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Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

34 Beiträge, Schlüsselwörter: Clash, Liga, Spieltag 3

Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

26.10.2017 um 00:56

Spieltag 3!


@Atrox vs. @Kältezeit

Euer Match beginnt mit meinem Startschuss am Freitag Abend um 20:00 Uhr!

Ihr clasht im Standardmodus.


Nachtruhe? Variabel.


Euer Thema?

Sex-Roboter - Erweiterte Masturbation oder Fremdgehen?


Positionen?

Atrox ist dafür, dass es voll ok ist, einen Roboter zu vögeln und Kältezeit findet, dass es eher Fremdgehen ist.


Die wichtigsten Regeln nochmal zusammengefasst:

Regeln zur Punktevergabe:

1. Fall: beide Teilnehmer erscheinen zum Clash und posten etwas

  jede/r TeilnehmerIn, der mehr als 8000 Zeichen (ohne Zitate und Leerzeichen) zur Diskussion beigetragen hat, bekommt 1 Punkt für das engagierte argumentieren zum Thema
  der ermittelte Gewinner (durch Bewertung der Juroren und Nutzer-Umfrage) erhält weitere 4 Punkte für den Sieg (insg. 5)
  bei gleicher Endpunktzahl bekommen beide jeweils zusätzlich noch 1 Punkt (also dann 2:2)



2. Fall: nur 1 Teilnehmer erscheint zum Clash

  wenn postende/r TeilnehmerIn innerhalb der ersten 24h mehr als 4000 Zeichen schreibt, zählt das als Sieg -> 5 Punkte
  wenn postende/r TeilnehmerIn unter 4000 Zeichen bleibt, kann ein Ersatztermin vereinbart werden
  der Ersatz-Clash muss dann bis zum Start des nächsten regulären Spieltags (im Normalfall bis zu 3 1/2 Wochen später) beendet sein


Jeder Teilnehmer darf in seinem Match maximal 15 Beiträge posten. Ein Beitrag darf maximal 4k Zeichen beinhalten (Zitate spielen keine Rolle) .


Penis :troll:





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Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

27.10.2017 um 20:10
Hallo liebe Liebenden,
liebe Kältezeit,

noch nie lebten wir in einer Zeit, die von so großer Freizügigkeit geprägt war wie heute. Erst in diesem Jahr wurde die Ehe für alle vom Bundestag beschlossen. Wir leben in einer Welt, in der verschiedene Lebensentwürfe und Liebeleien akzeptiert und toleriert werden.

Toll, oder?

So griffig, wie #Ehefueralle die Trending Topics kaperte und über Deutschland die Regenbogenfahne wehte, so groß ist die Lüge einer sexuell offenen Gesellschaft. An dieser Stelle einen schönen Gruß nach Polygametien. Ihr dürft immer noch nicht heiraten. Unsere Gesellschaft ist zwar offen und die Liebe soll frei sein, aber für euch gilt das irgendwie nicht.

Nun geht es in diesem Clash nicht um Ehe für alle oder um polygame Lebensgemeinschaften, sondern um die Frage, wohin uns die Entwicklung von Sex-Robotern führt und ob diese in einer Beziehung ihre Daseinsberechtigung haben. Ich bin mir darüber im Klaren, dass nicht jeder in unserer tollen, toleranten und bunten Gesellschaft von der Idee angetan ist, dass man sich einfach über eine Robo-Scarlett Johansson hermacht, wenn die Alte mal wieder Migräne hat.

Diese Form der erweiterten Masturbation steckt noch in den Kinderschuhen, hat aber bereits die Marktreife erreicht. Samantha, der erste Fembot, geht aktuell für 2.800 € über die Ladentheke Quelle). Optisch ist sie nicht mehr als eine Gummipuppe, die ein wenig an dem partizipiert, was mit ihr angestellt wird. Die Illusion der Vereinigung findet nicht mehr gedanklich, sondern physisch statt. Und doch bleibt es eine Illusion.

Man müsste verrückt sein, um die einfache Illusion als Fremdverkehr zu betrachten. Dann könnte man auch nach einem feuchten Traum die Scheidung einreichen.

Neben dem Sexroboter als reines Ventil, hat dieser aber auch durchaus eine therapeutische Wirkung. Eine häufige Ursache für Erektionsprobleme ist der Leistungsdruck. Man ist uneins mit sich und seinem Körper, der erwartende Blick der Partnerin beim Öffnen der Hose und zack: Feierabend, nichts geht (hat mir ein Freund erzählt). Nun ist einfach nicht jeder Mann so selbstbewusst und beklatscht sich und sein bestes Stück, wann immer es geht. Es gibt auch die Männer, die starke Zweifel haben. Was hilft da besser als ein Training, bei dem der „Partner“ nicht urteilt oder enttäuscht werden kann?

Ich sehe hier ein wahnsinnig großes medizinisches Potential.

Wo soll das ganze hinführen? Löst der Roboter irgendwann den fleischlichen Partner ab? In manchen Fällen sicherlich. Nun schließt sich auch wieder der Kreis nach Polygametien. Wenn wir in so einer offenen und toleranten Gesellschaft leben würden, wie wir es uns gerne einreden, wäre es überhaupt kein Problem, wenn man sein Leben mit einem Sexroboter teilt. Oder wenn die Partnerin schlicht akzeptiert, dass man ab und an auch mal ein Schäferstündchen braucht, das frei von Erwartungshaltung und Leistungsdruck ist.

Ich freue mich übrigens sehr mal ein Thema zu diskutieren, bei dem man nicht endlos Quellen wälzen muss, sondern einfach frei aus dem Bauch heraus schreiben kann.

Damit schließe ich mein Anfangsplädoyer mit einem Bild von meinem bisherigen Lieblingsroboter und seinem Lover.

nummer-5-gibt-nicht-auf


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Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

27.10.2017 um 20:11
Liebe Leser, lieber @Atrox , liebe dekorative Jurorenschaft.

Heute beschäftigen wir uns also mit der Frage, ob der Geschlechtsakt mit einer technischen Apparatur moralisch einwandfrei oder als Seitensprung - sollte sich der mit der Apparatur-Verkehrende in einer Beziehung befinden - bezeichnet werden kann.



Um mich gedanklich dem Thema anzunähern, stellte ich mir folgende Frage:

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Roboter und einer Hure oder einem namenlosen One-Night-Stand?


Besucht ein Mensch, der sich in einer festen Beziehung befindet, ein Bordell, um bei einer von ihm ausgesuchten Hure Befriedigung zu erlangen, steht für die meisten Menschen zweifelsfrei fest, dass es sich hierbei um einen Seitensprung handelt. Genauso verhält es sich bei unpersönlichem One-Night-Stand-Gerammel.

Aber warum eigentlich? Die Frau macht nur ihren Job, sie steht in keiner emotionalen Beziehung zu ihrem Freier und setzt ihren Körper lediglich zur physischen Befriedigung des Mannes ein, damit sie mit einem Fuffi nach Hause gehen kann. Sie ist in diesem Moment ein Ding, ein Ventil, um körperliche Spannung abzulassen, um Bedürfnisse zu befriedigen, die scheinbar anderweitig nicht zu befriedigen sind. Genauso verhält es sich mit dem One-Night-Stand, der zwar selbst auch einen Mehrwert aus dem Geschlechtsakt ziehen mag, bei dem aber weder von männlicher, noch von weiblicher Seite tiefergehende Gefühle, als das in der Unterhose, eine Rolle spielen (sollten).

Nichts anderes macht der Roboter - der einzige Unterschied zwischen Hure, One-Night-Stand und Roboter ist folglich, dass sowohl Hure als auch ONS menschlich sind und der Roboter nicht.

Weder die Intention der Hure (Geld verdienen), die Absicht des One-Night-Stands (Befriedigung), noch die Intention des Roboters (Programmierung) sind aber entscheidend bei der Frage, wie sich der Betrogene zu fühlen hat bzw. ob er den Geschlechtsakt als Betrug empfindet oder nicht.

Die Intention des Begattenden, des Freiers, des Roboter-Penetrierers, bei der Wahl seines bevorzugten Subjektes oder Objektes, ist entscheidend. Ein Mangel wird kompensiert, den der Partner scheinbar (momentan) nicht zu kompensieren in der Lage ist. Und das nicht mal eben "einfach so", durch einen Selfmade-Handjob, sondern mithilfe eines lebensechten Nachbaus, der einen realitätsnahen Geschlechtsakt simuliert und der zukünftig sogar in der Lage sein wird, eigene "Bedürfnisse" währenddessen zu kommunizieren.

Wo ist also der Unterschied zwischen einem Menschen, der seinen Körper emotionslos zur Verfügung stellt und einem Roboter, der das Selbige tut? Wieso sollte es sich bei Ersterem um einen Seitensprung handeln und bei Letzterem nicht? Und vorallem: wer bestimmt das?



Was passiert, wenn der Roboter so lebensecht wie möglich konzipiert wird, Aussehen und Stimme dem subjektiven Schönheitsdieal angepasst werden?

Wir reden immerhin nicht von diesen Dingern:

thidOIP.vzgFD0cigC8ZWYiWswUHvgDZEfpid15.1

, sondern von diesen:

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Handelt es sich beim Geschlechtsverkehr mit obiger Dame tatsächlich nur um erweitete Selbstbefriedigung, zumal der Roboter dermaßen personalifiziert werden kann, dass er der absoluten Traumfrau des Roboter-Begatters (im Folgenden "User" genannt) enstpricht? Und warum ist das eine schlimm und das andere nicht, obwohl beide (Hure und Roboter) vom Freier / User zunächst objektifiziert werden und lediglich der eigenen Bedürfnisbefriedigung dienen?

