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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

1.107 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Geschichte, Nachdenken, Weise ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
roska Diskussionsleiter
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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 13:43
@mothwoman

Man, hatte Gänsehaut beim lesen! Wunderschön und DANKE, denn Du weißt was grad mir solche Geschichten bedeuten. Die werde ich mit selbst rauskopieren. Ganz lieber Gruß, Roska :)



@nataS
Habe Dich ab jetzt in mein Herz geschlossen! :)
Hätte nie erwartet daß du bei meinem/diesen Thread mitmachst, so verrückt wie Du dich immer gibst....aber so kann man sich täuschen. Wunderschöne, tiefgreifende Geschichte. Danke natas! :)


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 13:50
@roska
ich hab Dich schon lange in mein Herz geschlossen ;)
eigentlich bin ich ein tiefgründiger Mensch, der sich hinter seinen dummen Kommentaren und sexistischen Äußerungen versteckt ...aber pssstttt, nicht verraten ... ;)

schöne Geschichten hier.....


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roska Diskussionsleiter
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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 13:51
@nataS
schöne Geschichten hier.....

Danke...Du lieber "Verrückter"....bleib dran! Kommen noch welche! :)


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 13:59
Es war einmal vor nicht all zu langer Zeit ein kleiner Junge der von Geburt an sehr krank war. Als er in die Pubertät kam, gaben die Ärzte die Hoffnung auf diese seltene Krankheit noch heilen zu können. Und mit 17 Jahre, wusste er, dass er jeden Augenblick sterben könnte.
In all der Zeit lebte er sehr behütet und beschützt zu Hause bei seiner Mutter. Aber heute beschloss er endlich einmal alleine raus zu gehen - nur ein einziges Mal. Er bat seine Mutter um Erlaubnis, und sie gab sie ihm nach einem kurzen Zögern. Es war ein herrlicher, sonniger Herbsttag, als er so durch sein Stadtviertel schlenderte. Er beobachtete die Menschen und die Tiere, lauschte der Natur und blickte sehr nachdenklich und geistesabwesend in so manche Schaufenster.
Als er vor ein Musikgeschäft stand und in die Auslagen blickte, bemerkte er ein sehr zartes, attraktives Mädchen, so ungefähr in seinem Alter. Es traf Ihn direkt - wie ein Blitz - mitten ins Herz. Kein Zweifel, es war die Liebe auf den ersten Blick.
Er öffnete die nervös die Tür, trat ein und hatte nur Sie im Blick. Nach und nach näherte er sich vorsichtig der Theke, hinter der das Mädchen stand. Sie sah ihn an und fragte freundlich lächelnd: "Kann ich Dir helfen?"
Er war sich sicher, es sei das süßeste Lächeln was er in seinem ganzen Leben gesehen hatte und er hatte das Verlangen sie im selben Moment zu küssen. Er sagte unbeholfen, stotternd: "Ja, hemmmm.... Ich würde gern eine CD kaufen." Und ohne nachzudenken, nahm er die erste die ihm in die Hände fiel und bezahlte.
"Möchtest Du, dass ich sie Dir einpacke?" fragte das Mädchen wieder lächelnd. Er nickte verlegen, und sie ging in das Hinterzimmer der Boutique und kam mit dem eingepackten Päckchen zurück, und gab es ihm. Er nahm es und ging schnell aus dem Geschäft. Er ging träumend nach Hause, und seit diesem Tag ging er tagtäglich in dieses Musikgeschäft
um irgendeine CD zu kaufen. Sie packte sie alle immer ein, und er brachte sie nach Hause, um sie in seinem Schrank aufzubewahren.
Er war viel zu schüchtern, um sie zum Ausgehen einzuladen, und selbst wenn er es ganz fest vornahm, es heute zu versuchen, brachte er es nicht über sich. Nach einigen Wochen schilderte er dies seiner Mutter, und sie ermutigte ihn, doch etwas zu unternehmen, und so ging er den nächsten Tag mit Mut und Entschlossenheit bewaffnet wieder in das Musikgeschäft. Und wie jeden Tag kaufte er irgendeine CD, und sie ging wie jedes
Mal ins Hinterzimmer um ihm die CD einzupacken. Und während sie sie ihm einpackte, verlies ihn der Mut und hinterließ nur flüchtig seine Telefonnummer auf der Theke und eilte geschwind aus dem Geschäft.
Am nächsten Tag: dring, dring... Läutet das Telefon im Haus des schüchternen, todkranken Jungen und seine Mutter nahm den Hörer ab: "Hallo?"
Es war das Mädchen und wollte den Sohn sprechen. Worauf die Mutter, untröstlich
begann zu weinen und sagte: "Was, Du weißt es nicht? - Er ist gestern Abend gestorben."
Es gab eine lange Pause der Sprachlosigkeit. Einige Stunden später ging die Mutter in das Zimmer des Sohnes, um sich seiner zu erinnern. Sie beschloss seine Kleidung durchzusehen, und öffnete seinen Schrank. Wie sehr war sie überrascht, als ihr eine große Menge von CDs
entgegen kam. Keine einzige von Ihnen war geöffnet. Das alles machte sie stutzig und gleichzeitig sehr neugierig, und sie konnte nicht widerstehen. Sie nahm eine CD, setzte sich auf das Bett und öffnete sie. Dabei fiel ein kleiner Zettel aus dem Paket zu Boden. Die Mutter hob ihn auf, und begann zu lesen: "Hallo!!! Du bist super süß, möchtest Du mit mir ausgehen? Hab Dich lieb... Andrea"
Sehr gerührt nahm die Mutter eine andere CD; noch eine andere und so weiter. In mehreren befanden sich kleine Zettel, und auf jedem stand das gleiche...

