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Das Scheinwerferparadoxon

97 Beiträge, Schlüsselwörter: Srt Spezielle Relativitätstheorie Paradoxon

Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 13:48
@geeky
Der Link zu Wikipedia behandelt lediglich geradlinig kontraktierte Objekte. Das trifft auf das Scheinwerferparadoxon nicht zu, den beim Scheinwerferparadoxon wird ein Winkel kontraktiert und keine Gerade. Das macht einen großen Unterschied und ist deshalb nicht vergleichbar.

Also, nachdem ich deine Bitte erfüllt habe, mir den Link durchzulesen, erfülle jetzt du meine Bitte, bei der oberen Grafik die beiden fehlenden Linien einzuzeichnen.


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Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 14:00
badhofer schrieb:Der Link zu Wikipedia behandelt lediglich
Dann beschäftige dich mit dem Inhalt des folgenden Links:

https://archive.org/details/arxiv-physics0701222


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Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 14:20
@badhofer
badhofer schrieb: beim Scheinwerferparadoxon wird ein Winkel kontraktiert und keine Gerade. Das macht einen großen Unterschied und ist deshalb nicht vergleichbar.
Erkläre bitte, welchen entscheidenden Unterschied die geometrische Form des bewegten Objekts bewirken sollte. Du erweckst den Eindruck, die RT nur deshalb "zumindest in einigen Punkten verwerfen" zu wollen, weil du diese Punkte nicht verstanden hast.
badhofer schrieb: erfülle jetzt du meine Bitte, bei der oberen Grafik die beiden fehlenden Linien einzuzeichnen.
Wenn du deinem unsichtbaren Einhorn unbedingt Zebrastreifen aufmalen möchtest steht dir das jederzeit frei. Als Auftragsarbeit übernehme ich das gern, aber 'just for fun' erscheint mir das bei dir zunehmend wie Perlen vor die Säue geworfen...


@pluss
pluss schrieb:Dann beschäftige dich mit dem Inhalt des folgenden Links:
Das wird er schon allein deshalb ignorieren, weil dort von einem planen Spiegel die Rede ist statt von einem gekrümmten. :troll:


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Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 15:09
@badhofer

Außerdem ist dir das alles schon mehrfach und überaus detailliert erklärt worden, ohne daß du die dir offenbar nicht genehmen Tatsachen zur Kenntnis nehmen wolltest, z.B. hier:
https://www.uwudl.de/urknall-weltall-leben-forum/4-spezielle-relativitaetstheorie/2489-das-scheinwerfer-paradoxon.html?s...

... mit dem Fazit:
"wenn die Frage ob der Adler beleuchtet wird immer noch unklar ist weine ich lieber der Zeit hinterher die ich bereits vergeblich investiert habe. Immerhin kostet mich so eine Animation mindestens eine hochkonzentrierte Viertelstunde, und zweitens braucht man gar keine zweite Animation um zu erkennen dass es auch nach links funktioniert, sondern nur ein entgegengesetztes Vorzeichen für v in die Formeln einzusetzen"


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Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 19:00
badhofer schrieb:den beim Scheinwerferparadoxon wird ein Winkel kontraktiert und keine Gerade.
Du meinst wohl eher "Bogen" statt "Winkel", eben weil der Spiegel gekrümmt ist statt gerade.

Da aber ist es völlig egal, ob der Spiegel des Schweinwerfers gerade ist oder gekrümmt. Denn dort, wo der Lichtstrahl auftrifft, ist die Spiegelfläche "quasi" plan. Ob der Rest des Spiegels nun gerade ist oder gekrümmt, ist dabei egal. Der Lichtstrahl wird völlig regelkonform reflektiert.


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Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 21:17
perttivalkonen schrieb:Da aber ist es völlig egal, ob der Spiegel des Schweinwerfers gerade ist oder gekrümmt. Denn dort, wo der Lichtstrahl auftrifft, ist die Spiegelfläche "quasi" plan.
Also, du meinst, wenn ich mit einem Laserpointer auf einen Spiegel leuchte, ist es egal, wohin ich den Spiegel drehe, der Lichtstrahl wird immer in dieselbe Richtung gelenkt, weil die einzelnen Photonen auf einen Punkt treffen und ein Punkt kann sich nirgends wohin drehen.
Sehe ich das so richtig?


@geeky
Es ist schon sehr interessant, was du alles hervorholst, nur damit du nicht 2 Striche in eine Grafik einzeichnen brauchst, welche den Sachverhalt sofort klären würden.


