergibt. Ob man nun sagt, das Nichts gibt es nicht oder sagt, das Nichts kann man nicht erfassen, in beiden Fällen beschreibt man das Nichts.

Beschreibe ich ein Glas, dann müsste ich mir ein Stift nehmen und das Glas beschreiben. Bei Gedanken funktioniert das nicht. Man kann in Wirklichkeit nicht ein Stift nehmen und dem einen Gedanken mehr zuschreiben als es ist. Wenn ich also sage, das Nichts gibt es nicht und damit dem nichts mehr zuschreibe als es ist, dann versuche ich etwas zu beschreiben, was ich nicht beschreiben kann. Das gleiche gilt aber auch für das Etwas. Etwas könnte vieles sein, wenn ich es beschreiben wollen würde, doch in Wirklichkeit ist Etwas, Etwas. Das Glas kann nicht Etwas sein, es ist nämlich schon Glas. Dieses Glas das eine Form hat kann ich unmittelbar beschreiben. Ich könnte sogar Teller raufschreiben, letztendlich bleibt es dennoch Glas. Wofür man die Formen gebraucht ist nicht so wichtig wie die Form. Man kann ein stück Glas als Teller benutzen, zum Schneiden von etwas benutzen, zum Spiegeln benutzen usw. Benutze ich aber Wörter dessen Form ich ändern will, dann kommen Gedanken zutage die verwirrt sind und damit die Wirklichkeit ausblenden. Die Nichtexistenz hat die Form N I C H T E X I S T E N Z. Diese Form(el) zu nehmen damit man sie umformen kann, fördert nur die Vorstellung von der Wirklichkeit, nicht die Wirklichkeit selbst.
cRAwler23 schrieb:Chaosmagie hat nicht viel mit Magie oder Zauber zu tun, es ist mehr so eine Lebensphilosophie und in dem Fall bin ich wirklich einer, jedoch nur einer der da an der Oberfläche kratzt, Chaosmagie kann auch einfach eine Kunstform sein, eine durchaus abstrakte ;)
Warum nennt man es dann Chaos-Magie?


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25.07.2013 um 13:42
Jesussah schrieb:Du irrst dich nicht.
Es ist manchmal interessant das man Menschen tatsächlich auch an ihrem Schriftbild oder ihrer Art zu schreiben erkennen kann :)

Warum hast du dich denn löschen lassen?
Jesussah schrieb:Es gibt dabei keinen anderen Raum als den, an dem wir Angefangen haben. Denn alles Endet dort, wo es angefangen hat. Etwas nichtexistentes ist somit soweit existent, das es beschrieben werden kann. Man braucht es aber nicht beschreiben, weil der Gedanke der Angefangen hat dies zu tun, verwirrter ist als der Gedanke der den Moment kennt, an dem er angefangen hat zu fragen.
Verwirrend beschreibt es sehr gut ;)
Ja darum betrachte ich allein schon den Gedanken an eine Nichtexistenz als ziemlich paradox, es ist eben wie mit dem "Nichts" selbst, es ist nichts was für den Menschen greifbar, beschreibbar, wahrnehmbar oder erlebbar ist, aber es ist etwas das man mit vertrauten Begriffen und Gedanken umschreiben kann. Jedoch nutzt man Wörter wie Vakuum, wobei selbst das ja wieder "etwas" ist, zumindest Luftleere in einem Raum. Es ist ähnlich wie in diesem kleinen Video:

https://www.youtube.com/watch?v=elq7PMK559s

Die Nichtexistenz und das Nichts sind immer das fehlen von "Etwas". Sonst betrachte ich das ähnlich wie du auch.
Jesussah schrieb:Warum nennt man es dann Chaos-Magie?
Weil Chaos der Impulsgeber für jede Entwicklung ist und das durchaus eine gewisse "Magie" (metaphorisch) besitzt.
Das vielleicht auffälligste Merkmal der Chaosmagie ist das Konzept des magischen Paradigmenwechsels. Indem ein Begriff des Philosophen Thomas Kuhn entlehnt wurde, entstand die Technik, das eigene Magiemodell (oder -paradigma) willkürlich zu wechseln, was zu einem Grundgedanken der Chaosmagie wurde. Ein Beispiel für einen magischen Paradigmenwechsel wäre es, zuerst ein Ritual aus dem „Necronomicon“ und anschließend einen Runenzauber durchzuführen. Diese zwei magischen Paradigmen sind voneinander sehr verschieden; während der Chaosmagier jedoch eines von ihnen verwendet, ist er von diesem vollkommen überzeugt. Das beinhaltet, dass alle jeweils anderen magischen Paradigmen (die sich häufig gegenseitig ausschließen) in diesem Moment ignoriert werden.
Wie gesagt alles rein metaphorisch betrachten. Jede Bezeichnung und jedes Wort das der Mensch nutzt wurde wenn man so will mit bestimmten Bedeutungen, Zuständen oder Umschreibungen belegt, wie auch Wörter des "Nichts" und der Nichtexistenz die eigentlich nur Dinge beschreiben die nicht vorhanden sind, diese Wörter sind Lückenfüller damit der Mensch es nutzen kann, wie bei der Kälte die ja nur ein Fehlen von Wärme ist.


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26.07.2013 um 00:43
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Es ist manchmal interessant das man Menschen tatsächlich auch an ihrem Schriftbild oder ihrer Art zu schreiben erkennen kann :)

Warum hast du dich denn löschen lassen?
Weil eine Wandlung stattfand.
cRAwler23 schrieb:Wie gesagt alles rein metaphorisch betrachten. Jede Bezeichnung und jedes Wort das der Mensch nutzt wurde wenn man so will mit bestimmten Bedeutungen, Zuständen oder Umschreibungen belegt, wie auch Wörter des "Nichts" und der Nichtexistenz die eigentlich nur Dinge beschreiben die nicht vorhanden sind, diese Wörter sind Lückenfüller damit der Mensch es nutzen kann, wie bei der Kälte die ja nur ein Fehlen von Wärme ist.
Man kann Wörter nicht beschreiben, denn man besteht aus Wort. Das Ich, das aus dem Wort besteht, kann nicht Wörter beschreiben und eine Bedeutung in die Wörter legen. Das würde bedeuten, das ein Wort, in diesem Falle Ich andere Wörter formen kann. Da es in der Wirklichkeit aber nicht der fall ist, kann dieses Schauspiel sich nur in unseren Vorstellungen abspielen. Nichts entspricht genau so einem Versuch etwas zu beschreiben, was schon beschrieben ist. Nichts ist nicht das fehlen von allem, sondern es ist Nichts. Sich darunter etwas vorzustellen, birgt eben die Gedanken, die aus dem Etwas, nichts machen wollen. Da das Nichts aber mitten unter uns weilt, wie das Vakuum, das wir nicht mit dem Auge sehen können, bringen uns unsere Vorstellungen in eine vorgestellte Welt, in der wir das nichts nicht erkennen. Was würde passieren, wenn wir das mit dem Vakuum machen würden. Was wäre, wenn wir sagen würde,n das Vakuum ist die Abwesenheit von allem. Nicht greifbar, nicht existent. Hätten wir dann überhaupt wissen können was ein Vakuum wirklich ist? Das würde gar nicht funktionieren stimmt´s? Denn Vakuum, das Wort, ist für etwas anderes gedacht. Genauer gesagt, es ist dafür gedacht um ein bestimmten Zustand aufzuzeigen. Das Nichts zeigt auch einen Zustand auf. Das Vakuum zeigt einen Zustand der den körperlichen Raum betrifft auf. Das Nichts zeigt einen Zustand, der den Geistlichen Raum betrifft, auf. Es gibt Buddhisten, die es erstrebenswert finden, Nichts zu sein.

Es ist ein Gedanke wie beim Vakuum. Der Raum ist zwar leer, doch der Raum an sich ist immer noch da.