Und die Moral von der Geschichte:
So, ist das Leben - warte nicht zu lange um jemandem, der für Dich außergewöhnlich ist, zu sagen was Du fühlst. Sag es Heute. Morgen kann es leider schon zu spät sein.


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 14:04
@nataS
Das ist eine sehr schöne Geschichte :)


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roska Diskussionsleiter
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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 14:05
@nataS

Man, ich habe keine Worte, nur einen dicken Klos im Hals!
Ich hoffe so sehr, daß viele diese Geschichten lesen, besonders diese hier....denn so vielen fehlt einfach der Mut ihren Weg zu gehen und zu dem zu stehen was sie fühlen! lg


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 14:08
@nataS
Das ist ja echt rührend.......ich hab Pipi in den Augen... :(


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 14:19
@mothwoman
@LadyYunalesca
@roska

find sie auch sehr rührend und ob ihr es glaubt oder nicht: Mir geht sowas echt nahe...da bin ich ein kleines Weichei


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 14:21
@nataS
Das hat ja nix mit weichei zutun :)


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 14:22
@LadyYunalesca
doch..Du weißt doch, Männer müssen stark sein und dürfen nicht zu ihren Gefühlen stehen ... ;)


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 14:24
@nataS
Jaja..und Männer dürfen auch nicht weinen ;)


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 17:49
Da wir gerade bei weisen und rührenden Geschichten sind. Mir gefällt diese Geschichte besonders gut. (Ist aus "Hühnersuppe für die Seele")

“Der umarmende Richter”

Don´t bug me! Hug me! (Autoaufkleber)
Lee Shapiro ist Richter im Ruhestand. Er ist auch einer der am meisten wirklich liebenden Menschen, die wir kennen.

An einem Punkt in seiner Karriere erkannte Lee, dass Liebe die größte Macht ist, die es gibt. In der Folge wurde Lee ein Umarmer. Er fing an, jedem eine Umarmung anzubieten. Seine Kollegen tauften ihn “den umarmenden Richter” (im Gegensatz zum “hängenden Richter”, wie wir vermuten.) Der Aufkleber an seinem Auto lautet: “Geh mir nicht auf die Nerven! Nimm mich in den Arm!”

Ungefähr vor sechs Jahren erfand Lee, was er seinen “Herz-Beutel” nannte. Auf der Außenseite steht: “Ein Herz für eine Umarmung.” Innen enthält er dreißig kleine rote, bestickte Herzen mit Klebefilm auf der Rückseite. Lee nimmt seinen Herz-Beutel, geht unter Menschen und bietet ihnen ein kleines rotes Herz im Tausch für eine Umarmung an.

