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Wann erwarten wir den Crash des Dollars - und was kommt danach?

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Adamkadmon
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Wann erwarten wir den Crash des Dollars - und was kommt danach?

19.11.2010 um 15:06
Ein paar Empfehlungen und Ratschläge:

Was kommt als naechstes:

1. Katastrophen

Haben wir in diesem Jahr mit Jahrhundertrekorden.

2. Finanz-Crash.

Zerfall des Dollars weltweit, verursacht durch schlechte Wirtschaftszahlen, steigende Arbeitlosenzahl, Hunderte von Milliarden undeklariert herausgegebenen Dollarnoten die nicht einmal das Papier wert sind.

Andere Waehrungen, welche mit dem Dollar verknuepft sind, werden ebenfalls mit in den Strudel gezogen.

Ein Signal ist auch der unvermindert und diskret verlaufende Goldkauf der Zentralbanken. Das Gold wird mit Dollars bezahlt. Man versucht also die Dollarbestaende still und heimlich abzubauen.

Waehrungen die bei der Krise noch gut wegkommen werden, wird der Schweizerfranken in Europa und asiatische Werte mit dem Spitzenreiter China sein.

Geldanlagen also in Gold nach wie vor Nr. 1 und Rohstoffe und hier vor allem in solche, welche die verarbeitende Industrie fuer ihre Produktionsprozesse von umweltgerechten Produkten benoetigt.

Energie ist grundaetzlich in die weite Zukunft ein grosser Wachstumsmarkt und allgemein duerften die Aktien wertbestaendig bleiben.

Ebenfall duerften Nahrungsmittelwerte mit Ausnahme von Grundnahrungsmittel und die Pharmaindustrie unter Vorbehalt, den ich spaeter erkläre, gut im Rennen liegen.

Kohle und Gas werden neu emissionsverursachend und im Speziellen CO2 freisetzend, neu berechnet. Dabei wirdder Atomstrom durch die ungelöste und teure Endlagerung und die Kosten, welche man heute auf die nachfolgenden Generationen abschiebt, um einen relativ günstigen Strompreis unter Weglasung der Endlagerkosten der ausgebrannten Brennstäbe zu erzielen, zum teuersten Strom. Zuammenfassend sei also gesagt, dass von Anlagen in diesem Segment abzuraten ist.

Investitionen in Aktien von Betrieben, welche Biotreibstoffe aus nach-wachsenden Pflanzen und Holz, welche jedoch genauo CO2 freisetzen und lediglich die Abhängigkeit vom Erdöl reduzieren koennen, sind grundsätzlich empfohlen.

Aktien und alle anderen Papiere werden aber grundsätzlich, wie auch alle bisher relevanten Landeswaehrungen, so auch der Schweizerfranken, in Zukunft neu bewertet werden in Relation zur neuen Weltwaehrung , welche auf dem Basiswert des gesamten weltweiten Bruttosozialproduktes basiert und die totale Geldmenge für jedes Land bestimmt. Da weltweit dann die gleichen Bewertungsgrundsätze gelten, hören Kurspekulationen, Währungmanipulationen, undeklarierter Druck einer grösseren und ungedeckten Geldmenge und andere spekulative Eingriffe auf.

Die neue Währung wird jedoch nicht durch Goldreserven, sondern durch die Ertragskraft der Volkswirtschaften festgestellt und nach einem Schlüssel die jeweilige Geldmenge berechnet werden.

Goldanlagen sind nicht unproblematisch da Gold schlecht an den Markt zu bringen ist und aus diesem Grund zwischen An- und Verkauf eine grosse Handelsspanne kalkuliert ist. Das Gold wird weiter jedoch weiter ungebremst steigen aber bei Bekanntgabe, dass es eine neue Weltwaehrung geben gibt, massiv an Wert verlieren und wieder zu normalen Bewertungen die durch Angebot und Nachfrage geregelt wird, zurueckfinden.

