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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

45.880 Beiträge, Schlüsselwörter: Evolution, Schöpfung, Biologie, Entstehung, Lebewesen, Darwin, Arten
libertarian
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 19:28
Grüß dich @oneisenough

Dann gibt es auf die Frage, woher wir kommen, auch überhaupt keine Antwort? Ich meine doch zumindest, dass wir gewisse Entwicklungen feststellen können. Geht es dir denn nur darum, ob es einen Anfang gab und eine "Ursuppe" oder aber darum, dass tatsächlich gar nichts an der heutigen Theorie über Evolution stimmt? Dann auch nicht, dass etwa das Hautbild sich dem Klima anpasst?


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 19:29
@oneisenough
oneisenough schrieb:Du weißt, dass ich dich schätze! Aber in diesem Fall, sorry, hier ist kein Platz für Alternativen erlaubt.
Das Thema lautet: "Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution"

Alternativen haben keine Privilegien. Warum und wozu? Wenn es doch nur darum geht, dass sich die eine oder andere Philosophie besser für wen auch anfühlt?

Ich meine, wenn Menschen behaupten es sei alles nur ein Konstrukt unserer Vorstellung und also Glaube, dann ist sehr wahrscheinlich nur diese Behauptung ein Konstrukt der Vorstellung und somit ein Glaube. Über was und warum sollte man dann noch mit solchen Leuten diskutieren?


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 19:32
@oneisenough
oneisenough schrieb:Jedes Mitglieder einer der beiden Denkweisen wird seine Beweise finden, die ihn zufriedenstellen.
Ja.
Aber vielleicht haben manche Denkweisen mehr Belege dafür dass sie funktionieren als dass die Leute zufrieden damit sind...

Immer daran denken
Wenn wir vor der Frage stehen "wie komme ich nach Amerika?"
Dann enstcheidet sich wohl jeder von uns für ein Flugzeug.. vielleicht auch ein Schiff

Und nicht für "Ich bete das Gott mich nach Amerika versetzt"
oder "ich erschaffe mit meiner Wahrnehmung die Wirklichkeit also versuche ich die Welt mal so wahrzunehmen dass ich Amerika bin."

Die zur wissenschaft alternativen Denkweisen versagen in der Praxis so radikal dass selbst die Wissenschaftsfeinde die wissenschaftlich entwickelten Hilfsmittel benutzen

So selbstverständlich dass sie dazu neigen zu vergessen dass sie es tun


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 19:35
schrägDenker schrieb:Der Mensch ist das bestangepassteste Raubtier auf dem Planeten, @cRAwler23.

Denn er ist das einzigste Raubtier welches sich seine Beute auch noch nach seinem ganz persönlichen Geschmack aussuchen kann und ohne dabei das geringste Risiko einzugehen.

Der Mensch entscheidet immer zu seinem Vorteil. Also trifft der Mensch seine Entscheidungen gar nicht selber, sondern es ist immer der Vorteil der für ihn entscheidet.
In diesem Punkt widerspreche ich allerdings! Der Mensch ist sehr schlecht an seine Umgebung angepasst! Ohne seine Fähigkeit Dinge seinen Umständen anpassen zu können (Landwirtschaft, Werkzeuge, Maschinen usw.) würde er noch immer mit dem Überleben zu kämpfen haben. Der Mensch passt in so ziemlich keinen Lebensraum mehr, er passt ihn immer mehr an sich an! Das ist ein großer Unterschied! Wir sind eine neue Form der Evolution, alle Tiere passen sich möglichst sehr spezialisiert an ihre Umgebung an, der Mensch tut dies jedoch nicht mehr, sonst hätten wir auch noch Fell statt Klamotten ;)

Du musst es anders formulieren, der Mensch ist so schlecht an seine Umgebung angepasst das er diese immer mehr zu seinen Gunsten versucht zu transformieren. Leider jedoch zu Ungunsten der Biosphäre. Erst wenn der Mensch es schafft unabhängig von seiner Biosphäre zu existieren, erst dann wäre er ein Meister seines Fachs, er würde gänzlich neue Lebensräume erschließen können, etwas was kein Tier vorher konnte. Jedenfalls denke ich so darüber, außerdem ist der Mensch auch kein ausschließliches Raubtier, sondern ein viel mehr passiver Allesfresser. Wenn auch ein sehr gefährlicher...


