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Symptome einer geistigen Besessenheit

27 Beiträge, Schlüsselwörter: Besessenheit
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Symptome einer geistigen Besessenheit

31.12.2004 um 16:47
Link: quantumfuture.net (extern)



Die Symptome einer geistigen Besessenheit können sehr subtil sein. Ein anhaftender Geist kann ohne irgendwelche bemerkbare Symptome anwesend sein.

...Ein lebendiger Mensch kann duzende, sogar hunderte von anhaftenden Geistern haben, da die keinen physischen Raum belegen. Sie können der Aura anhaften oder innerhalb der Aura, außerhalb des Körpers relozieren. Wenn irgendein Teil des Körpers des „Gastgebers“ eine physische Schwäche hat, kann ein erdgebundener Geist diesen Bereich befallen, weil es eine korrespondierende Schwäche oder Verletzung des physischen Körpers des Geistes vor seinem Tod gab. Ein Geist kann sich in jedem Chakra des Gastgebers niederlassen, angezogen von der speziellen Energie des Chakras, oder der körperlichen Struktur dieser Ebene des Körpers. Er kann die geplante Lebenslinie unterbrechen, indem er den Zeitpunkt des Todes früher hervorruft oder das Leben verlängert, indem er an jedem beliebigen Austrittspunkt eingreift.
Eine Wesenheit des anderen Geschlechts kann die sexuellen Vorlieben und die sexuelle Orientierung beeinflussen. Ein anhaftendes Wesen kann die Wahl der Ehepartner und die Wahl des Partners bei einer außerehelichen Affäre beeinflussen.“ (Baldwin, 1992)

Das ist natürlich ein bisschen viel, was da draußen in dieser Art vor sich geht. Baldwin glaubt, dass die Anzahl der Menschen, die unter einer oder mehrerer „Anhaftungen“ leiden, zu jeder beliebigen Zeit um die 100% liegt.

Körperliche Wehwehchen, Ängste und Phobien, Abhängigkeiten und „persönliche Unregelmäßigkeiten“ vielerlei Art wurden fast wie durch Zauberei gelöst! Ich war völlig fassungslos! Nicht nur das, auch alle meine Vorstellungen, dass Kinder durch „ihre Unschuld“ vor solchen Heimsuchungen „geschützt“ seien, mussten verworfen werden, als es immer mehr evident wurde, dass viele Anhaftungen während ganz gewöhnlicher Kindheitstraumata beginnen!

Aber der Punkt ist – das dies Teil des wahren Umstandes der menschlichen Gefangenschaft sein kann! Wie Dr. Baldwin oben bemerkt:

„ Die meisten Menschen weisen die Erlaubnis für diese nichtphysischen Eindringlinge aus Ablehnung und Ignoranz nicht zurück... viele Menschen belassen sich solchen Wesen gegenüber offen und schaffen ihre eigene Verwundbarkeit als ein Teil des Schaffens ihrer eigenen Realität.“

„ Aus ABLEHNUNG und IGNORANZ ...schaffen sie ihre eigene Verwundbarkeit als ein Teil des Schaffens ihrer eigenen Realität.“ Was für ein Konzept!


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shiver
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Symptome einer geistigen Besessenheit

31.12.2004 um 16:56
Hört sich vorstelbar an.
Dann wäre eine Psychose möglicherweise eine Besessenheit von einem anderem Geist.

Ich glaube,dass wir einen Funken jenes ewigen Lichtes in uns tragen,das im Grunde des Seins leuchten muß und welches unsere schwachen Sinne nur von ferne ahnen können.


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Symptome einer geistigen Besessenheit

31.12.2004 um 17:24
@shivers

Vorsicht! Bei Psychosen trifft das wohl eher nicht zu.

Aber was die Psychiatrie unter einigen anderen Krankheitsbildern einordnet - das hat man in früheren Zeiten unter "Besessenheit" verstanden.

Auch bei Naturvölkern gab es entsprechende Vorstellungen und Behandlungsmethoden. Recht effiziente übrigens, wie einige Psychiater und Psychologen heute einräumen.

So arbeitet ein norddeutscher Arzt heute z. B. mit nepalesischen Schamanen zusammen.