Vor Bekanntgabe der neuren Weltwaehrung, bei der uebrigens auch die die Schweiz gegen anfängliche grosse Widerstaende, mitmachen wird, muss also das Gold, um die enorme und noch zu erwartende Wertsteigerung mitnehmen zu koennen, moeglichst in eine der stabileren Waehrungen, also zum Beispiel der Schweizerfranken noch in der Zeit des Wertzuwachses, verkauft werden. Ebenfalls ist zu empfehlen, sich durch Tausch des Goldbestandes in andere Realwerte oder Rohstoffe rechtzeitig zu trennen.

Man sollte sich also vom Gold noch waehrend den Kurssteigerungen, lieber etwas zu frueh als zu spaet, trennen.

Es empfiehlt sich zum Beispiel Rohstoffe inklusive Erdoel und Grundnahrungsmittel, jedoch keine Staatsanleihen, Wertpapiere in Immobilien, und Versicherungen, so auch keine Aktien der verarbeitenden Industrie zu kaufen da hier die Neubewertung zur neuen Weltwaehrung mit relativ geringen Abschlaegen von mir prognostiziert wird.

Andere Aktien, Versicherungswerte und aehnliche Wertpapiere werden zum Neustart neu nach ihrem individuellen und der Ertragskraft des Landes in welchem sich die Produktionsanlagen befinden, nach einem länderspezifischen Schlüssel, nach dem jeweiligen inneren Wert neu und in der neuen Währung bewertet werden. Da die Aktiengesellschaften in verchiedenen Ländern domiziliert sind und arbeiten, werden also die Wirtschaftszahlen dieses Landes mit in die Berechnungen einfliessen, was Folgerichtig eine realistische Wertermittlung in der neuen Weltwährung ermöglichen wird.

Da die Aktien in der Regel überbewertet gehandelt werden, werden sie also an Realwert zur neuen Weltwaehrung verlieren, weshalb grundsätzlich nicht in Aktien für die Uebergangsphase ohne Wertverluste investiert werden soll.

Bei der Berechnung der einzelnen Landes-Währungen zum neuen Wert in der Weltwährung wird individuell und wertneutral vorgenommen werden und nicht so, wie das bei der Wiedervereinigung in Deutschland abgelaufen ist, bei der man die nahezu wertlose Ostmark ein zu eins gegen die DM getauscht hat und ein volkswirtschaftlicher beträchtlicher Schaden durch Scheinverkäufe von nicht mehr augelieferten und nicht mehr produzierten Produkten durch fingierte Lieferscheine mit einem Schaden von allein in diesem Segment von mindestens
30 Milliarden DM entstanden ist und die man, wie alle alten und neuen Staatsverschuldungen den künftigen Generationen aufbürdet mit einem Zahlungsversprechen zum Nimmerleinstag.
Vorgenommen werden

Einführung der DM im Ost
sondern die tatsächliche Ertragskraft jedes einzelnen Landes wird berechnet. So wird auch eine Neuberechnung des Wertes von Aktien und anderen Wertpapieren stattfinden und es werden umfangreiche Neubewertungen die Folge sein.

Grundsaetzlich moechte ich sagen, dass alle Werte, so auch die alt und neu im Trend liegenden und heute mit Zukunftsperspektiven versehenen Aktien neu zur Weltwaehrung berechnet werden und in der Regel alle anfänglich an Wert verlieren werden da einmal der innere Wert der Aktiengesellschaft und andere Daten, wie infratrukturelle betriebsbezogene Daten, Umweltverträglichkeit, Soziale Einrichtungen, Emissionsbelastungen und mehr sowie die Wirtschaftszahlen des Produzentenlandes, welche durch das Bruttoinlandprodukt, in einem Schlüssel berechnet werden.
Alle diese Zahlen, werden sich dann realitisch wertsteigernd oder wertmindernd auf die Wertberechnung der einzelnen Landeswährungen auswirken.


Die neue Waehrung wird sich am Bruttoinlandsprodukt aller Länder orientieren und ueber einen Schluessel und unter Berücksichtigung der Wirtschaftszahlen des bestimmten Landes auch die jeweilige Geldmenge fuer jede Land bestimmen.