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26.07.2013 um 19:25
Jesussah schrieb:Weil eine Wandlung stattfand.
Auch wenn wir am Anfang Kollisionen hatten was bestimmte Haltungen und Denkweisen betroffen hat, so hab ich deine Denkweise irgendwann durchaus sympathisch gefunden, also freut es mich das du wieder hier bist! ;)

Was hat sich denn gewandelt?
Jesussah schrieb:Es ist ein Gedanke wie beim Vakuum. Der Raum ist zwar leer, doch der Raum an sich ist immer noch da.
Genau so ist es also ist immer "etwas" da und keine Nichtexistenz sondern etwas existentes, so auch eine Zeit, nur eben "bewegungslose", stofflose Raumzeit.
Jesussah schrieb:Das Nichts zeigt einen Zustand, der den Geistlichen Raum betrifft, auf. Es gibt Buddhisten, die es erstrebenswert finden, Nichts zu sein.
Es soll sogar das höchste anstrebbare Ziel sein, zum Nichts zu "werden" alles im Nichts. Nach einer langen Reise bestehend aus Widergeburten, die Erkenntnis gewonnen zu haben im Grunde zum Nichts werden zu wollen um diese Kette zu unterbrechen. Darum ist die "Egoauflösung" bei vielen dieser Glaubensrichtung so wichtig. Ich stelle mir das immer gern mit einem unsterblichen Wesen vor welches sein Leid bestehend aus Einsamkeit (alles um einen ist vergänglich) zu beenden, irgendwann kommt mit Sicherheit der Wunsch ins "Nichts" zu gehen, sich aufzulösen im Nichts.


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28.07.2013 um 00:13
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Was hat sich denn gewandelt?
Nichts. :)
cRAwler23 schrieb:Genau so ist es also ist immer "etwas" da und keine Nichtexistenz sondern etwas existentes, so auch eine Zeit, nur eben "bewegungslose", stofflose Raumzeit.
Dann kann man aber nicht behaupten, das dass Nichts sich außerhalb unserer Grenzen aufhält.
cRAwler23 schrieb:Es soll sogar das höchste anstrebbare Ziel sein, zum Nichts zu "werden" alles im Nichts. Nach einer langen Reise bestehend aus Widergeburten, die Erkenntnis gewonnen zu haben im Grunde zum Nichts werden zu wollen um diese Kette zu unterbrechen. Darum ist die "Egoauflösung" bei vielen dieser Glaubensrichtung so wichtig. Ich stelle mir das immer gern mit einem unsterblichen Wesen vor welches sein Leid bestehend aus Einsamkeit (alles um einen ist vergänglich) zu beenden, irgendwann kommt mit Sicherheit der Wunsch ins "Nichts" zu gehen, sich aufzulösen im Nichts.


Buddhisten die Nichts werden wollen. Wie kann man Nichts werden, wenn man es doch schon ist?
Sage ich Nichts, habe ich schon was gesagt. Will ich Nichts sein, so bin ich schon etwas. Die Mönche die dieses Ziel anstreben, weil sie es für erstrebenswert halten, haben noch nicht erkannt, das es keine Ziele gibt die man erreichen kann.


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30.07.2013 um 18:04
Jesussah schrieb:Dann kann man aber nicht behaupten, das dass Nichts sich außerhalb unserer Grenzen aufhält.
Noch sind keine räumlichen Grenzen bekannt, sei es ins Makro- oder Mikroskopische, es gibt nur "Wahrnehmungsgrenzen", außerhalb unserer Wahrnehmung existiert praktisch nichts das wir wahrnehmen können, doch dies betrachte ich mehr wie eine einfach natürliche Hürde. Sei es durch Teleskope, Mikroskope oder andere "Wahrnehmungsverstärker". Ob es überhaupt ein "Außerhalb" unseres Universums/Multiversums gibt ist noch immer reine Spekulation. ;)
Jesussah schrieb:Buddhisten die Nichts werden wollen. Wie kann man Nichts werden, wenn man es doch schon ist?
Sage ich Nichts, habe ich schon was gesagt. Will ich Nichts sein, so bin ich schon etwas. Die Mönche die dieses Ziel anstreben, weil sie es für erstrebenswert halten, haben noch nicht erkannt, das es keine Ziele gibt die man erreichen kann.
Im naturalistischen Sinne gibt es schon "Ziele", im Prinzip basiert die ganze Evolution darauf. Jede Entwicklung hat ein bestimmtes "Ziel", sei es instinktiv an Beute zu kommen, oder bei komplexen Problemlösungen. Das Ziel ist existentieller Natur. Was dies am Ende jedoch wirklich gebracht hat ist vollkommen abhängig von der Einstellung der Wesen die bestimmte Ziele erreicht haben die sie sich bewusst oder unbewusst gesetzt haben. Ich sehe das "Ziel" und den Sinn unserer ganzen Existenz in evolutionären Prozessen. In dem Fall bin ich mit meiner Denkweise ein purer Naturalist.

