weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

22 Beiträge, Schlüsselwörter: Schwach, Hilflos, Ausgliefert

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 05:47
Hi,

Ich interessiere mich dafür, in welchen Momenten ihr persönlich euch absolut schwach, hilflos oder anderweitig komplett ausgeliefert fühlt.

Damit meine ich keine alltäglichen Kisten, wie 'Ich fühle mich im angesicht des Leids auf der Welt so unfähig, weil ich nichts daran ändern kann', sondern ich meine eher einschneidende Erlebnisse.

Einem geliebten Menschen nicht helfen zu können weil er krank ist kann soetwas sein.

Oder auch eine Situation, in der ihr gewalt oder demütigung über euch ergehen lassen musstet, ohne euch wehren zu können.

Es kann auch ein moment sein, in dem man persönliche Lügen fallen lassen muss.
Z.b. wenn man sich immer selbst erzählt hat, irgendwann wird man ein mit einem Talent was man hat es wirklich zu etwas bringen, bis man irgendwann einsehen muss, dass man leider nicht so gut ist, wie man denkt, und in eine tiefe Sinnkrise stürzt.

Ich mach mal den Anfang mit etwas eher harmlosen:

Eine gute Freundin von mir hatte einmal ein Problem, was, zumindest vermeindlich, ihre gesamte lebensplanung versaut hätte, sowohl was ihre Partnerschaft als auch ihre berufliche Laufbahn angeht.
Das ganze traf sie recht unverhofft, als sie eigentlich gute Laune hatte, und sie war sofort total am ende (und bei mir in der wohnung).

Jegliche rationalen lösungsmöglichkeiten die mir einfielen waren für sie absolut inakzeptabel und hätten für sie enormen stress bedeutet, und deswegen geriet sie immer weiter in panik, heulte und konnte nur noch mit sehr brüchiger und piesiger stimme reden und sagte sachen wie 'hilf mir' und 'was soll ich bloß tun?'

Das mitanzusehen war wirklich schrecklich, und da rationales nicht weiterbrachte, und ich emotional nicht gut kann wusste ich absolut nicht, was ich tun sollte.

Nun hat zugegeben sie sich sicherlich noch viel schwächer in diesem moment gefühlt als ich, aber ich bin ja derjeniege der hier schreibt, also fokussiere ich mich auf meine gefühle:

Ich hab mich gefühlt wie ein wertloser eisblock, der nichtmal in der lage dazu ist seiner besten freundin zu helfen und sie zu trösten.

Im Nachhinein hat sich das ganze zum glück alles in wohlgefallen aufgelöst (durch einen sehr glücklichen zufall), aber in diesem Moment fühlte ich mich sehr entwaffnet.

Das einzige was mir am Ende einfiel war ihren Partner anzurufen damit er sie trösten kann, was dann zum Glück auch im Wesentlichen funktioniert hat, aber für mich selbst hat mir dieses erlebnis durchaus starke persönliche defizite aufgezeigt bei mir, von denen ich nicht wusste, dass ich sie hatte.


melden
Anzeige

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 05:53
Als meine Schwester im Zimmer nebenan von ihrem damaligen mann vergewaltigt wurde. Allerdings hatte ich dann doch den Mut, zur Telefonzelle zu rennen und die Polizei anzurufen und ihn anzuzeigen. Die ist dann auch gekommen, konnte jedoch mangels beweisen nicht tun. Nachdem die Polizei abgerückt ist, hatte ich dann wiederum Angstgefühle, weil ich dachte, er würde uns im Schlaf umbringen, lol.


melden

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 05:58
@Gim

Das ist ja krass, wann war das denn, und hat deine Schwester nicht der Polizei gesagt, was passiert ist?
Heutzutage würde man dann den mann nicht in der Wohnung lassen, aber früher vielleicht schon.


melden
TatjanaT.
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 06:00
Weiß nicht ob ich es richtig verstanden habe. Mir fällt da spontan der Morgen des 20. September ein als ich von der Nachtschicht kam und auf dem AB die nachricht vom suizid meiner Mutter war. Viel erinnerung hab ich nicht mehr, ich weiß nur das ich einen freund der am ende seines Jurastudiums war, anrief und fragte was ich jetzt machen soll und was aus mir wird. Aus heutiger Sicht vollkommen Balla Balla, aber ich fühlte mich komplett hilflos.


melden

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 06:02
@TatjanaT.

