Die Entstehung des Lebens wäre eigentlich ein hoch-interessanter Ablauf, nur auch unglaublich kompliziert zum Verstehen, eigentlich müsste man dafür studiert haben um es genau erklären zu können.

Im hellblauen Heft mit der Aufschrift: Evolution von Geo kompakt Nr 23, habe ich einen Bericht darüber gelesen, wie das erste Leben entstanden ist. Hier unternehme ich den Versuch, zu erklären, welche Vorgänge bei der Entstehung des Lebens vor sich gehen und welche Urahnen des heutigen Lebens sich daraus entwickelt haben und wie man sich die Zusammenhänge alle vorstellen muss.

Dort wird davon ausgegangen, dass das erste Leben unter Wasser in Warmwasserschloten in winzigen Eisensulfid-Gesteinsbläschen entstanden ist, die von schwach saurem Ozeanwasser umflutet worden sind und von warmem basischem Grundwasser durchflutet. Dieses warme Grundwasser führte verschiedene Stoffe mit sich, darunter: Methan, Ammoniak, Wasserstoff, Schwefelwasserstoff und Phosphorverbindungen. Bei dem Zusammentreffen der beiden Flüssigkeiten liefen physische Reaktionen ab, die Energien freisetzten die neue Stoffe entstehen liessen.

Bei Temperaturen von 50 bis zu 70 Graden wurden die Kämmerchen zu Laboren. Es gab Ansammlungen von immer grösser werdenden Mengen an Stoffen und diese reagierten weiter miteinander, dadurch entstanden weitere grössere Molekülverbindungen. Wie etwa: Zuckerverbindungen, Aminosäuren und Nukleinsäurebasen, die Eisensulfidkämmerchen beschleunigten die Reaktionen noch. Infolge weiterer Reaktionen entstanden unterschiedliche Nukleotide, die Grundbausteine der Erbmoleküle. Unabhängig davon verbanden sich auch Aminosäuren zu kurzen Ketten, Vorstufen der Eiweissmoleküle. Später entstand daraus die erste RNS auch (Ribonukleinsäure) genannt, nämlich als sich die Nukleotiden zu längeren Ketten zusammenschliessen begannen. Die RNS ist die erste Molekularverbindung, welche in der Lage ist, sich selbst zu vervielfältigen. Die Peptiden verbanden sich zu bestimmten Eiweissen die mit der RNS kooperierten, welche schlussendlich zu einem Bauplan für das Aussehen eines Eiweisses wurde. Vielleicht könnte man die Kooperation von Peptiden und RNS auch schon DNS nennen, sie ist weitaus stabiler als eine RNS und Wendeltreppen förmig geformt. Sie kann Informationen für den Bau von Eiweissen aufnehmen und wird auch als Erbsubstanz bezeichnet. Auch war sie dazu in der Lage, von sich aus Informationen von sich an das Nachbar-Eisensulfidkämmerchen weiter zu geben. Somit ist aus dem mit Molekülsuppe gefüllten Gesteinsbläschen schon fast eine erst Protozelle entstanden, die noch keine Zellwand und Zellkern besass. Und sich auch noch nicht frei fort bewegen konnte. Aber schon in der Lage war, so etwas wie einen Stoffwechsel zu betreiben. Sie nahm nämlich schon Energie auf um daraus Lipide zu bilden, diese Lipide gehören zu den Fetten und sind wasserabweisend, diese lagerten sich an der Innenwand des Gesteinbläschen ab und bildeten mit der Zeit einen Zellmembran die Haut der Protozelle. In die Membrane lagerten sich bestimmte Eiweisse, die die unterschiedliche Spannung zwischen Innen und Aussenwelt ausnutzten, daraus wurden weitere physische Vorgänge frei gesetzt, es bildete sich eine zweites noch robusteres Membran, die Zellwand. Bereits in diesem Zustand gab es schon unterschiedliche Formen von Protozellen, die Bakterien und die Archaeen.

