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NSS - Was wisst Ihr darüber?

73 Beiträge, Schlüsselwörter: Rechtsextremismus, NSU, NSS

NSS - Was wisst Ihr darüber?

09.10.2013 um 19:11
Wen es interessiert, hier ist ein Vortrag über den NSU, den Verfassungsschutz und das V-Leute-System. Die beiden Referentinnen sitzen im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages bzw des Thüringer-Landtages.

Während die Ermittlungsbehörden die Familien der Getöteten und deren Umfeld verdächtigten und mit fragwürdigen Ermittlungsmethoden unter Druck setzten, konnte das NSU-Kerntrio -- drei Thüringer Neonazis -- und ihr breites Unterstützernetzwerk ungehindert ihre rassistischen Allmachtsphantasien in die Tat umsetzen. Denn staatliche Geheimdienste und Ermittlungsbehörden verharmlosen, vertuschen und verleugnen die Existenz neonazistischer Terror- und Gewaltstrukturen -- bis heute. In der Veranstaltung wollen wir uns insbesondere mit der fragwürdigen Rolle von V-Leuten -- staatlich bezahlten Neonazis -- im NSU-Komplex auseinandersetzen.
-aus der Youtubebeschreibung-

Und hier noch ein kleiner Vortrag zur Geschichte und den Skandalen des Verfassungsschutzes.
Der Verfassungsschutz schützt die Verfassung so wie Zitronenfalter Zitronen falten.


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NSS - Was wisst Ihr darüber?

11.10.2013 um 13:23
das erinnert mich an die 27 Zeugen bei dem Fall von Marc Dutroux... die sind auch alle mysteriöserweise "verstorben"... immer das gleiche.

Es gibt keine verlässlichen Zeugen mehr, die nicht vor Ihrer Aussage sterben... :troll:


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NSS - Was wisst Ihr darüber?

18.10.2013 um 08:29
Ja Ja so ist das eben, jeder weis etwas und keiner eigentlich wirklich etwas.
Es war Mord, ausgeführt durch unseren Staatsschutz, kein Selbstmord,
warum wurden die Ermittlungen so gesteuert das es wie Selbstmord aussieht?
warum wurde das Auto nicht kriminaltechnisch untersucht, so könnte ich grad weiter machen.
Ich habe ihn persönlich gekannt und weis das es anders war.


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armleuchter
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NSS - Was wisst Ihr darüber?

18.10.2013 um 09:00
@abilon50

Hälst du es für denkbar was alles an gerüchten durch die gegend wabert? V-mann, Neo-nazi, Ex-neo-nazi, Mitläufer, Mitwisser etcetc... . Kommt mir etwas viel vor für einen 21jährigen!?


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armleuchter
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NSS - Was wisst Ihr darüber?

21.10.2013 um 09:24
http://www.kontextwochenzeitung.de/pulsschlag/130/ungeklaerter-todesfall-1744.html:

Pulsschlag – Wie eine Region tickt
Ungeklärter Todesfall
Hat der Tod eines jungen Mannes am 16. September 2013 auf dem Stuttgarter Wasen etwas mit der rechtsradikalen Zwickauer Terrorgruppe NSU zu tun? Die Behörden sagen: Nein. Florian H. war in seinem brennenden Fahrzeug umgekommen.

Bisher bietet sich folgendes Bild: Am Montagmorgen, den 16. September 2013, verbrannte in einem Peugeot, der am Rande des Cannstatter Wasens stand, ein 21-Jähriger. Der Tote hieß Florian H., stammte aus einer Gemeinde im Kreis Heilbronn und war Lehrling in einer Baufirma in der Nähe von Stuttgart gewesen. Am Nachmittag desselben Tages um 17 Uhr wollte die "Ermittlungsgruppe Umfeld" des Landeskriminalamts (LKA) ein Gespräch mit ihm führen. Die EG Umfeld war Anfang des Jahres von Innenminister Reinhold Gall (SPD) eingesetzt worden, um den bislang ungeklärten Polizistinnenmord in Heilbronn aufklären zu helfen. Am 25. April 2007 war dort die Polizistin Michèle Kiesewetter mit einem gezielten Kopfschuss getötet und ein weiterer Polizeibeamter lebensgefährlich verletzt worden. Der Mordfall wird mit der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) in Verbindung gebracht. Die Ermittler wollten, wie ein Sprecher des LKA erklärt, mit Florian H. darüber reden, ob er Informationen über die rechtsextreme Szene geben kann. Er soll sich in rechten Kreisen bewegt haben. Das LKA habe auf ein Treffen gedrängt, irgendwo "im Großraum Stuttgart". Genauer will der LKA-Sprecher es nicht sagen. Die Frage, ob Florian H. eine Verbindungsperson des LKA in die rechte Szene war, verneint er. Sollte er als Informant gewonnen werden? Die Antwort nun verblüfft: "Das kann man nicht sagen. Es ist nicht dazu gekommen. Er ist ja tot."

