Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

133 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Antidepressiva, Emotionslos ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 21:02
@Lebewesen
Ich ignoriere überhaupt nichts
Doch, Du hast. Das, was Du über die Eigenschaften von AD behauptet hast, stimmt nicht mit dem überein, was die Betroffenen erzählten. Somit steht Dein vermeintliches Wissen im Widerspruch zu den tatsächlichen Erfahrungen. Was Dich aber nicht störte, das Gegenteil dessen zu behaupten.

Ebenso sprachst Du von "einem" Medikament, während aber diverse Beiträge über Deinem bereits von verschiedenen Medikamenten sprachen. Das nenne ich Ignorieren.
Alternativ natürlich könntest Du einfach diese Beiträge nicht gelesen haben.
ob ich Ahnung darüber habe oder nicht, kannst du schlecht beurteilen.
Das kann ich sogar sehr gut alleine anhand Deiner Aussagen, die nämlich falsch waren.

Auch Deine nächsten Antworten zeigen, wie wenig Du von der Thematik verstehst:
Studien hier und Studien da... Medikament bleibt Medikament und man nimmt es um einen erwünschten Zustand zu erreichen.
Nein, ein Mediament ist nicht dasselbe wie das andere.
Und welche Zuständen durch welche Medikamente beeinflusst werden können, kann man nur durch Studien erfahren. Wie denn, bitte, sonst? Durch Rätselraten?
Wer dermaßen abfällig über Studien an sich spricht, hat, tut mir leid, hat keine/kaum Ahnung.
Um die Persönlichkeit zu halten, von der du erzählst, halte ich es für aufschlussreich, den Ursprung des Leidens und die damit verbundenen Mängel an Botenstoffen, zu ergründen.
Das ist jetzt nicht nur eine 180° Drehung zu dem, was Du ursprünglich sagtest, sondern auch ein billiger Trick, so zu tun, als hätte ich das, was Du jetzt sagst, selbst nicht gewusst, derweil ich aber erst mal diejenige war, die es Dir verraten hat. Denn Du hattest diese Möglichkeit in Deinem Post gar nicht bedacht.

Also, lass stecken. Dass Du Dinge nicht kennst/weißt, ist jetzt kein Problem, sehr wohl aber Dein Auftreten, im Nachhinein so zu tun, als hättest Du bereits im Vorhinein alles richtig gesagt (was aber nicht der Fall war).


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 21:17
Huhu,

Diese Gefühlskälte muss nicht von dem Medikament kommen. Das ist auch ein häufiges Symptom einer Depression .

Bei ADs ist es generell so das in der ein und ausschleich Phase zu einer erstverschlimmerung kommen kann, was nicht heißt das das Medikament das falsche ist oder nicht wirkt. Man sollte bei solchen Medis 8 Wochen rechnen bis sie richtig wirken, da sich erst ein Spiegel im Blut aufbauen muss. Auch muss man manchmal erst einige ausprobieren bis man das richtige medi gefunden hat.

Allerdings ist bei Tavor und anderen Benzos Vorsicht angesagt da diese sehr sehr schnell abhängig machen.
Diese Medikamente sollten nur im äußersten Notfall und nie länger als 3 Wochen eingenommen werden!

Im allgemein möchte ich noch sagen das diese Medikamente in vielen Fällen leben retten können und nicht nur schlecht sind . Ich selber war von einer sehr schlimmen Wochenbett Depression und angststörung betroffen , wozu ich dann auch noch Zwangsgedanken bekommen habe . Ich dachte ich wäre verrückt und bin Jahre lang von Arzt zu Arzt gelaufen . Nach 4 Jahren wurde mir erst geholfen und den Leidensweg wünsche ich niemandem auf dieser Welt !

Auch heute nehme ich noch Medikamente und mache begleitend eine Gesprächstherapie, doch ohne Medikament hätte ich nie die Kraft gehabt an mir zu arbeiten .
Für mich war es ein Segen.

Ich hoffe das ich sie irgendwann nicht mehr benötige, doch selbst wenn ich sie ein Leben lang nehmen muss nehme ich das hin . Denn eine schwere Depression ist die Hölle auf Erden und das kann ein nicht Betroffener nicht nach vollziehen .

Viel Kraft für euch!
Gruß , Katha


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 21:21
@Averses

Die Medikamente können sehr unterschiedliche Nebenwirkungen haben.
Am besten du googelst den Medikamenten-Namen (und) Beipackzettel, dann kannst du die Wirkungen und Nebenwirkungen nachlesen.

