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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

14 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, 1984, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 08:39
Da zur Zeit einige Cold Cases aufgerollt werden, teilweise erfolgreich, möchte ich hier einen weiteren Fall, ca 40 km von meiner Heimat entfernt, einstellen.

Die 15jährige Realschulschülerin Britta Matthäus aus Siegburg kam am 23. Februar nicht aus der Schule nach Hause.
Zwei Tage später entdeckten zwei Jungs die bis fast zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche, nur ein Teil eines Beines war unversehrt, in einem Erdloch in einem Fichtenwald zwischen einem Friedhof und dem "Haus zur Mühlen".

https://www.google.com/url?sa=i&source=web&cd=&ved=2ahUKEwj4vbjG14_fAhUBbVAKHWmJBXkQzPwBegQIARAC&url=http%3A%2F%2Fwww.general-anzeiger-bonn.de%2Fbonn%2Fstadt-bonn%2FUngekl%25C3%25A4rte-Mordf%25C3%25A4lle-in-Bonn-und-der-Region-article3717078.html&psig=AOvVaw0NirQlmLxr8JeYjdvaZaDH&ust=1544339623092269

Ein 23jägriger Anstreichen, der zur Tatzeit in der Nähe des Tatortes gesehen wurde, wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Dass sich seine Alibis später nicht bestätigten, kam nicht mehr zum Tragen.der junge Mann hatte als 17jähriger bereits seine 13jährige Freundin getötet.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/sieg-und-rhein/siegburg/Mordfall-Britta-Matthäus-bis-heute-ungeklärt-article1293924-amp.html
Weitere Indizien hielten einer Überprüfung nicht stand. So wurden Faserspuren des von Britta getragenen Schals am Parka des Angeklagten und am Anorak des Mädchens gefunden; einen eindeutigen Beweis sah ein Sachverständiger darin aber nicht, da der Schal Massenware gewesen sei.
Quelle:
https://www.google.com/url?sa=i&source=undefined&cd=&ved=0ahUKEwjG-emT24_fAhURK1AKHUawC1IQzPwBCAM&url=http%3A%2F%2Fwww.general-anzeiger-bonn.de%2Fregion%2Fsieg-und-rhein%2Fsiegburg%2FAngeklagter-aus-Mangel-an-Beweisen-freigesprochen-article1293923.html&psig=AOvVaw1CYI1-_32Kw3PPpE8UR_8B&ust=1544340590777426

Die Assrevate wurden leider vernichtet.
Allerdings wurden bei der Staatsanwaltschaft die Asservate vom Tatort bereits 1991, drei Jahre nach Abschluss des Gerichtsverfahrens, vernichtet. Warum die nach der Tat sichergestellten Gegenstände nicht mehr existieren - das lässt sich Faßbender zufolge nicht mehr nachvollziehen.
Quelle: https://www.google.com/url?sa=i&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjHh6np24_fAhUEZ1AKHWoTBkEQzPwBegQIARAC&url=http%3A%2F%2Fwww.general-anzeiger-bonn.de%2Fregion%2Fsieg-und-rhein%2Fsiegburg%2FAsservate-schon-1991-vernichtet-article1293922.html&psig=AOvVaw2QMsvATZxFWMGxqI572T9b&ust=1544340769982454


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 08:55
Hier zwei Bilder aus Goggle Maps.
Britta kam aus Kaldauen.
Das untere Bild zeigt den Standort der Schule.

Screenshot 20181208-084214 MapsOriginal anzeigen (1,1 MB)

Haus zur Mühlen befindet sich zwischen der Schule und Kaldauen, wo Britta lebte.

Screenshot 20181208-085146 MapsOriginal anzeigen (1,3 MB)


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 11:15
Hier wird das Dilemma ein wenig deutlich, das entstehen kann, wenn sich ein Tatverdächtiger "anbietet". Ein junger Mann, der schon einmal getötet hat.
Man schießt sich auf diesen TV ein und der wahre Täter bleibt unbehelligt.
Oder man hat den Täter wirklich, ist sich aber zu sicher und arbeitet nicht so sorgfältig, dass der Fall gerichtsfest ist.