Doch spirituell gesehen geb ich dir da recht, man ist einfach und das "Nichts" wird durch die eigene Existenz einfach "gefüllt".


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31.07.2013 um 00:41
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Noch sind keine räumlichen Grenzen bekannt, sei es ins Makro- oder Mikroskopische, es gibt nur "Wahrnehmungsgrenzen", außerhalb unserer Wahrnehmung existiert praktisch nichts das wir wahrnehmen können, doch dies betrachte ich mehr wie eine einfach natürliche Hürde. Sei es durch Teleskope, Mikroskope oder andere "Wahrnehmungsverstärker". Ob es überhaupt ein "Außerhalb" unseres Universums/Multiversums gibt ist noch immer reine Spekulation. ;)
Gedankliche Räume schon sonst könnten wir alles tun was uns beliebe. :)
cRAwler23 schrieb:Im naturalistischen Sinne gibt es schon "Ziele", im Prinzip basiert die ganze Evolution darauf. Jede Entwicklung hat ein bestimmtes "Ziel", sei es instinktiv an Beute zu kommen, oder bei komplexen Problemlösungen. Das Ziel ist existentieller Natur. Was dies am Ende jedoch wirklich gebracht hat ist vollkommen abhängig von der Einstellung der Wesen die bestimmte Ziele erreicht haben die sie sich bewusst oder unbewusst gesetzt haben. Ich sehe das "Ziel" und den Sinn unserer ganzen Existenz in evolutionären Prozessen. In dem Fall bin ich mit meiner Denkweise ein purer Naturalist.
Im naturalistischen Sinne gibt es Ziele. Diese gelten aber nur für Tiere. Der Mensch ist kein Tier, sondern Mensch. :)


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02.08.2013 um 11:45
Jesussah schrieb:Im naturalistischen Sinne gibt es Ziele. Diese gelten aber nur für Tiere. Der Mensch ist kein Tier, sondern Mensch. :)
Das ist ein Thema für sich aber ich betrachte den Menschen selbst auch nur als ein denkendes, fühlendes Lebewesen, einfach evolutionär ziemlich komplex, doch eigentlich nur aufgrund unserer schlechten Anpassungsfähigkeit haben wir angefangen die Umgebung an uns anzupassen. Tiere haben Ziele wie Nahrung beschaffen, Partnersuche und Paarungsrituale. Menschen haben Ziele wie Nahrung beschaffen (auch durch Arbeit und komplexe Wirtschaftssysteme), Partnersuche (auch durch Erfindungen wie das Internet :D ) und Paarungsrituale (meist ganz oberflächliche Dinge, manchmal aber indirekt auch durch Intelligenz, Humor und einem liebvollen Wesen, der rest ist aber noch immer animalischer Natur). Das einzige was den Menschen wirklich ganz stark vom Tier unterschiedet, wir stellen Fragen über das Leben uns selbst und gehen dabei tief ins philosophische Aspekte unserer Existenz, haben Wissenschaft als ein Werkzeug zur Erforschung dieser Fragen erschaffen, so auch Religionen. Ich denke die Natur hat ganz unterschiedliche Wege der Evolution geprägt, der Mensch agiert mehr geistig statt physisch, doch auch da spalten sich die Menschen häufig in zwei Lager auf.

