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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

45.880 Beiträge, Schlüsselwörter: Evolution, Schöpfung, Biologie, Entstehung, Lebewesen, Darwin, Arten

Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 09:27
"fakt" zudem in einer offenen sinnfrage , zu der die evolutionstheorie leider keine befriedigenden fragen beantwortet .
Keine befriedigenden Fragen beantwortet?
Siehst du darin die Aufgabe der ET? Dann hast du sie noch immer nicht verstanden.
luis pasteur" wusste" da zumindest schon mal ,dass leben nur von leben kommen kann ,und nicht etwa zufällig aus anorganischer materie entstehen konnte.
Wollte Louis Pasteur das auf die erste Entstehung des Lebens angewendet wissen?


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interrobang
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 09:27
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:aber statt dessen wird ,ohne jene demut ,lauthals immer wieder verkündet : "fakt-faft-fakt".
Fakten werden eben als fakten angesehen.
Zyklotrop schrieb:"fakt" zudem in einer offenen sinnfrage , zu der die evolutionstheorie leider keine befriedigenden fragen beantwortet .
Welche auch völlig irrelevant dafür ist.
pere_ubu schrieb:luis pasteur" wusste" , bzw. hat postuliert , da zumindest schon mal ,dass leben nur von leben kommen kann ,und nicht etwa zufällig aus anorganischer materie entstehen konnte.
Und du hast die chemische evolution immer noch nicht verstanden...

Gibt es mittlerweile einen einzigen Beleg FÜR die "Gott formt aus dreck LebewesenHypothese"?
Wobei Leben kann nur von Leben kommen wie du sagtest also kann es keinen Gott geben da den ja einer gemacht haben müsste...


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Micha007
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 09:30
@pere_ubu
luis pasteur wusste da zumindest schon mal ,dass leben nur von leben kkommen kann ,und nicht etwa zufällig aus anorganischer materie entstehen konnte.
Ööhm - Milch ist im Grunde nur Fett und Wasser. Also nichts Lebendiges. Die Fäulnisbakterien in der Milch entstehen aber nicht in der Milch, sondern sie sind schon darin (entwickeln sich halt nur weiter).
Was wußte Pasteur jetzt noch mal über die Entstehung von Leben aus Leben...?


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Micha007
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 09:42
Tja - die Kreationisten merken scheinbar gar nicht, daß sie schon mit dem ganzen Körper unter der Wasseroberfläche sind und nur noch durch einen Strohhalm atmen. Und dann kommt auch noch so ein böser Wissenschaftler vorbei, der den Stohhalm sieht und andauernd einen Finger darauf tippt.


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09.07.2015 um 10:45
@pere_ubu

Ich nach wie vor etwas verwirrt von dir.

Ich persönlich finde Kritik an der ET sehr wichtig. Ebenso wie an jeder anderen Theorie und noch mehr als Thesen.

Gerade bei der ET kommen ja mehrere entschiedene Dinge zusammen.
1. Wir können sie nicht direkt Live beobachten.
2. Viele Mechanismen wären auch in einem Experiment nicht beleg oder widerlegbar.
3. Es gibt Bereiche wo man nur spekulieren kann.
4. Sie ist sehr umfassend und schwer zugänglich, Biologie, Chemie, Physik und Mathematik gehören da fest zusammen.

Ich bin zwar auch der Meinung, dass man um wirklich Kritik äußern zu können, in den Bereichen gut geschult sein sollte, aber wir sind hier in keinem Wissenschaftsforum, sondern in einem reinen Hobbybereich, also trete ich da gerne einen Schritt zurück und wir sollten uns gerade auf die Laien Diskussion einlassen.

Ich denke nicht, dass wir da unterschiedlicher Meinung sind. Ganz im Gegenteil sogar.

Ich bin persönlich auch ein großer Feind davon, dass eine Theorie geglaubt wird. Dafür sind Theorien nicht da.
Sie sind eine vereinfachtes Modell, was die Realität erklären soll, in menschlichen Begriffen.

Wer an den Urknall, die Relativitätstheorie oder die ET glaubt, hat da nichts verloren.
Es sind Modelle, die sehr gute Voraussagen ermöglichen, aber niemals als Dogma gesehen werden dürfen.

Da kommen wir dann zur Religion und ihren Dogmen.

