@Negev Nun muss ich doch auch mal
:)Ich fange mal so an: 8mm Massivholzparkett ist kein Industrieparkett. Industrieparkett, auch Hochkantlamellenparkett (HKL) genannt, hat mit dem 8mm "Riemchen" nur eins gemeinsam (je nach Art des HKL) sind es die gleichen Stäbe, aber eben hochkant angeordnet. Dadurch entsteht eine Parketthöhe von bis zu 22mm. Mosaik beschreibt nur das Muster der Verlegeeinheit, neben dem klassichen Mosaik gibt es noch Leiterverband, Paralellverband, den Fischgrät (den ich aufgrund der Stabgröße häßlich und extrem unruhig finde, aber jede wie er mag
:) )... Aber das nur am Rande.
Zum Thema schleifen: Das muss selbstverständlich nicht jährlich gemacht werden. Abhängig von der Nutzung und Pflege halten die Oberflächen auch schon mal 20 oder mehr Jahre. Da kommt es vor allem auf die Art der Oberflächenbehandlung an.
Negev schrieb:Wobei ich mitgehe, ist der relativ hohe Pflegeaufwand.
Woher kommt diese Idee? Der Pflegeaufwand ist nicht höher als bei anderen Böden, vor allem da der Flur ja ein Fliesen-/Steinboden sein soll. Was ich auch jederzeit empfehlen würde, da sich so der Schmutz und die Feuchtigkeit nicht bis ins Parkett trägt.
Unabhängig davon, das ich von Fertigparkett im allgemeinen nicht viel halte (auch wenn es da echt gutes Material gibt) sind die beiden von Dir verlinkten "Bretter" (verwirrender Weise "Ein-Stab" genannt) nach der Verlegung ein optischer GAU.
Das liegt vor allem daran, dass das Muster (hier ein unregelmäßiger Verband) an Anfang und Ende eines der "Bretter"unterbrochen wird iund damit sichtbar ist.
Echte Ein-Stab-Parkette, eigentlich 2-Schicht-Parkett, sind da schon eine andere Sache, da die in den "Brettern" zu sehenden Stäbe tatsächlich einzeln verlegt werden. Das ist nicht billig bei Material und Arbeitskosten, aber die schönere Variante. Diese Stäbe haben im allgemeinen eine Stärke von 10-14mm bei Nutzschichten von 3,5 - 4,5mm.
Diese sind risikolos bis zu drei Mal schleifbar. Mit ein wenige Risiko und Mut (kenne keinen Parkettleger das einen solchen Boden ein viertes Mal schleifen würde, vor allem dann nicht, wenn er die vorherigen Male nicht der ausführende Parkettleger war).
Diese Art von Parkett ist eine schöne Alternative zum Massivholzparkett, wird ebenso vollflächig verklebt und wird versiegelt/geölt/gewachst geliefert/verlegt. Dadurch erspart man sich bei der Neuverlegung die recht staubige Schleiferei.
Natürlich sollte der Unterboden geprüft werden. Auf Unebenheiten und Niveau.
Kleinere Unebenheiten lassen sich mit dem Kleber ausgleichen, bei 8mm-Massivholz besser als bei Fertigparkettstäben (materialbedingt). Ansonsten Niveliermasse aufbringen und Unebenheiten beseitigen, dabei verschwinden auch Niveauunterschiede.
Sollte es ein alter Estrich (oder auch anderer tauglicher Unterboden) sein, dann sollte er angeschliffen und ein Haftbrücke aufgebracht werden. Dies dürfte, wie auch die Nivelierarbeiten, nicht im Angebot enthalten sein.
Was Du auch nicht vergessen solltest: Es werden Leisten benötigt, die wohl auch nicht im Angebot enthalten sein dürften. Standartmässig werden Hohlkehlleisten (30/30 oder 24/24) montiert, selbstverständlich gehen auch Sockel, Stuhlsockel oder was auch immer man mag.... immer eine Frage von Geschmack und Kontostand.... oder dem selbstgesetzten Budget
:DSolltest Du Dich für einen Parkettboden entscheiden, dann achte darauf das der Boden einige Tage vor dem Verlegen in der Wohnung lagert, da sich das Holz ein wenig akklimatisieren muss. Auch sollte das Holz auf seinen Restfeuchtegehalt (Holzausgleichsfeuchte) geteste werden, da es produktionsbedingt sein kann, das diese zu hoch ist. Sie sollte ca 11-12% betragen. Bei Fußbodenheizung etwas höher.
Btw: Aufgrund seines hohen Quell- und Schwindverhaltens rate ich von Buche ehr ab.... ausser Du kannst im Winter mit Fugen leben
:D