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Die verschiedenen Lebenswege

21 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Entscheidungen, Möglichkeiten

Die verschiedenen Lebenswege

29.07.2016 um 01:23
Hallo Leute, ich eröffne mal ein neues Thema,

Ich bin zwar jetzt erst 23 aber ich muss wirklich sagen, es ist wirklich komisch wie schnell alles ging seitdem ich 18 wurde. Seitdem ist es als ob das Leben nur so an mir vorbeirast... Plötzlich so viele neue Sachen die dann schon wieder alt sind. Aber ich denke da geht es bestimmt nicht nur mir so.

Was ich eher mal fragen wollte ist, findet ihr es nicht auch komisch dass man nur ca. 80 Jahre (wenn überhaupt) um sein Leben auf der Erde zu leben ?
Ich meine es gibt so viele Dinge zu lernen, selbst wenn man sein ganzes Leben lernen würde gäb es immer noch 1 Million Jahre mehr die man zum lernen aufbringen könnte. Das fasziniert mich, nervt mich aber auch gleichzeitig. Man muss sich für einige Dinge entscheiden die man ein wenig lernen will.
Es gibt also so viele verschiedene Wege die man einschlagen kann. Man kann sich entscheiden sein Leben mit Sport zu füllen, Fußballstar, Tennisstar oder was weiß ich zu werden.
Man kann aber auch eine Band gründen und sich komplett auf die Musik konzentrieren. Man kann versuchen das Klavier spielen zu perfektionieren.
Man kann ein Superprogrammierer werden , man kann ein Businessman werden, der auf schicken Parties mit seinem Glas Wein schwenkt oder man kann ein geselliger Typ sein der mit seinen Kumpels um die Häuser zieht.
Man kann der Typ sein, der auf jeder Party immer wieder eine Neue mit nach Hause bringt oder derjenige der seit 5 Jahren mit seiner Freundin zusammen ist.
Man kann der naturverbundene Mensch sein der irgendwo im Gebirge oder am Strand lebt oder der Großstadttyp.

Es gibtalso wie ihr seht und bestimmt auch schon vorher wusstet sehr viele verschiedene Arten zu leben... - unendlich viele. Und man muss sich für eines entscheiden. Man bekommt also nur einen mickrigen Teil vom Leben mit. Nämlich nur den Teil den man selbst mitkriegt. Den den man sich aussucht mitzukriegen.

Geht es nur mir so, dass ich gern mal alle möglichen verschiedenen Wege ausprobieren würde und das Leben viel zu kurz erscheint oder gibts ein paar die auch schon solche Gedanken hatten ?

Das wars auch schon :) Ich les mir jetzt auch nicht nochmal durch was ich geschrieben habe, weil ich sonst noch ewig sitzen würde um die richtigen Formulierungen zu finden und am Ende doch nicht dazu komme es zu posten, also bitte nicht wundern, wenn der ein oder andere Satz etwas komisch oder alles allgemein ein bisschen "schwammig formuliert" erscheint.

Über ein paar Antworten, egal was für welche, vllt einfach auch mal eine eigene Ansichtsdarlegung würde mich freuen :)

MfG


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Die verschiedenen Lebenswege

29.07.2016 um 01:51
@Dom22


Das ein Jahr schneller vergeht je älter man wird ist ganz normal.
Nein, es vergeht ja nicht "schneller", nur die Perspektive verändert sich. Die Wahrnehmung von Zeit, Einteilung in Tage, Wochen, Monate ist an feste Abläufe und Verpflichtungen geknüpft sobald man Schüler wird... und mit jedem Jahr steigen die Verpflichtungen und Erwartungen.

Als Kind teilt man das Jahr in Ostern, Geburtstag, Sommerferien, Nikolaus und Weihnachten ein.
Ein Kind hat eine andere Wahrnehmung von Zeit. "Wieviele Tage noch bis zu meinem Geburstag, Mama?" - Egal wie weit entfernt oder wie nah das herbeigesehnte Ereignis auch ist.... es ist eine Ewigkeit für das Kind.

