Umfragen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Sollte Deutschland Entwicklungshilfe zahlen?

6 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Entwicklungshilfe, Verschwendungspolitik ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Seite 1 von 1

Sollte Deutschland Entwicklungshilfe zahlen?

17.06.2011 um 01:48
Ich bin kürzlich auf folgenden Text gestoßen:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13429780/Das-luxurioese-Leben-deutscher-Entwicklungshelfer.html?utm_medium=twitter
und wollte daher mal Fragen, wie ihr zum Thema Entwicklungshilfe steht.

Da hat sich scheinbar ein kleiner Fehler beim Erstellen eingeschlichen. Die 4. Antwort
"Ja, <>" ist für jene die Antwort 2 und 3 zustimmen.


melden
Ja, sie sollte weiter gezahlt werden wie jetzt.
6 Stimmen (9%)
Ja aber man sollte gegen die Verschwendung der Gelder durch Entwicklungshelfer vorgehen.
19 Stimmen (28%)
Ja, es sollte jedoch überprüft ob die jeweiligen Länder bsp. China die noch nötig haben und ggf. dann stattdessen andere mehr unterstüzt werden.
1 Stimme (1%)
Ja, <>
5 Stimmen (7%)
Nein, man sollte die Entwicklungshilfe einstellen bis die eigene Staatsverschuldung abgebaut ist.
14 Stimmen (21%)
Nein, man sollte generell keine Entwicklungshilfe mehr zahlen.
22 Stimmen (33%)
Ich habe eine andere Meinung dazu, nämlich folgende...
0 Stimmen (0%)

Sollte Deutschland Entwicklungshilfe zahlen?

17.06.2011 um 04:30
Grundsätzlich sollten wir natürlich in Entwicklungshilfe investieren. Wenn, dann aber bitte nicht über eine staatliche Behörde. Die braucht man genauso wenig wie einen Gabriel, der sich in einem Audi S8 vorfahren lässt und den Leuten predigt, sie sollen doch bitte auf Elektroautos umsteigen...

Und zur dritten Antwort: Wo bitte ist eine Entwicklungshilfe für China angebracht? Ein Land, dass über 40% der eigenen Wirtschaftsleistung (und damit doppelt soviel wie Deutschland) in die fortwährende Entwicklung steckt (STECKEN KANN!), ist keinesfalls förderungsbedürftig - jedenfalls nicht durch uns.
Etwaige soziale Fehlstellungen sind in diesem Fall wirklich nicht unserer Gelder bedürftig, weil das (jährlich noch immer 9-10%ige) Wachstum mittelfristig eine Besserung zulässt. Auch ohne uns... Legt den Größenwahn ruhig mal ab... Stürzt die Regierung, wenn ihr was tun wollt...

Langsam nervts mich mit dem ständigen "überall Ausgehelfe" auf Kosten der eigenen inneren Situation... Egal obs die Erhaltung der eigenen Infra-, Bildungs- oder sonst einer Struktur ist. Ich will nicht an den Punkt, an dem ich 50% meines ehrlich erarbeiteten Einkommens abdrück, um 10€ für jeden Arztbesuch zu bezahlen, mein Auto kaum noch betanken und mit Müh und Not meine Miete zahlen kann, damit andere Regierungen in ihrem Vorgehen bestärkt werden!

Ich bin auch den Pseudomoralismus leid. Wie arg wir doch Mitleid mit allen Armen haben und uns im nächsten Moment über die Studiengebühren, den Bus-, Bahn- oder Spritpreis beschweren. Ich bin ehrlich froh, dass ich hier leben darf, aber ich kann nichts dafür. Ich hatte Glück. Ich würde diesen "Status" genauso wenig aufgeben wie jeder andere. Ich kann ihn nur nutzen...

Denn den wirklich Bedürftigen helfen wir (als Volk) weitaus mehr, wenn wir selbst stark genug dafür sind und mehr Einfluss nehmen und Druck ausüben können. Ansonsten überweisen wir bloß Geld, dessen Verwendung oft mehr als zweifelhaft ist...

Kurz um: Bevor wir uns abwegige, weltverbessernde Gedanken über alle - ach so bedürftigen machen, sollten wir zusehen, dass wir selbst stabil bleiben und in uns selbst investieren. Damit wäre allen anderen langfristig sicher mehr geholfen, als wenn wir zu großmütig werden und anderen eine fast unstemmbare Last auferlegen, indem wir selbst hilfebedürftig werden - wir sind auf dem besten Weg...


melden

Sollte Deutschland Entwicklungshilfe zahlen?

17.06.2011 um 05:02
ich bin gegen entwicklungshilfe durch geld. wir sollten schwachen staaten auf verwaltungsebene mehr zur seite stehn.


melden

Sollte Deutschland Entwicklungshilfe zahlen?

17.06.2011 um 10:31
Deutschland ist doch das erste Land, das "hier!" schreit, wenn es irgendwo in der Welt finanzielle Löcher zu stopfen gibt. Sei es bei Staatspleiten, Katastrophen, Aufbauhilfen etc.

Deutschland ist selbst hochverschuldet, ich denke, Deutschland sollte sich erst einmal selbst sanieren, bevor die Gelder für andere Länder ausgegeben werden.

Aber bei unseren Politikern eigentlich undenkbar... armes Deutschland!


melden

Sollte Deutschland Entwicklungshilfe zahlen?