Also der Mensch ist nur ein Tier, jedoch ein Tier das Fragen stellt, sich selbst hinterfragen kann, forschen kann, erfinden kann und viele viele Widersprüche erzeugen kann. Das einzige was ihm noch immer unerklärlich ist, ist der Ursprung von allem, auch eine "Nichtexistenz" oder das "Nichts" sind für ihn unvorstellbar, wie auch die Unendlichkeit und die fraktale Natur des Universums.


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02.08.2013 um 11:47
@cRAwler23


Wäre der Mensch ein Tier, würde man ihn nicht Mensch nennen. Ein weiterentwickeltest Tier, nennt man immer noch Tier. :)


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02.08.2013 um 12:01
@Jesussah
Der Mensch bezeichnet sich selbst als Mensch er wird von keinem anderen so bezeichnet, er bezeichnet alles in der Natur und vergibt Namen, das können Tiere natürlich nicht (jedenfalls ist uns das nicht bekannt). Wir sind weiterentwickelte "Tiere" oder sagen wir einfach Teil der großen Familie die Lebewesen die alle ganz unterschiedliche evolutionäre Wege und Prozesse erlebt haben, über viele Generationen hinweg. Ich wage da immer den Spagat zwischen Wissenschaft und Spiritualität, es könnte möglich sein das jedes dieser Lebewesen in ein bestimmtes "Muster" hineinwächst und am Ende einen bestimmten "Platz" hat, der Mensch kann nicht fliegen und nicht so gut schwimmen, doch er hat einen erfinderischen Geist entwickelt der diese Hürden meistern konnte, darum seh ich den Menschen als ein Wesen an was irgendwann eine neue Art der Evolution auslösen wird, eine technologische. Vielleicht ist dieses Selbstläuferprinzip ja der "Sinn" der ganzen Schöpfung, versuche alle möglichen Wege zu gehen, jede Weiterentwicklung ist das "Ziel" der Evolution, vielleicht werden wir mal gänzlich unabhängig von der uns umgebenden Natur sein können und eine gänzlich künstliche Welt erschaffen können? Wenn wir uns nicht vorher vernichtet haben, in dem Fall unterscheiden wir uns wirklich vom Tier, das immer eine Art Gleichgewicht mit seiner Umwelt bildet oder durch "Fressfeinde" dezimiert wird wenn es zur Plage wurde.

Der Mensch hat ein sehr komplexes Hirn, doch am Ende ist das bei Delfinen, Bonobos und Krähen nicht anders und inzwischen hat man schon festgestellt das scheinbar auch diese Wesen in einem begrenzten Umfang sich selbst erkennen können und ähnliche Lernprozesse haben wie Menschen auch, sogar Werkzeuge nutzen und die Kommunikation mit Menschen erlernen können (zumindest bei Delfinen und Bonobos).

Ob wir die Schöpfung eines Gottes oder eines "göttlichen Musters" sind kann ich nicht beurteilen, ich bin Agnostiker, ich lehne diese Vorstellung weder ab, noch stimme ich ihr zu. Ich denke sogar es gibt noch weit mehrere Wesen in den Weiten des Alls, manche sogar weit intelligenter und viel weiterentwickelt als wir, andere ähnlich wie wir, andere vielleicht primitiver, alles ist da möglich.

Aber das ist wirklich ein eigenes Thema ;)


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02.08.2013 um 12:07
@cRAwler23


Der Mensch kann sich selber nicht als Mensch bezeichnen, denn er ist nicht der Herr seiner Gedanken. Wäre der Mensch der Herr seiner Gedanken, dann könnte er viel mehr als nur zu bezeichnen. Weißt du woher deine Gedanken kommen? Woher stammen die Wörter die du aussprichst? Woher kommt die Bezeichnung die wir Bezeichnung nennen? Warum nennen wir den Apfel, Apfel? Wörter können wir nicht erschaffen. Sie sind nämlich schon geschaffen.

Der Mensch ist also nicht Mensch, weil er sich so bezeichnet. Er ist Mensch, weil er Mensch ist. Der Versuch den Menschen zu bezeichnen, zeichnet auch ein Bild in dem der Mensch einem Tier gleicht. Deshalb soll er auch lernen nicht Gott zu spielen, sondern Mensch zu sein.