Nach Kontext-Informationen soll Florian H. bereits im Januar 2012 vom baden-württembergischen LKA im Auftrag der Bundesanwaltschaft (BAW) zum NSU-Komplex als Zeuge vernommen worden sein. Im November 2011 war die NSU-Terrorgruppe durch den Tod der beiden Neonazis Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aufgeflogen, und die Karlsruher Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Die Angaben des Zeugen Florian H. hätten sich aber als "vage, teilweise widersprüchlich und nicht tragfähig" erwiesen, erklärt ein Sprecher der Anklagebehörde. Deshalb sei der Mann nicht als Zeuge im Münchner NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und die vier anderen Angeklagten aus dem NSU-Umfeld benannt worden. Die Frage, worauf sich die Angaben des Zeugen bezogen, beantwortet der BAW-Sprecher so: "Auf Baden-Württemberg, was sonst?"
Zusammenhänge "ziemlich ausgeschlossen"

Die Sache bleibt widersprüchlich: Im Januar 2012 soll der Zeuge nur vage Angaben gemacht haben, doch im September 2013 ist er dem LKA ein Informationsgespräch wert?

Die Todesursache ist laut Stuttgarter Polizei Suizid. In ihrer Pressemitteilung schränkt sie allerdings ein, der junge Mann habe das Fahrzeug "vermutlich selber in Brand gesteckt". Ähnlich unbestimmt äußert sich die Polizei zum möglichen Motiv: Es "dürfte im Bereich einer persönlichen Beziehung" liegen, heißt es. Die Frage, ob es einen Zusammenhang mit der anstehenden Befragung durch das LKA gibt, bezeichnet der Sprecher als "ziemlich ausgeschlossen". Auf Kontext-Nachfrage, ob Florian H. auch Kontakt zum Verfassungsschutz hatte, antwortet das Innenministerium, dass der Name F. H. in Unterlagen des Landesamts im Zusammenhang mit zwei Meldungen der Polizei auftauche. Im Mai und Juli 2011 sei er von der Polizei kontrolliert worden. Einmal sei er wegen "Mitführens eines unerlaubten Gegenstands" überprüft worden. Eigene Erkenntnisse habe das Landesamt nicht.

Das Auto, in dem der junge Mann verbrannte, stand auf dem Cannstatter Wasen auf der Zufahrt zum dortigen Campingplatz – einem Ort, an dem sich die der Zwickauer Terrorzelle zugerechneten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aufgehalten hatten. "Das alles klingt doch sehr merkwürdig", sagt Silke Ortwein, die Heilbronner DGB-Kreisvorsitzende. Sie ergänzt: "Es ist an der Zeit, dass auch Baden-Württemberg als Bundesland, in dem der Polizistinnenmord geschehen ist, endlich einen 'NSU-Untersuchungsausschuss' einrichtet."




Aus der SWP: http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/NSU-Ermittlungen-Raetselhafter-Suizid-in-Bad-Cannstatt;art1158742,2246...

Florian H. aus Eppingen (Kreis Heilbronn) hätte am Tag seines Todes als Lehrling einer Baufirma im Remstal arbeiten sollen. Am Abend wollte ihn das Landeskriminalamt (LKA) an einem geheimen Ort im Raum Stuttgart zum zweiten Mal zu Bezügen zwischen dem NSU und Neonazis im Land befragen. Wie die Polizei bestätigt, hatte er um 17 Uhr einen Termin mit der Ermittlungsgruppe „Umfeld“. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.

Die Informationen, die Florian H. im Januar 2012 dem LKA lieferten, zeugen durchaus von Brisanz. Zum Teil sind sie im Abschlussbericht des Berliner NSU-Untersuchungsausschusses nachzulesen. So hatte der 21-Jährige den Hinweis zu einer mysteriösen „Neoschutzstaffel Öhringen“ (NSS) gegeben, die neben dem NSU die „zweite radikalste Gruppe“ in Deutschland stelle. Es habe sogar ein Treffen zwischen NSS und der NSU-Terrorzelle gegeben. H.s Angaben hätten allerdings noch nicht verifiziert werden können, heißt es im Bericht weiter.

Offenbar wurde der junge Mann wieder wichtig, denn das LKA drängte auf das erneute Treffen, bestätigt Sprecher Horst Haug. Es gebe aber keinen Zusammenhang zu dem Tod. Das Innenministerium bestätigte gestern, dass sich Florian H. im Ausstiegsprogramm „Big Rex“ für Rechtsextreme befand. Es gebe Hinweise, dass er sich nie von der rechten Szene getrennt habe.

Die Polizei sieht den Fall dennoch ganz klar als Suizid – obwohl es keinen Abschiedsbrief gibt, wie Thomas Ulmer bestätigt. „Wenn ein Zeuge sieht, wie ein Auto in Flammen aufgeht und keine weitere Person in der Nähe ist, dann ist die Sache für uns klar.“ Das Auto sei gegen 7 Uhr von einer Streife zwischen Wasen und Mercedes-Teststrecke gesehen worden – mit einer Person darin. Zwei Stunden später habe ein Zeuge das brennende Fahrzeug gemeldet. Die Ermittler fanden Reste von Brandbeschleuniger im Wrack.