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Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 21:30
badhofer schrieb:Also, du meinst, wenn ich mit einem Laserpointer auf einen Spiegel leuchte, ist es egal, wohin ich den Spiegel drehe, der Lichtstrahl wird immer in dieselbe Richtung gelenkt, weil die einzelnen Photonen auf einen Punkt treffen und ein Punkt kann sich nirgends wohin drehen.
Sehe ich das so richtig?
Du siehst ganz offensichtlich überhaupt nichts richtig. Daher wird es nichts helfen, wenn ich Dir "plan" erkläre.


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Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 21:34
@badhofer
badhofer schrieb:Es ist schon sehr interessant, was du alles hervorholst
Nicht wahr? Deine Erkenntnisresistenz ist schon sehr beeindruckend, nicht nur hier auf Allmy. Wann wirst du endlich Vernunft annehmen?

"Du musst dir mehr Mühe geben das dir Gesagte zu verstehen und weniger Zeit damit verschwenden Widersprüche in die Relativitätstheorie zu dichten wo gar keine sind, sonst werden dir irgendwann einmal nur mehr solche Leute antworten die sich noch schlechter auskennen als du."
https://www.uwudl.de/urknall-weltall-leben-forum/4-spezielle-relativitaetstheorie/2489-das-scheinwerfer-paradoxon.html?s...
badhofer schrieb:welche den Sachverhalt sofort klären würden.
Der "Sachverhalt" ist längst geklärt, außer dir hat das nun wohl auch jeder verstanden. Deine intellektuellen Defizite hingegen werden hier genausowenig behoben werden können wie in den vielen anderen Foren, in denen du sie zur Schau stellst.


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Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 22:28
So ganz allmächlich frage ich mich, ob hier nicht jemand ganz gewaltig trollt...
Wie lange soll denn dieses absurde Frage- und Antwortspielchen noch weitergehen?


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Das Scheinwerferparadoxon

01.02.2019 um 23:09
badhofer schrieb:Wenn ein Profifußballer, der sein ganzes Leben lang Fußball gespielt hat und noch nie etwas von Schach gehört hat, wenn sich der mit Schach befassen würde, würde er sich ganz schnell vorstellen können
Vorstellen vielleicht, aber er könnte trotzdem nicht gut Schach spielen (ausser er wäre zufällig so ein eins zu einer Million Naturtalent wie Paul Morphy), denn wie sagte doch schon Bobby Fischer:

Frage: Mr. Fischer, kann jeder Mensch Grossmeister werden?
Bobby: Im Prinzip ja, aber bei den meisten reicht leider die Lebenszeit nicht aus... ;-)

Anyway, @badhofer, ich komme langsam zu der Vermutung dass die ganze Diskussion mit dir vergebliche Liebesmüh ist, dir fehlen glaube ich fundamentale Grundlagen in den Bereichen Mathematik, Physik und Logik. Mal eine Frage aus reiner Neugier: Hast du jemals im Leben irgendwas mit Naturwissenschaft oder Technik zu tun gehabt?


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Das Scheinwerferparadoxon

02.02.2019 um 02:35
@badhofer
badhofer schrieb:Weiters bedingt laut der Relativitätstheorie von Einstein die konstante Lichtgeschwindigkeit, dass Zeit und Längen sich real für alle Beobachter verändern. Das bedeutet, wenn man das Scheinwerferparadoxon auflösen will, müsste man die Relativitätstheorie zumindest in einigen Punkten verwerfen.
Im Gegenteil, im Lichte der Relativitätstheorie existiert gar kein Paradoxon. Wie du bereits sagtest, ist die Lichtgeschwindigkeit konstant und eben nicht relativ zur Bewegungsrichtung des Zuges. Aber deine Schlussfolgerungen , insbesondere deine visuellen Vorstellungen des Phänomens und dein intuitives Verständnis, sind dennoch in euklidischer Geometrie und newton'scher Mechanik verhaftet und die beschriebenen und berechneten Effekte scheinen daher widersprüchlich zu dem, was man gemeinhin den gesunden Menschenverstand nennt.
In dieser Vorstellung ist der Zug mechanisch in Bewegungsrichtung komprimiert und somit verformt sich auch der Scheinwerfer in einer Weise, das ein Strahl der vorher einen Austrittswinkel von 0° hatte nun weit nach oben abgelenkt wird.