Kann ich auf ein Ding eifersüchtig sein, das mein Partner während des Beischlafes als real ansieht? Ich sage ganz klar: Ja, natürlich! Denn in dem Moment des Beischlafes, stellt sich der User vor, er würde mit einer echten Frau verkehren - ansonsten müssten die Roboter, oder all die Sexpuppen dieser Welt, die es bereits auf den Markt geschafft haben, nicht dermaßen lebensecht modifiziert werden, und könnten auch einfach nur aussehen wie ein Wall-E, ausgestattet mit einem möglichst großen und rostfesten Einspritzventil / Auspuffrohr.

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Vielleicht können mein Clashpartner und ich, diesen Fragen innerhalb dieses Clashes ja etwas auf den Grund gehen. Schön, dass ihr eingeschaltet habt!


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27.10.2017 um 20:33
Atrox schrieb:Man müsste verrückt sein, um die einfache Illusion als Fremdverkehr zu betrachten. Dann könnte man auch nach einem feuchten Traum die Scheidung einreichen.
Wenn ich tausende von Euros in die Anschaffung dieser "Ilusion" stecke, und sie demnach nicht nur dem einmaligen Gebrauch dient, sondern langfristig die Partnerin im Bett ersetzen oder ablösen soll, dann ist die Scheidungsfrage wohl doch nicht ganz so unangebracht.

Sogar die Vorgänger der Roboter, nämlich die lebensechten Silikonpuppen, verursachen bereits gewisse Beziehungsprobleme und Eifersuchtsdramen:

https://www.welt.de/vermischtes/article166463119/Meine-Frau-ertraegt-die-Silikonpuppe-widerwillig.html
Die Puppen zerstören Familien

Zu den Käufern zählen Menschen mit Behinderung oder Witwer. Und Männer wie Senji Nakajima, denen das Leben mit echten Frauen zu anstrengend ist. „Die sind so fordernd“, sagt der 62-Jährige, während er seine Plastikfreundin Saori zärtlich wäscht. In der Tokioter Wohnung des Geschäftsmanns sitzen noch zwei seiner früheren Kunststoff-Lieben und ein Gummi-Torso. An der Wand hängen gerahmte Fotos von Saori. Manchmal nimmt er sie auch mit zum Skifahren oder Surfen.
Echte Frauen sind zu fordernd? Ach was. Aber dennoch kann man nach unserem Vorbild, Sexobjekte - umzogen mit einem Silikonmantel - herstellen und benutzen. Nur still halten muss sie eben und alles machen und über sich ergehen lassen, was der Mann von ihr will. Und bloß nicht zu fordernd dreinschauen! Gut, dass die Dame von all dem nichts merkt, dennoch spricht es gegen Männer, die sich für diese Art der sexuellen Befriedigung entscheiden.

Ein weiterer Auszug:
„Egal was für Probleme ich habe – Mayu ist immer da und wartet auf mich. Ich liebe sie über alles und möchte mit ihr begraben werden.“
Gut, dass er Mayu hat. Denn keine Frau würde sich diesem Mann, mit diesen argen Problemen, wohl freiwillig hingeben.


Wie sieht es aus, wenn diese Puppen auch noch Mimik und Gestik, eine eigene Stimme und einen Charakter aufweisen, weil ein Roboter in ihnen verbaut wird? Ist dann die Frau von heute ausrangiert, sofern sie es wagt, fordernd zu sein?


Ich gehe sogar noch weiter und sage, dass es viel schlimmer ist, mit einem Roboter zu schlafen, als mit einer wahllos ausgesuchten Hure / ONS. Die Objektifizierung tritt bei den den Bedürfnissen angepassten Robotern immer mehr in den Hintergrund, wenn man in der Lage ist, sich seine Traumfrau zu konzipieren. Haarfarbe, Augenfarbe, Stimme, "Charakter" und Körperbau sind variabel und werden so verbaut, wie der Begattende am meisten drauf anspringt und erregt wird.

Aus dem Objekt wird ein Subjekt, mit dem man des Öfteren sein Bett teilt. Kein schnöder Seitensprung mehr, nein, eine Langzeitaffäre. Der Beischlaf mit dem Roboter tritt also an die Stelle eines fixen Handjobs, bei dem lediglich Phantasien oder voyeuristisches Verhalten (Porno) stimulierend wirken. Man findet Erfüllung, in dem man mit einem - seinen Bedürfnissen, Vorlieben und Präferenzen - angepassten Objekt schläft, das in dem Moment zum Subjekt wird, weil es den Begierden und Wünschen des Users vollstens angepasst wurde und es ihn erregt.

Diese Sexroboter imitieren lebensechten Beischlaf, indem sich sich bewegen, stöhnen und auch anhand ihrer Mimik gewisse Regungen vortäuschen. Ich wüsste nicht, warum etwas, das Huren und ONS in Zukunft sogar zum Teil verdrängen könnte (es gibt schon Bordelle, die lediglich auf Sexpuppen ausgerichtet sind -> http://www.bild.de/news/ausland/sex-puppe/sexpuppen-bordell-50635814.bild.html), auf einmal innerhalb einer Beziehung legitim sein sollte.


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27.10.2017 um 20:42
Gerne beantworte ich die vielen Fragen, die du in deinem Eingangspost stellst.
Kältezeit schrieb:Wo ist also der Unterschied zwischen einem Menschen, der seinen Körper emotionslos zur Verfügung stellt und einem Roboter, der das Selbige tut?
Neben 60 bis 120 kg Fleisch und Blut, vorallem das Vorhandensein des "Geistes" oder der Seele. Ein Mensch ist, insbesondere auf der emotionalen Ebene, vielschichtiger als es ein Roboter je sein könnte. Glaubst du wirklich, dass ein Freudenmädchen komplett emotionslos mit sich umgehen lässt? Unterhalten die sich nicht mit ihren Freiern? Natürlich sind die Emotionen nicht im Bereich "Liebe" zu finden, aber die Argumentation kannst du auf jeden Beruf ausweiten. Auch der Fabrikarbeiter am Fließband ist keine Maschine und hat Emotionen bei seiner Arbeit.
Kältezeit schrieb:Wieso sollte es sich bei Ersterem um einen Seitensprung handeln und bei Letzterem nicht?
Da kannst du genauso gut fragen, warum der Einsatz eines Batterie betriebener Massagestab kein Seitensprung ist. Die emotionale Ebene findet einfach nicht statt.
Kältezeit schrieb:Und vorallem: wer bestimmt das?
In erster Linie bestimmt die Gesellschaft die Tabus...
Kältezeit schrieb:Ein Mangel wird kompensiert, den der Partner scheinbar (momentan) nicht zu kompensieren in der Lage ist.
...wobei sich das auch ein wenig als Angst vor Konkurrenz anhört. Mal ehrlich, was muss man für eine Frau sein, um zu befürchten, dass man von einem Roboter verdrängt wird?
Kältezeit schrieb:Was passiert, wenn der Roboter so lebensecht wie möglich konzipiert wird, Aussehen und Stimme dem subjektiven Schönheitsdieal angepasst werden?
Wahrscheinlich steigen die Verkaufszahlen.
Kältezeit schrieb:Und warum ist das eine schlimm und das andere nicht, obwohl beide (Hure und Roboter) vom Freier / User zunächst objektifiziert werden und lediglich der eigenen Bedürfnisbefriedigung dienen?
Meinst du wirklich, dass ein Mann eine Prostituierte in gleicher Weise objektifiziert, wie es mit einem Haufen Plastik und Schaltkreisen machen würde? Auch wenn ich in solchen Kreisen nicht verkehre, so würde ich doch davon ausgehen, dass es ganz "normale" und emotional "normal" gestrickte Männer sind, die die Bordelle aufsuchen. Ich würde die Frau, die sich anbietet, um vielleicht ihre Kinder durchzufüttern oder ihr Studium davon finanziert, nicht zum Wegwerf-Artikel stilisieren.
Kältezeit schrieb:Kann ich auf ein Ding eifersüchtig sein, das mein Partner während des Beischlafes als real ansieht? Ich sage ganz klar: Ja, natürlich! Denn in dem Moment des Beischlafes, stellt sich der User vor, er würde mit einer echten Frau verkehren
Du sagst es. "Der User stellt es sich vor". Es ist eine Illusion. Nicht mehr und nicht weniger als ein feuchter Traum.
Kältezeit schrieb:Sogar die Vorgänger der Roboter, nämlich die lebensechten Silikonpuppen, verursachen bereits gewisse Beziehungsprobleme und Eifersuchtsdramen:
Solche Beziehungen sind doch von vorne herein zum Scheitern verurteilt. Wenn es nicht die Gummipuppe ist, scheitert es daran, dass der Mann am Wochenende mal eine Stunde vor der Playstation sitzt.
Kältezeit schrieb:Echte Frauen sind zu fordernd?
Wenn Senji Nakajima das so sieht, darf er den Lebensstil leben, der für ihn passt. Oder willst du ihm vorschreiben, dass er gefälligst eine echte Frau heiraten soll und ordnungsgemäß zwei bis fünf Kinder mit ihr in die Welt setzen soll? Aber das ist es, was ich im EP meinte. Obwohl wir so bunt und tolerant sind, gibt es Leute, die nicht in dieses Schema passen. Diese haben dann eben "arge Probleme".
Kältezeit schrieb:Ich wüsste nicht, warum etwas, das Huren und ONS in Zukunft sogar zum Teil verdrängen könnte (es gibt schon Bordelle, die lediglich auf Sexpuppen ausgerichtet sind -> http://www.bild.de/news/ausland/sex-puppe/sexpuppen-bordell-50635814.bild.html), auf einmal innerhalb einer Beziehung legitim sein sollte.
Da du die Roboter und Prostituierten eben schon in einen Topf geworfen hast, sollte es doch eigentlich kein Problem sein, wenn die sich hin und her verdrängen, wie mögen? Ist doch eh alles auf der selben emotionalen Ebene?


