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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

27 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krankheit, Arbeiterklasse, Lohnarbeit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 14:00
Der Multimillionär und oberste Vertreter der reichsten und mächtigsten Menschen in Deutschland, Rainer Dulger, Präsident des deutschen Arbeitgeberverbandes, spricht sich für Karenztage bei Krankheit aus.
Arbeitgeberpräsident gegen Lohn am ersten Krankheitstag

Rainer Dulger spricht sich für einen Karenztag bei Krankheit aus. Lohn soll es ab dem zweiten Krankheitstag geben. Was er sich davon verspricht.
Quelle: https://www.wiwo.de/politik/deutschland/hoher-krankenstand-arbeitgeberpraesident-gegen-lohn-am-ersten-krankheitstag/100205802.html

Die Idee ist: Wenn der böse Lohnarbeiter krank ist, zahlt man ihm einfach nichts - denn dann wird der schon gesund bleiben.

Der Lohn soll schon am ersten Krankheitstag gestrichen werden. Offiziell nennt man das einen "Anreiz gegen Krankfeiern“. Übersetzt heißt das: Wer als Lohnabhängiger krank ist, soll erst mal selbst sehen, wie er über den Tag kommt.

Die Logik dahinter ist wirklich bemerkenswert: Wenn sich lohnabhängige Menschen Krankheit finanziell nicht leisten können, erscheinen sie trotzdem zur Arbeit - vielleicht mit Fieber, Grippe oder Rückenschmerzen.

Das interessante ist ja dabei, wer solche Vorschläge macht. Das ist nicht die Pflegekraft, die mit einer Grippe im Bett liegt. Es ist auch nicht der Dachdecker mit Rückenschmerzen, sondern es ist ein Vertreter der Wirtschaftselite, für den ein verlorener Arbeitstag ungefähr so ins Gewicht fällt wie ein verlorener Einkaufschip.

Wie seht ihr das als Proletarier?

Soll euch der Lohn bei Krankheit gestrichen werden oder wollt ihr dass euer Lohn im Krankheitsfall weiter gezahlt wird?


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Ich bin dafür, dass der Lohn für den Arbeiter gestrichen wird, wenn er krank ist.
5 Stimmen (31%)
Ich bin dagegen, dass der Lohn für den Arbeiter weiter gezahlt wird, wenn er krank ist.
11 Stimmen (69%)

Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 14:27
Naja, ich bin da zwiegespalten.
Ich hab zu meinen Zeiten als Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst sehr oft "freigenommen" ohne das es notwendig gewesen wäre.
Es ist halt immer eine Frage der Perspektive. In meinem Fall wusste ich das niemand von meinen Kollegen durch Mehrarbeit belastet worden wäre.
Mittlerweile bin ich selbständig und arbeite mit einer anderen Person zusammen und wenn die mal "freimacht" nervt das schon :D


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 14:27
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Soll euch der Lohn bei Krankheit gestrichen werden oder wollt ihr dass euer Lohn im Krankheitsfall weiter gezahlt wird?
Ich finde es nicht verkehrt, mal damit anzufangen drüber nachzudenken. Es sollte nicht ums individuelle "Ich will" gehen, sondern darum, wie lange das System das noch mitmacht, wenn die Masse an Schmarotzern wächst, die alles was mühevoll aufgebaut wurde immer mehr ausnutzen und damit langfristig teurer und instabiler machen. Wenn wir den Sozialstaat behalten wollen brauchen wir Kontrolle gegen Missbrauch, oder wir warten, bis der Geld-Pott leer ist und dann zwangsläufig in ein USA angelehntem System landen.


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 14:40
Die Umfrage ist falsch formuliert!


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 14:48
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Soll euch der Lohn bei Krankheit gestrichen werden oder wollt ihr dass euer Lohn im Krankheitsfall weiter gezahlt wird?
Sollte wie es ist bestehen bleiben: Lohnfortzahlung ab Tag 1 an.

(SpoilerPS. Übrigens sollten auch die gesetzlich‐versicherten Zahnbehandlungen über Grundversorgung hinaus bestehen bleiben)


Was mich wundert, dass der Typ nicht gleich für US‐amerikanisches Vorbild geworben hat, wo es gar keine gesetzliche Pflicht zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt.
Aber dafür hätte es dann wahrscheinlich nicht mal vollen Applaus von den Wirtschaftsliberalen aus der Union gegegeben.


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 14:50
Zitat von voussoirvoussoir schrieb:bis der Geld-Pott leer ist
Du glaubst wirklich, dass der Geld-Pott irgendwann mal leer ist, also dass der Staat nur eine begrenzte Menge an Geld zur Verfügung hat? Hast du dich noch nie gefragt, woher diese sogenannten Sondervermögen kommen?


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 14:54
Sagt mal, lest ihr euch eigentlich durch, was ihr da anklickt?

Da sind nur die Alternativen

1. Für Lohnstreichung
2. Gegen Lohnweiterzahlung

Bei 2 haben sich schon 5 Personen gegen Löhnweiterzahlung positioniert....


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 14:57
@peekaboo
dafür und dagegen ergibt das Gleiche. Deine Wahlmöglichkeiten sind "eingeschränkt"

- ich bin dafür, dass der Lohn gestrichen wird
- ich bin dagegen, dass der Lohn weiter gezahlt wird


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 15:01
@peekaboo


Du musst es auch mal aus der Warte betrachten; Spricht der sich ja auch glaube ich zusammen mit politisch-schwarzen Wirtschaftselitären für Aufweichung oder Abschaffung des 8-Stunden-Arbeitstages aus.



Da will der bestimmt vorbeugen und so Arbeitnehmer unter Druck setzen, wenn sie sich bspw. aus Erschöpfung ein paar Tage oder auch mal nur einen Tag krankschreiben lassen wollen.


