perttivalkonen schrieb am 18.03.2025:Ansonsten find ich ja bemerkenswert, daß so ein massenhaftes Trudelsaufen in Finnland offensichtlich für beide Geschlechter interessant ist. Bei uns wäre so ein Kaljakellunta wohl nur ein zweiter Herrentag...
Da muß ich mich korrigieren. Solch ein Wasservergnügen gibts auch in Deutschland, ebenfalls unter Beteiligung beider Geschechter, ja sogar mit Kindern. Alkohol gibts zwar auch, aber nur bei einigen. Fand heute statt, der RBB berichtete vorhin davon, da hab ich davon erfahren.
Als Spreetreiben wird eine jährliche Veranstaltung im Frühjahr auf der Spree zwischen Neu Zittau und Erkner bezeichnet, die mittlerweile einen Volksfestcharakter erreicht hat.
Erstmals wurde das Spreetreiben 1996 durchgeführt. Zunächst fand es immer am ersten Aprilwochenende statt, schnell wurde zum regelmäßigen Datum aber der Sonnabend des Osterwochenendes. Der Zug startet zur Mittagszeit an der Spreebrücke in Neu Zittau. Im Zentrum stehen die 50 bis 200 Teilnehmer, die sich in Neoprenanzügen in die kalte Spree wagen und sich stromabwärts Richtung Erkner bewegen. Den Großteil der 4,8 Kilometer langen Strecke können die Treiber die Spreeströmung mit zwei Metern pro Sekunde ausnutzen. Die letzten 900 Meter über den Dämeritzsee zum Strandbad Erkner müssen allerdings ohne unterstützende Strömung geschwommen oder gefahren werden. Begleitet werden sie von meist bunt geschmückten Booten, Flößen und anderen wassertauglichen Bauten und Schwimmhilfen, was insgesamt einen bunten Zug zusammenbringt. Dieser Eindruck wird noch dadurch unterstützt, dass viele der Teilnehmer kostümiert sind. Die Geschwindigkeit, mit der die von bis zu 5000 Zuschauern gesäumte Strecke zurückgelegt wird, spielt keine Rolle, es gibt keinen Wettbewerb um vordere Positionen oder schnelle Zeiten auf dem Weg. Die bekannteste Teilnehmerin war die frühere brandenburgische Ministerin Regine Hildebrandt.
Quelle:
Wikipedia: SpreetreibenLaut
Wikipedia: Beer floating und
Wikipedia: Kaljakellunta wurde die finnische Version sogar erst ein Jahr nach der deutschen veranstaltet, 1997.
Man lernt doch nie aus...