Was mich beim Lesen stört ist, dass nur geschrieben wird: hat als 17jähriger seine 13jährige Freundin getötet.
Es könnte sich also auch um eine Beziehungstat gehandelt haben. Wie hat er damals getötet-und warum?

Es könnte durchaus sein, dass der Anstreicher mit diesem Fall nichts zu tun hatte. Dass er nur aufgrund seiner Vorstrafen ins Visier der Ermittler geriet.

Im April schließlich nahm die Polizei einen Tatverdächtigen aus Siegburg fest. Es handelte sich um einen 23-jährigen Anstreicher, der mit 17 Jahren seine damals 13-jährige Freundin getötet und 1978 eine fünfjährige Jugendstrafe erhalten hatte. Im Fall der ermordeten Britta geriet er durch eine Rasterfahndung ins Visier der Ermittler. Er hatte einige Tage vor der Tat und am Tattag an der Hauptstraße in Kaldauen eine Wohnung tapeziert und war laut Zeugen auch in der Nähe des Tatorts einige Male gesehen worden.

Obwohl vieles für ihn als Täter sprach, wies er die Tat immer von sich. Sein Pflichtverteidiger Wolfgang Radermacher ist nach wie vor überzeugt, dass Staatsanwaltschaft und Polizei sich "zu früh ausschließlich auf den Anstreicher als Täter festgelegt" haben. Er erhebt auch heute noch Vorwürfe gegen die Ermittler: "Die Kriminalpolizei hat aus umfangreichen Spurenakten nur diejenigen Spuren und Zeugen herausgefiltert, die für eine mögliche Täterschaft des Angeklagten sprachen."

Einen "Skandal" nennt er in diesem Zusammenhang, dass die Kriminalpolizei nicht die gesamte Spurenakte an die Staatsanwaltschaft und das Gericht weitergeleitet hatte. Daraus habe sich auch eindeutig ergeben, dass Zeugen Britta noch gesehen hatten, als sie schon tot gewesen sein sollte.

Radermacher erinnert sich, dass Staatsanwaltschaft und Gericht "äußerst verärgert" darüber gewesen seien, dass die Polizei nur belastende, aber keine entlastenden Spuren gegen seinen Mandanten vorgelegt habe. Aufgrund unzureichender Beweislage musste der Angeklagte freigesprochen werden. "Die Indizienkette ist immer nur so gut wie ihr schwächstes Glied", sagt Radermacher.

Er fragt sich aber heute noch, warum nicht andere Spuren verfolgt wurden. "Wer hat zum Beispiel die Grube ausgehoben, in der die Leiche gefunden wurde? Haben diese Personen etwas beobachtet?" Den Vorwurf einseitiger Ermittlungen weist der heutige Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender zurück. "Ich sehe keine Anhaltspunkte, die damals ein anderes Vorgehen gerechtfertigt hätten." Die Akten liegen der Staatsanwaltschaft noch vor, jedoch gibt es im Moment keinen Anlass für erneute Ermittlungen.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/sieg-und-rhein/siegburg/Mordfall-Britta-Matthäus-bis-heute-ungeklärt-article1293924.html


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 15:21
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Hier wird das Dilemma ein wenig deutlich, das entstehen kann, wenn sich ein Tatverdächtiger "anbietet". Ein junger Mann, der schon einmal getötet hat.
Man schießt sich auf diesen TV ein und der wahre Täter bleibt unbehelligt.
Oder man hat den Täter wirklich, ist sich aber zu sicher und arbeitet nicht so sorgfältig, dass der Fall gerichtsfest ist.
Was ist aber mit den Faserspuren des Schals, die an seinem Parka gefunden wurden?
Britta hätte so einen Schal getragen. Ok, es war Massenware. Aber er hielt sich in der Nähe des Tatortes auf.
Er hatte schon mal getötet. Auch wenn wir die Hintergründe der Tat nicht kennen, zeigt es doch, dass er in der Lage ist, eine gewisse Hemmschwelle zu überschreiten.

