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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

51 Beiträge, Schlüsselwörter: Zerfall, Halbwertszeit, Radioactivity

Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

05.01.2019 um 19:17
Hallo @weißichnixvon , hallo @alle !
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Bin mir noch nicht ganz sicher, ob du das evtl. nicht doch ironisch meinst, aber falls nicht:
Bei mir mischt sich manchmal böser Sarkassmus unter eine rein nüchterne Betrachtung der Sachlage. Irgendwie ist Sarkassmus auch eine Nebenwirkung, mit der jeder "nüchtern (analytisch) denkende Mensch rechnen muß. Das hängt zusammen, wie Alkohol trinken und Fettleber.
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Ist es das, was dir hier die meisten Sorgen bereitet? Was aus dem Homo Novus wird? Ich würde mir eher Gedanken darüber machen, was los sein könnte, wenn ein Homo ?Sapiens? einen Teil der momentan vorhandenen ca. 500 000 t in die Finger bekommt, und irgendeinen Terrorunfung damit anstellt.
Das auch !

Nach meinem Kenntnisstand enthalten ausgediente Brennelemente noch ca. 1% Plutonium und die kritische Masse für den Bau einer Atombombe liegt bei 10 kg. Wenn die 8 Castoren, die ich auf den Filmaufnahmen der Gorlebentransporte zählen konnte, alle voll (10 T.) nach Frankreich gingen, war da der Rohstoff für 6 - 8 Atombomben drin.

Nach der "überaus weisen" Entscheidung die Aufarbeitung zu stoppen liegt dieser Rohstoff zukünftig in einem Endlager, dessen Lage wahrscheinlich bekannt und leicht zugänglich ist. Sollte da mal ein "Homo Gegenwartus" wie der gute, alte Addi oder Idi Amin auftauchen wäre das für ihn ein "Geschenk des Himmels". Der bräuchte sich nur zu bedienen.


Gruß, Gildonus


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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

05.01.2019 um 19:32
@Gildonus
Das Aufbereiten des Muells ist sehr aufwaendig und langwierig. Macht fuer solche Leute keinen Sinn!
Aber so ein Fass Atommuell auf ein Hochhaus gestellt mit Sprengstoffguertel drumherum als "Dreckbombe/Dirtbomb" verstrahlt viel mehr und macht kaum Muehe noch brauchts technisch hochwertige Anlagen dazu. Darin sehe ich eine Gefahr die jeder Ziegenreiter ausloesen kann ;)


:mlp:


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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

05.01.2019 um 19:38
все будет хорошо ...

https://www.ariva.de/news/russland-will-mit-einem-neuen-brennstoff-die-atomenergie-7334037


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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

06.01.2019 um 12:54
@Peter0167
Aber so richtig geht aus dem Artikel auch nicht hervor was der neues sichere Brennstoff ist. Mit kommt es so vor als hätte da ein Jounalist mit unklaren Äußerungen immer wieder vertuschen wollen dass er eigentlich nichts weiß. Und Wasserstoff kann sich auch bei Chrom-Nickel-Molybdän-Stählen bilden. Das Eisen reagiert mit dem moderierendem Wasser zu Eisenoxid und es bildet sich Wasserstoff.

@Gildonus
Transmuting mag ja eine schöne Sache sein. Aber wenn es das Kernkraftwerk gegenüber den Regenerativen unwirtschaftlich macht, dann kann man auch diese fördern. Sorgt wenigstens für höhere Beschäftigung und es können sich schwerer Monopole in der Energiewirtschaft bilden.


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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

06.01.2019 um 13:38
Zitat von BettmanBettman schrieb:Aber wenn es das Kernkraftwerk gegenüber den Regenerativen unwirtschaftlich macht, dann kann man auch diese fördern.
Nimmt man europäische Standards (zB. Hinkley Point C) als Vergleich sind regenerative Erzeuger auch ohne Wiederaufbereitete Brennelemente deutlich wirtschaftlicher als AKW, Müllproblematik und Rückbau noch außen vor gelassen,
Laut BBC würde ein garantierter Mindestpreis unterhalb von 90 Pfund/MWh dazu führen, dass das Kernkraftwerk Verluste schreibt.[11][16][17][18] Insgesamt wird das Kraftwerk mit 100 Milliarden € durch Großbritannien subventioniert.
Wikipedia: Kernkraftwerk Hinkley Point#Hinkley Point C

Außer den Chinesen baut ja auch kaum noch wer AKW und ob bei den Chinesen die Sicherheit der Reaktoren vergleichbar mit europäischen is weiß ich zwar nich, bin aber zumindest etwas skeptisch.

mfg
kuno


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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

