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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

61 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Leiche, 2001 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

02.05.2021 um 15:31
Zitat von boraboraborabora schrieb:Eventuell ist das Restaurant nicht weit vom Bahnhof entfernt u. keiner fällt mit so einer Tasche am Bahnhof oder im Zug auf.
Das kann gut sein. In diesem Milieu hat kaum jemand einen Führerschein, geschweige denn ein eigenes Auto. Ein Taxifahrer oder Passagiere im ÖPNV hätten sich wahrscheinlich an die Riesentasche erinnert.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

02.05.2021 um 16:45
Und der oder die Täter wollten die Tasche natürlich so schnell wie möglich loswerden.

Der Zug als Fundort ist ideal, um vom eigentlichen Tatort, mgl.w. einem Restaurant, abzulenken.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

02.05.2021 um 16:55
Zitat von VanDusenVanDusen schrieb:Ein Taxifahrer oder Passagiere im ÖPNV hätten sich wahrscheinlich an die Riesentasche erinnert.
Findest Du? Ich könnte mir vorstellen, dass ein Taxifahrer häufig Leute mit Koffern oder großen Taschen zum Bahnhof bringt - ob er sich da im Nachhinein an jeden erinnern kann?


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

02.05.2021 um 17:13
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich könnte mir vorstellen, dass ein Taxifahrer häufig Leute mit Koffern oder großen Taschen zum Bahnhof bringt
Das stellst du dir zweifellos richtig vor, aber dieses Ding wog einen Zentner. Beim Wuchten in den Kofferraum eines Taxis wäre die eine oder andere Schweißperle geflossen, hätten womöglich zwei Personen Hand anlegen müssen. Ein derart schweres Gepäckstück sticht schon aus der Masse hervor, finde ich.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

02.05.2021 um 18:42
Zitat von VanDusenVanDusen schrieb:Beim Wuchten in den Kofferraum eines Taxis wäre die eine oder andere Schweißperle geflossen, hätten womöglich zwei Personen Hand anlegen müssen.
Kommt drauf an, wie kräftig der Besitzer war.....


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

02.05.2021 um 20:04
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Kommt drauf an, wie kräftig der Besitzer war.....
Der "Freund" mit den dicken Oberarmen, der in dem Filmfall den Deal eingestielt hat, ist mir von vornherein als jemand aufgefallen, der dieses ganze Ding notfalls auch alleine hätte stemmen (Pardon!) können. Insbesondere um die zentnerschwere Tasche in das Überkopf-Gepäckregal im Zug zu hieven, hätte es normalerweise zweier Personen bedurft.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

02.05.2021 um 22:49
Ich habe mal paar genannte Fakten aus dem XY Beitrag zusammengetragen (Quelle: Youtube: ZDF 07.12.2001 Aktenzeichen XY ungelöst (341)
ZDF 07.12.2001 Aktenzeichen XY ungelöst (341)
)

C.H.Y.: 29jähriger Chinese, 1995 von Schleusern in die BRD, illegaler Aufenthalt, versucht sich als Küchenhelfer/Koch durchzuschlagen u. a. in Würzburg, 05.03.2001 hier Streit mit Chef, wirft dort die Arbeit hin; hat Verwandte in Großostheim.

Angeblich will ihm "ein Freund" einen gefälschten deutschen Pass besorgen, 60000 DM,
Anzahlung von 10000DM (geliehen) besucht C.H.Y. "den Freund" am 13.03.2001, Dort soll C.H.Y eine Quittung ausgestellt worden sein (ein Bekannter des Freundes soll sich um alles kümmern).


21.05.2001: C.H.Y. (Großostheim) will mit dem Bus nach Aschaffenburg und von dort mit der Bahn nach Nürnberg. Dort waret der Freund mit dem Pass. Ob er jemals Nürnberg erreicht hat, ist unbekannt. ca. 12.00 Uhr bricht er auf, 14.31 Uhr telefoniert er noch einmal mit dem Freund in Nürnberg,

2 Tage später/Die 22.05.2001/ fährt die Leiche von C.H.Y. nach Prag. Man weiß nicht, wo - in welcher Stadt - die Leiche in den Zug gebracht wurde.

