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Kollektivismus und Individualismus

Turboboost
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 08:05
cRAwler23 schrieb:Wir bekräftigen erneut und konsolidieren unsere Zugehörigkeit zum Nationalen Indigenen Kongress als Raum des Treffens zwischen den ursprünglichen Völkern unseres Landes.
Was Sie dort gut zu finden scheinen, würden Sie hierzulande sicherlich als rechtsextremes Gedankengut bezeichnen.


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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 14:45
@Turboboost
Bedenke, die Indigenas wurden damals von den Spaniern überrumpelt wie die Indianer im Norden von den Briten und anderen Europäern. Doch ich kenne einen Zapatista (er ist als genossenschaftlicher Außendienstler für zapatistischen Kaffee unterwegs) und meint die EZLN ist sehr kosmopolitisch und weltoffen, keiner wird ausgegrenzt, selbst die wichtigste Symbolfigur Subcomandante Marcos war kein Indigena sondern spanischer Mexikaner:

Wikipedia: Subcomandante_Marcos

Sie sind nur sehr sehr stark gegen die neoliberale Globalisierung die zugunsten einer reichen Elite agiert. Die Indigenas hoffen nur auf eine Autonomie und ein Ende des Neoliberalismus und Imperialismus, sie sind aber keine Nationalisten, sie sind einheimische die schon seit einigen Jahrhunderten von europäischen Eroberern ausgebeutet und unterdrückt wurden, sie gehören nur zu den wenigen Völkern die sich organisieren und emanzipieren konnten, auch wenn das mit einem Aufstand verknüpft war bei dem nicht wenige ihr Leben gelassen haben. Sie sind aber kosmopolitisch und links liberal, anarchosyndikal, sie grenzen weder Menschen mit anderer Herkunft, homosexuelle, noch Frauen aus der Gesellschaft aus, im Gegenteil sie sind gleichgestellte. Es geht den Indigenas das nicht um nationalistisches Denken, sondern nur um Autonomie, sie sind inzwischen gänzlich unabhängig von Mexiko und verweigern sich auch dem Drogenkrieg, es ist eben gelebter Anarchismus bei dem es aber sehr gut organisiert zugeht, es gibt keine Hierarchie sondern ständig wechselnde Räte die dann überlegen wie man was strukturieren muss damit es dem einzelnen und der Gemeinschaft besser geht. Keine Ausbeutung im kapitalistischen Sinne, keine rechte, nationalistische Haltung, keine gesteigerte Aggression und einfach nur der Wunsch die Selbstbestimmung im solidarischen Sinne zu erwirken. Aus diesem Grund sind mir die Zapatistas mehr als sympathisch.

Btw. was würdest du denken wenn du ein Einheimischer wärst und eines Tages kommen völlig fremde Leute und beanspruchen dein Land und beuten dich aus? Da muss man nicht rechtsextrem sein um sich selbst verteidigen zu wollen! Nichts anderes ist dort passiert, auch die Indianer im Norden haben für ihr Recht gekämpft, sich jedoch mit einem Giganten angelegt was zum ersten großen Genozid der Geschichte geführt hat! Die wirklich rechtsextremen in dieser Hinsicht waren die extrem rassistischen, rechtsextremen Europäer die einen Erdteil nach dem anderen erobert haben!
cRAwler23 schrieb:Im Gegensatz zu anderen Guerillabewegungen geht es im Diskurs der Zapatisten nicht darum, die Macht im Staat zu übernehmen. Stattdessen betonen sie ihren basisdemokratischen Anspruch und zielen auf den allmählichen Aufbau autonomer Strukturen auf kommunaler, munizipaler und regionaler Ebene. Das PR-Geschick des mestizischen Sprechers der Rebellen Subcomandante Marcos, mit dem der Aufbau autonomer Strukturen, indigene Basisdemokratie, Geschlechtergleichheit und Ökologie einer internationalen Öffentlichkeit nahegebracht werden, führte zur Identifikation weiter Teile der globalisierungskritischen Bewegung. Wie diese fordert die EZLN Selbstbestimmung der Menschen und ruft zum weltweiten Kampf gegen die kapitalistische Globalisierung auf. Die EZLN hat, durchaus gewollt, großen Einfluss auf die Diskussion innerhalb der Internationalistischen Linken, insbesondere mit ihrer radikalen Machtkritik.
Wikipedia: EZLN