Wenn wir die Gotteshypothese benutzen. Müssen wir ja auch schon den gleichen Standard anlegen.
Nun haben wir da aber auch erstmal ähnliche interessante Probleme wie bei der ET.
1. Wir können es nicht direkt Live beobachten
2. Keine der Mechanismen wäre in einem Experimenmt beleg oder widerlegbar.
3. Wir haben nur Spekulation.
4. Woher Wissen über Gott nehmen?

Gerade Punkt vier ist da extrem spannend.
Christen würden die Bibel nehmen, Moslems den Koran, Hindus die Veden usw.
Aber dann spielt ja schon Glaube eine Rolle und eine Annahme, die eben nicht bewiesen werden kann.

Kreationisten benutzen deswegen ja auch als "Beweisführung" die Kritik an der ET. Aber das bedeutet ja nicht, dass man richtig liegt, wenn der Andere falsch liegt. Man liegt richtig, wenn man Beweise eben dafür hat.

Und das verwirrt mich. Du spricht die Kritik an der ET zurecht an, aber ignorierst gleichzeitig die berechtigte Kritik an der Gotteshypothese.
Mehr noch, du stellst es schlicht als Fakt dar, dass Gott genau so handelt, wie zufällig in der Religion der du folgst.

Du hast fanatischen Glauben an Theorien als äußerst schlecht dargestellt, aber irgendwie benutzt du den gleichen Standard nun nicht bei Religösem Glauben.
Mehr noch, du stellst ja deinen subjektiven Glauben als feste Basis für dich da.

Ich verstehe nicht, wie wir da einen Objektiven Konsens haben können. Wie Wahrheit gefunden werden kann, wenn man in seiner subjektiven Haltung schon davon ausgeht, dass die ET falsch ist, weil der eigene Glaube als absolut richtig dargestellt wird.

Nehmen wir an die ET wird widerlegt. So gut, dass ich sage, dass es eben wirklich falsch ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich jetzt sagen könnte:
"ja, dann muss es ja ein Allmächtiges Wesen gewesen sein, dass ein Universum so mit extra Leben erschaffen kann."

Dafür hätte ich ja schlicht noch weniger Beweise.

Dann hast du die Sinnfrage angesprochen.
Richtig, die ET kann einem keine Sinnfrage beantworten.
Soll sie ja auch nicht. So wenig wie die Relativitätstheorie oder irgendwelche Formeln.
Ein Hammer wird dir ja auch nicht den Sinn des Leben verraten.

Du vergisst bei dem Glauben an einen Gott nur genau eine einzige Sache. Gott kann dir diesen Sinn auch nicht nahe bringen.
Denn erstens ist es nicht gesichert, dass du an die korrekte Religion glaubst, also ist es nur eine Annahme von dir.
Dann zweitens ist es nicht so, dass es wirklich einen Sinn ist, wenn ein extrem mächtiges Wesen, eindrucksvoll schwache Wesen erschafft und ihnen sagt, wie sie zu leben haben, damit sie für immer bei ihm sein können.
Und das mit dem Ewig Leben auch nur, weil wir von Grund auf Angst vor dem Tod haben. Ab dem Zeitpunkt, wo wir verstehen das wir und alle die wir lieben sterblich sind, haben wir angst davor.

Im Kontext der Schöpfung. Gott hat uns so geschaffen, dass wir furcht vor dem Sterben haben...

Nur meine zwei Cent, vielleicht nimmst du es mir ja mal nicht übel, dass ich über deinen Glauben geschrieben habe und vielleicht kommt ja auch was objektives von dir...


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09.07.2015 um 16:35
Zyklotrop schrieb: luis pasteur" wusste" da zumindest schon mal ,dass leben nur von leben kommen kann ,und nicht etwa zufällig aus anorganischer materie entstehen konnte.
Falsch. Er wusste es nicht, er nahm es an.

Und noch mal und immer wieder: Wissen kann man etwas erst dann, wenn es belegt / bewiesen ist.


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09.07.2015 um 18:04
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:luis pasteur" wusste" , bzw. hat postuliert , da zumindest schon mal ,dass leben nur von leben kommen kann ,und nicht etwa zufällig aus anorganischer materie entstehen konnte.
Der gebildete Leser weiß, dass sich Pasteur auf die spontane Entstehung von Leben bezog. Und eine spontane Entstehung von Leben nimmt auch niemand an.