Lee ist deswegen so bekannt geworden, dass er oft zu Konferenzen und Versammlungen eingeladen wird, wo er seine Botschaft der bedingungslosen Liebe vermittelt. Bei einer Konferenz in San Francisco forderte ihn der lokale Nachrichtensender heraus: “Es ist leicht, hier in der Konferenz Leute in den Arm zu nehmen, die selbst gewählt haben, hier zu sein. Aber in der wirklichen Welt funktioniert das nie.”

Sie forderten Lee auf, auf den Straßen von San Francisco Umarmungen anzubieten. Gefolgt von einem Fernsehteam des lokalen Nachrichtensenders, ging Lee auf die Straße. Zuerst näherte er sich einer vorbeigehenden Frau. “Hallo, ich bin Lee Shapiro, der umarmende Richter. Ich gebe diese Herzen im Tausch für eine Umarmung.” “Klar”, erwiderte sie. “Zu einfach”, wandte der lokale Kommentator ein. Lee sah sich um. Er sah eine Politesse, die es mit dem Besitzer eines BMW nicht leicht hatte, dem sie einen Strafzettel gab. Er marschierte auf sie zu, das Kamerateam im Schlepptau, und sagte: “Sie sehen aus, als ob Sie eine Umarmung gebrauchen könnten. Ich bin der umarmende Richter, und biete Ihnen eine an.” Sie akzeptierte sie.

Der Fernsehkommentator forderte ihn eine letztes Mal auf: “Sehen Sie, da kommt ein Bus. Busfahrer aus San Francisco sind die härtesten, griesgrämigsten, gemeinsten Leute in der ganzen Stadt. Lassen Sie uns sehen, ob Sie ihn dazu kriegen, Sie in den Arm zu nehmen.” Lee nahm die Herausforderung an.

Als der Bus an die Bordkante fuhr, sage Lee: “Hallo, ich bin Lee Shapiro, der umarmende Richter. Dies muss einer der anstrengendsten Jobs in der ganzen Welt sein. Ich biete Leuten Umarmungen an, um die Bürde etwas zu erleichtern. Möchten Sie eine?” Der 1,90 Meter große, 104 Kilo schwere Busfahrer kam von seinem Sitz herunter, trat heraus und sagte: “Warum nicht?”

Lee nahm ihn in den Arm, gab ihm ein Herz und winkte zum Abschied, als der Bus abfuhr. Das Fernsehteam war sprachlos. Schließlich sagte der Kommentator: “Ich muss zugeben, ich bin sehr beeindruckt.”

Eines Tages erschien Lees Freundin Nancy Johnston vor seiner Tür. Nancy ist ein professioneller Clown, und sie trug ihr Clownkostüm mit Schminke und allem. “Lee, nimm dir ein paar von deinen Herz-Beuteln, und lass uns zum Behindertenheim gehen.”

Als sie in dem Heim ankamen, fingen sie an, Ballonhüte, Herzen und Umarmungen an die Patienten zu verteilen. Lee fühlte sich unbehaglich. Er hatte noch nie zuvor Leute umarmt, die unheilbar krank, schwer zurückgeblieben oder Tetraplegiker waren. Es war eine ziemliche Anstrengung. Aber nach einer Weile wurde es einfacher für Nancy und Lee, die inzwischen ein Gefolge von Ärzten, Schwestern und Pfleger hatten, die ihnen von Station zu Station folgten.

Nach etlichen Stunden erreichten sie die letzte Station. Dies waren 34 der schwerste Fälle, die Lee in seinem Leben gesehen hatte. Das Gefühl war so bitter, dass es ihm den Mut nahm.
Aber aus ihrer Verpflichtung heraus, ihre Liebe zu teilen und etwas zu verändern, fingen Nancy und Lee an, sich durch den Raum zu arbeiten, das medizinische Personal im Gefolge, von dem jeder inzwischen ein Herz an seinem Kragen und eine Ballonhut auf dem Kopf hatte.