Als Schüler lernt man mit der Zeit sich aufs Wochenende und die Ferien zu freuen. Das sind dann sozusagen zusätzliche Highlights im Schüleralltag. Eine überschaubare Zeitspanne, dabei verfliegen die Wochen nach und nach. Grade waren noch Osterferien, schon steht der Sommer vor der Tür...
Und schwupps muss man sich um einen Ausbildungsplatz bemühen.

Die Verpflichtungen im Berufsleben spannen einen später noch zusätzlich ein.... So scheinen die Wochen, Monate, Jahre noch kürzer zu sein als sie eigentlich sind.

Die Zeitspanne für jeden Menschen ist eigentlich gleich - naja, abgesehen von persönlichen Umständen, mancher mag es Schicksal nennen. Aber im Großen und Ganzen hat ein jeder Mensch eben seine Lebenszeit.

Was wir mit unserer Lebenszeit machen, wie wir sie gestalten und füllen, was wir bewirken können... das liegt ganz bei uns.
Und ob wir diese Zeit sinnvoll nutzen oder verplempern liegt alleine im Auge des Betrachters. Der eine empfindet es als sinnvoll und gut, der andere würde es eher als Zeitverschwendung einordnen.
Egal ob man sich für irgendeinen Verein engangiert oder lieber der Einsamkeit frönt, ob man sich für den Naturschutz einsetzt, Bäume und andere Pflanzen anpflanzt oder auf der Jagd nach Erfolg und Anerkennung von einem Meeting zum nächsten hetzt.

Unser Leben besteht aus Entscheidungen. Vom ersten Moment an an dem man beginnt Aktion - Reaktion in Zusammenhang zu bringen. Also irgendwann im Kleinstkindalter (wenn nicht sogar schon früher, siehe "wenn ich heule kommen die Eltern an mein Babybett, dann bin ich nicht gelangweilt").
Wie wir uns entscheiden, hat Auswirkungen auf unser nahes und weites Umfeld.
Doch um eine Entscheidung kommt man nicht herum. Denn wenn man nur unentschlossen herumsteht und nicht wagt sich zu entscheiden, dann vergeudet man die eigene wertvolle Zeit. Zeit, in der man hätte aus einer Entscheidung eine richtige Entscheidung werden lassen können.


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29.07.2016 um 22:35
Vielen Dank für deine Antwort Slobber, war interessant zu lesen und ich kann dir nur zustimmen !


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29.07.2016 um 22:56
Ich bin oft "unglücklich" weil die zeit immer schneller vergeht. Man arbeitet, man gibt das Geld für den alltäglichen Gebrauch aus aber erlebt so wenig neues weil man so viele Verpflichtungen hat - bzw. man es glaubt. So gerne würde ich die Welt erkunde, mehr in meinem leben sehen ... doch dafür muss ich noch lange lange arbeiten, wie es aussieht - oder man bricht einfach auf und lässt die Welt hinter sich, schlägt sich ohne Geld durch.. doch wer ist schon so stark?

So lange gucke ich mir einfach Menschen wie Ed Stafford an und bewundere sie ;)


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29.07.2016 um 23:03
@Dom22
Ich finde es toll,daß du dir in diesem Alter schon solche Gedanken machst.
Bei mir war es etwas anders,ich mach mir erst jetzt ab und zu mal einen Kopf,
und überlege,was gewesen wäre,wenn...
Ich bin mehr als 30 Jahre älter als du,und wenn ich zurückblicke,dann hab ich wohl die Eine,
oder Andere schlechte Entscheidung getroffen,wobei das Niemand mit Sicherheit sagen kann.
Denn meine Überzeugung ist,daß ein Jeder seine Bestimmung hat.
Ich glaube zwar nicht an Gott im herkömmlichen Sinn,aber trotzdem an eine übergeordnete Kraft.
Und ich glaube daran,daß es für jeden Menschen,der in einer schlechten Situation steckt,eine
Möglichkeit gibt,diese zu verbessern.
Geh mit offenen Augen durch die Welt,dann wirst du schon sehen,wo du hinwillst,
und vor allen Dingen,wo du NICHT hinwillst.
Und auch für dich wird deine Zukunft viele Überaschungen bereithalten.
Glaub mir,ich bin jemand,der immer offen für Neues ist,auch jetzt noch.
Ich genieße mein Leben,obwohl ich nicht viel Geld habe,ich bin jetzt viel entspannter,
Ich habe früher keine Party versäumt,war immer vornedran,aber dadurch sind mir auch viele Chancen entgangen.
Heute bedauere ich es zwar nicht,aber manchmal denke ich schon... Hmm...