@thedefiant
thedefiant schrieb:Gerade bei der ET kommen ja mehrere entschiedene Dinge zusammen.
1. Wir können sie nicht direkt Live beobachten.
2. Viele Mechanismen wären auch in einem Experiment nicht beleg oder widerlegbar.
3. Es gibt Bereiche wo man nur spekulieren kann.
4. Sie ist sehr umfassend und schwer zugänglich, Biologie, Chemie, Physik und Mathematik gehören da fest zusammen.
Kann das sein, dass Du da die Evolutionstheorie und die Erstellung von Stammbäumen in einen Topf wirfst?


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pere_ubu
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 18:18
@Micha007
Micha007 schrieb:Tja - die Kreationisten merken scheinbar gar nicht, daß sie schon mit dem ganzen Körper unter der Wasseroberfläche sind und nur noch durch einen Strohhalm atmen
ob kreationisten die luft ausgeht ,ist ehrlich gesagt nicht mein problem ,denn entgegen aller unkenrufe vertrete ich die nicht , sondern ich vertrete die ansicht des intelligent designs ( ID ) , der keineswegs ein kreationismus ist.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 18:20
pere_ubu schrieb:sondern ich vertrete die ansicht des intelligent designs ( ID ) , der keineswegs ein kreationismus ist.
Sondern was?
Das ist natürlich Kreationismus.


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interrobang
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 18:25
@pere_ubu
intelligent design ist kreationismus in reinform. wo sollen den die unterschiede sein?


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 18:30
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:ob kreationisten die luft ausgeht ,ist ehrlich gesagt nicht mein problem ,denn entgegen aller unkenrufe vertrete ich die nicht , sondern ich vertrete die ansicht des intelligent designs ( ID ) , der keineswegs ein kreationismus ist.
Doch, ID ist nichts, als umetikettierter Kreationismus, wie ich hier auch schon gezeigt habe. Kann meinen Text dazu aber auch gerne nochmal linken :)

https://dancelikeamonkey.wordpress.com/2010/08/25/intelligent-design-die-geschichte-einer-politischen-luge/

Und damit Du den bösen Link nicht öffnen musst, hier der Text:
b) The Act impermissibly endorses religion by advancing the religious belief that a supernatural being created humankind. The legislative history demonstrates that the term “creation science,” as contemplated by the state legislature, embraces this religious teaching. The Act’s primary purpose was to change the public school science curriculum to provide persuasive advantage to a particular religious doctrine that rejects the factual basis of evolution in its entirety. Thus, the Act is designed either to promote the theory of creation science that embodies a particular religious tenet or to prohibit the teaching of a scientific theory disfavored by certain religious sects. In either case, the Act violates the First Amendment.

(Edwards v. Aguillard, 1987)

Mit diesen Worten entschied der Höchste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, dass der Unterricht von Schöpfungs”wissenschaft” an öffentlichen Schulen den ersten Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung verletzte. Damit endete der bis dahin letzte Versuch christlich-fundamentalistischer Strömungen religiöses Dogma neben etablierten naturwissenschaftlichen Theorien im naturwissenschaftlichen Unterricht zu etablieren.

Gleichzeitig jedoch markiert es auch die Geburtsstunde des Intelligent Designs (ID) – der vielleicht größten politisch motivierten Lüge des ausgehenden 20. Jahrhunderts.
Eine Lüge entwickelt sich

Das Ende der Schöpfungs”wissenschaft” lag darin begründet, dass sie explizit Bezug auf die Bibel und den christlichen Gott nahm. Um ihr Ziel weiter verfolgen zu können, musste also nun eine Art Trojanisches Pferd her, welches zwar die gleichen Inhalte wie die nun tote Schöpfungs”wissenschaft” vermittelt, jedoch nicht zu offensichtlich religiös war. Zum Glück der Fundamentalisten erlaubte das Urteil aber explizit den Unterricht von alternativen wissenschaftlichen Theorien. Zu diesem Zweck wurde zuallererst einfach der Term “Gott” durch das Wort “intelligenter Schöpfer” und das Wort “Kreationismus” durch “intelligentes Design” ersetzt. Ein eindrucksvolles Zeugnis davon ist das kreationistische “Lehr”buch “Creation Biology”, welches sich über mehrere Schritte hin zum ID-“Lehr”buch “Of Pandas and People” hin entwickelte.

