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Folgen des Klimawandels für die Natur und unsere Gesellschaft

1.247 Beiträge, Schlüsselwörter: Klimawandel

Folgen des Klimawandels für die Natur und unsere Gesellschaft

07.06.2019 um 14:05
@Mr.Dextar

Wenn es denn so einfach wäre. Nehmen wir das Rauchen, da gab es auch genügend gekaufte Studien die die Unbedenklichkeit suggerierten oder zumindest die Gefahren herunter spielten.

Besser gefällt mir noch der Kampf gegen Verbleites Benzin als Beispiel in diesem Zusammenhang:

"Beginning in 1965, with the publication of Contaminated and Natural Lead Environments of Man, Patterson tried to draw public attention to the problem of increased lead levels in the environment and the food chain from lead from industrial sources. Perhaps partly because he was criticizing the experimental methods of other scientists, he encountered strong opposition from those then recognized as experts, such as Robert A. Kehoe.[6]

In his effort to ensure that lead was removed from gasoline (petrol), Patterson fought against the lobbying power of the Ethyl Corporation (which employed Kehoe), against the legacy of Thomas Midgley, Jr. (which included tetraethyllead and chlorofluorocarbons), and against the lead additive industry as a whole. Following Patterson's criticism of the lead industry, he was refused contracts with many research organizations, including the supposedly-neutral United States Public Health Service.[6] In 1971, he was excluded from a National Research Council (NRC) panel on atmospheric lead contamination, even though he was then the foremost expert on the subject.[11]

The United States mandated the use of unleaded gasoline to protect catalytic converters in all new cars starting with the 1975 model year,[12] but Patterson's efforts accelerated the phaseout of lead from all standard, consumer, automotive gasoline in the United States by 1986. Lead levels within the blood of Americans are reported to have dropped by up to 80% by the late 1990s.[13]

Most people, following Kehoe's arguments, referred to "normal levels" of lead in blood, soil, and air, meaning values near the average. They assumed that because these levels were common, they were harmless. "Normal" also carries some of the meaning "natural". Patterson argued that "normal" should be replaced by "typical" and that because a certain level of lead was commonplace, did not mean it was without harm. "Natural", he insisted, was limited to concentrations of lead that existed in the body or environment before contamination by humans, which has occurred frequently due to technological advancements and cultural traditions.[6]

Due to his ultraclean chamber, considered one of the first clean rooms, his measurements of isotopic ratios were free of the contamination that confounded the findings of Kehoe and others. Where Kehoe measured lead in "unexposed" workers in a TEL plant and Mexican farmers, Patterson studied mummies from before the Iron Age and tuna raised from pelagic waters.[6] Kehoe claimed that humans had adapted to environmental lead. Patterson's precise point was that humans only recently had increased their concentration of lead and that the short span of exposure, a few thousand years, was an instant in the Darwinian time scale, nowhere near the time needed to develop adaptive responses.[14]

Patterson focused his attention to lead in food, for which similar experimental deficiencies also had masked increases. In one study, he showed an increase in lead levels from 0.3 to 1400 ng/g in certain canned fish compared with fresh, while the official laboratory had reported an increase of 400 ng/g to 700 ng/g.[15] He compared the lead, barium, and calcium levels in 1600-year-old Peruvian skeletons and showed a 700- to 1200-fold increase in lead levels in modern human bones, with no comparable changes in the barium and calcium levels.[16]

In 1978, he was appointed to a National Research Council panel that acknowledged many of the increases and the need for reductions, but other members argued the need for more research before recommending action.[17] His opinions were expressed in a 78-page minority report, which argued that control measures should start immediately, including gasoline, food containers, paint, glazes, and water distribution systems."

Wikipedia: Clair_Cameron_Patterson#Campaign_against_lead_poisoning

https://books.google.de/books?id=NWsyP3fb5GgC&lpg=PP1&vq=petterson&hl=de&pg=PT164#v=onepage&q&f=false


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07.06.2019 um 14:21
@intruder

Keine Frage, manipulierte ("gekaufte") Wissenschaft ist ein übles Phänomen und es ekelt mich an, wie Menschen eines unserer größten Ideale (Wahrheitssuche, Verpflichtung zur Wahrheit) derart mit Füßen treten können.

Doch ich bin zuversichtlich, dass wir heute, da wir so gut vernetzt sind, besser dagegen ankämpfen können. Um bei deinem Beispiel bzgl. des Rauchens zu verbleiben:

Wenn ich als Politiker in der Position wäre, über Entscheidungen zu diesem Themengebiet mitzubestimmen und verschiedene, sich konfligierende Studien hätte, dann würde ich mich selbst in die Pflicht nehmen, auf mehr Input seitens der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu warten bzw. diese motivieren, weiterhin darüber zu forschen. Denn offensichtlich gäbe es in diesem Falle keinen eindeutigen Konsens, der die Proposition "Rauchen ist unbedenklich" rechtfertigt. Entscheidet man sich trotzdem für eine Position, obwohl nicht genügend Datend vorhanden sind, aus denen sich eine eindeutige Tendenz deduzieren lässt, dann wäre dies rational nicht gerechtfertigt. Es sei denn, es handelt sich vielleicht um einen Notfall von nationalem oder gar globalem Ausmaß, bei dem sich schlicht nicht mehr genügend Zeit für intensivere Forschung finden ließe.

