Es geht um den Cold Case Fall Ute Werner aus dem Jahr 1988 bei Osnabrück.
Sie wollte am 10. August 1988 als Anhalterin von ihrer Arbeitsstelle von Osnabrück nach Bad Rothenfelde .
Auf dem Weg dorthin wurde sie vergewaltigt und ermordet.
Zwölf Tage später wird ihr Leiche in einem Wald nahe des Franziskus Hospitals zwischen Osnabrück- Nahne und Harderberg.
in der Nähe gab es zu der Zeit einen ähnlichen Fall, jedoch überlebte die Frau diesen sexuellen Übergriff im Gegensatz zu UW.

Gab es noch mehr Opfer ? Ein Serientäter ?

Dieser Fall wird auch bei Aktenzeichen XY am Mittwoch den 14.05.2019 auf ZDF gesendet.


Hier der Link von der NOZ von gestern 12.05.19 :

https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1733410/wer-hat-ute-werner-1988-ermordet-polizei-osnabrueck-sucht-nach-hinweisen



Da dieser Beitrag nicht frei für jeden ist , habe ich den Bericht unten reinkopiert :


12.05.2019, 12:12 Uhr
Ermittler bei "Aktenzeichen XY"
Wer hat Ute Werner 1988 ermordet? Polizei Osnabrück sucht nach Hinweisen


Osnabrück. Vergewaltigt, ermordet und in einem Wald abgelegt: 1988 starb Ute Werner. Der Täter? Entkam unerkannt. Nur so viel glaubt die Polizei zu wissen: Der Mord war nicht sein einziges Verbrechen. Jetzt – mehr als 30 Jahre später – wollen die Ermittler einen neuen Zeugenaufruf starten. Wird der Mörder doch noch gefasst?

Am Mittwoch, 15. Mai, suchen die Osnabrücker Kriminalbeamten Uwe Hollmann und Jens Lammers die größtmögliche Öffentlichkeit, die Ermittler in Deutschland bekommen können: Sie wenden sich über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ an ein Millionenpublikum.

Ihre Hoffnung: Unter den Zuschauern gibt es jemanden, der sich mehr als 30 Jahre nach dem Mord doch noch an etwas erinnert. „Jeder noch so kleine und vermeintlich unbedeutende Hinweis kann uns helfen“, sagt Hollmann.

Er weiß, wovon er spricht. Mithilfe der ZDF-Sendung und neuer Kriminaltechnik im Bereich DNA-Analyse gelang es ihm vor einigen Jahren, den Mordfall Christina Spiegel zu lösen

Die Osnabrücker Schülerin war 1987 auf dem Weg zur Schule erst vergewaltigt und dann ermordet worden. 2013 konnte Hollmann den Mörder festnehmen. Der räumte die Tat später im Prozess vor dem Landgericht Osnabrück ein.

Wenige Monate nach Christina Spiegel starb Ute Werner, genauer gesagt am 10. August 1988. In den Akten der Polizei findet sich ein Passbild der damals 22-Jährigen.

Sie war auf dem Weg von ihrer Arbeitsstelle in Osnabrück zu ihrer Großmutter nach Bad Rothenfelde, wo das Abendessen auf sie wartete. Werner fuhr per Anhalter. Und genau das wurde ihr an diesem warmen Sommertag wohl zum Verhängnis.

Erst zwölf Tage später fand ein Spaziergänger den Leichnam in einem Waldstück nahe des Franziskus-Hospitals, quasi zwischen Osnabrück und Georgsmarienhütte.


Werner wurde sexuell missbraucht und ermordet. Weitere Details wollen die Ermittler nicht preis geben, denn die wissen nur sie und der Täter.

Die Polizei veröffentlichte Phantombilder eines mutmaßlichen Täters, arbeitete zahlreiche Spuren ab und plakatierte Fahndungsaufrufe in der Region.

Der Erfolg blieb aber aus. „Wir haben geknüppelt ohne Ende. Aber irgendwann war die Luft raus“, erzählte der mittlerweile pensionierte Polizist Berndt Klose unserer Redaktion vor einiger Zeit. Er leitete damals die Moko Werner. Allen Spuren waren die Ermittler nachgegangen, keine führte zum Mörder von Ute Werner.

Kloses Nachfolger Hollmann und Lammers unternehmen jetzt einen neuen Anlauf. Seit Monaten arbeiten sie sich in die Details des Falls ein. Und haben dabei auch auf Hilfe von außen zurückgegriffen. Studenten der Polizeiakademie Nienburg haben die Hunderten Seiten mit Zeugenaussagen, Tatortbeschreibung und weiteren Hinweisen aus der damaligen Zeit noch einmal analysiert – der erste echte Mordfall für die Polizeianwärter, die etwa im selben Alter sind, wie das Opfer 1988.