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29.07.2016 um 23:07
@Dom22

Wie slobber schon geschrieben hat, kommt es einem nur so vor, dass die Zeit schneller vergeht.
Aber glaube mir, besser wird das nicht mehr. Kaum war mein Sohn geboren, diese Jahr wird er 25. Die Tochter meiner Partnerin hat im März eine Tochter zur Welt gebracht, jetzt sind wir Großeltern und vor eine paar Tagen wurde mir bewusst, dass ich noch 10 Jahre arbeiten muss und dann ist das auch erledigt. Gefühlsmässig rast die Zeit und das Leben an einem vorbei. So kommt es zumindest mir vor.


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29.07.2016 um 23:17
@SecretLetter
Hört sich ziemlich traurig an.
Bist du wirklich nur reduziert aufs Geld verdienen?
Mir ist schon klar,daß das"Leben" teuer ist.
Aber man braucht doch auch Freude! am Leben.
Nichts ist so wertvoll,was man sich mit Geld kaufen könnte,als deine Zufriedenheit.
Und deshalb denke ich,man kann mit sehr wenig Geld auskommen.
Ja,ich weiß,man hat Wünsche,keine Ahnung,ob du Kinder hast,oder sonstwie finanzielle Verpflichtungen.
Schreib doch mal deine Situation.


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29.07.2016 um 23:28
Um so wichtiger ist es, sich auch mal etwas Zeit zu nehmen für irgendetwas.

Ob es ein Sonnenuntergang ist, ein Häschen auf der Wiese vor der Feuerwache.... Ob man den Duft des Flieders wahrnimmt der über die Straße geweht wird. Ob man gemeinsam mit dem Nachwuchs beim Spaziergang ein Tierchen oder sogar eine Vogeleierschale betrachtet...
Die kleinen Dinge sind es die zählen. Die bewusste Nutzung der Sinne im Alltag


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29.07.2016 um 23:36
Man vergisst es leider die einfachen Dinge zu schätzen. Passiert mir auch immer wieder mal.


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29.07.2016 um 23:59
@Picassoratio
Es geht um all dieses was man "muss" - z.b. arbeiten, 5 Tage die Woche nur damit man halt ein Dach über dem Kopf hat, was zu essen und sicherlich auch mal der ein oder andere luxus den man sich erlauben kann. Da geht so viel zeit für drauf, in der man so viel von der Welt sehen könnte.
Klar gibt es einiges was mich anders glücklich macht, aber irgendwie macht mich das verrückt - man hat nur ein leben aber ist in sich selber gefangen. Ist aber meckern auf hohem Niveau.
Es gibt diese unendlichen Möglichkeiten auf dieser Welt, das was man alles sehen, hören, riechen, fühlen kann... und trotzdem ist man im Alltag gefangen - zumindest ich.


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Die verschiedenen Lebenswege

30.07.2016 um 00:11
@Dom22

Sehr guter Thread, meinen Respekt hierzu.

Zum Thema wie schnell ein Jahr vergeht (oder auch nicht): Was mir besonders auffällt, und da denke ich in letzter Zeit öfter drüber nach und macht mich irgendwie immer ein wenig unglücklich, ist wie sehr Erlebnisse und überhaupt ganze Lebensabschnitte in Vergessenheit geraten.