Das kybernetische Äquivalent von Logik ist Oszillation.
Ganz unten auf dem Grunde des Lebendigseins treffen wir auf die Metapher.


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shiver
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Symptome einer geistigen Besessenheit

31.12.2004 um 17:27
@jafrael

Warum schließt du sie aus?

Ich glaube,dass wir einen Funken jenes ewigen Lichtes in uns tragen,das im Grunde des Seins leuchten muß und welches unsere schwachen Sinne nur von ferne ahnen können.


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Symptome einer geistigen Besessenheit

31.12.2004 um 17:41
@Shivers

Weil Psychosen - meiner Kenntnis nach - andere Phänomene "erzeugen" als Besessenheit. Man mag mich korrigieren, wenn ich irre, aber gewisse Formen von Persönlichkeitsspaltungen passen da besser ins Bild...

Das kybernetische Äquivalent von Logik ist Oszillation.
Ganz unten auf dem Grunde des Lebendigseins treffen wir auf die Metapher.


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shiver
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Symptome einer geistigen Besessenheit

31.12.2004 um 17:44
@jafrael

Eines der möglichen Symtome von einer Psychosen ist auch Stimmenhören und sich davon manipuliert fühlen.
Oder multible Persönlichkeiten z.B.

Ich sag ja nicht , das ich es glaube - es wäre in dem Fall nur nicht auszuschließen.

Ich glaube,dass wir einen Funken jenes ewigen Lichtes in uns tragen,das im Grunde des Seins leuchten muß und welches unsere schwachen Sinne nur von ferne ahnen können.


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Symptome einer geistigen Besessenheit

31.12.2004 um 18:04
@Schivers

Ok - das mit dem "Stimmen-hören" und das Gefühl "fremdbestimmt" zu sein könnte dazu passen. Wenn es denn stimmt, daß das Stimmen-hören und fremdgesteuert-sein immer zur Psychose gehört. Bin mir da nicht so sicher.

Multiple sind aber ausnahmslos auf traumatische - nicht zu verarbeitende - sehr gewaltsame und immer wieder wiederholte Mißbrauchsgeschichten in früher Kindheit zurückzuführen. Diese Syptomatik ist denn auch sehr spezieller Natur.

Das kybernetische Äquivalent von Logik ist Oszillation.
Ganz unten auf dem Grunde des Lebendigseins treffen wir auf die Metapher.


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shiver
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Symptome einer geistigen Besessenheit

31.12.2004 um 18:08
@jafrael

Ich bin mir da nicht nur sicher -i ch weiß es.
Ich hab etliche Bücher über Psychologie gelesen , weil ich es mal studieren wollte. Und auch jetzt interessiert mich das Gebiet sehr.

Ich weiß was multible Persönlichkeiten sind - aber warum schließt du sie aus - wenn diese Theorie stimmen würde?

Ich glaube,dass wir einen Funken jenes ewigen Lichtes in uns tragen,das im Grunde des Seins leuchten muß und welches unsere schwachen Sinne nur von ferne ahnen können.


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lamam
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Symptome einer geistigen Besessenheit

25.10.2007 um 23:10
Warum ist denn so ein interessantes Gepräch so in Vergessenheit geraten ??


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Symptome einer geistigen Besessenheit

25.10.2007 um 23:19
Wegen der Geister-Anhaftungen?


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lamam
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Symptome einer geistigen Besessenheit

25.10.2007 um 23:55
aber philosophisch betrachtet ist es doch interessant..ich halte es immer noch für ungeklärt, ob gespaltene Persönlichkeiten nicht = Bessenheit ist und zudem die oft und gerne diskutierte Frage "wo sitzt das Böse im Menschen ?"..


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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 10:50
Besessenheit, wie sie der Exorzist versteht, verlagert "das Böse" ja nach aussen, das dann mit einer gewissen Dynamik jemanden befällt.
Ich glaube eher, das Böse ist, wie das Gute, Teil unserer Persönlichkeit, und je nach Gelegenheit oder Kontrolle, sozialer wie Selbstkontrolle, gewinnt die eine oder die andere Seite unserer Persönlichkeit die Oberhand.