"Die Tasche befand sich im Kurswagen aus München. Könnte also bereits in den Zug gebracht worden sein. Theoretisch kommen auch alle anderen Bahnhöfe bis zur techischen Grenze in Frage, in denen der Zug gehalten hat. [Bild zeigt: München (23.10Uhr), Augsburg, Donauwörth, Teuchtlingen, Nürnberg (2:42Uhr), Neuhaus, Marktredwitz, Prag (8:10Uhr)]

Anhaltspunkt, dass C.H.Y. am 21.05. tatsächlich von Aschaffenburg nach Nürnberg gefahren sein könne: 12.42 Uhr wurde ein Fahrschein von Aschaffenburg nach Nürnberg gelöst. (Der Einzige zwischen 12 und 14.00Uhr). "Wir gehen davon aus, dass C.H.Y. der Käufer war.")

"Wahrscheinlich am 06.04.2001 13.45Uhr ....Kaufhof Marienplatz (München)...Samsonite Reisetasche mit Rollen..283,60 DM. [...] In dieser Tasche wird später C.H.Y. Leiche transportiert [...]", 21.05.2001 letzter Tag, der im Leben von C.H.Y. rekonstruierbar ist.


meine Gedanken: - im Prinzip nichts anderes, was hier auch schon vermutet wurde -
Ob hier überhaupt ein gefälschter Pass angefertigt wurde, ist fraglich. Dass keine Anzahlung vereinbart war, sondern der gesamte Betrag und C.H.Y. deshalb sterben musste, könnte auch möglich sein. Ob eine Passfälschung tatsächlich 60000DM kostet, weiß ich nicht, erscheint jedoch sehr hoch.
Anscheinend gibt es den telefonischen Verbindungsnachweis nach Nürnberg zu dem "Freund". Man geht davon aus, dass die Tasche in München gekauft wurde.
Ich könnte mir genauso gut vorstellen, dass "Nürnberg" nur ne Behauptung war und der "Freund" aus München, Würzburg, Aschaffenburg, Nürnberg kam oder Treffpunkt in Nähe irgendwo auf der Zugstrecke war...
Der "Freund" und/oder Passfälscher muss sich ja theoretisch auch schützen bzgl. Anonymität, wenn es denn um eine Passfälschung ging.

Die Tasche war nicht billig. Eigentlich zu teuer "um nur eine Leiche darin unterzubringen". Dafür hätte man auch unauffälliger einen großen Nichtmarkenrollkoffer kaufen können. Deshalb vermute ich, dass man zum Wegschaffen der Leiche das nahm, was man gerade zur Verfügung hatte. Die Tatsache, dass die Tasche im Zug und erst in Prag gefunden wurde, deute ich so, dass es dem/den Tätern zu schwierig war, den Toten anderweitig wegzubringen. Natürlich war hier klar, dass der Tote gefunden wird. Und die Täter hatten extremes "Glück", dass sie nicht gesehen wurden. (In den damaligen Zeiten anscheinend noch kaum Kameraaufzeichnungen von Bahnhöfen.) D.h. man nahm in Kauf, dass der Tote gefunden wird, anstatt einen stilleren Entsorgungsort zu suchen. Meine Schlussfolgerung ist, dass der/die Täter kein eigenes Fahrzeug und nicht so viel Zeit hatten, um die Leiche beispielsweise in einem See verschwinden zu lassen. Ohne Auto einen solch schweren Rollkoffer unauffällig an einen abgelegenen See/Fluss/in den Wald zu bringen, ist sehr viel schwieriger, als das "Praktischste" zu wählen: gehe auf den Bahnhof, steige mit einem Koffer zu einer Zeit, wo Züge recht leer sind und lange herumstehen, in einen Zug hinein und steige wieder aus. D.h. mitten in der Woche, Nachtzüge, leere Abteile.
Der/die Täter hatten "Glück", dass sie nicht aufgefallen sind und dass die Leiche so lange im Zug durch die Gegend fuhr.
Die Tasche scheint tatsächlich "auf" die Ablage im Abteil gehievt worden zu sein. Das ist alleine fast nicht schaffbar bei dem Gewicht.
(Ich reise viel mit Nachtzügen und schweren Koffern. Meine Koffer sind manchmal zw. 20-30kg schwer. Für mich als Frau nicht schaffbar, auf die Ablage über den Sitzplätzen dies zu befördern. Auch die Männer, die ich hierfür anspreche, haben bzgl. Gewicht zu tun.) Der Täter konnte nicht das Risiko eingehen, hier Jemanden anzusprechen und um Hilfe zu bitten.
Aus meiner Sicht war der Täter (wahrscheinlich) nicht allein, sondern es war eine Gemeinschaftstat zweier, die weder eigenes Auto noch viel Zeit hatten. (D.h. kein "Kopf" einer Bande.) Der "Freund" ist entweder so gefährdet, dass er nicht reden darf oder er ist (mit)verantwortlich. Ob die Identität des Freundes den Ermittlern bekannt ist, wissen wir nicht. Man sucht aber anscheinend nicht den Freund. Denn der Tag der Anzahlung, 13.03. steht nicht so sehr im Mittelpunkt der XY Sendung, wie auch der Ort der Anzahlung, der nicht explizit gesucht wird. Dennoch wissen wir nicht wirklich, ob die Identität des "Freundes" bekannt ist.
Dass der Kopf nicht in der Tasche war, führe ich ebenso wie andere hier, schlicht und allein darauf zurück, dass die Tasche nicht groß genug war. Dass das Opfer zerstückelt wurde, führe ich auch eher auf "praktische" Gründe zurück, die Leiche möglichst schnell, unauffällig und unaufwendig entsorgen zu müssen.