Am Ort des Geschehens verteilen sich im Umkreis Fahrzeugtrümmer – es hatte auch eine Explosion gegeben. Die Behörde bestätigt das. Die Mutter des Verstorbenen zweifelt an einem Suizid, wie sie in einem Internetforum schreibt: „Er hatte so viele Träume, Wünsche und Ziele. Wer ihn gekannt hat, geht nicht von einem Suizid aus.“ Für den Anwalt Yavuz Narin, Nebenklägevertreter im Münchner NSU-Prozess, klingt der Fall suspekt. „Die Ermittler haben sich zu schnell auf Suizid fixiert“ – ebenso, wie zunächst ein rechtsradikaler Hintergrund bei den NSU-Morden ausgeschlossen wurde.

Baden-Württemberg brauche dringend einen eigenen Untersuchungsausschuss.
www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/NSU-Ermittlungen-Raetselhafter-Suizid-in-Bad-Cannstatt;art1158742,2246314




Es gibt jetzt verschieden aussagen - zuerst explosion, dann brand und erst brand dann explosion.
„Wenn ein Zeuge sieht, wie ein Auto in Flammen aufgeht und keine weitere Person in der Nähe ist, dann ist die Sache für uns klar.“
super aussage von dem kollegen. Wie war das mit dem fahrrad in der keupstrasse? Hat sich das selber in die luft gesprengt, weil B & M nicht in der nähe waren ^^?


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armleuchter
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NSS - Was wisst Ihr darüber?

23.10.2013 um 11:02
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Zeuge-im-Auto-verbrannt-Was-wusste-Florian-H-ueber-Heilbronner-Polizis...

Wieder aus der SWP:
Stuttgart
3 Kommentare
Zeuge im Auto verbrannt: Was wusste Florian H. über Heilbronner Polizistenmord?

Ein im Auto verbrannter Zeuge und viele Fragen: Florian H. behauptete, er wisse, wer den Heilbronner Polizistenmord begangen hat - Monate, bevor die Terror-Zelle NSU aufflog. Das belegen Akten der Polizei.
THUMILAN SELVAKUMARAN | 15.10.2013
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Das ausgebrannte Auto am Rande des Cannstatter Wasens. Am 16. September verbrennt darin Florian H. aus Eppingen. Er war auf dem Weg zum LKA in Stuttgart, wo er über Neonazigruppierungen in der Region aussagen sollte.

Foto: 7aktuell

Das ausgebrannte Auto am Rande des Cannstatter Wasens. Am 16. September verbrennt darin Florian H. aus Eppingen. Er war auf dem Weg zum LKA in Stuttgart, wo er über Neonazigruppierungen in der Region aussagen sollte. 1 von 11
Vor

Florian H. verbrennt am 16. September am Rande des Cannstatter Wasens im Auto. Die Ermittler gehen von einem Suizid aus. Der 21-Jährige habe Brandbeschleuniger verteilt und sich selbst angezündet. "Daher ermitteln wir nicht mehr weiter", so Polizeisprecher Thomas Ulmer. Am Tage seines Todes sollte der Eppinger (Kreis Heilbronn) vom Landeskriminalamt (LKA) an einem geheimen Ort bei Stuttgart befragt werden. Es ginge um seine Kenntnisse "über rechtsextremistische Strukturen", erklärten Staatsanwaltschaft, Polizei und LKA in einer Presseerklärung.

Das ist nur die halbe Wahrheit, wie sich nun herausstellt. Die SÜDWEST PRESSE hatte Einsicht in geheime Dokumente der Sonderkommission "Parkplatz", die nach dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter (2007) in Heilbronn eingerichtet wurde. Demnach vertraute sich Florian H. 2011 Mitschülern einer Krankenpflegeschule an: Er wisse, wer die Polizistin getötet hat.

Ein Informant aus dem nahen Umfeld, der namentlich nicht genannt werden will, schildert unserer Zeitung: H. habe bereits im Mai 2011 Neonazis als Täter erwähnt. Welche Namen, daran könne er sich nicht erinnern. Der damals 18-jährige H. habe sich zu jener Zeit stark der Szene zubewegt, sich die Haare geschoren, typische Kleidung getragen. Der rechtsextreme Hintergrund des Polizistenmords war damals noch völlig unbekannt. "Wir haben dies daher als schizophrene Verhaltensweise abgetan und gedacht, der Florian will sich nur wichtig machen", sagt sein Bekannter.

Erst, als die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) am 4. November 2011 mit dem Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aufflog - sie brachten sich im brennenden Wohnwagen in Eisenach um -, wurde die Brisanz um die Äußerungen Florian H.s ersichtlich. Laut Ermittlungsakte erfuhr die Soko am 22. November 2011 von den Hinweisen. Am 17. Januar 2012 wurde H. vom LKA erstmals vernommen - laut Protokoll ohne nennenswerte Ergebnisse.

Er habe aber von einer gemeinsamen Veranstaltung der "beiden radikalsten Gruppen Deutschlands" im Haus der Jugend in Öhringen (Hohenlohekreis) gesprochen: der "Neoschutzstaffel" und der NSU. Dies habe sich, heißt es im Dokument, aber nicht belegen lassen.

