aber in dem Forum dieses Irren Inquisitionsrichters (anders kann man ihnm aufgrund seines Verhalten ja nicht nennen), habe ich einen sehr guten Text gefunden, der die Wahrscheinlichkeit der Entstehung aufgrund evolutionärer Prozesse behandelt.
Wirklich sher gut geschrieben, Applaus, etwas in der Qualität hätte ich gerne mal von den Kreationisten gesehzen:
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Hi
@all,
ich übertrage das mal in ein neues Topic, weil ich nicht möchte, dass es in dem anderen Thread untergeht.
MfG, biologe2
Todoroff hat Folgendes geschrieben:
Der Umstand von wöchentlich 6 Richtigen ist ein absolut sicheres Ereignis im Verhältnis zu dem absolut unmöglichen Ereignis der zufälligen Veränderung des Erbmaterials bei gleichzeitigem Überleben.
Zufällige Mutation schließt Leben aus, auch wenn Sie das nicht glauben - 6 Richtige bekommen Sie deshalb auch nicht.
www.gtodoroff.de/evol-wid.htm
Hi Herr Todoroff,
Sie beziehen sich aufdies:
Todoroff hat Folgendes geschrieben:
Drei Milliarden Erbinformationen können also auf Drei-Milliarden-Fakultät = 3.000.000.000! Möglichkeiten angeordnet werden. Diese (nicht zu berechnende, sondern nur abschätzbare) Zahl ist so groß, daß tausend Bücher zu je tausend Seiten sie nicht fassen. In den 10^18 Sekunden, die das Universum (angeblich) existiert (eine Zahl, welche man in eine Zeile schreiben kann), hätten der Evolutionstheorie zufolge pro Sekunde mehr Mutanten erzeugt und ausgetestet werden müssen als es Atome im Universum gibt (eine 1 mit weniger als hundert Nullen nach derzeitigem naturwissenschaftlichem Erkenntnisstand - eine Zahl, welche in zwei Zeilen Platz findet). Dieser mathematische Beweis für die Unmöglichkeit von Evolution ist allein hinreichend, diesen verlogenen Schwachsinn als diskussionsunwürdigen Unfug zu verwerfen.
Erstens, wie ich schon mehrmals hier angeführt habe, ist die Berechnung nicht richtig. Auf jeder der 3Milliarden Positionen könnte eine von vier Basen stehen (nach Ihrer Überlegung) und damit ist die Anzahl von Möglichkeiten 4e3.000.000.000 und nicht 3.000.000.000!.
Zweitens schließen Sie von Unwahrscheinlichkeit auf Unmöglichkeit. Auch das ist nicht korrekt. Ein Kartenspiel kann auf 52! verschiedene Möglichkeiten angeordnet sein, dass sind 8x10e67 Möglichkeiten. Jedes Mal, wenn ich ein Kartenspiel mische, erhalte ich also ein ziemlich unwahrscheinliches Ergebnis. Ereignisse mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit passieren jeden Tag. Sie sind alles andere als unmöglich.
Ein anderes Beispiel, das ich auch schon gebracht habe, ist dies:
Code:
Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl
Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na
Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl
Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na
Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl
Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na
Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl
Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na
Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl Na Cl
Cl Na Cl Na Cl Na Cl NaCl Na
Dies ist ein Salzkristall. Ein sehr, sehr kleines Salzkristall. Nur 100 Atome. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich zufällig so anordnet ist p = 1/1,26 x 10e30. Ein 1000 Atom großes Salzkristall hat eine Wahrscheinlichkeit der zufälligen Entstehung von p = 1/1,07 x 10e301.
Wenn man die reine Wahrscheinlichkeit betrachtet, dass sich eine solche Anordnung bildet (Na Cl Na Cl Na Cl...), dann ist diese relativ klein. Das aus 1000 Atomen bestehende Salzkristall würde ca. 4,9 x 10e-20 g = 0,000 000 000 000 000 000 049 g = ziemlich wenig wiegen. Weniger als ein Salzkörnchen, das man aus seinem Salzstreuer auf sein Frühstücksei streut. Wenn ich mal sehr konservativ schätzen soll, dann wiegt ein Salzstreuer-Salzkristall 1 ng = 10e-9 g. Selbst dann wären darin 1x10e13 NaCl-Moleküle enthalten, oder 2x10e13 Na- und Cl-Ionen. D.h., die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine einziges Salzkörnchen bildet, das hinterher aus meinem Salzstreuer rieselt, ist p =1/2e(2x10e13) = 1/4x10e6.020.000.000.000.
http://www.gott-wissen.de/forum/viewtopic.php?p=9590#9590Gibt es deswegen kein Salz? Doch, und raten Sie was: Es sieht IMMER so aus. Wie kann das sein? Weil sich Salz-Kristalle eben nicht *zufällig* bilden. Sie bilden sich, weil diese Anordnung die energetisch günstigste ist. Es gibt also etwas, dass neben der reinen Zufälligkeit einen Einfluss hat.