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02.08.2013 um 12:27
@Jesussah
Ich hoffe dir ist bewusst das es verschieden Menschen und verschieden Völker gibt, so gibt es auch verschiedene Sprachentwicklungen, der Apfel ist in jedem Sprachraum anders. Die Gedanken entwickeln sich wie bei der Evolution, am Anfang hatte der Mensch als Menschenaffe noch keine Bezeichnungen, er hat auf etwas gezeigt und das Rudel wusste bescheid, erst nach und nach entwickelte sich eine Lautsprache, bis zur Sprache und dann bis zur Schrift. Alles ist Entwicklung und auch unsere Gedanken sind Bezeichnungen die sich über viele Generationen zu dem entwickelt haben was sie sind, jedes Wort ist nur eine Variable, die Frage ist welche Bedeutung man diesen Wörtern gibt. Das Wort selbst ist nur ein Symbol für etwas um miteinander kommunizieren zu können.

Der Mensch hat sich den Namen "Mensch" als Bezeichnung gegeben, wie die Engländer eben Human sagen oder im Latein Homo sapiens.

Sie sind eben noch nicht "geschaffen" sie haben sich entwickelt und haben später durch unsere Beobachtungen, Gedankenspiele und Kombinationen Bezeichnungen erhalten.
Jesussah schrieb:Deshalb soll er auch lernen nicht Gott zu spielen, sondern Mensch zu sein.
Sagt wer? Gott persönlich? :D

Wir können nicht "Gott" spielen, wir können uns entwickeln, weiterentwickeln, Fortschritte und Rückschritte machen, Technologien entwickeln, aber Gott zu spielen wäre etwas aus dem "Nichts" erschaffen zu können, wie in diesem Thema hier:

Diskussion: Kann etwas aus dem nichts entstehen?

In dem Punkt haben wir sicherlich unterschiedliche Betrachtungen und Gedanken. Ich betrachte meine Gedanken als etwas sich entwickelndes, lernendes, von der Kindheit bis zum Tod, ein endloser Lernprozess, geprägt durch Erfahrungen und Eindrücke. Das Universum hatte auch eine Evolution, von kleinsten Teilchen der Vormaterie als Energieumwandlungsprozesse, bis zum Wasserstoff welches sich später an einigen Stellen so sehr verdichtet und angesammelt hat das es Fusionsprozesse initiiert hat, aus diesen dann die ersten Sterne entstanden sind die in ihren Fusionskammern immer schwerere Elemente durch Fusion erzeugt haben und immer massereicher und kurzlebiger wurden, bis zu Planeten und dann sogar bis zur biochemischen Evolution. Ob es da einen göttlichen Plan gibt dessen Teil der Mensch ist, ist für mich reine Spekulation, aber ich spekuliere gerne ;)


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02.08.2013 um 12:31
@cRAwler23


Gibt es verschieden Menschen und verschiedene Völker? Es gibt nicht ein Wissenschaftlichen Beweis dafür, das es so etwas wie ein Nationalitäts-Gen gibt. Es gibt in Wirklichkeit keine verschiedene Menschen. In der Tierwelt gibt es verschiedene Tiere, weil ihr Instinkt es von ihnen verlangt. Wendet man jedoch diesen Instinkt bei Menschen an, so enstehen scheinbare Unterschiede, wo in Wirklichkeit keine sind. :)


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02.08.2013 um 14:27
@Jesussah
So meinte ich das auch nicht, ich meinte es so das es verschiedene Entwicklungen beim Menschen gibt, es ist dabei völlig Unabhängigkeit von seiner Herkunft zu betrachten, das ist abhängig von seinem Umfeld, der Bildung, der Empathie und am Ende auch noch von seiner Mentalität. Es gibt in dem Fall nur oberflächliche Unterschiede. Im Kern haben alle Menschen so ziemlich die gleichen Bedürfnisse und ähnliche Denkweisen, wenn es auch extreme Verschiedenheiten in Meinungen und Sichtweisen gibt.

