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In Gedenken an...

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tic
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In Gedenken an...

17.04.2012 um 14:36
Habt ihr schonmal einen Menschen verlohren und wisst wie schmerzhaft so etwas sein kann ?
zb durch Unfälle krankheit Suicide...

Wie sind/wahren eure Gefühle....
Vielleicht denkt der ein oder andere das er hätte helfen können....
Wie sieht das Leben danach aus....
Was kann man gegen seinen unglaublich großen Schmerz machen....

Vielleicht hilft der thread irgendjemanden der am Ende ist....
Bitte kein rumgetrolle das soll ein ernstes Thema sein, danke.


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In Gedenken an...

17.04.2012 um 14:50
Nur meine Patentante, die eine herzensgute Frau, einer der tollsten Menschen, die ich jemals kennengelernt habe. War aber zu klein um wirklich zu trauern. Dann noch meine andere Tante, mein anderer Onkel, die ich aber nie gut kannte, dann mein Opa, mit dem ich nie richtig klargekommen bin.
Zuletzt ist eine ehemalige Nachbarin von uns gestorben, ihr Mann hatte sich gerade von einer Hirnblutung erholt. Sie hinterlässt ausserdem eine Tochter. Das macht mich am meisten betroffen. Bin echt traurig.


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17.04.2012 um 14:52
@tic
Ich habe im August 2003 meinen Onkel durch einen Verkehrsunfall verloren. Der Tag an dem er starb war der bisher Schlimmste in meinem Leben. Als ich erfuhr dass er den Kampf gegen den Tod verloren hatte - er lag erst noch auf der Intensivstation - hab ich nur noch geschrien und brach zusammen. Es vergeht bis heute kein Tag ohne dass ich zumnidest kurz an ihn denke. Ich lebe damit und es geht mir nicht mehr so schlecht wie direkt nach seinem Tod aber mein Herz wird sich niemals damit abfinden, dass er so jung (er war 49) und so sinnlos starb. Ich habe ihn sehr sehr stark geliebt. Ganz schlimm wird es um seinen Todestag und um seinen Geburtstag herum.


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17.04.2012 um 14:54
Ich hab schon meine gesamte Familie verloren ... meine Eltern waren Einzelkinder, ich bin auch eines und meine Großeltern sowohl als auch meine Eltern leben schon lange nicht mehr - ich bin die letzte meiner Sippe.
Aber es vergeht eigentlich kein Tag, an dem mein Mann und ich nicht zumindest über meine Eltern sprechen - auch wenn er die beiden leider nicht mehr kennen lernen durfte, sie hätten sich gemocht - das weiß ich hundertprozentig.
Drüber weg in dem Sinne kommt man wohl nie - vor allem nicht, wenn man so wunderbare Eltern hatte, wie ich.
Aber man lernt damit zu leben, weil es für beide mehr oder weniger eine Erlösung war, endlich für immer einzuschlafen ... Jetzt sind sie nach über 42 Jahren Ehe wieder vereint - wo immer sie auch sein mögen!


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17.04.2012 um 14:55
meine freundin wurde letztes jahr ermordet...da muss ich ständig dran denken!
wäre sie lange krank gewesen oder vor ein auto gelaufen...aber das war so sinnlos!
lg


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17.04.2012 um 14:58
Istas schrieb:meine freundin wurde letztes jahr ermordet...
wie krass das tut mir echt leid :( wie ist es passiert ?-> lauter geistesgestörte laufen rum echt wahr:(


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17.04.2012 um 15:01
@Lichtstrahl
sie wurde von ihrem nachbarn erwürgt!
ich weiss leider nicht viel...die kripo war zwar auch bei mir aber da ich keine angehörige bin durfte man mir nichts sagen!
und sie selber kaum familie die ich kannte!
leider!


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17.04.2012 um 15:04
@Istas
ja gehts noch, das ist ja echt extrem:( hoffe du kannst damit umgehen..


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17.04.2012 um 15:07
@Lichtstrahl
ach ja geht schon...ich kann es immer noch nicht wirklich glauben...man hört sonst immer nur so etwas...und dann steckt man selber drin!
ich komme weder aus berlin noch hamburg...ne kleinstadt im ruhrpott da denkt man ja eh immer"och hier passiert so was nicht"!
lg


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17.04.2012 um 15:08
Meine beste Freundin starb plötzlich an Krebs. Einfach so....kurz vor Weihnachten wurde sie wegen Halsschmerzen ins Spital eingeliefert und 2 Wochen nach Weihnachten starb sie.
Sie war erst 16 als es geschah.... :(
Mein Großcousin starb an einem Herzinfakt als er 41 war....
Mein Opa hatte einen "schönen" Tod. Er wollte sich ein Glas Wasser holen. Stellte ein Glas auf den Tisch um die Wasserflasche zu holen und fiel einfach um....
Dennoch viel zu jung er war 61.
Mein anderer Opa kämpfte Jahrelang mit seinen Krankheiten auch er starb bereits mit 63.