Und Überraschung, die Evolutionstheorie behauptet NICHT, dass ungerichtete Mutationen allein zu den diversen Arten geführt hat, sondern das da zusätzlich, halten Sie sich fest, auch noch NATÜRLICHE SELEKTION dran beteiligt war, die nicht zufällig ist.
Da komme ich später noch mal drauf zurück. Aber zunächst:
Drittens. Ihre Berechnung suggeriert, es gäbe nur eine einzige Genomsequenz, die ein Mensch haben könnte. Das ist kompletter Unsinn. Es gibt momentan 6 Milliarden Menschen auf der Welt, und bis auf eineiige Zwillinge haben alle ein anderes Erbgut. Und dassind die JETZT lebenden Menschen. Vor 100 Jahren gab es etwa 1,6 Milliarden Menschen auf der Erde, die wohl zum allergrößten Teil nicht mehr leben. Ich schätze mal, insgesamt haben mindestens 10 Milliarden Menschen auf der Erde gelebt, alle mit einer anderen Genomsequenz.
Da nicht das gesamte Genom eine Funktion hat, im Gegenteil, möglicherweise sind es weniger als 5% des Genoms, dessen Sequenz tatsächlich irgendeine Funktion hat, kann der funktionslose Teil nahezu *jede* Sequenz haben und es wäre ein ganz normaler Mensch.
Sie merken, worauf ich hinaus will? Um aus der großen Zahl der Möglichkeiten auf eine Wahrscheinlichkeit zu schließen, muss man die Anzahl von Möglichkeiten kennen, die das "gewünschte" Ergebnis hervorbringen. In Ihrem Beispiel sind das alle Genomsequenzen, die trotzdem zu einem Menschen gehören. Bisher haben wir ja schon ganz schön viele Möglichkeiten neben der einen, die Sie Ihrer "Berechnung" zugrunde legen, entdeckt.
Jetzt wird esetwas komplizierter. Von den weniger als 5 % der Genomsequenz, die eine Funktion haben, ist ein Teil Protein-kodierend. Immer drei Basen der DNA kodieren eine bestimmte Aminosäure (Aminosäuren sind die Bestandteile von Proteinen). Da es vier verschiedene Basen gibt, gibt es 4e3 = 64 verschiedene Dreiergruppen. Es gibt aber nur 20 direkt kodierte proteinogene Aminosäuren. Das liegt daran, dass zwar jede Dreiergruppe eine bestimmte Aminosäure kodiert, aber die meisten Aminosäuren umgekehrt von mehreren Dreigruppen kodiert werden.
Beispiel: Leucin. Es gibt 6 Dreiergruppen, die Leucin kodieren: TTA, TTG, CTT, CTC, CTA, CTG
D.h. es macht KEINEN Unterschied, welche der Dreigruppen in der DNA-Sequenz vorliegt, das resultierende Protein ist immer das gleiche. Die meisten Aminosäuren können durch 4 verschiedene Dreiergruppen kodiert sein, manche nur durch 2 und manche eben auch durch 6.
D.h. es gibt eine sehr große Anzahl möglicher Genomsequenzen, DIE EXAKT DEN GLEICHENMENSCHEN HERVORBRINGEN WÜRDEN, der einzige Unterschied wäre die Genomsequenz, keinerlei Auswirkungen auf was auch immer.
Da haben wir ja schon eine ganze Reihe von Möglichkeiten zusätzlich zu Ihrer einen entdeckt, nicht wahr?
Dabei ist das noch gar nicht der Hauptpunkt, der zeigt, warum diese Berechnung nicht zulässig ist.
Sie tun so, als gäbe es erst nur einen Haufen von Basen, aus dem sich in einem Schritt, durch zufällige Aneinanderreihung, eine menschliche Genomsequenz entstehen. Das ist gleich auf zweierlei Art falsch.