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melsmell
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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 11:07
shiver schrieb am 31.12.2004:Eines der möglichen Symtome von einer Psychosen ist auch Stimmenhören und sich davon manipuliert fühlen.
Es kann sich bei dem Stimmenphänomän durchaus um Besessenheit handeln.
Genau so wie es Gabriele Amorth sieht.

Und nach meiner Einschätzung aus meiner Erfahrung: JA!
Habe jemanden kennengelert, der meiner Meinung nach eindeutig besetzt ist.
Habe auch noch jemanden kennengelernt, da bin ich mit fast sicher.

Das wird dann schulmedizinisch unter "Psychose" klassifiziert,...wie vieles andere auch...lol.....das Kind muß einen Namen haben:D
Wieder ein Armutszeugnis für den heutigen Wissensstand der "aufgeklärten" Menschheit.;)


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melsmell
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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 11:11
@lamam

Ich habe die Theorie, das es sich bei gespaltenen Persönlichkeiten oder bei multiplen Persönlichkeiten um eine Art von Besetztheit handelt, die auch oder teilweise mit Besessenheit einhergehen kann.

Ich mache bei "Besetztheit" und "Besessenheit" in der Begriffsdefinition qualitative Unterschiede.


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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 11:13
Wir leben in einer polaren Welt. Das Gute bedingt das sogenannte Böse und umgekehrt. Wenn man von einer Einheit (Gott) ausgeht, durch welche wir geschaffen wurden, so muß oder hat mal die Abspaltung angefangen. Zuerst noch in reine Enegie (Erzengel) und weiter die Elemente, dann diverse Archetypen (div. Götter, Engel, Dämonen usw) bis schließlich wir Menschen auch geboren wurden.

Der Mensch ist in allem und alles ist in uns. Mikrokosmos-Makrokosmos. Ich bin überzeugt davon, daß wir Besetzt bzw Besessen sein können. Wobei mir Besetzungen leichter zu behandeln scheinen, als die Bessesenheit.

Bei Besetzungen scheint mir, weiß man noch um sein eigenes Selbst, währenddessen man bei Besessenheit, die fremde Energie als seinen eigen Trieb ansieht. zB Sexbesessen, Machtbesessen, Geldbesessen, Eifersuchtsbesessen usw
Bei Persönlichkeitsspaltungen habe ich eine vorhergehende paranoide Einstellung bemerkt. Schlimmstenfalls endet dies in einer Schizophrenie, welche einen Krankenhausaufenthalt bewirkt.

Besetzungen und Besessenheit finden fast immer durch Seelen statt, welche nicht ins Licht gefunden haben, da sie zu Erdverbunden sind. Sie haben ihre Gefühle welche durch ihre Taten entstanden sind nicht aufgearbeitet und finden daher keine Ruhe. Es können vielerlei Taten sein. Angefangen von unversöhnten Sterben bis zu Schuldgefühlen wegen Mord (Kriege zB) oder plötzlicher Tod durch Unfälle usw..

Manchmal sind es auch unsere eigenen Ahnen, die in uns wirken und sich unserer Körper bemächtigen. Man spricht dann von wiederkehrenden Familienschicksalen. Eshängt dann von uns ab, ob wir das "Schicksal" erlösen und die fremdgesteuertheit erkennen oder nicht.

Ein sehr umfangreiches Thema jedenfalls und sehr, sehr vorsichtig zum Handhaben. Bei der Abklärung der Diagnose sollten jedenfalls medizinische Grunde ausgeschlossen weden. Man sollte liebevoll und respektvoll mit den Seelen umgehen und sie auf jeden Fall ins Licht schicken, da sie sonst einen neuen Körper heimsuchen werden. Besetzungen erkennt man an plötzlich auftretender Müdigkeit, Ringe unter den Augen, Rückenschmerzen, man kennt sich selbst nicht mehr, Zwaghaft werden wobei man vorher locker war, stierer Blick usw

Nach der Lehre der inneren Archetypen sehe ich Engel und Dämonen als Eigenschaften, welche wir zur Lernerfahrung in uns haben. Ich glaube weniger an Dämonen die bösartig um uns schwirren, um uns anzugreifen. Ich glaube aber an negative Energie welche Menschen ausstrahlen, durch Hass, Neid usw welche diese Dämonen zum leben erwecken und durch bewußtes Denken zu unserer Realität machen können. Hier ist für mich der Sitz des Bösen. Es ist unser eigenes schlechtes Denken, wenn wir nicht an uns arbeiten, der Gier welcher auch immer erliegen und unser Ego zu Gott erheben. Somit hat man sich verkauft und ist Nährboden für dererlei.

