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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

85 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Vergewaltigung, Missbrauch ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 13:42
Ich musste feststellen, dass der Mord an Gertrud Kalweit bisher nur ein-zwei Mal in einem Thread kurz aufgegriffen wurde, was ich sehr schade finde.

Auch wenn, so gesehen, an dem Mord wenig mysteriös ist, außer dass der Täter bis heute nicht ermittelt werden konnte, möchte ich ihn hier vorstellen.
Warum?

1. damit Getrud Kalweit nicht in Vergessenheit gerät
2. damit ihr Mord weiterhin präsent bleibt, bis er eben geklärt ist


Der Mord an Gertrud Kalweit - März 1980/Amberg

Frau Kalweit war in der Nacht des 20.03.1980 (ein Donnerstag) auf dem Heimweg von ihrer Spätschicht der Emailfarbik Baumann (Schichtende 23Uhr). Sie verabschiedet sich noch von Kollegen und geht dann alleine weiter. Gegen 23:10 Uhr war sie zu Fuß vom Kreisverkehr kommend auf dem oberen Alleeweg, neben Kurfürstenrng in Richtung Wingertshofer Tor. Man geht davon aus, dass sie auf Höhe der Firma Deprag vom Täter überwältigt und in den Stadtgraben gezogen wurde. Dort wurde sie sexuell missbraucht; der Täter fügte ihr u.a. Stich- und Schlagverletzungen zu, an denen sie verstarb.

Gegen 06:30 Uhr morgens wurde Frau Kalweit von einem Passanten in einem Gebüsch im Stadtgraben (Kurfürstenring - zwischen Nabburger Tor und sogenannter Stadtbrille) aufgefunden. Er verständtige die Polizei.

2018 wurde durch eine Cold-Case-Gruppe der Fall wieder aufgegriffen.
Im Zuge dessen haben sich wohl neue Fragestellungen ergeben; es wurden erneut Befragungen und Vernehmungen durchgeführt. Dennoch setzen die Ermittlungsbeamten auf die Bevölkerung.

Das bayerische LKA hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, eine Belohnung von 10.000€ ausgelobt. Man hofft immer noch auf neue Ermittlungsansätze. Und einige aufgeklärte Cold Cases der letzten Zeit geben dem durchaus Recht und die Hoffnung, hier auch noch den Täter ermitteln zu können.
Wichtig sei dabei, heißt es bei der Kripo, dass alle Wahrnehmungen, auch solche vom Hörensagen und wenn sie noch so unwichtig erscheinen, an die Ermittler herangetragen werden. Die Kripo Amberg nimmt Hinweise unter Telefon 09621/890-0 entgegen.
Quelle: https://www.nordbayern.de/region/neumarkt/vergewaltigt-und-erstochen-kripo-amberg-rollt-mordfall-kalweit-neu-auf-1.8587667


Hier noch ein weiterer Artikel:

https://www.wochenblatt.de/polizei/schwandorf/artikel/274888/ermittlungsgruppe-stadtgraben-amberger-mordfall-aus-dem-jahr-1980-wird-neu-aufgerollt

https://www.onetz.de/themen/mordfall-gertrud-kalweit (Artikel nur nach Anmeldung lesbar)


Zwei Videos zu den aktuellen Ermittlungen:

https://www.otv.de/mediathek/video/mordfall-kalweit-wird-neu-aufgerollt-2/
https://www.otv.de/mediathek/video/otv-talk-mordfall-kalweit-wird-neu-aufgerollt/


Es gäbe auch eine Folge "Ungeklärte Morde" (Folge 21 - zusammen mit dem Fall Gertrud Schü(r)mann und Ramazan Yüksek) - ggf. hat hier jemand diese Folge noch, da mich persönlich auch der Mord an Gertrud Schü(r)mann leider nicht loslässt)

Getrud Kalweit

GW1

Quelle: www.mittelbayerische.de


Der Tatort, Aufnahmen von 1980 und 2018

Tatort1

Tatort2

Tatort3

TatortheuteOriginal anzeigen (0,2 MB)

