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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

334 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Gesellschaft, Familie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 06:12
Guten Morgen, ich bin zufällig auf den unten verlinkten Artikel gestoßen und frage mich, ob der darin beschriebene Lebensstil nun immer stärker im Trend liegt.
Es interessiert mich auch Eure persönliche Meinung dazu. Kennt Ihr Personen, die dieses Modell bewusst gewählt haben und damit glücklich sind? Kennt Ihr Personen, die diese Entscheidung irgendwann einmal bereut haben?
Wäre das Modell für Euch ebenfalls attraktiv oder lebt Ihr es bereits?

Die Bezeichnung "DINK" ist jetzt nichts völlig Neues, ich hörte diesen bereits etwa Mitte der 1990er Jahren von einem Cousin, dessen (Ex-)Ehefrau keine Kinder wollte.

Zunächst zur Begriffsdefinition:
Das Akronym DINK (englisch für double (oder dual) income no kids, zu Deutsch „doppeltes Einkommen, keine Kinder“) bezeichnet Personen im fortpflanzungsfähigen Alter, die in einer Paarbeziehung leben, aber noch keine Kinder haben oder kinderlos bleiben wollen; sie leben als verheiratetes, häufiger noch als unverheiratetes Paar zusammen, sind in der Regel beide berufstätig und verfügen über ein entsprechend hohes (doppeltes) Haushaltseinkommen
DINKs sind eine beliebte Zielgruppe für die Werbung. Der Ausdruck kommt aus dem Marketing und dient der Segmentierung von Kundengruppen. DINKs sind – wie Yuppies oder LOHAS – meist der oberen Mittelschicht zuzuordnen. In der Stadtgeographie gelten sie neben den Singles als Träger von Gentrifizierung.
In Deutschland wird die Bezeichnung oft abwertend verwendet, zeigt aber tatsächliche Änderungen im demografischen Verhalten westlicher Gesellschaften. Durch veränderte Werte werden Lebensmodelle ohne eigene Kinder aus Sicht der Einzelnen attraktiver. Die Altersversorgung ist unabhängig von eigenen Kindern, karriereorientierte Frauen sind gesellschaftlich akzeptiert.

Die wirtschaftliche Lage von DINKs erscheint gegenüber Familien mit Kindern deutlich attraktiver. Für den Lebensunterhalt stehen für zwei Personen auch zwei Arbeitseinkommen zur Verfügung, Familien mit Kindern haben teilweise für drei oder mehr Personen nur ein Arbeitseinkommen. Entsprechend erarbeiten DINKs zwei volle und unabhängige Altersversorgungen, der Alleinverdiener einer Familie kann nur eine volle Altersversorgung erwirtschaften. Trotz staatlicher Förderung für Familien wie dem Kindergeld, der Anrechnung von Kindererziehungszeiten bei der Rentenberechnung oder Steuererleichterungen durch Freibeträge und Ehegattensplitting wird das Leben in der DINK-Situation häufig als attraktiver als die Bildung einer Familie empfunden. Die gesellschaftlichen Leitbilder ändern sich. Die Folgen sind nicht nur eine Überalterung der Gesellschaft, sondern auch eine Gefährdung des Generationenvertrags.
Quelle: Wikipedia: Double Income no Kids


Doch nun endlich zu dem oben erwähnten Artikel:
Ryans (36) erste Frage an seine künftige Frau war: „Hast du Schulden?“ Heute leben sie den sogenannten DINK-Lebensstil – Geld und persönliches Glück statt Kinder.
Während andere Männer sich ihre Frau nach Aussehen und Charakter aussuchten, habe seine erste Frage an seine heutige Frau, die 36-jährige Corinne Chow, gelautet: „Hast du Schulden?“ Corinne habe die richtige Antwort gegeben und seine Denkweise sofort verstanden. Gemeinsam hätten sie fortan ihr Vermögen Schritt für Schritt aufgebaut.
Um ihre Finanzziele zu erreichen, hätten sie beide auf vieles verzichtet, sagt Ryan. Kinder, ein Auto, eine Mietwohnung zum Beispiel. Nach ihrer Hochzeit im Jahr 2021 hätten sie sogar ein halbes Jahr lang bei ihren jeweiligen Eltern gewohnt, um keine Miete bezahlen zu müssen, bis die Wohnung, die sie kaufen wollten, bezugsfertig war.
DINK-Lebensstil ist besonders bei Gen Z sehr beliebt
Besonders beliebt ist der DINK-Trend bei Generation Z. So erzählte die 26-jährige Eugenie Officer kürzlich, sie habe sich bewusst gegen Kinder entschieden, um ihre Unabhängigkeit lebenslänglich zu genießen .
Quelle:
https://m.focus.de/finanzen/kind-ist-investition-die-18-jahre-keine-garantierte-rendite-abwirft-ryan-und-corinne-wollten-lieber-geld-als-kinder-heute-sind-sie-uebergluecklich_id_259778261.html