Grausam. Traurig. Furchtbar.
Man hofft, dass die Beteiligten kein friedliches Leben führen, sondern das Gewissen sie irgendwann einholt. Oder doch Irgendwer mal sein Gewissen erleichtert.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

02.05.2021 um 22:57
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:Ob eine Passfälschung tatsächlich 60000DM kostet, weiß ich nicht, erscheint jedoch sehr hoch.
Das Thema gab es auch in der aktuellen Folge von Cold Case Austria, da wurde ein Preis von 1000-2000 Euro genannt, fand ich dann wieder recht günstig. Vielleicht sind die technischen Möglichkeiten heute aber auch besser so dass es deutlich günstiger ist als noch 2001.
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:"Wahrscheinlich am 06.04.2001 13.45Uhr ....Kaufhof Marienplatz (München)...Samsonite Reisetasche mit Rollen..283,60 DM. [...] In dieser Tasche wird später C.H.Y. Leiche transportiert [...]", 21.05.2001 letzter Tag, der im Leben von C.H.Y. rekonstruierbar ist.
Ich frage mich wie man die Tasche genau zuordnen konnte ? Es wurden doch sicher noch mehr dieser Taschen in München oder Bayern verkauft, und auch 2001 gab es schon Versandhandel, oder die Tasche wurde ganz woanders gekauft.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

02.05.2021 um 23:57
Zitat von 1cast1cast schrieb:Ich frage mich wie man die Tasche genau zuordnen konnte ?
Diese Überzeugung, dass genau diese Tasche da gekauft wurde, kam im XY Beitrag so rüber.
Die Daten zum Taschenkauf erfüllen ja nur den Sinn, Zeugen zu finden, mehr nicht. Ein Strohhalm. Falls die Tasche aus München doch nicht genau die Tasche war, bleibt die Tatsache, dass es genau so eine teure Samsonitetasche war.

Vielleicht haben auch Samsonite Taschen ne genaue Artikelnummer drinnen, immerhin hat man bei denen auch einen sehr guten Reparaturservice. Die Kaufhäuser haben von Samsonite nicht unzählige Modelle lagernd, sondern meistens paar unterschiedliche Koffertypen und je so vielleicht 2-3 Stück davon. (So große Reisekoffer müssen ja auch gelagert werden. Man bestellt bei Nachfrage eher nach.) Die Ermittler werden einfach bei Samsonite recherchiert haben, wo und wie oft im Umkreis der in Frage kommenden Städte dieser Taschentyp verkauft wurde. Sie werden auch geschaut haben, wie lange der Taschentyp bereits auf dem Markt war. Anscheinend hatten kleinere Taschenläden dieses Model nicht...

Ich glaube nicht, dass 2001 der Online Handel schon so ausgeprägt war wie dies heute war. Es hatte auch nicht Jeder einen Computer. Gerade in asiatischen Restaurants oder auf Märkten, bzw. da wo die asiatischen Mitmenschen ihr Geld verdient haben, hat man nicht die Welt verdient. Deshalb wundert mich schon die 283DM Tasche.
Wobei man das auch wieder anders erklären könnte: ne gute Tasche, wenn man viel herumreist oder öfters mal umzieht und nicht viel Zeug hat - aber immer mal das Zimmer wechselt, dafür geben schon einige Menschen was aus. Eine gute Tasche behält man in der Regel ja auch paar Jahre. Manch einem ist trotz wenig Verdienst und harter Arbeit der Besitz von Markenartikeln besonders wichtig, v.a. wenn man jünger ist, soll es nach was aussehen. Oder die Tasche wurde der Person gekauft (Zeugenchance).