Quelle: onetz.de (per google-Suche, damit Zugriff auf die Bilder der Artikel)


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 14:01
@Eossoe
Da scheint jemand voller Hass gewesen zu sein. Evtl gar nicht mal gegen Frau Kalweit, aber generell.
Vielleicht jemand, der frustrierende Erlebnisse mit Frauen hatte. Aber schon extremer Form


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 14:16
Zitat von abberlineabberline schrieb:Da scheint jemand voller Hass gewesen zu sein. Evtl gar nicht mal gegen Frau Kalweit, aber generell.
Vielleicht jemand, der frustrierende Erlebnisse mit Frauen hatte. Aber schon extremer Form
Zweifellos, davon gehe ich auch aus.

Ich habe gerade einem Nachkommen der Familie Baumann (Emailfabrik) geschrieben, um die genaue Anschrift der Fabrik 1980 zu erfahren, dami ich den Heimweg bis Tatort von Frau Kalweit etwas nachvollziehen kann.

Denn ich kann mir auch vorstellen, dass jemand wusste, wie lange die Spätschicht geht (ggf. auch in anderen Fabriken/Firmen) und dort einfach gewartet hat, bis eben eine Frau auf dem Heimweg an ihm vorbeikam.

In Amberg kenne ich mich persönlich eben überhaupt nicht aus, daher kann ich nicht mal vermuten/erahnen, ob es sich um einen ansässigen Täter handeln könnte oder einen Durchreisenden etc.

Vielleicht ist hier jemand, der Einblick in die Stadt 1980 geben kann...


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 14:58
Wie weit sie es noch vom Tatort bis nach Hause gehabt hätte, weiß ich leider nicht, aber der Verlauf müsste in etwa so gewesen sein. (die blau-gepunktete Route am Kreisverkehr entlang bis zum etwaigen Tatort)

amOriginal anzeigen (0,3 MB)

Da sie mit einer Arbeitskollegin einen Stück des Weges lief, denke ich, dass der Täter entweder wusste, wo er sie am günstigsten allein abpassen konnte, und somit vielleicht auch kannte. Oder es einfach ein Zufallstäter war, der die Gelegenheit nutzte.

Interessant wäre zu wissen ob die Arbeitskollegen befragt worden sind bzw. ob auch evtl. Schichtarbeiter der angesprochenen Deprag in Erwägung gezogen worden sind. Auf Grund der Schwere der Tat würde ich auch einen Ex-Partner nicht ausschließen. Ist darüber etwas bekannt?


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 15:11
Zitat von NaturalJuiceNaturalJuice schrieb:Auf Grund der Schwere der Tat würde ich auch einen Ex-Partner nicht ausschließen. Ist darüber etwas bekannt?
Darüber habe ich gar nichts gefunden.
Immerhin warst du mit der Adresse schneller, als ich...ich habe es auch kompliziert aufgezogen und einen Nachkommen der Fabrik gefragt. Vielleicht kriege ich von ihm aber noch etwas mehr Info.

Generell scheint es so, als hätte man nur sehr wenige Infos über die Ermittlungen 1980 veröffentlicht. Nicht, wer befragt wurde (Kollegen, MA der Deprag, etc.), nichts über Frau Kalweit persönlich, woraus sich ggf. ein Motiv ergeben hätte...

Es gab jedenfalls zu dem Zeitpunkt keinen Partner oder Ehemann...auf der Traueranzeige sind nur ihre beiden Töchter, eine mit Partner, und Frau Kalweits Mutter und ein Bruder aufgeführt.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 15:16
@Eossoe

Das war nur das heutige Baumann-Gelände, was ich auch nur grob in den Routenplaner eingeben konnte. Aber ich denke, der Weg kommt hin. Und ja, vielleicht bekommst du noch ein paar Infos mehr. Schaden kann es nicht.

Ich durchforste auch gerade noch ein paar Seiten nach brauchbaren Informationen.