Dies ist jedoch nicht der Fall und meine Vorposter haben versucht einen Vorgang näherungsweise darzustellen. Nur lassen sich mit einer Zeichnung die Effekte der Lorentzkontraktion genauso wenig hinreichend darstellen wie beispielsweise Raumkrümmung. Man muss sich dieser Tatsache bewusst sein, wenn man eine solche Zeichnung erstellt als auch interpretiert. In der weiter vorne im Thread geposteten Animation, ist beispielsweise die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant, sondern der Strahl wird vom bewegten Reflektor eingefangen wie ein Tischtennisball. Damit sollte dir begreiflich gemacht werden, wieso der Austrittswinkel 0° beträgt.

Kehrt man die Vorzeichen des Bewegungsvektors um, um den Austrittswinkel des Heckscheinwerfers zu berechnen, ergibt sich auch hier ein Austrittswinkel von 0°. Aber in deiner Vorstellung hast du die Vorstellung des komprimierten Reflektors und des Photons, das in entgegengesetzter Richtung davon huscht und eben nicht vom Reflektor eingefangen wird, sondern, wie es die Gesetze der klassischen Mechanik erwarten lassen würden, in einem Austrittswinkel größer Null resultieren. Das ginge aber nur, wenn die Relativgeschwindigkeit des Lichtstrahls zum Zug größer c wäre, was sie nicht ist.

Und da offenbaren sich die Grenzen solcher Darstellungen, denn wie soll ich etwas in euklidischer Geometrie darstellen, was ihr nicht entspricht? Daher ist deine Forderung eine akkurate Zeichnung anzufertigen sinnlos.

In zahlreichen Youtube-Videos zum Thema wird das bewegte Objekt als gestaucht dargestellt. Das gilt aber nur Näherungsweise, weil es eine absolute Gleichzeitig voraussetzt, die nicht gegeben ist. Lorentzkontraktion ist für den Beobachter nicht als solche sichtbar, sondern als Drehung.

Ich hab das ganze mal versucht darzustellen, aber ich mache darauf aufmerksam, dass diese Zeichnung auch nur eine Näherung ist. Und ja, ich hatte wenig Elan das besonders schön oder genau zu Zeichnen, aber die generelle Idee sollte erkennbar sein.

relativ

Du wirst jetzt vermutlich fragen, warum die bewegte Lok nicht gestaucht ist. Das ist jetzt der Punkt der unsere rein visuelle Vorstellungskraft übersteigt: Die Lok erfährt natürlich eine Längenkontraktion, aber sie ist für die Zeichnung nicht relevant:

lorentzkontraktion

Konnte ich dir mit dieser Zeichnung klar machen, wieso?


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Das Scheinwerferparadoxon

04.02.2019 um 07:42
Hirnschmelzer schrieb:Konnte ich dir mit dieser Zeichnung klar machen, wieso?
Mir nicht. Aber der Zeichnung fehlt ja auch ein wichtiges Element. Ich nehme mal an, das erste soll der Scheinwerfer einer ruhenden Bahn sein, das zweite einer, der an einer Bahn angebracht ist, die sich mit relativistischer Geschwindigkeit bewegt.

Geschwindigkeiten sind aber immer relativ. Was hier fehlt ist das System, zu dem sich hier etwas relativ bewegt. Nennen wir das unbewegte System Bahnhof, und malen unter das Metermaß des System Bahn noch das Metermaß des System Bahnhofs. Dann sehen wir sowohl bei der bewegten Bahn als auch bei der unbewegten Bahn ein unverändertes Längenmaß.


Unbenannt


Mit anderen Worten, ich (sofern ich im Bahnhof stehe) sehe eine verkürzte Bahn. Wenn die Bahn 100 Meter lang ist und ich sie durch die Längenkontraktion auf 60 m verkürze, dann könnte ich eine Messanordnung anbringen die einwandfrei belegt, das der Zug kürzer geworden ist. Und da der Bahnfahrer selbst den Bahnhof als relativistisch betrachtet, sieht er den Bahnhof in Bewegungsrichtung kürzer, als er tatsächlich ist - die Messanordnung würde er aber anders beschreiben als ein ruhender Betrachter am Bahnhof.

Wer was wie lang sieht lässt sich berechnen. Angenommen, der Zug mit ein paar Anhänger ist 100 m lang und bewegt sich mit 0,8 c, wie von Dir angenommen. Dann rechnet man:

Länge gemessen im Bahnhof = Länge des bewegten Objekts * Wurzel(1-(Geschwindigkeit²/c²)

Länge gemessen im Bahnhof = 100 m * Wurzel (1-(0,8²/1²))

Länge gemessen im Bahnhof = 60 m

Also ja, Längenkontraktion ist mess- und nachweisbar, sogar berechenbar. Und damit ist sie auch zu beobachten.


