hier ist ein ganz interessanter Artikel den ich gerade gelesen habe:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/entwicklungshilfe-in-der-kritik-teure-almosen-fuer-afrika-100.htmlFazit des Artikels für mich - Afrika wünscht sich eine Stärkung der eigenen Wirtschaft und hofft auf mehr Handel mit z.b. Europa.
Doch wie soll man diese zusätzliche Nachfrage und den Bedarf generieren?
auf jeden Fall scheinen z.b. die Investitionen Chinas ein gewisser Jobmotor zu sein wenn dort massiv in manchen Ländern z.b. Straßen gebaut werden:
Rund 36 Milliarden Dollar allein 2016 für Straßen, Häfen und Flughäfen – damit investiert China mehr auf dem Kontinent als die USA und Europa zusammen.
Quelle:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/entwicklungshilfe-in-der-kritik-teure-almosen-fuer-afrika-100.htmldas hier verstehe ich allerdings nicht:
„China ist aktuell der größte Investor in Afrika. Die USA und andere westliche Staaten haben sich weitgehend auf Entwicklungshilfe konzentriert. Für die Chinesen geht es mehr um Handel und Investitionen, zum Beispiel in den Einzelhandel, in Kommunikationstechnik und natürlich in Rohstoffe.“
Erklärt Dambisa Moyo.
Wieso kann die Entwicklungshilfe anderer westlicher Staaten nich genauso verwendet werden wie die chinesischen Investitionen und was ist der Unterschied bei der Jobgenerierung? vom Bau von Straßen hat Afrika nachdem diese fertiggestellt ist auch nix weiter, das generiert nicht mehr Handel/Umsatz?
und das hier?
Eine Chance auf dauerhafte und nachhaltige Entwicklung. Und dabei können die USA, Europa und China tatsächlich helfen. Über den richtigen Weg sind sich Afrikas Ökonomen weitgehend einig. James Shikwati:
„Eine Zusammenarbeit, die eine höhere Produktivität in Afrika ermöglicht, damit Afrikaner sich z.B. Produkte aus Europa leisten können. Dafür muss allerdings die europäische Handelspolitik geändert werden, die Afrikanern den Zugang zu den Märkten der EU schwer macht.“
Wichtig ist auch, dass Hilfe nicht mehr über die bürokratischen und oft korrupten Regierungen Afrikas fließt, sondern dass Unterstützung an der Basis ankommt. Das heißt, Kapital und Chancen für Jungunternehmer und junge Leute auf der Suche nach einem Job. Aly-Khan Satchu:
„Wenn die Länder hier keine Jobs für ihre jungen Menschen auf dem Kontinent schaffen können, dann steigen sie alle in ein Boot und gehen nach Europa. Selbst aus der europäischen Perspektive müssen wir unsere Denkweise ändern. Wir müssen Chancen schaffen für Afrikaner in Afrika. Das ist die Lösung.“
Eine tolle Forderung: "Chancen for Afrikaner in Afrika".. das weiß man doch aber auch schon mehr als 20 Jahre oder und wieso konnte man das nicht so steuern dass es geschieht? zumindest in einigen wenigen Ländern scheinen die Entwicklungshilfen langfristig geholfen zu haben:
Ein kleiner Generator brummt vor sich hin. Er betreibt eine Pumpe, die das Wasser aus einem Damm ein paar hundert Meter den Berghang hinauf auf die Felder leitet. Das ganze Jahr, egal, ob Regen- oder Trockenzeit
„Jeder Farmer bewirtschaftet ein gleich großes Stück Land. Und alle pflanzen Gemüse. Das bringt mehr Geld als Getreide, und der Lebensstandard hier ist im Vergleich zu anderen Dörfern der beste.“
Der Mikrodamm, der das möglich gemacht hat, wurde von der EU finanziert. In Zusammenarbeit mit der Regierung. Eritrea akzeptiert schon lange keine andere Form der Hilfe aus dem Ausland mehr, vor allem keine Nahrungsmittelhilfe. Yemane Gebreab, der Berater des Präsidenten
„Es gab eine Zeit in Eritrea, Anfang der 90er Jahre, zu der 90 Prozent unserer Bevölkerung von Nahrungsmittelhilfe abhängig war. Wir halten nicht viel davon, einfach, weil solche Almosen Abhängigkeit schaffen.“
Hilfe ja, aber nur zur Selbsthilfe – nach den Entwicklungsplänen der Regierung. Dieser Standpunkt hat viele Hilfsorganisationen aus dem Land getrieben, die sich nichts vorschreiben lassen wollten. Die EU ist geblieben – auch nach heftiger Kritik, dass Europa damit ein Unrechtsregime unterstützt
“
je nach Region scheint also Entwicklungshilfe wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe zu sein. Wenn natürlich in einer Region kein Regen fällt dann kann man auch keinen Damm bauen für den Anbau.