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27.10.2017 um 21:01
Atrox schrieb:Neben 60 bis 120 kg Fleisch und Blut, vorallem das Vorhandensein des "Geistes" oder der Seele. Ein Mensch ist, insbesondere auf der emotionalen Ebene, vielschichtiger als es ein Roboter je sein könnte. Glaubst du wirklich, dass ein Freudenmädchen komplett emotionslos mit sich umgehen lässt?
Aber genau das dürfte für den Betrogenen doch keine Rolle spielen - die Hure macht ihren Job, mehr nicht, ob Smalltalk inklusive war, interessiert doch hier überhaupt nicht. Auch die Gefühle der Hure oder des ONS sind unwichtig, bei der Frage, wie man auf einen Seitensprung reagiert. Die Gefühle und die Intention des Fremdgängers sind entscheidend - sonst nichts!
Atrox schrieb:Da kannst du genauso gut fragen, warum der Einsatz eines Batterie betriebener Massagestab kein Seitensprung ist. Die emotionale Ebene findet einfach nicht statt.
Die Frage ist doch, woran und an wen denke ich, während ich mir den Massagestab einführe?
Denke ich ab und zu mal an einen Hollywoodstar, ist das legitim, sofern es nicht zur Obsession wird. Denke ich an den besten Freund meines Freundes, sollte ich das eher nicht so vor ihm kommunizieren, da dieser dann - zu Recht - angewidert wäre.

Wir Frauen unterscheiden auch in emotionalen und körperlichen Betrug - beide sind nicht tolerierbar, der Erstere aber meistens für uns noch schlimmer. Was macht also ein Mann, der seine Silikonpuppe (oder später seinen Sexroboter) zu einem gemeinsamen Spaziergang an den Starnberger See einlädt? Er imitiert hiermit sogar eine Beziehung. Bevor er die - ja nicht zu fordernd dreinblickende - Sili-Susi auf dem Hotelzimmer durchnagelt.
Atrox schrieb:was muss man für eine Frau sein, um zu befürchten, dass man von einem Roboter verdrängt wird?
Scheinbar eine mit Wünschen und Bedürfnissen, eine, die Ansprüche besitzt und diese auch kommuniziert.
Atrox schrieb:Meinst du wirklich, dass ein Mann eine Prostituierte in gleicher Weise objektifiziert, wie es mit einem Haufen Plastik und Schaltkreisen machen würde?
Ist sich der Mann, der einen lebensechten Roboter penetriert, in diesem Moment auch bewusst darüber? Ich glaube nicht.
Atrox schrieb:Da du die Roboter und Prostituierten eben schon in einen Topf geworfen hast, sollte es doch eigentlich kein Problem sein, wenn die sich hin und her verdrängen, wie mögen?
Für mich ist es kein Problem - ich empfinde das (Be-)Nutzen beider Möglichkeiten als Fremdgeherei.


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27.10.2017 um 21:26
Kältezeit schrieb:Aber genau das dürfte für den Betrogenen doch keine Rolle spielen - die Hure macht ihren Job, mehr nicht, ob Smalltalk inklusive war, interessiert doch hier überhaupt nicht.
Vielleicht sollten wir hier tatsächlich mal eine Trennlinie zwischen Sex-Roboter und Prostituierte definieren. Erstmal widerstrebt mit der Begriff Hure.

Hure (ahd. huora, mhd. huore) ist die gemeingermanische, oft abwertende Bezeichnung für eine Prostituierte. (Quelle)

Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist die Prostituierte derart abzuwerten, dass man sie auf eine Stufe mit dem emotionsfreien Haufen Plastik stellen kann. Auch wenn dieses Gewerbe oft anrüchig bewertet wird, ist die Prostitution eine sozialversicherte Beschäftigung, die von einem Menschen ausgeführt wird, der mehr ist als ein Stück Fleisch, dass man bei Bedarf wegknallen kann.
Kältezeit schrieb:Die Gefühle und die Intention des Fremdgängers sind entscheidend - sonst nichts!
Trennen wir das doch mal auf. Du gehst davon aus, dass ein Mann in einer Prostituierten nicht mehr als in einem Sex-Roboter sehen würde. Da geh ich nicht mit. Viele Prostituierten haben ihre Stammkunden und diese kommen sicher nicht wegen dem leckeren Kaffee. Ich stimme zu, dass man die emotionale und körperliche Seite betrachten kann, welche bei einer Prostituierten aber unweigerlich zum Tragen kommen.

Bei einem Roboter bleibt also nur die Intention. Hierbei ist es nicht die Intention fremdzugehen, sondern einfach eine sex-ähnliche Tätigkeit zu vollführen. Die Intention bleibt also die gleiche, wie bei der Selbstbefriedigung. Du magst behaupten, dass die Grenzen zwischen Sex und sex-ähnlich verschwimmen mögen, aber dann kommen wir unweigerlich zu dem Schluss, dass Vibratoren ebenso Fremdgehen sind.
Kältezeit schrieb:Wir Frauen unterscheiden auch in emotionalen und körperlichen Betrug
Ups...sorry. Zu spät gelesen, dass diese Differenzierung exklusiv für Frauen reserviert ist. Ich lasse den vorangegangenen Eintrag mal trotzdem stehen.
Kältezeit schrieb:Scheinbar eine mit Wünschen und Bedürfnissen, eine, die Ansprüche besitzt und diese auch kommuniziert.
Lustig, dass du hier nur Forderungen von Seiten der Frau aufzählst. Auch Frauen dürfen sich mal bemühen, Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen. Vielleicht entspringt es auch nur dem feministischen Zeitgeist, dass stets der Mann in der Bringschuld ist, ich glaube aber, dass eine bemühte Frau garnicht erst in die Verlegenheit kommt, dass ihr Partner sich einen Roboter zulegt. Und in diesem Fall stellt sich die Frage nach Fremdgehen oder nicht auch nicht mehr.
Kältezeit schrieb:Was macht also ein Manm, der seine Silikonpuppe (oder später seinen Sexroboter) zu einem gemeinsamen Spaziergang an den Starnberger See einlädt?
Extremfälle rauszupicken und ihren Lebensstil kritisieren hat doch nichts mit der Ausgangsfrage zu tun. Wenn ein Mann seine Zeit lieber mit einer unkomplizierten Gummipuppe verbringt, so hat er alles Recht der Welt dazu. Außer natürlich, wenn man die glücklichen Mann-Frau-Paare fragt, in deren Sicht kein Platz für alternative Interpretationen des Beziehungsgedanken ist.


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27.10.2017 um 21:50
Atrox schrieb:Wenn Senji Nakajima das so sieht, darf er den Lebensstil leben, der für ihn passt. Oder willst du ihm vorschreiben, dass er gefälligst eine echte Frau heiraten soll und ordnungsgemäß zwei bis fünf Kinder mit ihr in die Welt setzen soll? Aber das ist es, was ich im EP meinte. Obwohl wir so bunt und tolerant sind, gibt es Leute, die nicht in dieses Schema passen. Diese haben dann eben "arge Probleme".
Dieses arge Problem wird aber nicht als solches gesehen, wenn als Belohnung nicht eine Therapie, sondern eben die Erfüllung seiner abstrusen Sexwünsche winkt.

Meinetwegen soll er so leben - aber doch bitte nicht innerhalb einer Beziehung mit einer Frau, wenn diese strikt gegen diese Vereinigung ist. Aber wenigstens kann die ja doch noch etwas, wozu die Sili-Mayu, ohne Roboterinterieur, noch nicht in der Lage ist:  
Ich koche das Abendessen, putze, mache die Wäsche
https://www.welt.de/vermischtes/article166463119/Meine-Frau-ertraegt-die-Silikonpuppe-widerwillig.html


Ich verteufle nicht den Roboter-Sex per se - wenn eine Frau damit keine Probleme hat, dass ihr Angebeteter ab und an eine Robo-Uschi besteigt, dann soll es eben so sein. Wenn ein Single-Mann sich dafür entscheidet, sich mit einem lebensechten Abbild von Angelina Jolie zu vergnügen, ebenso. Aber dann stellt sich auch nicht die Frage, ob man es als Fremdgehen bezeichnen könnte, wenn die Frau aus Fleisch und Blut dem sowieso zustimmt bzw. wenn es überhaupt garkeine Frau gibt, die dem zustimmen müsste.
Atrox schrieb:Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist die Prostituierte derart abzuwerten, dass man sie auf eine Stufe mit dem emotionsfreien Haufen Plastik stellen kann.
Das habe ich auch nicht getan, weil ich lediglich die Intentionen des Freiers mit denen des Users miteinander verglich und feststellte, dass diese sich nunmal gleichen.

Eine Prostituierte wird benutzt, um sich selbst sexuelle Befriedigung zu verschaffen und der Gang des Freundes in den Puff, wird als Seitensprung gewertet. Wieso bei einem Roboter nicht? Weil der keine Gefühle hat?
Welche Gefühle hat denn die Prostituierte, die für den Betrogenen eine Rolle spielen sollten? Freude über das verdiente Geld?