Du hast das richtig verstanden.
Immer genau da, wo die eingespielten mechanismen, alltagsweisheit usw. einfach nicht mehr greifen, und man gar nicht weiß, wie es weiter gehen soll.

Sonst hat man selbst bei unschönen dingen wenigstens einen ungefähren plan, wie man sich aus den problemen rauszieht, selbst wenn es weh tut, abe rin manchen situationen hat man nichtmal das.


melden
TatjanaT.
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 06:04
@Shionoro

Ja ok dann war das tatsächlich so eine situation wo jeglicher IQ und erwachsensein für die tonne war.


melden

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 06:06
@Shionoro
Shionoro schrieb:Das ist ja krass, wann war das denn, und hat deine Schwester nicht der Polizei gesagt, was passiert ist?
Hmm, ich glaube, da war ich 16, also vor ca. 14 Jahren. Klar hat sie was gesagt, aber es stand halt Aussage gegen Aussage. Folglich konnte man nichts machen. zudem war unsere Wohngegend nicht besonders dolle, die dachten wohl eh, dass wir zur Unterschicht oder so gehören, dachten sich ihren Teil, und haben sich nicht drum gekümmert. man sollte nicht wirklich davon ausgehen, dass einem geholfen wird, nur weil man augenscheinlich hilfe benötigt. Wenn du in den Augen "deines Freund und Helfers" nicht einen gewissen Rang vorweisen kannst, bist du Abschaum, so einfach ist das. Durch diese Lektion habe ich auch gelernt, dass der Polizei im Notfall niemals zu trauen ist, was dann auch weitere Fälle (Maßgeblich Polizeischikane von mir und auch Bekannten) bestärkt wurde.
Shionoro schrieb:Heutzutage würde man dann den mann nicht in der Wohnung lassen, aber früher vielleicht schon.
Das ist ein Trugschluss, heute und früher.

@TatjanaT.

Ja, manchmal weiß man einfach nicht weiter, man steckt sozusagen fest. Sowas kenne ich allerdings eher von alltäglichen Belanglosigkeiten, dein fall ist da schon eine sehr starke Nummer.


melden
TatjanaT.
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 06:09
@Gim

Klar ist das die hardcorevariante, aber zum Glück kommt sowas eher selten vor. Bei alltagssituationen reagiere ich da nicht so. Diese sind im allgemeinen auch eher zu begreifen.


melden

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 07:11
Als mein Kind von einem Vollhonk (andere passendere Begriffe würden hier definitiv gelöscht werden) an der Fußgängerampel fast überfahren worden wäre - 1 Meter hat gefehlt, wäre Minime nur einige Sekunden früher los gerollt mit dem Laufrad... nicht auszudenken.
In dieser einen Sekunde gings in mir drunter und drüber. Anschließend saß ich erst mal ein paar Minuten auf der anderen Straßenseite auf dem Bürgersteig und hielt mein Kind ganz ganz fest im Arm.

Als ich meinen Vater auf der Intensivstation im krankenhaus besuchte (nach der Herz-OP). Als ich ihn dann im vergangenen Jahr auf der Intensivstation besuchte (nach seinem Schlaganfall) und er sich verbal nicht mitteilen konnte.

Als vor X Jahren mein damaliger langjähriger Partner mir innerhalb von 1 Aussage den kompletten Boden unter den Füßen wegzog, jegliche Hoffnung nahm, meine komplette Lebensplanung die ich damals hatte über den Haufen schmiss... und mich dann damit alleine ließ.