Das DINK-Lebensmodell scheint sich immer mehr zu etablieren.

Es gibt sogar extra Coachings speziell zu diesem Thema:
Bevorzugen Paare ein kinderloses Leben, hat das Gründe. „Viele Paare ohne Kinderwunsch entscheiden sich für ein kinderfreies Leben, um mehr Zeit und Energie für die persönlichen und gemeinsamen Ziele jenseits von Familienplanung zur Verfügung zu haben“, sagt Sina Scheithauer, die Coaching für bewusst Kinderlose anbietet.

Die Vorteile dieses Lebensstils sind laut Sina Scheithauer:

mehr Flexibilität im Alltag und bei der Lebensplanung,
berufliche Pläne können verfolgt werden ohne dabei Betreuungszeiten, Elternzeit oder Ähnliches berücksichtigen zu müssen.
Die sich dadurch ergebende größere finanzielle Freiheit für die Paare, aber auch die jeweiligen Einzelpersonen. Dieser Effekt verstärkt sich durch niedrigere Gesamtausgaben.
Quelle: https://www.ing.de/wissen/double-income-no-kids/

Jedoch sollte man es sich gut überlegen, ob es für einen selbst auch wirklich der richtige Weg ist:
Hat man die Entscheidung, kinderlos zu leben erst einmal getroffen, scheint es kaum Nachteile zu geben. Die Frage, wer sich im Alter um einen kümmert, steht im Raum – ansonsten überwiegen die Vorteile.

Doch sich für oder gegen Kinder zu entscheiden, fällt vielen Paaren schwer. Sina Scheithauer empfiehlt, sich gegenseitig proaktive Fragen zu stellen, wie

„Wie sieht unser Leben stattdessen aus?“ und
„Inwieweit spielen Kinder bei der Sinnfrage unseres Lebens eine Rolle?“
Quelle: Quelle: https://www.ing.de/wissen/double-income-no-kids/


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Ich lebe selbst bereits als "DINK".
27 Stimmen (30%)
Ich könnte mir durchaus vorstellen, als DINK zu leben.
3 Stimmen (3%)
Wenn andere so leben möchten: meinen Segen haben sie.
23 Stimmen (26%)
Ich finde es nicht gut, wenn Menschen so leben, denn unsere Gesellschaft wird überaltern, wir brauchen Nachwuchs!
6 Stimmen (7%)
Ich kann es mir nicht vorstellen, mein Leben nach diesem Modell führen zu wollen.
10 Stimmen (11%)
Ich lebe bewusst nicht als DINK.
3 Stimmen (3%)
Ich lebe zwar faktisch als DINK, die Kinderlosigkeit ist aber ungewollt oder hat bestimmte Gründe.
5 Stimmen (6%)
Ich habe noch keine konkreten Vorstellungen über mein Leben in der Zukunft.
1 Stimme (1%)
Ich habe keinen Partner.
11 Stimmen (12%)

Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 07:21
Ich selber bin aus dem Entscheidungsalter raus :D
Damals habe ich mich bewusst für Kinder entschieden.

Allerdings habe ich erst mit den Kindern gemerkt, was mir ohne Kinder entgangen wäre. Ich wusste vorher nicht, wie gerne ich Mutter bin und Familie habe.