Die wenigsten Prostituierten haben wohl wirklich Spass an ihrer Arbeit, sondern gehen diesem Gewerbe aus einer Not heraus nach. Also welche Gefühle sollten hier eine Rolle spielen?
Warum sprichst du einem Menschen ab, sich betrogen fühlen zu dürfen, wenn ein lebensechter Roboter, der genau so konzipiert wurde, wie der User ihn mag und er ihn erregt, zum Objekt seiner Begierde wird?
Atrox schrieb:Bei einem Roboter bleibt also nur nie Intention. Hierbei ist es nicht die Intention fremdzugehen, sondern einfach eine sex-ähnliche Tätigkeit zu vollführen.
Ich gehe davon aus, dass bei den meisten Fremdgehern die Intention, eine sexuelle Handlung zu vollführen, präsent ist. Das Ziel ist also nicht, eine andere als die eigene Frau zu begatten, sondern überhaupt Sex zu haben. Die meisten Seitensprünge entstehen spontan - anders ist es natürlich, wenn man auf diversen Sexseiten nach Fremdgehmöglichkeiten Ausschau hält.
Atrox schrieb:Vielleicht entspringt es auch nur dem feministischen Zeitgeist, dass stets der Mann in der Bringschuld ist
Ich gebe zu, dass es ein wenig schwerer für euch wurde, seitdem wir uns ganz legitim und aus eignem Entschluss heraus, von euch trennen / scheiden lassen können.
Nun dürfen wir endlich auch wählen, was uns am Besten gefällt und fordern, was uns beliebt.
Atrox schrieb:Wenn ein Mann seine Zeit lieber mit einer unkomplizierten Gummipuppe verbringt, so hat er alles Recht der Welt dazu. Außer natürlich, wenn man die glücklichen Mann-Frau-Paare fragt, in deren Sicht kein Platz für alternative Interpretationen des Beziehungsgedanken ist.
Er hat alles Recht dazu, sofern er sich in keiner Beziehung zu einer leibhaftigen Frau befindet, oder diese damit einverstanden ist - ansonsten muss er eben damit rechnen, dass der eine oder andere Draht seiner neuen Lieblingsfrau, mal auf Feuer- oder Wasserfestigkeit getestet wird.


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27.10.2017 um 22:14
Kältezeit schrieb:Dieses arge Problem wird aber nicht als solches gesehen, wenn als Belohnung nicht eine Therapie, sondern eben die Erfüllung seiner abstrusen Sexwünsche winkt.
Es ist noch garnicht solange her, da wurde auch Homosexualität als "arges Problem" oder "abstruse Sexwünsche" gesehen. Es geht auch am Kern der Frage vorbei, diesen Lebensstil zu bewerten. Es gibt viele ungewöhnliche Hobbies, die von vielen Ehefrauen "widerwillig akzeptiert" werden.

Man kann die gute Frau auch in Gänze zitieren:

„Ich koche das Abendessen, putze, mache die Wäsche. Und Schlaf ist mir sowieso lieber als Sex.“


Diese Frau muss nur so vor sexueller Leidenschaft sprühen.
Kältezeit schrieb:Ich verteufle nicht den Roboter-Sex per se - wenn eine Frau damit keine Probleme hat, dass ihr Angebeteter ab und an eine Robo-Uschi besteigt, dann soll es eben so sein.
Auch eine Beziehung muss ein gewisses Maß an Privatsphäre aushalten. Wie sieht es denn mit Pornos aus? Wenn eine Frau ihrem Partner aktiv verbietet, Pornos zu schauen und er tut es trotzdem, ist das dann Fremdgehen?
Kältezeit schrieb:Das habe ich auch nicht getan, weil ich lediglich die Intentionen des Freiers mit denen des Users miteinander verglich und feststellte, dass diese sich nunmal gleichen.
Das sehe ich eben nicht so. Manch ein Freier sehnt sich sicherlich auch nach der Wärme einer Frau und geht eben diesen Schritt weiter, als dass es der reinen sexuellen Befriedigung dienen würde. Ein oder zwei nette Worte werden doch rein aus Kundenpflege drin sein.
Kältezeit schrieb:Die wenigsten Prostituierten haben wohl wirklich Spass an ihrer Arbeit, sondern gehen diesem Gewerbe aus einer Not heraus nach. Also welche Gefühle sollten hier eine Rolle spielen?
Viele Menschen aus vielen Berufsfeldern haben wenig Spaß an ihrer Arbeit. Die tun es, um ihr Leben zu finanzieren. Ich weigere mich die Prostitution als ein Gewerbe mit einer außerordentlichen Bedeutung zu stigmatisieren. Aber auch die Verkäuferin, die ihren Job eigentlich nicht mag, wird dem netten, leicht verloren-aussehenden, Mit-30er gerne helfen ein Weihnachtsgeschenk für seine Frau zu finden. Es spielen also die Gefühle eine Rolle, die im tagtäglichen Leben eine Rolle spielen.
Kältezeit schrieb:Das Ziel ist also nicht, eine andere als die eigene Frau zu begatten, sondern überhaupt Sex zu haben.
Dieses Argument ist so stumpf. Wenn es darum ginge, überhaupt Sex zu haben, könnten sich die männlichen Fremdgeher ja auch einfach untereinander begatten. Geht ja nur um Sex. Oder man nimmt eine Vagina-Nachbildung. Ist ja auch irgendwie Sex. Die Psychologie des Fremdgehens ist tiefgründiger als ein primatengleicher Mann, dessen Synapsen nur "Sex" senden. Auch Männer haben emotionale Ansprüche.
Kältezeit schrieb:Er hat alles Recht dazu, sofern er sich in keiner Beziehung zu einer leibhaftigen Frau befindet, oder diese damit einverstanden ist - ansonsten muss er eben damit rechnen, dass der eine oder andere Draht seiner neuen Lieblingsfrau, auf Feuer- oder Wasserfestigkeit getestet wird.
In diese Konkurrenzsituation begibt sich Frau dann aber auch ganz bewusst und ohne Not. Der Roboter tritt ja nicht mit der Intention an, der Frau den Mann auszuspannen. Diese Situation entsteht dann erst durch die Frau, die ihrem Mann eben nicht zugestehen will, auch mal anders Druck abzulassen.


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27.10.2017 um 22:25
Bevor wir den Prostituierten aus Fleisch und Blut jetzt noch weiter Unrecht tun und darüber diskutieren, ob diese nicht besser oder schlechter als eine seelenlose Maschine sind, würde ich gerne auf einen weiteren Aspekt eingehen.

Sexsucht ist eine Krankheit, die von der Weltgesundheitsorganisation in verschiedene Stufen eingeteilt wird. Betroffene leiden hierbei an einem stark übersteigerten sexuellen Verlangen. Die Behandlung ist extrem schwer, so liegt diesem Leiden keine organische Ursache zu Grunde. Die Leidenden wählen häufig vor dem Gang zum Therapeuten, den Gang in ein Bordell.

Der Gang ins Bordell ist ein brachialer Vertrauensbruch und in häufigen Fällen dann eben auch der Grund dafür, dass eine Beziehung ein jähes Ende findet. Zurück bleibt der Kranke, dessen Leiden sich durch die Abweisung nur noch mehr verstärkt. Es wird schwieriger sich auf eine Beziehung einzulassen, da das Ende bereits in Stein gemeißelt scheint (Quelle).

Eine Lösung kann hierbei der Sexroboter sein. Dieser erlaubt dem permanenten Drang nachzukommen ohne seinem Partner fremdzugehen. Der noch immer diffuse Behandlungsweg, der nicht unweigerlich zur Heilung führt, zwingt die Betroffenen, die Symptome möglichst abzuschwächen, sodass sie ertragbar werden.


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27.10.2017 um 22:39
Ich gehe davon aus, dass bei den meisten Fremdgehern die Intention, eine sexuelle Handlung zu vollführen, präsent ist. Das Ziel ist also nicht, eine andere als die eigene Frau zu begatten, sondern überhaupt Sex zu haben.

Und dennoch verletzt es, auch, wenn es sich nur um ein - oftmals sehr kurzes - Intermezzo zur Bedürfnisbefriedigung handelt.
Es verletzt, nicht weil der oder die, welche begattet wird, etwas empfindet - also menschlich ist, sondern weil der Begattende einen Vertrauensbruch vollzieht und mit jemand Anderem das teilt, was eigentlich nur dem Betrogenen zusteht.

Die Roboter der Zukunft können gestikulieren, mimisch Gefühlsregungen umsetzen, "Bedürfnisse" kommunizieren und sie sehen genauso aus, wie der User sie haben möchte. Die schlanke Brünette mit dem französischen Akzent gefällig? Kein Problem!
Diese Dame ersetzt also den Gang zum Bordell oder das potentielle Fremdrutschen über einen One-Night-Stand und darf nicht als Seitensprung oder gar als dauerhafte Affäre gewertet werden?
Atrox schrieb:Es ist noch garnicht solange her, da wurde auch Homosexualität als "arges Problem" oder "abstruse Sexwünsche" gesehen.
Homosexualität ist natürlich und auch angeboren - es ist tragisch, dass Forschung und Gesellschaft so lange benötigten, um das einzusehen.

Der Wunsch, Sex mit einer Silikonpuppe oder einem Roboter zu haben, fällt unter "sexuelle Präferenz" und nicht unter "sexuelle Orientierung", wie eben beispielsweise die Homosexualität und kann daher nicht miteinander verglichen werden.

Also wenn du darauf bestehst, dass ich den Beischlaf mit Prostituierten nicht mit dem mit Robotern vergleichen soll, dann bestehe ich aber darauf, dass du Homosexuelle nicht mit Menschen auf eine Stufe stellst, die Puppen besteigen.
Atrox schrieb:Wenn eine Frau ihrem Partner aktiv verbietet, Pornos zu schauen und er tut es trotzdem, ist das dann Fremdgehen?
Dann belügt und hintergeht er sie zumindest mal.