In meinem vorletzten Link oben heißt es:
Der Anwalt präsentierte zwei von der Kripo vernachlässigte Zeugen, die laut eigener Aussage Britta zu einer Zeit gesehen hatten, für den der Angeklagte ein Alibi nachweisen konnte. Denn da hielt er sich bei seiner Bewährungshelferin in Bonn auf. So spielte es keine Rolle mehr, dass sich alle Alibis, die der Angeklagte für die Tatzeit angegeben hatte, nicht bestätigten.
Das sieht auf den ersten Blick nicht gut für ihn aus.
Natürlich kann man ihn deshalb nicht einfach verurteilen, wenn die Beweise nicht reichen.
Wären die die Asservate noch da, könnte man sicher heute einiges mehr tun.
Und das finde ich unfassbar, dass sie vernichtet wurden.
Die Frage ist, was aus ihm wurde. Lebt er noch dort? Zog er weg? Gab es in seinem Umfeld weitere Taten?


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 18:57
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Er hatte schon mal getötet. Auch wenn wir die Hintergründe der Tat nicht kennen, zeigt es doch, dass er in der Lage ist, eine gewisse Hemmschwelle zu überschreiten.
Man müsste wissen, was der Hintergrund dieser Tat in seiner Jugend gewesen ist. Er war dem Opfer ja emotional nahe. Das Mädchen war seine Freundin. Wollte sie sich vielleicht von ihm trennen?
Das sind Dinge, die wir nicht wissen.
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Wären die die Asservate noch da, könnte man sicher heute einiges mehr tun.
Und das finde ich unfassbar, dass sie vernichtet wurden.
Ja. Das ist manchmal zum Haare raufen.
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:So spielte es keine Rolle mehr, dass sich alle Alibis, die der Angeklagte für die Tatzeit angegeben hatte, nicht bestätigten.
Nicht bestätigen bedeutet, dass er keine Zeugen aufbieten konnte. Er gab z.B. an, zur Tatzeit an einem bestimmten Ort gewesen zu sein. Dort hat er Frau X und Herrn Y gesehen.
Frau X und Herr Y gaben an dort gewesen zu sein, können sich aber nicht an den TV erinnern.

Das Übliche eben. Es ist nicht so einfach ein Alibi nachzuweisen.
Es sei denn, man hatte eine feste Verabredung.


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 19:07
@frauzimt
Vorher steht da ja noch:
Der Anwalt präsentierte zwei von der Kripo vernachlässigte Zeugen, die laut eigener Aussage Britta zu einer Zeit gesehen hatten, für den der Angeklagte ein Alibi nachweisen konnte. Denn da hielt er sich bei seiner Bewährungshelferin in Bonn auf
Diese Zeugen wollen Britta also noch gesehen haben. Während er bei der Bewährungshelferin war.
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Man müsste wissen, was der Hintergrund dieser Tat in seiner Jugend gewesen ist. Er war dem Opfer ja emotional nahe. Das Mädchen war seine Freundin. Wollte sie sich vielleicht von ihm trennen?
Klar, das wissen wir nicht. Fakt ist aber, dass er in der Lage war, einem zu gen Mädchen Gewalt bis zum Tode anzutun.

Ein junges Mädchen aber zu töten, ohne in eine Beziehung zu ihr zu stehen, sie dann auch noch zu verbrennen, ist natürlich nochmal eine ganz andere Nummer.
Ich frage mich, ob ihr jemand schon länger aufgelauert hat. Oder ob sie sogar Kontakt zu ihrem Mörder hatte, sei es engeren oder flüchtigen.


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 19:16
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Fakt ist aber, dass er in der Lage war, einem zu gen Mädchen Gewalt bis zum Tode anzutun.
Es ist ja nicht einmal bekannt, wie er das Mädchen getötet hat.
Da er 5 Jahre Jugendstrafe bekommen hat, schätze ich die Tat als gravierend ein.
Als Beispiel: Ich denke nicht, er hat sie geschubst und unglücklicherweise eine Treppe runtergefallen ist.
Das muss schon etwas Schlimmeres gewesen sein.

Ich denke nur, man darf nicht ignorieren, dass er schon früher für ein Tötungsdelikt verurteilt wurde.
Man weiss nur gar nichts darüber (bis auf die Dauer der Haft und, dass das Oper seine Freundin war).

Sehr gut möglich, dass der Täter bis heute noch nicht einmal in Verdacht stand.