Irrtümer selber sind aber eine andere Kategorie und dementsprechend würde ich diese in einem anderen Licht betrachten. Wenn sich bspw. ein Konsens tatsächlich als falsch herausstellen sollte, dann hätte ich nach wie vor rational gehandelt, wenn ich diesen zuvor (politisch wie moralisch) unterstützt habe. Denn meine hypothetische Entscheidung hätte auf Daten der durch sie begründete Hypothese gefußt und die Alternativhypothesen waren nicht hinreichend gut belegt.

Denn das, was wir als "Wissen" definieren, kann prinzipiell immer noch fehlbar sein.


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Folgen des Klimawandels für die Natur und unsere Gesellschaft

07.06.2019 um 14:30
@Mr.Dextar

Absolute Zustimmung. Auch bei der Betrachtung von wissenschaftlichen Publikationen eine Art Medienkompetenz geben muss. Ebenso wie man einige Internetseiten nicht unbedingt als Quell der Weisheit nutzen sollte.

Irren ist selbstverständlich menschlich, solange man seinen Fahler einsieht, ist alles gut.


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Folgen des Klimawandels für die Natur und unsere Gesellschaft

07.06.2019 um 16:53
Hallo @LinksRechts , hallo @lle !


Zu den "geistigen Werkzeugen", mit denen ich arbeite, gehört auch Hanlons Skalpel. Dessen Kernaussage lautet, das man nichts mit einem schlauen, aber bösen Plan erklären soll, wenn Dummheit, Inkompetenz und bloser Zufall als Erklärung ausreicht.

Normalerweise setze ich dieses Werkzeug ein, wenn es um die Defizite der Energiewende geht. Diese wurde von Anfang an von inkompetenten Leuten betrieben und ein Plan ist da nicht zu erkennen.

Das die Leugner des Klimawandels zu dem "schlauen Plan" von fundamentalen Christen gehören soll, ist schon dreist.


Gruß, Gildonus


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Folgen des Klimawandels für die Natur und unsere Gesellschaft

07.06.2019 um 20:02
Mr.Dextar schrieb:Wissenschaftliche Fakten sollten stets Ausgangspunkt wichtiger (oder aller) Entscheidungen sein; das gilt also nicht nur für den Klimawandel.

Leider sind Politiker oft nicht an der Wahrheit interessiert.
Leider, denn hinzu kommt dann noch, daß das Thema Klimawandel über die Jahre ohnehin schon viel zu sehr politisiert und für persönliche/ parteiliche Interessen zweckentfremdet wurde. Und auch hier schlagen immer mal wieder diverse User auf die das Ganze als "medialen Hype" herunterspielen wollen oder mit von privaten Organisationen gekauften "Gegenstudien" als vermeintlichen "Gegenbeleg" zu den Sachstandsberichten der IPCC ankommen.

Daran sieht man schon, wie sehr die Leute zu diesem Thema bereits manipuliert und gegeneinander aufgebracht werden. Ich fürchte daher, daß das ein Phänomen sein wird, daß uns noch sehr sehr lange begleiten und beschäftigen wird.

Dennoch machen mir die letzten Monate und auch die Europawahl Hoffnung, daß da insgesamt wieder mehr Bewegung statt Verzögerung in die Sache kommt.


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Folgen des Klimawandels für die Natur und unsere Gesellschaft

07.06.2019 um 21:24
Mr.Dextar schrieb:Leider sind Politiker oft nicht an der Wahrheit interessiert.
Wobei man das den Politikern auch nur bedingt vorwerfen kann, denn auch deren Wähler sind nun mal nich immer an der Wahrheit interessiert.
Mr.Dextar schrieb:und es ekelt mich an, wie Menschen eines unserer größten Ideale (Wahrheitssuche, Verpflichtung zur Wahrheit) derart mit Füßen treten können.
Wahrheit oder sagen wir zumindest mal Fakten sind doch heute kaum noch relevant, viel mehr zählen heute Meinungen.
Jeder kann sich heute seine eigene "Wahrheit" in den Weiten des Internets zusammen suchen. Sogar für ein absurdes Konstrukt wie zB. die Homöopathie findest du heute "Institute", die dieser eine Wirksamkeit bescheinigen oder Biologen, die die Evolutionstheorie als Religion "entlarven".
Die Epoche der Aufklärung scheint beendet, wikommen im Reich der alternativen Wahrheiten.

mfg
kuno


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Folgen des Klimawandels für die Natur und unsere Gesellschaft

gestern um 12:46
Sehr schöne Aktion. Es kann gar nicht ungemütlich genug werden. Toughe Mädels. Herrlich die Gesichter der Polizisten. So sehe ich aus, wenn die Sirenen mal wieder unnötig direkt neben mir angeschmissen werden und ich fast vom Rad falle.

https://www.derwesten.de/staedte/essen/fliegeralarm-in-essen-maedchen-in-kaefig-schockieren-einsatzkraefte-vor-rwe-id226222543.html


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Folgen des Klimawandels für die Natur und unsere Gesellschaft

heute um 00:12
@JamieStarr

Genial, wie sie auf Twitter Werbung für ihren Kampf gegen Braunkohle machen.
Man erinnere sich an:
https://www.spiegel.de/netzwelt/web/greenpeace-amazon-und-twitter-nutzen-zu-viel-kohlestrom-a-962330.html

Und im Greenpeace #ClickClean Report 2017 kam Twitter nicht so gut weg:
http://www.clickclean.org/international/en/


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