Edit: Die ehemalige Wohnadresse war dann wohl der Kaiser-Wilhelm-Ring 6 in Amberg. Das war nicht weit vom Tatort entfernt.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 15:32
Dieser Hinweis wäre vielleicht auch noch interessant.
Soko Kalweit – Am Donnerstag, den 20. März 1980 verlässt die 38-jährige Fabrikarbeiterin Gertrud Kalweit nach der Spätschicht um 23 Uhr ihren Arbeitsplatz in Amberg. Wie üblich will sie ihren gewohnten Weg zu Fuß nach Hause gehen. Unterwegs wird sie jedoch brutal überfallen und vergewaltigt. Sie stirbt an den Folgen ihrer schweren Verletzungen, ihre Leiche wird am nächsten Morgen von einem Passanten im Stadtgraben gefunden. Die Polizei vermutet, dass es sich bei dem Täter um einen Soldaten aus der nahegelegenen Möhl-Kaserne handelt. Obwohl einige Verdächtige intensiv verhört wurden, konnte der Täter nie ermittelt werden.
Quelle: Ungeklärte Morde – Dem Täter auf der Spur https://www.fernsehserien.de/ungeklaerte-morde-dem-taeter-auf-der-spur/folgen/21-soko-kalweit-soko-schuemann-soko-yueksek-373573

Dort waren Amerikaner stationiert. Wenn tatsächlich ein Soldat als Täter in Frage kommt, wird es schwer.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 15:36
Zitat von NaturalJuiceNaturalJuice schrieb:Wenn tatsächlich ein Soldat als Täter in Frage kommt, wird es schwer.
Schwer, wenn nicht gar unmöglich. Das kennt man ja aus anderen Fällen, dass das US Militär Ermittlungen nicht unterstützt, eher unterbindet.

Möglich natürlich, aber ich dachte, Soldaten haben eine bestimmte Zeit, in der sie in der Kaserne sein müssen...immerhin war Donnerstag, unter der Woche.


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01.10.2020 um 15:40
Der Fall wurde auch am Montag in der neuen Sat1 Gold Serie "ungeklärt und unvergessen" (mir leider viel zu reißerisch) mit Lydia Benecke behandelt. Vom Inhalt her ist bei mir nicht so viel hängen geblieben. Der Täter hat sie wohl auf mehrere Arten getötet. Ich meine, es war strangulieren, erschlagen mit einem Betonbrocken und noch mit einer Steckschlüssel Verlängerung erstochen. Benecke ist der Meinung, dass sowohl eine Beziehungstat als auch ein Fremder als Täter in Frage kommen kann.

https://www.sat1gold.de/tv/ungeloest-und-unvergessen/video/13-der-kindermoerder-von-frankfurt-ganze-folge
Hier kann man sich die Folge auch als unregistrierter Benutzer anschauen. Daraus habe ich den Heimweg und noch ein Tatortfoto entnommen:

Heimweg (von Ost nach West musste sie gehen):
Heimweg2Original anzeigen (0,4 MB)

Der zurückgelegte Weg bis zum Tatort und das Tatortfoto:
Heimweg3Original anzeigen (0,2 MB)

TatortOriginal anzeigen (0,2 MB)


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 15:49
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Der Fall wurde auch am Montag in der neuen Sat1 Gold Serie "ungeklärt und unvergessen" (mir leider viel zu reißerisch) mit Lydia Benecke behandelt. Vom Inhalt her ist bei mir nicht so viel hängen geblieben. Der Täter hat sie wohl auf mehrere Arten getötet. Ich meine, es war strangulieren, erschlagen mit einem Betonbrocken und noch mit einer Steckschlüssel Verlängerung erstochen. Benecke ist der Meinung, dass sowohl eine Beziehungstat als auch ein Fremder als Täter in Frage kommen kann.
Ja, die Folge hatte ich auch gesehen. Es war ja auch ziemlich kurz gehalten alles. Da wurden ja diesmal mehr Fälle behandelt, als bisher in den Folgen.
GW hat man sehr wenig Zeit gewidmet...
Trotzdem, vielen Dank, dass du Bilder aus dieser Folge postest, auf die Idee wäre ich gar nicht mehr gekommen...