Ich denke mal aber du siehst das mehr in einem göttlichen, spirituellen Kontext oder? Ich sehe es in einem evolutionären, vielfältigen bei dem der Kern der Bedürfnisse sich eigentlich kaum von den Tieren unterscheidet, wenn es um Nahrung und die Paarung bzw. die Fürsorge des Nachwuchses geht ;)

Tatsächlich sind uns in sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht die Bonoboaffen sogar überlegen! Zumindest was die Konfliktbewältigung betrifft.


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02.08.2013 um 23:48
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Ich denke mal aber du siehst das mehr in einem göttlichen, spirituellen Kontext oder? Ich sehe es in einem evolutionären, vielfältigen bei dem der Kern der Bedürfnisse sich eigentlich kaum von den Tieren unterscheidet, wenn es um Nahrung und die Paarung bzw. die Fürsorge des Nachwuchses geht ;)
So wohl, als auch. Das eine schließt das andere nicht aus. :)


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03.08.2013 um 01:13
@Jesussah
Das seh auch ich nicht anders uns bin wirklich froh Agnostiker zu sein ;)
Ich finde diese Überschneidung mehr als interessant, vielleicht ist das der Punkt an dem man ansetzen muss, die Menschen sollen forschen, sich weiterentwickeln und nach etwas streben, doch sollen sie auch innehalten können, ihre Wahrnehmung klarer "erkennen", mehr ihren Sinnen vertrauen als sich Zielen zu ergeben die ins Leere führen oder gar auf einen destruktiven Kurs der Selbstzerstörung und am Ende völlig "sinnlos" wieder in eine "Nichtexistenz" gehen, wie einst die Dinosaurier ;)

Spiritualität gegen Hand in Hand und es ist im Prinzip wie mit "links-" und "rechtshirnigen" Menschen, die einen sind reine Rationalisten, Skeptiker und mathematisch korrekt, die anderen kreativ, inspirierend und sehr aufgeschlossen. Die Wahrheit liegt in der Mitte, so denke ich mit beiden Hirnhälften und versuch eine Balance zu finden :)


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03.08.2013 um 15:09
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Die Wahrheit liegt in der Mitte, so denke ich mit beiden Hirnhälften und versuch eine Balance zu finden
Die hast du schon längst gefunden, so wie deine Beiträge es deutlich aufzeigen. :)


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Tissie
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10.08.2013 um 16:02
cRAwler23 schrieb am 03.08.2013:Ich finde diese Überschneidung mehr als interessant, vielleicht ist das der Punkt an dem man ansetzen muss, die Menschen sollen forschen, sich weiterentwickeln und nach etwas streben, doch sollen sie auch innehalten können, ihre Wahrnehmung klarer "erkennen", mehr ihren Sinnen vertrauen als sich Zielen zu ergeben die ins Leere führen oder gar auf einen destruktiven Kurs der Selbstzerstörung und am Ende völlig "sinnlos" wieder in eine "Nichtexistenz" gehen, wie einst die Dinosaurier ;)
Ich stimme dem vollkommen zu, mit einer Ausnahme. Ich finde nicht, dass die Saurier "sinnlos" in die Nichtexistenz übergegangen sind. Ihr Ende war unsere Chance, die Chance der Säugetiere, also ist es von größter Bedeutung für uns.


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13.08.2013 um 11:36
Tissie schrieb:Ich stimme dem vollkommen zu, mit einer Ausnahme. Ich finde nicht, dass die Saurier "sinnlos" in die Nichtexistenz übergegangen sind. Ihr Ende war unsere Chance, die Chance der Säugetiere, also ist es von größter Bedeutung für uns.
Das ist richtig. Wobei ich mir gerne vorstelle wie sich der Velociraptor noch entwickelt hätte, immerhin könnte er in seiner Ära auf dem Stand der Primaten gewesen sein, was soziale Strukturen und Intelligenz betrifft. Vielleicht wäre ohne den Meteoriten heute eine Reptohumanoide Spezies das prägende Bild (mit weit mehr Zeit für evolutionäre Entwicklungen). Was wäre wenn? macht immer spaß zu spielen ;)


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