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Schamane werden?

53 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Schamane ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Schamane werden?

20.06.2005 um 23:22
@zeroenna
<"Seid ja unter euch zwiegespalten, die einen Sagen "bestimmung", die anderen sagen (grob übertragen) "Fähigkeit". ">

Ich denke mal, das ist nicht mal ein Widerspruch. Es ist sowohl Bestimmung als auch die Fähigkeit vonnöten, ist man für diesen Weg auserkoren.

Übrigens in allen alten Völkern wird das von den davon betroffenen eher als Bürde und Verantwortung, denn als "geil" empfunden. Ist doch damit eine gewisse soziale Isolation verbunden gewesen. Etwas, das gerade bei diesen Menschen als besonders schwer zu ertragen gilt.

Andersdenkende sind oft ganz anders, als wir denken.
© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker



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zeroenna Diskussionsleiter
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Schamane werden?

21.06.2005 um 16:57
Ich rede von "Fähigkeit" im Sinner der Astralprojektion, die im grunde genommen von jedem zu erlernen ist.


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Schamane werden?

25.06.2005 um 10:57
Die Vorstellung ermöglichtt alles wenn man nur genug daran glaubt.



--------
Wer will n Döner?


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Schamane werden?

25.06.2005 um 14:13
mich interessiert die frage ob mann eventuell eine "Bestimmung" überhören kann oder landet man früher oder später in der Klapse???

oeffnet die Tore der Himmel weit es ist die zeit der
HERRLICHKEIT !!!!!!!!!!!!!!



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Schamane werden?

25.06.2005 um 15:27
isch gansch einfach......


dreh Dir ne dicke TÜT, knabber ein bischen Meskalin und rufe die Lebensgeister;)


jeder wird dabei zum Schamanen....

"Liebe ist kein Gefühl......

Liebe ist eine ENTSCHEIDUNG!"



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zeroenna Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Schamane werden?

25.06.2005 um 20:08
Also ich glaub so langsam kackt die diskussion total,

konstruktive Meinung ist fehlanzeige, danke an die die mir WIRKLICH geholfen haben.

CU ZeroENna


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Schamane werden?

15.08.2005 um 00:00
Hi all

Ich hatte mal 2 Freunde und beide waren Zwillinge.Sie behaupteten ihr Onkel wäre ein Magier.Jedenfalls hatte ich da ein komisches Erlebnis.
Oft war ich auf der Wiese mit meinen 2 Freunden und wir haben in den Himmel gekuckt.Dann haben sie mir erzählt das es eine gute Wolke namens Sierra gab und eine böse namens Zorro und sie kämpften um die Vorherrschaft
Jedenfalls war es Hochsommer und der Himmel war klar außer da waren ein paar weiße Wolken und eine kleine schwarze Wolke.Dann haben wir Zorro immer beleidigt und gesagt er soll Sierra in ruhe lassen.Dann hat es auf einmal angefangen zu hageln.

Schon merkwürdig, oder?

Eine weitere Geschichte

Ich habe mal mit den beiden Zwillingen Lräuter gesammelt.Dann haben wir sie auf einen Stein gelegt und dann haben wir alle 3 die Hände gehalten und einen Zauberspruch gesagt.Und dann stank auf einmal die ganze Gegend.Die stank wahrscheinlich im Umkreis von 5 Kilimetern einfach überall.
Dann wollte ich pissen aber die Zwilling haben gesagt, dass ich das nicht tuen soll, weil sonst ein Riese kommt und alles zerstört.Aus Angst habe ich nicht gepisst.Dann hat einer der Zwillinge gefragt ob ich ein Gefäß Zuhause habe.Ich gab ihm dann ein kleinen Metalbecher.Wir gingen nach draußen und einer der Zwillinge hiehlt den Metalbecher und hat einen Zauberspruch gesagt und den Becher dann auf den Asphalt gestellt und plötzlich stank es nicht mehr o_O.
So das waren meine Erlebnisse.

Was sagt ihr dazu?




Gott ist groß,
aber ich bin größer.



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Schamane werden?

15.08.2005 um 14:20
Also wäre echt nett wenn einer mir etwas dazu sagen würde

Gott ist groß,
aber ich bin größer.



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Schamane werden?

15.08.2005 um 14:33
ZeroEnna, du bist doch schon ein Schamane, was willst du denn noch lernen?
Willst du andere Menschen oder Pflanzen, Tiere heilen oder nur dich selbst?
Ich würde dir vorschlagen das Buch "Unterwegs in die nächste Dimension" von Clemens Kuby lesen, er hat viel Erfahrung damit.

Nur die Starken überleben. Die Intelligenz ist eine andere Form von Stärke.
Vorsicht! Ein gefährlicher Dehumanisierer!

Je gottloser die Welt hier erscheint, umso göttlicher werde ich. Die Energie der Verfluchung, wie gottlos hier alles ist, macht mich göttlich! Kein Gott späht mich. Ich bin also frei, frei, frei! Zorn! Hass! Muhahahaha!



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Schamane werden?

29.10.2005 um 00:27
Bei den Schamanen


Nepal: Bei den Schamanen
Auf dem heiligen Berg Kalinchok laden Nepals Geistheiler ihre übersinnlichen Energien auf. GEO-Reporter kletterten mit ihnen und erlebten unterwegs ein magisches Ritual



Regen, Regen, Regen. Berghänge in Bewegung. Stürzende Wasser. Grau schäumt uns der Tibetfluß entgegen. Die Straße nach Lhasa schmiegt sich ihm an, und das Keuchen und Schaukeln unseres Busses lullt den Vorsatz ein, nur ja keinen Berg, keinen Blick zu verpassen. Unsere in Kathmandu ausgestellten Trekking permits nennen als Ziel: Kalinchok.
Zur Zeit, im Juli und August, nehmen die Götter ihren Jahresurlaub. Sie ziehen sich zur Meditation in die untere Welt zurück, ins Reich der Schlangen, und lassen die Menschen schutzlos in höchster Gefahr. Aber in sechs Tagen ist alles überstanden, dann wird die Rückkehr der Götter gefeiert.

Was ist ein Schamane?


Diesem Tag gehen wir entgegen - und seiner wahrlich höchsten Feier auf dem Berg Kalinchok. Auf dessen engem Gipfelplateau, über 3800 Meter hoch, sollen sich Jahr für Jahr viele Dutzend Schamanen zu ihrem Vollmondfest einfinden, um dem großen Gott Shiva Blumen und der Berggöttin Kalinchok Mai Tiere zu opfern und frische Schamanenkraft zu empfangen.
Was ist ein Schamane? Er hat Umgang mit Göttern, aber er ist kein Priester. Er heilt, aber er ist kein Arzt. Er kann großes naturmedizinisches Wissen haben, aber das allein macht ihn nicht aus. Er ist derjenige Bauer oder Tagelöhner im Dorf, der gerufen wird bei Unheil, Krankheit, mitunter auch Tod. Der erkennt, ob ein Dämon dahintersteckt. Wenn nein, schickt er den Kranken zum Arzt. Wenn ja, geht er in Trance.



Oft ist der Dorfzauberer bitter arm
In Trance gehen heißt: getragen vom Schlag der Schamanentrommel hinübergehen in die Sphäre der Götter, Geister, Dämonen. Trance ist kein Ego-Trip und hat mit Selbsterfahrung nicht das geringste zu tun. Der westliche Seminar-"Schamane", der sich trommelnd und tanzend selbstverwirklichen will, ist ein groteskes Mißverständnis.
Der Schamane hat für sein Dorf da zu sein, und die Dörfler nutzen es weidlich aus. Sie rufen ihn, und er muß kommen und die halbe Nacht trommeln und heilen, für ein Säckchen Reis, für ein paar Rupien. Der Schamane ist viel billiger als der Arzt und oft bettelarm. Für sein Dorf ist der Schamane derjenige mit dem Transitvisum für die Geisterwelt.



Nepal ist die Hochburg der Magier
Er ist der Kundschafter, der Parlamentär, den sie über die unsichtbare Grenze schicken, um zu erkunden, welcher böse Geist sie hier quält und was zu tun ist, ihn zu vertreiben oder zu versöhnen. Denn dass diesseitiges Unheil eine jenseitige Ursache hat, gilt als ausgemacht.
Einst über die ganze Erde verbreitet, ist der Schamane heute noch in Nischen zu finden. In Süd- und Mittelamerika, in Afrika, Australien und weiten Teilen Asiens. Aber nirgendwo sonst tritt er noch so alltäglich und zugleich so archaisch auf wie in den Bergen Nepals. Wenn er eine Gestalt aus der frühen Höhle der Menschheit ist, dann liegt diese Höhle im Himalaya. Ihn zu suchen, sind wir hier.