06.01.2019 um 13:55
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Außer den Chinesen baut ja auch kaum noch wer AKW und ob bei den Chinesen die Sicherheit der Reaktoren vergleichbar mit europäischen is weiß ich zwar nich, bin aber zumindest etwas skeptisch.
Naja, sind schon noch ein paar Reaktoren die da gebaut werden. Auch wenn die Chinesen die meisten bauen. Ich hab mal in meine Unterlagen geschaut (Vorlesung war 2013, also nicht mehr ganz so aktuell), da werden schon weltweit noch einige Kapazitäten zugebaut: Spoiler
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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

06.01.2019 um 14:02
@Bettman

Stimmt, hatte ich falsch in Erinnerung, aber die große Masse von China, Indien und Russland, die alle auch Nuklearwaffen besitzen und die Reaktoren ggf. auch zum anreichern benötigen.
Wie auch immer, ich bezweifle mal, dass die neugebauten Reaktoren wirtschaftlich und sicher sein werden.

mfg
kuno


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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

06.01.2019 um 14:38
Hallo @syndrom , hallo @alle !


Warum will man eine Problem den einfach, kostengünstig und sicher lösen, wenn man es auch teuer und gefährlich haben kann?

Der Plan Brennelemente nicht mehr aufzuarbeiten sondern als Ganzes in ein Endlager zu geben, läuft auf eine Art teurer "Selbstbedienungsladen" für Despoten und Terroristen hinaus. Man wird den auf jahrtausende hinaus bewachen müssen und wenn mal die staatliche Ordnung zusammen bricht, hat man ein ernstes Problem. Dabei ist es egal ob es den "Homo Novus" trifft oder den "Homo Preasentus".


Gruß, Gildonus


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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

06.01.2019 um 16:00
@Gildonus
Weil die Wiederaufbereitung weder einfach, noch kostengünstig, noch sicher ist.


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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

07.01.2019 um 13:32
Zitat von rolly22rolly22 schrieb am 04.01.2019:Ganz anders ist es jedoch wenn ein Alphastrahler in den Körper gelangt. Dann fällt der Schutz der Haut weg und der Alphastrahler wirkt direkt auf die Zellen in der Nähe. Dadurch kommt die volle Energie eines "herumfliegenden" Heliumkerns zu tragen mit allen zellschädigenden Konsequenzen. Dies bedeutet, dass man auch auf solchen, strahlungsmäßig eigentlich beherrschbaren, Abfall (und in diesem Fall sogar eine lange lange Zeit) gut aufpassen muß.
naja da ist auch die Frage ob dies dann ausreicht überhaupt Schäden anzurichten, bevor es wieder aus dem Körper raus ist.
oder verbleibt es da dann länger wenn man es bspw. über die Nahrung aufnimmt?

Was das Problem des Mülls angeht....kann die einzig vernünftige Lösung nur lauten: komplett weg von der Erde, also ins All.
Es brauchte halt eine sehr sichere Technologie womit man es halt hoch transportieren könnte. Evt. ein hypothetischer Weltraumaufzug.
oder von mir aus auch eine speziell konstruierte Rakete, in der der Müll so gelagert wird, dass bei einer Explosion und Rückfall auf die erde alles sicher in den Behältern verbleibt. Das geht bestimmt irgendwie.


oder...noch eine weitere Möglichkeit, so tief bohren, bis man das flüssige unter dem Erdmantel erreicht, und alles ins Erdinnere leiten, da da ja sowieso Radioaktivität herrscht.
Also es gibt schon Alternativen.


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Radioaktiver Zerfall - Halbwertszeit

07.01.2019 um 20:33
Zitat von knopperknopper schrieb:naja da ist auch die Frage ob dies dann ausreicht überhaupt Schäden anzurichten, bevor es wieder aus dem Körper raus ist.
oder verbleibt es da dann länger wenn man es bspw. über die Nahrung aufnimmt?
Sorry, aber um das zu beantworten reicht doch eine einfache Recherche der bekannteren Elemente in Wikipedia. So wird z.B. Cäsium aufgrund der Ähnlichkeit mit Kalzium in den Knochen eingelagert. Jod sammelt sich in der Schilddrüse (daher werden zur Vorbeugung für Nuklearunfälle Kaliumjodid-Tabletten bevorratet. Diese sollen die Schilddrüse mit Jod sättigen, damit sich kein radioaktives Jod dort sammeln kann). Auch Plutonium bleibt längere Zeit im Körper (auch wenn in Wiki leider nicht steht wo es sich sammelt und wieso es nicht ausgeschieden wird).
Zitat von knopperknopper schrieb:Es brauchte halt eine sehr sichere Technologie womit man es halt hoch transportieren könnte.
LIes dir mal Mark Brandis: Operation Sonnenfracht durch. Ist ein SF Roman aus den 70ern. Da wird die von dir gewünschte Entsorgungsmethode durchgeführt, und zwar mit deutlich besserer Technologie als die über die wir derzeit verfügen. Und trotzdem geht einer von 100 Flügen schief. Das ist halt das selbe wie mit Nuklearunfällen: Alles prima, solange nichts passiert. Und das Risiko ist ja gering. Aber wenn es schiefgeht...


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