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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

64 Beiträge, Schlüsselwörter: Benotung, Bildungseinrichtungen
BlackFlame
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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

24.02.2013 um 15:01
@Plan_B
Dass es immer welche geben wird, die meckern werden, ist mir klar und habe ich auch oft genug beobachten dürfen.
Genauso wie der gegenteilige Fall, wo dem Lehrer dann solange in den Arsch gekrochen bzw. solange auf ihn eingeredet wird, bis er ein paar mehr Punkte und die bessere Note herausrückt.
Die menschliche Komponente halt.

Ich sehe aber doch Kapazitäten darin, dass man diesen Tunnelblick etwas ablegt.
Wenn jemand wirklich bei vielen Themen kaum etwas zu Stande bringt, dann sehe ich auch ein, dass man da schlechter bewertet. Wenn aber schon das Nichtbeantworten einer einzigen Frage dazu führt, dass man kaum noch besteht, also es den Anschein macht, dass es zwar für falsche Antworten Punktabzug, für richtige Antworten aber nur wenige bis gar keine Pluspunkte gibt, dann ist das etwas, was ich zweifelhaft finde.


Grundlegend habe ich mir darüber auch aus objektiver Sicht schon den ein oder anderen Gedanken gemacht. Und ich sehe ja, dass ich heute ganz anders lerne als zur Schulzeit.
Damals wurde mitgeschrieben, zugehört und irgendwann kam eine Leistungsabfrage, auf die man sich für den Moment vorbereitete. Aber bei den allerwenigsten Lehrern/Fächern habe ich gelernt, weil ich wollte und nicht nur musste.
In Erinnerung blieb mir da einer meiner Biologielehrer, der den Mittelweg darin fand, dass er zu Beginn jeder Stunde jemanden vorholte und 5-10 Minuten eine kurze mündliche Leistung über die Themen der letzten 1-2 Stunden abfragte. Und da er eben blind ins Notenbuch tippte, konnte es jedes Mal auch jeden treffen.
Dadurch zwang er uns dazu, dass wir den Unterricht nacharbeiteten, was man sich als Student ja auch möglichst schnell angewöhnen sollte und auch wenn es manchmal wie ein notwenidges Übel anfühlte, so viel Interesse an der Biologie hatte zuvor und danach noch kein anderer Lehrer bei mir hervorrufen können.

An sich verstand ich erst im Nachinein, dass man das an sich in jedem Fach hätte tun müssen. Sich irgendwie freiwillig oder aus Zwang stetig und regelmäßig mit dem laufenden Stoff zu beschäftigen, so dass man Leistungskontrollen nicht als Strafe, sondern wirklich als Kontrolle des bisherigen Wissens ansieht und die Panik davor verliert, wenn man an sich immer ein Stück darauf vorbereitet ist, ohne gleich Paranoia zu bekommen, aber auch ohne dass die Kontrolle immer explizit angekündigt wurde.

Ich frage mich eben schon, ob es mit kompetenten Lehrern umsetzbar wäre, diese Philosophie wirklich der breiten Masse der Lernenden nahezubringen.


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24.02.2013 um 15:03
@Dr.AllmyLogo
Dr.AllmyLogo schrieb:Wie sie sich verhalten haben während des Unterrichtes, ihr soziales Verhalten, Fleiss, Ordnung, es wird auch negatives geschrieben, was sicher viele Eltern sauer aufstösst.
Da kann man sich darüber Streiten ob es sinnvoll ist oder nicht.
In jedem Fall ist es fairer und die Bewertung nachvollziehbarer, wenn konkret geschildert wird, warum welche Bewertungen zu stande kommen.

Wenn der liebe Kleine in der Schule eben ein großmäuliger Raufbold ist, dann gehört das auch als Bemerkung hinzu. Man schreibt ja keine Zeugnisse, damit die Eltern sich freuen, das wäre völlig fehl am Platz.


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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

24.02.2013 um 15:07
KC schrieb:Schummeleien, die schon vor 30 Jahren Schummeleiein waren, bleiben auch solche
Das ist richtig. Falls es welche waren und nicht nur nachträglich jemand demontiert werden soll. Vieles ist doch Auslegungssache. Wäre es eine Schummelei gewesen, müsste der, der das mit "gut" bewertet hat doch genauso dran sein.

Man kann im Nachhinein vieles anders bewerten.

Natürlich hast du recht, ein Text kann mehr aussagen als eine Note, aber es bleibt sich in der Sache gleich.
Jeder kennt den Unterschied zwischen gut und ausreichend.

Herauszufinden, ob ein Schüler ein Thema wirklich verstanden hat würde einen großen persönlichen Aufwand erfordern, den oft genug nicht mal Eltern bringen können.


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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

24.02.2013 um 15:09
BlackFlame schrieb:Dadurch zwang er uns dazu, dass wir den Unterricht nacharbeiteten, was man sich als Student ja auch möglichst schnell angewöhnen sollte und auch wenn es manchmal wie ein notwenidges Übel anfühlte, so viel Interesse an der Biologie hatte zuvor und danach noch kein anderer Lehrer bei mir hervorrufen können.
Was bestätigt, was hier schon geschrieben wurde: Es braucht einen gewissen Druck, um Menschen überhaupt zu etwas motivieren zu können.


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24.02.2013 um 15:11
KC schrieb:Nein, man muss erklären und darstellen, ob der Schüler dieses oder jenes Thema schon verstanden hat und wo er noch Schwächen besitzt.
Genau diesen Punkt finde ich, wenn es erklärt wird, wo genau die Schwächen liegen bei dem Schüler.
Nur benoten findet man die genauen Schwäche nicht, da ist ja das ganze Fach, z.B. Mathe gemeint.

Genau das ist es ja, Mein Sohn ist ein Engel, mein Sohn macht sowas nicht, immer diese standart Sprüche von den Eltern.
Der Lehrer hasst meinen Sohn, darum diese negative Aussagen, usw.

Im Moment ist immer die Lehrperson der Buhmann, bis es ein aufklärendes Gespräch gibt.
Das passierte auch meiner Schwägerin, sie meinte auch ihr Sohn sei ein "Engel".
Nach dem Gespräch des Lehreres wusste sie den Stand, und musste dann doch einsehen, das ihr Sohn halt doch auch ein (B)Engel ist.


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BlackFlame
ehemaliges Mitglied

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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

24.02.2013 um 15:17
@Plan_B
Die Ansicht teile ich, weil ein gewisser Zwang und Disziplin sehr oft, ja fast immer zum Lernen dazu gehört.
Sei es nun, dass jemand beim Fussballtraining am Anfang immer erst einmal einige Runden um den Platz laufen muss oder dass man grundlegende Vokabeln einer Sprache immer und immer wieder wiederholen muss oder auch dass man sich nicht davor drückt, sich mit den Themen zu beschäftigen, die man vielleicht nicht so mag und auch nicht sofort verstanden hatte.

Hatte dahingehend einen Spezi im Jahrgang, der ganz klar formulierte, dass er etwas entweder beim ersten Mal versteht oder sich andernfalls nicht noch einmal mit diesem Thema befasst, auch wenn das für ihn bedeutete, dass er dadurch in vielen Fächern wirklich arge Probleme hatte, was er aber ignorierte, weil es bequemer war.


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24.02.2013 um 15:23
Dein Spezi wird gelernt haben oder noch lernen, dass der bequemere Weg nicht der bessere war, dessen bin ich mir sicher.

Ich habe mich 2008 an einer öffentlichen Sportaktion beteiligt, die von der Zeitung begleitet und kommentiert worden ist.
Alleine hätte ich den Arsch nicht hochbekommen, aber durch den öffentlichen und auch den Gruppenzwang wurde daraus ein Schuh mit angenehmen Konsequenzen und Erfolgserlebnissen.


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BlackFlame
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Bessere Benotung in dt. Bildungseinrichtungen

24.02.2013 um 15:41
@Plan_B
Bezeichnend finde ich auch den Wertewandel in unserem Bildungssystem bzw. die Tatsache, dass das Wort "Streber" etwa in dem Zeitraum der 5. bis 10. Klasse als Schimpfwort benutzt und verstanden wird.
Gerade in der Oberstufe und vor allem jetzt im Studium hat sich das völlig ins Gegenteil verschoben, was aber wohl auch mit der völlig anderen Lernphilosophie einhergeht.

Treffend fand ich da den Ausspruch von, ich glaube es war der Kabarettist Max Uthoff, der einmal sagte, in Amerika gilt der als assozial, der abschreibt, in Deutschland der, der nicht von sich abschreiben lässt.


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24.02.2013 um 15:48
BlackFlame schrieb: in Amerika gilt der als assozial, der abschreibt, in Deutschland der, der nicht von sich abschreiben lässt.
Sehr gut :Y: Gefällt mir.

In Deutschland kommt Abschreiben aber auch nicht gut an.

Sorry für die kleinen OT-Seitenhiebe auf Abschreiben, Plagiieren und sonstige Unsitten. Entweder überprüft man nun alle Arbeiten, oder man lässt es mal gut sein. Schummeln ist Mist, aber man ist damit durchgekommen. Wer von uns hat nicht schon mal abgeschrieben oder mittels Spickzettel gearbeitet?
Was hier heutzutage abläuft ist absurd und beschämend.


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24.02.2013 um 15:57
@KC
Vorab mal: Generell stimme ich dir in bei deinen Aussagen zu. Vor allem auch, was die Investition in den Bildungsbereich angeht.
Da könnte man aber auch schon an der Uni anfangen, um besser zu zeigen, was ein Lehrer wirklich können muss. Hier gibts, meiner Meinung nach, schon erhebliche Defizite.

Ich fände eigentlich ein Kombinationsmodell gut, also erstmal die Note, aber dann auch die Erklärung, wie diese zustande gekommen ist. Schwäche in diesem und jenem Bereich, dafür aber andere Stärken. Hilft vielleicht auch den Lehrern bei der endgültigen Notenvergabe, wenn sie alle Themen nochmal rekapitulieren. Außerdem fände ich ein es besser, wenn früher mit dem Punktesystem angefangen wird, nicht erst in der Oberstufe. Erlaubt einfach eine bessere Differenzierung innerhalb der Noten.

Ansonsten die mündlichen Noten aufwerten. Bei uns war es meistens so, dass mündliche Noten+ Vorträge gleich viel wie die Klausuren galten. So hat man ein ganz gutes Gleichgewicht zwischen der extremen Momentaufnahme einer Klausur und der zeitlichen Entwicklung durch die mündliche Note.

Aber glaubst du tatsächlich, dass der Lehrer in jedem Fall erklären kann, warum ein Schüler eine bestimmte Note erreicht hat? Gerade so Aussagen wie: "Der Schüler ist nicht dumm, er ist faul." Kann auch ein falsches Signal senden und zwar genau dann, wenn der Schüler sich eben bemüht hat, aber es einfach nicht besser kann*. Fehlende Hausaufgaben können aus Faulheit, aber auch aus Unwissenheit resultieren. Und bevor man vor der Klasse zugibt, es einfach nicht verstanden zu haben, wird behauptet, man habe es vergessen. Der Lehrer schließt dann auf Faulheit.

Ich glaube einfach nicht daran, dass sich plötzlich etwas ändert, nur weil statt der Note ein Begriff verwendet wird. Es endet dann eher wie bei Arbeitszeugnissen, in denen man ja nichts negatives schreiben darf und weswegen dann unverständliche Codes verwendet werden.
Aber an sich hast du schon recht, wünschenswert wäre mehr, als die bloße Note. Schon allein um zu zeigen, dass man sich intensiv mit dem Schüler beschäftigt hat und um seine Stärken und Schwächen weiß. Es könnte auch einen positiven Effekt auf die Eltern haben, wenn sie genau sehen, wo man ansetzen kann. Leider aber auch einen negativen Effekt, wenn die Eltern die Kritik persönlich nehmen ;) Das Verhältnis Lehrer-Eltern-Schüler hat sich ja leider für die Lehrer eher zum Negativen hin verändert...


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24.02.2013 um 16:40
Ist das nicht schon so bei Walddorfschulen. Dort bekommst du kein Zeugnis sondern zum Ende des Jahres eine Art Buch in dem in einem Fließtext steht wie sich der Schüler acht, wo kompetenzen und schwächen liegen? Noten gibts da glaub ich keine.


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24.02.2013 um 16:46
@KC

Nette Idee aber vorher müßte man die Aufgabe eines Lehrers deffinieren.

Und bei denn heutigen Klassengrößen kennen die meißten Fachlehrer nicht mal alle Schüler genau geschweige denn das sie sich länger als nötig mit ihnen zu beschäftigen.


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24.02.2013 um 22:19
@Smithonian

Es soll ja nicht einfach eine Ziffer durch einen Begriff besetzt werden.
Sondern es soll ein mehr oder minder kurzer Text her, der Auskunft gibt, inwieweit ein Schüler ein bestimmtes, auf dem Lehrplan vorgeschriebenes Themengebiet drauf hat oder was ihm noch fehlt.

Zudem: Also ich finde, ein Lehrer sollte doch definitiv schon bei den Noten wissen, warum er diese vergibt!

Ich fände es fraglich, ob dieses Wissen, was dann ja schon im Kopf des Lehrers vorhanden ist, dann noch so viel Arbeit bereitet, dass man es nicht auf Papier bringen könne.

@amoniak

Die Aufgabe eines Lehrers ist es, Schülern Wissen zu vermitteln und sie in ihrer Entwicklung von Kompetenzen und Fähigkeiten zu fördern.

Warum sollte es da eine große Definitionsfrage geben?


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25.02.2013 um 09:44
@KC
im ersten Moment liest sich Deine Idee gut, aber wenn ich meine Erfahrungen mit Lehrern dazu heran ziehe, würde es dazu führen das stille Schüler und Schüller die der Lehrer nicht Leiden kann hinten runter fallen. Beim lesen der letzten beiden Seiten erschien es mir nämlich immer mehr so, das dieses System vor allem darauf abzielt die Mündliche Leistung zu bewerten. Das führt dazu, das Schüller die Schriftlich gute Leistungen bringen aber mündlich nicht viel beitragen,( vielleicht aus der Angst etwas falsches zu sagen) erheblich schlechter bewertet werden.
Schon in meiner Schulzeit war es so das die Zeugnis Zensuren fast alle wegen wenig mündlicher Mitarbeit 1 Zensur nach unten gesetzt wurden. Wie soll das nach Deinem System aussehen?
wir haben hier viel zuwenig Lehrer weil die Schulen nicht genug mittel haben um benötigte Lehrer einzustellen
Ein Lehrer der mehr als 30 Schüler in der Klasse hat, hat nicht die Zeit jemanden auch noch zu Fördern, der ist im allgemeinen froh wenn er seinen Unterricht am Laufen hält und den Stoff aus dem Rahmenplan irgendwie komplett vermittelt bekommt.

Wie wäre es mit einem Mischsystem?
Die Schriftlichen Arbeiten werden benotet und ergeben eine Zensur ohne das mündliche mitarbeit mit reinspielt und zusätzlich gibt es eine Bewertung.
Egal was man macht keine Beurteilungsart wird allen gerecht. Da kann ich mich nur dem anschließen was @Plan_B schon schrieb
allmotley schrieb:Der Faktor Mensch ist das, was das System manchmal ungerecht macht.

Bei der Benotung wüsste ich nicht, wie man sie gerechter machen könnte.

Wie man es dreht und wendet, es bleibt eine Bewertung einer bzw. mehrerer Momentaufnahmen, die, wenn sie alle schlecht oder gut ausfallen sehr wohl eine Aussagekraft haben.


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25.02.2013 um 10:03
@KC


Hm.. ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich genau weiß, worauf du hinaus willst.

Momentan sehe ich das so, dass du glaubst, die Schulnote an sich bildet nicht ab, was der Schüler genau weiß und wie er den Stoff verinnerlicht hat.

Also, dass die Schulnoten einfach zu ungenau sind (und damit ungerecht?) !

Aber... irgendwie muss ja nun der Lehrer (und das Zeugnis) festhalten, auf welchem Niveau sich die Leistungen des Schülers befinden.

Ein einfaches "Nein" und "Ja" geht ja doch auch nicht, also braucht man einen Ersatz für die Noten.

Deswegen habe ich das folgende aus deinem Eingangspost zitiert:
KC schrieb:Statt nun, etwa in diesem Fall in Politik, eine 1 bis 6 zu verteilen sollte der Lehrer sich an der Frage orientieren, ob dieses Ziel beim Schüler erreicht wurde:,,Kann der Schüler die Kennzeichen von Demokratie benennen? Kann er erklären, was Vor- und Nachteile sind? Und ist er in der Lage, sinnvolle Vergleiche zu anderen Staatsformen herzustellen?"
Das, was du da beschreibst, würde meiner Meinung nach darin münden, die Leistungen des Schülers in Sätzen schriftlich festzuhalten, also zu beschreiben, in vollen Sätzen, wie genau er den Stoff verarbeitet hat, wiedergeben kann, eigenständige Vergleiche ziehen usw. usf.

DAS genau passiert aber beispielsweise schon in den Waldorfschulen seit jeher... die Schüler bekommen bis zur Oberstufe nicht eine einzige Note zu Gesicht, sondern das Zeugnis ist eine ausführliche Beschreibung in vollen Sätzen des jeweiligen Schülers... d.h. für jedes Fach formuliert der Lehrer manchmal mehr als eine halbe Seite an Text, in dem dieser genau beschreibt, wie der Schüler das Fach bewältigt, auf welchem Niveau der Schüler sich also letztendlich befindet.