An alle denke ich fast täglich und vermisse sie alle. Ganz heftig hat mich der Tod meines Onkels getroffen.
Er war immer für mich da und ich hab oft bei ihm übernachtet. Wir haben so viel miteinander gemacht. Eigentlich war er weniger mein Onkel sondern mein bester Freund den ich unendlich lieb hatte.
Mit 16 fing er an zu kiffen....danach kam das hefitgere Zeug, bis anschliessend zum Heroin.
Er war in Behandlung aber irgendwann war ihm dieses Gefühl zu dumm und er alles auf einmal genommen was er finden konnte....
Er bekam einen Epileptischen-Anfall wärend er gerade gegessen hat...
2 Minuten nachdem ich das Haus verlassen habe.
Er sagte immer er will keine 30 Jahre alt werden....
1 Woche vor seinem 30 tat er das dann....
Wie recht er hatte....

@Istas
Das muss wirklich heftig gewesen sein für dich :( Mein allerliebstes Beileid an dich.


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17.04.2012 um 15:11
@Jinana
danke das ist lieb von dir!
aber bei dir ist es aber auch recht heftig...mein gott 16jahre!
ich meine deine freundin nicht den onkel!
na der onkel war ja auch recht jung...als ob er es geahnt hat!
lg


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17.04.2012 um 15:15
@Istas
In meiner Familie wird niemand sehr alt...
Meine Oma ist 74 und hat den Rekord gebrochen :(
Irgendwie wird einem da schon komisch bei dem Gedanken....

Aber um auf deinen Fall zurückzukommen.
Wegen kleines Örtchen und da passiert nichts.
In unserer Nähe wurde ein Mädchen entführt und nach 7 Jahren suchten die Eltern immer noch nach der Kleinen.
Man sah bis vor kurzem noch in jedem Geschäft die Flyer hängen.
Ende letzten Jahres wurde die Leiche nun "endlich" gefunden.....
Was wäre schlimmer?
Zu wissen das die Tochter ermordet wurde oder gar nichts zu wissen :(
Kranke Menschen gibts


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17.04.2012 um 15:18
@Jinana
väterlicher seits ist die lebenserwartung auch nicht hoch...aber mütterlicher...alle über 90!

ich persönlich meine das die gewissheit besser ist und man auch einen ort zum trauern hat!

die arme kleine!

lg


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17.04.2012 um 15:21
@tic
was ist mit dir?
wem gedenkst du?
lg


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17.04.2012 um 15:26
tic schrieb:Habt ihr schonmal einen Menschen verlohren und wisst wie schmerzhaft so etwas sein kann ?
Ja leider. Ich wünschte wirklich es wäre nicht so. Eine gute Freundin von mir ist an einem allergischen Anfall verstorben. Erschwerend kommt für mich hinzu, dass ich sie mal mit ganzem Herzen geliebt habe was wohl auch nie so ganz verschwinden kann.
tic schrieb:Wie sind/wahren eure Gefühle
Das ist irgendwie schwer zu sagen. Verzweiflung trifft es denke ich am Ehesten. Vielleicht auch noch eine Prise Verwirrung mit beigemischt.
tic schrieb:Was kann man gegen seinen unglaublich großen Schmerz machen
Ich fürchte: gar nichts. All die Leute, die einen irgendwie beruhigen wollen, schienen viel zu hilflos. Sie hatten meistens gar keine Idee was in einem vorgeht. Und diejenigen, die es ebenso (oder härter) getroffen hat schwiegen meist selbst. Aber diesen Menschen in die Augen zu schauen war irgendwie ein größerer Trost als die "falschen" Mitleidsbekundungen.


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In Gedenken an...

17.04.2012 um 15:29
Meine erste Ehefrau Salwa war Palästinenserin, Ärztin und PFLP-Mitglied.