So sollte auch in der Zeit der Neuberechnungen in Aktien von Grundnahrungsmitel herstellenden Erzeugungsbetrieben vorläufig ohne absehbare Wertberichtigungen nicht investiert werden. Bedenken Sie, dass in die Real-Wertermittlung der Aktien und alle in einer einzigen Währung berechneten Realwerte der Aktien korrigierende wertvermehrende oder wertmindernde Zahlen über Infrastruktur, Umweltverträglichkeit, zum Beispiel Einsatz von Düngemitteln, Genbehandelndes Saatgut und anderer produktionssteigernder Chemikalien berechnet und bewertet. So werden auch Zahlen über die Ueberbewirtschaftung die Hand in Hand mit vermehrtem Einsatz von Düngemitteln und der damit verbundenen Umweltbelastung, ertragssteigerndem Einsatz von Genprodukten der Emmissionen und andere relevanten Zahlen in die Berechnungen einfliessen.

Die Grundnahrungsmittel, welche weltweit allen Menschen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen sollen, müssen billigst auf den Markt kommen und alle Menschen ernähren können. Dies ist jetzt im Moment leider noch nicht der Fall....

Grundnahrungsmittel sollte man auch nicht durch Warentermingeschäfte, Kursmanipulationen, durch virtuelle Verknappung des Marktes zur Erzielung von grossen Gewinnen, gewissenlos und durch Profitsucht unverhältnismässig verteuern. .

Diese Neuberechnung des inneren Wertes der Aktien und von Wertpapieren ermöglicht weltweit einen Neustart zu gleichen Bedingungen und zertifiziert festgestelle Wertermittlungen, welche nach dem gleichen Berechnungsschema weltweit ermittelt werden.

Eine ähnliche Neubewertung wird auch für Immobilien stattfinden,

Diese Neubewertung wird nach einem überprüfbaren und weltweit gleichen und bekanntem Schema, welches alle relevanten Daten erfasst und Berechnungsgrundlage bildet, Transparenz und Vertrauen schaffen, Spekulanten, das Leben verunmöglichen oder zumindest schwerer machen und Luftgeschäfte und Betrügereien mit faulen Papieren verhindern oder zumindet wesentlich einschränken.


Spekulanten und Betrügern, welche mit überbewerteten Wertpapieren gehandelt haben und immer noch weiter handeln, so als ob überhaupt nichts passiert ist, wird dies einen Riegel schieben und aus jeder Aktie ein zertifiziertes Wertpapier mit garantiertem und belegtem Nennwert der Aktien schaffen und neue Märkte weltweit erschliessen.

Es wird zu Sicherheit und Berechenbarkeit weltweit führen und bisher aus Gründen der verschiedenten Wertfeststellungen unter Berücksichtigung auch von infrastrukturellen und anderen relevanten Daten noch nicht erschlossene weltweite neue Märkte für Investoren öffnen..

Geldanlagen in Diamanten und Edelsteinen sind abzulehnen da bei allen und zwar ausnahmslos die Preise am gruenen Tisch oder bei Kartellen kuenstlich fuer den Weltmarkt bestimmt werden. So werden auch Ueberproduktionen vom Markt genommen, so dass der Preis kuenstlich auf einem gewuenschten Niveau gehalten wird.

Sollte man doch in Aktien investieren, was ich nicht empfehle, so sollte man darauf achten, solche zu kaufen, welche in ihren Produktionsstätten die neuen Vorgaben des Klimaschutzes erfuellen, nicht aber in solche Papiere deren Produkte lediglich die Abhaengigkeit zum Erdoel verringert aber nicht CO2 frei sind.

Sollte man sich allein von hohen Gewinnen der Unternehmen leiten lassen und sich zum Beispiel für Pharmawerte mit Produkten mit Tausenden von Prozent Aufschlaegen interessieren, welche in der Regel für Pharmaindustrien, Chemiegiganten und andere Marktbeherrscher in anderen Branchen mit relativ wenigen Produkten basikostendeckend und hochgradig Gewinnproduzierend sind, interessieren, so sollte man nicht vergessen, dass auch Uebervorteilen, also hemmungslose Ausnutzung eines Patentrechtes, speziellen Produktionsmethoden etc. und anderer Monopolstellungen ein Verstoss gegen die 10 Gebote Gottes und das 7. Gebot „Du sollst nicht stehlen“ darstellt.