Ich bin jetzt 26, also auch noch nicht ganz so alt möchte ich meinen. Aber mir kommen manche Erinnerungen vor, als wäre es in einem anderen Leben passiert, keine Ahnung ob das jemand nachempfinden kann.

Wenn ich zB an glückliche Momente oft denke die sich mein Gehirn gemerkt hat, dann sind diese Erinnerungen einfach extrem weit weg. Vor allem da ich durch einen Umzug auch seit ein paar Jahren zu meiner Familie keinen wirklichen Kontakt mehr habe (bzw sehr selten), wird man auch gleich seltener an die ganzen Geschichten erinnert.

Mich hat natürlich auch der Alltag. 5 Tage die Woche, je 8 Stunden arbeiten. Zuhause dann Frau und Kind. Fast immer die selben Abläufe, nicht dass ich mich beklagen möchte, denn ich weiß mein Leben sehr zu schätzen und bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden damit. Aber Kindheit, Jugend - ist alles fast weg.

Zum eigentlichen Thema - wie gesagt, ich bin zufrieden, ich habe einen mehr oder weniger sicheren Job, der ganz okay bezahlt ist, eine selbstständige Frau die mir nicht an der Tasche hängt, ein Kind, was wohl für die Meisten ohnehin das absolute Highlight darstellt.

Aber natürlich hab ich mir vor zB 10 Jahren das auch alles ganz anders vorgestellt. Wollte das Leben ganz anders angehen, 100 verschiedene Dinge ausprobieren und kennenlernen, die Welt sehen. Auswandern, mich selbstständig machen, Sprachen lernen. Aber all das lässt der Alltag der mich mittlerweile festhält, einfach nicht zu, zumindest nicht ohne Lebensqualität einzubüßen. Und der Realist in mir sagt, dass das was ich jetzt habe, viel mehr wert ist als man denkt. Man muss auch den Alltag zu schätzen wissen. Natürlich jammern wir alle, wenn wir 40 Stunden in der Woche hart arbeiten müssen, wenn dann vielleicht noch die Frau zuhause herumzickt o.ä. Aber andere haben gar keine Arbeit und/oder sind alleine, die würden sich genau diese "Probleme" (eigentlich eher first world problems) sehnsüchtig wünschen.


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30.07.2016 um 00:52
Vielen Dank für die Beteligung. Freut mich dass ich einige Antworten erhalten habe :)

@Cptn.Wankalot
Vielen Dank.
Genau das was du beschreibst, dass einem Erinnerungen so vorkommen als wären sie in einem anderen Leben passiert, dass einem die ganzen Erinnerungen der Kindheit oder als man noch zu Hause war sehr weit weg vorkommen - genau so geht es mir auch.....
Kann das gut verstehen.

@SecretLetter
Ich weiß was du meinst. Das Leben ist einfach komisch aufgebaut nicht? Man arbeitet 5 Tage der Woche + sonstige Verpflichtungen für die man noch Zeit aufwenden muss damit man 2 Tage die Woche maximal frei hat. Eigentlich sollte es doch anders herum sein :). Und klar das klingt komisch wenn man bedenkt wie es Menschen in anderen Ländern geht wo Kinder etc. arbeiten müssen. Trotzdem ist es schade dass man wenn man das Leben also einfach nicht ganz so ausschöpfen kann wie man es selbst gern würde.


@slobber
Genau diese Ansätze, die einfachen Dinge im Leben zu bemerken und zu schätzen, finde ich richtig gut. Genau das habe ich mir vor einiger Zeit auch mal vorgenommen. Einfach mal herausgehen, in die Welt laufen und an einem ruhigen Plätzchen hinsetzen. Einen tiefen Atemzug nehmen und genießen dass man lebt. Das tut richtig gut !

@Picassoratio

Ich werde versuchen meine Augen offen zu halten und sehen zu können wo ich hinwill. Noch habe ich nicht so richtig herausgefunden was genau ich (sein) will.