Pornos schauen und auch eventuell kleinere Hilfsmittel zur Befriedigung hinzuziehen, finde ich persönlich völlig legitim und es fällt für mich auch nicht unter "Fremdgehen", sondern eben unter den Begriff der "Selbstbefriedigung". Gerade beim Porno spielt vielmehr der voyeuristische Aspekt eine Rolle.

Sex mit einem lebensechten Roboter, der sich bewegt und das Becken kreisen lassen kann, hat mit Selbstbefriedigung nun aber wirklich nichts mehr zu tun, zumal die Intention des Users hier klar sein sollte: "echter Sex", wenn auch nur simuliert. Aber wäre sich der User während des Robosex' darüber im Klaren, dass er einen Roboter begattet, würde er wohl kaum erregt werden.
Atrox schrieb:Manch ein Freier sehnt sich sicherlich auch nach der Wärme einer Frau und geht eben diesen Schritt weiter, als dass es der reinen sexuellen Befriedigung dienen würde.
Kann man demnächst eben auch mithilfe von Robotern haben. Können wir dann also festhalten, dass hier nicht nur die Gefahr des körperlichen, sondern auch des seelischen Betruges steigt?
Atrox schrieb:In diese Konkurrenzsituation begibt sich Frau dann aber auch ganz bewusst und ohne Not. Der Roboter tritt ja nicht mit der Intention an, der Frau den Mann auszuspannen.
 Auch die Prostituierte tut dies nicht und der One-Night-Stand ebenso nicht. Und dennoch empfindet man eine Verletzung, einen Betrug.
Atrox schrieb:Eine Lösung kann hierbei der Sexroboter sein. Dieser erlaubt dem permanenten Drang nachzukommen ohne seinem Partner fremdzugehen.
Man könnte sich auch einfach einen Partner suchen, der kein Problem mit der Sexsucht und den damit einhergehenden wechselnden Sexualpartnern hat. Wer fühlt sich nicht gerne verstanden und geborgen, trotz - oder gerade wegen vorhandener Präferenzen?
Atrox schrieb:Auch Männer haben emotionale Ansprüche.
Du könntest mir dann ja mal erklären, welche emotionalen Ansprüche während eines One-Night-Stands Erfüllung finden?


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Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

27.10.2017 um 23:08
Kältezeit schrieb:Diese Dame ersetzt also den Gang zum Bordell oder das potentielle Fremdrutschen über einen One-Night-Stand und darf nicht als Seitensprung oder gar als dauerhafte Affäre gewertet werden?
Prinzipiell sieht es genauso aus. Dementsprechend könnte der Sex-Roboter (den ich nicht als "Dame" vermenschlichen würde) sogar Beziehungen retten, da er Neigungen zum Fremdgehen vielleicht sogar ausmerzen könnte. Wie ich schon sagte, wenn man krankheitsbedingt im falschen Bett landet, ist es auch Fremdgehen. Warum also nicht das Prinzip der Substitution anwenden?
Kältezeit schrieb:Der Wunsch, Sex mit einer Silikonpuppe oder einem Roboter zu haben, fällt unter "sexuelle Präferenz" und nicht unter "sexuelle Orientierung", wie eben beispielsweise die Homosexualität und kann daher nicht miteinander verglichen werden.
Wortklauberei! Ob man es nun als sexuelle Orientierung oder als sexuelle Präferenz wertet, obliegt absolut nicht dir und mir. Wichtig ist nur, dass jeder so leben und lieben soll, wie er es mag, solange es im Einklang mit unseren gesetzlichen Grundsätzen ist.
Kältezeit schrieb:Also wenn du darauf bestehst, dass ich den Beischlaf mit Prostituierten nicht mit dem mit Robotern vergleichen soll, dann bestehe ich aber darauf, dass du Homosexuelle nicht mit Menschen auf eine Stufe stellst, die Puppen besteigen.
Ich stelle die beiden nur in der Hinsicht auf eine Stufe, dass ich hoffe, dass beide frei von Diskriminierung so leben können, wie sie es möchten.
Kältezeit schrieb:Dann belügt und hintergeht er sie zumindest mal.
Ja, Fremdgehen und Betrügen ist nicht zwangsläufig das gleiche. Wenn meine Frau mir erlaubt von Bett zu Bett zu hüpfen, betrüge ich sie nicht, aber fremdgehen tue ich trotzdem. Wenn ich meiner Frau verspreche, mich der Selbstbefleckung zu entsagen und es dann trotzdem tue, betrüge ich sie, gehe aber nicht fremd. So ist es auch mit dem Sex-Roboter. Ich kann meinen Partner damit vielleicht betrügen, wenn ich gegen eine Abmachung verstoße, aber fremdgehen ist es eben nicht. Dafür braucht es einen anderen Menschen.
Kältezeit schrieb:Kann man demnächst eben auch mithilfe von Robotern haben. Können wir dann also festhalten, dass hier nicht nur die Gefahr des körperlichen, sondern auch des seelischen Betruges steigt?
Nein. Ich sehe immernoch keine Grundlage für eine emotionale Bindung zu einem Roboter. Daran ändert auch der Japaner, den du mit aller Mühe als Beispiel des Standard-Users etablieren möchtest, nichts.
Kältezeit schrieb:Man könnte sich auch einfach einen Partner suchen, der kein Problem mit der Sexsucht und den damit einhergehenden wechselnden Sexualpartnern hat. Wer fühlt sich nicht gerne verstanden und geborgen, trotz - oder gerade wegen vorhandener Präferenzen?


Und wenn man schon mit einem Partner verheiratet war, bevor die Sexsucht wirklich pathologisch wurde?
Kältezeit schrieb:Du könntest mir dann ja mal erklären, welche emotionalen Ansprüche während eines One-Night-Stands Erfüllung finden?
Die emotionale Bindung zu einem Menschen, auch wenn man das Bett nur für eine Nacht teilt, ist keine Einbahnstraße. Man fühlt sich begehrenswert, bestätigt, für eine gewisse Zeit geborgen und kann diese Gefühle auch wieder zurückgeben. Zu einem ONS hat man eine andere Bindung als zu einem Vibrator. Ebenso hat man zu einer Prostituierten ein anderes Verhältnis als zu einer Taschenvagina. Das Verhältnis zu einem Sex-Roboter ist eben eher das Verhältnis zum Instrument, welches keinerlei menschliche Emotionen zurückgeben kann.


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Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

28.10.2017 um 11:10
Guten Morgen lieber Atrox und LeserInnen,
Atrox schrieb:Warum also nicht das Prinzip der Substitution anwenden?
Der User vermenschlicht den Roboter aber in dem Moment des Beischlafes, ansonsten wäre es garnicht nötig, ihn so zu konzipieren, dass er aussieht und sich anfühlt, wie eine echte Frau aus Fleisch und Blut. Dann könnte er auch mit einem Robotergerüst verkehren und nicht mit einer Dame, die vollständig nach seinen Bedürfnissen und Vorlieben entwickelt wurde.  Und genau hier sehe ich ein Problem.

Robotersusi ist nicht nur vom Äußeren her perfekt für ihren User, sondern ihr wird auch noch eine Stimme, ein Charakter, vielleicht sogar gewisse Eigenheiten gegeben.
Kein anonymes Seitengespringe mehr, sondern personalisierter Sex, der eventuell sogar (emotionale) Bedürfnisse erfüllt, die ein schnöder Seitensprung mit einem Menschen nicht erfüllen kann.




Wir sollten uns an dieser Stelle vielleicht einmal fragen, wieso die meisten Menschen in einem Seitensprung einen Verrat an sich selbst sehen.
Wieso haben wir ein Problem damit, wenn der Partner, um seine Sexualität auszuleben, eine andere Person als den Partner erwählt, so kurz und unpersönlich das Intermezzo auch sein möge?

Ein wichtiger Aspekt hierbei, ist wohl die Angst vor dem Vergleich.

Jetzt stellen wir uns mal vor, dass wir nunmehr nicht mehr nur mit dem One-Night-Stand verglichen werden, der morgens, wenn der Promillepegel gesunken ist,  sowieso wieder ganz anders aussieht, sondern mit dem quasi Fleischgewordenen Abbild  all der Gelüste und Präferenzen unseres Partners. Robo-Susi ist nicht nur schlanker, sie hat festere Brüste, eine dünnere Taille, volleres Haar und sie erzählt die besseren Witze. Und ganz wichtig: sie wurde so programmiert, dass sie ja nicht zu fordernd auftritt.