Abbildung 1:Anzahl der Nennungen der Wörter “creationism” (rote Linie) und “intelligent design” (blaue Linie) in den Ausgaben von Creation Biology und der Nachfolgepublikationen. Quelle: Talkorigins Zugriff: 28.6.2010

In Abbildung 1 kann man gut erkennen, wie 1987, also zum Zeitpunkt des Prozeßes “Edwards v. Aguillard”, zwischen den ersten und zweiten Entwurf fast alle Nennungen des Wortes “creationism (Kreationismus)” durch “intelligent design” ersetzt wurden. So wurde aus einem kreationistischen Buch, welches durch Beschluss des obersten Gerichtshofes der USA nicht im Unterricht hätte eingesetzt werden dürfen, ein Lehrbuch über ID, welches, oberflächlich betrachtet, lediglich eine andere wissenschaftliche Perspektive anbietet. Ein weiterer Beleg für diese “Evolution” des Buches ist, dass in dem zweiten Entwurf von “Pandas and People” einmal das seltsame Word “cdesign proponentsists” auftaucht.
Schattenspiele

Während man sich anfangs noch damit begnügte die gleichen Argumente wie die Schöpfungs”wissenschaften” zu benutzen, wurde es anscheinend schnell klar, dass, um der breiten Masse als seriöse Wissenschaft zu erscheinen, Intelligent Design eigene, wissenschaftlich klingende Konzepte braucht. Dafür wurden zwei Konzepte aufgestellt.

Das erste wurde von William Dembski aufgestellt und ist das Konzept von der spezifizierten Komplexität. Zusammengefasst besagt dieses Konzept, dass wenn etwas sowohl Informationen trägt als auch sehr komplex ist, dieses nicht durch Zufall entstanden sein kann. Es wird dann davon abgeleitet, dass ein intelligenter Akteur an der Entstehung dieser spezifizierten Komplexität beteiligt sein musste. Dieses Konzept verliert jedoch stark an Glaubwürdigkeit, wenn man erkennt, dass der Mathematiker Dembski zwar eine recht aufwendige Formel zur Bestimmung der spezifizierten Komplexität aufstellt, diese jedoch auch bekannt zufällige Muster als Produkt von Design erkennt. Des weiteren benutzt Dembski verschiedene Definitionen von Information und Komplexität, als wenn sie austauschbar wären. Hier fällt eine begriffliche Unschärfe auf. Zuletzt muss man sich vor Augen hallten, dass Evolution durch die natürliche Selektion kein gänzlich zufälliger, sondern ein gerichteter Prozess ist.

Das zweite Konzept wurde von Michael Behe 1996 in seinem Buch “Darwin’s Black Box”eingeführt und wird als “nicht-reduzierbare Komplexität” bezeichnet. Dieses besagt, dass wenn für ein System keine Möglichkeit denkbar ist, dieses auf einen weniger komplexen Vorgänger zurück zu führen, dieses nicht durch evolutionäre Mechanismen entstanden sein kann. Dieses ist prinzipiell ein guter Einwand und es stimmt, dass, wenn man so ein System fände, es zumindest zeigen würde, dass es noch andere Mechanismen außer denen der Evolution geben müsse. Jedoch wurde so ein System noch in keinem Lebewesen gefunden. Des weiteren muss man sich immer vor Augen halten, dass dieses Konzept sich immer am Rande des Arguments-aus-Ignoranz bewegt, denn nur weil man keinen Vorgänger kennt, muss das nicht heißen, dass keiner existiert.
Intelligent Design ist tot, es lebe die Kontroverse!

Als im Oktober 2004 das Schulgremium des Schuldistriktes Dover im US-Bundesstaat Pennsylvania den Entschluss fasste, dass im Biologieunterricht eine Erklärung, die Intelligent Design unterstützt, vorgelesen werden müsse, klagten elf Eltern von Schülern dieses Schuldistriktes gegen dieses Statement, da es ihrer Meinung nach den ersten Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten verletzte. Da dieser Zusatzartikel es dem amerikanischen Staat verbietet Partei für eine religiöse Weltanschauung zu ergreifen, musste während dieses sogenannten “Kitzmiller v. Dover”-Prozesses also entschieden werden, ob Intelligent Design nun eine wissenschaftliche Richtung ist oder religiöses Dogma.