Schließlich kam Lee zu dem letzten Patienten, Leonhard. Leonhard trug ein großes weißes Lätzchen, auf das er sabberte. Lee sah Leonhard an, der auf sein Lätzchen tropfte, und sagte: “Lass uns gehen Nancy, es gibt keine Möglichkeit, zu diesem Menschen durchzudringen.” Nancy erwiderte: “Komm schon, Lee, er ist auch ein Mitmensch, oder nicht?” Dann setzte sie einen lustigen Ballonhut auf seinen Kopf. Lee nahm eines seiner kleinen roten Herzen und setzte es auf Leonhards Lätzchen. Er holte tief Atem, beugte sich hinunter und nahm Leonard in den Arm.

Plötzlich begann Leonhard zu kreischen: “Iiiiihh! Iiiiihh!” Einige der anderen Patienten im Raum begannen, mit Gegenständen zu klappern. Lee wandte sich um eine Art Erklärung and das Personal und konnte nur feststellen, dass alle Ärzte, Schwestern und Pfleger weinten. Lee fragte die Oberschwester: “Was geht hier vor?”

Lee wird nie vergessen, was sie sagte: “Dies ist das erste Mal in 23 Jahren, dass wir Leonhard haben lächeln sehen.”

Wie einfach ist es, im Leben anderer etwas zu verändern.


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22.06.2010 um 17:59
Ist das so?

Hakuin war ein berühmter Zen-Meister in Japan. Er lebte in einem abgelegenen Dorf und wurde von seinen Nachbarn verehrt als ein Mann, der ein reines Lebens führt.

In der Nähe lebte ein schönes, unverheiratetes Mädchen. Eines Tages entdeckten ihre Eltern, dass sie schwanger war.Es war ein sehr konservatives Dorf, und die Familie war wütend.Das Mädchen wollte den Namen des Vaters nicht verraten, aber nach vielen Schlägen und Drängen durch ihre Eltern nannte sie schließlich den Meister Hakuin.
In großem Ärger stellte die Familie des Mädchen den Meister zur Rede, aber der sagte nur ruhig: "Ist das so?"

Nachdem das Baby geboren war, wurde es zu Hakuin gebracht, und er kümmerte sich sehr um das Kind. Von seinen Nachbarn bekam er Milch und die anderen Dinge für das Kleine.
Seit dieser Zeit war Hakuins Ansehen vollständig dahin, aber das störte ihn nicht. Er wurde oft von den Dörflern verhöhnt,aber auch das störte ihn nicht.



Ein Jahr später hielt die Mutter des Kindes es nicht mehr aus und gestand die Wahrheit:
der Vater des Babies war nicht Hakuin, sondern ein junger Mann, der in der Nähe arbeitete.
Die Eltern des Mädchen gingen sofort zu Hakuin, baten vielmals um Verzeihung und wollten das Baby zurückbekommen.

Hakuin gab ihnen bereitwillig das Kind zurück und sagte nur:
"Macht euch keine Gedanken. Geht heim!"


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 18:50
eine nette idee ;) @roska
da will ich doch gerne eine geshichte beisteuern.