Später aber kommen dann auch Noten dazu, allerdings kann ein Schüler bis zu letzt darauf bestehen, kein Schulnotensystem zu erhalten.

Die Abschlußzeugnisse natürlich sind mit dem normalen Schulnotensystem (1-6) ausgestattet (Fachabitur, Abitur, Mittlere Reife).

In der Regel bestehen die Schüler irgendwann selbst darauf, das 1-6 Benotungssystem zu bekommen, um sich dann doch eindeutig orientieren zu können, wo sie stehen, denn nicht immer ist klar ersichtlich, wo man nun steht, wenn man nur den Notenformulierungstext vor sich hat.

Ich weiß das so gut, da meine beiden Töchter auf der Waldorfschule sind (bzw. waren im Falle meiner älteren Tochter).

Ich weiß aber nicht genau, in wie weit das deiner Idee nahe kommt, was die Waldorfschulen da praktizieren.


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25.02.2013 um 11:41
@KC
KC schrieb:Zudem: Also ich finde, ein Lehrer sollte doch definitiv schon bei den Noten wissen, warum er diese vergibt!
Utopie :D Wünschenswert wäre es, aber momentan eher nicht durchführbar. Stell dir vor, dass ein Lehrer ca 5 Klassen a 25 Schüler hat. Eher noch mehr. Da gibt es bei den mündlichen Noten schon Probleme und die wenigsten werden sich da noch richtig Arbeit machen. Alle bisherigen Noten in der Notenkonferenz kurz checken, Note vorschlagen, vllt. eine kurze Diskussion mit den anderen Lehrern und dann fertig.
Richte Reflexion findet da wohl selten statt, außer ein Schüler ist besonders auffällig. In positiver oder negativer Hinsicht.

Mal ne kleine Anekdote: Einer meiner Lehrer hat in der 10. Klasse ernsthaft jemanden bewerten wollen, der zu dem Zeitpunkt in Amerika war :D "Ach der C, ja der is eher so unauffällig, der bekommt ne 4. Wo is der grad überhaupt? -Herr X, der ist seit Anfang des Schuljahres in Amerika..."
Bei solchen Lehrern kann ich mir nur vorstellen, dass mal ein paar Standardsätze in die Beurteilung geschrieben werden, möglichst allgemein und nichtssagend um nicht angreifbar zu sein.

Bei kleineren Klassen, kann ich mir das schon eher vorstellen. Aber bei beispielsweise 30 Leuten in nem Leistungskurs und der Lehrer hat noch viel mehr Kurse? Eher nicht.


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25.02.2013 um 12:01
@Smithonian

Naja man kann doch wohl nicht befürworten, dass ein Lehrer die Noten auswürfelt :D

Dann könnten die Schüler ja machen, was sie wollten, buchstäblich. Schon jetzt MUSS ein Lehrer wissen, warum er jemandem diese oder jene Note gibt. Und das vor allem Leistungsorientiert.

Lehrer, die nicht wissen, warum sie jemanden wie bewerten, die das nicht begründen können, sollten keine Lehrer sein.

@missesfee

Naja, jedes System hat seine Schwächen, es gibt keine perfekte Lösung.

Allerdings:

Also was mich angeht, ich habe keineswegs im Sinne mit meinem Vorschlag gehabt, den mündlichen Anteil höher zu bewerten. Sondern es ging mir darum, transparenter und klarer und fairer vorzustellen, wie eine Bewertung zu Stande kommt. Ich befürworte, dass man wirklich schaut:,,Was hat der Schüler jetzt gelernt? Was hat der wirklich drauf?"

Anhand des Lehrplans.

Das finde ich aussagekräftiger und hilfreicher, als nur ein paar kryptische Ziffern zu verteilen.


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Edaag
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25.02.2013 um 12:14
Besser als in Deutschland ist das System.
Ich würde aber behaupten, dass das norwegische System hundert mal besser ist als deins ^^
Dort wird schon von klein auf eine Branche gelehrt. So hab ich es raus gelesen. :P

Dort zählt das menschliche und nicht das Fließband wie in meinem Thread jemand gemeint hat


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25.02.2013 um 12:20
@Edaag

Wir sind aber nicht in Norwegen.

Und ich glaube auch nicht, dass man immer neidisch auf andere Länder schauen und versuchen muss, von denen was zu imitieren ^^


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Edaag
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25.02.2013 um 12:22
deutschland ist unfähig in allem. o.O wie willst du bitte überleben wenn du nicht nach besserem schaust?


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