Der Informant berichtet, dass Florian H. damals immer wieder von einer radikalen Gruppierung im Raum Brackenheim/Öhringen erzählt habe. Es habe sogar einen Mord an einem Ausländer gegeben, für den diese Kreise verantwortlich gewesen sein sollen. "Wir dachten, Florian ist größenwahnsinnig", so der Informant.

Das Umfeld Florian H.s habe sich dann um den Kontakt zum Aussteigerprogramm "Big Rex" für Rechtsextreme gekümmert. Das Innenministerium bestätigt die Teilnahme von H. am Programm - es gebe aber Hinweise, dass sich der 21-Jährige nie von der Szene getrennt habe.

Wieso sind die Ermittler den Hinweisen nicht nachgegangen? Aus dem Abschlussbericht des Berliner NSU-Untersuchungsausschusses wird deutlich, dass die Soko "Parkplatz" dem "Mitläufer aus der rechten Szene" nicht geglaubt hat. In der Zusammenfassung des LKA-Protokolls heißt es dazu: "Im Ergebnis ist festzustellen, dass H. nach eigener Aussage den/die Täter des Polizistenmords nicht kennt". Marcus Köhler, Sprecher der Generalbundesanwaltschaft, teilt dazu mit: "Seine lediglich vagen und teilweise widersprüchlichen Angaben haben sich nach Überprüfung als nicht tragfähig erwiesen." Daher sei H. nicht als Zeuge im Münchner NSU-Prozess geladen gewesen.

Dennoch: 20 Monate nach der ersten Vernehmung drängte die Ermittlungsgruppe "Umfeld" des LKA auf ein erneutes Treffen. LKA-Sprecher Horst Haug erklärt den Schritt damit, dass Hinweisgeber "zur Sicherheit nochmals befragt werden". Alle? "Nicht alle - nur wenn konkrete Fragen bestehen."

Der junge Mann, der wegen verschiedener Vorfälle die Ausbildung zum Krankenpfleger 2011 nach einem Jahr beenden musste, arbeitete zwischenzeitlich bei einer Baufirma im Remstal. Dennoch kam er am 16. September nach Cannstatt, stellte sein Auto ab - 700 Meter entfernt vom LKA. Gegen 7 Uhr will eine Streife das Fahrzeug nahe dem Wasen bemerkt haben, mit einer Person darin. Um 9 Uhr meldet ein Passant das brennende Auto. Die Feuerwehr entdeckt die Leiche im Wrack. Um 17 Uhr hätte er sich mit Beamten des LKA treffen sollen.

War es Suizid? Die Polizei sagt ja. Die Mutter hat Zweifel, äußert dies auch im Internet. Der Informant beschreibt Florian H. als labil, versteht aber auch die Zweifel der Mutter. "Mein erstes Gefühl sagte mir, jetzt haben sie ihn doch noch gekriegt."
@kleinundgrün
deine sicht würde mich interessieren. ich bin sicher keine verschwörungstheoretiker, aber dieser fall ist nicht koscher.


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NSS - Was wisst Ihr darüber?

23.10.2013 um 14:19
armleuchter schrieb:deine sicht würde mich interessieren. ich bin sicher keine verschwörungstheoretiker, aber dieser fall ist nicht koscher.
Ich kann mangels Kenntnis der Details nicht allzu viel dazu sagen.
Ist es denkbar, dass Florian H. von Leuten aus der Neonaziszene ermordet wurde? Klar. Aber warum ermittelt die Polizei nicht? Wollen sie die Täter schützen? Möglich. Aber gerade wenn der öffentliche Fokus derart auf diese Fälle und auch auf vorangegangene Ermittlungspannen gerichtet ist, werden die Behörden diese fälle besonders gründlich prüfen. Und eine Selbsttötung, die wie ein Mord aussieht, erregt besonderes Augenmerk. Da sollte die Begründung, dass es definitiv eine Selbsttötung war, schon sehr plausibel sein. Es müssten also eine Menge Leute involviert sein, damit das durch ginge. Denkbar, aber wenig wahrscheinlich.

Ist es denkbar, dass Florian H. von Leuten aus der Regierung ermordet wurde? Auch möglich. zumindest wenn man unterstellt, dass hier Geheimorganisationen herum laufen, die willkürlich und ohne Rechtfertigung Leute ermorden. Aber warum töteten sie nicht gekonnter? Warum nicht einen Mord der Naziszene vortäuschen? Oder eine plausible Selbsstötung? Warum ein Szenario, bei dem es dem Anschein nach "nicht koscher" aussieht? Alles Dilettanten? Möglich, aber auch nicht sehr wahrscheinlich.

Insgesamt kann es natürlich ein Mord gewesen sein und weite Kreise vertuschen diesen nun. Aber so richtig plausibel ist es nicht.


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NSS - Was wisst Ihr darüber?

25.10.2013 um 13:48
Hmm, ich hab' jetzt letztens nochmal 'nen Blog-Artikel geschrieben über den Fall. Inhaltlich nichts neues für euch, aber nur falls es jemand mal lesen bzw. zur Kenntnis nehmen will. ;)

http://www.thorschten.blogspot.de/2013/10/der-fall-florian-h.html


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armleuchter
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NSS - Was wisst Ihr darüber?

