Stramm
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Der Münsteraner August Stramm, der am 1. September 1915 in Weißrussland fiel, war einer der originellsten und meiner Ansicht nach besten expressonistischen Lyriker, der nicht nur mit Metaphern in ansonsten klassischen Formen schrieb, sondern die Sprache in ihre Einzelteile zerlegte. Ein kurzes Beispiel ist das Gedicht Krieg, das 1919 pothum in der Sammlung Tropfblut veröffentlicht wurde.
Krieg

Wehe wühlt
Harren starrt entsetzt
Kreißen schüttert
Bären spannt die Glieder
Die Stunde blutet
Frage hebt das Auge
Die Zeit gebärt
Erschöpfung
Jüngt
Der
Tod
Die sehr lesenswerte Sammlung ist hier online:
http://www.zeno.org/Literatur/M/Stramm,+August/Gedichte/Tropfblut