In solche Werte sollte man also erst nach Rückfragen und risikoverringernden Daten, nicht investieren.t werden da solche Kalkulationen und Missbrauch von Marktbeherrschern in bestimmten Segmenten gegen die 10 Gebote Gottes verstossen.

Also noch einmal deutlich - Weg von Aktien jeder Art, weg von Staatsanleihen, Versicherungspapieren und Immobilienwerten. Hin zu Edelmetallen und hier mit deutlicher Praeferenz Gold und Edelmetalle und andere Metalle sofern diese fuer die Produktion von wichtigen Industrieguetern und die Informatikindustrie laufend benoetigt werden und hin zu Rohstoffen und Nahrungsmitteln.

Keine Investitionen in Warentermingeschaefte von Grundnahrungsmitteln da hier wieder manipuliert wird und ebenfalls nicht in Aktien von rohstoffproduzierenden oder foerdernden Industrien, welche ueberdurchschnittlich hohe Aufschlaege ihrer marktbeherrschen Produkte die gegen die 10 Gebote Gottes verstossen.


R. Guenther


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Adamkadmon
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Wann erwarten wir den Crash des Dollars - und was kommt danach?

19.11.2010 um 15:11
13. Oktober 2010


Die vier Währungen "Yuan" (China), "Yen" (Japan), "Dollar" (USA) und "Euro" (Euro-Zone)
10. Oktober 2010.

Es waren dramatische Worte, aber der Situation waren sie angemessen. Die Welt befinde sich in einem Währungskrieg, sagte der brasilianische Finanzminister - und nutzte das gleich als Argument, um zurückzuschlagen.

In diesem Währungskrieg gibt es nur wenige Allianzen, jeder kämpft gegen jeden. Geschossen wird nicht mit Panzern und Pistolen, sondern mit Steuern, Zöllen und Wechselkursen. Der brasilianische Finanzminister erhebt künftig eine höhere Steuer auf Börsengeschäfte, um ausländische Sparer aus seinem Land fernzuhalten. Die japanische Notenbank senkt ihren Zins von "so gut wie nichts" (0,1 Prozent) auf "gar nichts" (0 bis 0,1 Prozent), weil sie mit dem Wechselkurs ihrer Währung nicht zufrieden ist. Indien und Thailand haben angekündigt, sich gegen die Aufwertung ihrer Währung zu stemmen. Selbst die Bundeskanzlerin äußert sich ausnahmsweise zu Wechselkursfragen und lässt ihren Sprecher die Dollar-Schwäche kritisieren. Das sind erste Scharmützel, und wenn es schlecht ausgeht, könnte die Weltwirtschaft in eine neue tiefe Krise stürzen.

Deshalb überbieten sich derzeit die Experten mit Warnungen. "Ganz offensichtlich verbreitet sich die Idee, Währungen als politische Waffe einzusetzen", sagte der Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, vergangene Woche. "Wenn daraus Taten folgen, wäre so eine Idee ein gravierendes Risiko für die globale Erholung." Strauss-Kahn hatte am Wochenende die Finanzminister und Notenbankchefs der Welt zu Gast in Washington - und alle Welt hoffte, dass der Streit dort beigelegt wird. Doch so kam es nicht (siehe IWF findet keine Lösung für Währungsstreit)

Die chinesischen Währungsreserven sind die größten der Welt
Alles begann mit dem Aufstieg Chinas vom kommunistischen Entwicklungsland zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Wenn ein Land reicher wird und immer mehr Ware an andere Länder liefert, dann wird normalerweise auch seine Währung gefragter und stärker. Die Waren dieses Landes werden im Ausland etwas teurer und sind dann nicht mehr ganz so extrem nachgefragt, das Wachstum lässt etwas nach, dafür können sich die Landsleute dort mehr Dinge aus dem Ausland kaufen.

Das Problem daran: Manchmal wird die Währung zu schnell zu teuer. So ging es Japan schon einmal. In den achtziger Jahren hatten alle westlichen Konkurrenten Angst vor den Autobauern und Elektronikkonzernen aus Fernost. Dann stürzte das Land 1990 in eine Krise, von der es sich nie richtig erholt hat.