Vor kurzem als ich die Buszeiten durcheinander brachte und 1 Stunde zu früh an der Haltestelle auf den Schulbus wartete.
Hatte keinen Handyempfang, ein paar Meter weiter gings einigermaßen, Mann ging nicht ans Telefon (weder Handy noch Festnetz, reagierte nicht auf SMS etc...., den Busfahrer konnte ich nicht erreichen da seine Telenummer daheim lag....


melden

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 07:50
Richtig schwach und machtlos fühlte ich mich die letzten 3 Male als mein Mann fast starb.
Ich war wie blockiert. Konnte zwar 2x richtig handeln, beim 3. Mal jedoch nicht.

langsam müsste ich daran gewöhnt sein, doch es ist immer wieder erschreckend und belastend.


melden
interrobang
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 07:57
kann ob das passt...

bei mir war es die Zeit nach meiner trichterbrustoeratuin.. Ich war ein Bus zwei Monate bettlägrig und hab mich teilweise wundgelegen.

die Zeit war der absolute Horror.


melden

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 07:58
Als ich im Lehrlingswohnheim von meinen 3 Zimmergenossinnen rausgeekelt wurde.
Es ist zwar schon sehr lange her, aber wenn ich so zurück denke war es eine schlimme Zeit.
Gleich in den ersten Tagen, als ich ins Wohnheim zog, ist das passiert. Es war eigentlich ein Dreibettzimmer und ich war wohl die Person, die da nicht rein passte.
Nachdem ich dann in ein anderes Zimmer durfte ging es mir wieder gut.
Damals war ich drauf und dran meine Lehre abzubrechen.


melden
perspectiva
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 10:05
Als ich als Teenie meinen damaligen 7 jährigen Neffen mit an den Baggersee nahm. Wir waren dort mit einem Schlauchboot auf dem Wasser. Mein Neffe konnte schon schwimmen und wollte unbedingt aus dem Boot. Ich bat ihn darum, bei dem Boot zu bleiben und nicht wegzuschwimmen.. Auf einmal sah ich ihn nicht mehr und unter dem Schlauchboot spürte ich Tritte.
Da hatte ich richtig Panik.. ich sprang ins Wasser und tauchte nach ihm.. als ich wieder auftauchte hörte ich ihn lachen. Er hielt sich so am Boot fest, dass ich ihn nicht sehen konnte und trat absichtlich mit den Füssen von unten dagegen.


melden

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 10:38
Als wir merkten, dass jmd an unserer Wohnungstür hantiert und versucht sich Zutritt zu verschaffen. Mein Mann drückte gegen die Tür, als die Person vor der Tür nicht auf unsere Zurufe reagierte und versuchte, ebenfalls mit Druck, die Tür zu öffnen . Als mein Mann plötzlich rief "Nimm die Kleine und lauf!", da packte mich die nackte Panik. Ich schnappte also unsere damals knapp 10 Monate alte Tochter und lief raus in den Garten und mein Mann uns hinterher. Als wir über den Zaun klettern wollten, fiel unsere Tochter fast herunter.

Im Endeffekt war es meine Schwester, die einen Zweitschlüssel hat und uns überraschen wollte. Warum sie nicht auf unsere Zurufe reagierte? Sie beteuerte uns nicht gehört zu haben. Keine Ahnung, ob sie sich einen kleinen Scherz erlauben wollte und als sie gemerkt hat, dass die Situation unsererseits entgleist, nicht mehr den Mumm hatte dies zuzugeben. Unsere kleine Tochter war schließlich im Spiel.