Das "Problem " dieser Entscheidung ist natürlich, dass die Entscheidung nur begrenzt zu ändern ist.

Ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn man den Stress, die "Entbehrungen" etc nicht auf sich nehmen will. Zum Glück sorgt ja meistens die Natur mit ihren Hormonen etc dafür, dass man das doch gut wegsteckt.
Es ist eben nicht EIN Kind, das man dann betreut sonder das EIGENE.

Man müsste im späteren Lebensalter erforschen, ob bei den verschiedenen Lebensentwürfen etwas häufiger bereut wird.

Insgesamt würde ich das aber gar nicht bewerten, hierzulande ist ja doch jeder frei nach seiner Fasson glücklich zu werden oder unglücklich.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 09:56
Ich wusste bereits in sehr jungen Jahren, dass ich niemals Kinder haben möchte und habe zum Glück einen Ehemann, der ebenfalls keine Kinder haben möchte.

Mir fehlt und hat nie etwas gefehlt, somit ist die Entscheidung gegen Kinder die richtige gewesen.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 10:23
Bin kinderloser Single beinahe 40 und möchte dies auch bleiben. Zumindest und definitiv aber kinderlos.

Kann Dinks verstehen - vor allem in der Hinsicht ungebundener zu sein und das auch bleiben zu wollen.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Besonders beliebt ist der DINK-Trend bei Generation Z. So erzählte die 26-jährige Eugenie Officer kürzlich, sie habe sich bewusst gegen Kinder entschieden, um ihre Unabhängigkeit lebenslänglich zu genießen .
Kann ich schon verstehen.

Allerdings werden wir alle niemals so richtig unabhängig sein - egal in welchem Alter. Unsere Freiheit, unser Berufs- und Privatleben wird von einer Vielzahl von anderen Menschen beeinflusst und wir sind abhängig von ihnen - je nach individuellem Leben mehr oder weniger.

Und natürlich stelle auch ich mir bereits die Frage, wer mich mal im Alter pflegen wird. Und das kann auch mal schneller passieren als man denkt. Meine Mutter wurde bereits mit ca. 65 Jahren zum Pflegefall.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 10:28
Ich bin mein Leben lang abwechselnd SINK und DINK gewesen. Wobei das nicht geplant oder beabsichtigt war, aber es ist eben gar nicht immer und für jeden möglich, Kinder zu haben.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 10:29
Möchte keine Kinder. Mag Kinder nicht allzu gern. Würde mich auch sofort sterilisieren lassen (aber als Frau ja nicht allzu einfach). Das wusste ich schon als Teenie.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 10:36
Früher hätte ich schon gern Kinder gehabt, aber ich weiß nicht, ob ich überhaupt ein guter Vater gewesen wäre.


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20.03.2024 um 10:58
Es überrascht mich, dass sich hier bisher doch so viele Menschen bewusst für ein kinderloses Leben entschieden haben.

Die Motivation dafür und auch für DINKs kann ich definitiv nachvollziehen, für mich ist es allerdings keine Option. Ich wusste quasi "schon immer", dass ich eines Tages Kinder möchte. Auch, wenn man sich eine zeitlang im Leben massiv einschränkt damit, man bekommt dafür aber auch einiges zurück.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 11:41
Weil ich schon als Kind wusste das ich nie eine gute Mutter werden würde, habe ich auch heute keine Kinder. Ich bereue nichts, und kann mein Leben gestalten wie ich möchte, auch und vor allem weil ich mit fast 41 noch immer ein kleines Mädchen bin. Verträumt, verspielt, ich liebe Videogames und lasse mich leicht für aufregende Dinge begeistern, ich liebe Abenteuer... All diese Eigenschaften und Interessen disqualifizieren mich postwendend als Mutter. Und das ist auch gut so. Für mich, und die Seele welche ich in diese Welt geholt hätte. Diese findet bei einer anderen, wirklichen Mutter definitiv mehr ihr Glück im Leben. ;)