17.06.2011 um 14:08
Deutschland zahlt doch schon 0,4% vom BIP Entwicklungshilfe...wieviel denn noch? Wenn ich auf meinen Lohnzettel guck, dann bin ich auch geneigt, mal nach nem Sack Mais geliefert von weißen Konvois zu schreien.


melden

Sollte Deutschland Entwicklungshilfe zahlen?

28.06.2026 um 11:05
hier ist ein ganz interessanter Artikel den ich gerade gelesen habe:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/entwicklungshilfe-in-der-kritik-teure-almosen-fuer-afrika-100.html

Fazit des Artikels für mich - Afrika wünscht sich eine Stärkung der eigenen Wirtschaft und hofft auf mehr Handel mit z.b. Europa.
Doch wie soll man diese zusätzliche Nachfrage und den Bedarf generieren?

auf jeden Fall scheinen z.b. die Investitionen Chinas ein gewisser Jobmotor zu sein wenn dort massiv in manchen Ländern z.b. Straßen gebaut werden:
Rund 36 Milliarden Dollar allein 2016 für Straßen, Häfen und Flughäfen – damit investiert China mehr auf dem Kontinent als die USA und Europa zusammen.
Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/entwicklungshilfe-in-der-kritik-teure-almosen-fuer-afrika-100.html

das hier verstehe ich allerdings nicht:
„China ist aktuell der größte Investor in Afrika. Die USA und andere westliche Staaten haben sich weitgehend auf Entwicklungshilfe konzentriert. Für die Chinesen geht es mehr um Handel und Investitionen, zum Beispiel in den Einzelhandel, in Kommunikationstechnik und natürlich in Rohstoffe.“
Erklärt Dambisa Moyo.
Wieso kann die Entwicklungshilfe anderer westlicher Staaten nich genauso verwendet werden wie die chinesischen Investitionen und was ist der Unterschied bei der Jobgenerierung? vom Bau von Straßen hat Afrika nachdem diese fertiggestellt ist auch nix weiter, das generiert nicht mehr Handel/Umsatz?

und das hier?
Eine Chance auf dauerhafte und nachhaltige Entwicklung. Und dabei können die USA, Europa und China tatsächlich helfen. Über den richtigen Weg sind sich Afrikas Ökonomen weitgehend einig. James Shikwati:
„Eine Zusammenarbeit, die eine höhere Produktivität in Afrika ermöglicht, damit Afrikaner sich z.B. Produkte aus Europa leisten können. Dafür muss allerdings die europäische Handelspolitik geändert werden, die Afrikanern den Zugang zu den Märkten der EU schwer macht.“
Wichtig ist auch, dass Hilfe nicht mehr über die bürokratischen und oft korrupten Regierungen Afrikas fließt, sondern dass Unterstützung an der Basis ankommt. Das heißt, Kapital und Chancen für Jungunternehmer und junge Leute auf der Suche nach einem Job. Aly-Khan Satchu:
„Wenn die Länder hier keine Jobs für ihre jungen Menschen auf dem Kontinent schaffen können, dann steigen sie alle in ein Boot und gehen nach Europa. Selbst aus der europäischen Perspektive müssen wir unsere Denkweise ändern. Wir müssen Chancen schaffen für Afrikaner in Afrika. Das ist die Lösung.
Eine tolle Forderung: "Chancen for Afrikaner in Afrika".. das weiß man doch aber auch schon mehr als 20 Jahre oder und wieso konnte man das nicht so steuern dass es geschieht? zumindest in einigen wenigen Ländern scheinen die Entwicklungshilfen langfristig geholfen zu haben:
Ein kleiner Generator brummt vor sich hin. Er betreibt eine Pumpe, die das Wasser aus einem Damm ein paar hundert Meter den Berghang hinauf auf die Felder leitet. Das ganze Jahr, egal, ob Regen- oder Trockenzeit
„Jeder Farmer bewirtschaftet ein gleich großes Stück Land. Und alle pflanzen Gemüse. Das bringt mehr Geld als Getreide, und der Lebensstandard hier ist im Vergleich zu anderen Dörfern der beste.“
Der Mikrodamm, der das möglich gemacht hat, wurde von der EU finanziert. In Zusammenarbeit mit der Regierung. Eritrea akzeptiert schon lange keine andere Form der Hilfe aus dem Ausland mehr, vor allem keine Nahrungsmittelhilfe. Yemane Gebreab, der Berater des Präsidenten
„Es gab eine Zeit in Eritrea, Anfang der 90er Jahre, zu der 90 Prozent unserer Bevölkerung von Nahrungsmittelhilfe abhängig war. Wir halten nicht viel davon, einfach, weil solche Almosen Abhängigkeit schaffen.“
Hilfe ja, aber nur zur Selbsthilfe – nach den Entwicklungsplänen der Regierung. Dieser Standpunkt hat viele Hilfsorganisationen aus dem Land getrieben, die sich nichts vorschreiben lassen wollten. Die EU ist geblieben – auch nach heftiger Kritik, dass Europa damit ein Unrechtsregime unterstützt
je nach Region scheint also Entwicklungshilfe wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe zu sein. Wenn natürlich in einer Region kein Regen fällt dann kann man auch keinen Damm bauen für den Anbau.


melden

Ähnliche Diskussionen
Themen
Beiträge
Letzte Antwort
Umfragen: Steuergelder ins Ausland schicken?
Umfragen, 7 Beiträge, am 29.10.2025 von Bandsalat
RayWonders am 23.08.2018
7
am 29.10.2025 »