Die Zellmembranen waren durchlässig für bestimmte Stoffe, sie konnten daraus bereits einige komplexe Moleküle bilden, etwa die RNS und Eiweisse, der Bauplan für diese Stoffe war in der DNS vorhanden So konnten sie Informationen untereinander austauschen. Da sie auch manchmal Fehler machten und manchmal Eiweisse falsch strukturieren und diese Informationen an Nachbarszellen weiter gaben, und diese dadurch mutiert wurde und diese Information von sich weiter gab, konnten so unterschiedliche Arten entstehen, also durch Mutation. Dieser Prozess ist übrigens in der Geschichte der Evolution ein ganz normaler. Erst dadurch wurde die grosse Bandbreite unterschiedlicher Arten innerhalb der Evolution überhaupt erst möglich.

Später etwa vor 3,5 Milliarden Jahren gelang es den Zellen aus den Unterwasserschloten zu entkommen vielleicht weil die Unterwasserschloten zusammen stürzten oder der Fels porös wurde, vielleicht weil mit der Zeit die Zellen den Fels abzubauen begannen und ihm Stoffe entzogen, die sie für ihr Wachstum benötigten. Von nun an besiedelten sie Risse und Spalten in der Nähe der Schloten, dort konnten sie sich vermehren und zu den ersten Zellstrukturen zusammen wachsen. Irgendwann vereinigten sich dann Archaeen und Bakterien, „laut Geo“, zu Eukaryoten, also die ersten Zellen mit Zellkern. Demnach könnten also Archaeen die Vorfahren der Pilze sein, also Bakterien die sich von Bakterien ernähren oder ihnen Stoffe entziehen, weil Pilze auch die Eigenschaft besitzen, schmarotzerisch zu sein, sich also von Stoffen anderer Lebewesen oder Wirte zu ernähren.

Die Eukaryoten sind also Vorfahren aller Pflanzen, Tiere und Pilze. Die ersten einzelligen Organismen also, müssen sich gleich auf mehrfacher Basis entwickelt haben, nicht wie bisher angenommen, nur auf tierischer Ebene in Form des Einzellers, sondern auch auf pflanzlicher und archaeedischer. Aus den Eukaryoten entwickelten sich übrigens die Blaualgen, welche heutzutage nicht mehr den Pflanzen zugeschrieben werden, sondern mehr zu den Bakterien gehören. Die Ur-Ozeane müssen voll damit gewesen sein. Sie produzierten den ersten Sauerstoff, welcher von den Ozeanen wieder frei gegeben wurde und das eisenhaltige Gestein in der Verbindung mit der Erde rot färbten in der Verbindung mit Wasserstoff kam es zu der Bildung von Rost. Besiedelten die ersten Pflanzen das Land, könnte die Verbindung mit Rost wieder zu Mutationen im Erbgut geführt haben.

In der Evolution des Lebens, spielen aber auch die Symbiosen von Pilzen und anderen Lebewesen eine Rolle, also wenn 2 Arten miteinander symbiosieren und miteinander verschmelzen, wird es zu einer neuen 3.ten Art. So etwa weisen die Aceola, eine Familie der Plattwürmer, eine der ersten primitiven höher entwickelten Organismen, von denen vermutlich alle Wirbeltiere abstammen, einige Merkmale auf, die typisch sind für pflanzliches Leben und einzellige Organismen. Nämlich sind sie in der Lage in ihrem Innern Photosynthese zu betreiben mit dem sie Stoffe produzieren von denen sie sich ernähren. Und sie können von sich eine Zelle absondern, aus der wieder ein Nachkomme von ihnen selbst daraus wächst, was man als Vorstufe des Eies betrachten könnte. Oder man kann sie auch beliebig oft in Stücke schneiden und daraus wird wieder ein neues Individuum. Aus ihnen entwickelten sich dann höher entwickelte Borstenwürmer, die man bereits nicht mehr unendlich teilen kann, sondern die wie auch Regenwürmer 8 Herzen besitzen und die auch nicht mehr in der Lage sind, Photosynthese zu betreiben. Sie legten auch die ersten echten Eier, der Unterschied zu den Plattwürmern ist, dass für die Fortpflanzung 2 Tiere nötig sind, bei der 1 Tier das andere befruchtet und so für die Befruchtung der Eier sorgt Dies ist bei Plattwürmern nicht der Fall. Aus ihnen entwickelte sich später einmal das Lanzettfischchen, von dem alle Knochenfische abstammen, so jedenfalls die gängige Theorie.