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 12:34
Meine Entscheidung gegen eigene Kinder stand in Verbindung mit meiner eigenen Kindheit, die ich keinem Kind zumuten wollte. Beide Elternteile hatten selbst keine gute Kindheit, erfuhren wenig Liebe im eigenen Elternhaus und das hat auf meine eigene Erziehung große Auswirkungen gehabt. Kurz gesagt, ich wollte dem Elend nach mir ein Ende bereiten, wenn es bedeutete, dass Kinder das fortsetzen, was sie von ihren Eltern mitgegeben bzw. nicht mitgegeben bekommen haben.
Die Verantwortung war mir einfach zu groß ein weiteres Leben dermaßen negativ zu prägen und zu beeinflussen, wie es meine Vorfahren taten.
Ich war viele Jahre meines Lebens dazu so sehr mit mir selbst beschäftigt, eben auch damit, die eigenen schlechten Erfahrungen in der Familie zu verarbeiten, dass da überhaupt kein Platz für ein Kind gewesen wäre. Wenn ich mich dafür entschieden hätten, dann ganz, mit Herz und Seele und das konnte ich nicht geben.
Bei meinem Mann sah es ähnlich aus, deshalb sind wir ein kinderloses Paar. Das hat nichts mit Finanzen oder Karriere zu tun, wir haben uns nicht bereit dazu gefühlt, diese große Verantwortung für ein Menschenleben zu tragen.

Ich bin heutzutage, wo ich auf meine 60er Jahre zugehe, sehr froh, dass ich mich dagegen entschieden habe. Ich denke, dass ich selbst keine gute Mutter gewesen wäre, nach all dem, was ich erlebt habe und dazu sehe ich mit Sorge auf die kommende Zeit (Politik, Umwelt, Zwischenmenschlichkeit etc.) und hätte ich Kinder, würde ich mir sehr viel Sorgen über ihre Zukunft machen. Ich bin erleichtert, dass ich keine Nachkommen habe.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 12:54
Ich lebe bereits als "DINK". Ich wusste bereits nach der Schule, dass ich keine Kinder möchte, obwohl ich Kinder generell sehr mag. Mein Freund möchte ebenfalls keine Kinder. Interessanterweise muss ich mich ständig für diese Entscheidung rechtfertigen, mein Partner wird darauf überhaupt nicht angesprochen. Da gibt's wildfremde Menschen die einen darauf ansprechen, als würde sie das irgendwas angehen. Glücklicherweise gehe ich so langsam auf die 40 zu und die Fragerei hat nachgelassen. :D
Unsere Gründe, warum wir kinderfrei leben: wir sind beide ruhige Menschen, die ein ruhiges Umfeld mögen. Mit Kind würde es auch finanziell richtig bescheiden aussehen und ich hab keine Ahnung, wie wir das stemmen könnten. Nur weil wir zwei Einkommen haben, heißt nicht automatisch, dass wir ein hohes Einkommen haben. Ich bin froh, dass ich überhaupt monatlich etwas zurücklegen kann und das ist nicht wahnsinnig viel. Ich möchte auch nicht die Verantwortung für ein Kind tragen müssen, ich bin froh, dass ich so mit meinem Leben klar komme, wie es jetzt ist. Ich bin sehr sensibel und leicht reizüberflutet und mir wird vieles schnell zu viel. Als Tante bekomme ich schon relativ viel mit von meinen Neffen. Ich liebe beide sehr, könnte es mir aber absolut nicht für mich selbst vorstellen.
Zitat von SyringaSyringa schrieb:Ich war viele Jahre meines Lebens dazu so sehr mit mir selbst beschäftigt, eben auch damit, die eigenen schlechten Erfahrungen in der Familie zu verarbeiten, dass da überhaupt kein Platz für ein Kind gewesen wäre. Wenn ich mich dafür entschieden hätten, dann ganz, mit Herz und Seele und das konnte ich nicht geben
das kann ich dir gut nachfühlen.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 12:57
Ich kann es absolut nachvollziehen. Viele Menschen sehen eben nicht den Sinn ihres Lebens in der Fortpflanzung. Warum auch? Sicher, die Gesellschaft überaltert, es fehlt Nachwuchs. Dennoch ist sich jeder selbst der nächste und trifft seine eigenen Entscheidungen. Und das ist auch verdammt richtig und wichtig.