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Das Scheinwerferparadoxon

04.02.2019 um 23:32
@moredread

Die Rahmenbedingungen des Gedankenexperiments beruhen auf den Angaben im Eingangspost, sind also nicht meine Annahmen und daher habe ich sie nicht nochmal explizit erwähnt. Das gleiche gilt die Berechnung der Längenkontraktion. Sie wurde bereits an anderer Stelle vorgenommen, allerdings hat der Threadersteller sich nicht sonderlich für sie interessiert und sie ist auch nicht die Ursache für dessen Denkfehler. Ich weiß auch, wie man den Lorentzfaktor berechnet, aber mangelndes Verständnis für Mathematik ist nicht sein Problem, er zweifelt die Berechnungen nicht mal an, sondern das diese Berechnungen die Realität generell abbilden. Es gehört leider auch zu seiner Angewohnheit, seine Zweifel in diversen Foren zu äußern und auf andere Foren auszuweichen, wenn man seine Theorie debunkt. In einem Link recht am Anfang des Threads findet man sämtliche notwendigen Berechnungen zu dem Thema, die vom Threadersteller jedoch ignoriert wurden.
moredread schrieb:Also ja, Längenkontraktion ist mess- und nachweisbar, sogar berechenbar. Und damit ist sie auch zu beobachten.
Selbstverständlich ist sie berechenbar, das bezweifelt hier niemand, aber sie ist optisch nicht sichtbar aufgrund der Relativität der Gleichzeitigkeit. Wie ich bereits in meinem vorherigen Post erwähnte, wird ein ruhender Beobachter den Zug nicht als gestaucht, sondern als verdreht wahrnehmen. Der Drehwinkel lässt sich mit der Formel sin a = v/c berechnen. In unserem Beispiel sieht der ruhende Beobachter also keinen 60 m langen Zug. sondern einen 100 m langen Zug, der um etwa 53,13° verdreht ist.
moredread schrieb:Geschwindigkeiten sind aber immer relativ.
Nicht die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum. Sie beträgt immer 299.792.458 m/s völlig unabhängig von der Geschwindigkeit des Inertialsystems. Das ist der ganze Kern der Relativitätstheorie.


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Das Scheinwerferparadoxon

05.02.2019 um 09:53
Hirnschmelzer schrieb:Der Drehwinkel lässt sich mit der Formel sin a = v/c berechnen.
Ich bin mal so frei und korrigiere:
sin^{-1} \alpha = \frac {v}{c}


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Das Scheinwerferparadoxon

05.02.2019 um 19:21
moredread schrieb:Also ja, Längenkontraktion ist mess- und nachweisbar, sogar berechenbar. Und damit ist sie auch zu beobachten
Wird nicht ganz einfach sein, weil die Lägenkontraktion stets in der Sichtachse liegt. Entsteht da ein Teleobjektiv-Effekt (weiter entfernte Objekte erscheinen größer als sie von Natur aus sind) ?
Außerdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass die relativistische Längenkontraktion ein Scheineffekt ist: Berechenbar, meßbar, beobachtbar mit der oben genannten Einschränkung, aber tatsächlich nicht existierend. Wie kann man sonst erklären, dass der Zug, wenn er nach seiner relativistischen Reise am Bahnsteig des Beobachtungsbahnhofs ankommt, keinen Millimeter größer oder kleiner ist als zu Beginn seiner Reise. Im Gegensatz übrigens zu seiner Borduhr, die gewaltig nachgeht, weil die Zeitverschiebung "echt" ist. Für die Menschen auf dem Bahnhof, verstehet sich.
Man berichtige mich, wenn man anderer Meinung ist.


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Das Scheinwerferparadoxon

05.02.2019 um 23:45
@pluss

Meine Formel ist korrekt.
Hier der Rechenweg:

sin a = v/c | arcsin (bzw. sin^-1)

a = arcsin 0,8

a = 53,13°
Lupo54 schrieb:Entsteht da ein Teleobjektiv-Effekt
Längenkontraktion offenbart sich optisch als scheinbare Drehung. Sie ist aber ein realer Effekt genau wie die Zeitdilatation. Letztere ist ein wenig anschaulicher, weil die Uhr, wie du bereits richtig angemerkt hast, bei relativistischen Geschwindigkeiten merklich langsamer läuft. Auch wenn die Borduhr am Ende ihrer Reise (idealisiert natürlich) wieder genauso schnell tickt wie die Bahnhofsuhr, lässt sich die während der Reise erfahrene Zeitdilatation als Differenz der verstrichenen Zeit von Bord- und Bahnhofsuhr leicht ablesen.