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 19:22
@frauzimt
Die Tat an der 13jährigen dürfte 1978 gewesen sein.
Dann war seine Strafe 83 vermutlich rum.
84 passierte der Mord an Britta.
Er war 1978 selbst erst 17. Fast noch ein Kind. Ich denke auch, dass es eine Beziehungstat war.
Dass er dann 1984 Britta getötet haben könnte, zu der zwischen ihm und ihr keine Beziehung bekannt zu sein schien, wäre zunächst schon verwunderlich.
Aber wir haben schon oft wunderliche Dinge hier in diversen Fällen erfahren müssen...


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 19:33
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Dass er dann 1984 Britta getötet haben könnte, zu der zwischen ihm und ihr keine Beziehung bekannt zu sein schien, wäre zunächst schon verwunderlich.
Aber wir haben schon oft wunderliche Dinge hier in diversen Fällen erfahren müssen...
und wie oft kam der täter aus dem nahen umfeld, freundschaft, familie, nachbarschaft etc des opers
und wurde nicht verdächtigt


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 19:34
Sein Verteidiger führt ja als "Alibi" für ihn sozusagen wohl an, dass zwei Zeugen das Opfer in einer Zeit gesehen haben wollen, in der er bei seiner Bewährungshelferin war.

Aber was ich nicht verstehe, von welchem Zeitpunkt des Todes des Mädchens sind die denn sonst ausgegangen, wenn die Zeugen, welche sie gesehen haben wollen, scheinbar so wichtig sind, aber nicht wichtig genug, um genauer zu ermitteln und zu erfragen?

Verstehe ich das richtig, dass der Verteidiger den Beamten vorwirft, dass diese Zeugen nicht weiter befragt oder gehört oder vereidigt worden?

Dann ist die Frage, wie das begründet wurde. Waren das zwei voneinander unabhängige Zeugen...(Zeuge A sieht das spätere Opfer lebend, Zeuge B auch, aber beide kennen sich nicht und sehen das Opfer unabhängig voneinander) oder evtl. Zeugen, welche miteinander verwandt, bekannt usw. sind, gemeinsam in dem Moment auch das Opfer lebend noch gesehen haben? Wie glaubwürdig waren diese Zeugen?

Laut den Eltern haben mehrere Leute auch später noch bei ihnen angerufen und behauptet Britta gesehen zu haben, obwohl sie da wohl schon tot war.

Es gibt doch leider ständig so Zeugen, die meinen, dass sie das Opfer irgendwo gesehen hätten, teilweise im Ausland usw. und nachher stellt sich heraus, dass es gar nicht sein konnte...

Menschen können sich ja auch irren.
Hier stellt sich halt auch die Frage: Wie gut kannten die Zeugen Britta? Waren es Mitschüler, Bekannte, Nachbarn usw.? Kannten sie Britta näher oder zumindest vom öfteren Begegnungen, Sichtungen oder haben sie das nur später anhand des Aufrufs über Medien so gesehen und mitgeteilt?


Aber selbst wenn das Opfer zu dem Zeitpunkt gelebt hatte, als er bei der Bewährungshelferin war, so heißt es ja nicht, dass dies sein Alibi wäre, denn er könnte sie doch auch anschließend ermordet haben?

Inwieweit konnte die Obduktion feststellen, wann der Todeszeitpunkt war? Ich habe nichts zur Todesursache gefunden oder habe ich das übersehen? Konnte festgestellt werden, ob sie vergewaltigt wurde?
Klar allein, dass sie verbrannt wurde, legt mehr als nahe, dass es sich kaum um einen Unfall gehandelt haben kann....also sollte eine Straftat verdeckt werden.

Ich habe auf die Schnelle im Internet nichts weiteres dazu gefunden, liegt es daran, dass der Fall so alt ist oder wurde da nicht mehr veröffentlicht?