Diese Denkweise ist das absolute Gegenteil von "rechtsextrem"! Es ist im liberalen Sinne linksextrem! Wobei das extreme eigentlich weitestgehend inzwischen in ruhige Besonnenheit umgeschlagen ist, man hat schon eine Autonomie bewirkt und nun konzentrieren sich die Menschen weniger auf den Kampf sondern um die Selbstversorgung und sind sogar in der Lage internationalen Handel mit anderen Genossenschaften zu betreiben! Ihnen mangelt es inzwischen kaum noch an etwas wobei sie ihre Ansprüche auch nicht sonderlich hoch stellen, sie sind weit bescheidener als irgendwelche protzigen, imperialistischen Europäer! Scheiß auf Luxus und Übersättigung! ;)

Übrigens wird die EZLN häufig von rechtsextremen Mexikanern angegriffen...


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Turboboost
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 14:54
@cRAwler23

Dass die Ideologie nichts rechts, sondern eher linksextrem (marxistisch maoistisch) ist, das habe ich schon gelesen. Ich meinte auch eher die fett markierte Begrifflichkeit und dachte sponten "Wenn so etwas so in Deutschland geschrieben würde"...


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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 15:11
@Turboboost
Nein die EZLN ist fern des Maoismus, dieser agierte zentralisiert und hat bestimmte Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt (oder gar hingerichtet). Die EZLN ist fern vom staatlichen Sozialismus wie er bis heute in der Geschichte immer gescheitert ist, es ist anarchosyndikal also stark dezentral und kommunal gesehen eine Netzwerkregierung aus ständig wechselnden Personen die lokales mit überregionalen abstimmen. Dieses System scheint sehr gut zu funktionieren und bedarf keiner politischen Führer mehr, etwas das im Marxismus und Maoismus aber noch immer Teil der Ideologie ist (Diktatur des Proletariats), die EZLN ist schon einen Schritt weiter und tendiert weit mehr zum basisdemokratischen Anarchismus, welcher genossenschaftlich aufgebaut ist, also geht das Individuum nicht im Kollektiv unter und hat immer die Möglichkeit seine Anliegen vorzutragen, etwas was bisher in kaum einem anderen System so gemacht wurde! In dem Fall ist das revolutionärer als die sozialistische Revolution! :D

Na ja in Deutschland ist das ein anderes Problem, wir haben eine Geschichte wo solche Begrifflichkeiten wo "National" drinsteckt immer fragwürdig sind, das liegt aber meist auch daran das hier das automatisch mit Rechtsextremismus verknüpft wird und dieses Klischee wird auch von rechten in diesem Land bestätigt. Die Zapatistas sind eigentlich sogar antinational, sie wollen die Selbstbestimmung des Menschen erwirken in einem genossenschaftlichen Rahmen, keiner steht über oder unter einem. Das rechte denken ist da streng hirarchisch und bedarf primitiver Führungsstrukturen, mit einem möglichst dummen Gefolge welches sich nicht emanzipiert aber denkt auf der "richtigen" Seite zu stehen, dabei war das schon immer nur Kanonenfutter für die Führer, das gilt auch für den Realsozialismus des Ostblocks, leider sind sich diese in dem Punkt sehr ähnlich, aus diesem Grund gefällt mir der anarchosyndikale Weg, der liberales Denken und die Selbstbestimmung, also den Individualismus mit einbezieht. Etwas das es in der Geschichte der Menschheit so noch nicht gab, nur früher in Spanien gab es das schon und wurde leider vom faschistischen Franco zerstört. Hier mal der politische und gesellschaftliche Kompromiss aus Kollektivismus und Individualismus:

Wikipedia: Internationale_ArbeiterInnen-Assoziation
Die heutige IAA wurde im Dezember 1922 als Internationale Arbeiter-Assoziation in Berlin von Arbeiterdelegationen aus zehn Ländern gegründet. Der Name wurde gewählt, um an die Tradition der Ersten Internationale zu erinnern, die von 1864–1876 bestand. Als anarchistischer Gewerkschaftsverbund war die IAA aus dem Willen entstanden, sich eigenständig zu organisieren, um sich von marxistisch dominierten Gewerkschaften abzusetzen. Der IAA besteht bis heute mit Sektionen in 16 Ländern, wie zum Beispiel die Confederación Nacional del Trabajo (Spanien), die Confédération Nationale du Travail (Frankreich), die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU), die Solidarity Federation (Großbritannien), die Unione Sindacale Italiana, sowie die Federación Obrera Regional Argentina. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstützte die IAA die Föderation freiheitlicher Sozialisten in Deutschland und beteiligte sich an der Herausgabe der Zeitschrift Erkenntnis und Befreiung.

Die IAA hatte seit den 1940er-Jahren lange Zeit an Gewicht verloren, jedoch kommt es mit der sich verschärfenden kapitalistischen Wirtschaftskrise und dem Zusammenbruch staatssozialistischer Modelle seit einiger Zeit zu zunehmenden Interesse an gesellschaftlichen Alternativen. Die anarchosyndikalistischen Gewerkschaften verfügen im Nachkriegseuropa im Vergleich zu reformistischen Gewerkschaftsorganisationen über weniger zahlende Mitglieder (CNT-IAA Frankreich z. B.dreistelliger Bereich). Allerdings ist der Anteil Aktiver wesentlich höher als bei anderen Gewerkschaften.

Die anarchosyndikalistische IAA tritt für freiheitliche Arbeitsorganisation ein sowie eine libertäre Gesellschaftsordnung. Sie kämpft für eine anarchosyndikalistische Selbstverwaltung in Produktion und Konsum, d. h. eine Verwaltung und einen Besitz der Betriebe durch die klassenlose Gesellschaft. Ohne bezahlten Verwaltungsapparat organisieren die Mitgliedsverbände der IAA im Idealfall lokale Arbeitskämpfe und engagieren sich für regionalen Föderalismus und internationale Solidarität. Die Organisation ist aus der Tradition des Anarchismus antiklerikal und gegen regierende Zentralgewalten ausgerichtet, also auch gegen Militär und Geheimdienste.


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Turboboost
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 15:21
@cRAwler23

Ich hätte sie nach erster Querlesung so benannt wie ich sie benannt hatte, aber aufgrund des Mangels an Tiefe meines Wissens dazu, verlasse ich mich da auf Ihre Definition zur politischen/gesellschaftlichen Ausrichtung.

War bisher auch recht interessant zu lesen, auch wenn es fern meiner politischen /gesellschaftlichen Ausrichtung ist. Aber bereichernd fand ich es bisher in jedem Fall.


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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 15:41
@Turboboost
Das finde ich auch, ich selbst bin natürlich auch ein recht angepasster Mensch aber ich bewundere ihr Durchhaltevermögen und sie zeigen das andere Gesellschaftsstruktur möglich ist, fern vom Kapitalismus, Kommunismus, Sozialismus, Neoliberalismus, Nationalismus und Theokratien. Es ist wie ich finde ein angenehmer, organisierter Anarchismus in Kombination mit einem moralischen Humanismus. Vielleicht ist dieses Konzept ja tatsächlich ein menschlicheres als alle bisherigen Systeme, zum ersten mal in der Menschheitsgeschichte macht man sich vom Alphakonzept unabhängig und das funktioniert auch? Also warum nicht step by step sich in diese Richtung bewegen und moderne Technologien mit einbeziehen, besonders ein effizientes Netzwerk könnte nützlich werden als Alternative zum globalisierten Wirtschafts- und Finanznetzwerk der Börsen. Ein Bedarfsnetzwerk wo man Mängel und Überschüsse im Blick hat, deren Verteilung effizient regeln kann. Im Falle der Zapatistas schaffen die das sogar über ein ausgeprägtes klassisches Funknetzwerk, also im kleinen Rahmen geht es sogar so :D


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interrobang
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 21:20
@cRAwler23

Bei uns hier überwiegt bei weitem der Individualismus. Du kannst im grunde machen was du willst solange du andere nicht einschränkst.