Keine zwei Monate vorher wird die Tasche gekauft, (wenn es die denn war). D.h. die Tasche wurde auch nicht auf einem Flohmarkt erstanden oder geklaut (sonst gab es wahrscheinlich ne Anzeige, vermute ich mal).

In meiner Phantasie sehe ich eher einen (od. 2) jüngere Täter, der/die wollten zu Geld kommen, ...die haben eine fiese Nummer gedreht..., vielleicht nicht mal richtig geplant...., aus einer gruseligen Idee wurde Wirklichkeit.
Keine Ahnung, ob ich damit richtig liege. Der/die Täter können genauso gut älter gewesen sein.
Aber zumindest das Ablegen der Leiche in einem Zug...das ist keine "Profi"-handschrift meiner Meinung nach.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 00:18
Zitat von 1cast1cast schrieb:Das Thema gab es auch in der aktuellen Folge von Cold Case Austria, da wurde ein Preis von 1000-2000 Euro genannt, fand ich dann wieder recht günstig. Vielleicht sind die technischen Möglichkeiten heute aber auch besser so dass es deutlich günstiger ist als noch 2001.
Wie gesagt, ich kann zu den Zahlendimensionen nichts sagen. Aber 1000-2000 Euro finde ich auch extrem wenig.
Um zum Fall C.H.Y. zurückzukehren, vielleicht haben die Verwandten den Betrag auch falsch verstanden und das so an die Ermittler weitergegeben.

Was mir nur auffällt: C.H.Y. soll ja laut XY Beitrag bereits 10.000 DM angezahlt haben. Das Geld soll er sich geliehen haben!
Wenn er sich dies bereits geliehen hat, wie sollte er dann jemals an 60.000 DM kommen (oder wie auch immer der Betrag für den gefälschten Pass sein soll)? Demnach war er nicht in der Lage das Geld zu zahlen.
Es macht auch nicht so richtig Sinn, zuerst eine Anzahlung zu machen und bei Übergabe des Passes wieder nur eine Anzahlung.
Vermutlich hat C.H.Y. damit gerechnet, weiterhin Aufschub zu erhalten. Vielleicht ist es dann zum Streit gekommen und C.H.Y. wollte sein Geld zurück, weil klar wurde, dass er keinen Pass bekommt.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 00:37
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:Was mir nur auffällt: C.H.Y. soll ja laut XY Beitrag bereits 10.000 DM angezahlt haben. Das Geld soll er sich geliehen haben!
Wenn er sich dies bereits geliehen hat, wie sollte er dann jemals an 60.000 DM kommen
Wenn ich mich recht entsinne, hieß es bei XY, dass er das restliche Geld dann angeblich später abzahlen sollte.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 01:17
Zitat von cecil_XYcecil_XY schrieb:Wenn ich mich recht entsinne, hieß es bei XY, dass er das restliche Geld dann angeblich später abzahlen sollte.
Das habe ich auch so in Erinnerung.

Ansonsten kann ich mir zu der Tasche auch keinen rechten Reim machen, bezüglich des Kaufs. Es klingt so, als wenn es sicher wäre, dass die Tasche in München gekauft worden ist.
Ob man die Taschen klar zuordnen kann, kann ich nicht sagen. Ich müsste mal bei meiner nachschauen. Die werden aber keine Individualnummern haben, denke ich mal.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 01:28
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:Was mir nur auffällt: C.H.Y. soll ja laut XY Beitrag bereits 10.000 DM angezahlt haben. Das Geld soll er sich geliehen haben!
Wenn er sich dies bereits geliehen hat, wie sollte er dann jemals an 60.000 DM kommen (oder wie auch immer der Betrag für den gefälschten Pass sein soll)? Demnach war er nicht in der Lage das Geld zu zahlen.
Damals hatte China eine der höchsten Sparquoten der Welt, weil es praktisch weder Kranken- noch Rentenversicherungen gab. Die einfachen Leute haben sich ihre Rücklagen wortwörtlich vom Munde abgespart. Derartige Summen konnten darum auch relativ arme Familien problemlos lockermachen. Umgekehrt war ein "Ankerkind" in Europa, wenn ich es mal so nennen darf, bei den damaligen Wechselkursen eine super Investition, wenn er oder sie nur regelmäßig einen Teil seines Einkommens nach China zurück überwies und weiteren Verwandten den Weg nach Europa bahnte.
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:Wie gesagt, ich kann zu den Zahlendimensionen nichts sagen. Aber 1000-2000 Euro finde ich auch extrem wenig.
Das ist eine realistische Summe. Für die utopische Ziffer von 60.000 DM gibt es eine ganz einfache Erklärung: Der ursprüngliche (betrügerische) Anbieter hat wahrscheinlich nur 15.000 DM oder so gefordert, der erste Mittelsmann hat da 100% drauf geschlagen, und der zweite Mittelsmann wieder 100%.