Achja...Frau Benecke...sowohl Beziehungstat, als auch ein Fremder. Sehr eindrückliches Profil des Täters. Sorry, ich schaue die Sendung zwar, um mich über Fälle, die ich vielleicht noch nicht kannte zu informieren, ob es ggf. vielleicht irgendetwas Neues gibt, aber Frau Beneckes Ausführungen zu den Fällen sind mir zu allgemein gehalten, zu oberflächlich; gar nicht passend zu ihrem Beruf, in dem sie arbeitet (sie arbeitet ja wohl mit Straftätern).
Aber LB ist momentan der "Shooting Star" was solche Sendungen und Podcasts betrifft...also springt sie auf den Zug auf und verdient eben gut, es sei ihr gegönnt...würde wohl jeder so machen.
Naja, gehört hier nicht recht her.

Dennoch...wenn ich mich recht erinnere, wurden für GW nicht mal fünf Minuten aufgewendet, dann ging es schon zum nächsten Fall weiter.
Mir wäre halt mal an der "Ungeklärte Morde"-Folge gelegen, weil diese Sendung doch immer sehr ausführlich berichtet hat, dazu sachlich und weniger künstlerisch frei, als XY.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 16:23
Interessant ist der Steckschlüsseleinsatz / Gelenkknarre. Wer führt denn sowas mit sich?

Das Foto (mit Vergrößerung) stammt aus dem von @Dasdeeeeniz verlinkten Video. Dort wird dieser Steckschlüssel(einsatz) / Gelenkknarre gezeigt. Deutlich zu sehen eine eingestanzte Nummer und die Buchstaben U.S.A.. So denke ich, wurde deshalb vermutet, dass es sich um einen amerikanischen Soldaten als Täter handeln musste.

sta

sta3Original anzeigen (0,3 MB)

@Eossoe

Zumindest hat man heute Möglichkeiten eines DNA Abgleiches. Aber wie sich das bei solchen Landesübergreifenden Fällen verhält und wie man da einen Täter dingfest machen soll...

Die Kaserne lag tatsächlich nicht weit entfernt vom Tatort in der Sebastianstraße.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 16:42
Zitat von NaturalJuiceNaturalJuice schrieb:Interessant ist der Steckschlüsseleinsatz / Gelenkknarre. Wer führt denn sowas mit sich?
Naja, da gibt es ja eine breite Latte an Berufen, die Werkzeug mit sich führen...Handwerker von Holz bis Metall, Mechaniker bis hin zum einfachen Schrebergärtner (wenn ich sehe, was mein Großvater immer dabei hatte - für alle Eventualitäten gerüstet) usw.
Und sicherlich gibt's auf einer Miliärbasis nicht wenige, die Werkzeug bei sich haben. Wobei 1980 im Westen Deutschlands durchaus schon viel amerikanische Ware auf dem "Markt" war.

Die Frage ist, warum hat jemand um 23Uhr noch Werkzeug/Werkzeugeinzelteile dabei? War derjenige dann selbst auf dem Heimweg und hat die "Chance" genutzt? Also auch jemand, der bspw. gerade die Spätschicht beendet hat? Oder jemand, der eben nach Feierabend noch irgendwo eingekehrt und versackt ist und sich dann auf den Heimweg machte...
Vermutlich nicht zu beantworten.

Ich hoffe sehr, dass ein DNA-Abgleich möglich ist, sofern damals gut gesichert wurde.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 16:42
@NaturalJuice
Zitat von NaturalJuiceNaturalJuice schrieb:Deutlich zu sehen eine eingestanzte Nummer und die Buchstaben U.S.A.. So denke ich, wurde deshalb vermutet, dass es sich um einen amerikanischen Soldaten als Täter handeln musste.
In diesen Kasernen arbeiteten aber auch - geraden auch im technischen Bereich - viele deutsche Arbeitnehmer. Deswegen ist m.E. die Annahme, es müsste sich höchstwahrscheinlich um einen US-Soldaten gehandelt haben, mglw. irreführend und könnte die Ermittlungen in die falsche Richtung geführt haben.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