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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 21:55
@interrobang
Das wäre schön wenn dem so wäre, doch man wird mit gewissen "Abweichungen" von der "Norm" sehr schnell so genannten moralistischen Kollektivisten begegnen (meist recht konservative Menschen) und das erzeugt sehr schnell Meinungsverschiedenheiten, sei das sexueller oder geschlechtsidentitärer Natur, jemand mit gänzlich anderen gesellschaftlichen/politischen Ansichten (das muss nicht mal jemand aus einem ideologisch, extremen Lager sein), jemand der für eine Legalisierung von Drogen ist, jemand mit einer anderen Kultur und Herkunft.

Aber du hast recht in einem gewissen Rahmen kann hier jeder ohne anderen zu schaden alles machen was einem beliebt. Wären da nur nich die konservativen Moralisten die doch lieber ein kollektives, genormtes Volk sehen würden. Ich bin auch mehr ein Individualist doch es gibt auch einen liberalen Kollektivismus, dieser begreift sich durch Vielfalt an Persönlichkeiten, Fähigkeiten, Lebensphilosophien die doch in bestimmten Punkten an einem Strang ziehen können, dieses Verhalten zeigt sich leider aber nur in Ausnahmesituationen, z.B. bei der freiwilligen Hilfe bei Hochwasser wie in diesem Jahr, unterschiedlichste Menschen mit unterschiedlichsten Einstellungen haben gemeinsam geholfen und keiner wurde ausgegrenzt, im Gegenteil man hat wie ein buntes Kollektiv gewirkt und konnte schlimmeres verhindern, diese Art Kollektivismus begreife ich als eine positive Form von Gesellschaft oder wenn es um eine effektive Arbeitsteilung geht.

Es soll hier auch um die positiven Aspekte des Individualismus und Kollektivismus gehen oder eben um die Synthese aus beiden. ;)


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interrobang
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 21:58
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Das wäre schön wenn dem so wäre, doch man wird mit gewissen "Abweichungen" von der "Norm" sehr schnell so genannten moralistischen Kollektivisten begegnen (meist recht konservative Menschen) und das erzeugt sehr schnell Meinungsverschiedenheiten, sei das sexueller oder geschlechtsidentitärer Natur, jemand mit gänzlich anderen gesellschaftlichen/politischen Ansichten (das muss nicht mal jemand aus einem ideologisch, extremen Lager sein), jemand der für eine Legalisierung von Drogen ist, jemand mit einer anderen Kultur und Herkunft.
Jo, gibt es alles... und weiter? Euer ausenminister und der Bürgermeister von Berlin sind schwul und haben keine echten probleme. Die spinner die Drogen legalisieren wollen auch nicht. WO ist das problem?
cRAwler23 schrieb:Wären da nur nich die konservativen Moralisten die doch lieber ein kollektives, genormtes Volk sehen würden.
Jo und auch die dürfen leben und sagen was sie wollen. Schön blöd wen meinungsfreiheit auch für andere gilt was?


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collectivist
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 22:06
interrobang schrieb:Die spinner die Drogen legalisieren wollen auch nicht
Unter Individualismus verstehe ich auch das Recht auf uneingeschränkten Drogenkonsum! Alles andere ist konservative Bevormundung und steht dem Individualismus entgegen
Nein, das sind keine Spinner


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interrobang
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 22:08
@collectivist
Jo, kannst du ruhig. Und der nächste kann unter Individualismus verstehen das er kleine kinder ficken darf. Jedem das seine.


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collectivist
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 22:09
@interrobang
Totaler Schwachsinnsvergleich! Mit Drogenkonsum schade ich niemanden, außer mir selbst vielleicht


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interrobang
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 22:10
@collectivist
Jo, bis irgentwer in so ne HIV verseuchte Nadel tritt mit der sich ein Junkie seinen Schuss gegeben hat.