Während ich also, mit fordernder Miene, arbeiten gehe und danach den Haushalt erledige, liegt Männe mit Robo-Susi in der Kiste, smalltalked mit ihr, kuschelt ein wenig. Wenn ich dann abends nach der Hausarbeit ins Bett husche, liegt Männe Arm in Arm mit Robo-Susi, weil ich ihm nicht das geben konnte, was er benötigt. Rundum-Betreuung - seelischer und körperlicher Natur. Und während ich mich leise in den Schlaf weine, streichelt Männe die festen Brüste von Robo-Susi, die weder unter einer Schwangerschaft, noch unter dem Älterwerden jemals leiden müssen.
Atrox schrieb:Wortklauberei! Ob man es nun als sexuelle Orientierung oder als sexuelle Präferenz wertet, obliegt absolut nicht dir und mir
Fetische - und darunter fällt nunmal das Bedürfnis, mit Puppen und Robotern zu verkehren, fallen unter den Begriff der Sexualpräferenz. Wenn diese Entscheidung nicht mir obliegt, dann doch hoffentlich wenigstens der Wissenschaft:
Sexualpräferenz oder sexuelle Präferenz (auch sexuelle Neigung) ist ein Oberbegriff für sexuelle Vorlieben, Neigungen, Wünsche und Phantasien, die sich in entsprechenden sexuellen Verhaltensweisen äußern können. Die Vorlieben können sich auf bestimmte sexuelle Praktiken, auf bestimmte Sexualpartner oder -objekte beziehen.
Wikipedia: Sexualpräferenz
Atrox schrieb:aber fremdgehen ist es eben nicht. Dafür braucht es einen anderen Menschen.
&
Das Verhältnis zu einem Sex-Roboter ist eben eher das Verhältnis zum Instrument, welches keinerlei menschliche Emotionen zurückgeben kann.
Nein, es benötigt lediglich die Vorstellung, gerade mit einem anderen Menschen intim zu sein und dieses Bedürfnis an einem reellen Objekt, das in dem Moment zum Subjekt wird, auszuleben.
Atrox schrieb:Nein. Ich sehe immernoch keine Grundlage für eine emotionale Bindung zu einem Roboter.
Dann helfe ich dir ein wenig. Ich sprach ja bereits an, inwiefern Roboter personalisiert werden können:
Zum anderen sind Sexroboter mehr als eine Masturbationshilfe. Harmonys künstliche Intelligenz kann Shakespeare zitieren, mit frechen Sprüchen kontern und Gespräche über Baseball führen. Wie in einer Beziehung lernt Harmony ihren Besitzer kennen und streut gespeicherte Informationen in Konversationen ein. Sie hat menschliche Körpertemperatur und Sensoren, die auf Berührung reagieren. Dank einer Kamera im Auge kann sie Mimik lesen, mit Augenklimpern, Lächeln, Stirnrunzeln oder einer Frage wie „Du siehst müde aus. Kann ich dir was Gutes tun?“ antworten. Roxxxy, Rockys weibliches Pendant, hat mehrere Persönlichkeiten wie Wild Wendy oder Frigid Farrah. Bei Har­mony lässt sich die Persönlichkeit komplett konfigurieren: Je nach Bedarf kann man Parameter wie Lust auf Sex steigern – oder mindern, wenn man sie doch mal den Eltern vorstellt. Praktischerweise stellt Harmony keine Ansprüche, sagt nie Nein und altert nicht.
Und weiter:
„Menschen können sich in Maschinen verlieben – und Roboter können so programmiert werden, als ob sie einen lieben. Sie sind die perfekte Illusion“, sagt ­Oliver Bendel, Professor für Informations- und Maschinenethik an der FH Nordwestschweiz. Fiktives Beziehungserleben mit Sexbots hält er deshalb für möglich.
Quelle: http://m.fitforfun.de/sex-soul/lust/sexbot-265616.html



Jetzt wirst du mir wieder kommen mit "Siehste, da steht doch : Illusion!"
Aber auch, wenn der Partner sich in eine Illusion verliebt, sich also vorstellt, es handele sich um einen echten Menschen, betrügt er mich. Hier sogar nicht nur körperlich, sondern auch emotional.


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Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

28.10.2017 um 19:40
Einen wunderschönen guten Abend, liebe @Kältezeit,

ich steige mal ohne große Umschweife ein und versuche mit dem Männerbild aufzuräumen, welches du hier suggerierst. Männer sind emotional nicht so eingeschränkt, dass sie keinen Unterschied zwischen Mensch und Roboter sehen. Männer bauen emotionale Bindungen zu anderen Menschen auf, selbst wenn diese nicht sexueller Natur sind. Der Gang zur Prostituierten ist kein Gang zu einem Stück Fleisch, auf dem man rumrutschen kann, wie man will. Zwischenmenschlicher Kontakt, echte Emotionen oder einfach nur ein paar warme Worte, machen aus dem Bordellbesuch mehr als die Emotionen, die man bei der Betätigung des On-Knopfs empfindet.
Kältezeit schrieb:Der User vermenschlicht den Roboter aber in dem Moment des Beischlafes, ansonsten wäre es garnicht nötig, ihn so zu konzipieren, dass er aussieht und sich anfühlt, wie eine echte Frau aus Fleisch und Blut. Dann könnte er auch mit einem Robotergerüst verkehren und nicht mit einer Dame, die vollständig nach seinen Bedürfnissen und Vorlieben entwickelt wurde.  Und genau hier sehe ich ein Problem.
Genau in dem Punkt wird deine Argumentation schrecklich inkonsistent. Der Mann, der in den Puff geht, um eben diese zum Objekt gemachten, emotionslose Prostituierte zu poppen, legt bei einem Sex-Roboter aber plötzlich wert darauf, dass man simuliert, dass es menschelt? Da wird einfach kein Schuh draus.
Kältezeit schrieb:Ein wichtiger Aspekt hierbei, ist wohl die Angst vor dem Vergleich.
Heißt, wenn ein Mann anfängt, den 30 cm-Prengel im Nachtschränkchen mit seinem eigenen Gemächt zu vergleichen, hätten wir eine ähnliche Ausgangssituation, ja?
Kältezeit schrieb:Während ich also, mit fordernder Miene, arbeiten gehe und danach den Haushalt erledige, liegt Männe mit Robo-Susi in der Kiste, smalltalked mit ihr, kuschelt ein wenig. Wenn ich dann abends nach der Hausarbeit ins Bett husche, liegt Männe Arm in Arm mit Robo-Susi, weil ich ihm nicht das geben konnte, was er benötigt. Rundum-Betreuung - seelischer und körperlicher Natur. Und während ich mich leise in den Schlaf weine, streichelt Männe die festen Brüste von Robo-Susi, die weder unter einer Schwangerschaft, noch unter dem Älterwerden jemals leiden müssen.
Du versteifst dich da sehr auf den Robo-Gigolo aus deinem Beispiel. Bleiben wir doch einfach beim Status Quo. Der Mann schnappt sich den Roboter oder die Puppe, wenn er gerade Bock hat und Frau unpässlich ist. Dann brauchst du dich auch nicht in den Schlaf weinen, sondern kannst dich daran erfreuen, dass dein Mann es ganz alleine geschafft hat, sein Bedürfnis zu befriedigen. Überraschenderweise haben nämlich auch Männer Ansprüche und Forderungen. Und so wenig ein Mann sich über den besagten 30 cm-Prengel Gedanken macht, so wenig Gedanken sollte eine Frau auch daran verschwenden, dass ihr Mann einen Roboter plötzlich auf emotionaler und körperlicher Ebene anziehender findet als seine Frau.
Kältezeit schrieb:Fetische - und darunter fällt nunmal das Bedürfnis, mit Puppen und Robotern zu verkehren, fallen unter den Begriff der Sexualpräferenz. Wenn diese Entscheidung nicht mir obliegt, dann doch hoffentlich wenigstens der Wissenschaft:


Ich bin kein Sexualwissenschaftler, aber gerade, wenn man über Leute wie Senji Nakajima spricht, verschwimmen die Grenzen da schon signifikant.
Kältezeit schrieb:Nein, es benötigt lediglich die Vorstellung, gerade mit einem anderen Menschen intim zu sein und dieses Bedürfnis an einem reellen Objekt, das in dem Moment zum Subjekt wird, auszuleben.
Wie mit dem 30cm-Prengel, der im Nachtschränkchen schlummert?


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Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

28.10.2017 um 20:09
Atrox schrieb:Männer sind emotional nicht so eingeschränkt, dass sie keinen Unterschied zwischen Mensch und Roboter sehen.
Ich unterscheide auch zwischen meinen Katzen und meinem Kind und dennoch empfindet in aller Regel der Mensch etwas für sein Tier.
Liebe bedarf keiner Erwiderung. Ein Dackel liebt seinen Menschen nicht, das bilden wir uns nur gerne mal ein. Er erkennt ihn als seinen Fressensgeber und Pennplatzbereitsteller und dennoch entwickeln wir Gefühle für Wesen, die uns garnicht so sehr lieben, wie wir es gerne denken und hätten. Genau das Gleiche könnte passieren, wenn jemand einen kleinen Wall-E in seiner Wohnung beherbergt, der Mimiken andeuten und vielleicht sogar sprechen kann. Eine kleine künstliche Intelligenz, die mit uns interagiert und über unseren Tag spricht.

Und jetzt stell dir vor, diese KI ist 1,75m groß, schlank, besitzt ein adrettes Lächeln und dauerharte Nippel.

Ach so, und natürlich einen umwerfenden Charakter.
Atrox schrieb:Genau in dem Punkt wird deine Argumentation schrecklich inkonsistent. Der Mann, der in den Puff geht, um eben diese zum Objekt gemachten, emotionslose Prostituierte zu poppen, legt bei einem Sex-Roboter aber plötzlich wert darauf, dass man simuliert, dass es menschelt? Da wird einfach kein Schuh draus.
Dem Mann, der auf dem Straßenstrich nach Frischfleisch sucht, geht es sicherlich nur um die bloße Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse. Würde er in der Prostituierten ein Subjekt sehen, wäre er wahrscheinlich garnicht in der Lage, sie schnell zu besteigen, ohne darauf zu achten, was ihr gefällt und ihr dann nur einen Hungerlohn dafür zu zahlen. Oder dem Mann, der ab und an mal ein Bordell besucht und keine bestimmte Dame auserwählt, sondern die, die ihm auf den ersten Blick am besten gefällt (Objektifizierung).

Der Mann, der zu einer bestimmten Prostituierten bereits einen engeren Bezug hat, objektifiziert diese natürlich nicht mehr nur, er stillt auch andere Bedürfnisse durch das Zusammenkommen mit ihr, neben der körperlichen Ertüchtigung.
Diese Männer entwickeln oftmals auch tiefergehende Gefühle zu der Dame, so mancher schafft es sogar, diese Gefühle auch bei seiner Angebeteten zu wecken und sie dauerhaft aus dem Milieu zu entfernen.