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30.07.2016 um 11:05
Unsere Existenz ist einfach viel zu kurz, um alles machen/erleben/sehen zu können. Selbst wenn man sich jedes Jahr neu im Leben ausrichtet, es gibt unendlich viele möglichkeiten. Und eines Tages werden wir vom alter her zu schwach sein, um das was wir verpasst haben nachholen zu können. Oder wir haben schlichtweg nicht die Mittel um unsere Träume in jungen Jahren verwirklichen zu können. Und das finde ich ein wenig Schade, zumal uns DIESES Leben nur einmal gegönnt wird, vermutlich.


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30.07.2016 um 22:03
Ich bin vor paar Tagen 48 geworden. In meinem Lebesweg gab es Einschnitte und Entscheidungen die mich beeinflußt haben.
Mit 18 als Z4 zum Bund und dort eine Ausbildung zum Fluglotsen nachdem ich vorher eine Ausbildung zum KZ-Mechaniker mit Schwerpunkt Tuning . Nebenbei beim Bund die Englischschule mit dem höchsten Abschluß abgeschlossen.
Dann kam ich wegen Lympfdrüsenkrebs in die Klinik , wo ich 2 Jahre Chemo und Strahlenterapie hatte und für eine neue ( heute Standart-) Behandlung Versuchskaninchen war. Diese Zeit änderte viel in meinem Leben. Ich machte aus langer Weile mehrere Sprachkurse und Studienlehrgänge. Aber ohne Abschluß weil ich nicht in der Lage war aus gesundheitlichen Gründen.
Nach meiner Klinikzeit und vor allem Während habe ich gelernt zwischen Freunden und Bekannten zu unterscheiden , was ich heute noch mache.
Da ich durch den Krebs für den Bund uninteressant war und die Lizenzen verfallen , habe ich nebenbei den LKW Führerschein gemacht.
Dann in den frühen 90ern 2 Jahre Hilfstransporte in den Osten gefahren. Dort habe ich gesehen in was für einem Überfluß wir leben.
In Moldavien sah ich Kinder die verhungert waren. Mütter die ihre 8 oder 10 Jähriigen Töchter an fette Säcke in dicken Luxusautos mit westlicher Zulassung verkauften.
Meine Familie die sehr reich ist hat nicht akzeptiert das ich mein Geld lange Zeit dort ausgegeben habe. Ich habe mit anderen LKW Fahrend dort bisher 8 Kindern eine Schulausbildung und Studium ermöglicht.
Zu meiner Familie habe ich seit langem (15 Jahre) keinen Kontakt mehr. Für die zählt nur Geld.
Seit 25 Jahren fahre ich nun LKW und liebe den Job immer noch.

Warum ich das alles erzähle ist der , Lebenswege entstehen durch Erfahrungen und Erlebnisse. Es liegt an einem selber was man daraus Gewinnt und lernt. Ich lege keinen Wert auf Image oder Ansehen , Geld brauche ich für Essen , Auto und Miete. Den Rest gebe ich mal für Luxus , mal für Hilfe aus. Nie an Organisationen , immer selber an andere. Von allen Kids den ich in Osteuropa ein besseres Leben ermöglicht habe bekomme ich mehr zurück als ich von Geld kaufen könnte
Nun lebe ich mit meiner 20 Jahre jüngeren Freundin zusammen , die Zeit vergeht wie Flug , aber ich möchte sagen das ich nie das Gefühl habe ich hätte was Verpasst . Sollte ich es Wiederholen können möchte ich es mit allen Krankheiten , Erfahrungen und Erlebnissen genau so wieder leben.

@Dom22 lebe so das du dir DEIN Leben aufbaust und nicht das was andere für dich wollen. Probiere alles aus was machbar ist .
JEDERMAN STIRBT , ABER NICHT JEDER MANN HAT GELEBT


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30.07.2016 um 23:43
@Dom22

Genau diese Gedanken habe ich mir auch schon gemacht. Es gibt wirklich viele Dinge, die mich interessieren, und bei denen ich mir vorstellen könnte, sie zu meiner Berufung zu machen. Z.B. an irgendetwas forschen, dann aber auch z.B. Berufsmusiker werden. Aber man muss sich für eines entscheiden, denn man will ja das, was man macht, richtig machen. Und das geht eben nur, wenn wir uns auf einen bestimmten Lebensweg beschränken.