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collectivist
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 22:13
Es gibt spezielle Drogenräume, die von den Kommunen gestellt werden, wo sich Junkies außerhalb der Öffentlichkeit u.a. spritzen können. Das sollte sogar gesetzlich verpflichtend sein... in jeder Stadt


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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 22:15
interrobang schrieb:Jo, gibt es alles... und weiter? Euer ausenminister und der Bürgermeister von Berlin sind schwul und haben keine echten probleme. Die spinner die Drogen legalisieren wollen auch nicht. WO ist das problem?
Wenn du mal ganz genau schaust (sein es Kommentare oder bestimmte Äußerungen in der Öffentlichkeit gerade konservativer Menschen) hat der OB von Berlin als homosexueller gesetzlich natürlich keine Probleme und auch im Kreise gebildeter, weltoffener Menschen auch nicht, doch es gibt einige die solche Menschen in der Öffentlichkeit gern aufgrund ihrer Sexualität angreifen, das mag zwar abgenommen haben im Vergleich zu früher wo es weder gesetzlich legitim war noch von Menschen im Schnitt akzeptiert wurde, doch ich kenne nicht wenige die noch immer Probleme mit anderen in dieser Hinsicht haben, meist mit bildungsfernen oder mit extrem intoleranten Menschen.

"Die Spinner" die Drogen legalisieren wollen, genau mit der Aussage und Beleidigung "die Spinner" bestätigt sich das, du hast eine herablassende Art mit solchen Menschen umzugehen und damit äußert sich unterschwellig eine Intoleranz die von vielen Menschen häufig in ähnlicher Weise geäußert werden wie man einst gegenüber Menschen mit anderer Herkunft oder Sexualität oder Geschlechtsidentität gesprochen hat. Hast du dich (auch wenn es ein anderes Thema ist) mal mit den Beweggründen der Legalisierung bestimmter Drogen beschäftigt die der Prohibition unterliegen? Warum der Mensch auch da das Recht haben sollte eigenverantwortlich zu handeln?
interrobang schrieb:Jo und auch die dürfen leben und sagen was sie wollen. Schön blöd wen meinungsfreiheit auch für andere gilt was?
Habe nie was dagegen gesagt, jedoch sind das meist Menschen die anderen Menschen am liebsten gewisse Freiheiten nehmen wollen, sein es streng religiöse oder eben ideologisch indoktrinierte Menschen. Da ist die Frage der Verhältnismäßigkeit wichtig, in Russland kann man aktuell ja sehen welche Formen das annehmen kann, da werden Menschen aufgrund anderer sexueller Präferenzen ausgrenzt und als vogelfrei erklärt, nicht mal mehr gesetzlich geschützt sind! Ähnliches würde auch in der westlichen Welt passieren wenn man den ideologischen oder religiösen Kräften die nötige Macht gibt. Das ist wieder der ungesunde Kollektivismus den ich meinte!
interrobang schrieb:Jo, kannst du ruhig. Und der nächste kann unter Individualismus verstehen das er kleine kinder ficken darf. Jedem das seine.
Es geht um das liberale Denken und nicht das kranke Denken das du hier wieder auf eine Stufe mit Menschen setzt die keinem anderen schaden wollen! Es soll alles erlaubt sein das keinem anderen schadet oder dem Willen anderer widerspricht oder in einem Alter sind in dem sie noch nicht eigenverantwortlich handeln können!
interrobang schrieb:Jo, bis irgentwer in so ne HIV verseuchte Nadel tritt mit der sich ein Junkie seinen Schuss gegeben hat.
Es geht genau um diesen Punkt bei der Legalisierung! Das Menschen auch unter hygienischen, medizinischen Bedingungen bestimmte Drogen konsumieren können! Die Legalisierung fordert auch strenge Qualitäts- und Hygienekontrollen! Aber das ist ein eigenes Thema:

Diskussion: Eine Ideologie am Ende: Die globale Drogenprohibition

Ich bitte diese Debatte in diesem Thema fortzuführen! Btw. informiere dich erst mal bevor du so beleidigend über andere Menschen urteilst und sie als Spinner titulierst!


