Mein Arsch!
(Autor unbekannt)


Mein Arsch, das ist ein Schweinehund.
Mitunter treibt er's gar zu bunt.
Schon oft in später Mitternacht
hat er mich aus den Bett gebracht.
Auch einstmals quälte er mich sehr,
dass ich's kaum konnt' erhalten mehr.
Ich klemmte die Arschbacken zu.
Er ließ mich aber nicht in Ruh.
Endlich aber schlief ich ein,
und dacht, es könnte ein Furz nur sein.
Ganz anders kam's, o jeh, mein Schreck,
denn plötzlich lag ich in dem Dreck.
Schnell ich aus dem Bette sprang
und schiss dabei die Stub entlang.
Das Hemde aus, die Hosen an
und nach dem Scheißhaus rannt' ich dann.
Aber gerade wir zum Possen,
war die Scheißhaustür verschlossen.
Ich trippelte nun hin und her,
denn halten konnte ich's nicht mehr.
Wie ich nun so betrübt da stehe,
ich meinen Nachbarn eilen sehe,
mit seiner Hose in der Hand
kam er aufs Scheißhaus zugerannt.
Doch eh er noch den Schlüssel dreht,
der Dreck ihm in die Hose geht.
Die Hosen waren voll zum Strotzen,
da fing er auch noch an zu kotzen.
Als ich denselben kotzen sah,
da ging es ebenfalls mir nah,
und ach, mein Wille war es nicht,
ich kotzt ihm mitten ins Gesicht.
Nun hätten Sie nur müssen seh'n,
was zwischen uns ist nun gescheh'n.
Mein Nachbar kotzte und ich piss,
dann kotzte ich, derweil er schiss.
Bei dieser Kotz- und Scheißerei
ging unter uns das Brett entzwei.
Und nun ging's Adieu Partie
hinab in den Dreck, bis an die Knie.
Zu unserm Glück kam auch noch
'ne Frau ging gerade übers Loch,
Weil sie's nicht länger konnt' verbeißen,
fing sie im Stehen an zu scheißen.
Kaum war der Arsch von Scheiße leer,
da seechte sie noch hinterher
und zwar in einer solchen Weise,
als wenn geöffnet eine Schleuse.
Wir waren, es ist ungelogen,
von Scheißdreck ganz und gar bezogen. -
Bis ungefähr des Morgens vier. -
Da kam ein Bauer, Mist zu laden,
er lachte über unsern Schaden.
Er fühlt sich endlich doch bewogen
und hat uns aus dem Dreck gezogen.
Wir mussten uns nun schnell bequemen
ein kaltes Sturzbad anzunehmen.
Doch hatten wir begonnen kaum,
erwachte ich, es war ein Traum.