f066b6146fb2d156 Rckkehr. Prozesse und Optimierungspotenz


Der deutschen Bundesregierung ist anscheinend das eigene Einwanderungsförderungsprojekt 2015 sehr rasch politisch zu heiß geworden und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat Anfang Juli 2016 bei McKinsey eine Rückführungsstudie für 1,86 Mio Euro in Auftrag gegeben. Nun wurde per Gericht die Veröffentlichung des mit 9. Dezember 2016 datierten Abschlussberichts durchgesetzt.

Kernaussage des Projekts (Seite 72):
Die hohe Anzahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden der vergangenen Jahre und die damit verbundenen gesellschaftlichen, politischen und sozialen Herausforderungen stellen Deutschland vor eine große Aufgabe. Um auch künftig der humanitären Verpflichtung zum Schutz politisch Verfolgter und von Kriegen gefährdeter Menschen gerecht zu werden und diese Schutzbedürftigen aufnehmen und integrieren zu können, ist es notwendig, ein nachhaltiges Asylsystem zu garantieren. Dazu gehört es auch, ein funktionierendes System für die Rückkehr derer, denen nach deutschem Recht kein Schutz zukommt, sicherzustellen und aufzubauen sowie Missbrauch aktiv vorzubeugen.
Für das Jahr 2017 wird die Zahl der "Ausreisepflichtigen" mit 570.000 prognostiziert (S. 26). Das Betrifft Rückführungen in die Heimatländer als auch Überstellungen nach dem Dublin-Abkommen.

Mich wundert immer weniger, dass 2015 die österreichische Regierung offensichtlich der deutschen nicht vertraut hat und die Registrierungen von über Österreich nach Deutschland Migrierenden verweigerte, um nicht plötzlich mit Hunderttausenden Dublin-Remigranten konfrontiert sein zu müssen.



Der Bericht ist hier zu lesen bzw. herunterzuladen:
https://fragdenstaat.de/dokumente/76/

Faksimile des Auftrags des BAMF an McKinsey mit Verträgen:
https://fragdenstaat.de/anfrage/vertrage-des-bamf-mit-mckinsey-roland-berger-und-ey/52482/anhang/bamf-vertraege.pdf

Quelle der österreichischen Nichtregistrierung von Flüchtlingen:
https://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5298775/Politisch-unerwuenscht_Warum-Oesterreich-2015-Hunderttausende