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 19:39
@oneisenough
Es geht gar nicht darum in einer Diskussion jemanden zufrieden zu stellen. Es geht darum Meinungen auszutauschen, ohne dass dann gleich jeder mit der Meinung des anderen heimgeht.

Diskussionen sind Übungen, Wettbewerbe, Platzhirschrangeleien und noch vieles andere. Es macht Spaß, wenn der Gegenüber nur noch als einziges das Argumentum ad Hominem übrig hat.

Diekussionen sind sportliche Veranstaltungen. :D


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oneisenough
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 19:51
@schrägDenker
schrägDenker schrieb:Ich meine, wenn Menschen behaupten es sei alles nur ein Konstrukt unserer Vorstellung und also Glaube, dann ist sehr wahrscheinlich nur diese Behauptung ein Konstrukt der Vorstellung und somit ein Glaube.
Ja, das sehe ich auch so. Einen Menschen, der behauptet, alles sei nur Vorstellung, den könnte selbst ich nicht ernst nehmen. Ich werde jedenfalls nicht satt, in dem ich die Speisen mir nur vorstelle, oder mir nur vorstelle etwas zu essen.
schrägDenker schrieb:Über was und warum sollte man dann noch mit solchen Leuten diskutieren?
Man könnte versuchen, ihm den Unterschied zwischen einem Glauben und einer Sinneswahrnehmung zu erklären.


@libertarian
libertarian schrieb:Dann gibt es auf die Frage, woher wir kommen, auch überhaupt keine Antwort?
Stimmt.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 19:52
@libertarian
cRAwler23 schrieb:In diesem Punkt widerspreche ich allerdings! Der Mensch ist sehr schlecht an seine Umgebung angepasst! Ohne seine Fähigkeit Dinge seinen Umständen anpassen zu können (Landwirtschaft, Werkzeuge, Maschinen usw.) würde er noch immer mit dem Überleben zu kämpfen haben.
Des Menschen Überlebensvorteil war immer seine besondere Fähigkeit den Geräuschen seines Kehhlkopfes und gesamten Sprechapparates komplexe Sinnbedeutungen zuzuweisen und damit innerhalb seines Rudels sehr genau die Absichten, Gefühle, Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen. Und sogar Generations-übergreifend, so dass nicht jeder Mensch erst durch imitieren die gleichen Überlebenstechniken erlernen muss.

Regenwürmer sind noch viel schlechter an die Umgebung angepasst, so dass es schon bei einem mittleren Gewitter zu einem verheerenden Massensterben kommt.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 19:59
@oneisenough
oneisenough schrieb:Man könnte versuchen, ihm den Unterschied zwischen einem Glauben und einer Sinneswahrnehmung zu erklären
Damit machst du dir keine Freunde.


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oneisenough
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 19:59
@JPhys2
JPhys2 schrieb:Aber vielleicht haben manche Denkweisen mehr Belege dafür dass sie funktionieren als dass die Leute zufrieden damit sind...
Meine Erfahrung hierzu ist:

Mehr ist nicht in jedem Fall besser. Oft genug ist es nur Mehr.


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oneisenough
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 20:09
@schrägDenker
schrägDenker schrieb:Damit machst du dir keine Freunde.
Ich kann mir überhaupt keine Freunde machen. Das müssen sie schon selbst tun.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 20:11
@oneisenough
oneisenough schrieb:Mehr ist nicht in jedem Fall besser. Oft genug ist es nur Mehr
das ist schon richtig
Aber im Fall der Wissenschaft sind es die Belege die die anderen denkweisen nicht haben die eben die besseren Belege für die Wissenschaft sind.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 20:12
schrägDenker schrieb:Regenwürmer sind noch viel schlechter an die Umgebung angepasst, so dass es schon bei einem mittleren Gewitter zu einem verheerenden Massensterben kommt.
Regenwürmer sind perfekt an ihre Umgebung angepasst, ihr ganzer Organismus basiert auf der Anpassung an feuchtes Erdreich, sie sind nur nicht an die Gewitter angepasst, was übrigens kein Tier ist, wenn solche Sondersituationen wie abweichende Wettererscheinungen auftreten, das war der Mensch früher ohne Schutz aber absolut auch nicht! Da hat ein kleines Buschfeuer schon ganze Menschenaffensippen nieder gerafft!