Das war dieser Moment, in dem ich mich (danach) schwach gefühlt habe und nur noch am Zittern war. Dieses Gefühl, dass da jmd "versucht in unser Reich einzudringen" hatte mich in meinen Grundfesten erschüttert.


melden

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 10:53
@Shionoro

Später erinnert man sich nur noch an die grossen Kreuzungen auf dem Lebensweg. Wenn ich zurück blicke, so waren das bei mir beispielsweise der Tod meines Bruders, mein Schulabbruch, mein Auszug mit 16, meine schwere Verletzung im Libanon, die Begegnung mit meiner ersten Frau, die Geburt meiner ersten Tochter, der Tod meiner ersten Frau, mein Sieg über eine beginnende Alkoholabhängigkeit, zwei gravierende Erlebnisse in Nicaragua, der Entschluss, auf's Land zu ziehen, die Begegnung mit meiner zweiten Frau, die Geburt meiner beiden Jüngsten, das Sterben meiner Mutter und natürlich die "Nebenkriegsschauplätze" im Job, vom Hafenarbeiter zum Journalisten, vom Kleinverlag zum Medienkonzern bis hin zum grossen Knall und meinem heutigen zufriedenen Dasein.

Alle diese Erlebnisse wurden zu Erfahrungen, brachten Lernprozesse mit sich, forderten Entscheidungen und führten zwangsläufig zu neuen Kreuzungen im Lebensweg. Was bleibt? Man kann seine Erfahrungen und Erkenntnisse weiter geben, in der meist vergeblichen Hoffnung, dass jemand daraus Nutzen und Erkenntnisse zieht.

Wirklich schwach und hilflos fühlte ich mich allerdings manchmal bei journalistischen Auslandseinsätzen in Kriegsgebieten. Vor allem dann, wenn ich zusehen musste, wie Menschen starben, ohne ihnen in irgend einer Form Hilfe zukommen zu lassen. Zwei exemplarische Geschichten von vielen Extremsituationen hatte ich hier auch schon mal in anderen Zusammenhängen beschrieben. Es fällt mir leichter, sie einfach noch mal zu kopieren und 'rüberzuholen, als sie noch einmal detailliert zu beschreiben. Wem das zu hart ankommt, der lese bitte nicht weiter:



Ich war 21 und konnte die Schreie des angeschossenen Kindes eine ganze Nacht und einen halben Tag lang hören. Dann ist es endlich gestorben.

Zunächst schreit ein Mensch nach Hilfe, dann nach Wasser, dann nach Gott und zuletzt nur noch nach seiner Mutter. Das kann man sogar ohne ausreichende Sprachkenntnisse verstehen.

Der Junge wollte Wasser holen an einer der wenigen intakten Zapfstellen im Palästinenserlager Tel as Satar im Libanon 1975, als ihn ein Scharfschütze der christlichen Falange-Miliz anschoss.
Und ich hocke vielleicht 10, 15 Meter entfernt hinter einem Autowrack und traue mich nicht 'raus, weil ich weiss, dass ein Scharfschütze nur auf mich - und andere HelferInnen - lauert.

Das ist die perverse Logik dieser Leute: Verletze ein Kind so, dass es schreit, lange schreit und nicht so schnell stirbt. Diesem Geschrei kann keiner wiederstehen. Dann töte alle Helfer.

In dieser endlos langen Zeit, als ich dort lag und krass gesagt: Abwägen musste, ob das Kind stirbt oder ich - da, gebe ich zu, habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht, als dass dieser mir unbekannte Junge sterben möge und sein Geschrei verstummen möge.

Ja, dafür schäme ich mich manchmal - und davon träume ich manchmal auch nach vierzig Jahren immer noch.



Ich habe 1984 einige Wochen in einem kleinen Dorf in Nicaragua zugebracht. Die Gegend galt als contra-gefährdet. Aus diesem Grund blieb auch die kleine Schule im Nachbardorf (ca. 7 km entfernt) geschlossen, die Kinder blieben murrend zu Hause, denn in solchen Ländern gehen die Kids noch gern zur Schule, wissend, dass sie nur so aus ihrem Elend heraus kommen können.