Ankunft in Barabise
Wir sind da. Eine Autostunde vor Tibet beginnt Nepals schamanisches Herzland. Barabise, das Grenznest, ist ein Spalier aus kleinen Läden voll chinesischer Massenware in einem engen Tal, durch das der Fluß aus Tibet donnert. In strömendem Regen packen unsere Sherpa Zelte, Ersatzkleidung, Proviant in ihre Bastkiepen um. Am Weg zum Berg Kalinchok liegt eine frische Opferschale, darin Reis, Mais, Minze, Blüten: die Lebenssymbole, und vier rote Fuchsschwanzblüten: die vier Himmelsrichtungen. Die schamanische Kosmologie in einer Blätterschale. Sie war letzte Nacht der Altar eines Heilers, eines Jhankri, und wurde, wie üblich, nach dem Ritual aus dem Haus geschafft.



Ein Heiler namens Yonjon
Das Haus des Bauernschamanen Yonjon ist aus rohen Steinplatten gefügt, durchdrungen vom strengen Aroma von Ziegen, Qualm, Weihrauch und Schweiß. In einer Kuhle im Lehmboden rußt ein offenes Feuer und wirft einen flackernden Schein auf gut 40 Gesichter. Männer, Frauen, Kinder hocken, stehen, drängen sich in dem niedrigen, stickigen Raum um das Feuer, um Yonjon und Danashing Tamang, einen zweiten Schamanen, um den mit Zweigen von Nachtjasmin (Cestrum nocturnum) geschmückten Altar.
In dieser Nacht geht es um Leben und Tod. Der Patient wirkt niedergeschlagen, verängstigt. Sein Blick fliegt, seine Brust flattert, seine Stirn ist naß. Der Fall ist ernst: Paralyse der Beine. Er kann nicht mehr gehen. Ein Mann hat ihn huckepack hergetragen. In der Klinik in Kathmandu hat man ihm nicht helfen können.



Die Trance beginnt
Es beginnt ein Drama in zwei Akten. Trance-Reise und Heilung. Oder für uns Westler: Diagnose und Therapie. Yonjon hat Shorts und Hemd gegen sein Schamanenkleid vertauscht und seinen Tupi, seinen Zopf, entrollt. Er schlägt auf seiner Trommel einen langsamen Rhythmus, dazu spricht er Mantras der Anrufung. Er bittet seine göttlichen Helfer um Einlaß in deren Welt. "Holt mich. Kommt auf mich. Reitet mich."
Wie dunkel sein Gesicht jetzt ist. Schon die Kleidung, die Glockenketten quer über der Brust verwandeln Yonjon. Kaum hat er alles angelegt, gerät er in Vibration. Als er, auf dem Boden sitzend, zu trommeln beginnt, wird das Schütteln stärker, erfaßt die Beine, bald den ganzen Körper. Yonjon schließt die Augen und atmet tief.



Ein Ritt durch eine imaginäre Welt
Jetzt ein Rhythmuswechsel. Der Schamane drischt auf seine alte, auf tausend Trance-Reisen krumm geschlagene Trommel ein wie ein von allen Erlkönigen gejagter Reiter auf sein Pferd. Überhaupt der Eindruck des Reitens. Erst Schritt. Dann hebt und senkt es ihn - Trab. Jetzt ein kurzer, scharfer Galopp. "Hosch! Hosch!" Er saust durchs Tor des Bewußtseins. Sein Trommeln beruhigt sich. Er ist drüben. Er reist. Yonjons Ausdruck ist völlig verwandelt. Wo eben noch die Lach- und Sorgenfalten des kleinen Bauern waren, tritt eine Stirnader hervor, stark wie ein Kabel. Eben noch ein Bauer, eben noch hier, jetzt Geistreiter durch eine Welt, von der wir Zuschauer nur den Abglanz auf seinem Gesicht sehen. Es ist maskenhaft, abwesend, dann wieder wendet es sich nach oben, unten, zur Seite - wie das eines Reiters, der seinen Weg durch die Wildnis sucht.



Kein Hokospokus
Sosehr ich mich bemühe, jedes Detail zu erfassen - der Reporter weiß, daß er nicht weiß, was hier vorgeht. Ich könnte jetzt meine Arme verschränken, mich auf Europas überlegenen rationalen Geist besinnen und sagen: ein Wunderheiler plus Hokuspokus. Aber das klänge wie Pfeifen im Dunkeln, überheblich, feige. Ich gestehe mir ein: Vor meinen Augen spielt sich etwas Uraltes ab. Was ich sehe, haben andere vor Hunderten, vielleicht Tausenden Jahren so ähnlich gesehen. Aber ich bin nicht da, wo Yonjon jetzt ist, und ich sehe nicht, was er sieht.



Schweiß auf der Stirn
Wieder wechselt der Rhythmus. Yonjon spricht das Reise-Mantra. Es schützt und lenkt ihn auf seinem Weg. Eine Art Atlas der Geisterwelt. Im Unterschied zur chaotischen Besessenheit des Mediums beim Voodoo kontrolliert der Schamane seine Trance-Reise. Nur so ist es möglich, gemeinsam zu reisen.
Yonjon bittet Wesen, die nur er sieht, um Beistand für den Kranken, um Rat, wie ihm zu helfen sei. Jemand wischt ihm den Schweiß vom Gesicht. Er merkt es nicht. Er taucht kurz aus der Trance auf. Man reicht ihm ein Hühnerei, er bespricht es, der kalkweiße Patient verfolgt es gebannt. Das Ei wird sein Schicksal verkünden. Tod oder Leben. Es wird die Hauptrolle spielen bei "jokhana", der Diagnose.



Diagnosen sind Schwerstarbeit
Schamanen kennen zwei Arten: "tharo jokhana" und "guru jokhana". Tharo geht schnell, ohne Trance: Pulsfühlen, Reiszählen, Wasser- und Schwarze-Spiegel-Diagnose. Nichts hat das mit westlicher Medizin zu tun, auch das Pulsnehmen nicht. Der Schamane tastet mit der Fingerkuppe das Handgelenk ab wie ein Sensor und murmelt die Namen der bösen Geister. Er wartet auf den kleinen Impuls, der ihm verrät, wer der Übeltäter ist.
Auch die anderen Methoden sind das, was Europäer magische Praktiken nennen. Die Zahl der Reiskörner und das plötzliche Kochen des Wassers in der Schale geben die Art der Krankheit preis, verraten, welcher Dämon, welcher Fluch dahintersteckt. Und der schwarze Spiegel bringt die Wahrheit eines Verbrechens ans Licht. Er ist die mit Holzkohle und Tinte bestrichene Handfläche eines Mediums, eines Kindes, dem etwa die Frage nach dem Dieb gestellt wird. "Wen siehst du in deiner Hand? Wie sieht er aus?"



Böse Geister lügen
Guru jokhana ist tiefer, schwieriger. Der Schamane wendet sich an seinen Guru: "Hier ist jemand, mit dessen Seele ich in die andere Welt reisen werde. Was ist mit ihm? Stirbt er? Kann ich ihn heilen? Wie? Sag mir die Wahrheit."
Die schwierige Wahrheit ist, so hat uns Indra erklärt, daß die Götter und Geister nicht immer die Wahrheit sagen. Der Schamane muß, um sicher zu gehen, doppelt und dreifach reisen und fragen, oftmals die ganze Nacht hindurch. Erst wenn er überall die gleiche Antwort findet, kehrt er zurück. Manchmal reden die Geister wie Affen, wie Vögel. Dann fragt er den Patienten, dessen Seele auf dem Sozius mitgereist ist, was sie gesagt haben, denn der versteht sie.



Riechdiagnose als letztes Mittel
Führt das alles zu nichts, ist Riechdiagnose die letzte Chance. Der Schamane verwandelt sich in Trance in ein wildes Tier. Ausgestattet mit hochempfindlichem Geruchssinn, beschnüffelt es den Kranken wie ein Tiger, wie ein Wildschwein, um die Krankheit zu erriechen. Uralte Erinnerungen an die umherschweifende Jägerhorde, an den Verkehr mit Tiergeistern, an die Höhle der Menschheit und ihre Bilder.
Yonjon ist zurück. Danashing Tamang, sein Assistent, setzt sich zu dem Kranken, schneidet Stückchen seiner Fuß- und Fingernägel ab, mischt sie in der Opferschale mit sieben Sorten Reis. Jetzt wird das Huhn gereicht. Es hat in den Händen eines Jungen still auf seinen letzten Auftritt gewartet und in mutigen Momenten letzte Körner gepickt. Es wird an Kopf und Füßen gewaschen und mit roter Farbe bestreut. Yonjon spricht dazu Heil-Mantras.



Das Ei enthält die Wahrheit
Danashing packt das Huhn bei den Beinen und tanzt mit ihm um den Kranken. Bestreicht ihn mit dem Huhn, setzt es auf seinen Kopf, damit es die Krankheit aus ihm heraus und auf sich zieht, schreit die bösen Geister an - "raus, raus!" - und tanzt jetzt wilder. Das Huhn wird so lange mit Wasser bespritzt, bis es sich schüttelt. Das ist das Zeichen: Ich bin bereit.
Ein Junge mit Krummesser übernimmt das Huhn. Kopf ab. Ein Helfer schlägt das Ei auf und reicht es Yonjon. Der liest im Dotter, und jeder liest mit. Ist ein Fleck zu sehen? Daran erkennt der Schamane die Krankheit. Ein Raunen geht durch die Menge: "Fünf Flecke!" So etwas hat man noch nicht gesehen. Der Fall ist wirklich todernst. Yonjon meint trotzdem, er könne helfen. "Aber das dauert seine Zeit."



Patient geheilt
Nach einer Woche wird der Kranke unserem Bergführer berichten, es gehe ihm besser. Einen Monat später wird er ihm schreiben: "Mir geht es gut, und ich bete zu Gott Pashupati für Euch. Ich habe Tausende Rupien ausgegeben, um geheilt zu werden, aber die Ärzte haben es nicht geschafft." Nach dem Heilritual an jenem Abend in Yonjons Hütte sei er allmählich gesund geworden. "Ich bin jetzt zu 100 Prozent geheilt. Ich bin so dankbar. Ich habe ein neues Leben geschenkt bekommen. Ich kann wieder über diese Erde gehen. Nun hoffe ich, auch Arbeit zu finden."



Die Reise geht weiter
Rituale, Trommeln, Segenswünsche, langer Abschied von Yonjon. Alle vier Schamanen des Ortes tanzen für uns im Regen. Abmarsch. Seit Stunden steil bergan. Steigen, atmen, triefen, nicht denken. Ein vegetativer Zustand, nicht unangenehm. Gehen in Wolken, Hüpfen von Stein zu Stein. Kaum Sicht. Die Luft wird dünner, das Atmen schwer. Vierter Tag. Wir müssen Tempo machen, wenn wir übermorgen auf dem Gipfel sein wollen. Unsere Sherpa hüpfen wie Bergziegen die glitschigen Hänge hinauf, meist barfuß, jeder seinen Zentner Gepäck im Kreuz. Je höher wir aufsteigen, desto schleppender kommen wir voran. Alle halbe Stunde Stopp vor einer frommen Barrikade. Eine herbeigeschleppte Bohle dient als Altar. Blumen, Opferschale, Weihrauch. Dazu Kartoffeln und reichlich Rakshi, selbstgebrannten Reisschnaps, und Chhang für die Schamanen. Die Bergler erbitten ihren Anteil am Glück und Kraft spendenden Segen unseres Zuges zum Berg der Götter. Bedürfte es einer Demonstration, wie lebendig, wie populär Schamanismus ist - dies wäre sie.



Endlich am Ziel
Aufwachen in der Almhütte einer jungen Sherpa-Familie. Der erste Blick aus der Tür gleicht dem Moment, wenn ein Flugzeug durch die Wolken stößt. Endlich Himmel, wenn auch vorerst verhangen. Endlich heraus aus der Nebelsuppe, durch die wir seit Tagen aufsteigen. Wir sind über den Wolken.
Um acht Uhr erreichen wir ein Plateau auf etwa 3500 Meter Höhe. Die Fernsicht löst Freudenschreie aus. Erstmals zeigen sich uns die Majestäten vom Dach der Welt. Die Schneezacken der Langtan-Kette. Die Annapurna-Spitzen. Ja, so ist er uns geschildert worden: ein schmales Plateau am Ende eines nach allen Seiten steil abfallenden Gipfelgrats. Der Schrein ist ein archaischer Schattenriß vor einem urzeitlichen Regenhimmel und erinnert zugleich an den wirren Antennensalat auf einem Wolkenkratzer: Tausende von Dreizacken, den Feldzeichen Shivas, gegen den schwarzen Himmel gereckt.



Ein Abstieg voller Erleuchtung
Morgen wird Shiva über den Berg Schamanenkraft im Überfluß ausgießen. "Was habt ihr für ein Glück, hier zu sein. Jeder Wunsch, der von Herzen kommt, wird morgen erfüllt." Wir lagern am Kamm, der sich zum Gipfel aufschwingt auf einer nach links und rechts steil abfallenden Bergwiese, auf die Yaks ihre gewaltigen Haufen gesetzt haben. In Europa wäre auf dieser Höhe ewiges Eis. Hier in den Subtropen ist auf fast 4000 Metern noch alles grün, buschig, waldig. Mohan Rai, unser Bergführer, schaut mißtrauisch zum Himmel. Und wirklich, noch vor Mittag steigt eine dunkle Wand herauf und verhüllt die Szene wie ein Vorhang. Minuten später sind Gipfel und Schrein, eben noch in der Sonne, wieder eingenebelt. Wir steigen ab, so schnell und so tief es geht, aber der Monsun holt uns ein, der Weg endet, wie er begann, mit Regen, Sturzbächen, Blutegeln.
Egal, wir waren oben. Wir waren auf dem schamanischen Gipfel. Wir haben mehr gesehen und erlebt, als wir zu träumen wagten.
Wir nehmen Abschied von unseren Sherpa. "Namaste", rufen sie, "namaste!" Das heißt: "Ich grüße den Gott in dir."



Quelle: Geo.de



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Schamane werden?

29.10.2005 um 01:00
Hi

thema "schamane werden"

es wir Dir, bescheid gegeben werden ....
bzw. DU wirst ES wissen...

uebe Dich in Geduld, sei das Gebot ...

und, versuche die "zeichen" zu deuten

Denke metaphorisch, denke hypothetisch, aber falle nie einem Dogma zum Opfer.


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Schamane werden?

29.10.2005 um 13:55
@zeroenna

Man ist was man ist.
Was du in dir hast, kann dir keiner mit Bestimmtheit sagen, nur du selbst kannst deiner Seele Ausdruck verleihen.


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Schamane werden?

31.10.2005 um 20:37
Wer Schamane werden will sollte sich auch gut darüber Infomieren damit er sich im klaren darüber ist was es bedeutet ein Schamane zu sein...ich helfe dir mit Texten:

Die Heilkunst der Schamanen
Reisen in das Reich von Trance und Beschwörung

Das Wort "Schamane" stammt aus der Sprache der sibirischen Tungusen und kann mit "Weiser", "der, der weiß" oder "der, der Ekstase kennt", übersetzt werden. Das bezieht sich auf die besondere Fähigkeit der Schamanen, neben der gewöhnlichen Welt existierende Wirklichkeiten zu erfahren und Wissen von dort mitzubringen, das im Alltag von Bedeutung ist. Der Schamane hat Umgang mit Göttern, aber er ist kein Priester. Er heilt, aber er ist kein Arzt. Er kann großes naturmedizinisches Wissen haben, aber das allein macht ihn nicht aus. Er hat für sein Dorf da zu sein. Sie rufen ihn und er muß kommen und die halbe Nacht trommeln und heilen. Für sein Dorf ist der Schamane derjenige mit dem Transitvisum für die Geisterwelt, der, der die Dämonen in Schach hält, körperlich oder seelisch Kranke heilt, eine unerklärliche Pechsträhne beendet, einen bösen Fluch abwehrt.

Schamanismus ist weder eine Religion noch eine Philosophie. Es gibt weder Doktrinen noch spirituelle Führer oder Hierarchien. Schamanismus überschreitet die Grenzen des Glaubens, weil er ein Prozess der Wissenseignung durch Erfahrung des Tuns ist. Menschen in Asien, Lateinamerika, Afrika vertrauen sich noch heute bei vielen Leiden ihren traditionellen Medizinmännern an. Sie gelten seit Menschengedenken als Träger mysteriöser Kräfte, die sie befähigen, zu heilen oder in anderen Notlagen zu helfen. Je nach kulturellem Hintergrund benutzen die indigenen Heiler unterschiedliche Methoden, Drogen und Geistwesen. Eines aber ist allen gemeinsam: Sie sind ,,Meister der Trance".

Wie wird Trance ausgelöst? Was passiert dabei in Psyche und Körper? Wie kann davon eine Heilwirkung ausgehen? Vaitl, ein Psychologe des internationalen Forschungsverbundes ,,Veränderte Bewußtseinszustände" sagt: Trance ist ein Schlüssel zum Verständnis, sich mit diesem veränderten Bewußtseinszustand zu beschäftigen, jener uralten Fähigkeit des Menschen, sich tief in sich selbst zu versenken und in eine ,,Als-ob-Welt" einzutreten, das sei wie ein Spaziergang durch Kontinente, Kulturen und Zeiten." Der Mensch verändert seine Bewußtseinslagen laufend: Spielend wechseln wir etwa vom aufmerksamen Lauschen in ein weggetretenes Dösen. Zwischen den beiden Polen Wachen und Schlafen gibt es eine ganze Reihe anderer erlebter, jedoch veränderter Zustände. ,,Bewußtsein ist nichts Starres, es ist ein hochdynamischer Prozess."

Die meisten Menschen kennen leichte alltägliche Trancezustäne: das Erlebnis etwa, von Musik davongetragen zu werden, während die Welt um einen herum versinkt, oder stundenlange Tagträume, wenn man verliebt ist und sich in herbeigesehnte Szenen hineinphantasiert, wenn Filme und Bücher einen regelrecht aufsaugen, oder wenn man reglos aus dem Zugfenster starrt, das Gehirn gedankenleer, wie ausgelöscht. Selbst Halluzinationen und Visionen sind in ,,veränderten Bewußtseinszuständen" keine Seltenheit. In der Einschlafphase etwa passieren bisweilen merkwürdige Dinge: Da meinen wir zum Beispiel irgendwo hinunterzufallen, worauf unser Körper mit Zucken reagiert, als wolle er den vermeintlichen Sturz auffangen. Oder die akustischen Halluzinationen: Da hört man kurz vor dem Wegdämmern beispielsweise seinen Namen rufen, schreckt aus dem Dösen auf und schaut sich erstaunt im Raum um. Doch da ist niemend.

Schamanen haben solche natürlichen Phänomene zu einer Kunst entfaltet. Mühelos stoßen sie mit Hilfe bestimmter Techniken in eine psychosomatische Erlebnisdimension vor, die in der abendländischen Kultur beinahe als verschüttet gilt, aber in vielen Glaubenssystemen immer noch facettenreich zu finden ist.

In den Anfängen menschlicher Zivilisation wurden Priestern und Heiligen die geheime Macht zugeschrieben, die Menschen heilen bzw. zum Guten oder Bösen beeinflussen zu können. Sie berufen sich dabei auf die ihnen angeblich direkt von Gott verliehene Kraft, und im Lauf der Zeit entwickelten sich in den verschiedenen Teilen der Welt sehr unterschiedliche Heilrituale. Es handelte sich dabei um Anrufungen der Gottheit, begleitet von gewissen Zeremonien oder Gesängen. Demselben Zweck dienten Handauflegungen, Talismane, Amulette, Ringe, Reliquien und Götterbilder. So pflegten zum Beispiel die Priester verschiedener antiker Religionen ihren Patienten unter dem Einfluß von Drogen oder in der Hypnose zu suggerieren, die Götter würden sie im Traum besuchen und ihnen Heilung bringen. Diese Form der Behandlung hatte häufig den gewünschten Erfolg; es handelte sich hier ganz offensichtlich um die Auswirkung stärkster Suggestionen auf das Unterbewußtsein.

Heutzutage ist in der westlichen Welt die Hypnose eine medizinisch-psychotherapeutisch anerkannte Heiltechnik, die mit Hilfe von Trance arbeitet. Medizinisch ungeschulte Heilkünstler haben zu allen Zeiten bemerkenswerte Erfolge selbst in solchen Fällen erzielt, in denen die medizinische Wissenschaft versagt hatte. Dies muß uns zu denken geben. Wie heilten diese ,,Wundertäter" in aller Herren Länder mit ihren Kuren? Sie weckten ganz einfach den blindn Glauben ihrer Patienten, der dann seinerseits die Heilkräfte des Unterbewußtseins wachrief. Viele der dabei angewandten Mittel und Methoden waren so seltsam und phantastisch, das sie die Phantasie der Kranken beflügelten und jeglicher Beeinflussung zugänglicher machten. Vor allem Ergebnisse aus der Hypnoseforschung zeigen, daß es Menschen mit unterschiedlichem Talent gibt, Trance zu erreichen. Sehr phantasiebegabte Zeitgenossen mit viel Kreativität, die innere Bilder mühelos entfalten können, zeigen hohe "Absorptionsfähigkeit", vergleichbar mit Kindern, die völlig in ihr Spiel versinken und gern in "Nebenwelten" agieren. Rund um den Erdball hat die Menschheit mit unglaublicher Kreativität eine Vielzahl von Methoden entwickelt, den Zustand der Trance zu erlangen.

Wissenschaftler unterscheiden zwischen "pharmakologischen" und "psychologischen" Stimulanzien. Erstere umfassen die große Gruppe der Hallozinogene, die in allen Kulturen anzutreffen und größtenteils pflanzliche Produkte sind. Die meisten Schamanen benutzen diese Substanzen, um sich auf ihre "Reisen" zu begeben, um aus sich selbst hinauszutreten. Ob Haschisch, Alkohol, Fliegenpilz oder Bilsenkraut, ob Nachtschattengewächse oder ob LSD und Extasy aus den Labors der Neuzeit: Die Sehnsucht nach veränderten Bewußtseinszuständenb durchzieht die Menschheitsgeschichte - auch mit ihren negtiven Auswirkungen. Psychologische Verfahren zur Trance-Induktion haben ebenfalls große kulturhistorische und religionsethnologische Bedeutung. Beispielsweise die "Deprivation", der Entzug der Umweltreize. Das Aufsuchen von Abgeschiedenheit und Monotonie, um sich Visionen zu öffnen, läßt sich für verschiedene Kulturen belegen!

Andere Völker haben "konzentrative Techniken" erfünden, um in Trance zu geraten: Die Aufmerksamkeit wird dabei über eine gewisse Zeitspanne intensiv einem einzigen Gegenstand gewidmet. Dies geschieht bei der tiefen Meditation eines Buddhisten ebenso wie beim innigen Gebet eines Christen, oder der Versenkung eines Schamanen bei den Inuit. Schamanen beherrschen eine Vielzahl von Methoden, sich in Trance zu versetzen: Durch die Kombinnation von Halluzinogenen, beschwörenden Formeln, Überatmung, Fasten, körperlicher Erschöpfung, Torturen, Isolation, rhythmischer Monotonie in Musik und Bewegung versetzen sie sich in besonders tiefe Trancezustände. Dadurch geraten ihr Körper und ihr Geist regelrecht ins Vibrieren. Das heißt: Wenn Menschen rhythmisch springen und tanzen, gerät das gesamte Kreislaufsystem in ein "Superschwingung". Das hat enorme Auswirkungen auf den Hirnstamm. Was dabei im Gehirn genau passiert, ist bisher noch allerdings unklar. Bei Trancezuständen kommt es zu einer Veränderung des Denkens - dem Gefühl, klarer und schneller zu denken als sonst. Tiefe Entspannung, ein "Sich-gehen-Lassen" ist oft zu beobachten. Widersprüche bestehen konfliktfrei nebeneineander. Es herrscht eine Art "Zeitlosigkeit", das Körperschema verändert sich, Empfindungen zu fliegen oder zu verfließen werden beschrieben. Ein Gefühl des Verlustes der Selbstkontrolle tritt auf. Die Stimmungen schwanken stark und sind durch intensive Emotionalität gekennzeichnet. Es kommt zu einem Einswerden des Ichs mit seiner Umwelt. Am Extrempol der Trance erfolgt eine Veränderung der Wahrnehmung. Die optischen Erscheinungen reichen von einem lebhaften Spiel der Farben und Formen bis hin zu szenischen Abläufen, sogenannten "komplexen Halluzinationen" und "Visionen".

Schamanen einiger Kulturen waren überzeugt, daß es eine instinktive Intelligenz gibt, die die Kraft besitzt, den physischen Körper zu kontrollieren, zu erhalten, wiederherzustellen und zu erneuern. Sie reguliert den Herzschlag und die Körpertemperatur, überwacht Verdauungsfunktionen, Hormonproduktion und die Ausscheidung der Abfallprodukte. Zudem steuert es das körpereigene Kommunikations- und Selbstwiederherstellungssystem. Medikamente, Heilmittel, Behandlungen, Therapien und Chirurgie unterstützen die Heilung nur, die im Grunde von der spirituell-geistigen Intelligenz des menschlichen Körpers bewirkt wird. Ein Schamane selbst nennt sich nicht "Heiler", denn er weiß, daß wahre Heilung im zu Heilenden stattfindet. Eine andere Person kann dem Kranken bei diesem inneren Prozess nur Beistand leisten.

Ein Schamane dient nur als Katalysator, durch den die regenierende Wandlung stattfindet, um der Person zu innerer Ganzheit zu verhelfen. Schamanisches Heilen erfolgt durch die Zusammenarbeit mit der instinktiven Intelligenz des Kranken, um die Ursache des Ungleichgewichts in der Lebensführung herauszufinden und zu entdecken, was der Kranke noch lernen muß, vielleicht die Bereitschaft, gewisse Aspekte der Lebensführung, die die Krankheit verursacht haben, zu verändern.

Aus schamanischer Sicht gibt es zwei Hauptursachen einer Krankheit. Erstens etwas im Inneren, das es nicht geben sollte. Zweitens etwas, das es im Inneren geben müßte, das aber nicht vorhanden ist. Beim ersten handelt es sich um fehlplazierte Energie, die sich eingeschlichen hat und nicht dahingehört, beim zweiten um einen Verlust an Lebensenergie. Fehlplazierte Energie entsteht durch Angst, seelische Belastungen, Furcht und Verletzbarkeit, die durch Lebensgewohnheiten verursacht werden, die das Energiesystem schwächen und es aus dem Gleichgewicht werfen, sowie durch mediale Übergriffe. Die spezielle schamanische Arbeit, um dies zu korrigieren, heißt Abstraktion. Der Verlust von Lebensenergie wird durch Rückholung von Energie korrigiert. Eine der Hauptursachen von Krankheit ist ein Gefühl des Getrenntseins, des Alleinseins, der Unvollständigkeit. Schamanisches "Heilen" bewirkt im wesentlichen eine Wiederbelebung des "Dazugehörigkeitsgefühls". Deshalb führen Schamanen in Stammensgruppen Heilungen häufig unter aktiver Teilnahme der Familienmitglieder und Freunde durch, manchmal sogar der ganzen Gemeinschaft. Das gesamte Heilritual, Feuer, Rauch, spezielle Gewänder oder Gegenstände, sowie die Anwesenheit von Angehörigen, erzeugen eine intensive emotionale Atmosphäre. Es vermittelt Geborgenheit und Führung und ersteckt sich über Stunden und Tage, und erlaubt es den Beteiligten, sich gehenzulassen: Oft fallen der Partient und alle Anwesenden in eine Art kollektiven Trancezustand, der letztlich die erhoffte Funktion und Heilung haben kann. Bei manchen Hilfesuchenden mehr, bei manchen weniger. Je nachdem, wie leicht sie ihm folgen können, dem "Meister der Trance".



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Schamane werden?

31.10.2005 um 20:38
So das sollte helfen:

Nach schamanischer Vorstellung hat jeder Mensch in der körperlichen wie in der psychischen und der mentalen Ebene Energiefelder verschiedener Kräfte und Energien. Die Energiefrequenz kann heilend, stärkend und unterstützend unser Leben begleiten.

Vernachlässigen wir nun unseren Körper, unsere Psyche oder unseren Geist durch Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Fehlernährung, mangelnde Bewegung oder durch negative Gefühle wie Angst und Neid wird Energie aus dem entsprechenden Feld abfließen und unser Energiefeld sich verändern. Es entsteht ein Defizit, ein leerer Raum, welches mit einer Energie besetzt wird, die dort fehl am Platze ist. Schwäche, Erkrankungen und Beschwerden entstehen. Energien und Kräfteausrichtungen verlassen uns, wenn wir nicht gut zu uns selber schauen. Schwere Schicksalsschläge, Liebeskummer, Traumas und Stress können im schamanischen Heilkonzept zur Flucht von Seelenanteilen führen. Wir kennen dieses Phänomen aus der Psychologie als Partielle Dissoziation. Hier entsteht dann im Seelenfeld ein ebensolches Vakuum, welches durch eine Energie aufgefüllt wird, die dort nicht hingehört. Ein Schamane kann nun die verlorenen Kräfte und Energien wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückführen. Dort, wo ein Defizit ist oder etwas einen Platz eingenommen hat, wo es nicht hingehört, muss es wieder in ein harmonisches Gleichgewicht gebracht werden. Und dies ist die Kunst eines Schamanen. Er ist ein Vermittler heilender spiritueller Kräfte, um negative Energiefelder in positive Kräfte umzuwandeln.

Er kann helfen einen Selbstheilungsprozess in Gange zu setzen, der sich auf einer spirituellen Ebene abspielt. Dieser Prozess kann sich dann weitergreifend in die psychischen und körperlichen Energiefelder des Heilsuchenden manifestieren. Der Schamane zeigt seinen Patienten, dass sie emotional und spirituell in ihrem Kampf gegen Krankheit und Tod nicht alleine sind.



Erdkugel halb


Für Schamanen ist auch der scheinbar leere Raum existent. Der Raum zwischen Menschen oder zwischen Dingen, aber auch der leere Raum in einem Gegenstand ist keine weite Leere. Der „leere“ Raum hat ebenso wie die Materie bestimmte Eigenschaften und Merkmale. Aus der Physik wissen wir, dass selbst physische Materie nicht fest ist, sondern sich aus Atomen zusammensetzt. Die Atome wiederum bestehen (auch) nicht aus komprimierter Masse, sondern aus Elektronen, die um den Atomkern kreisen. In den vergangenen Jahren ist viel über die Revolution in der Physik geschrieben worden, doch die wesentlichen Änderungen resultieren aus der Entdeckung der Quantenphysik und den Forschungen Albert Einsteins. Einsteins Lebenswerk bestand darin, zu beweisen, dass jenes Energiegebilde, das wir als feste Materie wahrnehmen, größtenteils aus leerem Raum plus einem Muster durchlaufender Energieströme besteht, uns Menschen eingeschlossen. In diesen Zwischenräumen setzen Schamanen mit ihrer Arbeit an, seit Tausenden von Jahren.

Der Mythograph und Religionswissenschaftler Joseph Campbell erklärt, dass Schamanismus im Kern Bestandteil einer uralten Tradition ist. William James ergänzt dies in einem seiner Werke mit den Worten: „Wer heute als Schamane lebt und arbeitet, tut dies vielleicht nicht so wie der klassische Schamane in einer traditionellen Stammesgemeinschaft, weil die moderne Stammesgesellschaft im Augenblick Vollzeitschamanen nicht akzeptiert und unterstützt. Wie in einer industrialisierten Gesellschaft nicht anders zu erwarten, sind die zahlreichen Rollen, die der Schamane in archaischen Gesellschaften einst spielte, heute auf viele Experten verteilt – wachsende Spezialisierung auf nahezu allen Gebieten. Dazu gehören Ärzte, Therapeuten, Künstler, Entertainer und Geistliche, um nur einige zu nennen. Wahrscheinlich sind die Schamanen der jetzigen Generation nicht mehr ganz so mächtig wie die Schamanen vergangener Zeiten. Aber nach wie vor haben Menschen überall auf der Erde unmittelbare schamanische Erlebnisse. Unter verschiedenen Namen und auf unterschiedliche Weise erklärt, ist der Kern schamanischer Erfahrung immer noch ein lebendiger Bestandteil des menschlichen Lebens.



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Schamane werden?

31.10.2005 um 20:40
Hier eine kleine erklärung über den Schamanismus an sich:

Der Schamanische Weg
Schamanismus ist Leben im Einklang mit der Natur, Eins-Sein, Aufgehoben-Sein, Träumen und einfach Mensch-Sein. Vertiefe Deine Kraft, Dein Potential, Dein Wissen und habe den Mut, Altes zu verlassen und in das Ursprüngliche einzutauchen. Vertraue Deiner Kraft und stehe zu Deinem wahren Sein, es liegt an Dir...


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Schamane werden?

01.11.2005 um 19:09
Hier etwas von Wikipedia über den Schamanen:

Schamane
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Der Ausdruck "Schamane" ist eine Evenki-Bezeichnung für eine religiöse -mystische Gestalt. Schamanen - die wir in unserer "zivilisierten" Welt Medizinmann und Zauberer nennen - sind die Bewahrer einer beträchtlichen Sammlung früher Techniken, die sie anwenden, um Wohlbefinden und Gesundheit für sich selbst und ihre Gemeinschaft zu erreichen und zu bewahren. Diese schamanistischen Methoden sind in der ganzen Welt überaschend ähnlich, auch bei Völkern, deren Kulturen in anderer Hinsicht sehr unterschiedlich und seit Zehntausenden von Jahren durch Ozeane und Kontinente voneinander getrennt sind. Die grundsätzliche Übereinstimmung aller schamanischen Methoden deutet an, dass diese Menschen durch Versuch und Irrtum zu denselben Schlüssen gekommen sind. Sowohl männliche als auch weibliche Personen können - abhängig von der jeweiligen Kultur - Schamane sein.