Das der Zug am Ende der Reise wieder genauso lang ist wie vorher, liegt an der Geschwindigkeitsabhängigkeit der Längenkontraktion. Je schneller der Objekt, desto stärker der Effekt. Genauso wie die Borduhr wieder "normal" tickt, so nimmt der Zug in Ruhe auch wieder seine "normale" Länge an. Denn es handelt es sich bei der Längenkontraktion nicht um eine mechanische Kompression, wie sie ein Gesicht bei einer Achterbahnfahrt erfährt, daher ist sie vollkommen reversibel.
Da der Winkel der scheinbaren Drehung ebenso von der Geschwindigkeit des Objektes abhängt, ließe sich die Längenkontraktion jedoch auf diese Weise indirekt beobachten und messen. Die Messung würde sich in der Praxis (soweit man bei der Vorstellung eines Zuges der mit 0,8-facher Lichtgeschwindigkeit fährt von Praxisbezug sprechen mag) nur schwieriger gestalten als die Messung der Zeitdilatation.


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Das Scheinwerferparadoxon

09.02.2019 um 23:34
Hirnschmelzer schrieb am 04.02.2019:moredread schrieb:
Also ja, Längenkontraktion ist mess- und nachweisbar, sogar berechenbar. Und damit ist sie auch zu beobachten.

Selbstverständlich ist sie berechenbar, das bezweifelt hier niemand, aber sie ist optisch nicht sichtbar aufgrund der Relativität der Gleichzeitigkeit. Wie ich bereits in meinem vorherigen Post erwähnte, wird ein ruhender Beobachter den Zug nicht als gestaucht, sondern als verdreht wahrnehmen. Der Drehwinkel lässt sich mit der Formel sin a = v/c berechnen. In unserem Beispiel sieht der ruhende Beobachter also keinen 60 m langen Zug. sondern einen 100 m langen Zug, der um etwa 53,13° verdreht ist.
Beobachten bedeutet für mich immer im wissenschaftlichen Sinne, d. h. messen.

Wenn Du mit beobachtbar wirklich sehen meinst, ist eh alles vorbei. Der Zug wäre zu schnell, um gesehen zu werden. Bei 0,8 c würde der Lokführer vor sich gar nichts sehen durch die Blauverschiebung (und hinter sich dasselbe durch die Rotverschiebung). Ein Beobachter am Bahnhof... naja, der würde sich in Plasma verwandeln. Ich kann es grad nicht experimentell beweisen, aber ich würde schätzen, ein Zug auf 0,8 c würde selbst die atomare Bindung des Beobachters überlasten.

Was ich aber machen kann, wäre, eine Schranke anzubringen, oder gleich zwei davon. Sagen wir, die Schranke besteht nur aus Licht. Dann könnte ich die beiden Schranken hintereinander in einem Abstand von 60 m anbringen und könnte per Messung belegen, das der Zug zwischen die beiden Lichtstrahlen passt. Und damit kann ich eine Verkürzung des Zuges beobachten, ganz ohne einen Beobachter der etwas sehen müsste, das er aufgrund seines Wahrnehmungsapparates gar nicht sehen kann (oder das ihn gar tötet, bevor er es wahrnimmt).