01.10.2020 um 22:38
Zitat von NaturalJuiceNaturalJuice schrieb:Steckschlüsseleinsatz / Gelenkknarre. Wer führt denn sowas mit sich?
Ich kenne mehrere Leute die einen Werkzeugkasten im Auto hsben u.a. auch eine Gelenkknarre.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

02.10.2020 um 01:14
Ab 1950 war in den Pond Barracks die 3. Schwadron des 2. US Armored Cavalry-Regiments mit stationiert. Im Februar1992 stand fest: Die Schwadron wird komplett abgezogen und in die USA zurückverlegt. Betroffen waren rund 1000 Soldaten und 1500 Zivilangehörige.
Quelle: https://www.komoot.de/highlight/993109 .

1980 waren also noch viele amerikanische Soldaten in der Stadt. Allerdings lag deren Kaserne weitab vom Tatort. Nichtsdestoweniger gab es um den Kreisverkehr herum etliche "Vergnügungsstätten", Billiard- und Automatenspiele-Salons, Pubs etc. Aufgrund des aufgefundenen Objekts liegt eine Army-Zugehörigkeit schon ziemlich nahe, denke ich. Weit hätte sie es zu ihrer Wohnung wirklich nicht mehr gehabt. Leider war dies wohl kein Einzelfall. Mir ist ein ähnliches Verbrechen aus Aschaffenburg etwa zwei Jahre später bekannt, wo der Täter jedoch geschnappt werden konnte.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

02.10.2020 um 01:20
Beitrag von Dasdeeeeniz (Seite 1)

@Dasdeeeeniz
Der Heimweg stimmt so nicht ganz, das Wohnhaus des Opfers liegt viel näher am Tatort; leider kann ich im Moment keinen Gegenentwurf zeichnen, muss ich auf morgen verschieben.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

02.10.2020 um 07:11
@plyxe
Ich habe den Weg der Sat1 Gold Doku entnommen. Kann ich leider nicht beurteilen, ob der falsch ist.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

02.10.2020 um 11:54
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Ich hoffe sehr, dass ein DNA-Abgleich möglich ist, sofern damals gut gesichert wurde.
Zum Glück. Die Abendzeitung schreibt, unter Berufung auf einen Artikel vom "Der neue Tag" / 21.2.2019 dazu:
Auf ihrer Kleidung wurde Blut und Sperma gefunden - die DNA konnte mittlerweile entschlüsselt werden
Quelle: https://www.pressreader.com/germany/abendzeitung-munchen/20190221/281994673768432
Zitat von renasiarenasia schrieb:Ich kenne mehrere Leute die einen Werkzeugkasten im Auto hsben u.a. auch eine Gelenkknarre.
Ja, das macht dort auch durchaus Sinn. Folgendes Gedankenszenario: Nehme ich einen Täter mit Auto an, hatte er den Vorteil den Tatort recht schnell und unauffällig verlassen zu können. Er war mit Sicherheit blutverschmiert.

War er gezielt auf Opfersuche, warum dann so ein Werkzeug als Mordinstrument? Warum kein Messer aus der Küche? Nicht einmal ein Springmesser. Das würde wieder für einen Soldaten sprechen. Waffen in Zivil mitführen, war denen vielleicht nicht erlaubt? (Bei der Bundeswehr ist es heutzutage nicht erlaubt. Messer z.B. dürfen nur im Dienstgebrauch mitgeführt werden.)

Oder - und da käme @Seefahrer s Gedanke zum tragen
Zitat von SeefahrerSeefahrer schrieb:In diesen Kasernen arbeiteten aber auch - geraden auch im technischen Bereich - viele deutsche Arbeitnehmer.Deswegen ist m.E. die Annahme, es müsste sich höchstwahrscheinlich um einen US-Soldaten gehandelt haben, mglw. irreführend und könnte die Ermittlungen in die falsche Richtung geführt haben.
Kannten sie sich - näher oder flüchtig -, könnte ich mir vorstellen, dass er sie abgepasst hat, um mit ihr zu reden. Das sie irgendeinen Bezug zueinander gehabt haben könnten, dafür spräche das Übertöten. Der Täter wollte fast schon sicher gehen. Was es fast so erscheinen lässt, dass er doch etwas zu verlieren gehabt hätte, wenn sie überlebt und ihn identifiziert hätte.
Zitat von plyxeplyxe schrieb:Der Heimweg stimmt so nicht ganz, das Wohnhaus des Opfers liegt viel näher am Tatort.
Da hast du Recht. Die Wohnung des Opfers, befindet sich nur wenige Meter nach der Brücke.