Davor hat die chinesische Regierung Angst. Das enorme Wirtschaftswachstum hilft, das chinesische Volk zufrieden zu halten und die eigene Herrschaft zu stabilisieren. Deshalb kontrolliert sie den Kurs ihrer Währung, des Yuan, fast manisch: Der Kurs darf sich nicht frei entwickeln wie der anderer Währungen, sondern er ist seit 2008 wieder fest an andere Währungen gekoppelt - vor allem an den Dollar. Und zwar auf einem Niveau, das außerhalb Chinas niemand mehr für angemessen hält. Vergleicht man beispielsweise die Warenpreise in den beiden Ländern, müsste der Yuan mindestens doppelt so stark werden, damit sich das Verhältnis ausgleicht.

Von diesem Kurs profitiert China, weil seine Güter auf dem Weltmarkt billig sind. Täglich strömen 700 Millionen Dollar nach China, die die chinesische Regierung zu ihren Währungsreserven legt, anstatt den Yuan aufwerten zu lassen. Auf diese Weise sind die chinesischen Währungsreserven heute schon die größten der Welt. 75 Prozent davon sind in Dollar angelegt, schätzen Experten. Zwar fehlen diese Dollars den chinesischen Bürgern, die sie jetzt nicht ausgeben können - der Hedgefonds-Manager George Soros sagt über diese Politik: "Das wirkt wie eine Steuer, aber es geht viel einfacherer." Doch dafür wächst die Wirtschaft, und es entstehen immer neue Arbeitsplätze.

In Chinas Fabriken laufen oft Maschinen aus Deutschland
Auch Deutschland profitiert von Chinas Stärke, weil China seinerseits seine Fabriken oft mit Maschinen aus Deutschland ausstattet. Für die anderen Länder wird der Wechselkurs allerdings zum Problem. Ihnen fällt es schwer, mit den niedrigen Preisen der Chinesen zu konkurrieren - das gilt vor allem für amerikanische Firmen. Amerikanische Konsumenten wiederum profitieren von den niedrigen Preisen; sie können chinesische Waren extrem günstig einkaufen, was vor allem arme Amerikaner gerne nutzen, wie Studien gezeigt haben. Doch die Arbeitslosigkeit in Amerika ist inzwischen hoch.

Nun geht es den Vereinigten Staaten mit vielen Ländern so, dass sie mehr importieren, als ihrerseits zu verkaufen. Doch gegenüber anderen Ländern hat sich dieses Ungleichgewicht nach der Finanzkrise verringert. Nur gegenüber China nicht.

Es sind aber nicht nur die Vereinigten Staaten, die ein Problem mit Chinas Wechselkurs haben. Auch viele europäische Länder kommen nicht gegen die chinesischen Preise an und viele andere Schwellenländer erst recht nicht. "Chinas Währungspolitik unterhöhlt die Wettbewerbsfähigkeit von Afrika und anderen armen Regionen", stellte der angesehene Harvard-Entwicklungsökonom Dani Rodrik im September fest. Und ergänzte: "Die Entwicklungsländer hält wenig davon ab, dem chinesischen Modell zu folgen."

Es ist, als hätten die anderen nur darauf gewartet. Thailand und Indien haben jetzt angekündigt, Dollar vom Markt zu kaufen, um die eigene Währung künstlich schwach zu halten. Brasilien hat das vergangene Woche bereits getan - mit lauten Beschwerden über die Politik der Industriestaaten, die in der Finanzkrise Geld druckten, um die Wirtschaft anzukurbeln, und so ihre Währungen schwächten. Der Streit ist heftig. China redet von Aufwertung - doch es passiert nichts.

Doch für die Finanzminister der Welt ist es schwierig, eine neue Lösung zu finden. China kündigt zwar seit Monaten an, die eigene Währung demnächst aufwerten zu lassen - geschehen ist allerdings noch nichts. Und alle Alternativen zu einer chinesischen Aufwertung haben ihre eigenen Haken.