Die Stadt der Blinden

Es gab mal eine Stadt weit hinter Ghor, in der nur Blinde wohnten. Eines Tages kam der König in diese Stadt und zu seinem Gefolge gehörte auch ein Elefant.
Als die Blinden davon hörten, waren sie natürlich begierig darauf, dieses Tier kennenzulernen, denn noch nie zuvor hatte es in ihrer Stadt einen Elefanten gegeben. In Scharen strömten sie auf den Platz, wo der König sein Lager aufgeschlagen hatte. Und da sie keine Vorstellung hatten, was denn nun ein Elefant war, versuchten sie sein Gestalt zu ertasten, denn sie waren ja blind. Sie umringten ihn also, und jeder betastete den Teil des Tieres, der in seiner Reichweite lag.
Als sie dann zu ihren Mitbürgern zurückkehrten, wollten diese von ihnen wissen, um was für ein wunderliches Geschöpf es sich dabei handelte und welcher Art von Gestalt es denn nun sei. Danach befragt, berichtete ein Mann, der nur das Ohr des Elefanten befühlt hatte: "Es ist ein großes lappiges Etwas von rauher Oberfläche, breit und hoch wie eine Decke!"
Doch der, der am Rüssel gestanden hatte, widersprach ihm: "Nein, nein, ich weiß, was es ist, nämlich eine lange hohle Röhre, furchterregend und gefährlich."
Nun lachte der Mann, der Fuß und Beine abgetastet hatte: "Nichts an ihm ist lang und hohl! Er ist mächtig und fest wie eine Säule!"
So hatte ein jeder nur einen Teil des Ganzen erfaßt und daraus seinen Rückschluß auf die wahre Gestalt und Größe dieses Elefanten geschlossen. Alles war richtig und zugleich doch völlig falsch.


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Deine Weisheiten und weise Geschichten zum Nachdenken