Ich habe mich für einen "alt hergebrachten" Lebensweg entschieden. Für mich ist es der größte Traum, ein Eigenheim und Familie zu haben. Um dies zu erreichen, muss man eben auch einen entsprechenden Beruf ergreifen, d.h. einen, der einigermaßen sicher ist und man genug Geld verdient. Damit fielen viele Alternativen schonmal weg. Jemand anderes würde so ein Lebensentwurf vielleicht überhaupt nicht glücklich machen. Ich glaube, so etwas ist sehr stark eine Charakterfrage.

Gleichzeitig könnte ich mir aber auch einen völlig gegensätzlichen Lebensweg vorstellen: manchmal stelle ich es mir vor, wie es wäre, auf der Straße zu leben und herumzuhängen. Ich frage mich dann auch, ob ich nicht auch vielleicht in einem solchen Leben glücklich sein würde.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch bestimmte Determinanten, die das Leben in eine bestimmte Richtung lenken. Ich denke, hier spielt v.a. die Familie und das gesamte soziale Umfeld eine große Rolle. So wie ich aufgewachsen bin, wäre es mir glaube ich kaum möglich gewesen, selbst wenn ich gewollt hätte, dauerhaft auf die schiefe Bahn zu geraten.

Wie du schreibst, unterliegen wir alle Restriktionen im Alltag. Man kann eben nicht so einfach alle Segel känzeln und ein neues Leben anfangen, ne Weltreise machen etc. Denn hierzu braucht man eine Menge Geld, das man sich erst irgendwie, über Jahre hinweg, erarbeiten muss. Eine andere Frage ist aber auch, ob ein solcher Schritt einen nicht nur für den Moment glücklich machen würde. Wichtig ist doch, dass man etwas macht, was einen langfristig, möglicherweise auch in der Zukunft glücklich macht. Wie würde es z.B. nach der Weltreise weitergehen? Wäre man dann immernoch glücklich? Um auch in der Zukunft glücklich sein zu können, ist es manchmal eben nötig, über eine längere Zeit, die Zähne zusammenzubeißen.

Und ja, auch ich habe nicht selten ein schlechtes Gewissen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich manche Phasen im Leben einfach besser nutzen könnte. Immerhin gibt es genug Leute, die alles dafür geben würden, dieses Stück Lebenszeit nutzen zu können. Aber unter meinen Umständen kann ich es teilweise einfach nicht.


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Suheila
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30.07.2016 um 23:56
@Dom22

Wie sagte Gandalf in Herr der Ringe:
Wir haben nur zu entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen die uns gegeben ist.
Ja wir haben nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung und sollten versuchen, das Beste daraus zu machen.

Und immerhin haben wir überhaupt diese Chance bekommen.
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.
- (Chinesisches Sprichwort)


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31.07.2016 um 00:39
Zeit ist relativ.... zumindest die Wahrnehmung dieser.

Für mich ist, seit einem bestimmten Tag vor X Jahren jeder Tag kostbar, jeder gemeinsame Augenblick. Jedes Wort und jede Umarmung.
Ich gehöre nicht zu jenen Leuten die eines Tages jammern "Oooh, nur soundso lange Zeit hatten wir" - Ich gehöre zu denen die einfach dankbar sind für die Zeit die man gemeinsam hatte.


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Die verschiedenen Lebenswege

02.08.2016 um 00:14
@slobber Da hast du Wohl Recht (zumindest laut Einstein) :).

Warum ist denn seit einem bestimmten Tag X jeder Tag kostbar ? Ist dir etwas besonderes wiederfahren, was dich veranlasst hat das Leben mehr zu genießen ?.
Ich finde es sehr schön, so zu leben wie Du sagst. Ich bin zwar noch nicht ganz so gut darin aber ich hoffe ich kann mir diese Lebenseinstellung anlernen :).