Nein der Mensch ist absolut und Irrsinnigerweise (aber nicht ganz irrsinnig wenn man denkt das genau das seine Entwicklungstriebfeder ist) überhaupt nicht an seine Umgebung angepasst, seine vorprogrammierten Rückenprobleme fingen schon bei seinem mehr und mehr aufrechten Gang an :D

Der Mensch ist auch klimatisch äußerst unangepasst, durch Völkerwanderungen gen Norden war er gezwungen andere Methoden zu finden im kühlere Temperaturen zu überstehen, sein Körper war schlicht und einfach gänzlich unangepasst! Jedoch sage ich ja, erst diese irrwitzig schlechte Anpassung hat ihn zu Alternativen gezwungen, wie z.B. den Einsatz von Werkzeugen, der Wärmeschutz mittels Fell von anderen Tieren usw. etc. pp.

Wäre der Mensch körperlich perfekt an seine Umgebung angepasst, dann hätte er nie eine wirkliche vertikale Evolution nötig gehabt, eine Evolution die immer mehr in eine Richtung der Technisierung führt. Am Ende wird er auch mehr und mehr mit der Technik die er geschaffen hat "verschmelzen", ganz im Sinne des Transhumanismus und Posthumanismus:

Wikipedia: Transhumanismus
Wikipedia: Posthumanismus
Im Gegensatz zum klassischen Humanismus wird dabei die besondere Stellung des Menschen negiert und er als eine unter vielen natürlichen Spezies dargestellt. Daraus wird u.a. geschlussfolgert, dass der Mensch auch nicht das Recht hat, die Natur zu zerstören oder sich selbst als ethisch höherwertig zu betrachten. Außerdem wird das menschliche Wissen auf eine weniger kontrollierende Position reduziert, seine Einschränkungen und die Fehlbarkeit des Menschen werden verdeutlicht.

Trotz aller unterschiedlichen Argumentationen der Posthumanisten vereint diese der Gedanke, dass die biologische Menschheit den Gipfel ihrer Evolution bereits erreicht hat und die nächste Entwicklung von intelligentem Leben in den Händen der künstlichen, computergestützten Intelligenz liegt, die in vielen Bereichen dem Menschen überlegen sein könnte.

Der Posthumanismus beschreibt also ein Entwicklungszeitalter nach der Menschheit. Da dies naturgemäß in der Zukunft liegt, gibt es darüber zunächst nur Spekulationen und Thesen. Allerdings versucht der Posthumanismus auch eine Beschreibung des posthumanen Menschen als hypothetisches zukünftiges Wesen, dessen Fähigkeiten die eines heutigen Menschen bei weitem übersteigen. Ein posthumanes Wesen kann also auch als Kreatur beschrieben werden, die durch eine Erweiterung der physischen und psychischen Fähigkeiten entsteht. Posthuman kann allerdings auch bedeuten, dass eine Einheit von menschlicher und künstlicher Intelligenz geschaffen wird und dass das Bewusstsein in einen fremden Körper oder Computer geladen wird. Beispiele dafür können eine Veränderung des menschlichen Organismus durch Nanotechnologie oder einer Kombination von Gentechnik, Psychopharmakologie, lebensverlängernde Maßnahmen, neurale Schnittstellen, gedächtniserweiternde Drogen und tragbare oder implantierte Computertechnologie sein.
Wenn der Mensch dies schaffen sollte OHNE sich gegenseitig vorher vernichtet zu haben (oder was auch immer), erst dann wird er unabhängig von seiner Biosphäre völlig neue Lebensräume erschließen können.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 20:15
@cRAwler23
Regenwürmer kommen schon bei leichtem Regen aus der Erde, weil sie sonst ersaufen würden.
Sind sie jetzt immer noch so perfekt angepasst?