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 15:06
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:dass der Geld-Pott irgendwann mal leer ist,
Er könnte wieder mehr gefüllt werden, würde man endlich die stärker zur Kasse bitten, denen es nicht weh tun würde und Angesichts der rosigen Entwicklung auch in den letzten Jahren erst wieder wäre es ohnehin angebrachter denn je. (Bin übrigens auch dafür Sozialabgaben auf sehr hohe Kapitalerträge zu erheben - ganz in Habecks Sinne)



Sogar die Anzahl der Milliardäre in Deutschland lag 2025 auf einem Rekordhoch und das nicht aus Eigenleistung.

Davon will eine Union natürlich nichts wissen, die besonders gerne die Reichen und Superreichen pampern wollen. Dafür nehmen sie lieber neue Schulden auf oder sparen an denen, denen es wehtun würde.



PS.

Eine AfD will übrigens auch die pampern, die gar nicht gepampert werden bräuchten.

Na ja und die Gott sei Dank mittlerweile unbedeutend gewordene FDP ja sowieso.


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 15:21
So Steinzeit Vorschläge kommen ja öfter mal. Ist natürlich Schwachsinn. Ich kenne es eher so, dass es Prämien gibt, wenn man wenige Krankheitstage hat. Zb 1000 Euro extra, wenn man nur bis 5 Tage pro Woche hat und wenn noch weniger, dann eben steigend. Sowas machen inzwischen viele Firmen.


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 16:30
Zitat von abberlineabberline schrieb:wenn man nur bis 5 Tage pro Woche hat
:ask:


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 16:34
Zitat von abberlineabberline schrieb:Zb 1000 Euro extra, wenn man nur bis 5 Tage pro Woche hat
Was meinst Du genau? Monat/Jahr?


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 16:42
Was sollen denn diese scheiß Antwortmöglichkeiten bei der Umfrage?


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 16:43
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wie seht ihr das als Proletarier?

Soll euch der Lohn bei Krankheit gestrichen werden oder wollt ihr dass euer Lohn im Krankheitsfall weiter gezahlt wird?
Ich bin kein Proletarier... aber antworte trotzdem.
Das kann man nicht verallgemeinern dazu können Krankheiten und/oder Verletzungen unterschiedlich ausfallen.
Für einen ersten Krankheitstag den Lohn entsprechend zu streichen weil der Kranke Kopfschmerzen oder Bauchweh empfindet, halte ich nicht für ein Problem. Man kann sich als Kopfschmerzgeplagter Kranker auch kurzfristig einen Urlaubstag streichen lassen. Bei Grippe oder anderen Krankheiten ist sowieso erst einmal ein Arzt gefragt der entsprechend ein Attest bzw. einen Krankenschein ausstellt.
In dem Fall sollte eine Lohnfortzahlung greifen.

Ich bin deswegen zwiegespalten weil ich oftmals erlebt habe, wie sich gesunde Menschen einfach so krank melden. Nur um mal zu chillen.

Deine Umfrage ist "reparaturbedürftig", von daher wird von mir dort auch nichts angeklickt.


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 17:24
@peekaboo

Deine Antwortmöglichkeiten sind kacke! :D

Strangerweise sollen die, die ohnehin arbeiten, immer weiter geschröpft werden. Da will man den 1. Tag krank nicht bezahlen, die Arbeitszeit soll erweitert werden, TZ soll zurückgefahren werden, Rentner sollen doch ruhig länger weiter arbeiten, Spritpreise eskalieren und erfreuen jeden Pendler und jeden, der auf sein Auto angewiesen ist. ALG1 gibt's nur für ein Jahr oder 15 Monate und so könnte man ewig weitermachen.

Klares Nein zum Vorstoß, während Milliarden von Geldern verballert werden und die Ameisen dafür bluten sollen. :fuya:


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 17:57
@Gwyddion
Wenn man als Arbeitnehmer nur bis zu 5 Krankheitstage im Jahr hat, gibt es im Januar ne Prämie. Und bei bis drei Krankheitstage oder eben gar kein Tag krank, erhöht die Prämie meinetwegen auf 1200 oder 1500 Euro brutto (zum Beispiel). Ich kenn das so von einigen Firmen in Luxemburg und Deutschland.
Macht mehr Sinn als Drohungen von unbezahlten Tagen


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 18:39
Solche Prämien als Belohnung für wenige oder keine Krankheitstage im Kalenderjahr gibt es auch in der Schweiz, hatte ich dort auch (fast) jedes Jahr bekommen.

Bin mir nicht sicher, glaube aber in D sind solche Regelungen nicht zulässig, wahrscheinlich genau aus dem Grund, damit die Leute eben nicht krank zur Arbeit gehen, wodurch Verschlimmerung und Folgeerkrankungen entstehen, die dann erst recht Kosten verursachen.


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 20:42
Man könnte die Arbeitgeber auch entlasten, indem man Krankengeld durch die GKV ab dem ersten Tag gewährte, wie beim Kinderkrankengeld auch. Das hätte aber den Nachteil, dass man ab dem ersten Tag, auch wenn man wegen ner Banalität wie ner Erkältung ausfällt, für ein Attest in die Praxis müsste und so das Gesundheitssystem belastete.
Eine perfekte Lösung scheint es nicht zu geben, die Leute für's Kranksein durch Geldentzug zu bestrafen, kann aber sicher auch nicht der richtige Weg sein.


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Angriff auf die Arbeiterklasse: Wenn Krankheit zum Luxus wird

gestern um 21:07
@peekaboo

Schau Dir Deine Antwortmöglichkeiten noch mal an, beide Möglichkeiten unterstützen das Modell "erster Krankheitstag" ohne Bezahlung. Oder soll das eine Art Satire werden?


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