@Suheila: Menschen die Gandalf oder Herr der Ringe zitieren sind mir sowieso von Anfang an sehr sehr symphatisch :))). Sehr cooles Zitat !! Danke dafür !

@Subway Ich will natürlich auch einmal später einen sicheren Job und eine Familie und ein schönes Haus wo ich mit dieser Familie wohnen kann. Trotzdem werde ich noch versuchen mein Leben so aufregend wie möglich zu gestalten (was ich im Moment jedoch nicht wirklich hinbekomme). Die Denkweise "langzeitglücklich" über das kurze Glück wie bei dem von dir genannten Beispiel Reisen zu stellen finde ich ebenfalls interessant. Ich meine man kennt es ja z.B. von vielen Stars welche zwar wirklich ein sehr aufregendes Leben haben, dann jedoch oft in allem versinken und am Ende nur noch mit Drogen durchhalten bis sie sterben.
Ich denke das schlechte Gewissen dass man etwas hätte besser machen können ist weit verbreitet. Ich denke sehr oft daran, dass ich viele Dinge hätte besser machen können, wobei ich dann natürlich nicht weiß wo ich jetzt (oder ob ich überhaupt) wäre :).

@itfc Vielen Dank auch Dir für deine Antwort. Genau solche Lebenswege welche einfach - ich sag mal das Schicksal - entstehen, finde ich immer viel interessanter und kommen mir "erfüllter" vor als ein Leben das von Anfang an geplant und berechnet wurde. Es wirkt einfach viel echter. Und manchmal habe ich das Gefühl das Schicksal (oder Gott - was auch immer) weiß es auch besser als man selbst, was einem fehlt.


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Dogmatix
ehemaliges Mitglied

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02.08.2016 um 10:24
Und immerhin haben wir überhaupt diese Chance bekommen.

Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.
- (Chinesisches Sprichwort)
Ah, danke. Schönes Sprichwort.

Dazu auch noch:

Es spielt keine Rolle, wie langsam du gehst, so lange du nicht anhältst. -- Konfuzius


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03.08.2016 um 15:26
@Dom22
Tatsächlich sprichst du mir aus der Seele und zufälligerweise bin ich auch in deinem Alter.
Ich frage mich langsam ob das Beschäftigen mit solchen Fragen vielleicht ein Prozess des Erwachsen-Werdens.

Auch bei mir ging alles so schnell seit ich 19 bin. Menschen kamen, Menschen gingen, Situationen kamen, Situationen verschwanden. Ich hatte meine erste Ausbildung hinter mir, meine erste eigene Wohnung in einer anderen, neuen Heimatstadt, erste Arbeitsstelle etc.

Seit dieser Zeit ging alles so rasend schnell.
Ich lernte neue Menschen kennen, ich kündigte meinen Job, ich war eine Zeit lang Arbeitslos, ich habe alte Menschen verabschiedet, ich suchte mir einen neuen Job, ich war jede Nacht feiern, ich war süchtig nach neuen bekanntschaften, es war so viel kommen und gehen, so rasend schnell und chaotisch. Meine Überzeugungen / Einstellungen / Werte / Meinungen über das Leben und meiner Mitmenschen schwank so gravierend, dass es Zeiten der Verwirrung gab.

Auf jeden Fall verging es wie im Flug und nun wendet sich das allmählich alles.
Ich gehe nicht mehr übermäßig feiern, ich habe so gut wie alle Bekanntschaften hinter mir gelassen, ich bin plötzlich sehr gerne alleine und verbringe Zeit in er Natur, spezialisiere mich auf mich und der Frage, was ich wirklich will, unabhängig von den Vorstellungen der Eltern / Lehrer / Freunde / Massenmedien etc. welches wir alle in uns tragen. Und so langsam scheint sich bei mir eine stabile Richtung aufzubauen,

dir viel Spaß und Erfolg bei deinem Weg!

Liebe Grüße


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