Angepasst ja, aber nicht perfekt.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 20:29
@Lepus
Regenwürmer ersaufen auch in Massen, wenn sie aus dem Erdreich kommen.
Einfach mal jetzt im Herbst auf den Boden schauen, wenn du zufällig mal wieder zu Fuß gehst. :D


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 20:30
@schrägDenker
Jupp, hier gibt es Wurmsuppe zur Zeit.
Mit Schnecken als Beilage. ;)


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 20:37
@cRAwler23
Tut mir leid. Ich verstehe zwar worauf du hinaus willst. Aber der Wert einer Sache ist immer Geschmackssache. Hingegen steht die Sache eines Wertes in Zusammenhängen die völlig unabhängig von einem Wert sind, die wir in ihnen sehen wollen.
cRAwler23 schrieb:Der Mensch ist auch klimatisch äußerst unangepasst, durch Völkerwanderungen gen Norden war er gezwungen andere Methoden zu finden im kühlere Temperaturen zu überstehen, sein Körper war schlicht und einfach gänzlich unangepasst! Jedoch sage ich ja, erst diese irrwitzig schlechte Anpassung hat ihn zu Alternativen gezwungen, wie z.B. den Einsatz von Werkzeugen, der Wärmeschutz mittels Fell von anderen Tieren usw. etc. pp.
Der Mensch ist das einzige Raubtier, das sich an alle Klimaten des Planeten perfekt angepasst hat.
Eben genau deswegen, dass er kein eigenes Fell hat und über Schweißdrüsen seine Körpertemperatur regulieren kann. Er kann damit unabhängig der Tageszeit jagen. Alle anderen Raubtiere müssen ihre Körpertemperatur durch Hecheln konstant halten.


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libertarian
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 21:01
@oneisenough

Darauf gibt es keine Antwort? Das erscheint jetzt erst mal etwas, nun ja, leer und sinnlos. Ist es denn nicht auch so, dass wir eine Frage entweder etwa bejahen oder negieren? In diesem Sinne kämen wir entweder von nirgendwo oder von irgendwo.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 21:06
@Lepus
Sie sind an den feuchten Mutterboden angepasst, doch jedes Tier kommt in Situationen an das es kaum bis gar nicht angepasst ist, doch solche Situationen haben bei manch Spezies für "frischen" Wind in Entwicklungsprozessen gesorgt. Regenwürmer sind an solche Situationen vielleicht schlecht angepasst, doch sie sind an ihre "gewohnte" Umgebung den feuchten Mutterboden so gut angepasst wie Fische im Wasser. Zerrt man einen Fisch an Land, so ist klar das er aufgrund seiner schlechten Anpassung an diesen Lebensraum stirbt, doch vor ihm gab es viele viele andere Generationen an "Fischen" die es mehr und mehr an Land getrieben hat, was dazu geführt hat das die Kiemen den Lungen wichen durch Umwandlungsprozesse. Der Mensch ist in keinem Lebensraum wirklich heimisch der nicht seiner Landnatur wie der Savanne von Afrika entspricht, doch er hat die Dinge so verändert das er in gänzlich anderen Lebensräumen überleben konnte und dabei die technische "Evolution" ausgelöst, die mehr und mehr zum Selbstläufer werden wird.

Doch zum Beispiel mit dem Regenwurm, man muss die Population beachten, der Regenwurm ist recht kurzlebig und so können sich schon in wenigen Generationen Dinge verändern, z.B. konnte sich der Regenwurm in Tschernobyl an die erhöhte Radioaktivität anpassen (wie auch Mäuse, Ratten und zahlreiche Insekten). Tiere passen sich immer über viele Generationen an bestimmte Umstände an, oder sie sterben einfach aus. Dafür das der Regenwurm scheinbar so schlecht an Sondersituationen angepasst ist (Gewitter und starker Regen oder starke Dürre), hat er schon eine längere Existenz als der Mensch auf Erden, hat sich doch ganz wacker gehalten und scheinbar kaum große Veränderungen erlebt, wie die Quallen, Haie usw. sie alle sind scheinbar evolutionsfaule Tiere, nicht weil sie so schlecht an Sondersituationen angepasst sind, sondern weil sie so unglaublich gut an die gewohnte Umgebung angepasst sind. Kommt es zu Sondersituationen/Ausnahmesituationen ist es absolut klar das es zu einem Massensterben kommen kann, wie einst bei den Dinosauriern auch!