ambOriginal anzeigen (0,5 MB)


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

02.10.2020 um 13:30
Zitat von NaturalJuiceNaturalJuice schrieb:Ja, das macht dort auch durchaus Sinn. Folgendes Gedankenszenario: Nehme ich einen Täter mit Auto an, hatte er den Vorteil den Tatort recht schnell und unauffällig verlassen zu können. Er war mit Sicherheit blutverschmiert.
Hm...möglich. Ud ja, sicherlich hatte er Blutanhaftungen. Aber war er bspw. schwarz gekleidet, hätte kein Mensch gesehen.
Hier wäre wissenswert, wie belebt dieser Weg um 23:00/23:30Uhr ist...denn wenn da eigentlich gar nichts los ist, dann kann er auch problemlos zu Fuß flüchten.

War der Weg 1980 (gut) beleuchtet? Magere Beleuchtung gibt ja auch nochmal einen gewissen Schutzfaktor für den Täter.


Trotzdem, meine Frage immer noch: Wie ist es unter der Woche in Kasernen oder war es. Gab es da nicht bestimmte Zeiten, in denen die Soldaten in der Kaserne sein mussten? 23Uhr/Mitternacht erschiene mir doch unter der Woche für einen Soldaten merkwürdig.

Ich persönlich könnte mir hier eher vorstellen, dass der Täter auch jemand war, der in der Nachtschicht arbeitete (oder nach Überstunden auf dem Heimweg war). Dennoch - Frau Kalweit nach der Vergewaltigung zu ermorden erscheint doch als Verdeckungstat. Ggf. hat sie den Täter erkannt oder dessen Gesicht gut erkennen können...das heißt er musste damit rechnen, dass sie ihn entweder gut beschreiben oder seinen Namen nennen kann.
Trotzdem verstehe ich den Gewaltaufwand noch nicht so ganz...entweder eben emotional, bspw. eben weil ein persönlicher Bezug vorlag oder Antipathie/Hass gegen Frauen.
Zitat von NaturalJuiceNaturalJuice schrieb:Zum Glück. Die Abendzeitung schreibt, unter Berufung auf einen Artikel vom "Der neue Tag" / 21.2.2019 dazu:

Auf ihrer Kleidung wurde Blut und Sperma gefunden - die DNA konnte mittlerweile entschlüsselt werden

Quelle: https://www.pressreader.com/germany/abendzeitung-munchen/20190221/281994673768432
Dann findet sich hoffentlich bald der passende Träger der DNA. Das würde ich mir wirklich wünschen. Meine persönliche Meinung zu Vergewaltigern lasse ich jetzt, da selbst betroffen, außen vor.


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Cold Case: Der Mord an Gertrud Kalweit - Amberg im März 1980

02.10.2020 um 13:52
Zitat von EossoeEossoe schrieb:Trotzdem verstehe ich den Gewaltaufwand noch nicht so ganz...entweder eben emotional, bspw. eben weil ein persönlicher Bezug vorlag oder Antipathie/Hass gegen Frauen.
Könnte nicht auch Alkohol, eventuell mit weiteren Drogen eine Rolle gespielt haben? Insofern könnte Frau Kalweit auch Zufallsopfer gewesen sein. Beim Mord in Aschaffenburg, den ich oben erwähnte und der mir deshalb bekannt ist, da ich Mutter und Brüder des Opfers kannte, war es auch ein GI, der erst kurz zuvor nach Deutschland gekommen war, das Opfer zufällig kennengelernt hatte und es als Verdeckungstat nach der Vergewaltigung tötete. Furchtbar und tragisch.


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