25.10.2013 um 20:05
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Aber warum töteten sie nicht gekonnter? Warum nicht einen Mord der Naziszene vortäuschen? Oder eine plausible Selbsstötung? Warum ein Szenario, bei dem es dem Anschein nach "nicht koscher" aussieht? Alles Dilettanten? Möglich, aber auch nicht sehr wahrscheinlich.
Der grad der perfektion hängt in der regel von der zur verfügung stehenden zeit ab. möglich wäre dass die mörder erst kurfristig vom treffen mit der soko erfahren haben und daher schnell - d.h. eben nicht perfekt handeln mußten. so wie der BVS am 11.11 bei seiner aufgeflogenen aktenvernichtungsorgie eben auch.
desweiteren löst ein selbstmor deutlich weniger aufregung aus als ein mord unter nazis. Sieht man ja in dem fall. das wurde ohne größere aufregung abgehakt und nur einige wenige spinner wie ich haben zweifel.

Ich glaube allerdings nicht dass der kreis der mitwisser sehr groß sein muß. Da reicht ein "ermittlungsverbot von hoher stelle" im zweifel aus.
Der NSA skandal wurde im august ja auch von IM frierich für "beendet" erklärt - ohne dass irgen etwas aufgeklärt war.

@Thorsten90

wichtig erscheint mir noch die mail von florian H (?) an zschäpe die von moser in kontext erwähnt wird. Da wüßte ich gerne mehr darüber.

@abilon50
schreibst du hier noch mit?


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NSS - Was wisst Ihr darüber?

26.10.2013 um 11:29
Würde ich ja gerne, aber deine Meinung ist mir zu voreingenommen, ich denke du verstehst nicht was ich dir sagen möchte. Die Einträge in deinem Block stimmen teilweise aber es sind auch falsche Behauptungen dabei.


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NSS - Was wisst Ihr darüber?

27.10.2013 um 05:54
Manche hier haben ein recht buntes Bild von der "Neonaziszene" in der BRD. Als würden geheime Kräfte in langen Mänteln umherstreifen, auf der Suche nach Opfern für ihre Mordlust und Rassenwahn.

Die Realität sieht freilich anders aus. Auf der einen Seite stehen die historischen Nationalsozialisten, wo aber auch schon nicht alles in einer Linie aufgestellt werden konnte. Manch ein Nationalsozialist bezeichnete sich Zeit seines Lebens als "Linken" oder sah sich als Sozialist der vorrangig für das eigene Volk eingetreten ist. Manch einer war durch und durch Nationalist, oftmals noch geprägt durch die Monarchie und empfand die sozialistische Komponente nur als Modernisierung alter Politik.
Dazwischen geisterten natürlich auch die Rasseverrückten und "Hitleristen" herum auf welche die Medien gerne alle Nationalsozialisten reduzieren.

Und das gleiche "Problem" gibt es natürlich auch in der heuten Bewegung der Nationalsozialisten oder wie sie die Medien oft nennen "Neonazis".
Nationalsozialismen gibt es scheinbar genauso viele wie Nationalsozialisten und während sich manche noch an ein Programm einer verbotenen Partei gebunden fühlen gehen andere ganz andere Wege, sehen sich weder an Adolf Hitler noch an die Vergangenheit der NSDAP gebunden.

In vorherigen Beiträgen wurden Unterschiede zu Patrioten oder Nationalisten erwähnt. Auch ein Patriot kann Nationalsozialist sein, wahrscheinlich ist der reine Nationalist genau genommen weiter vom Nationalsozialismus entfernt als der Normalbürger der vielleicht Sozialdemokrat ist weil diesem die soziale Komponente fremd ist.

Die Strömungen der Bewegung sind keine Geheimsache und spiegeln sich auch in deren Parteien wieder. Die NPD lockt Nationalisten und Patrioten, gibt sich selbst einen Demokratischen Anstrich, ordnet sich aber in der BRD ein. "Die Rechte" geht da schon einige Schritte weiter und dazwischen sitzen diverse Gruppen und Szenen die man kaum alle aufzählen kann.

Was es aber mit Sicherheit nicht gibt, ist ein militantes Flügel. Wenn es zu Vorfällen mit Waffen kommt sind das in der Regel Einzelfälle die immer wieder von den Medien aufgebauscht werden.

Vor etlichen Jahren spielte in meiner Stadt einmal ein Mann mittleren Alters verrückt und demolierte mit seinem Auto diverse Scheiben, Bauwerke und bedrohte am Ende sogar den Bürgermeister, griff später einen Gastwirt und danach die Polizei an.
Begleitet wurde er von zwei Freunden, alle waren dem Linken Spektrum zuzuordnen und er selbst ein Grüner.

Wäre aber nun irgendeine Journalist auf die Idee gekommen das es sich hier um eine Aktion der Grünen gehandelt hat? Hätte ein Staatsanwalt behauptet dass die Linke Szene hinter dieser Aktion gestanden hat?

Daher ist es fast schon drollig wenn Skinhead XY irgendwo auf einem Zeltfest eine Schlägerei anzettelt, am Ende eine ganze politische Bewegung dafür verantwortlich gemacht wird.