Der Vorteil des Menschen ist zugleich sein Nachteil, seine schlechte körperliche Anpassung an seine Umgebung, er hat sich immer mehr von seinem natürlichen Lebensraum entfernt und hat in immer kürzeren Zeiträumen Entwicklungen durchlebt, im Prinzip müsste man dem Menschen Zeit lassen sich erstmal an die gegebenen Situationen richtig anpassen zu können oder man denkt etwas "radikaler" im Sinne des Posthumanismus.

Btw. durch die hohe Automatisierung werden Muskeln und physische Aspekte des Menschen immer nebensächlicher werden und er wird physisch mehr und mehr "verkümmern" aber geistig durchaus immer vielseitiger werden. So könnte der Mensch schon nach einigen 100 Generationen nach uns aussehen (wenn er sich nicht vorher vernichtet hat): Immer weniger Körperbehaarung, größere Augen, weniger Muskulatur, weichere Gesichtszüge, Verkümmerung von Zähnen. Doch es könnte auch passieren das sich die Menschheit selbst evolutionär mehr und mehr verzweigt, besonders im Hinblick auf das Klassensystem (wenn es weniger zu Vermischungen kommen sollte, wie einst beim Adel). Ein geringerer Genpool bewirkt automatisch mehr und mehr rezessivere Gene die vererbt werden. Ist natürlich nur ein Gedankenspiel der Möglichkeiten, vielleicht ist die Zukunft auch kybernetisch geprägt, Fortschritte in der Nanotechnologie könnten vielleicht völlig neue Formen der Existenz bedeuten. Oder aber der Mensch wird bald wieder mit nem Faustkeil durch die Welt rennen auf den Trümmern der Zivilisation umgeben von Atommüll, chemischen Giften, vielleicht einen gänzlichen ökologischen Kollaps erleben und vielleicht sogar überleben. Na ja in dem Fall denke ich mehr das die Schaben uns überleben werden, die gelten nämlich als eine der am anpassungsfreudigsten Spezies auf diesem Planeten ;)

Nen bissel nach diesem Motto:

tumblr lo5cfikLYM1qljw3ho1 400

:D
schrägDenker schrieb:Der Mensch ist das einzige Raubtier, das sich an alle Klimaten des Planeten perfekt angepasst hat.
Eben genau deswegen, dass er kein eigenes Fell hat und über Schweißdrüsen seine Körpertemperatur regulieren kann. Er kann damit unabhängig der Tageszeit jagen. Alle anderen Raubtiere müssen ihre Körpertemperatur durch Hecheln konstant halten.
Ok denn zieh mal nackig in die Arktis :D
Der Mensch hat seinen Körper überhaupt nicht angepasst, im Prinzip sind wir nur ein paar Schritte nach dem Menschenaffen, vom Prinzip her haben wir Europäer uns z.B. erst mal etwas mehr ans gemäßigtere Klima angepasst körperlich, doch der Körper ist gänzlich ungeeignet für alle anderen Lebensräume! Er hat aber Techniken entwickelt womit der seine Umgebung anpassen konnte oder Kleidung entwickelt die eine höhere Unabhängigkeit von verschiedenen Wetterlagen bildet. Es sind technische Fragen der Intelligenz warum der Mensch in fast allen Lebensräumen leben kann, NICHT seine körperliche Anpassung! Ein Kamel ist perfekt an Trockenheit angepasst weil es Höcker hat in denen es Fettreserven und Flüssigkeiten speichern kann, ein Eisbär ist perfekt an arktische Temperaturen angepasst. Ihre Köper entsprechen der perfekten Anpassung an ihre Umgebung, doch würde man beide in den gegensätzlichen Lebensraum schicken, würden beide recht schnell sterben! Der Mensch ändert einfach seine Kleidung oder seine Behausung, Heizung, Kühlung usw.

Doch würde man über viele Generationen Schritt für Schritt Kamele gen Norden und Eisbären gen Süden schicken, würden diese sich vielleicht nach einigen 100 oder 1000 Generationen gänzlich an die gegensätzlichen Lebensräume anpassen, wenn sie nicht vorher schon ausgestorben sind.