Während anfangs die überwiegend konservativen Kräfte, die Intelligent Design unterstützten mit einem Sieg für ihre Seite rechneten, da der prozessführende Richter ebenfalls ein bekannter Konservativer war, der von dem bekennenden wiedergeborenen Christen George W. Bush berufen wurde, wurde schließlich entschieden, dass Intelligent Design nichts anderes als die umetikettierten Schöpfungs”wissenschaften” und damit eine religiöse Aussage sind.

The proper application of both the endorsement and Lemon test to the facts of this case makes it abundantly clear that the Board’s ID Policy violates the Establishment Clause. In making this determination, we have addressed the seminal question of whether ID is science. We have concluded that it is not, and moreover that ID cannot uncouple itself from its creationist, and thus religious, antecedents. […]

Kitzmiller v. Dover,2005

Entscheidend hierfür war meines Wissens unter anderem die nachgewiesene Entwicklung des kreationistischen Lehrbuches “Creation Biology” zum ID-Lehrbuch “Of Pandas and People” und das Eingeständnis des Biochemikers Behe, dass die von ihm genannten Beispiele für nicht-reduzierbare Komplexität mittlerweile widerlegt waren. Mit diesem Urteil des US-Verfassungsgerichtes kam im Jahre 2005 auch das Aus für Intelligent Design im schulischen Biologieunterricht, ähnlich wie schon 18 Jahre vorher für die Schöpfungswissenschaften.

Und auch ähnlich wie schon 18 Jahre vorher wurde nach einer neuen Taktik gesucht, um religiöse Dogmen im naturwissenschaftlichen Unterricht unter zu bringen. Die dabei entstandene, aktuelle Taktik nennt sich “teach the controversy” (lehrt die Kontroverse) und zielt vorgeblich darauf ab, den naturwissenschaftlichen Unterricht durch eine Betrachtung der Vor-und Nachteile der Evolutionstheorie und durch eine ausgewogenere Betrachtung alternativer Theorien zu verbessern. Jedoch sind diese alternativen Theorien keine echten wissenschaftlichen Theorien, sondern wieder nur der alte Kreationismus.
Achja, als kleine Anekdote am Rande zu Deinem Expelt-Filmchen:
https://dancelikeamonkey.wordpress.com/2012/08/30/glaubt-richard-dawkins-an-intelligent-design/


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pere_ubu
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09.07.2015 um 18:37
@Pan_narrans
@interrobang


nein ,ist es nicht ,da die ID sachlich an die evolutionstheorie rangeht , ohne ein festgelegtes "gottgerüst" ( welches kreationisten obendrein auch noch falsch darstellen ,nämlich mit buchstäblicher 6-tage-schöpfung , und "junger-erde-theorie" ).
die ID sattelt auf wissenschaftlichem weg nicht das pferd von hinten auf ,durch nichtzustützende wissenschaftliche prämissen , sondern arbeit sachlich "rückwärts" von dem was wir haben und wissen können.

1.)ID ist NICHt kreationismus.
2.) ID ist KEIN politischer fundamentalismus
3.) ID ist KEINE religiöse lehre.
4.) ID lehnt NICHT grundsätzlich die evolution ab
5.) ID versucht NICHT die theorie per gesetz an schulen usw. durchzusetzen.

das allein sind schon markante unterschiede zum kreationismus.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 18:41
Kreationismus ist ja auch nur ein Oberbegriff.
Alles, was ein System hinter der Artenbildung voraussetzt ist per Definition Kreationismus.


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pere_ubu
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 18:44
@Assassine


na ,da will man wohl wissenschaftstheoretisch- und philosophisch plötzlich nicht nicht mehr unterscheiden , trotz des gewaltigen anspruchs ansonsten immer der "strenge denker" sein zu wollen.
ID und kreationsmus passen nicht in einen topf.


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09.07.2015 um 18:53
pere_ubu schrieb:ID und kreationsmus passen nicht in einen topf.
Aha...doch.