Ich lernte sie im Rahmen meiner Berichterstattung aus dem libanesischen Bürgerkrieg im Jahre 1975 kennen. Ich war damals für eine politische Zeitschrift als freier Mitarbeiter tätig und berichtete aus dem Palästinenserlager Tel as Satar. Dieser Krieg der Christen gegen die Palästinenser wurde seinerzeit in Europa kaum wahrgenommen, entsprechend gering war die Resonanz in den Medien. Nun gab es damals noch so etwas wie "Internationale Solidarität", was dazu führte, dass linke oder "alternative" JournalistInnen sich aufmachten, um eine gewisse Gegenöffentlichkeit in Westeuropa zuschaffen.

Bei meiner Tätigkeit während der Kämpfe dort wurde ich bei einem Feuerüberfall der Christen mit Mörsergranaten von Teilen einer Hausfassade relativ heftig am Rücken verletzt. Die GenossInnen der PFLP kümmerten sich um meine medizinische Versorgung, in deren Rahmen ich meine spätere Ehefrau kennenlernte. Um es kurz zu machen: Wir heirateten, damit sie die deutsche Staatsbürgerschaft bekam,ausreisen konnte und ihre politische Arbeit hier in der BRD fortsetzen konnte. 1978 wurde unsere Tochter Leila geboren.

Als sich im Sommer 1982 die politische und militärische Lage im Libanon durch die Intervention Israels wieder zuspitzte, sah es Salwa als ihre vordringliche politische und humanitäre Aufgabe an, den Palästinensern in dieser Situation beizustehen und nicht im fernen Deutschland tatenlos zu zu sehen. Ich blieb mit unserer Tochter in Deutschland.

Am Abend des 16. Dezember drangen christliche Milizenin das Palästinenserlager Sabra ein, das zuvor von der israelischen Armee abgeriegelt worden war. Dort ermordeten sie zwischen 800 und 1000 palästinensische Männer, Frauen und Kinder, darunter auch nahezu das gesamte medizinische Personal eines kleinen Lazaretts,in dem meine Frau zu diesem Zeitpunkt tätig war.

Am 23. Dezember erhielt ich einen Anruf eines deutschen PFLP-Vertreters, der mir die Mitteilung vom Tode meiner Frau machte.

Was da in mir vorging, kann ich nicht so einfach in Worte fassen.

Anfang 1983 flog ich noch einmal in den Libanon, um Nachforschungen anzustellen, Zeugen zu befragen, mit der deutschen Botschaft dort zu sprechen etc. Obwohl meine Frau deutsche Staatsbürgerin war, zeigten sich die Behörden nicht sehr kooperativ, ging es doch nur um eine "Terroristin".

Am schlimmsten fand ich es, unserer damals vierjährigen Tochter zu Weihnachten zu eröffnen, dass ihre Mutter niemals wiederkäme. Das wünsche ich niemandem.

Als Leila ihr erstes Jahr zur Schule ging, fragte die Religionslehrerin die Klasse in der Vorweihnachtszeit, was Christen so zu Weihnachten machen.
Leila antwortete ihr: "Meine Mutter totschiessen!"

Manchmal vermisse ich Salwa heute noch. Sie war eine Kerze, die an beiden Enden brannte. In erster Linie Ärztin,Kommunistin aus Überzeugung, Palästinenserin von Geburt und sie wurde letztlich auf Grund dieser Kombination ermordet.


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tic
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In Gedenken an...

17.04.2012 um 15:32
@horusfalk3

ja man kann nix tun..... besser schweigen


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17.04.2012 um 15:32
Mein Opa starb im Februar 2010. das geschah sehr unerwartet, er wurde soweit ich weis wegen starke Schmerzen am Herzen ins Krankenhaus gebracht. Später gegen Abend ging es ihm wieder besser, ist jedoch nachts im Schlaf doch noch im alter von ich glaube 65 Jahren gestorben. Ich kann mich noch ganz genau an den Tag erinnern, als mein Vater weinend nach Hause kam und es mir berichtete. das war einer der schlimmsten Momente in meinem Leben. Ich hab mich immer Super mit ihm verstanden und haben oft was unternommen, er war nicht nur mein Opa, sondern auch mein bester Freund. Ich hoffe er ist jetzt an einem.besseren Ort.


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17.04.2012 um 15:37
@Doors
das ist sehr traurig und regt einen zum nachdenken an!
lg


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17.04.2012 um 15:38
@Doors
Deine Geschichte hat mich gerade zu Tränen gerührt.
Wenn man soetwas hört werden Problemchen irgendwie zunichte gemacht.

Mein aufrichtiges Beileid an dich und Leila.


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