Aus der RAF haben viele gelernt, natürlich auch die Nationalsozialisten von heute. Bis auf einige Einzelgänger kann man also feststellen dass keiner ein Interesse an einem militanten Vorgehen gegen die Republik hat. Ebenso haben Urteile gegen Küssel und Co. gezeigt das dieses Vorgehen weder in die Herzen der Bevölkerung, noch in eine positive Position gegenüber dem Staat bringt.

Franz Fuchs ist hier ein Beispiel, auch er erfand eine "Bajuwarische Befreiungsarmee" und der ein oder andere mag daran geglaubt haben. Menschen in ganz Österreich wurden auf den Verdacht hin verhaftet und saßen lange Zeit unschuldig in Haft. Und auch wenn Franz Fuchs im Volk sehr verhasste Ziele ausgewählt hat, es brachte keine Sympathie im Volk. Zwar hasste man in ganz Hartberg den damaligen Pfarrer, eine Bombe wünschte man dem aber nicht. Zwar waren und sind die Roma in Oberwart verhasst, wegsprengen will man diese aber nicht.

Das sich Menschen abkapseln, irgendwann militant werden passiert wohl in jeder politischen Bewegung. So zünden Linksextreme seit vielen Jahren Fahrzeuge und Kasernen der Bundeswehr an, bekennen sich dazu sogar in Briefen. Aber die Polizei gibt dazu nichts bekannt, die Medien berichten nicht darüber, kein Mensch will "die Linke" verbieten. Dreht jedoch ein "Nationalsozialist", oder jemanden den man dafür halten könnte am Rad, dann fängt die Maschine in der BRD an zu arbeiten. Mysteriöse Ermittler verwanzen Autos, Spione werden ausgesendet, V-Männer eingeschleust und die Medien überschlagen sich mit Meldungen die oft nur auf Vermutungen beruhen.

Daher sollte man vorsichtig sein wenn man Dinge wie eine "NSU", "BAF" oder eine "NSS" konstruiert. Bei der NPD, Der Rechten, bei den Reps und ebenso bei den meisten Szeneablegern in diese Richtung findet man ganz einfach Kontakt über deren Internetseiten. Das ist dann weniger spannend, gar nicht geheim und hat auch nichts mit Terrorismus zu tun.
Wegen einzelner Personen, eine ganze Bewegung, eine ganze Weltanschauung oder gar ein ganzes Volk an den Pranger zu stellen ist zwar eine bequeme Möglichkeit sich eine geistige Schublade zu bauen. Die Wirklichkeit ist dann aber sehr ernüchternd, aber manche leben eben gerne in einer Traumwelt. Politiker und die meisten Medien freuen sich darüber.

Wirklich interessant wären die Personenkreise welche solche Geschichten aus dem Hut zaubern. Die aus rechtsradikalen Musikern gleich Terroristen machen, Parteien unterwandern und die eigenen Bürger mit Verfahren ausspionieren wo selbst der NSA erbleichen muss. In Österreich war es zum Beispiel die Stapo, über die man bis heute so gut wie nichts erfahren hat. In der BRD gibt es ebenso merkwürdige staatliche Personenkreise die der Matrix alle Ehre machen würden.


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28.10.2013 um 08:14
armleuchter schrieb:desweiteren löst ein selbstmor deutlich weniger aufregung aus als ein mord unter nazis.
Das ist aber Unsinn. Ein plausibles Tatgeschehen löst immer weniger "Aufregung" aus. Nur wenn man sich etwas nicht erklären kann, dann beginnt man zu zweifeln.
armleuchter schrieb:Ich glaube allerdings nicht dass der kreis der mitwisser sehr groß sein muß. Da reicht ein "ermittlungsverbot von hoher stelle" im zweifel aus.
Wie kommst Du darauf? Warum sollen Staatsanwälte und Richter einfach so ihre Pensionen riskieren, indem sie eine rechtswidrige Anweisung ausführen, nur weil sie "von oben" kommt?
armleuchter schrieb:Der grad der perfektion hängt in der regel von der zur verfügung stehenden zeit ab. möglich wäre dass die mörder erst kurfristig vom treffen mit der soko erfahren haben
alles möglich. Aber eben sehr unwahrscheinlich.


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armleuchter
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28.10.2013 um 10:45
@kleinundgrün

zu 1. Halte ich nicht für unsinn - ein mord unter neonazis, dazu ggf mit einer verbindung zum NSU prozess wäre auch überregional eine riesen medienthema gewesen. Dieser "selbstmord" ist medial quasi nicht vorhanden.


zu 2.
kleinundgrün schrieb:Wie kommst Du darauf? Warum sollen Staatsanwälte und Richter einfach so ihre Pensionen riskieren, indem sie eine rechtswidrige Anweisung ausführen, nur weil sie "von oben" kommt?
Mit verlaub - ist das nicht ein wenig sehr naiv gedacht? Hast du mitbekommen wieviele präsidenten und Mitarbeiter der verfassungsämter rechtswidrige anweisungen gegeben und ausgeführt haben ? Allein 4 Präsidenten hat die NSU-Saga den job gekostet.

zu 3. Alles andere als Unwahrscheinlich. Die ganze NSU Saga beruht ja darauf, dass Behörden sich angeblich nicht gegenseitig über ihre erkenntnisse unterichtet haben. Aber hier soll es unwahrscheinlich sein, dass die Soko Umfeld zB den Verfassungsschutz oder das BKA nicht informierte?