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03.05.2021 um 03:07
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:..die haben eine fiese Nummer gedreht..., vielleicht nicht mal richtig geplant.
Wäre möglich, weil sie so vorgegangen sind, wie bekannt.
Einfacher und planmäßiger wäre gewesen, das Opfer zu einem neutralen, relativ einsamen Ort zu bestellen und dann...

Und kein Risiko, doch von einer Kamera gefilmt zu werden oder von einem möglichen Zeugen beobachtet.
Sie müssen sich wohl relativ sicher gefühlt haben.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 04:13
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:Ich habe mal paar genannte Fakten aus dem XY Beitrag zusammengetragen
Liebe Sillyrama, vielen Dank für diese ausführliche Zusammenfassung! Perfekt, falls das Video mal gesperrt wird. Deine geistreichen Gedanken und Meinungen liefern außerdem viele gute Denkansätze.

Besonders zu der Tasche haben hier schon Viele interessante Bemerkungen gemacht, an die ich selbst noch gar nicht gedacht hatte.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 09:44
Zitat von SillyramaSillyrama schrieb:Eine gute Tasche behält man in der Regel ja auch paar Jahre. Manch einem ist trotz wenig Verdienst und harter Arbeit der Besitz von Markenartikeln besonders wichtig, v.a. wenn man jünger ist, soll es nach was aussehen.
Könnte es vielleicht sein, dass die Marke damals (oder immer noch?) in China einen gewissen "Kultstatus" hatte? Hier in Trier besuchen heute sehr viele chinesische Touristen das Karl-Marx-Haus, und vor einigen Jahren hat dort gegenüber ein kleiner Laden einer bestimmten Solinger Messermarke aufgemacht, der nur und ausschließlich diese Messer verkaufte. Und der Laden war ganz auf chinesische Kunden eingestellt, also chinesische Beschriftung, entsprechend sprachkundige Verkäufer usw.

Mich hat das erst gewundert, aber dann habe ich gesehen, dass chinesische Reisegruppen fast vollständig in dem Laden verschwunden sind (bei der Größe des Geschäfts eine Herausforderung!) und diese Messer gekauft haben. Eine Verkäuferin erzählte mir dann, dass diese Messer in China wohl als das Nonplusultra galten und man damit ziemlich angeben konnte.

Mittlerweile ist das wohl nicht mehr so, man kann die Messer jetzt auch in China bekommen, aber vielleicht war es mit Samsonite-Taschen und Koffern ja ähnlich? Dann könnte in der Tat auch jemand, der eigentlich nicht viel Geld hatte, sich so eine Tasche gekauft haben.

Dann muss er allerdings schon ziemlich unter Druck gewesen sein, die Leiche loszuwerden, denn sonst würde er ja nicht seine GUTE Tasche dafür verwenden....


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 10:24
Das die Tasche vielleicht ne billige Fälschung war kann man wohl ausschließen `?


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 10:34
Zitat von 1cast1cast schrieb:Das die Tasche vielleicht ne billige Fälschung war kann man wohl ausschließen `?
Wenn sie wirklich in einem Kaufhaus und zu dem Preis gekauft wurde, dann war sie wohl echt.... Kaufhäuser können sich das nicht erlauben, Fakes zu verkaufen.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 10:34
@UY_Scuti : Vielen Dank. Ja, der Gedanke dahinter war, dass der XY Beitrag verschwinden könnte und auch, dass man nicht immer wieder alles anschauen muss.