Aufgrund der Vorgeschichte des damals Verdächtigen und später Freigesprochenen könnte man evtl. auch mutmaßen (bitte nicht falsch verstehen, sind nur Überlegungen), dass er auf "Jüngere" bzw Mädchen steht, mit gleichaltrigen oder älteren Frauen nichts anfangen kann...
Andererseits wenn er damals 17 Jahre alt war und seine Freundin 13 .....wäre das so ungewöhnlich? (sorry, persönlich kann ich da nicht mitreden, da ich nicht so frühreif war:-)) ...
Heute hat man ja auch das Gefühl, bzw. scheint es doch nicht selten so, dass die Mädels immer jünger werden, wenn sie "Partner" haben, mit denen sie auch sexuell aktiv sind, manche dann auch sehr früh Kinder bekommen.

Wenn das Opfer damals 15 Jahre alt war und er 23..vielleicht hat er sie vorher schon ein paar Mal gesehen, man kam schon ins Gespräch, hat sich vielleicht sogar verabredet oder er ihr Komplimente usw. gemacht...wissen wir alles nicht...

Wir hier schon geschrieben wurde, es wäre interessant zu wissen, warum er damals seine 13jährige Freundin tötete....
Wollte er mehr, als sie bereit war zu geben? Hat er sie deswegen ggf. ermordet?
Dann wäre es für mich nicht so abwegig, wenn er bei Britta auch mehr bzw. überhaupt was gewollt hatte, sie ihn aber abwehrte und er dann dabei sie tötete...vielleicht nicht geplant, aber gleiches Verhalten wie vorher.

Okay, vorher heißt es, dass es seine Freundin war, Britta wäre nicht seine Freundin gewesen..aber die Frage ist auch, wie "eng" und ernstzunehmen war denn seine frühere Beziehung mit der 13jährigen?

Selbst wenn man davon die Antworten hat, sind das natürlich keine Beweise, aber man könnte zumindest mehr drüber nachdenken und herausfinden, ob überhaupt ein Motiv bestanden haben könnte oder ob es ggf. sogar total abwegig wäre...

Für mich ist seine Schuld zwar nicht bewiesen, aber seine Unschuld auch nicht...


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 19:36
Hier wird noch erwähnt, welchen Weg sie nach Hause nahm.
Ich denke, der Mörder wusste das.
Britta Matthäus war gerade mal 15 Jahre alt, als sie am 23. Februar 1984 ihrem Mörder vermutlich direkt in die Arme lief. Der hübsche Teenager aus Siegburg war auf dem Heimweg von der Schule, nahm eine beliebte Abkürzung durch den Hufwald.

Zwei Tage später fanden zwei Jugendliche dort ihre Leiche: in einer Grube, keine 400 Meter von ihrem Elternhaus entfernt. Sie war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.
https://www.google.com/amp/s/amp.focus.de/regional/bonn/bonn-wann-werden-ihre-moerder-ueberfuehrt_id_8150610.html
Und hier steht, dass sie mit dem Schal, den ihre Freundin ihr geschenkt hätte, erdrosselt wurde.
Es zeigt Britta in ihrem Zimmer. Der hübsche Teenager trägt einen Schlafanzug und lächelt in die Kamera. Was zu dem Zeitpunkt keiner ahnen konnte: Kurz darauf wurde die 15-Jährige brutal getötet – erdrosselt mit ihrem roten Schal, den ihr eine Freundin zum Geburtstag am 4. Februar geschenkt hatte.
Und noch einmal:
Oft sind es alte Asservate, an denen es dank neuester Techniken doch gelingt, DNA-fähiges Material zu sichern. Im Fall Britta Matthäus ist die Chance aber gleich null: Zwar hat die Staatsanwaltschaft noch die Ermittlungsakten, aber die Asservate wurden 1991 vernichtet…
https://mobil.express.de/bonn/nach-30-jahren--moerder-nie-gefasst-kommen-brittas---15--eltern-nie-zur-ruhe--228998


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Mord an 15j. Britta Matthäus - 1984 Siegburg

08.12.2018 um 19:46
@Rotkäppchen
oh danke...genau das war auch eine meiner Fragen...

Jetzt wäre es natürlich um so interessanter zu wissen, wie er seine frühere Freundin getötet hat.
Obwohl dies natürlich letztendlich auch nichts beweist aber immerhin ein Hinweis sein könnte.

Da er damals 17 Jahre war, als er seine "Freundin" tötete, kann es sein, dass deswegen nichts weiter veröffentlicht wurde, aus Jugendschutzgründen?