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28.10.2013 um 10:46
@doejohn
doejohn schrieb:Was es aber mit Sicherheit nicht gibt, ist ein militantes Flügel.
Oha. Schon mal was von Combat 18 gehört?


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28.10.2013 um 10:51
armleuchter schrieb:Mit verlaub - ist das nicht ein wenig sehr naiv gedacht?
Nein.
armleuchter schrieb: Hast du mitbekommen wieviele präsidenten und Mitarbeiter der verfassungsämter rechtswidrige anweisungen gegeben und ausgeführt haben ? Allein 4 Präsidenten hat die NSU-Saga den job gekostet.
Es gab Ermittlungspannen und widerrechtliche Anweisungen. Und ist es heraus gekommen? Ja. Hat es Konsequenzen für die Handelnden gehabt? Ja. Ist es wahrscheinlich, dass ein Staatsanwalt, Polizist oder Richter seine Pension riskiert, nur um wissentlich einer unbegründeten rechtswidrigen Anweisung Folge zu leisten? Nicht sehr lebensnah.
armleuchter schrieb:zu 3. Alles andere als Unwahrscheinlich. Die ganze NSU Saga beruht ja darauf, dass Behörden sich angeblich nicht gegenseitig über ihre erkenntnisse unterichtet haben. Aber hier soll es unwahrscheinlich sein, dass die Soko Umfeld zB den Verfassungsschutz oder das BKA nicht informierte?
Wir reden hier von gezielten Liquidationen. Denkst Du nicht, dass solche Akteure da mehr Sorgfalt walten ließen? Also ich schon.
armleuchter schrieb:ein mord unter neonazis, dazu ggf mit einer verbindung zum NSU prozess wäre auch überregional eine riesen medienthema gewesen.
Denke ich nicht. Die Selbsttötung wird ja auch mit dem NSU-Prozess in Verbindung gebracht. Warum sollte ein Mord da mehr Aufmerksamkeit generieren?


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armleuchter
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28.10.2013 um 12:00
kleinundgrün schrieb:Es gab Ermittlungspannen und widerrechtliche Anweisungen. Und ist es heraus gekommen? Ja. Hat es Konsequenzen für die Handelnden gehabt? Ja. Ist es wahrscheinlich, dass ein Staatsanwalt, Polizist oder Richter seine Pension riskiert, nur um wissentlich einer unbegründeten rechtswidrigen Anweisung Folge zu leisten? Nicht sehr lebensnah.
Ist alles herausgekommen? nein (sagt zumindest der PUA selbst!)

Hat es konsequenzen für alle handelnden gehabt? Nein! die zurückgetretenen mußten vielmehr eingestehen, dass sie ihren eigenen laden nicht im griff hatten

Die illegale aktenvernichztungsorgie ist doch das beste beispiel, dass viele beamte bereit waren rechtswidrige anweisungen zu geben bzw auszuführen!


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28.10.2013 um 12:19
armleuchter schrieb:Die illegale aktenvernichztungsorgie ist doch das beste beispiel, dass viele beamte bereit waren rechtswidrige anweisungen zu geben bzw auszuführen!
Sie ist ein Beispiel dafür, dass Leute, die einen Fehler gemacht haben, ihren Arsch retten wollten, indem sie Akten vernichteten. Sie ist kein Beispiel dafür, dass rechtswidrige Befehle blind umgesetzt würden.


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armleuchter
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30.10.2013 um 16:06
@kleinundgrün

nein. leute die fehler gemacht hatten gaben hier DRITTEN rechtswidrige anweisungen die von diesen befolgt wurden - wenn auch zum teil nach längerem widerspruch!
kleinundgrün schrieb:Wir reden hier von gezielten Liquidationen. Denkst Du nicht, dass solche Akteure da mehr Sorgfalt walten ließen? Also ich schon.
Ich nicht unbedingt. Es gibt geheimdienste mit wesentlich größerer tötungserfahrung wie zB den mossad - und trotzdem passieren denen anfängerfehler.

Dies hier ist zB unglaublich^^ :


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armleuchter
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30.10.2013 um 17:30
abilon50 schrieb:Es war Mord, ausgeführt durch unseren Staatsschutz, kein Selbstmord,
warum wurden die Ermittlungen so gesteuert das es wie Selbstmord aussieht?
@abilon50

Das ist eine gute frage. Wenn hier von staatlicher seite aus etwas vertuscht wird muß es gründe dafür geben.

Aus meiner sicht ist folgendes denkbar:

1) Staatliche stellen haben in der NSU-Geschichte OFFENSICHTLICH etwas zu verheimlichen. Dies zeigt sich in der Aktenvernichtungsorgie und im nahzu mafiösen Aussageverhalten ("könnte sein , aber ist mir nicht erinnerlich) von deutschen Beamten vor dem paralmentarischen untersuchungsausschuß. Denkbar ist zB dass NSU mitglieder selbst V-leute waren oder aber in sehr enger verbindung mit V-leuten standen. Die hinweise hierauf sind - trotz exzessiver aktenvernichtung - zahlreich.