22.06.2010 um 19:01
Es war einmal ein Herz…

Das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger.
Es schlug nun einmal so viel wie es nötig war. Das Herz war nicht von der gleichen
feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches blassrosa.
Das schlimme war, dass es mit der Zeit immer mehr an
Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch
nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.
Eines Tages war es auf die Idee gekommen einen Verschlag um sich zu
bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, dass massivste
Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür.
Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es
verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen. Endlich war es sicher.
Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die
Fugen im Stein und hörte über sich das knacken des Holzes. Es war
ziemlich dunkel und kalt dachte sich das Herz.
Aber es schloss einfach die Augen und tat was es immer tat -schlagen.
100.000 Mal am Tag.
Vor lauter Langeweile zählte das Herz jeden Schlag mit, bis es ihm überdrüssig wurde.
So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.
Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen.
Was das Herz vergessen hatte war, dass es sich zwar in Sicherheit vor
allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte,
dass aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte,
jemand der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte.
Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken.
Es merkte einen fatalen Fehler begangen zu haben.
Mit aller Kraft versuchte es die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als dass sie sich bewegen ließ.
So begann es gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer das sich ein
paar Brocken lösten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig.
Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter
zu.
Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbstgebauten Gefängnis und
schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst.
Wie konnte es nur den Schlüssel in all seiner Trauer vergessen?
Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid.
Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor
Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte.
Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die
anderen Herzen. Einige waren blaß so wie es selbst.
Sie schlichen durchs Leben geduckt und allein.
Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot -
Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom anderen.
Doch was das Herz dann sah ließ es staunen und es konnte seine Tränen
nicht verbergen. Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten.
Sie waren weiß und regten sich kaum noch.
Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag.
Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlüssel
ihres Gefängnisses so gut versteckt, dass niemand ihn fand
Da fühlte das Herz zum 1. Mal, dass es ihm noch gar nicht so schlecht
ging. Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen
Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und
probierte alle Schlüssel die es finden konnte.
Es probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wusste,
dass sie nicht passen würden.
Nach einiger Zeit merkte das Herz, dass es wieder einen Fehler begangen hatte.
Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen.
Es verstand, dass man das Glück nicht erzwingen kann.
Frei ist man nur, wenn man frei denken kann. Das Herz entspannte sich
erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den
Spiegel und begann sich so zu akzeptieren wie es war,
blassrosa und faltig.
Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere
Gewissheit, dass es auf seine Art und Weise wunderschön war.
So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und nach und
immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines
Vogels am Himmel.
Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben.
Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein
goldenes Schimmern zu erkennen war.
Das Herz traute seinen Augen nicht.
Da war der Schlüssel, den es damals
mit in den Stein eingemauert hatte.
Das hatte es durch all seinen Schmerz und Selbstmitleid vergessen und jetzt wo es den Schlüssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so
sicher erschien, ihn nie wieder zu brauchen.
Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloss.
Mit lautem gequietschte schob sich die schwere Stahltür zur Seite.
Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloss die Augen und atmete tief die frische Luft ein.
Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und
nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin.
Das Herz dachte wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und
begab sich auf den Weg um Freunde zu finden.
Den 1. den es traf war eine lustiger Geselle, der das Leben zum schießen
komisch fand und über 1000 Freunde hatte.
Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich
lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, dass diesem "Freund" einiges fehlte; -
der Tiefgang.
Was war das für ein Freund, mit dem es nur lachen aber nie weinen konnte?
Mit dem es nur durch "Dick" aber nie durch "Dünn" gehen würde.
So zog das Herz weiter, allein, aber reich einer neuen Erfahrung.
Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß.
Es wurde direkt freundlich in ihre Mitte aufgenommen.
Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit.
Da war nun eine große Gruppe, wie eine Familie die zusammenhielt, wo
alle gleich waren. Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den
gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich.
Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, dass auch dies
nicht das richtige Ziel sein konnte,
denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität.
In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der Eigenständig war
und sein Leben selbst planen wollte. Also löste das sich das Herz auch
aus dieser Verbindung und genoss sein eigenes Leben.
Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an
einem Haus ankam, dass mit Stacheldraht umzogen war.
Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, dass tatsächlich jemand in
diesem Haus leben würde.
In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte.
Bei dem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte.
Wie sehr es damals gehofft hatte, dass jemand ihm helfen würde und doch
niemand sein stummes Flehen erkannt hatte.
Es wusste, dass es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr
stolz darauf.
Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen aus seinem Verlies zu
kommen?
So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte den
Stacheldraht zu durchtrennen.
Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte.
Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten
Stacheldraht zu finden.
Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur
ahnen konnte was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm
So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um den anderen
wenigstens nah zu sein.
So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst
seiner und begann zu reden.
Tagelang, Nächtelang stand es einfach nur da und redete.
Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem
Leben widerfahren war und es hörte ein schluchzen hinter der dicken Tür.
Unermüdlich sprach das Herz weiter.
Über die lustigen Sachen, die es mit seinem 1. "Freund" erlebt hatte,
über die Wärme, die es bei seiner Familie erfahren
hatte und es vernahm ein leises glucksen von innen.
Erst leise, bis es immer lauter sich in ein gellendes Lachen verwandelte.
Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm.
Es wollte hinaus zu ihm, und es sehen.
Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen.
Es wollte sich an seine Schulter lehnen, sich an es drücken und es nie
wieder verlassen.
Das Herz war glücklich endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was
sollte es nur tun?
Wie auch bei ihm früher, wusste das andere Herz nicht mehr wo es den
Schlüssel versteckt hatte.
So fasste das Herz den Entschluss loszugehen um den Schlüssel zu suchen.
Nur wo sollte es anfangen?
Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in
Seen danach; fragte alle die seinen Weg kreuzten, aber niemand wusste
Rat und nirgends fand es den Schlüssel.
So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte. Krabbelte
durch das Loch unterm Zaun um die schlechte Nachricht zu überbringen.
Doch zu seinem Erstaunen, fand es die schwere Stahltür geöffnet.
Wie war das möglich gewesen? -dachte das Herz.
Plötzlich hörte es eine freundliche und liebevolle Stimme hinter sich.
Da sah es ein kleines blassrosa Herz stehen mit glühenden Wangen.
" Ich habe hier auf dich gewartet " sagte das kleine Herz.
Ich habe erkannt, dass man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem
Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich
erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir habe ich den
Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden, der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete "
Sie nahmen sich an die Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam,
ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus bis an ihr Lebensende.......................


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22.06.2010 um 19:06
@Outsider
Oh, die Elefanten-Geschichte kannte ich sogar. :)


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22.06.2010 um 19:06
Der Gedanke