Das wollte ich damit sagen ;)
Der Mensch kann nur durch seine Kreativität überall auf der Welt leben, nicht aber durch seine körperlich (extrem schlechte) Anpassung! Das ist sein Erfolgsrezept und seine Triebfeder für JEDE Entwicklung! Doch passt sich der Mensch zu sehr an die Automatisierung an, wird er mehr und mehr verkümmern (was vielleicht wieder für völlig neue Formen der Evolution sorgen könnte). Was eigentlich auch logisch sein sollte.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 21:13
@oneisenough
oneisenough schrieb:- dass ein einzelnes Protein über keine Komplexität verfügt, sich selbst bilden und vermehren zu können, ohne das Vorhandensein einer kompletten Zelle.

- für die Bildung eines einzelnen Proteins braucht man die DNA. Ohne DNA können keine Proteine zustande kommen, weil Proteine ein Ergebnis von DNA sind, und DNA kein Ergebnis eines oder mehrer Proteine ist.

Sie wissen ebenfallls, damit ein einziges Protein entstehen kann, braucht es etwa 60 verschiedene Proteine. Fehlt nur ein einziges, kommt kein Protein zustande. Ohne Ribosom, ohne RNA, oder ATP, kein Protein. Ohne den Zellkern kann kein Protein existieren. Es ist ein komplettes System notwendig, dessen es bedarf, um ein Protein hervorzubringen.
Ich muss dich leider enttäuschen, auch diese Fragen benötigen zur Beantwortung keinerlei göttliches Wesen oder sonst was. Das würde die wahre Erklärung nur verschleiern.

Ich bezweifel auch, dass du dies dir selbst ausgedacht hast, da du bisher nicht gerade mit Verständnis evolutionärer Zusammenhänge geglänzt hast.

Davon abgesehen, dass wir hier wieder mal den Strohmann Abiogenese abbrennen...egal, sei es drum.

All diese Probleme konnten theoretisch und experimentell angegangen werden.

Keiner weiß, wie die ersten Zellen genau aussahen. Aber sicherlich nicht so wie unsere modernen Zellen. Es waren einfache Gebilde, so dass schon mal etliche der obigen Vorraussetzungen irrelavant sind. Man überlege nur mal, welchen Sprung das Leben durch die Endosymbiose machte, die Bildung der Eukaryonten dadurch war eigentlich noch viel imposanter als die erste Zelle selbst.

Die ersten Zellen können sehr simpel gewesen sein, zum Besipiel bestehend nur aus einer Fettsäuren-Membran und einer RNA-Replikase.

http://exploringorigins.org/protocells.html

http://www.sciencemag.org/content/314/5805/1558.full?maxtoshow=&HITS=10&hits=10&RESULTFORMAT=&fulltext=irene+chen&search...

Hier ein wenig mehr über Ribozyme und die RNA-Welt

http://exploringorigins.org/ribozymes.html

http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/1989/cech-article.html

Hier werden verschiedene Aspekte gut zusammengeführt

http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=a-simpler-origin-for-life

http://evolution.berkeley.edu/evosite/evo101/IIE2bDetailsoforigin.shtml

Oder für alle, die lieber bewegte Bilder mögen hier der Ursprung des genetischen Codes.

Leider wurde mein Lieblingsvideo über Abiogenese vom selben Autor weggeGEMAt...

Youtube: The Origin of the Genetic Code


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der-Ferengi
ehemaliges Mitglied