Die neueste Studie der Wissenschaft geht allerdings davon aus, dass das Leben sich nur an Land entwickelt haben kann in kalzinistischer Tonerde. Und im Meer gar kein Leben hätte entstehen können. Meine Meinung ist, dass die Wissenschaft viel zu festgefahren und einseitig ist, sie muss sich immer nur auf eine Theorie beschränken, auf der dann alle Theorien aufbauen müssen. Gut möglich wäre doch auch, dass sich das Leben gleich mehrfach auf der Erde entwickelt hat im Meer und an Land? Und es sich dabei um völlig unterschiedliche Lebensformen handelt? Weil, wenn es sich nur an Land hätte entwickeln können, stellen sich zahlreiche Fragen. Wie etwa kann festgestellt werden, dass es sich nur an Land entwickeln konnte, wie ausgeschlossen, dass es sich nicht auch im Meer entwickelt hat? Wie kam das erste Leben von Land ins Meer, weil immerhin zahlreiche Lebensformen aus dem Meer stammen. Gegen die Theorie der Entstehung auf der Erde spricht auch, dass als es noch keine Atmosphäre auf der Erde gegeben hat, freie Mikrostrahlen ungehindert auf die Erdoberfläche treffen konnten und die zerstören normalerweise gnadenlos jedes Leben, jede molekulare Kette alles und machen aus jeder Planetoberfläche eine mehrere 100 Grad heisse Wüste, darin kann gar nichts leben. Die Atmosphäre entstand vermutlich erst dank den Blaualgen, die so viel Sauerstoff in die Atmosphäre entliessen, die zusammen mit dem Magnetfeld der Erde eine schützende Ozonschicht entstehen liessen, von da an konnten die freien UV-Strahlen aus dem Weltall nicht mehr ungehindert auf die Erdoberfläche auftreffen und es wurde möglich, dass sich Organismen aus dem Meer auch auf dem Land ansiedeln konnten und sich anfangen weiter zu entwicken. Hätte die Erde schon vor dem Auftreten der ersten Mikroorganismen eine Atmosphäre besessen, wäre dies äusserst seltsam und man müsste man sich fragen; woher?
Und wie konnte es zu dieser Theorie im Geo-Heft kommen, nach der alles Leben aus dem Meer stammt? Und würde sogar auch die Theorie mit den Einschlägen der Gesteinsbrocken des Keuper-Gürtels stimmen, auf denen winzige Aminosäurebausteinchen gefunden wurden, der Grundbaustein des Lebens. Die vor Milliarden von Jahren in die noch junge Erde eingeschlagen haben, wäre sogar auch eine Entwicklung einer Lebenslinie auf extraterrestrischer Basis denkbar. Und es müsste auch die Panspermie-Theorie als sich bewahrheitet angesehen werden, nach der sich das Leben im Weltall frei ausbreiten kann. Der ausschlaggebende Fakt für die Entstehung des Lebens ist allerdings, dass sich Molekular-Ketten teilen können.


Welche Rolle spielen die Viren bei der ganzen Sache?


