Tritonus schrieb:Das hört sich so an, als hätten die Betrugsopfer das tatsächliche Geldabschicken gar nicht verfolgt; wäre doch aber ein Leichtes gewesen, wenn es deren eigenes Handy war; verstehe das nicht so richtig. Hört sich jetzt erst mal nicht nach einer ausgefeilten Betrugsmasche an, sondern "nur" danach, dass da gutwillige Leute übers Ohr gehauen wurden?
Hier wurde anscheinend die Hilfsbereitschaft von Menschenen ausgenutzt - das allein qualifiziert den Fall schon für diesen Thread.
Alle Betrugsmaschen, die simpel anmuten , muss man immer im Kontext der Situation sehen, in der sie Anwendung finden. Vielleicht ist es eine Urangst (nicht nur weiblicher) Bahnreisender, den Zug zu versäumen und womöglich auf einem fremden Bahnhof zu stranden.
Die Bereitschaft, einer jungen Frau zu helfen, der dieses Schicksal zu drohen scheint, ist daher vermutlich groß; hinzu kommt wohl auch in diesem Fall der Zeitdruck ("der Zug fährt bald ein") und die mangelnde Erfahrung vieler Nutzer von PayPal, wenn es um etwas anderes geht, als eine Onlinebestellung damit zu bezahlen.
Damit so ein Betrug überhaupt funktioniert, müssen wohl auch hier einige begünstigende Faktoren zusammenkommen.
Interessant finde ich aber, dass man die Frau dingfest machen konnte, denn sie wird ja wohl kaum auf einem fremden Handy ihre reale Mailadrese für PayPal eingegeben haben. Die genannte Geldanfrage wird sie wohl an ein x-beliebiges fremdes PP-Konto gesendet haben.