Ich möchte später mal, wenn ich meine Magieausbildung abgeschlossen habe besetzten und besessenen Menschen helfen, so wie ich mir von einem Schamanen auch helfen gelassen habe. Sicher sind meine Auskünfte noch nicht von sehr hoher Qualität, doch ich hoffe man kann doch etwas damit anfangen.

Malajka


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melsmell
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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 12:09
@Malajka

Danke:)

Wenn man ganz übergreifend denkt kann es so sein, wie Du es gepostet hast.

Ich finde das qualitativ sehr gut.


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lamam
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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 13:01
@melmsell

differenzierst Du Besetztheit und Besessenheit auch nach den gleichen Aspekten wie Malajka ? Den Beitrag finde ich übrigens auch klasse..


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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 14:24
Von der dämonischen Besessenheit zur multiplen Persönlichkeit?
Die gestiegene Häufigkeit und die aufsehenerregenden Symptome der Störung rufen erhebliche Zweifel daran hervor, ob die Dissoziative Identitätsstörung tatsächlich eine nützliche und zutreffende Beschreibung für das ist, was mit dem Begriff “multiple Persönlichkeit” beschrieben wird. Kritiker vermuten eine Verursachung der Störung durch den Therapeuten (sogenannte Iatrogenität der Störung - vom Arzt / Therapeuten verursachte Symptome), indem falsche Erinnerungen hervorgerufen werden, z.B. in Hypnose. Es wird angenommen, daß der Therapeut von der Existenz verschiedener Persönlichkeiten ausgeht oder sie im Zustand der Hypnose sogar erzeugt. In den USA hat es tatsächlich Fälle gegeben, in denen Patientinnen Erinnerungen an Mißbrauch suggiert worden sind, der niemals stattgefunden hat.

Die Kritik an den verdrängten und wiedererinnerten Mißbrauchstraumata soll im folgenden näher beschrieben werden, weil sie selbst Gegenkritik ausgesetzt war und zu heftigen Kontroversen geführt hat.

Im Zusammenhang mit sexuellem Mißbrauch, der als die Hauptursache von Dissozativer Identitätsstörung gilt, wird nicht selten behauptet, daß viele mißbrauchte Frauen die traumatischen Ereignisse verdrängen und sich deshalb nicht an sie erinnern können. In der Therapie müßten die verdrängten Erinnerungen deshalb erst wieder zugänglich gemacht werden. Dies könne nur mit speziellen Techniken geschehen, in manchen Fällen nur mit der Hypnose.

Kritiker wenden gegen diese häufige Argumentation ein, daß die Hypnose dafür bekannt ist, daß sie die Genauigkeit von Erinnerungen nicht erhöht, sondern im Gegenteil vermehrt falsche Erinnerungen erzeugt, die trügerischerweise auch noch als besonders genau erlebt werden (Kihlstrom, 1997; Lynn et al., 1997; Steblay et al., 1994).

Die Anhänger der Theorie verdrängter Erinnerungen argumentieren jedoch, daß inzwischen eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen vorlägen, die ihren Standpunkt hinreichend belegen würden. Von den Kritikern kommt der Einwand, daß die Ergebnisse dieser Untersuchungen unzutreffend interpretiert werden. Folgende Argumente werden von den beiden Gruppen diskutiert

Die Anhänger behaupten, daß die Kritiker beweisen müßten, daß es keine verdrängten Erinnerungen gibt. Die Kritiker weisen dieses Argument zurück, weil die Beweislast bei demjenigen liege, der behauptet, daß es etwas gibt, und nicht bei demjenigen, der behauptet, daß es etwas nicht gibt. [Anmerkung von www.verhaltenswissenschaft.de: Dem Standpunkt der Kritiker muß man aus wissenschaftstheoretischer Sicht zustimmen.]
Die Anhänger verweisen auf Studienergebnisse, denen zufolge es Gedächtnisstörungen - sowohl häufiges Wiedererleben als auch Gedächtnisverluste - bei Opfern von sexuellem Mißbrauch gebe. Die Kritiker stimmen dem zu, betonen aber, daß der Gedächtnisverlust sich nicht auf Aspekte des Trauma beziehe, sondern auf Alltagsereignisse. Gerade weil die Opfer sich so häufig an das Trauma erinnerten, hätten sie Schwierigkeiten damit, sich Alltägliches zu merken. Das habe also nichts mit Verdrängung zu tun.
Als Belege für Gedächtnisstörungen zitieren die Anhänger Untersuchungen mit organisch verursachten Gedächtnisverlusten. Die Kritiker weisen darauf hin, daß Verdrängung nicht als organisches Phänomen gelte, sondern als psychologisches. Organische Störungen seien also kein Beleg für psychologische Verdrängung.
Als weitere Belege für Gedächtnisverluste werden von den Anhängern der Verdrängungshypothese Erinnerungslücken von KZ-Häftlingen herangezogen. Die Kritiker wenden ein, daß KZ-Häftlinge sich in der Regel außerordentlich gut an die traumatischen Situationen erinnern könnten und nur hin und wieder Schwierigkeiten mit Details hätten. Diese Gedächtnisverluste hätten außerdem nichts mit Verdrängung zu tun, da es normal sei, wenn sich Menschen 50 Jahre nach einem Ereignis nicht mehr an alle Details erinnern könnten.
Die Anhänger zitieren Befragungen, in denen 60% der Opfer von sexuellem Mißbrauch angeben, sich mindestens einmal in ihrem Leben nicht an ihr Trauma erinnert zu haben. Die Kritiker halten den Anhängern jedoch vor, daß dies ein Beweis dafür sei, daß sich diese Frauen an ihr Trauma erinnern, weil sie sonst die Frage nicht mit “Ja” beantworten könnten. [Anmerkung von www.verhaltenswissenschaft.de : Dieser Standpunkt der Kritiker ist einleuchtend. Wenn es verdrängte Erinnerungen geben sollte, dann dürften sich die Personen, die das Trauma verdrängt haben, an nichts im Zusammenhang mit dem Trauma erinnern, könnten also nicht mit “Ja” auf die Frage antworten, ob sie sich manchmal nicht erinnern können.]
Die Anhänger zitieren eine Interview-Studie von Williams (1994), der zufolge sich 38% der Frauen, die vor Jahren sexuell mißbraucht und ins Krankenhaus eingeliefert worden waren, später nicht mehr an dieses Ereignis erinnern können. Die Kritiker wenden ein, daß sich von diesen 38% aber immerhin 67,3% an andere Aspekte des sexuellen Mißbrauchs erinnern. Es sind also nur 14,7% aller Frauen, die sagen, daß sie sich überhaupt nicht mehr an sexuellen Mißbrauch erinnern, obwohl sie einmal mißbraucht worden waren. Die Kritiker argumentieren weiter, daß der Grund, warum manche Frauen sagen, daß sie sich nicht erinnern können, nicht unbedingt Verdrängung sein muß. Man müßte die Frauen auf die Widersprüche hinweisen und fragen, wie sie zustande kämen. In einer Studie, in der das geschehen ist, gaben alle Frauen an, die sich zuerst nicht erinnern konnten, daß sie das nur gesagt hätten, weil sie den Interviewer unsympathisch fänden.
In Fallstudien findet man immer wieder Berichte, daß Opfer sich lange Jahre nicht an den Mißbrauch erinnern konnten, dann sich aber durch irgend einen Zufall (z.B. Bekanntschaft eines Mannes, der dem Täter ähnlich sieht) plötzlich wieder erinnern können. Die Kritiker erklären, daß das ein normaler Erinnerungsprozeß sei und kein Hinweis auf Verdrängung, von der es doch hieße, man bedürfe eines Therapeuten und ggf. der Hypnose, um sie aufzuheben.
Der Standpunkt der Kritiker wird auch durch eine Reihe von Ergebnissen aus Studien von McNally, Clancy und Kollegen gestützt. Ihnen zufolge verhalten sich Personen, die behaupten, sie hätten traumatische Gedächtnisinhalte verdrängt oder könnten sich nach langer Zeit wieder an sie erinnern, anders, als es aufgrund der Verdrängungshypothese zu erwarten sei. Personen, die sich nach langer Zeit angeblich wiedererinnern, berichten z.B. viel häufiger von falschen Ereignissen als Menschen, die sich ihr ganzes Leben an traumatische Ereignisse erinnern. Die Häufigkeit der falschen Erinnerungen ist bei ersteren ungefähr so häufig wie bei Personen, die behaupten, sie seien von Außerirdischen entführt worden (Clancy et al., 2000; Clancy et al., 2002).

Neben der Möglichkeit, falsche Erinnerungen durch Hypnose zu erzeugen, wird eingewendet, daß sich “Symptome” der Dissoziativen Identitätsstörung auch durch erhöhte Aufmerksamkeit hervorrufen lassen.Weitere Hinweise auf Zweifel an der Angemessenheit der Störungskategorie sind die häufigen Zusatzdiagnosen (z.B. Schizophrenie, Depression) und der häufig anzutreffende längere Kontakt (7 Jahre) der Betroffenen zu Gesundheitsdiensten vor der Diagnosestellung.

Aufgrund der erheblichen Zweifel sowohl an der Dissoziativen Identitätsstörung als auch am Phänomen der verdrängten und wiedererinnerten Trauma-Erlebnisse heißt es in einem Standardwerk der Klinischen Psychologie (Reinecker, 1998) zu dieser Störung

"Die Beeinflußbarkeit durch Hypnose, die Möglichkeiten zur Simulation der Störung und Überschneidungen in der Diagnostik (z.B. mit PTSD und Borderline Störung) erschweren die Diskussion um diese Störungsform. Während vor allem von der europäischen Psychiatrie die Entität der Störung kritisiert wird (vgl. Merskey, 1995, S 305 ff.), wird diese in Deutschland auch propagiert (vgl. Huber, 1995)."

Ergänzend soll auf die Gefahr hingewiesen werden, die von irreführenden Behauptungen über unzutreffende Zusammenhänge ausgehen. So ist es z.B. falsch, daß Opfer sexuellen Mißbrauchs fast immer die Dissoziative Identitätsstörung aufweisen, und irreführend, die Zweifel an der Angemessenheit der Störungskategorie mit der Leugnung sexuellen Mißbrauchs gleichzusetzen.

Zitiert aus www.verhaltenswissenschaft.de


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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 14:41
Ich kenne die Vorbehalte gegen Hypnose - und sie sind auch durchaus berechtigt. Nur gibt es seit längerem auch andere therapeutische Zugänge zur Traumabewältigung und -auflösung, wie wir seit den Arbeiten des Psychiater Stanislav Grof u. a. wissen...

Ich möchte Fälle von Besessenheit nicht aussschliessen Aber nicht alles, was da unter "Besessenheit" zu erkennen geglaubt wird ist es auch. Westliche Psychologie und Psychiatrie stochert da noch ziemlich im Nebel, fürchte ich. Und ehe sich dieser Nebel lichtet wird wohl noch Zeit vergehen.


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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 15:10
Gibts auch ne körperliche Besessenheit?.. ich frag blos weils hier differenziert wird... in geistige Besessenheit. Wenn Geister besitz ergreifen findet doch das immer auf der geistigen Ebene statt!? Oder gibts welche die dem potenziellen Opfer erst eine reindonnern ?


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Symptome einer geistigen Besessenheit

26.10.2007 um 18:16
@jafrael

Die von Dir genannten traumatischen Erlebnisse, können einer Besetzung durch fremde Geister, doch Vorschub geleistet haben.
Je schwächer der Geist eines Menschen im eigenen Körper ist und umso weniger er noch in diesem Körper sein will, umso schwächer wird auch die beiderseitige Bindung und das ließe eine Anbindung anderer Geister zu.


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