Ein Mann, der sich einen elendig teuren Sex-Roboter leistet, wird wohl oder übel irgendwann in den Genuss kommen, in ihm nicht nur mehr ein Objekt zu sehen, das ihm die Lenden grault. Er wird einen persönlichen Bezug zu dieser Wesenheit aufbauen, wenn diese mit einem Charakter und einer Stimme ausgestattet ist.
Atrox schrieb:Heißt, wenn ein Mann anfängt, den 30 cm-Prengel im Nachtschränkchen mit seinem eigenen Gemächt zu vergleichen, hätten wir eine ähnliche Ausgangssituation, ja?
Da der Prengel körperlos ist, eigentlich nicht. Ich kann aber jeden Mann verstehen, dem es vor diesem Vergleich ängstigt.
Atrox schrieb:Überraschenderweise haben nämlich auch Männer Ansprüche und Forderungen.
Ja, eine Frau für den Haushalt und ein Roboter für den Sex, für Ausflüge und für's Kuscheln, also das Emotionale?
Atrox schrieb:Wie mit dem 30cm-Prengel, der im Nachtschränkchen schlummert?
Hier würde allenfalls ein seelischer Betrug vorliegen, wenn ich andauernd an ein und den selben Mann denken würde, dem dieser wahrlich prachtvolle Prengel gehören könnte.
Diese Phantasie braucht der Roboter-User garnicht mehr, schläft er ja dauerhaft schon mit einer anderen, seinen Bedürfnissen voll angepassten, Robo-Frau.


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Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

28.10.2017 um 21:18
Kältezeit schrieb:Und jetzt stell dir vor, diese KI ist 1,75m groß, schlank, besitzt ein adrettes Lächeln und dauerharte Nippel.
Sie bleibt aber eine KI. Ein Mann vergisst nicht, dass die vermeintlichen Emotionen nur eine Abfolge verschiedener Algorithmen sind. Es wird dich überraschen, aber auch für einen Mann gibt es weitere Faktoren als "1,75 groß, schlang, adrettes Lächeln und dauerharte Nippel". Die Chemie muss, im wahrsten Sinne des Wortes, stimmen. Menschen versprühen ein komplexes Gemisch an Pheromonen, wenn sie Zuneigung verspüren. Natürlich kann man dies im Zweifel auch hinzufügen, aber dann wandern wir von unserer Ausgangsfrage weg und kommen zu der philosophischen Frage, wieviel Mensch ein Roboter überhaupt sein kann.
Kältezeit schrieb:Ein Dackel liebt seinen Menschen nicht, das bilden wir uns nur gerne mal ein.
Gehen dir die Strohhalme aus oder warum musst du jetzt auch noch auf dem besten Freund des Menschens rumhacken?

Hund trauert um seinen Besitzer
Kältezeit schrieb:Dem Mann, der auf dem Straßenstrich nach Frischfleisch sucht, geht es sicherlich nur um die bloße Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse. Würde er in der Prostituierten ein Subjekt sehen, wäre er wahrscheinlich garnicht in der Lage, sie schnell zu besteigen, ohne darauf zu achten, was ihr gefällt und ihr dann nur einen Hungerlohn dafür zu zahlen. Oder dem Mann, der ab und an mal ein Bordell besucht und keine bestimmte Dame auserwählt, sondern die, die ihm auf den ersten Blick am besten gefällt (Objektifizierung).
Und weiter feierst du das Bild den sexgeilen Mannes, der sich nur schnell ein Stück Fleisch namens Frau über den Pillemann reißen möchte. Ich, als Mann, versuche hier darzulegen, warum selbst ein Freudenmädchen so viel mehr ist, als einfache Befriedigung, während du als Frau versuchst das Gegenteil zu vermitteln. Ist es vielleicht eine weibliche Illusion, damit man den Mann zum sexgesteuerten Urmenschen stilisieren kann, der er garnicht ist?
Kältezeit schrieb:Der Mann, der zu einer bestimmten Prostituierten bereits einen engeren Bezug hat, objektifiziert diese natürlich nicht mehr nur, er stillt auch andere Bedürfnisse durch das Zusammenkommen mit ihr, neben der körperlichen Ertüchtigung.
Diese Männer entwickeln oftmals auch tiefergehende Gefühle zu der Dame, so mancher schafft es sogar, diese Gefühle auch bei seiner Angebeteten zu wecken und sie dauerhaft aus dem Milieu zu entfernen.
Immerhin scheinen wir uns in dem Punkt anzunähern, dass ein Mann auch bei einer Prostituierten bestimmte Emotionen entwickeln kann. Er kann dafür Stammkunde sein, muss es aber nicht. In dem Punkt muss ich doch widersprechen. Vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass sowohl die körperliche als auch die emotionale Ebene eine Rolle beim Besuch einer Prostituierten eine Rolle spielen? So ganz unabhängig davon, ob es auf dem Strich oder in einem Edelbordell ist? Und unabhängig davon, ob es der erste oder der hundertste Besuch ist? Im Elektrofachmarkt fühle ich mich ja auch irgendwie emotional abgeholt, wenn Sympathien (oder auch Antipathien) für den Verkäufer da sind.
Kältezeit schrieb:Da der Prengel körperlos ist, eigentlich nicht.
Ist das nicht etwas kurzgedacht? Soll sich die alles entscheidende Frage nun wirklich dadurch beantworten lassen, dass an dem Prengel nicht noch 20 Kilo Plastik dranhängen?
Kältezeit schrieb:Ja, eine Frau für den Haushalt und ein Roboter für den Sex, für Ausflüge und für's Kuscheln, also das Emotionale?
Und wenn der Roboter auch noch den Haushalt schmeißt, wäre es kein Fremdgehen mehr, weil man auf seine fleischliche Frau verzichten könnte? Gibt es eigentlich eine weibliche Form von Chauvinismus? Dieses Männerbild macht mich fertig.
Kältezeit schrieb:Hier würde allenfalls ein seelischer Betrug vorliegen, wenn ich andauernd an ein und den selben Mann denken würde, dem dieser wahrlich prachtvolle Prengel gehören könnte.
Vielleicht sollten wir "Fremdgehen" näher definieren? Ich habe das Gefühl, dass du die Latte (höhö) da recht niedrig ansetzt und sehr vieles als "Fremdgehen" interpretierst.


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28.10.2017 um 22:03
Bevor die Grenzen zwischen Frau und Roboter verschwimmen können, muss die Technik erst einmal gewährleisten, dass diese sich wie ein Mensch bewegen und reagieren.

Ich habe mal ein paar Beispiele für heutige Roboterbewegung rausgesucht, die als natürlich angesehen werden:

Der Salamander Roboter

Hinter dem Salamanderroboter steckt ein sehr großes Stück an Forschung und Bewegungslehre. Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen, hat man versucht, die Bewegungen möglichst getreu auf einen Roboter zu adaptieren. Das Ergebnis? Schau selbst. Man sieht förmlich die Verzögerungen in der Kommunikation zwischen Rechenplatinen und Servomotoren. Die Bewegungen wirken hölzern und eben roboterartig.



LS3 ist ein Roboter zur Lastenbeförderung im Feld. Nachempfunden ist er der Bewegung eines klassischen Packesels. Man sieht, dass Beinbewegungen sehr gleichförmig und starr sind. Einen Esel hätte ich ohne Text darin nicht erkannt.



Das höchste der Gefühle dürfte im Moment der Roboter "Atlas" sein. Auch wenn die Bewegungsabläufe sehr roboterhaft wirken, sind sie als eindeutig human-inspiriert zu erkennen. Diese Serie, gefertigt von Boston Dynamics, bringt allerdings stolze 130 kg auf die Wage. Ein Schäferstündchen könnte also schmerzhaft werden, wenn ein Algorithmus doch mal eine falsche Bewegung auslöst. Hierbei handelt es sich allerdings um eine militärische Technik, es steckt also unheimlich viel Geld darin.

Eine elektronische Sexpuppe, die zwischen 2.000 und 10.000 Euro liegt, kann also kaum den Anspruch erfüllen, menschlich zu wirken. Wir sollten hierbei auch nicht auf Verkaufstexte vertrauen, die ein sinnliches Abenteuer versprechen. Ein bisschen Gesichtserkennung und folgendes Augenklimpern ist noch keine beeindruckende Sache. Ein Vergleich, dem Frau sich dann stellen würde, ist also hinfällig. Zu Ende gedacht, müsste meine Frau sich dann genauso gut, mit der Playstation vergleichen, die ich ab und an benutze.

Sie tut es nicht. Ich habe sie gefragt.

Im Endeffekt bleiben die Sexroboter also schlichtweg leicht verbesserte Gummipuppen.