Im amerikanischen Kongress beispielsweise ist gerade ein Gesetz unterwegs, um Zölle auf alle Importe aus China zu erheben - mit der Idee: Wenn China seine Produkte künstlich verbilligt, macht Amerika sie wieder künstlich teurer. Allerdings ist höchst fraglich, ob das den Regeln der Welthandelsorganisation entspricht. Sollte Amerika diese Zölle tatsächlich erheben, provoziert das Gegenwehr. Dann würde aus den Währungsscharmützeln ein handfester Handelskrieg, wodurch der internationale Austausch der Waren immer teurer würde. Das würde sowohl den Konsumenten als auch den Exportfirmen in allen Ländern schaden.

Andere Experten diskutieren darüber, grundsätzlich wieder feste Wechselkurse einzuführen. Das gab es früher schon, zum Beispiel nach dem Zweiten Weltkrieg, als sich die Welt im amerikanischen Örtchen Bretton Woods auf ein System fester Wechselkurse mit dem Dollar als Leitwährung einigte. Aber ob die Staaten sich auf tatsächliche Wechselkurse festlegen könnten, ist fraglich. Zudem sind feste Wechselkurse oft nicht stabil. Zwar unterliegen sie nicht den enormen Schwankungen, die freie Wechselkurse haben können. Doch in vielen Systemen fester Kurse zeigte sich bald: Sie sind nicht flexibel genug, um Ländern mit unterschiedlichem Wachstumstempo gleichzeitig gerecht zu werden. Warum, das sieht man am Beispiel von China und den Vereinigten Staaten, deren Wechselkurs gerade ja fixiert ist.

Und diese Situation kann auch nicht bleiben, wie sie ist. Sie treibt Amerika noch tiefer in die Krise. Experten gehen zwar davon aus, dass die hohe Nachfrage nach chinesischen Gütern und der schnelle Zuwachs an Arbeitsplätzen auch irgendwann die chinesischen Löhne und die dortige Inflation treibt, so dass die Preise sich auch ohne Wechselkursbewegung aneinander anpassen. Doch der Weg dahin ist lang und schmerzhaft - vor allem, weil im Gegenzug die Löhne und Preise in Amerika sinken werden, wie der Wirtschaftsforscher Willem Thorbecke von der Asiatischen Entwicklungsbank betont. Wird aus diesem Druck eine echte Welle von Preis- und Lohnsenkungen, "Deflation" genannt, wäre das für Amerika verheerend. In solch einer Situation gehen viele Arbeitsplätze verloren, und die Wirtschaftspolitik kann kaum etwas dagegen tun.
Chinas Reserven bestehen mutmaßlich aus amerikanischen Staatsanleihen
Das wäre umso gefährlicher, als Amerika bereits hoch verschuldet ist. Jeder Dollar, den die Chinesen als Währungsreserve halten, ist quasi ein Kredit, den Amerika eines Tages zurückzahlen muss. Das meiste Vermögen besteht mutmaßlich aus amerikanischen Staatsanleihen. Damit kann China Amerika in die Krise drücken, wenn es die verkauft und Amerika keine neuen Gläubiger für diese riesige Menge an Papieren findet. Doch selbst wenn China ruhig bleibt, ist die Gefahr enorm. Der ehemalige IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff hat in einer großen historischen Untersuchung von Finanzkrisen aus 700 Jahren gerade erst gezeigt, dass Schulden die wichtigste Ursache für Finanzkrisen sind. Irgendwann kommen die Schuldner nämlich an den Punkt, an dem sie nicht zurückzahlen können - und wenn Amerika pleiteginge, würde das die Weltwirtschaft in eine neue, tiefe Krise stürzen.

Tatsächlich scheint nur eine Hoffnung zu bleiben: dass China bald seine Währung aufwerten lässt. Landeskenner wie der in China lehrende Professor Horst Löchel hoffen, die Führung tue das bald von selbst (siehe Interview). Es wäre die einfachste Lösung. Der Weltwährungsfrieden hängt jetzt von der chinesischen Regierung ab.
Text: F.A.S.

Die amerikanische Notenbank ist über den weiteren geldpolitischen Kurs zerstritten. Der internationale Bankenverband warnt indes vor einem Absturz des Dollar-Kurses, falls die Fed ihre Geldpolitik weiter lockert.

Ralf Guenther


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