Das DINK Modell wird sich mAn noch weiter verbreiten. Ein Teil der Menschen will einfach das eigene Leben leben, sich nicht durch Kinder und die entsprechende Verantwortung einschränken.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 13:02
Zitat von lapis_lazulilapis_lazuli schrieb:Interessanterweise muss ich mich ständig für diese Entscheidung rechtfertigen, mein Partner wird darauf überhaupt nicht angesproche
Das war bei uns auch so. Mein Mann ist, ich habe extra nochmal nachgefragt, nie gefragt worden, ob er Kinder haben möchte bzw. warum er keine hat. Ich als Frau dagegen, vor allem in den gebärfähigen Jahren, sehr, sehr häufig.

Ich selbst habe nie jemand anderen danach gefragt. Warum auch? Das ist doch deren Angelegenheit und wer darüber sprechen möchte, kann es von sich aus machen oder eben auch nicht.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 13:07
Zitat von StadthexeStadthexe schrieb:Weil ich schon als Kind wusste das ich nie eine gute Mutter werden würde, habe ich auch heute keine Kinder. Ich bereue nichts, und kann mein Leben gestalten wie ich möchte, auch und vor allem weil ich mit fast 41 noch immer ein kleines Mädchen bin. Verträumt, verspielt, ich liebe Videogames und lasse mich leicht für aufregende Dinge begeistern, ich liebe Abenteuer... All diese Eigenschaften und Interessen disqualifizieren mich postwendend als Mutter. Und das ist auch gut so. Für mich, und die Seele welche ich in diese Welt geholt hätte. Diese findet bei einer anderen, wirklichen Mutter definitiv mehr ihr Glück im Leben. ;)
Was für ein toller Beitrag.

Ist auch bei mir mit ein Grund, warum ich anders als noch mit Anfang 20, keine Kinder haben will.

Ich wäre wahrscheinlich kein guter Vater, da zum einen je nachdem schon scheintot/faul und bequem geworden - zum anderen aber auch immer noch mit beinahe 40 ein Kind (Junge) in mir selbst steckt, was bestimmtes Denken und Handeln angeht.

Zumal ich auch ein leidenschaftliches Hobby habe - da wären Kinder nur eine Ablenkung/ein Störfaktor.
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ein Teil der Menschen will einfach das eigene Leben leben, sich nicht durch Kinder und die entsprechende Verantwortung einschränken.
So siehts aus. Zumal unser aller Leben eh schon von soo vielen anderen Menschen beeinflusst wird und wir abhängig von ihnen sind. Da müssen das nicht auch noch eigene Kinder sein.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 14:00
Ich schließe mich an.
Bin 43 und brauche wirklich keine eigenen Kinder.
Ich mag die meisten (nicht alle!) und kann auch ganz gut mit ihnen umgehen, aber eigene?
Nee.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 14:13
Ich hatte nicht vor Schwanger zu werden. Aber nach einmal brechen, muss die Pille wohl mit rausgekommen sein.
Ich war schwanger.

Noch nie ein Baby im arm gehabt. Und das erste Jahr nur eine stunde pro nacht geschlafen. War ein art folter.
Aber wie sehr liebte ich es, die Welt nochmal neu zu entdecken mit 25.

Ich fand es trotzdem so toll. Was habe ich gezockt mit meine Kinder.

Ich war nicht mehr so schnell im lernen wie sie, und wenn sie abends auf Party gegangen sind, habe ich Plasy geübt, sodass ich mithalten konnte.

Ja sehr schöne Zeit. Dürfte manches was schön war, 2 mal erleben.

Ein Mnenchen groß werden zusehen, wenn sie gesund sind, ist was ganz besonderes. Und dies ohne Krieg

Habe viel glück gehabt.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 14:28
Mein Partner und ich (40 bzw. Anfang 40) sind bewusst ohne Kinder.

