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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

64 Beiträge, Schlüsselwörter: Benotung, Bildungseinrichtungen
blue_
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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

24.02.2013 um 13:30
Kc schrieb:,,Mathe 2/Deutsch 3/Sport 6"
In Mathe hilft z.B. Auswendiglernen rein gar nichts. Entweder versteht man es oder nicht.

Deutsch ist Auslegungssache, das gebe ich zu.

Sport kann man sehr gut mit dem bisherigen System aussagefähig bewerten.

Ich habe noch nicht den Unterschied verstanden, auf den du hinaus willst. Auch ein geschriebener Text ist nichts anderes als eine Benotung, die ebenso subjektiv sein kann.


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BlackFlame
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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

24.02.2013 um 13:42
@blue_
Ich glaube er will das relativieren, was mir letzte Woche bei einer Prüfung eine 4 beschert hat.
30 Prüfungsfragen über alle Themen des Semesters und ich zieh ausgerechnet einen Zettel, wo zwei Fragen über die letzten 2 Vorlesungswochen drauf standen, für die mir dann einfach kaum Zeit blieb, um wirklich sicher darüber sprechen zu können.
Dagegen bekamen andere ihre 1 oder 2 einfach nur dadurch, weil sie zwei Fragen über die Themen vom Anfang erwischten.
Ich verstehe natürlich, dass es in 30 Minuten kaum möglich ist, das ganze Semester gleichermaßen zu prüfen, aber andererseits bringt es auch keine Pluspunkte, wenn gute Noten teilweise nur dadurch zu Stande kommen, weil man Glück hatte nur darüber sprechen zu müssen, was man wusste.
Da kann man eben schon fragen, ob eine Note dann wirklich noch mit dem tatsächlichen Wissen bzw. Nichtwissen des Prüflings gleichzusetzen ist.


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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

24.02.2013 um 13:42
@john-erik
john-erik schrieb:es geht in der schule ja auch nicht um noten, sondern um verständnis
So sollte es sein.

Aber kann man Verständnis wirklich in ,,1" oder ,,5" abbilden?

Das bezweifle ich. Denn Verstehen, Lernen und Entwickeln ist weitaus komplexer.
john-erik schrieb:trotzdem bilden die noten halt den lern (und verständnisstand) zu einem gewissen zeitpunkt ab
Was aber einmal langfristig ziemlich nutzlos ist - entscheidend muss sein, zu erfahren, was der Schüler gelernt hat und noch lernen muss. Lernen ist ein Prozess, der Zeit benötigt und den man nicht einfach in einer Zahl fassen kann.

Es ist eine Illusion, zu glauben, dass ,,1" automatisch ein hervorragendes Verständnis bedeutet und 4 ein geringes Verständnis.

Was ist mit Schülern, die zwar eigentlich ziemlich intelligent sind, aber was dagegen haben, sich in dieses System pressen zu lassen oder deren Fähigkeiten nicht einfach auf Knopfdruck abgerufen werden können?
john-erik schrieb:ich kann als lehrer ja nicht am ende des jahres die vorgesehenen lerninhalte prüfen, sondern will ja auch das engagement der schüler übers ganze jahr benoten, sonst kannst du ja am anfang ein paket ausgeben "das lernt und versteht ihr jetzt", wir sehen uns am ende des jahres
1. Warum kannst du die vorgesehenen Lerninhalte nicht am Ende des Jahres prüfen?

2. Wenn es um Aufwand geht - ich habe nicht gefordert, dass es nur einmal im Jahr eine Art Test gibt. Es können nach jedem Themenabschluss Untersuchungen durchgeführt werden, inwieweit die Schüler das Thema verstanden haben, dazu kann man sich entsprechende Notizen für die Bewertung machen.

Das sorgt dafür, dass man sowohl während des Schuljahres entsprechende Förderungen gezielter einsetzen kann, als auch man am Ende des Schuljahres die Möglichkeit hat, eine entsprechend genaue Einschätzung zu geben.

Lehrer sollten sich ohnehin während des Schuljahres und auch während des Unterrichts laufend Notizen über Fortschritte und Schwierigkeiten der Schüler machen.

Was du zuletzt geschrieben hast, entbehrt eigentlich jeder Grundlage - warum vergleichst du die Idee damit, den Schülern ein Lernpaket zu geben und sie dann nach Hause zu schicken?

Es ist weiterhin völlig beabsichtigt, dass sie in der Schule mit und von dem Lehrer lernen. Es genügt keinesfalls, einfach nur was an die Tafel zu schreiben und zu sagen:,,Lernt das!"
john-erik schrieb:bei schüler die vielleicht in einem test versagen, aber im unterricht zeigen, dass sie es kapiert haben, hast du als lehrer ja die möglichkeit, weitere noten zu verteilen um das zu honorieren.
Das ist so leider nicht richtig - je nach Fach, aber auch generell, müssen schriftliche Noten deutlich höher gewichtet werden. Heisst: Wenn du in den Tests Pech mit dem Thema hattest oder am Tag schlecht drauf warst oder eben ein Problem damit hast, Wissen unter Druck auf den Punkt auszuschütten und deshalb in den schriftlichen Tests schlecht bist, dann bleiben diese schlechten Noten und werden höher gewichtet.

Schriftlich 5, mündlich 1 oder 2 führt dann meist maximal zu einer 3 als Endnote.
john-erik schrieb:ich frage mich ernsthaft ob du schon mal für eine gruppe unterrichtet hast, oder ob das nur dampfplauderei und bildungsbashing ist.
Oh, nicht nur einmal ;)
Meine Ansichten beruhen auf persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen.

Mir Bildungsbashing vorzuwerfen, weil ich einen neuen Vorschlag für ein meiner Ansicht nach gerechteres und genaueres Bewertungssystem vorstelle, ist ja wohl übrigens lächerlich :D
john-erik schrieb:aus meine erfahrung kann ich sagen, dass notendruck absolut notwendig ist, damit schüler zu irgendetwas zu bewegen sind. von alleine und bloß aus interesse lernt da sonst kaum einer was.
Schön für deine Erfahrung - sie widerspricht aber modernen Erkenntnissen der Erziehungswissenschaften ebenso, wie der Empirie.

Mehr und härterer Druck führt nicht zu mehr Leistung und Fähigkeiten, das sind veraltete und falsche Ansichten.

Ich glaube nicht, dass es akzeptabel ist, zu vertreten:,,Entweder du machst unkritisch, was man dir auferlegt oder du bist abgemeldet".

Ziel darf es nicht sein, Schüler zu gut funktionierenden, kritiklosen Maschinen zu erziehen, sondern Ziel der Bildung muss eine positive Entwicklung der Fähigkeiten und des Wissens der Schüler sein.


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24.02.2013 um 13:44
@blue_
Mathe ist nicht immer verständnissache.
Kurvendiskussion kannst du auch jemandem beibringen, der von Mathe keinen blassen Schimmer hat.
Der verrechnet sich dann höchsten mal, aber das reicht meist für ne 3.

Diese tollen Texte liest man doch häufig in der Grundschule. Da werden dann auch Floskeln, Standardformulierungen und Bausteine verwendet, damit alle gleich behandelt werden und die sind viel weniger aussagekräftig, als eine Note.

Linke Bildungspolitik ist totaler Unsinn, führt zu schlimmer Gleichmacherei und läßt die Intelligenten verkümmern.


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24.02.2013 um 13:48
@blue_
blue_ schrieb:Ich stimme @john-erik zu. Mein Eindruck ist, dass durch Notengebung Wissen abgefragt wird, und es nicht besser überprüft werden kann. Auswendig lernen kann man nie ausschließen.
Was ist denn bitteschön eine ,,2" für ein Wissen?

Das sagt überhaupt nichts aus, das ist nur eine Zahl.
Damit diese Zahl überhaupt eine Aussage hat, bedarf es ohnehin zusätzlicher Erklärungen, wie:,,2 bedeutet, dass der Schüler dies und das kann und jenes noch nicht...".

Leider wird unberechtigterweise allein schon mit der äußeren Form eine Bedeutung verbunden, ohne dass überhaupt gefragt wird, was denn dahinter steht. Es wird unkritisch als ,,gute Note" hingenommen und dementsprechend gedacht:,,Wow, der Schüler kann was..." - ob es stimmt oder nicht, wird gar nicht untersucht.


Unter diesen Umständen kann man sich das doch auch schenken und gleich eine differenziertere Bewertung vornehmen.

Und auch hier muss ich fragen: Wie kann man denn die Aussage ,,es geht nicht anders" treffen, ohne überhaupt ein anderes System in Erwägung zu ziehen und vor allem ohne dieses ausprobiert und verglichen zu haben mit dem bisherigen System?


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24.02.2013 um 13:50
@Prof.nixblick
Prof.nixblick schrieb:Aber wenn die Lehrer das so überprüfen wie Du es beschreibst, wer kann da mit sicherheit sagen, dass die persönliche Haltung des Lehrers zum Schüler außen vor bleibt?

Um das zu vermeiden bräuchte man Lehrer die die Schüler nicht persönlich kennen, nur dann wäre eine objektive Beurteilung möglich.
Klar muss natürlich sein: Vollkommene Objektivität gibt es nicht, bei keiner von Menschen vorgenommenen Bewertung. Denn jede Bewertung ist eine persönliche Einschätzung.

In meinem Vorschlag aber besäße der Lehrer einen größeren Spielraum, seine Einschätzungen genauer zu begründen - ich denke, er sähe sich so auch weniger dem tumben Vorwurf von Sympathie oder Antipathie und daraus resultierenden Noten gegenüber den Schülern ausgesetzt.


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24.02.2013 um 13:51
Ich finde diese Idee grundsätzlich gut.

Probleme sehe ich allerdings dabei, dass diese definitionen teils sehr schwammig sind


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24.02.2013 um 13:53
@BlackFlame
BlackFlame schrieb:Da kann man eben schon fragen, ob eine Note dann wirklich noch mit dem tatsächlichen Wissen bzw. Nichtwissen des Prüflings gleichzusetzen ist.
Und eben das Verneine ich persönlich ganz klar.

Ich kann ebenfalls entsprechende Beispiele bringen: Ich musste den Altgriechisch-Kurs 2 wiederholen, weil ich beim direkten Versuch zu wenig verstanden und drauf hatte.
Zu meiner Überraschung allerdings fand ich dann im Wiederholungskurs mehrere Mitstudenten wieder, die im Unterricht eigentlich immer zu den besten gehörten - die aber in der Klausur das Wissen nicht so einfach raushauen konnten, dementsprechend eine schlechte Note bekamen und in die Wiederholung des Kurses mussten.


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24.02.2013 um 13:56
@john-erik
john-erik schrieb:Linke Bildungspolitik ist totaler Unsinn, führt zu schlimmer Gleichmacherei und läßt die Intelligenten verkümmern.
Ich würde ja jetzt nur ein Trollsmiley machen, aber dann müsste ich meinen eigenen Beitrag fairerweise löschen :troll:

Also sage ich mal ebenso schlau und durchdacht:,,Konservative Bildungspolitik ist totaler Unsinn, führt zu schlimmem Separatismus und hält die potenziell intelligenten und fähigen Schüler in sozialer Segregation, um dem Bürgertum seine vermeintlichen Pfründe zu sichern."


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BlackFlame
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24.02.2013 um 14:00
@Kc
Einer meiner Kommilitonen hatte unserer Studienfach auch schon mal angefangen und kannte die Themen des letzten Semesters dementsprechend auch schon. Konnte somit auch auf Fragen des Profs deutlich öfter antworten als die, die erst angefangen hatten.
Trotzdem hatte er in den Prüfungen zu kämpfen zu bestehen, weil ihm mündlich einfach nicht lag.

Letztlich muss man hier aber auch relativieren, denn es ist sicher eine Frage, ob thematisch so geprüft wird, dass sich das Wissen/Nichtwissen möglichst umfassend wiederspiegeln lässt, aber andererseits kann nicht ignoriert werden, wenn jemand es zwar verstanden hat, aber kaum in der Lage ist, seine Gedanken auch mündlich wiederzugeben.
Ob nun als Note oder in Form eines kurzen Essays, sowas sollte sich schon irgendwo wiederspiegeln, auch wenn allein eine Zahl das natürlich nicht so ohne weiteres kann.


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blue_
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24.02.2013 um 14:06
BlackFlame schrieb:Ich glaube er will das relativieren, was mir letzte Woche bei einer Prüfung eine 4 beschert hat.
30 Prüfungsfragen über alle Themen des Semesters und ich zieh ausgerechnet einen Zettel, wo zwei Fragen über die letzten 2 Vorlesungswochen drauf standen, für die mir dann einfach kaum Zeit blieb, um wirklich sicher darüber sprechen zu können.
Dagegen bekamen andere ihre 1 oder 2 einfach nur dadurch, weil sie zwei Fragen über die Themen vom Anfang erwischten.
Das habe ich verstanden. Gut erklärt. Glück entscheidet mit, und das ist nicht gerecht und sagt nichts über das tatsächliche Wissen aus.

Nur wie will man es besser machen? Allen die gleichen Fragen stellen? Wäre es dann auch ungerecht, weil der eine ein größeres Interesse am Thema hatte und deshalb mehr dazu weiß?
Kc schrieb:Was ist denn bitteschön eine ,,2" für ein Wissen?
Eine Zwei bedeutet gut. Und ist Auslegungssache, genauso wie ein geschriebener Text, der nur ausführlicher beschreibt, was "gut" ist.
Kc schrieb:Leider wird unberechtigterweise allein schon mit der äußeren Form eine Bedeutung verbunden, ohne dass überhaupt gefragt wird, was denn dahinter steht. Es wird unkritisch als ,,gute Note" hingenommen und dementsprechend gedacht:,,Wow, der Schüler kann was..." - ob es stimmt oder nicht, wird gar nicht untersucht.
Eine Zwei bekommt man aber nicht für gar nichts. Etwas muss der Schüler wissen oder können, um eine Zwei zu bekommen.
Man muss bei Zeugnissen zwischen den Zeilen lesen können, vielleicht vergleichbar mit einem Arbeitszeugnis, welches auch eine eigene Sprache spricht.
Kc schrieb:Und auch hier muss ich fragen: Wie kann man denn die Aussage ,,es geht nicht anders" treffen, ohne überhaupt ein anderes System in Erwägung zu ziehen und vor allem ohne dieses ausprobiert und verglichen zu haben mit dem bisherigen System?
Mein Eindruck ist, dass dein Vorschlag das Problem nicht löst. Man kann einen Menschen so oder anders benoten oder bewerten, man wird ihn nicht vollständig erfassen können.


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24.02.2013 um 14:17
@Kc
Dein Vorschlag existiert sogar an einigen Hamburger Schulen schon :)
Ich hab mal in solch einer Schule hospitiert und es wurde genau so wie du es vorgeschlagen hast umgesetzt.
Es wird sich an Lehrplänen orientiert und die Schüler erhalten eine umfassende schriftliche Bewertung. War allerdings auch ne integrierte Regelklasse und in der Grundschule, das heißt, sobald sie ab der 5. auf die anderen Schulformen aufgeteilt werden, bekommen sie dort auch wieder Noten.

Durch Erzählungen der Lehrerin dort weiß ich, dass besonders die Eltern mit dem dortigen Bewertungssystem unzufrieden sind. Sie fänden es besser, wenn es "richtige" Noten gäbe, um einschätzen zu können wo ihr Kind im Vergleich zu den anderen steht.
Für die Kinder selbst ist es gut, der eben genannte Vergleich fällt weg und somit auch ein gewisser Druck.

Ich denke aber auch, dass es für den Lehrkörper schwierig ist so individuell auf jedes Kind zu achten und Lernfortschritte festzustellen, wenn es nicht anhand eines übersichtlichen Notensystems erkennbar ist. In großen Klassen erscheint das schier unmöglich.


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BlackFlame
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24.02.2013 um 14:28
@blue_
blue_ schrieb:Nur wie will man es besser machen? Allen die gleichen Fragen stellen? Wäre es dann auch ungerecht, weil der eine ein größeres Interesse am Thema hatte und deshalb mehr dazu weiß?
In dem konkreten Fall hätte es vielleicht geholfen, wenn man kürzere Fragen zu einem Thema gestellt hätte, aber dafür einfach mehr als nur 2 Themen abgefragt hätte.
Ich hatte wirklich das Problem, dass ich von den 30 Fragen 25 wirklich umfassend hätte beantworten können, das aber nicht zeigen konnte, weil danach einfach nicht gefragt wurde.
Es wirkte auf mich so als ob es nur Hopp oder Top gab. Wer die Fragen beantworten konnte war fein raus, wer irgendwo scheiterte, den ließ man kaum bestehen - unabhängig davon, welche Fragen gestellt wurden.
Im Schriftlichen gibt es dafür ja noch halbwegs klare Punktvergaben und die Umrechnung von erreichten Punkten in eine Note. Auch nicht optimal, aber wenigstens noch etwas handfester als diese scheinbar recht unkoordinierte Benotung im mündlichen Bereich.

In meiner Schulzeit kam es auch oft genug vor, dass zwei vershciedene Lehrer für Vorträge völlig willkürliche Maßstäbe ansetzten.
Der eine achtete vorrangig auf die Inhalte, auch wenn der Vortrag völlig langweilig und die Präsentation grottig war. Ein anderer bewertete nur danach, wie gut oder schlecht präsentiert wurde.
Ich kam da auf keinen grünen Zweig, weil ich bei meinen Lehrern individuell den Vortrag so gestalten musste, dass es denen in Kram passt und es insgesamt kaum einheitliche Vorstellungen davon gab, was einen Vortrag gut bzw. schlecht machte.


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24.02.2013 um 14:30
@Kc
Kann jetzt sein, dass ich dich komplett falsch verstehe, aber generell beschreibst du doch das aktuelle System, nur mit der Änderung, dass die "Noten" nicht mehr rein numerisch dargestellt werden, sondern als Text formuliert, oder?
Ob ich jetzt schreibe: Der Schüler zeigt im Fach Politikwissenschaften nur mangelhafte Kenntnisse über die Funktions- und Organisationsweise einer Demokratie.
Oder einfach: Politikwissenschaften Note 5
mach ja im Prinzip keinen großen Unterschied. Einzig für nachfolgende Lehrer könnte dies von Nutzen sein, um Schwächen gezielt anzusprechen.
Aber dies klappt auch nur, wenn viele in der Klasse ähnliche Schwächen haben. Gezielte Einzelförderung ist bei den momentanen Zuständen an Schulen leider kaum möglich.
Kc schrieb:Statt nun, etwa in diesem Fall in Politik, eine 1 bis 6 zu verteilen sollte der Lehrer sich an der Frage orientieren, ob dieses Ziel beim Schüler erreicht wurde:,,Kann der Schüler die Kennzeichen von Demokratie benennen? Kann er erklären, was Vor- und Nachteile sind? Und ist er in der Lage, sinnvolle Vergleiche zu anderen Staatsformen herzustellen?"

Dieses Wissen würde der Lehrer wahrscheinlich vor allem aus dem Unterricht selbst beziehen, aber auch aus schriftlichen Überprüfungen.
Das beschreibt doch ganz gut das bisherige System mit mündlichen Noten, die während des Unterrichts gebildet werden, aber auch Klausuren. Zumindest in meiner alten Schule waren die mündlichen Leistungen und auch Vorträge immer sehr wichtig.
Kc schrieb:Ich würde deshalb folgendes vorschlagen:
Statt Noten zu verwenden, nimmt man die geltenden Lehrpläne zur Hilfe. Dort ist ja für die Lehrer formuliert, was die Schüler im Laufe des Schuljahres und der Klassenstufe an Kompetenzen, Fähigkeiten und Wissen entwickeln und besitzen sollen. Auch sind die Themenbereiche genau definiert, etwa (im übertragenen Sinne):,,In Klassenstufe XY sollen die Schüler eine genaue Vorstellung der Vor- und Nachteile der Staatsform Demokratie entwickeln und sie mit anderen Staatsformen vergleichen können."
Und trotzdem bleibt im Prinzip jede dieser Beurteilung auch eine Momentaufnahme, nämlich von genau der Stunde, in der du die Frage gestellt hast. Anders wäre es nur, wenn du eine Frage aus der ersten Stunde nach 2 Wochen wiederholst. Dann würde sich zeigen, wer nur mal zugehört/gelernt hat und wer etwas dauerhaft verstanden hat.

Die Zeugnisnoten sehe ich aber eigentlich auch nicht als "Momentaufnahme" an, da immerhin ein ganzes Jahr damit abgedeckt wird. In dieser Zeit hat der Schüler ja durchaus die Möglichkeit sich zu verbessern.
Die erste Momentaufnahme, z.B. ein Test, wird ja insofern revidiert, wenn der Schüler eine Klausur über das Thema schreibt oder er sich im Unterricht aktiv beteiligt. (Ich hoffe, es ist verständlich, was ich damit sagen will.)

Auch darfst du die Motivation der Schüler nicht außer Acht lassen. In einer idealen Welt, wo jeder Schüler freiwillig und gerne lernt, bräuchte es keine Noten. Der Schüler lernt nur, um sich selbst zu verbessern (die sogenannte Lernzielorientierung). Kommt leider in der Realität nicht so häufig vor. Es geht eher darum, sich auch im direkten Vergleich mit anderen Schüler zu profilieren und möglichst gute Noten zu erreichen (Leistungszielorientierung). Kann man natürlich auf das System schieben, aber Wettbewerb und das damit verbundene "besser als andere sein", gehört wohl zum menschlichen Denken dazu.

Für den Mehraufwand müsste man erstmal mehr Geld in das Bildungssystem investieren. An nachkommenden Lehrern sollte es eigentlich heutzutage kaum noch mangeln. Alleine in einer BiWi-Vorlesung saßen dieses Jahr knapp 1000 Schüler an meiner Uni. Da wird es schon eher problematisch einen Job zu finden.
Ohne neue Lehrer dürfte der Aufwand für die jetzigen Lehrer zu groß werden. Man hat ja meistens nicht nur eine Klasse, sondern direkt mehrere und nicht nur ein Fach, sondern mindestens zwei. Man müsste sich quasi nach jeder einzelnen Stunde erstmal Zeit nehmen, um die Fortschritte, die sich in der Stunde gezeigt haben, zu notieren. Sonst vergisst man zu leicht oder verwechselt im schlimmsten Fall Schüler bzw. Fächer :D


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blue_
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24.02.2013 um 14:41
BlackFlame schrieb:In dem konkreten Fall hätte es vielleicht geholfen, wenn man kürzere Fragen zu einem Thema gestellt hätte, aber dafür einfach mehr als nur 2 Themen abgefragt hätte.
Wahrscheinlich gibt es für fast jeden Schüler so einen konkreten Fall, in welchem ihm ein anderes Vorgehen gerechter erschienen wäre.
Ich kann es nachvollziehen. Es ist absolut Mist, in einer so wichtigen Sache auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Ich hatte den Fall, dass mein älterer Bruder ein Genie in Physik und Mathe war, und ich an ihm gemessen wurde. Ich hatte keine Chance. Der Physiklehrer, bei dem ich eine Klasse unter meinem Bruder Unterricht hatte holte mich immer wieder an die Tafel und machte mich fertig.

Der Faktor Mensch ist das, was das System manchmal ungerecht macht.

Bei der Benotung wüsste ich nicht, wie man sie gerechter machen könnte.

Wie man es dreht und wendet, es bleibt eine Bewertung einer bzw. mehrerer Momentaufnahmen, die, wenn sie alle schlecht oder gut ausfallen sehr wohl eine Aussagekraft haben.


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24.02.2013 um 14:42
@blue_
blue_ schrieb:Eine Zwei bedeutet gut. Und ist Auslegungssache, genauso wie ein geschriebener Text, der nur ausführlicher beschreibt, was "gut" ist.
Ja, eine ,,2" bedeutet ,,gut". Und weiter? Was sagt mir diese Note jetzt tatsächlich?

Einem geschriebenen Text kann ich dagegen beispielsweise entnehmen:,,Okay, der Schüler kann jetzt dies und jenes und das...".
Ich weiss genau, was für Kompetenzen er nun erworben hat im bewerteten Zeitraum.
blue_ schrieb:Eine Zwei bekommt man aber nicht für gar nichts. Etwas muss der Schüler wissen oder können, um eine Zwei zu bekommen.
Man muss bei Zeugnissen zwischen den Zeilen lesen können, vielleicht vergleichbar mit einem Arbeitszeugnis, welches auch eine eigene Sprache spricht.
Das ist es ja gerade, was ich mit meinem Vorschlag ,,reformieren" möchte, diese Ungenauigkeit.
Dass man mit 1 oder 2 ,,etwas können muss" ist jedem klar. Aber was ist dieses ,,etwas"?
Was steckt dahinter, was heisst das konkret?

Das kann ich aus der Ziffer nicht ersehen. Dafür muss ich mich beispielsweise beim Bildungsserver der Landesregierung informieren, was hinter den Bewertungen steht, also einen riesigen Aufwand betreiben, will ich genau wissen, was 1 oder 2 heisst.

Und ,,zwischen den Zeilen lesen" ist ja schön und gut, aber da kann auch alles oder nichts bei herauskommen.


Warum sollte man sich nicht dieses Orakeln sparen und stattdessen einen Text nehmen, aus dem klar hervorgeht:,,Tommi Kerze ist in der Lage, sich differenziert mit den Vor- und Nachteilen von Demokratie auseinanderzusetzen und seinen Standpunkt argumentativ zu vertreten."
blue_ schrieb:Mein Eindruck ist, dass dein Vorschlag das Problem nicht löst. Man kann einen Menschen so oder anders benoten oder bewerten, man wird ihn nicht vollständig erfassen können.
Das vollständige Erfassen ist auch gar nicht mein Ziel, weil das allerdings kaum möglich ist.

Meine Absicht wäre es mit meinem Vorschlag, eine höhere Genauigkeit und Aussagekraft der Bewertung zu erzielen, als sie derzeit besteht.


@BarbieUndKen
FrauLehrerin schrieb:Durch Erzählungen der Lehrerin dort weiß ich, dass besonders die Eltern mit dem dortigen Bewertungssystem unzufrieden sind. Sie fänden es besser, wenn es "richtige" Noten gäbe, um einschätzen zu können wo ihr Kind im Vergleich zu den anderen steht.
Dieses Denken der Eltern kommt meiner Ansicht nach daher, dass sie selbst eben auch den Weg mit den Noten gegangen sind und es sowohl so gelernt haben, gute Noten würden auch viel Wissen und Fähigkeiten bedeuten, als auch sie es immer wieder vom Rest der Gesellschaft vermittelt bekommen.

Es besteht auch eine gewisse Neigung, mit den Kindern anzugeben - das geht natürlich mit einer Ziffer, wo jeder denkt, da stünde jetzt eine Menge hinter, besser und man muss weniger nachdenken, als über eine qualifizierte, geschriebene Einschätzung.

Aber ich meine, man sollte doch nicht nur ein System beibehalten, weil es immer schon so war oder weil es in gewisser Hinsicht ,,prestigeträchtiger" ist.

Erstes Ziel sollte nicht sein, dass man damit angeben kann, sein Kind sei besser, als das Kind der Nachbarn.
FrauLehrerin schrieb:Für die Kinder selbst ist es gut, der eben genannte Vergleich fällt weg und somit auch ein gewisser Druck.
Dies wiederum sehe ich als sehr förderlich, wenn man wirklich den Kindern etwas beibringen und lehren möchte. Dies braucht Zeit und nicht den ständigen Druck, wenn man eine schlechte Note bekommt, dann habe man versagt und eventuell seinen weiteren Weg zerschossen.

Frei nach Hüttis-Graff :D :,,Man muss immer zu erreichen suchen, dass die Schüler sich entwickeln und was neues lernen."
FrauLehrerin schrieb:Ich denke aber auch, dass es für den Lehrkörper schwierig ist so individuell auf jedes Kind zu achten und Lernfortschritte festzustellen, wenn es nicht anhand eines übersichtlichen Notensystems erkennbar ist. In großen Klassen erscheint das schier unmöglich.
Das wäre erst noch zu beweisen.
Und wenn es so wäre, dann könnte diese Schwierigkeit der Mehrbelastung gemindert werden, indem für den Unterricht und seine Inhalte insgesamt mehr Zeit gegeben wird, man also nicht so durch den Stoff hetzen muss, dass teils nur der Nürnberger Trichter funktioniert und die langsameren - wohlgemerkt, nicht die ,,dümmeren" - auf der Streck bleiben.

Mehr Zeit geben und/oder mehr Personal, jedenfalls gäbe es Möglichkeiten, die Bewertung umzustellen, wenn der Wille vorhanden wäre.


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blue_
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24.02.2013 um 14:48
Kc schrieb:Warum sollte man sich nicht dieses Orakeln sparen und stattdessen einen Text nehmen, aus dem klar hervorgeht:,,Tommi Kerze ist in der Lage, sich differenziert mit den Vor- und Nachteilen von Demokratie auseinanderzusetzen und seinen Standpunkt argumentativ zu vertreten."
Weil auch das nur eine Momentaufnahme ist. Es ist eine in Worte gefasste Zwei, aber es bleibt eine Zwei. Die der Bewertende vergibt, weil er einen Eindruck hat.
Der zu Bewertende hatte vielleicht gerade einen guten Tag.

Wenn man heute sieht, wie 30 Jahre alte Arbeiten verrissen werden, kann man sich ausmalen, was mit solchen Textbewertungen passieren könnte.

Es ist eine Zeitfrage, wann nicht nur der zu Bewertende sondern auch der Bewerter Konzequenzen fürchten muss, wenn das so weiter geht.


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24.02.2013 um 14:57
@Smithonian
Smithonian schrieb:Ob ich jetzt schreibe: Der Schüler zeigt im Fach Politikwissenschaften nur mangelhafte Kenntnisse über die Funktions- und Organisationsweise einer Demokratie.
Oder einfach: Politikwissenschaften Note 5
mach ja im Prinzip keinen großen Unterschied. Einzig für nachfolgende Lehrer könnte dies von Nutzen sein, um Schwächen gezielt anzusprechen.
Ich denke schon, dass es einen großen Unterschied macht, ob ich einfach nur eine als schlecht geltende Ziffer hinklatsche oder differenziert erklären kann, inwieweit ein Schüler das im Lehrplan anvisierte Ziel erreicht hat oder auch nicht.

,,5" kann durch pure Faulheit zu stande kommen, durch Dummheit, durch andere Ansichten als jenen des Lehrers.

In einer schriftlichen Begründung dagegen bestünde die Möglichkeit, auch zu vermerken, dass der Schüler das Ziel des Lehrplans in diesem Thema nicht erreicht hat, dies aber nicht an fehlenden, kognitiven Fähigkeiten, sondern an dessen eigener Faulheit lag, weil er zum Beispiel keine Hausaufgaben machte, sich nicht am Unterricht beteiligte oder gerne mal eine Stunde ausfallen lies.

Dies wirkt schon anders, als eine bloße Zahl, mit der etwas schlechtes verbunden wird.

Es ist differenzierter und genauer. Und als nachfolgender Lehrer wüsste ich zum Beispiel:
,,Aha, okay, der ist also nicht dumm, der Junge, aber ich muss dafür sorgen, dass er mal den Hintern hochbekommt und sich bewegt!"
Smithonian schrieb:Das beschreibt doch ganz gut das bisherige System mit mündlichen Noten, die während des Unterrichts gebildet werden, aber auch Klausuren. Zumindest in meiner alten Schule waren die mündlichen Leistungen und auch Vorträge immer sehr wichtig.
Mündliche Noten sind keineswegs uninteressant, doch besitzen sie oft vorgeschriebenerweise eine geringere Gewichtung gegenüber den schriftlichen Noten.
Smithonian schrieb:Und trotzdem bleibt im Prinzip jede dieser Beurteilung auch eine Momentaufnahme, nämlich von genau der Stunde, in der du die Frage gestellt hast. Anders wäre es nur, wenn du eine Frage aus der ersten Stunde nach 2 Wochen wiederholst. Dann würde sich zeigen, wer nur mal zugehört/gelernt hat und wer etwas dauerhaft verstanden hat.

Die Zeugnisnoten sehe ich aber eigentlich auch nicht als "Momentaufnahme" an, da immerhin ein ganzes Jahr damit abgedeckt wird. In dieser Zeit hat der Schüler ja durchaus die Möglichkeit sich zu verbessern.
Momentaufnahmen bestehen bei meinem Vorschlag insofern, dass man sich Notizen darüber macht, was der Schüler zum Zeitpunkt der Notiz kann, inwieweit er das Thema verstanden hat.
Das ist richtig.
Es ist jedoch, glaube ich, deutlich differenzierter und genauer, wenn dies etwas mehr ausgeführt und nicht lediglich eine Ziffer vermerkt wird.

Weiterhin:
Die Endnoten eines Zeugnisses sind die Kombination der verschiedenen Momentaufnahemn der Noten über das Schuljahr hinweg.

Das löst aber nicht den Nachteil ihrer wenig konkreten Aussagekraft.

Es wird immer noch relativ platt vermittelt:,,Der Schüler kann gut Mathe. Der Schüler kann gut Biologie."

Aber ich erfahre nichts darüber, was der Schüler nun WIRKLICH kann und was nicht.
Smithonian schrieb:Auch darfst du die Motivation der Schüler nicht außer Acht lassen. In einer idealen Welt, wo jeder Schüler freiwillig und gerne lernt, bräuchte es keine Noten. Der Schüler lernt nur, um sich selbst zu verbessern (die sogenannte Lernzielorientierung). Kommt leider in der Realität nicht so häufig vor. Es geht eher darum, sich auch im direkten Vergleich mit anderen Schüler zu profilieren und möglichst gute Noten zu erreichen (Leistungszielorientierung). Kann man natürlich auf das System schieben, aber Wettbewerb und das damit verbundene "besser als andere sein", gehört wohl zum menschlichen Denken dazu.
Wettbewerb im positiven Sinne besteht immer noch, schließlich erlangen die einen aufgrund ihrer Leistungen immer noch auch in meinem Vorschlag bessere Bewertungen, als andere.

Was wegfällt, sind die ,,Brandmarkungen" mit Ziffern, die wie ein Makel an einem haften und nutzloser Weise nur einen schärferen Leistungsdruck auslösen.
Smithonian schrieb:Für den Mehraufwand müsste man erstmal mehr Geld in das Bildungssystem investieren. An nachkommenden Lehrern sollte es eigentlich heutzutage kaum noch mangeln. Alleine in einer BiWi-Vorlesung saßen dieses Jahr knapp 1000 Schüler an meiner Uni. Da wird es schon eher problematisch einen Job zu finden.
Ohne neue Lehrer dürfte der Aufwand für die jetzigen Lehrer zu groß werden. Man hat ja meistens nicht nur eine Klasse, sondern direkt mehrere und nicht nur ein Fach, sondern mindestens zwei. Man müsste sich quasi nach jeder einzelnen Stunde erstmal Zeit nehmen, um die Fortschritte, die sich in der Stunde gezeigt haben, zu notieren. Sonst vergisst man zu leicht oder verwechselt im schlimmsten Fall Schüler bzw. Fächer
Ich glaube, gerade in einer Nation, deren wichtigste Ressource Bildung und Wissenschaft ist, lohnen sich Investitionen darin, die Qualität der Bildung zu erhöhen.
Wie ich ja schon im Eingang erwähnte, ist mir klar, dass diese Veränderungen kosten würden.

Und wie gesagt: Ich halte das für vertretbar im Interesse der Gesellschaft.


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24.02.2013 um 14:59
Kc schrieb:Am Ende des Schuljahres könnte jeder Fachlehrer eine Art kurzes, schriftliches Zeugnis zu jedem Schüler verfassen, aus dem zu erfahren ist, wie gut dessen Lernfortschritt in jenem Schuljahr gelaufen ist. Diese schriftlichen Zeugnisse könnten dann jeweils in einem Abschlusszeugnis zusammen gefasst werden.
Dieses Modell gibt es schon in der Schweiz, meine Neffen bekommen am Ende des Schuljahres neben den Noten auch einen schriftlichen Bericht.
Wie sie sich verhalten haben während des Unterrichtes, ihr soziales Verhalten, Fleiss, Ordnung, es wird auch negatives geschrieben, was sicher viele Eltern sauer aufstösst.
Da kann man sich darüber Streiten ob es sinnvoll ist oder nicht.


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24.02.2013 um 15:00
@blue_
blue_ schrieb:Wenn man heute sieht, wie 30 Jahre alte Arbeiten verrissen werden, kann man sich ausmalen, was mit solchen Textbewertungen passieren könnte.
Schummeleien, die schon vor 30 Jahren Schummeleiein waren, bleiben auch solche ;)

Aber das nur am Rande.
blue_ schrieb:Weil auch das nur eine Momentaufnahme ist. Es ist eine in Worte gefasste Zwei, aber es bleibt eine Zwei. Die der Bewertende vergibt, weil er einen Eindruck hat.
Der zu Bewertende hatte vielleicht gerade einen guten Tag.
Der entscheidende Unterschied liegt doch aber darin, dass man es sich nicht einfach leicht machen und eine Ziffer hinhauen kann.
Nein, man muss erklären und darstellen, ob der Schüler dieses oder jenes Thema schon verstanden hat und wo er noch Schwächen besitzt.


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