behind_eyes schrieb:Ein OEM Key ist immer gleich, selbst die Aufkleber sehen alle gleich aus für diese eine Volumenlizenz, der OEM Key wird aber für jede Firma die ihn beantragt separat erstellt von MS und ist formal juristisch an diese Firma gebunden.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass du da falsch liegst. Du redest in der Tat von Volumenlizenzen (ein Key, an Lizenznehmer gebunden).
OEMs haben immer unterschiedliche Keys, und sind ursprünglich als kostengünstige Variante für die Erstausrüstung neuer PCs gedacht gewesen. Wird diese Version online das erste mal aktiviert, wird eine eindeutige Hardware-ID aus den wichtigen Komponenten erstellt und an Microsoft übermittelt. Ändert man die Hardware signifikant, ändert sich auch die ID, und Windows muss erneut aktiviert werden.
Hat man sich bei Microsoft registriert (Konto), hat man bei einem Hardwarewechsel ganz gute Karten, da man über sein Konto den Wechsel melden kann, und sich somit die alte OEM erneut aktivieren lässt. Nicht registrierte Nutzer haben in der Regel die Arschkarte.
So weit die Theorie, in der Praxis sieht es jedoch anders aus, so lange die OEM nicht zu häufig verwendet wurde (ca. 50 mal), lässt sie sich nach längeren Zeitintervallen (ca. 6 Wochen) wie durch ein Wunder trotzdem aktivieren, sogar auf gänzlich anderen Rechnern. Microsoft weiß das auch, es ist ihnen jedoch pupsegal, weil der Aufwand unverhältnismäßig hoch wäre, dagegen vorzugehen.
behind_eyes schrieb:Möchte man eine Hardwarebindung können in Recovery-CDs - welche den OEM Key beinhalten - Hardwaresignaturen hinterlegt werden, zum Beispiel Seriennummern-Chargen von Mainboards etc die nach erfolgreichen Abgleich das Install ermöglichen.
Der Key selber ist hier egal.
Mit Recovery-DVDs ist ja nun alles möglich, die gibt es von der unveränderten OEM bis hin zu Varianten wo bereits alle Gerätetreiber und sogar der Key hinterlegt ist. Für meinen PC habe ich mir so eine DVD auch schon mal selbst angefertigt, nutze sie aber nicht mehr, da es heute einfacher und besser ist, das System komplett neu aufzusetzen.
Nehmen wir mal an, ich hätte mir 2021 eine solche DVD erstellt, dann wäre da auch nur die 21H2 mit 5 Jahre alten Treibern drauf. Was sollte ich wohl damit anfangen? Der Aufwand, den Mist hinterher auf den aktuellen Stand zu bringen ist unverhältnismäßig größer, als gleich die aktuelle Version in 10 Minuten zu installieren. Auf den Key ist auch geschissen, den braucht man eh kein zweites mal eingeben, einfach ins internet gehen, ein paar Sekunden warten, und Windoof ist aktiviert.
behind_eyes schrieb:weil ich für unsere Kunden-PCs die Images erstelle und verwalte:
Wenn du ein Image erstellst, hast du doch eigentlich gar nichts mit dem Lizenzmodell oder dem Key zu tun, das funktioniert doch vollkommen unabhängig davon. Es mag ja Situationen geben, wo ein aktuelles Image sogar heute noch nützlich sein kann, wenn auch nur zur eigenen Beruhigung, oder der des Kunden. Aber mal ehrlich, eigentlich dienen Images doch nur der Einnahmengenerierung.
Und richtig krass wird es, wenn sich Kunden selbst in Sicherheit wiegen, weil sie im Besitz einer solchen vermeintlichen Sicherung sind, die sie zu allem Überfluss noch nie versucht haben wenigstens einmal selbst zurückzusichern.
:DDas Thema ist aber zu viel umfangreich um ihm hier gerecht zu werden, und vor allem viel zu individuell, um es auf eine pauschalisierte Form herunter zu brechen.
Soooo, nun hast du mich schon das zweite Mal an einem Tag dazu gebracht, hier wieder etwas zu schreiben ... unglaublich! Dabei ist es auf Allmy so öde geworden, dass sogar die Mücken reißaus nehmen, wenn mein Bildschirm dunkler wird...
:(