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09.07.2015 um 19:33
@pere_ubu
Intelligent Design (dt.: ‚intelligenter Entwurf‘, ‚intelligente Gestaltung‘; abgekürzt ID) ist die kreationistische Auffassung, dass sich bestimmte Eigenschaften des Universums und des Lebens auf der Erde am besten durch einen intelligenten Urheber erklären lassen und nicht durch einen Vorgang ohne solche Leitung, wie die natürliche Selektion.
Wikipedia: Intelligent_Design

intelligent-design-demotivational-poster

:D


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09.07.2015 um 19:54
In diesem Video bringt es Robin Ince auf den Punkt.
Er erklärt die fundamentalen Unterschiede zwischen Kreationismus und Intelligent Design kurz und prägnant.
Dauert gut 3 Minuten und ist in leicht verständlichem Englisch gehalten und garnicht trocken.

Youtube: Robin Ince on Creationism


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Micha007
ehemaliges Mitglied

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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 19:58
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:ID und kreationsmus passen nicht in einen topf.
Gehen "wir" doch mal den Worten auf den Grund.

Design: Etwas bereits Vorhandenes schöner herstellen. Aus bereits vorhandenen unterschiedlichen Stoffen designe/kreïere ich ein neues Kleid. Damit habe ich dann etwas geschaffen/kreïrt/erstellt/designt. Bin also eine Designerin.

Um aber überhaupt etwas Bestehendes zu designen/umzugestalten/zu kreïeren, brauche ich nicht nur Kreativität, sondern auch Intelligenz/einen Intellekt für Kreationen. Muß also eine intelligende Kreationistin/Designerin sein.

Wenn Du Dich - bevor Du das geschrieben hattest - mal einen "Augenblick" mit deutschen Wortstämmen/Bedeutungen/Begrifflichkeiten beschäftigt hättest, dann wüßtest Du auch, das ein intelligenter Designer ebenso auch ein intelligenter Kreationist oder auch ein intelligenter Erschaffer sein kann.

Beim Schreiben dieses Beitrags fiel mir übrigens auf, das ein Designer ja lediglich schon Vorhandenes verschönert. Das Autodesigner Autos dem Kunden entsprechend verschönern/verbessert/etc. Das "Dein" religiöser intelligenter Designer schon vorhandene Lebensformen verschönert/verbessert.

Das bring mich wiederum zu dem Schluß, das ein intelligenter Designer nie hätte das Universum erschaffen können, sondern lediglich ein bereits vorhandenes, verschönern/verbessern können. Um also ein Unuversum zu erschaffen (wie das Wort schon sagt) braucht man einen Erschaffer und danach ggf. einen Designer.


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Hoffmann
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

09.07.2015 um 20:09
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:da will man wohl wissenschaftstheoretisch- und philosophisch plötzlich nicht nicht mehr unterscheiden
Intelligentes Design setzt eine intelligente Ursache voraus, die jenseits dessen angesiedelt ist, was man als Natur bezeichnet. Die ID-Ursache ist folglich eine außernatürliche Ursache. Damit fällt sie automatisch aus dem Spektrum heraus, welches Naturwissenschaften prinzipiell erfassen und erschließen kann. Folglich kann ID kein wissenschaftlicher Zugang zur Evolution bzw. zur Entstehung von Arten oder gar des Universums inklusive dessen Feinabstimmung der Naturkonstanten sein.

Selbst wenn sich erweisen sollte, dass man mit Hilfe der Naturwissenschaften an eine Grenze stößt, die auch mit ausgeklügeltsten Theorien nicht zu überwinden ist, ist damit nicht erwiesen, dass man damit eine übernatürliche bzw. außernatürliche Ursache gefunden hätte. In diesem Falle hätten wir lediglich nachgewiesen, dass die Erklärungsmächtigkeit des aktuellen Theoriengebäudes nicht hinreichend ist, um alle Phänomene der Natur abzuleiten bzw. abzubilden.

Oder kurz: Aus dem Fehlen von Wissen folgt nicht das Wissen um Design oder Designer.

Oder noch kürzer: Nichtwissen ist nicht Wissen um Design.


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09.07.2015 um 20:37
Hoffmann schrieb:Oder kurz: Aus dem Fehlen von Wissen folgt nicht das Wissen um Design oder Designer.

Oder noch kürzer: Nichtwissen ist nicht Wissen um Design.
Ich füchte da wirst du wie immer auf taube Ohren stoßen.
Für Kreationisten bzw. ID-Anhänger ist jede Wissenslücke gleichbedeutend ein starker Beleg für ihren Gott.

I don't know. Well... was it god.

Youtube: Family Guy- Theory of evolution.


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