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09.09.2013 um 21:18
@Lepus
Lepus schrieb:Jupp, hier gibt es Wurmsuppe zur Zeit.
Mmmh, lecker GagH.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 21:23
Lepus schrieb:Angepasst ja, aber nicht perfekt.
Perfektion gibt es eh nicht, gab es nie und wird es auch nie geben, alles andere ist Utopia ;)
Die Natur ist so schnellen Wandlungen unterworfen das jeder Wandel völlig neue Situationen erschafft an die man sich erst ma anpassen muss oder wieder die Dinge an sich neu anpassen muss. Auch der Mensch hat gänzlich so viel Einfluss auf seine Umgebung gehabt das viele andere Lebewesen nun Probleme mit ihren Anpassungsprozessen haben, was auch der Mensch in Zukunft mehr und mehr zu spüren bekommen wird. Die Natur überlebt uns vielleicht, doch geben wir nicht mehr Acht auf uns und auf sie, könnte es nicht so positiv mit der Zukunft der Biosphäre der Erde aussehen:

https://www.youtube.com/watch?v=LqnXJaEpo6A

Sollte auch recht passend sein. Wobei ich noch immer nen Funken Optimismus habe, ich bin ein Freund des posthumanistischen Gedanken und hoffe dieser Kurs wird eingeschlagen werden, zumindest versucht werden.

Ja der Regenwurm ist perfekt an einen gewohnten Zustand angepasst, doch plötzlicher Wandel bekommt solch gut angepassten Tieren nie gut, in diesem Fall ist der Mensch etwas einfallsreicher, erschafft sich aber durchaus eigene Problemsituationen die ihm selbst nicht bekommen. Zwei dieser Probleme sind Ideologie und Religion (damit verbundene Kriege), aber auch sein ständig wachstumorientiertes Denken in Sachen Wirtschaft. Ökologisch eine Katastrophe! Der Kampf um Rohstoffgewinnung wird mehr und mehr zum Hauptthema unserer Zivilisation werden, bis dann auch der Kampf um Trinkwasserquellen mehr und mehr in den Fokus kommt, neben den ganzen klimatischen Veränderungen an denen wir nicht ganz unschuldig sind, oder der wachsenden Vermüllung und Vergiftung der Weltmeere. Es ist kritisch um den Menschen bestellt, dabei ist er der Urheber dieser Situation ;)
der-Ferengi schrieb:Mmmh, lecker GagH.
Seit wann finden Ferengi denn GagH lecker? Klingonen ja aber Ferengi? Ihr habt doch leckere Schlammschnecken oder Schneckensaft! :D

Aber egal Qapla'! Und guten Appetit! :D


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09.09.2013 um 21:24
@cRAwler23

Angepasster Regenwurm:

Regenwurm

;)


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09.09.2013 um 21:27
@der-Ferengi
@cRAwler23

Würden die Klingonen auch einen Wurm mit Taucherbrille essen?


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.09.2013 um 21:33
@Lepus
Mensch du scheinst ja regelrecht die armen Regenwürmer zu mobben! Frecher Hase! (schmecken auch ganz lecker, auch wenn ich inzwischen mehr so nen oller Veggi bin :D )

Mal als keine nebensächliche Info zu den kleinen, feuchten Würmchen:
Regenwürmer verfügen über ein beachtliches Regenerationsvermögen. So ist es den Tieren möglich, nach der Durchtrennung ihr Hinterende fast vollständig wieder auszubilden. Die Würmer sind auch in der Lage, in bestimmten Gefahrensituationen sich selbst zu verstümmeln (Autotomie), z. B. wenn sie ein Fressfeind gepackt hat. Hierbei schnürt der Wurm am Hinterende eine Reihe von Segmenten ab und überlässt sie dem Räuber, um sich mit dem restlichen Körper durch Flucht in Sicherheit zu bringen.
Wikipedia: Regenwürmer
Lepus schrieb:Würden die Klingonen auch einen Wurm mit Taucherbrille essen?
Die essen alles, Hauptsache es zappelt und bewegt sich noch und ist roh! Die Taucherbrille würden die dann per Zahnstocher oder mit rostiger Klinge entfernen :D


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09.09.2013 um 21:38
@cRAwler23
Jahaaa! Böses Hasi! :D


Regenwürmer haben es drauf!
Ich habe mal eine Doku gesehen, in der ein Maulwurf eine Regenwürmer-Zucht in einer seiner Kammern hatte. Er hat immer nur den nachwachsenden Teil des Wurmes abgebissen und hatte quasi eine Vorratskammer.
Ich weiß nicht, in wie weit diese Geschichte tatsächlich stimmt, aber interessant ist es. ^^


Die Klingonen würden bestimmt ein Batleth nehmen. :D


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