Schamanische Techniken

Schamanische Techniken werden vom Schamanen benutzt, um sich selbst in einen alternativen Bewusstseinszustand (Trance,Ekstase) zu versetzen. Dieser Zustand wird vom Schamanen zur Erreichung seiner Absichten (z.B Heilung) benötigt. Einige dieser Methoden sind:

Trommeln
Gesang
Schwitzhütte
Fasten
Visionsreise
Tanz
Benutzung psychedelischer Pflanzen:
Tabak
psychedelische Pilze (z.B Fliegenpilz oder psilocybinhaltige Pilze)
Peyote
Andenkaktus ("San Pedro")
Ayahuasca
Iboga
Datura ("Engelstrompete")
Trichterwinde
Salvia Divinorum ("Wahrsager-Salbei")
Cannabis
Oft werden diese Methoden miteinander kombiniert (z.B Gesang, Trommeln und Tanz).

Diese Techniken können beim Beobachter oder beim Hilfesuchenden den Eindruck erwecken,der Schamanisch-tätige sei im Besitz übernatürlicher Eigenschaften, mittels der er die menschliche Natur zu überschreiten in der Lage sei. So wird Schamanen die Fähigkeit zugesprochen, mit Geistern in Verbindung zu treten und magische Handlungen wie die Himmelsreise und Heilung zu vollbringen. Schamanen finden sich normalerweise bei indigenenen Religionen und Ahnenkulten. Das Erreichen schamanistischer-Trance ist jedoch eine natürliche Eigenschaft des Menschen, sie hat allerdings in der modernen Gesellschaft an Bedeutung verloren.

Der amerikanische Anthropologe Prof. Michael Harner untersuchte eine Vielzahl von schamanischen Kulturen und formulierte Anfang der Achtziger Jahre das Konzept des Core-Schamanismus. Dabei handelt es sich um einen Satz von Kerntechniken, die in den schamanischen Traditionen in unterschiedlicher Ausgestaltung angewendet werden. Auf dieser Basis wurde ein kulturunabhängiger Weg zur schamanischer Erfahrung entwickelt, der von Menschen der modernen Welt gegangen werden kann. Die von Harner gegründete Foundation for Shamanic Studies (FSS) widmet sich der weltweiten Bewahrung, der weiteren Erforschung und Lehre des schamanischen Wissens.

Schamanische Techniken gelten in einem modernen naturwissenschaftlichen Weltbild nicht als wirklich und wirksam. Sie sind jedoch zur Behandlung psychosomatischer Krankheiten seit 1980 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als der westlichen Medizin gleichwertig anerkannt und erfreuen sich bei vielen Menschen, die vom modernen Weltbild nicht erreicht oder nicht überzeugt worden sind, weiterhin großer Beliebtheit.

Alternativmedizin
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Der Ausdruck Alternativmedizin bezeichnet Konzepte und Methoden, die von der sogenannten Schulmedizin abweichen oder von ihr nicht anerkannt werden. Der Begriff bezeichnet so eher eine Ansammlung verschiedener Methoden als eine einheitliche medizinische Richtung. Das Spektrum reicht dabei von traditionellen Verfahren bis zu esoterischen Therapieansätzen. Gängig sind auch Begriffe wie Komplementärmedizin, ganzheitliche Medizin, Heilkunde. "Alternativmedizinische" Methoden werden häufig von Heilpraktikern angewandt, aber auch von Ärzten, die in der Regel den Zusatztitel "Naturheilverfahren" erworben haben.

Vertreter "alternativmedizinischer" Heilmethoden sind sich einig, dass das derzeit beherrschende medizinische System, die "Schulmedizin", den Anforderungen an ein Heilungsverfahren nicht genügt, da es überwiegend auf die Beseitigung von Krankheitssymptomen ausgerichtet ist. Als eine Basisannahme der "Alternativmedizin" kann die Postulierung einer ganzheitlichen Medizin angesehen werden, die den Menschen in seinen verschiedenen Lebensaspekten und Seinsebenen sieht und anspricht. Krankheit bekommt in dieser Sichtweise immer auch einen kreativen Aspekt, beinhaltet einen Selbstausdruck des Organismus als bio-psycho-sozialer Einheit, etwa auf Entwicklungsblockaden hinzuweisen. Heilung ist in dieser Sicht immer ein Selbstheilungsprozess, der durch geeignete Impulse initiiert, gefördert und beschleunigt werden kann.

Im Konkreten existieren allerdings zahlreiche Methoden und Varianten einer ganzheitlichen Diagnose und Therapie mit teils sehr unterschiedlichen Ansätzen. Teilweise werden lediglich chemisch erzeugte Medikamente abgelehnt und durch Pflanzen- oder Mineralpräparate ersetzt, andere Ansätze greifen auf esoterisch begründete Denksysteme zurück, in wenigen Ausnahmen scheinen Therapieansätze in religiös-sektenartigen oder anderen radikalen Denksystemen verortet zu sein. Als die beiden bekanntesten und am weitesten entwickelten "alternativen" Heilsysteme sind die Homöopathie und die chinesische Akupunktur zu nennen. Am letzteren Beispiel kann deutlich die gesellschaftliche Bedingtheit der Einordnung in ein anerkanntes oder ein alternatives medizinisches Lager beobachtet werden. Die Akupunktur ist im Rahmen der chinesischen Medizin neben ihren anderen Zweigen der chinesischen Kräuterheilkunde und Ernährungslehre über Jahrhunderte das anerkannte, offizielle Modell der Medizin in China gewesen.

Aus Sicht der wissenschaftlich begründeten "Schulmedizin" steht der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit alternativer Heilmethoden bis heute meist noch aus, bzw. wurde nur in Teilaspekten erreicht und geht dabei selten signifikant über einen Placeboeffekt hinaus. Je nach Möglichkeit und Stand der Verifizierung und Falsifizierbarkeit werden die einzelnen alternativmedizinischen Methoden aus dieser Sicht als pseudowissenschaftlich, parawissenschaftlich oder wissenschaftlich eingestuft. Genügt eine Methode dem aufgestellten Anspruch, kann sie in die "Schulmedizin" aufgenommen werden.

Aus "alternativmedizinischer" Sicht ist der Nachweis eines biochemischen Wirkungszusammenhanges obsolet, da viele der Therapien von ganz anderen Grundannahmen ausgehen. Die Wirksamkeit homöopathischer Medikamente setzt z.B. auf einer Ebene an, die explizit nicht als stofflich charakterisiert ist. Von daher kann ein Nachweis fehlender physischer Wirkstoffe als Argument nicht greifen, die Logik der Anwendung bestimmter Heilmittel kann nur innerhalb der Prämissen des jeweiligen Systems verstanden werden. Ein weiteres wichtiges Argument der Vertreter der "Alternativmedizin" für die Anwendung alternativ- medizinischer Verfahren sind vergleichsweise geringere unerwünschte Nebenwirkungen und eine geringere Schwächungen der Selbstregulationsmechanismen (z.B. des Immunsystems) des Organismus sowie vergleichsweise geringere Heilkosten.

Mit den gesellschaftlichen und sozialen Bedingungen der verschiedenen Formen der Medizinausübung, sowie ihrer Organisation befasst sich die Medizinsoziologie. Zur Kritik des medizinischen Krankheitsbegriffes und zu "alternativen" Krankheitskonzepten siehe auch: Krankheitsmodelle.

Schamanismus
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Schamanismus ist ein religiös-magisches Phänomen, das bei verschiedenen indigenen Völkern praktiziert wird und nach der Meinung zahlreicher Ethnologen vor der Ausbreitung strukturierter und insbesondere monotheistischer Religionen ein wesentlich verbreiteres Phänomen gewesen ist als heute. Besonderes Merkmal ist der Einsatz verschiedenster Mittel (u.a. rhythmisches Trommeln, Tanz, psychedelische Drogen) zum Erreichen von Trancezuständen. Diese werden im Allgemeinen interpretiert als Übergang in einen anderen Seinszustand, eine Anderswelt und Kommunikation mit Geistern. Dem Schamanen wird zugesprochen, er erlange dadurch besondere Fähigkeiten der Heilung und Weissagung sowie verschiedenste spezifische magische Kräfte. So ausgestattet versieht der Schamane kulturspezifisch eine teils große Zahl von Rollen vom Heiler und Exorzisten über den Psychopompos (Begleiter der Seelen ins Totenreich) bis hin zum Zeremonienmeister.