Zu den wenigen Dingen, die man bei dem Fall gedanklich zusammenreimen kann, könnte man noch hinzunehmen, dass der/die Täter zumindest ein paar Erfahrungen mit Nachtzügen gemacht haben könnten. (Vielleicht sind sie regelmässig eine Zeitspanne lang von einer Stadt zu einer anderen berufswegen gependelt oder mussten hin und wieder zu besonders späten oder frühen Zeiten so einen Zug nehmen.) Das muss allerdings nicht sein.
Sie haben einen Nachtzug gewählt, und der Plan ist für sie gut aufgegangen. D.h. er/sie konnte/n unbemerkt ein- und wiedersteigen.
Es war auch gut überlegt, den schweren Koffer nicht einfach nur stehen zu lassen, sondern auf eine Ablage zu stellen. Nachts gehen die Schaffner seltener durch die Züge. Der Blick streift meist nur schnell die Sitzreihe, anstatt die Gepäckablage.
Im XY Fall wurde die Gepäckablage über dem Fensterplatz genutzt. XY Filme dichten häufig unwahre Details hinzu. D.h. es kann auch ein ganz anderer Wagontyp oder Platz gewesen sein. Noch cleverer wäre gewesen, den Koffer auf den Platz, der am nächsten der Tür ist, zu tun, weil der Blickwinkel vom Schaffner den Koffer noch weniger erfasst, als die Ablage über dem Fensterplatz.
Aber Letztlich wurde der Koffer nicht gesehen oder der Schaffner bzw. andere Reisende dachten, da ist nur Jemand gerade auf Klo.
Ich vermute, dass das Abteil bis Prag leer geblieben ist, sonst hätte sich vielleicht doch ein Zeuge gemeldet. Deshalb: der/die Täter/Verbringer kannten sich (zumindest ein wenig) mit Nachtzügen aus. Hätte man den Koffer einfach so im Abteil abgestellt, was bei der Schwere einfacher und schneller gegangen wäre, wäre der Koffer wesentlich früher ins Auge gefallen. Die Täter wollten, dass der Zug so lange wie möglich mitfährt. (Ein kopfloser Körper eines unbekannten unregistrierten datenlosen Menschen irgendwo zwischen Deutschland und Tschechien... Hätte C.H.Y. keine Verwandten in Deutschland, wäre er vielleicht nie identifiziert worden.)
Ein Umstand, der den Tätern weiter noch zuspielt, ist, dass der Koffer zunächst mitgenommen anstatt gemeldet wurde. So war der Zug bereits längst auf dem Rückweg, bevor der Koffer gemeldet wurde. Wahrscheinlich war nicht mal mehr klar, in welchem Abteil der Koffer gelegen hatte. Spuren verwischt.
Dass der Montagearbeiter den Koffer mitnahm, ist für mich ebenso Samsonite geschuldet. Das haben die Täter sicherlich nicht bewusst einkalkuliert. Aber auch das hat ihnen nochmal zugespielt.

@brigittsche
Ob Samsonite Artikel für Chinesen Kultstatus besitzen, kann ich nicht sagen. Aber Markenware hat natürlich ne größere Anziehung. Nicht umsonst werden so viele Marken in Asien kopiert. Wie gesagt: für mich liegt hier nur die Erklärung, dass der Koffer nicht dafür angeschafft wurde, um einen Toten darin wegfahren zu lassen.
Und vielleicht noch, dass der Besitzer Wert auf eine hochwertigere Tasche gelegt hat. Ob er sich sowas leisten konnte, wissen wir nicht. Vielleicht hat ihm die auch Jemand geschenkt, z.B. die Eltern.
Der Wert der Tasche und die Verkaufsdaten dienen dazu, dass mögliche Zeugen sich angesprochen fühlen.


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Mord an C. Hui Yan (zerstückelte Leiche im Zug) aus dem Jahr 2001

03.05.2021 um 10:40
Zitat von boraboraborabora schrieb:Sie müssen sich wohl relativ sicher gefühlt haben.
Ja. Oder sie hatten einfach "Glück". Ich vermute, dass es genauso gut möglich gewesen wäre, sie wären mit dem Koffer gesehen worden. Ich vermute, es war mehr Glück als Verstand.

Aber vielleicht habe ich mich auch schon zu sehr "mein" Täterbild hier festgelegt.


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