Nach ein paar Tagen waren die Dorfbewohner der Meinung, die Gefahr sei vorbei, die Contras abgezogen, die Gegend wieder sicher.

Also wurde die Schule wieder eröffnet, die Kinder konnten wieder lernen gehen.

Drei kleine Mädchen, vielleicht 8 bis 10 Jahre alt, gehen am frühen Morgen Hand in Hand die Strasse runter und singen ein Lied, dessen Text ich mit meinen geringen Spanischkenntnissen nicht verstehe. Fröhlich lachend winken sie mir zu und verschwinden hinter einer Wegbiegung. Es gibt einen gar nicht mal so lauten Knall. Eine Staubwolke steigt hinter den Büschen auf. Ich renne hin und finde die Kinder, bzw. das, was eine Mine von ihnen übrig gelassen hat. Eine ist überhaupt nicht mehr als Mensch zu erkennen,die andere hat keine Beine und kein Gesicht mehr. Die dritte stirbt in meinen Armen, weil ich ihre blutenden Beinstümpfe nicht richtig abbinden kann. Alles, was ich tun kann, ist, ihr immer wieder ein Schlaflied "Schlaf Kindlein, schlaf" zu singen und zu weinen, bis sie tot ist.


melden
Zweitheld
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 10:57
@Shionoro
Shionoro schrieb:Ich mach mal den Anfang mit etwas eher harmlosen
den anfang hast du jetzt gemacht. wie gehts weiter? :(


melden
Kältezeit
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 11:51
Als mir ein Exfreund eine Nachricht geschrieben hatte, dass er sich jetzt gleich erhängen würde.


melden
Kältezeit
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 11:53
Doors schrieb:Drei kleine Mädchen, vielleicht 8 bis 10 Jahre alt, gehen am frühen Morgen Hand in Hand die Strasse runter und singen ein Lied, dessen Text ich mit meinen geringen Spanischkenntnissen nicht verstehe. Fröhlich lachend winken sie mir zu und verschwinden hinter einer Wegbiegung. Es gibt einen gar nicht mal so lauten Knall. Eine Staubwolke steigt hinter den Büschen auf. Ich renne hin und finde die Kinder, bzw. das, was eine Mine von ihnen übrig gelassen hat. Eine ist überhaupt nicht mehr als Mensch zu erkennen,die andere hat keine Beine und kein Gesicht mehr. Die dritte stirbt in meinen Armen, weil ich ihre blutenden Beinstümpfe nicht richtig abbinden kann. Alles, was ich tun kann, ist, ihr immer wieder ein Schlaflied "Schlaf Kindlein, schlaf" zu singen und zu weinen, bis sie tot ist.
Oh Gott, ist das furchtbar ... Bin sprachlos.


melden

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 18:58
Mein schlimmster Moment war als ich meine Mutter beim Sterben begleitet habe.
Ich habe vorher noch nie einen Menschen sterben sehen,am liebsten wäre ich gleich mit gestorben.
Sie hatte jedoch vorher Krankheitsbedingt lange so sehr gelitten das es eine Erlösung war....


melden
Anzeige
Heijopei
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Momente, in denen ihr euch wirklich schwach gefühlt habt

19.02.2016 um 20:14
Als mir ein Bundeswehrkamerad unter den Händen weggestorben ist der sich selbst einen Kopfschuss gesetzt hat.
Ich war zwar ausgebildeter Sanitäter und hatte Sandienst auf der Schiessanlage, aber bis Hilfe kam musste ich dem beim sterben zusehen.
Blut überall , und dann das geröchel durch den Luftröhrenschnitt , der Halboffene Schädel.

Dannach habe ich mich wirklich schwach gefühlt, und manchmal treibt es mich noch immer um ob ich damals alles richtig gemacht habe.


melden
306 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden