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Wostoksee

38 Beiträge, Schlüsselwörter: Wostoksee

Wostoksee

14.03.2013 um 20:18
@GalranZadar
Ja an Black Smoker hab ich auch schon gedacht.

Verwertbares organisches Material war sicher vorhanden, aber bedenke,daß der See 500.000 Jahre versiegelt war. Irgendwann ist da unten alles aufgebraucht...


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Wostoksee

14.03.2013 um 20:31
Es sei denn es würde eine Symbiose stattfinden, dann wäre es ein selbst erhaltendes System.
Aber hast schon recht, da die Nahrungsangebote sehr begrenzt sind muss schon eine starke Spezialisierung stattgefunden haben. Wenn überhaupt würde man vermutlich nur MOs der untersten Stufen finden.

Hab mich auch noch mal bei Wikipedia schlaugemacht, dort steht, das sich Mikroorganismen nicht nur an die Kälte un den Druck angepasst haben müssten, sondern auch an das extrem sauerstoffreiche Wasser dort (ca. 50mal höher als normales Süsswasser).

Desweiteren stand da noch, das der darüberliegende Gletscher Sedimente in den See einbringt, somit wäre das Problem der Nährstoffzufuhr schonmal erleichtert. Ausserdem sorgen die Gezeitenkräfte für Strömungen, was ebenfalls für das Überleben von MOs wichtig ist.

Wikipedia: Wostoksee


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Wostoksee

14.03.2013 um 20:50
@GalranZadar
Da können wir ja gespannt sein, was die Forschungen noch ergeben.
Allerdings würde das Einströmen von Gletscherwasser villeicht auch MOs von außen hineintransportieren, was natürlich alles nochmal verändern würde...


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Wostoksee

14.03.2013 um 21:15
Stimmt schon, aber anhand von ner Gensequenzanalyse könnte man dennoch halbwegs auseinanderhalten, welche von aussen rein kommen und welche unbekannt sind. Ist halt nur zeit-und kostenaufwendig


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Wostoksee

16.03.2013 um 14:30
@Grymnir

Allerdings würde das Einströmen von Gletscherwasser villeicht auch MOs von außen hineintransportieren, was natürlich alles nochmal verändern würde...

Das sollte ja verhindert werden, dass sowas passiert, zumindest im Bohrkern selbst.


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Wostoksee

16.03.2013 um 17:36
@Schdaiff
Nein ich meine nicht beim Bohren, sondern wenn das Schmelzwasser autark und schon vorher von alleine eindringt. Beim Bohren haben sie ja nach Angaben der Forscher aufgepaßt, daß kein Wasser eindringt, wie du richtigerweise anmerkst.


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Wostoksee

16.03.2013 um 23:22
@Grymnir

Jo.. mit dem Wasser kommen ja oft Tierchen mit... Aber man sieht das am Eis selber normalerweise, wo Gänge waren... Allerdings nur, wenn der Altersunterschied des Frischeises und des alten Eises hoch genug sind.... und die Gänge jung genug sind.. ansonsten... Isotopenanalye...


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Anja-Andrea
ehemaliges Mitglied

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Wostoksee

16.03.2013 um 23:31
Also findet doch ein permanenter Wasseraustausch statt, an der Unterseite des Gletschers taut Eis wenn er den See erreicht, an der abfließenden Seite friert es wieder. Ich weiss ja nicht mit welcher Geschwindigkeit das von statten geht aber ist dann eigentlich noch etwas vom ursprünglichen Seewasser vorhanden oder ist es mittlerweile nur noch Gletscherwasser?


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Wostoksee

17.03.2013 um 18:59
Oder anders gesagt: War der See von Anfang an kein isoliertes Gewässer, und fand ständig Wasseraustausch statt?! Dann wäre die Suche nach antiken Lebensformen wohl gescheitert.

Trotzdem lassen sich sicherlich noch andere Erkenntnisse aus dem See gewinnen.


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Anja-Andrea
ehemaliges Mitglied

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Wostoksee

17.03.2013 um 19:35
@Grymnir
Zumindest sind dort Sedimente durch den Gletscher eingebracht worden und dort sozusagen Konserviert worden. Aber diese könnte man auch aus den Bohrkernen gewinnen.


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Wostoksee

18.03.2013 um 01:10
Kommt auf die Kompaktheit des Eises an... Man wirds ja sehen wies aussieht dann ^^


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Usul
ehemaliges Mitglied

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Wostoksee

20.11.2014 um 22:39
http://www.spektrum.de/news/die-geheimen-gaerten-der-antarktis/1317684


17.11.2014 Die geheimen Gärten der Antarktis
Unter einer 800 Meter dicken Eisschicht finden Forscher Tausende von Mikroorganismen. Neue Einblicke in ein gewaltiges, noch unerforschtes Ökosystem.



"Die Wasseranalysen zeigten, welche Fülle von Lebewesen unter der antarktischen Eisdecke angesiedelt ist. In ihrer "Nature"-Veröffentlichung [1] berichten Priscu und seine Kollegen von 130 000 Zellen in jedem Milliliter Seewasser – das entspricht einer Dichte, wie man sie in den meisten Tiefseegräben der Welt findet [2]. Mit nahezu 4000 Bakterien- und Archäenarten ist die Lebensgemeinschaft im antarktischen See damit wesentlich komplexer, als man es von diesem völlig abgeschotteten Fleckchen der Erde erwartet hätte. "Ich war wirklich überrascht über die Artenvielfalt in diesem Ökosystem", erinnert sich Priscu. "Das ist unglaublich."

Wie die Proben aus dem See zeigen, hat hier das Leben die letzten 120 000 Jahre, wenn nicht sogar 1 Million Jahre, ohne Sonnenenergie überdauert".


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Wostoksee

21.11.2014 um 16:52
Usul schrieb:Wie die Proben aus dem See zeigen, hat hier das Leben die letzten 120 000 Jahre, wenn nicht sogar 1 Million Jahre, ohne Sonnenenergie überdauert".
Und das ist in der Tat bemerkenswert. Was den Nahrungsgehalt an sich angeht, sei dahingestellt, wie viel vorhanden ist - daß die Mikroben völlig ohne Sonnenenergie dort unten gedeihen ist wirklich verblüffend.


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Usul
ehemaliges Mitglied

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Wostoksee

21.11.2014 um 17:45
Es läßt darauf hoffen, dass unter den Eismaßen des Jupitermonds Europa ebenfalls Leben existiert, auch wenn es sich vielleicht nur um Mikroben handelt.

Es ist verblüffen. Leben findet sich immer wieder auch dort, wo man es nicht vermutet.


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Wostoksee

21.11.2014 um 18:00
@Usul
Möglicherweise hat die Kometensonde ja auch organisches Material gefunden. Da wird es aber noch ne Weile dauern, bis da Ergebnisse geliefert werden.
Wir dürfen gespannt sein! Wenn das tatsächlich eintritt, revolutioniert das so ziemlich die gesamte Biologie.


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Wostoksee

21.11.2014 um 18:15
@alienishere
@Grymnir
@Usul
@Schdaiff

Was mich irgendwie am Artikel den @factor eingelinkt hat irritiert, sind die in Bohrloch gelangten Verunreinigungen.

Wenn man sicher ist, das dieser See solange Isoliert von der Aussenwelt war, geht man da normalerweise nicht vorsichtiger vor?


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Wostoksee

21.11.2014 um 18:20
@Schrotty
Tja, die Standards sind wohl weltweit unterschiedlich. Wäre das meinetwegen eine deutsche Forschergruppe gewesen, hätten siw vermutlich gewissenhafter gearbeitet. Man stelle sich vor, die Leute haben jetzt den See verunreinigt und somit diese einmalige Gelegenheit zerstört. Das wäre so ziemlich das schlimmste, was passieren könnte.
Bin eh sehr gespannt darauf, was für Ergebnisse veröffentlicht werden.


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Wostoksee

22.11.2014 um 13:21
@Schrotty
@Grymnir

Die sind doch vorsichtig vorgegangen. Alle Forscher sind sich darüber einig, dass die Proben nicht kontaminiert waren. Sie haben 6 Jahre gebraucht um das Bohrverfahren zu entwickeln, damit das alles Reibungslos abläuft und es hatt geklappt.

Im Gegensatz zum Vostok See war hier die Bohrung ja einfacher. Es kann schnell mal passieren, dass etwas mit Bohrflüssigkeit // Schmiere in Berührung kommt und das ist in Vostok eben passiert. Und dort wurde auch ein älteres Bohrverfahren angewandt. Immerhin liegen zwischen Vostock und Lake Whillan mehrere Jahre intensiver Ingenieursarbeit.

Aber die Proben des Lake Whillans sind die ersten unberührten die wir haben. Gute Leistung.



Wenn es rauskommt gibts das Paper hier:

http://www.montana.edu/priscu/publications.php


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