Der Gedanke schwebte über die Erde und suchte einen Platz, um auszuruhen. Er ließ sich auf einer Blüte nieder. Doch sie schwankte nur im Winde und überschüttete ihn mit Blütenstaub. So verließ er sie. Er fand eine Ameise. Doch sie hielt plötzlich inne. So wie sie vorher unermüdlich gesammelt und geschleppt hatte, so verfiel sie in ein endloses Grübeln, rührte sich nicht mehr und verhungerte.
Der Gedanke flog weiter und fand ein Wesen, welches auf dem Boden hockte und lustlos Dinge anstieß, aufhob und sie wieder fallen ließ. "Nimm mich auf!" sagte der Gedanke. "Als Belohnung werde ich dir die Lust schenken, die Freude und den Genuss." So zog der Gedanke in das Wesen ein und nannte es Mensch. Der Mensch sah sich um, und alles, was er fand und tat, bereitete ihm Lust. Er freute sich an den Blumen. Er genoss den Anblick der Wolken. Er liebte es, umherzugehen und innezuhalten. Er aß mit Freude und trank das Wasser mit Lust. Doch er genoss es auch, die Blumen zu zertrampeln, das Wasser zu verschmutzen und die Tiere zu fangen und zu quälen. Da gebot ihm der Gedanke Einhalt: "Ich werde dir den Zweifel geben, damit du bereit bist, über alles, was du tust und über alles, was du lässt, dir Rechenschaft abzulegen." Doch bald saß der Mensch wieder auf dem Boden, zerrissen zwischen dem, was er tun wollte, und der Furcht davor, etwas zu zerstören, ängstlich bemüht, alles zu vermeiden, was er nicht ausführlich bedacht und vorhergesehen hatte. "Das ist nicht gut", sagte der Gedanke. "Als ich dich traf, warst du lustlos und ohne Ziel. Doch jetzt weißt du, was Lust ist, und versagst sie dir aus Angst, dein Ziel zu verfehlen. So will ich dir die Hoffnung geben, die dich aus der erstarrten Umklammerung von Lust und Zweifel befreien soll!" Und so richtete sich der Mensch wieder auf, sammelte und baute, plante und schuf sich eine Welt, von der er hoffte, dass sie ihm zur Lust gereichen werde. Er sammelte Blumensamen, säte und hoffte, sich an ihrem Duft und ihrer Schönheit zu laben, er ersann Speisen und Spiele. Doch er konnte die Zeit nicht vergessen, wo er nur Lust empfand, wo alles, was er tat, ihm Freude bereitete, wo er die Welt genoss, ungetrübt und nicht angenagt von Zweifel. Die Hoffnung schwand, dass es, so sehr er sich auch mühte, je wieder so sein würde. Der Zweifel drohte, die Hoffnung wieder zu ersticken, und der Mensch schien immer mehr in Trübsal zu versinken. Jedes Misslingen schien ihm ein Zeichen, jeder Schmerz brannte sich ihm in die Seele und jedes Scheitern ließ ihn verzweifeln. Die Hoffnung erkrankte und verwandelte sich in Sehnsucht. Da schaute ihn der Gedanke ein letztes Mal an und sagte: "Ich werde dir eine letzte Gabe schenken. Du sollst vergessen können, damit die Hoffnung nicht stirbt und die Freude ungetrübt sein kann."
Und der Mensch vergaß den Gedanken.


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22.06.2010 um 19:07
@mothwoman
:D


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roska Diskussionsleiter
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22.06.2010 um 19:26
@Outsider

Danke für deine schöne Geschichten....ich bin positiv überrascht und freu mich sehr daß hier so schöne Geschichten erzählt werden. Die zweite mit den Gedanken gefällt mir persönlich besser! glg, Roska :)


@Jacy26
Du bringst halt immer wieder Sachen die hier wahrscheinlich einige "aufwecken" , auch wenn sie es nicht zugeben würden. Mit dieser letzten Geschichte bin ich überzeugt, daß du einige damit berührst! Wunderschön und (leider) so wahr!!!


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roska Diskussionsleiter
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22.06.2010 um 19:27
Eine meiner Lieblingsgeschichten! Es ist nicht immer so, wie es scheint zu sein!


Zwei Engel



Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen.
Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? "Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm", meinte er anklagend. Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben.
"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", sagte der ältere Engel. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Manchmal ist das genau das, was passiert, wenn die Dinge sich nicht als das entpuppen, was sie sollten. Wenn du Vertrauen hast, musst du dich bloß darauf verlassen, dass jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist. Du magst es nicht bemerken, bevor ein bisschen Zeit vergangen ist...


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