Das Phänomen des Schamanismus gelangte hauptsächlich über die Erforschung der sibirischen Völker, insbesondere der Tungusen sowie der nord- und südamerikanischen Indianerkulturen in das westliche Bewusstsein. Allerdings ist Schamanismus in vielen Regionen der Welt nachweisbar. Oft finden sich im Substrat von Schriftreligionen schamanistische Elemente. In diesem Zusammenhang sind zu nennen:

Die keltischen Druiden.
Alter Bön, die ursprüngliche vorbuddhistische Religion Tibets enthält viele schamanistische Elemente. Auch die im Rahmen des tibetischen Buddhismus (Vajrayana) bekannten, als "Orakel" bezeichneten Medien werden zum Teil auf die vorbuddhistsche Bön-Religion zurückgeführt. Schamanische Rituale gehören zu den, in diesen Religionen, auch heute noch gebräuchlichen Praktiken.
Afrikanische Religionen, die später auch nach Amerika gelangten (Voodoo).
süd- und mittelamerikanische Indianerkulturen mit noch aktivem Schamanismus, wie etwa bei den Jívaro und Conibo
Moderne schamanisch prakzierende (siehe auch: Okkultismus, Esoterik)
Ekstatische Techniken, bei den Propheten im Alten Testament, den Persern, den Sufis (islamische Mystiker).
Orakel der Antike
Saturnalien im antiken Griechenland
Der Begriff Schamane kommt wahrscheinlich vom evenkischen (d.h. tungusischen) šaman (ša: wissen?). Vertreter der Theorie, der Schamanismus sei von Indien oder Tibet nach Zentralasien und Sibirien gekommen, leiten ihn vom indischen Pali-Wort samana ("Bettelmönch") her. Eine weitere Deutung des Wortes Schamane stammt aus dem Manjutungisischen, einer Sprache Sibiriens und bedeutet "mit Hitze und Feuer arbeiten".

Im übrigen gilt die Theorie, der Schamanismus sei von Indien nach Zentralasien vorgedrungen spätestens seit Mircea Eliade. Laut Eliade sind nur spezifische Elemente, wie die Vorstellung einer Leiter oder eines Baumes dem indischen Raum entlehnt.

In der modernen Religionswissenschaft gilt es als problematisch, den in Sibirien erstmals vorgefundenen (tungusischen) Begriff auf alle oben genannten Phänomene zu übertragen. Verschiedene andere Vorschläge haben sich jedoch bisher gegen den sehr verbreiteten Schamanenbegriff nicht durchsetzen können.

Die Aufgaben des Schamanen umfassen u.a. Krankenheilung, Geleit verstorbener Seelen ins Totenreich, Zurückholen verlorener Selen, Abwehr böser Geister, Wettervorhersage und -beeinflussung, Finden von Jagdwild, Weissagung, (Prophetie), Schadenszauber, soziale Regulierung und den Umgang mit geistig gestörten Menschen.

Das schamanistische Weltbild ist in Schichten gegliedert, neben dem besonders häufig nachgewiesenen dreischichtigen Modell (Himmel, Erde, Unterwelt) kommen sieben- oder gar neunschichtige Modelle vor. An einer Achse, dem Weltenbaum, steigen die Schamanen auf und ab. Auf ihren schamanischen Reisen werden sie oft von ihrem Krafttier, manchmal sogar von mehreren, begleitet.

Dem Schamanen stehen meist ein oder mehrere Hilfsgeister bei, die gemäß dem Jagdumfeld dieser Völker häufig in Tiergestalt auftreten. Insbesondere bei indianischen Kulturen finden sich aber auch eine Fülle von Hilfsgeistern pflanzlicher Natur. Der Schamane selbst gibt sich während des Rituals häufig eine Tiergestalt, legt sich Felle um und setzt Masken auf. Er arbeitet mit Amuletten und rituellen Musikinstrumenten, meist Trommeln oder Rasseln.

Die Berufung der Schamanen ist selten freiwillig. Die Weitergabe des Wissens geschieht entweder über direkte Vererbung an blutsverwandte Nachkommen oder indem sich der (Ahnen-)Geist sein neues Medium selbst aussucht, was dem alten Schamanen durch Omen mitgeteilt wird. Oft sträubt sich das Medium eine Zeit lang gegen den besitzergreifenden Geist. Das Initiationssritual wird meist als Vorerleben des eigenen Todes samt Auflösung des Körpers gestaltet. Der Schamane muss für das alte Leben gestorben sein, um zwischen den Welten wandeln zu können.

Schamanische Techniken gelten in einem modernen naturwissenschaftlichen Weltbild zwar nicht als wirklich, wohl aber als wirksam. Sie sind jedoch zur Behandlung psychosomatischer Krankheiten seit 1980 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als der westlichen Medizin gleichwertig anerkannt und erfreuen sich bei vielen Menschen, die vom modernen Weltbild nicht erreicht oder nicht überzeugt worden sind, weiterhin großer Beliebtheit.

Neoschamanismus
Roger Uchtmann führt aus, Schamanismus sei ein die Zeiten, Räume und Kulturen transzendierendes Phänomen (...), welches von einer ... allgemeinmenschlich-kognitiven Kompetenz ausgeht, die sich in visionärer Schau, Kritik und Entregelung Bahn bricht.

Der amerikanische Anthropologe Prof. Michael Harner untersuchte eine Vielzahl von schamanischen Kulturen und formulierte Anfang der Achtziger Jahre das Konzept des Core-Schamanismus. Dabei handelt es sich um einen Satz von Kerntechniken, die in den schamanischen Traditionen in unterschiedlicher Ausgestaltung angewendet werden. Auf dieser Basis wurde ein kulturunabhängiger Weg zur schamanischer Erfahrung entwickelt, der von Menschen der modernen Welt gegangen werden kann. Die von Harner gegründete Foundation for Shamanic Studies (FSS) widmet sich der weltweiten Bewahrung, der weiteren Erforschung und Lehre des schamanischen Wissens.

Neben diesem Ansatz bilden das von Carlos Castaneda popularisierte schamanische Weltbild und zahlreiche weitere Versuche, die schamanische Denk- und Lebensweise in die moderne Welt zu übertragen, den Bereich des Neoschamanismus. Er wird teils dem Phänomen der neuen Religionen, teils der Esoterik zugerechnet. Der Begriff Neoschamanismus ist umstritten, weil er eine Unterscheidung vom traditionellen Schamanismus impliziert, die seine Vertreter keineswegs so sehen. Als Fremdbezeichnung ist er jedoch üblich.

Vielfalt von Spielarten
Der Neoschamanismus ist ausgesprochen heterodox, d.h. seine Vertreter unterscheiden sich in Vorstellungen und Techniken teils sehr stark voneinander. Das Spektrum reicht von der Wiederentdeckung indigener Praktiken in der Ausbildung durch die wenigen verbliebenen traditionellen Schamanen bis hin zur Einbeziehung der Möglichkeiten von Computern und Internet. Diese Vielfalt ist möglich, da moderne Schamanen im Allgemeinen den Kontakt mit Geistern und der "Nicht-Alltäglichen Wirklichkeit" als einzig wichtiges Kriterium ansehen und die religiösen und sozialen Aspekte des indigenen Schamanismus' entweder der Gestaltung des Einzelnen überlassen oder völlig negieren.

In sibirischen Kulturen und denen des tibetischen Hochlands ist die Trommel das Instrument für die visionären Reisen von Schamanen. Michael Oppitz erzählt von der magischen Trommel re bei den Magar im nepalesischen Himalaya: Die Periode vor der Initiation ist für den angehenden Schamanen gekennzeichnet durch psychische Störungen und Traumvisionen. In einer von diesen sieht er den Baum, aus dem seine künftige Trommel geschnitten werden soll ... An einem geeigneten Vollmondtag nach der Vision zieht eine kleine Expedition, bestehend aus dem Initianden, zwei Schamanen und sieben Gehilfen, ins Gebirge, um dort den Trommelbaum ausfindig zu machen. Nach drei weiteren Visionen wird dann der Baum ausgewählt, von den Helfern gefällt und zwischen den Beinen abtransportiert, was auf die spätere Funktion der Trommel als Mittel der Fortbewegung gleich einem Reittier hindeutet. Nun folgt eine Phase sorgfältig beachteter Riten zur Herstellung des Trommelrahmens, z. B. das Eingraben in ein Erdloch als erste Unterweltreise der zukünftigen Trommel. Während der Prozedur müssen viele Gefahrenquellen überwunden werden, z. B. das Brechen der Rahmenlatte beim Biegen oder das Zerspringen während der Überblattung der Lattenenden. Beim Gelingen werden Götteropfer gebracht und bestimmte Ritualverse zitiert. Die Trommel wird wie ein Lebewesen behandelt, welches den Besitzer und Schöpfer bei seinem Wirken als Visionär und Heiler unterstützt und begleitet.