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28.10.2017 um 22:07
Atrox schrieb:Sie bleibt aber eine KI. Ein Mann vergisst nicht, dass die vermeintlichen Emotionen nur eine Abfolge verschiedener Algorithmen sind.
Ich will mich nicht zu sehr auf die Männerwelt versteifen, denn sicherlich könnte es auch Frauen geben, die in einem Roboter die Erfüllung ihrer Bedürfnisse sehen und Gefühle entwickeln können, wenn sie irgendwo - emotional oder sexuell, oder beides - einen Mangel empfinden.
Wenn schon unbelebte Alltagsgegenstände bei uns Emotionen auslösen können, ist der anzunehmende Effekt bei humanoiden Robotern noch viel größer, sagt Roboter-Forscherin Julie Carpenter aus den USA. Dabei spielt nicht nur das menschliche oder menschenähnliche Aussehen eine Rolle: "Wenn wir einem Roboter die Funktion zuschreiben, menschliche Bedürfnisse zu erfüllen, dann ist es ganz leicht, für den Roboter auch Gefühle zu entwickeln", sagt sie. "Denn im Sozialgefüge haben wir ihm die Rolle eines anderen Menschen gegeben."
Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/anthropomorphismus-koennen-menschen-roboter-lieben-a-1128553.html

Darauf möchte ich die ganze Zeit hinaus. Leider habe ich den Link gerade eben erst gefunden. Der Sex-Roboter ist in der Lage, unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Ob nun guten Sex oder nette Gespräche zur Betäubung der eignen Einsamkeit. Er bekommt durch uns und unseren Verwendungszweck für ihn, eine Bedeutung, die eigentlich nur für unseresgleichen bestimmt ist und wird demnach irgendwann auch als menschlich von uns angesehen.

Wenn also der Mensch, der seine Robo-Susi regelmäßig nimmt, in ihr mehr sieht, als nur ein Sexinstrument, dann fällt das Agieren mit dieser nicht mehr nur unter Selbstbefriedigung. Es wird nicht nur echter Sex simuliert, er wird auch gelebt.
Atrox schrieb:Gehen dir die Strohhalme aus oder warum musst du jetzt auch noch auf dem besten Freund des Menschens rumhacken?
Wenn die gut platzierten Strohhalme dazu führen, dass du dich an ihnen festbeisst, dann scheinen sie ihre Wirkung ja nicht zu verfehlen.

Emotionen sind physikalische Signale des Körpers und diese werden durch äußere Einflüsse ausgelöst. Gefühle entstehen, indem diese Emotionen mittels Gehirn interpretiert werden. Und das geht nur, wenn ein ICH-Bewusstsein vorhanden ist. Bei höheren Säugetieren, wie den Primaten ist dies feststellbar, bei Hunden und Katzen bisher nicht. Sie spulen nur ihr artspezifisches Verhaltensrepertoire ab.
Dennoch sind sie natürlich kostbare Begleiter.
Atrox schrieb:Ich, als Mann, versuche hier darzulegen, warum selbst ein Freudenmädchen so viel mehr ist, als einfache Befriedigung, während du als Frau versuchst das Gegenteil zu vermitteln. Ist es vielleicht eine weibliche Illusion, damit man den Mann zum sexgesteuerten Urmenschen stilisieren kann, der er garnicht ist?
Ich sehe es garnicht so negativ, wie du.

Es ist menschlich, seine sexuellen Gelüste ausleben zu wollen. Man kann sich darüber streiten, ob es moralisch ist, jemanden hierfür hinzuziehen, der Geld dafür nimmt, denn in diesem Moment benutzt man diese Person zur Befriedigung seines niederen Triebes und ganz klar steht hier nicht der jeweilige Mensch im Fokus.

Ich finde es süß, dass du Freiern per se eine gesunde emotionale Basis unterstellen willst, aber besäßen sie diese, müssten sie wahrscheinlich nicht für Sex bezahlen.
Atrox schrieb:Vielleicht können wir uns ja darauf einigen, dass sowohl die körperliche als auch die emotionale Ebene eine Rolle beim Besuch einer Prostituierten eine Rolle spielen? So ganz unabhängig davon, ob es auf dem Strich oder in einem Edelbordell ist
Nein.

Im Fokus steht, allermeistens, die Befriedigung des Sexualtriebes. Der Gang eines vergebenen Mannes zu einer Prostituierten (ich soll das Wort doch nur schreiben, damit ich weniger Zeichen zur Verfügung habe) fällt unter Fremdgehen - niemals habe ich davon gehört, dass er als erweiterte Selbstbefriedigung bezeichnet wurde. Falls Emotionen hinzukommen, dann ist es ja nur noch schlimmer.
Atrox schrieb:Vielleicht sollten wir "Fremdgehen" näher definieren? Ich habe das Gefühl, dass du die Latte (höhö) da recht niedrig ansetzt und sehr vieles als "Fremdgehen" interpretierst.
Ich denke, ich setze sie nicht niedriger, als viele Andere.

Emotionaler Betrug: ich hege romantische Gefühle für eine andere Person.

Sexueller Betrug: Gefühle müssen nicht vorhanden sein, ich fühle mich aber im Moment des Betruges zu demjenigen körperlich hingezogen.

Beides auch in Kombination möglich. Und diese Kombination könnte des Öfteren auftreten, sollten Sex-Roboter Einzug in unsere Haushalte halten.
Nicht die potentiell möglichen Gefühle meines "Objekts der Begierde" sind entscheidend bei der Frage, ob es sich um Betrug / Fremdgehen handelt, sondern die Intention, die Absichten und
die Gefühle des Betrügenden.


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28.10.2017 um 22:23
@Atrox
Ich sehe, du bist nicht auf dem neuesten technischen Stand. Gerne bringe ich dir aber mal ein Beispiel, wie diese Roboter momentan aussehen und sich verhalten.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Bewegungsabläufe noch flüssiger werden und ihr Verhalten, durch die installierte KI, mithilfe von Interaktion und Lernprozessen, noch menschlicher wirken :

https://youtu.be/4YdTSr2-NpA


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Die Liga 17/18 - Spieltag 3 - Atrox vs. Kältezeit

28.10.2017 um 22:45
Kältezeit schrieb:Wenn schon unbelebte Alltagsgegenstände bei uns Emotionen auslösen können, ist der anzunehmende Effekt bei humanoiden Robotern noch viel größer, sagt Roboter-Forscherin Julie Carpenter aus den USA.
Eine interessante Persönlichkeit und viele Konjunktive. Die "Roboter-Forscherin" hat Abschlüsse in Kommunikationswissenschaften, Technischer Kommunikation und wissenschaftlicher Kommunikation (Quelle, außerdem wundert sie sich wahrscheinlich, wenn sie in ihre Homepage-Statistiken schaut und ausgerechnet von hier aus verlinkt wird :D ). Natürlich hat sie ein Interesse daran, "ihre" Technologie als möglichst mächtig darzustellen. Ich habe so meine Zweifel, ob dies die richtige Expertise ist, um darüber zu urteilen, wie sich eine Technologie auf zukünftige Beziehungen auswirken würde. Ich habe oben ja gezeigt, wie "toll" die Technologie im Moment ist.
Kältezeit schrieb:Wenn also der Mensch, der seine Robo-Susi regelmäßig nimmt, in ihr mehr sieht, als nur ein Sexinstrument, dann fällt das Agieren mit dieser nicht mehr nur unter Selbstbefriedigung. Es wird nicht nur echter Sex simuliert, er wird auch gelebt.
Nehmen wir mal, dass ein Mann wirklich in einer Puppe mehr sieht als in einer Frau, abgesehen von deinem Extrem-Japaner, dann ist es rein technisch immernoch kein Geschlechtsverkehr. Dafür braucht es immernoch zwei Menschen. Eine Frau hat ja auch keinen Sex mit ihrem Vibrator, sondern befriedigt sich lediglich selbst.
Kältezeit schrieb:Emotionen sind physikalische Signale des Körpers und diese werden durch äußere Einflüsse ausgelöst. Gefühle entstehen, indem diese Emotionen mittels Gehirn interpretiert werden. Und das geht nur, wenn ein ICH-Bewusstsein vorhanden ist.
Nein, nicht physikalisch. Entweder chemisch oder physiologisch. Die Verarbeitung von Gefühlen und Emotionen findet im limbischen System statt. Die Bildung von Emotionen wird wegweisend von der Amygdala moduliert. Auch Hunde verfügen über ein limbisches System (https://www.svk-asmpa.ch/hund/gehirn/gehirn3.htm). Und ja, auch bei Männern ist das limbische System vorhanden. Ob zu diesem Repertoire an Emotionen nun auch Liebe gehört, kann man sicher anzweifeln. Eine Manifestation an positiven Gefühlen gegenüber dem Herrchen oder Frauchen ist aber absolut drin.
Kältezeit schrieb:Im Fokus steht, allermeistens, die Befriedigung des Sexualtriebes. Der Gang eines vergebenen Mannes zu einer Prostituierten (ich soll das Wort doch nur schreiben, damit ich weniger Zeichen zur Verfügung habe) fällt unter Fremdgehen - niemals habe ich davon gehört, dass er als erweiterte Selbstbefriedigung bezeichnet wurde. Falls Emotionen hinzukommen, dann ist es ja nur noch schlimmer.


Ja, das ist Fremdgehen. Eine Prostituierte ist eben kein Roboter. Die emotionale Ebene lässt sich aber nicht wegdiskutieren. Weder aus soziologischer Sicht, noch aus chemosensorischer Sicht. Ebenso, dass mehr als Brüste und ein statisches Augenklimpern dazu gehören, um Emotionen zu wecken.
Kältezeit schrieb:Emotionaler Betrug: ich hege romantische Gefühle für eine andere Person.
Also definierst du einen Sex-Roboter als Person?
Kältezeit schrieb:Ich sehe, du bist nicht auf dem neuesten technischen Stand.
Klatsch ein bisschen Haut auf Atlas und häng Brüste dran. Lässt du dich von dem bisschen vorprogrammierter Mimik so beeindrucken?



Hier ein Beispiel mit "echter" Bewegung. Mehr ist für 50.000 Dollar im Moment nicht drin. Also bevor ich mit "soetwas" Sex haben könnte, müsste ich erstmal aus dem Lachen raus kommen, weil die Bewegungen so unendlich albern wirken.


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