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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 22:25
collectivist schrieb:Totaler Schwachsinnsvergleich! Mit Drogenkonsum schade ich niemanden, außer mir selbst vielleicht
Genau das ist ein ganz wichtiger Punkt des Individualismus, das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit ab einem bestimmten Alter, alles was keinem anderen schadet sollte einem selbst erlaubt sein, wobei das Fehlen eines Verbotes von etwas auch den Reiz daran nehmen kann und einen abgesicherten Rahmen schaffen kann. Der Mensch sollte die Konsequenzen tragen können wenn er sich selbst geschadet haben sollte, doch er sollte die Möglichkeit haben ohne in die Kriminalität zu rutschen, denn ich betrachte das Verbot von etwas als das schädlichste Element welches dem Individualismus und der Selbstbestimmung schadet. Was jedoch gesetzlich strafbar sein sollte ist, wenn jemand gegen seinen Willen unter Drogen gesetzt werden sollte. So sollte das Prinzip sein. Es ist wie mit Extremsport der auch für einen schädlich sein kann, man sollte es wie dort auf eigene Gefahr machen können. Man sollte sich vorher damit beschäftigen, ich ausführlich informieren und vorbereiten bevor man solch Risiken eingeht und eben diese Art der Prävention und Sicherheit fehlen bei Prohibitionen gänzlich, da ist die Gefahr in einen destruktiven Sumpf abzurutschen extrem hoch.

Individualismus - Eigenverantwortlichkeit, Selbstbestimmung
Kollektivismus - gesellschaftlicher Konsens, gesellschaftliches Einvernehmen


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collectivist
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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 22:30
cRAwler23 schrieb:alles was keinem anderen schadet sollte einem selbst erlaubt sein, wobei das Fehlen eines Verbotes von etwas auch den Reiz daran nehmen kann und einen abgesicherten Rahmen schaffen kann. Der Mensch sollte die Konsequenzen tragen können wenn er sich selbst geschadet haben sollte, doch er sollte die Möglichkeit haben ohne in die Kriminalität zu rutschen, denn ich betrachte das Verbot von etwas als das schädlichste Element welches dem Individualismus und der Selbstbestimmung schadet.
Dem kann ich beipflichten, aber ich fürchte bei Konservativen stosst du auf taube Ohren! Wenn die etwas nicht mögen, dann haben es die anderen gefälligst auch nicht zu mögen. Das gleiche wiederum beim Thema Abtreibung...nur weil Konservative es abstossend finden, sollen Frauen nicht mehr abtreiben dürfen??
Konservative, zumindest die meisten, projizieren nur, Selbstreflexion ist den meisten von denen ein Fremdwort


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Kollektivismus und Individualismus

04.08.2013 um 23:27
collectivist schrieb:Dem kann ich beipflichten, aber ich fürchte bei Konservativen stosst du auf taube Ohren! Wenn die etwas nicht mögen, dann haben es die anderen gefälligst auch nicht zu mögen. Das gleiche wiederum beim Thema Abtreibung...nur weil Konservative es abstossend finden, sollen Frauen nicht mehr abtreiben dürfen??
Genau das ist eines der größten Probleme für die Entwicklung der Menschheit, ich meine man braucht zwar eine gewisse "zügelnde" Kraft, doch keine die die Lebensweisen anderer Menschen am liebsten gänzlich blockieren würden. Ich meine Gegenkräfte erzeugen eine gewisse Dynamik und Spannung die auch positives provozieren kann (wie Idealismus) leider wäre dies aber nicht nötig wenn man einander akzeptieren würde und dem Menschen eine Selbstbestimmung gewährt, erst dann können neue Perspektiven und völlig neue gesellschaftliche Entwicklungen entstehen, ich betrachte das als Teil der menschlichen Evolution. Bis zur heutigen Gesellschaft hat sich überwiegend nur technologisch etwas verändert und zumindest gesetzlich, jedoch gesellschaftlich hängt man fest und wird ausgebremst von regressiven Kräften die blockieren wo man nur blockieren kann, es sind konterrevolutionäre die schon immer Feinde des gesellschaftlichen Fortschritts waren.
collectivist schrieb:Konservative, zumindest die meisten, projizieren nur, Selbstreflexion ist den meisten von denen ein Fremdwort
So ist es und genau die fehlende Selbstreflexion und die damit gewonnenen Selbsterkenntnisse sind ein Mangel. Ich finde da dieses Video recht passend:

Die Ketten sprengen - Die Angst bezwingen



Passt auch perfekt zum Thema Kollektivismus und Individualismus, wobei ich im Bezug auf den Kommunismus etwas positiver zu sprechen bin und eine andere Sichtweise als in dem Video habe, aber sonst trifft es den Nagel auf den Kopf ;)


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interrobang
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Kollektivismus und Individualismus

05.08.2013 um 00:21
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Wenn du mal ganz genau schaust (sein es Kommentare oder bestimmte Äußerungen in der Öffentlichkeit gerade konservativer Menschen) hat der OB von Berlin als homosexueller gesetzlich natürlich keine Probleme und auch im Kreise gebildeter, weltoffener Menschen auch nicht, doch es gibt einige die solche Menschen in der Öffentlichkeit gern aufgrund ihrer Sexualität angreifen, das mag zwar abgenommen haben im Vergleich zu früher wo es weder gesetzlich legitim war noch von Menschen im Schnitt akzeptiert wurde, doch ich kenne nicht wenige die noch immer Probleme mit anderen in dieser Hinsicht haben, meist mit bildungsfernen oder mit extrem intoleranten Menschen.
Jo aber wen jemand konservativ sein will dan kannst du nichts daran ändern den dan ist das seine Individuele art.

@collectivist
collectivist schrieb:Es gibt spezielle Drogenräume, die von den Kommunen gestellt werden, wo sich Junkies außerhalb der Öffentlichkeit u.a. spritzen können. Das sollte sogar gesetzlich verpflichtend sein... in jeder Stadt
Klar. Und gratis Rasierklingen für selbstmörder und gratis kinderpornos für Pädophile....
Gesetzesbruch sollte nicht staatlich gefördert werden.


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collectivist
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Kollektivismus und Individualismus

05.08.2013 um 00:29
interrobang schrieb:Und gratis Rasierklingen für selbstmörder und gratis kinderpornos für Pädophile....
double-facepalm
Es hat einfach keinen Sinn...


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Kollektivismus und Individualismus

05.08.2013 um 00:32
interrobang schrieb:Jo aber wen jemand konservativ sein will dan kannst du nichts daran ändern den dan ist das seine Individuele art.
Wo hab ich geschrieben das der Mensch nicht auch dieses Recht haben sollte konservative Werte zu pflegen und "jo" wenn der Konservative Mensch nicht meine Individualität behindert dann soll er seine Lebensweise gern pflegen dürfen, doch bei Kindern fängt das Dilemma schon wieder an, was ist wenn dieser Mensche dann seine Lebensweise und Moralvorstellungen auf den Nachwuchs übertragen will durch eine entsprechende Erziehung? Wie denkst du darüber?
interrobang schrieb:Klar. Und gratis Rasierklingen für selbstmörder und gratis kinderpornos für Pädophile....
Gesetzesbruch sollte nicht staatlich gefördert werden.
Darum haben wir auch geschrieben alles was dem Menschen direkt schadet sollte man unterbinden! Doch Drogenkonsum ist nicht immer zwangsläufig schädlich wie man es so oft und gern propagiert und nur die Opfer von Heroin, Crack und Meth zeigt! Aber auch hier verweise ich auf den speziellen Themenbereich!

@collectivist
Ich mach mit:

facepalm1

Manche User sind an Engstirnigkeit und unsachlichen Vergleichen nicht mehr zu toppen :D


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interrobang
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05.08.2013 um 00:37
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:was ist wenn dieser Mensche dann seine Lebensweise und Moralvorstellungen auf den Nachwuchs übertragen will durch eine entsprechende Erziehung? Wie denkst du darüber?
Und? Was soll man da machen? Das macht jeder.
cRAwler23 schrieb:Darum haben wir auch geschrieben alles was dem Menschen direkt schadet sollte man unterbinden! Doch Drogenkonsum ist nicht immer zwangsläufig schädlich wie man es so oft und gern propagiert und nur die Opfer von Heroin, Crack und Meth zeigt! Aber auch hier verweise ich auf den speziellen Themenbereich!
Selbstmörder schaden auch nur sich selbst und leute die kinderpornos schaden auch keinen da sie nur Videos ansehen. Ist doch eure Argumentation.