Kursleiter Karsten Bettels sagt:

„Es geht nicht darum, dass der Mordfall gelöst wird. Es geht darum, den Ermittlern neue Ansätze aufzuzeigen, die sich aus den Akten ergeben.“

In der Polizeisprache werden ungelöste Mordfälle „Cold Case“ genannt – kalter Fall. Etwa 200 davon gibt es allein in Niedersachsen und das obwohl Tötungsdelikte eine der höchsten Aufklärungsquote haben. Ihre Thesen stellten die Studenten den Osnabrücker Ermittlern vor. Bettels will nicht zu viel verraten, aber: „Es gibt keinen Fall, indem unsere Studenten keine neuen Ansätze finden.“
War es ein Serientäter?

Neue Kriminaltechnik und Zeugen, die sich Jahre später doch noch an Details erinnern, helfen dabei, Cold Cases zu lösen. Zeugen, die gegebenenfalls selbst Opfer waren. Denn die Polizei vermutet, dass Ute Werner von einem Serientäter ermordet worden sein könnte.

„Wir haben ein weiteres ungeklärtes Sexualverbrechen im Jahr 1988. Beide Male war der Tatort im Umfeld von Harderberg, beide Male waren Anhalterinnen das Opfer. Ute Werner starb, die andere Frau überlebte“, sagt Ermittler Lammers.

Diese Frau machte die detaillierten Angaben zum Täter, die damals auch auf dem Phantombild festgehalten wurden. Damals augenscheinlichstes Merkmal des bis zu 1,90 Meter großen Mannes: ausgeprägte Geheimratsecken.

Die Beschreibung des Tathergangs in der Zeitung aus dem Jahr 1988 macht deutlich, dass der Täter offenbar sehr gezielt vorging. Der Auszug:

„Als die junge Frau fliehen wollte, konnte sie die Wagentür von innen nicht öffnen – möglicherweise war sie von dem Unbekannten entsprechend präpariert worden. Der Täter bedrohte die junge Frau mit einem Springmesser und vergewaltigte sie. Dann stieß er sie aus dem Auto und fuhr ohne Licht davon.“

Gab es möglicherweise noch mehr Opfer? Das ist eine der Fragen, die Hollmann und Lammers haben. Und vielleicht haben sich diese Opfer bislang nicht bei der Polizei gemeldet? „Es ist nicht auszuschließen, dass sich weitere Frauen aus Scham oder Angst nicht bei uns gemeldet haben“, sagt Hollmann. Um mögliche Hemmschwellen zu senken, können sich Zeugen auch anonym bei der Polizei melden. Auf der Internetseite der Polizeiinspektion Osnabrück haben die Ermittler ein entsprechendes anonymes Hinweisportal freigeschaltet.

Mögliche Opfer müssen nach Auffassung der Ermittler nicht einmal im Raum Osnabrück leben. Eine weitere Theorie: Bei dem Täter handelt es sich um einen Mann, der selbst viel innerhalb Deutschlands unterwegs war. Immerhin befanden sich die beiden Tatorte in der Nähe einer viel befahrenen Bundesstraße.
Fall für Sendung nachgestellt

Umso wichtiger für die beiden Ermittler, dass sie am Mittwoch ab 20.15 Uhr im ZDF Millionen Menschen erreichen können. Der Fall wurde filmisch für die Sendung nachgestellt.

Hinweise zum Mordfall Werner nimmt die Polizei Osnabrück auch jetzt schon unter Telefon 0541/3272115 oder 0541/3273103 entgegen. Die damals ausgelobte Belohnung hat Bestand, auch wenn die Währung heute eine andere ist: 2500 Euro.

Auch unsere Redaktion hat im vergangenen Jahr eine Videoreportage zum Fall erstellt:

Der Mordfall Ute Werner : Youtube: Mordfall Ute Werner: Warum die Osnabrücker Polizei nach 30 Jahren wieder ermittelt
Mordfall Ute Werner: Warum die Osnabrücker Polizei nach 30 Jahren wieder ermittelt



Hier einige Fotos zu dem Fall :

Ute Werner:
foto-polizei 201905091143 full 1 UW

Fahndungsplakat :
foto-polizei 201905091144 full UW Fahndu

Phantomfoto des möglichen Täters:

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