@frauzimt
danke auch für Deine Einschätzung bezüglich der früheren Haftstrafe, welcher der Verdächtigte damals bekam für die Tötung seiner Freundin.
Ich kenne mich mit Recht leider nicht weiter aus, daher habe ich keine Ahnung, welches Strafmaß wofür steht. Aber so wie Du das erklärst, klingt es für mich auch sehr plausibel und auch noch in Anbetracht seines doch jungen Alters bei der Tat..Jugendstrafe heißt dann auch "Gefängnis" oder bestimmte Einrichtung für Jugendlich oder Bewährung?


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08.12.2018 um 19:52
Zitat von SzukaSzuka schrieb:Aber was ich nicht verstehe, von welchem Zeitpunkt des Todes des Mädchens sind die denn sonst ausgegangen, wenn die Zeugen, welche sie gesehen haben wollen, scheinbar so wichtig sind, aber nicht wichtig genug, um genauer zu ermitteln und zu erfragen?
Das frage ich mich auch...
Zumal es ja dann weiter heißt:
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Denn da hielt er sich bei seiner Bewährungshelferin in Bonn auf. So spielte es keine Rolle mehr, dass sich alle Alibis, die der Angeklagte für die Tatzeit angegeben hatte
Das verstehe ich persönlich nicht so ganz. Hatte er noch andere Alibis angegeben?

Meinte man mit Tatzeit vielleicht die Zeit, in der sie sich auf dem Heimweg befand?
Wenn er zu dieser Zeit bei seiner Bewährungshelferin war, könnte er es ja nicht gewesen sein.
War also seine Strafe noch auf Bewährung ausgesetzt?
Zitat von SzukaSzuka schrieb:Wenn das Opfer damals 15 Jahre alt war und er 23..vielleicht hat er sie vorher schon ein paar Mal gesehen, man kam schon ins Gespräch, hat sich vielleicht sogar verabredet oder er ihr Komplimente usw. gemacht...wissen wir alles nicht...
Solche Überlegungen hatte ich nämlich auch.

Ich schaue jetzt mal, ob der Hufwald der Fichtenwald ist, in dem sie gefunden wurde.


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08.12.2018 um 20:18
Also der Hufwald ist ein Feuchtgebiet. Zwischen Haus zur Mühlen und dem Waldfriedhof umfasst er auch einen Fichtenwald. Bei starker Vergrößerung sieht man, dass dort auch ein Weg herführt, der die mögliche Abkürzung von der Schule nach Kaldauen war.

Screenshot 20181208-200023 MapsOriginal anzeigen (1,1 MB)

Screenshot 20181208-200245 MapsOriginal anzeigen (1,3 MB)

Zum Vergleich kann man sich jetzt meine zuvor geposteten Bilder anschauen, die mehr von der Umgebung zeigen.

Sie wurde also wohl ganz in der Nähe ihres Heimweges gefunden. Was mMn dafür spricht, dass die Tatzeitraum relativ gut eingegrenzt werden konnte.
Und nun kommen wieder die Alibis ins Spiel.
Wenn er da wirklich in Bonn war, kann er es nicht gewesen sein.
Was ist aber mit den nicht bestätigten Alibis? Die Alibis, die er zur Tatzeit anbrachte, konnten sich also nicht bestätigen. Also war er da wohl auch nicht mehr oder noch nicht bei der Bewährungshelferin.
Wann bitte wollen die Zeugen Britta denn gesehen haben? Logischerweise muss das ja VOR ihrem Tod gewesen sein, also VOR der Tatzeit. Fragt sich, wieviel vorher und wo?
Irgendwas ist da chaotisch...oder liegt das an mir?

Und sehr merkwürdig finde ich immer noch die Fasern des Schals an seiner Jacke. Ob dem nachgegangen wurde, wer in seinem Umfeld denn nich so einen Schal hatte?

Nur um es klarzustellen:
Ich möchte ihn keineswegs beschuldigen. Ich versuche nur Abtworten auf meine Fragen zu finden.
Zitat von SzukaSzuka schrieb:Für mich ist seine Schuld zwar nicht bewiesen, aber seine Unschuld auch nicht...
Genau.


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