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collectivist
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Kollektivismus und Individualismus

05.08.2013 um 00:43
@interrobang
Sag mal, was hast du gegen Drogen? Es wird immer Leute geben, die welche konsumieren, der Drogenkonsum lässt sich auch mit der repressivsten ultrakonservativen Politik nicht eindämmen.
Die Leute haben schon in der Antike Drogen genommen und sie werden das auch in 1000 Jahren tun...basta!


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Kollektivismus und Individualismus

05.08.2013 um 00:47
interrobang schrieb:Und? Was soll man da machen? Das macht jeder.
Eben NICHT! Zum Glück gibt es auch verständnisvolle Eltern die ihren Kindern Freiräume für die Entwicklung lassen und nicht gezielt in eine bestimmte Richtung drängen! Erziehung bedeutet dem Kind Verantwortung für die eigenen Taten bewusst zu machen! Das ist etwas das konservative meiden und Kinder lieber bestrafen für ihre Fehler, ihnen aber nicht bewusst machen können was sie falsch gemacht haben!
interrobang schrieb:Selbstmörder schaden auch nur sich selbst und leute die kinderpornos schaden auch keinen da sie nur Videos ansehen. Ist doch eure Argumentation.
Selbstmörder haben für sich den Entschluss gefasst ihr Leben zu beenden aus den unterschiedlichsten Gründen. Wie soll man da etwas gesetzlich regeln? Was für ein Schwachsinn! Wenn sich jemand umbringen will dann macht die Person das egal mit welchen Mitteln! Es ist traurig das unsere Gesellschaft Menschen zu solch Verzweiflung drängen kann, das ist der Punkt an dem man ansetzen muss! Wenn es um Kinderpornos geht ist es immer eine Teilhabe an der Schädigung von Kindern, man ist indirekt Mitschuld an solchen Taten! Ohne Zuschauer keine Videos dieser Art! Dein Vergleich hinkt auf allen Ebenen! Wenn es danach ginge warum ist Alkohol dann legal wenn dieser flächendeckend weit mehr Schäden anrichtet als z.B. Cannabis? (aber das möchte ich bitte im Thema dasich hier verlinkt haben)

Du bist mehr als Offtopic und beleidigend und nutzt unsachliche Vergleiche die fern dieses Themas sind! Selbstbestimmung ist auch mit Eigenverantwortung verbunden, das einige Menschen dazu nicht in der Lage sind lässt sich nicht vermeiden und auch nicht erzwingen!
collectivist schrieb:Sag mal, was hast du gegen Drogen? Es wird immer Leute geben, die welche konsumieren, der Drogenkonsum lässt sich auch mit der repressivsten ultrakonservativen Politik nicht eindämmen.
Die Leute haben schon in der Antike Drogen genommen und sie werden das auch in 1000 Jahren tun...basta!
100%ige Zustimmung!


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interrobang
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Kollektivismus und Individualismus

05.08.2013 um 00:50
@collectivist
collectivist schrieb:Sag mal, was hast du gegen Drogen? Es wird immer Leute geben, die welche konsumieren, der Drogenkonsum lässt sich auch mit der repressivsten ultrakonservativen Politik nicht eindämmen.
Die Leute haben schon in der Antike Drogen genommen und sie werden das auch in 1000 Jahren tun...basta!
Is bei Mord dasselbe. Und weiter?
cRAwler23 schrieb:Eben NICHT! Zum Glück gibt es auch verständnisvolle Eltern die ihren Kindern Freiräume für die Entwicklung lassen und nicht gezielt in eine bestimmte Richtung drängen! Erziehung bedeutet dem Kind Verantwortung für die eigenen Taten bewusst zu machen! Das ist etwas das konservative meiden und Kinder lieber bestrafen für ihre Fehler, ihnen aber nicht bewusst machen können was sie falsch gemacht haben!
äh ja da bleibt nur zu sagen: looool :D
cRAwler23 schrieb:Selbstbestimmung ist auch mit Eigenverantwortung verbunden
Jemand der sich Heroin spritzt hat keine Eigenverantwortung mehr.


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