Sind jedoch keine Menschen die besonders viel für Freizeit, Elektronik... ausgeben (im Kontrast zu oben "Werbezielgruppe"), fahren nicht übers Wochenende weg etc. Beide auch nicht an Parties, Weggehen etc. interessiert und wir gehen auch nicht frühstücken ;)
Wir sind Typ "kennen uns noch aus der Schule, früh zusammengezogen, abends zu Hause, Einkaufszettel, Garten, alle paar Jahre Urlaub nicht allzu weit weg" ;)

Grund für bewusste Kinderlosigkeit:
* eine Schwangerschaft wäre für mich möglich, aber umständlicher und gefährlicher
* kommen mit kleinen Kindern nicht besonders gut zurecht (nonverbale Kommunikation, Gefühle abschätzen, Lärm aushalten... sind für uns als Menschen mit Autismus bzw. Autismusverdacht erschwert)
* rundum einfach kein Kinderwunsch.

Finde es ferner ganz natürlich dass sich manch einer für etwas nicht interessiert - z.B. auch Eltern zu sein.
Obiges bedeutet auch nicht, ein "Kinderhasser" zu sein. Ja, z.B. Babygeschrei klingt nicht schön, denke da aber v.a. an das Baby das Anlass zum Weinen hat. Ja, viele Kinder schreien beim Spielen nervtötend - aber doch schön dass sie Spielkameraden haben.
Haben auch einige Zeit in einer Doppelhaushälfte gewohnt, die Nachbarn waren eine Familie mit zwei kleinen Kindern, kein Probleme.


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20.03.2024 um 14:31
Für mich war schon immer klar, dass ich kein Leben ohne Kind leben möchte.
Ich habe mich bewusst dafür entschieden und liebe es.
Es gab mal eine Zeit, in der ich nicht nachvollziehen konnte, wie man sich sowas wundervolles entgehen lassen will.
Aber da war ich noch jung und schmalspurig in meiner Sichtweise.
Mittlerweile finde ich es mehr als anmaßend, Entscheidungen anderer Menschen zu hinterfragen. Nicht jeder möchte sich dieser Verantwortung stellen und die Entscheidung dagegen ist genauso mutig, wie die dafür.
Ich genieße auch mal die Zeit ohne Kind. Man lernt, seine Freizeit anders wahrzunehmen und Memente mehr auszukosten.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 14:53
Zitat von joleenjoleen schrieb:Nicht jeder möchte sich dieser Verantwortung stellen und die Entscheidung dagegen ist genauso mutig, wie die dafür.
Nebst: Menschen die keinen Kinderwunsch haben sind nicht automatisch Menschen die sich nicht Verantwortungen stellen wollen.

Es gibt auch z.B. (und damit meine ich nicht mich) Menschen die bewusst keine leiblichen Kinder bekommen (weil sie der Meinung sind: erstmal den Kindern helfen die schon da sind), mitunter auch kein Pflege- oder Adoptivkind in der Familie haben (Kriterien mitunter zu hoch), "aber" sich besonders und auch mit hohem Zeitaufwand für Kinder engagieren.


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Lifestyle: Gibt es einen Wertewandel: Kinder ja oder nein?

20.03.2024 um 15:56
Zitat von StirnsängerStirnsänger schrieb:Ich mag die meisten (nicht alle!) und kann auch ganz gut mit ihnen umgehen, aber eigene?
Nee.
Dito.

Und das sollte man auch nochmal betonen, dass Menschen, nur weil sie keine eigenen Kinder haben wollen, dennoch Kinder mögen können bzw. überhaupt kein Problem mit Kindern haben/hätten.

Bin so weit auch immer gut mit Kindern ausgekommen. Auch mit Geschwistern oder eigenen Kinder von Ex-Partnerinnen.

Ebenso und da spreche ich jetzt nur für mich, habe ich kein Problem damit mittelbar über Steuern und Sozialabgaben auch Familien mit Kindern oder auch nur Alleinerziehende mit zu unterstützen. Vor allem können die Kinder am Wenigsten was dazu, dass sie geboren worden sind.

Aber eigene Kinder - nee.

Ps.
Nur was zu lautes Geschrei vor Kitas oder so angeht, da reagiere ich je nach hohen Tönen mittlerweile empfindlich gegen und versuche ich zu meiden.
Auch Helikopter-Mamis versuche ich zu meiden, lach.


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