2) Innerhalb des NSU-komplexes ist der mord von heilbronn besonders mysteriös. Es ist der mord bei dem am meisten gegen Bönhardt und Mundlos als täter bzw als einzeltäter spricht. ich nenne hier als beispiel nur die veröffentlichten phantombilder, von denen kein einziges eine ähnlichkeit zu bönhardt und mundlos aufweißt.
Desweiteren ging die soko parkplatz selbst von bis zu 6 tätern aus.
Auch den Stern-artikel über eine verwicklung ausländischer geheimdienste in diesem fall sollte man im auge behalten.
M.a.W. : Offensichtlich gab und gibt es auch hier einiges zu verheimlichen.

3) An dieser stelle kommt florian ins spiel. Angeblich hatte er gegenüber dritten geäußert, dass er
a) etwas über den NSU bzw eine Treffen von NSU und NSS weiß
b) dass er etwas zu den mördern von nicole kiesewetter weiß

4) Florian gab also vor , zu genau den beiden themenkomplexen etwas zu wissen bei denen es staatliche vertuschungsversuche gab und gibt. Hierzu sollte er am tag seines todes erneut befragt werden. Ggf. wußte florian zu viel - oder jemand fürchtete zumindest, dass er zu viel wußte.

5) Florian kam nicht mehr dazu etwas auszusagen. Wenn eine staatliche stelle in den "selbstmord" involviert war, liegt es nahe , dass andere staatliche stellen dies nicht aufklären dürfen. Siehe V. Bouffiers verhalten rund um den verfassungsschützer temme. Ähnliches ist auch hier denkbar.


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NSS - Was wisst Ihr darüber?

31.10.2013 um 16:46
@kleinundgrün

hier das beispiel wie in hessen aufklärung be- bzw verhindert wird:
Das Internetcafé ist am 6. April 2006 durchschnittlich besucht, als ein Mann das Geschäft gegen 17 Uhr betritt, an die Theke tritt, eine Pistole mit Schalldämpfer zieht und kurz darauf mit zwei Schüssen in den Kopf den Internetbesitzer Halit Yozgat schwer verletzt. Halit Yozgat stirbt noch am Tatort.


Die Mordkommission sichert kurze Zeit später den Tatort. Man hält die Personalien der noch anwesenden Internetbesucher fest, sichert die Spuren, die Internetbenutzerdaten.

Dem Aufruf der Polizei, sich als mögliche ZeugInnen des Mordes zu melden, folgen fünf Personen, die einen weiteren Besucher erwähnen. Die Polizei kann die Identität dieser Person feststellen: Es ist Andreas Temme. In den ersten Vernehmungen stellt sich Andreas Temme als Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes vor und erklärt, er habe zur fraglichen Zeit in einem Erotik-Portal gesurft. Das sei auch der Grund gewesen, sich nicht als möglicher Zeuge zu melden. Weiterhin behauptet er, dass er weder von dem Mord etwas mitbekommen, noch den Täter gesehen habe.

Mit diesen Aussagen macht sich die Mordkommission an die Arbeit. Sie bringt in Kenntnis, dass Andreas Temme neben behaupteter ›Chat-Affäre‹ zur selben Zeit im operativen Einsatz war. Auf seinem Handy werden Verkehrsdaten sichergestellt, die belegen, dass er sowohl vor als auch nach seinem Internetbesuch Telefonkontakt zu Neonazis hatte. Unmittelbar zuvor hatte er »mit einem von ihm geführten V-Mann aus der Kasseler Neonazi-Szene telefoniert.« (FR vom 8.6.2012). Genau jener Neonazi war nach Informationen der Frankfurter Rundschau vor seiner Anwerbung »dreimal bei Kundgebungen in Thüringen« (FR vom 24.11.2011)

Damit konfrontiert, erklärt Andreas Temme, dass er V-Mann-Führer dieses Neonazis sei. Um aufzuklären, welche Rolle diese Telefonate mit Neonazis spielen, während zeitgleich ein türkischer Internetcafebesitzer ermordet wurde, beantragt die Polizei Aussagegenehmigungen für den vom VS-Mitarbeiter Temme geführten Neonazi. Diese Amtshilfe wird zuerst vom Chef des hessischen Verfassungsschutzes, wenig später vom Hessischen Innenminister Volker Bouffier abgelehnt: »Ich bitte um Verständnis dafür, dass die geplanten Fragen … zu einer Erschwerung der Arbeit des Landesamtes für Verfassungsschutz führen würden.«

Auch weigerte sich der Innenminister und heutige Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in einer Innenausschusssitzung vom 17. Juli 2006, zum Stand der Ermittlungen Stellung zu nehmen. Dermaßen mit Verschleierungen der Umstände konfrontiert, laufen alle Bemühungen der Aufklärung ins Leere. Dermaßen beschützt und abgeschirmt, werden die Ermittlungen gegen den VS-Mann Temme im Januar 2007 eingestellt. Eine Meisterleistung in Sachen Behinderung der Aufklärung und des Verschwinden-Lassens von taterheblichen Beweismitteln. ...


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