Diese Beispiele zeigen die konstruierte Struktur von Kultursystemen. Aneignung, Deutung und Produktion kultureller Medien, Techniken und Ausdrucksformen sind zunächst systemimmanent 'be-deutend' und können von der Warte eines anderen Systems erst einmal nur als fremd und weit entfernt wahrgenommen werden. Worin besteht dann die Möglichkeit eines 'Näher-rückens', einer 'An-eignung', eines transkulturellen Anschlusses? Wenn Schamanismus, wie Roger Uchtmann behauptet [1], 'ein die Zeiten, Räume und Kulturen transzendierendes Phänomen ist, welches von einer ... allgemeinmenschlich-kognitiven Kompetenz ausgeht, die sich in visionärer Schau, Kritik und Entregelung Bahn bricht', dann mag es gestattet sein, zumindest als Gedankenentwurf, schamanistisch zu interpretierende Tendenzen auch in den hierarchisch verschachtelten Kultursystemen unserer partikularisierten postmodern-westlichen Gesellschaft aufzuspüren und ihre Vergleichbarkeit zu hinterfragen.

Hinter dem 'dialektischen Modus', den Uchtmann dem schamanistischen Sein zuschreibt, steckt knapp formuliert die Idee der menschheitsgeschichtlichen Ontogenese und funktionalen Trennung der Gehirnhemisphären, die einen Vorgang der 'Bewusstseinsspaltung' auslöste, die den Punkt markiert, an dem der Mensch sich aus dem Kosmos der Natur herauslöst, an dem seine Bewusstwerdung in einem mythischen Bereich stattfindet und von dem an er zu Kritik und Synthese fähig ist. Der Mensch muss sich 'zu Beginn der Hominisation von der homöostatischen Ordnung der Natur, die sein Gedeih und Verderben regulierte, abgesetzt haben. Diese Normalität und Routine des Fressens und Gefressenwerdens im Einklang mit dem natürlichen Kosmos als selbstreferentielles und zyklisches System kann nur durchbrochen worden sein durch ein Eintauchen in das kreative Chaos des entstehenden Bewusstseins'. Uchtmann interpretiert den Schamanen nun als jemanden, der die 'Zwillingspersönlichkeiten', jeweils repräsentativ für die unterschiedliche Spezialisierung beider Gehirnhälften, in einen kreativ-produktiven Dialog bringen kann. Dabei liegt die kognitive Kompetenz der rechten Hemisphäre in der Wahrnehmung und Orientierungsfähigkeit in unbekannten Bereichen, während die der linken Zwillingshemisphäre die sozial-encodierte Abbildhaftigkeit der Welt repräsentiert. Der Schamane ist "... Mittler zwischen einem nokturnalen und nichtsprachlichen, mythischen Kontinuum und einem diurnalen, sprachlichen ritualisierten Bereich". Dabei ist es unerheblich, in welchem kulturellen Zusammenhang sich der Vorgang der Visionsschau abspielt, wichtig ist nur die Fähigkeit des Betreffenden, seine Vision in einem kulturell verständlichen Zeichensystem allgemein zugänglich zu machen. Insofern zieht Uchtmann das Beispiel Einsteins heran, der seine Relativitätstheorie visionär "geschaut" hatte, bevor er sie in ein der westlichen Wissenschaftskultur adäquates Zeichensystem brachte. Die einen Schamanen treibende Dynamik wird als Urkraft gesehen, die aufgrund ihrer Unberechenbarkeit eine Entfernung von der strukturiert-systematisierten Gesellschaft ermöglicht und damit eine kritisch-distanzierte Position einnehmen, visionär und hellsichtig sein kann. Diese Kritikfähigkeit sei zur treibenden Kraft der menschlichen Kulturgeschichte geworden, da es die schamanische 'Kunst' ermögliche, den Sinn von Regeln zu erfragen und diese zu verändern, 'Fluchtversuche aus der Tyrannei geistiger Gewohnheiten und erstarrter Routinemäßigkeiten' zu betreiben. Diese weitgefasste Interpretation schamanistischer Funktionen und Aufgaben ermöglicht eine Übertragung der Idee auf lebensweltlich nahe liegende kulturelle Systeme, wie z. B. die Rave-Kultur, und eine Untersuchung der hier wahrnehmbaren Erscheinungsformen. Dabei geht es nicht um eine simple Übertragung, sondern um eine Überprüfung der Vergleichbarkeit kultureller Techniken im Hinblick auf ihre Funktionalität für den Menschen. Den Ausführungen zugrunde liegt eine konstruktivistische, kulturrelativierende Auffassung von Dominanz- und Subkultur als selbstreferentielles, rekursives System. Wie oben bereits angeklungen, übernimmt ein Schamane in seinem Kultursystem eine bestimmte Funktion: Er bricht die phasenweise Geschlossenheit des Systems auf und stellt sich als Kontaktperson mit 'fremden Welten' und anderen Wirklichkeiten zur Verfügung, mögen diese nun innerhalb oder außerhalb des Kollektivs oder des darin existierenden Individuums liegend wahrgenommen werden. Die Frage nach einer 'realen' oder 'fiktiven' Wirklichkeit, die sich für den schamanisierenden Menschen kompensierend für das Kollektiv als unerheblich herausstellt, führt direkt zur Idee der Interpretation unserer medial-technisierten Lebenswelt als 'Hyperrealität' '... in der die Spannung zwischen Realem und Imaginärem zugunsten einer Virtualität aufgelöst ist'." Martina Claus-Bachmann 2000

Schamanismus ist keine Religion, sondern ein Ganzes von ekstatischen und therapeutischen Methoden, die alle das eine Ziel verfolgen, den Kontakt herzustellen zu jenem anderen, parallel existierenden, jedoch unsichtbaren Universum der Geister, um deren Unterstützung für die Besorgung der menschlichen Belange zu erwirken. (Mircea Eliade, Handbuch der Religionen, 1995)



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Schamane werden?

03.11.2005 um 00:39
@mr.psycho

Bravo, Copy und Paste kann ich auch und bei Wikipedia den Begriff Schamane eingeben kann ich auch und dann den Text kopieren.

Gib das nächste mal bitte den Link. Es sei den, dein Lebenstraum ist es auf den Statistiken der User zu stehen, die die meist getippten Buchstaben haben.

DRUM AND BASS FOREVER !

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.



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Schamane werden?

03.11.2005 um 00:50
Da muss ich Sorcer ausnahmsweise mal recht geben!

Psycho - du nervst!!!^^

Das, was vorbestimmt ist, wird immer seinen Weg finden.


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Schamane werden?

05.12.2005 um 19:45
Nein denn laut meines wissens werden Shamanen von der Natur eingesetzt, d.h wenn ein Mensch geboren wird hat er die fähigkeit zum Shamanen heißt er kann Geister sehen und wenn nich dann nich


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Schamane werden?

05.12.2005 um 20:02
Schamane werden am Wochenende bei nem Kurs ?

Nein bestimmt nicht, muss meinem Seelenbruder Recht geben, erstmal ist die Menschwerdung Voraussetzung um den Weg einschlagen zu können, vorallem wenn es die Bestimmung ist ein Schamane zu werden, wird dieser Stand einem nicht einfach so zufliegen, sondern er wird sich Stück für Stück abzeichnen. Leider gibt es in unserer Kultur so gut wie keinen mehr der wirklich in dieser Tradition erzogen wurde eine solche Stellung zu begleiten. Esoterikgurus die behaupten man könne zum Schamanen werden in dem man mal so ein "Workshop" besucht sind eher mit Vorsicht zu geniessen.

Wenn jemand wirklich berufen ist ein Heiler zu werden, dann wird alles kommen wie es kommen soll, doch dese Werdung braucht Zeit mitunter mehr als man denkt, denn auch Schamanen sind nie fertig ausgebildet, mit jedem Lebensjahr und den darin erwachsenden Fähigkeiten festigt sich das Wissen um Psyche, Physis und darüber wie er/sie die Heilung einleiten kann, man wechst in diese Berufung hinein...klingt vielleicht etwas abgehoben, aber es gibt keine Ausbildung zum Schamanen wie z.B. eine Ausbildung zum Schreiner...hoff mal es war verständlich !

Gruss Sis

Gegensätze müssen sich nicht abstossen, vielmehr gewinnt man, wenn man andere Ansichten zulässt, sich selbst erkennt und wertfrei überlegt ob nicht beide Seiten ihre Berechtigung haben...


Das weitaus grösste Glück der Menschen ist, dass Gott ihnen die Fähigkeit der Emotionen gab, leider verlernte der Mensch sie im Alltag zu seinem Vorteil im Umgang mit seinem Gegenüber zu nutzen...



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