Die Viren sind so nimmt man an, winzige Bruchstücke von RNS-Gebilde. Ihre Entstehung geht auf die Zeit zurück als es noch nicht einmal die ersten Zellen gegeben hat. Damals bildeten sich zuerst die ersten RNS-Gebilde. Also die ersten Verbindungen von Atomteilchen, der Vorgänger der DNS, dabei wurden viele Mutationen gebildet, also fehlerhafte Bruchstücke, sie wurden für die weiteren Verbindungen von Molekular-Ketten nicht weiter gebraucht und deshalb abgestossen. Also schwebten sie von nun an als Einzelteile durch die Landschaft. Sie besitzen keine eigene Kraft oder Antrieb sondern können nur passiv fortbewegt werden. Dafür sind sie aber der Schlüssel zu bestimmten Wirtszellen, zu jeder Zelle gibt es quasi den passenden Virus, zu jedem Virus die passende Wirtszelle. Kommen sie aber auf der passenden Wirtszelle an, fängt die Zelle an auf sie zu reagieren und belebt sie sozusagen mit passiven Vorgängen zum Leben. Ziel der Viren ist es, die Zelle umzuprogrammieren und dabei so viele Kopien von sich selbst herzustellen wie irgendwie nur möglich. Ist dies geschehen, stirbt irgendwann die Wirtszelle ab und entlässt 1000sende von den neuen Viren in die Umgebung. So können Viren auch immer weiterverbreiten und irgendwann alle Nachbarszellen befallen, sie setzen dabei auf Quantität anstatt auf Qualität. Primitive Viren sorgen dabei dass der Wirtskörper irgendwann abstirbt, dabei sterben sie aber irgendwann auch selbst und können sich nicht mehr weiter verbreiten. Normalerweise sind sie darauf angewiesen, dass wenn sie einmal einen Körper befallen haben, sie sich dann zum nächsten weiter verbreiten müssen um sich weiter verbreiten zu können. Dies erreichen sie meist per Körperflüssigkeiten, oftmals in Speichel, Nasenflüssigkeit, Blut, Urin, einige rufen beim Träger auch einige Reizreaktionen hervor und bringen ihn dazu, zu niessen, sich zu kratzen oder Andere zu beissen um sich gleich weiter verbreiten zu können.


Aber es gibt auch bereits weiter entwickelte Viren, sie dringen in das Stammzellenerbgut ein und Verändern die Genetik der Zelle. So verbreitet die Zelle das Erbgut des Virusses gleich weiter und vererbt sie auch gleich an ihre Tochterzelle. Die Arbeit des Virus ist getan, es muss sich nicht mehr weiter verbreiten. Wenn ein Baby oder ein Junges des befallenen Körpers zur Welt kommt, trägt es das veränderte Stammzellengut in den Zellen gleich mit in sich. So funktionieren zbsp. Aids-Viren, wenn sie einmal einen Körper befallen haben, kann kein Medikament sie da wieder heraus entfernen. Tatsächlich konnten Forscher schon eine ganze Reihe solcher Mutations-Virenerbsubstanz beim Menschen entdecken, die ungefähr vor 40`000 Jahren den Menschen befallen haben und beim Vorgänger oder bei Menschenaffen noch nicht vorgekommen sind. So sorgt eine Substanz zbsp. dafür, dass der Mutterkuchen mehr Eiweisse produziert, dass dem Kind mehr Nährstoffe zuführt. Es sind also längstens nicht alle Viren negativ, sondern auch ganz viele positiv. Viren könnte man auch mit winzigen Samenkapseln von RNS-Gebilde vergleichen, die anstatt ein Pflanzenkeim, eine Gensequenz eines RNS-Gebildes weiter verbreiten wollen. Das Ganze spielt sich natürlich auf Nano-Mikromilimeter-Ebene ab und sie sind noch 100 mal kleiner als Bakterien. Und nun gibt es diese Viren natürlich nicht nur bei Menschen oder Tieren sondern auch bei Pflanzen oder Pilzen, man nimmt an, dass sie in der Evolution eine wesentliche Rolle gespielt haben und Pflanzen oder Arten wesentlich verändert haben könnten. Eine Theorie ist auch, dass Viren laufend entstehen können und auch von Zellen produziert werden können und nicht nur Teile von RNS-Gebilde sind, quasi zu jeder neuen Zellenart die entsteht, gibt es auch wieder eine neue Virusart.