Und ja, das ist die Relativität der Gleichzeitigkeit. Denn der Lokführer sieht etwas anderes, da für ihn ja sein Zug die gleiche Länge hat, der Bahnhof hingegen verkürzt ist. Deshalb ist dieser Satz von Dir...
Hirnschmelzer schrieb am 04.02.2019:Selbstverständlich ist sie berechenbar, das bezweifelt hier niemand, aber sie ist optisch nicht sichtbar aufgrund der Relativität der Gleichzeitigkeit.
...falsch. Es ist beobachtbar WEGEN der Relativität der Gleichzeitigkeit. Das ist lediglich der Name für einen Effekt. Auch der lässt sich per Formel berechnen, so das ich sagen kann, wo was zu beobachten ist. Kurzer Zug im Bahnhof, asynchrone Schranken aus Sicht der Zugführers.
Hirnschmelzer schrieb am 04.02.2019:moredread schrieb:
Geschwindigkeiten sind aber immer relativ.
Nicht die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum. Sie beträgt immer 299.792.458 m/s völlig unabhängig von der Geschwindigkeit des Inertialsystems. Das ist der ganze Kern der Relativitätstheorie.
Das ist mir schon klar. Aber Du hast nicht von der Lichtgeschwindigkeit gesprochen, sondern von der Geschwindigkeit bspw. eines Zuges. Und dessen Geschwindigkeit ist eben relativ, wie eben alles andere als c. Deine Grafik enthält einen Fehler, den du siehst, wenn Du mal beide Skalen einzeichnest, nämlich die für das ruhende und die für das bewegte System.
Hirnschmelzer schrieb am 04.02.2019:Wie ich bereits in meinem vorherigen Post erwähnte, wird ein ruhender Beobachter den Zug nicht als gestaucht, sondern als verdreht wahrnehmen. Der Drehwinkel lässt sich mit der Formel sin a = v/c berechnen. In unserem Beispiel sieht der ruhende Beobachter also keinen 60 m langen Zug. sondern einen 100 m langen Zug, der um etwa 53,13° verdreht ist.
Das wäre, was Du siehst. Eine Messung würde etwas anderes ergeben, weil es sich bei der Drehung um einen optischen Effekt handelt. Der Zug ist nicht wirklich gedreht, er ist tatsächlich gekürzt. Die Drehung ist kein relativistischer Effekt. Um ihn zu berechnen benötige ich lediglich das Wissen um die Maximalgeschwindigkeit des Lichts. Eine Messanlage hingegen würde die Zuglänge von 60 m belegen.
Lupo54 schrieb am 05.02.2019:Wird nicht ganz einfach sein, weil die Lägenkontraktion stets in der Sichtachse liegt. Entsteht da ein Teleobjektiv-Effekt (weiter entfernte Objekte erscheinen größer als sie von Natur aus sind) ?
Nein. Der Teleskopie-Effekt entsteht bspw. um schwarze-Löcher. Erzeugt wird er von der Schwerebeschleunigung (aka Schwerkraft). Der Zug beschleunigt aber nicht in unserem Beispiel, er fährt nur. Aber es gäbe einen Schwarzeffekt durch die Blauverschiebung, die der Zug optisch für einen ruhenden Beobachter in Fahrtrichtung hätte. Sehen könnte man den Zug natürlich nicht, er wäre schlicht zu schnell. Wäre die Erde perfekt glatt, wäre der Horizont etwa 5 km entfernt. Selbst im Vakuum wäre er zu schnell von Horizont zu Horizont, um ihn wahrzunehmen.
Lupo54 schrieb am 05.02.2019:Außerdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass die relativistische Längenkontraktion ein Scheineffekt ist: Berechenbar, meßbar, beobachtbar mit der oben genannten Einschränkung, aber tatsächlich nicht existierend. Wie kann man sonst erklären, dass der Zug, wenn er nach seiner relativistischen Reise am Bahnsteig des Beobachtungsbahnhofs ankommt, keinen Millimeter größer oder kleiner ist als zu Beginn seiner Reise. Im Gegensatz übrigens zu seiner Borduhr, die gewaltig nachgeht, weil die Zeitverschiebung "echt" ist. Für die Menschen auf dem Bahnhof, verstehet sich.
Man berichtige mich, wenn man anderer Meinung ist.
Naja, der Zug verkürzt sich ja nur aus Sicht des ruhenden Beobachters am Bahnhof. Aus Sicht des Zugführers verkürzt sich der Bahnhof; sein Zug bleibt völlig unverändert. Du könntest also mit der selben Berechtigung fragen, wie es sein kann, das der Bahnhof noch die selbe Länge hat, wenn der Zug zum Stillstand kommt.

Der Effekt ist nicht nur rechen- und messbar, er ist essentiell. Er ist exakt das selbe wie Zeitdilatation. Es gibt keinen Unterschied; der existiert nur, weil du zwischen Raum und Zeit einen Unterschied siehst. Einstein tat das nicht - er sprach von der Raumzeit. Wenn es Zeitdilatation gibt (und das lässt sich aus einer Reihe von Gründen, bspw. GPS oder Myonen, nicht bestreiten) dann muss es auch Raumdilatation geben. Und genau so ist es - Raumdilatation lässt sich übrigens auch hervorragend beobachten, nämlich an der Verzerrung der Raumzeit durch massive Himmelskörper, um nur eines von vielen Beispielen zu nennen.

Also nein, kein "Scheineffekt", ganz sicher ;-)


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