Nyx_07 schrieb:Wenn das so ist, dann ist es ok.
Ja, für mich ist das so. Außerdem habe ich festgestellt, dass gemeinsames Meckern über eine andere Person die Zusammengehörigkeit des Teams stärkt. Es gibt da die Redensart: "Gemeinsamer Feind eint." Da ist wohl etwas dran, dann meiner Wahrnehmung entspricht das jedenfalls.
Nyx_07 schrieb:Ich ging da wahrscheinlich zu sehr von mir aus , mich zieht jeder Ärger runter und verdirbt mir die Stimmung, deswegen vermeide ich, mich in negative Stimmung zu bringen und immer wieder alten Ärger nach oben zu holen. Im Nachhinein ändert man sowieso nichts mehr.
Gehen nicht alle Menschen von sich aus? Entschuldige bitte, falls das eine seltsame Frage ist - ich bin Autistin und mein Gehirn funktioniert etwas anders als die Gehirne anderer Menschen.
Und das ist so eine Sache, die ich noch nie verstanden habe, wenn jemand sagt: "Du darfst da nicht immer von dir ausgehen". Ich denke mir dann immer: "Na von wem denn sonst? 🤔"
Schließlich kann ich ja nur von mir selber zweifelsfrei sagen, wie ich etwas sehe, fühle, wahrnehme, empfinde oder welche Meinung ich zu etwas habe. Was andere Menschen denken, fühlen oder wahrnehmen, weiß ich ja nicht und ich kann es mir in den meisten Fällen auch gar nicht vorstellen.
Drum finde ich es auch interessant, wenn mir andere Menschen sagen, wie sie etwas wahrnehmen oder empfinden, denn oft genug wäre ich selbst gar nicht auf die Idee gekommen, das so zu sehen. Also danke dafür! 🙂
Meine eigene Sichtweise beeinflusst das in den meisten Fällen zwar nicht, aber ich finde es dennoch interessant, weil es mir hilft, andere Menschen besser zu verstehen.
Bei mir ist es gar nicht so, dass ich mich dann wieder sehr ärgere. Es ist eher so, dass ich erzähle, was mich damals geärgert hat. Mittlerweile ist es mir aber egal, weil es mich ja nicht mehr betrifft.
Nyx_07 schrieb:Ich versuche mein Umfeld so zu nehmen wie es ist, mit all den Macken, die wir alle haben
Das mache ich letztendlich auch, es bleibt mir ja nichts anderes übrig 😉. Ich kann ja andere Menschen nicht verändern, da kann ich mich aufregen, soviel ich will. Ein Mensch ändert sich meiner eigenen Erfahrung nach nur dann, wenn er das selbst für sinnvoll hält. Und das tun Menschen üblicherweise dann, wenn sie durch ihre Macken selbst mehr Nachteile erleiden als sie Vorteile davon haben.