Z.B. für Tavor:

ZITAT: Das Arzneimittel sollte nur kurzzeitig eingenommen werden.
https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/TAVOR-10-Tabletten-1463682.html

oder bei Wikipedia (Tavor ist Lorazepam):

Wikipedia: Lorazepam#Unerwünschte Wirkungen


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 21:25
Zitat von LebewesenLebewesen schrieb:Dennoch sollte man sich immer im Hinterkopf behalten, dass es sich um eine Substanz handelt, welche in das Bewusstsein eingreift und man quasi nicht mehr ganz "nüchtern" ist. Man schweift mit einer durch Medikamenten ausgelösten Wahrnehmung durch das Leben. Man ist nicht mehr die Person in Natur, was nicht unbedingt etwas schlechtes sein muss, da eine Art Distanz hilfreich dafür sein kann, persönlich zu wachsen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Jap, es wird zu einer "Psychopharmaka machen Zombies"-Diskussion.
Nicht so schlimm wie diese "Ich gebe meinem Tumor einen Namen und tanze ihn mit Liebe weg"-Diskussionen, dennoch finde ich es es sehr bedenklich, den TE mit so einem Esogedöhns zu verunsichern. Und nichts weier ist es: Verschwörungs-Esoterik-💩, die hier absolut nichts verloren hat.
Ich bitte für dies OT um Entschuldigung und ziehe mich hier nun zurück.
😒


2x zitiertmelden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 21:34
@MarcusWright
Zitat von MarcusWrightMarcusWright schrieb:... "Psychopharmaka machen Zombies" ... Esogedöhns ...
Das wäre doch gar nicht so schlimm, schließlich sind die Leute krank.

Viel wichtiger ist doch die (bisher zuwenig erforschte) Frage, was passiert nach dem Absetzen der Medikamente?


1x zitiertmelden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 21:39
@Averses
@KathaBreezy hat einen guten Punkt eingebracht, den ich unabsichtlich unterschlagen habe. Gefühlskälte ist definitiv (bei mir) ein Symptom; nur die negativen Gefühle werden in einer Depression noch wahrgenommen. Positives bleibt nicht hängen, es ist flüchtig und fühlt sich an, als würde man versuchen, mit bloßen Händen einen Fluß aufzuhalten.

Gebt nicht auf, irgendwann wird es bestimmt besser. Steh ihm bei, auch wenn er im Moment (vermeintlich) nichts und niemanden liebt. Es ist eine schwere Zeit für euch beide. Vergiss nicht, dich auch um dich selbst zu kümmern, sonst kannst du nur schwer für ihn da sein.

Ich wünsche euch beiden ganz viel Kraft!


melden
Averses Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 22:01
mit ist bewusst wie gefährlich tavor sein kann und was für eine krasse Wirkung es hat ( habe es selbst mal bekommen wegen Panik Attacken) . deswegen kann ich es null verstehen wie die Ärzte ihm das in die Hand drücken und meinen er soll es notfalls nehmen wenn er wieder mal Lust hätte zu kiffen ( was er ab und an gemacht hat ) . keiner kann mir sagen das tavor besser als das andere ist . wobei beide natürlich nicht gut sind aber das ist doch keine Alternative... mir fällt es sehr schwer damit umzugehen und ich habe Angst das seine Gefühle so bleiben. große Angst. es fing wirklich an nachdem er mit den medis angefangen hat . aber da muss ich wohl abwarten mehr kann ich nicht tun wie es scheint.


2x zitiertmelden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 22:04
@Averses
Könntest du nicht mit ihm zusammen zum Arzt und deine Ängste ansprechen?


melden
Averses Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 22:16
wir werden bald ein Paargespräch führen. ich kenne dort die Ärzte. sie werden vermutlich versuchen mir die Ängste zu nehmen. aber das klappt so nicht wer hätte da nicht Angst? gleich am ersten Tag bekam er medis. noch bevor sie ihn richtig untersucht haben. wozu ist das gut ? bei mir haben die es damals auch versucht aber ich habe es abgelehnt und trotzdem die Therapie erfolgreich beendet. es kommt mir so vor als würden die den Patienten gleich zu Beginn zur Sicherheit erstmal ruhig stellen wollen damit die Person einfacher zu therapieren ist oder whatever. er ging dorthin um herauszufinden wieso er Motivationslos ist usw. die Unruhe und die Gefühlskälte kamen mit den medis. er hat mir versprochen tavor nicht mehr zu nehmen. aber seine Antidepressiva weiterhin. soll er ja wenn er es für nötig hält aber ich bin der Meinung Mann sollte das ganze ohne chemischen Einfluss lösen können dann ist man wirklich geheilt und am Ende nicht noch abhängig ..


1x zitiertmelden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 22:23
@Averses
Hat er denn Suizidgedanken geäußert? Evtl bekommt er Tavor deshalb, um ihn vor sich selbst zu schützen.

ADs können allerdings den Antrieb erhöhen und bei Suizidgedanken können die AD den Antrieb so weit erhöhen, dass er er dann versucht, selbige umzusetzen, wozu ihm ohne AD die Kraft/Energie fehlen würde. Allerdings wäre er in dem Fall kein Kandidat für eine Tagesklinik.


1x zitiertmelden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 22:30
Zitat von AversesAverses schrieb:deswegen kann ich es null verstehen wie die Ärzte ihm das in die Hand drücken
Zitat von MadamMimMadamMim schrieb:Evtl bekommt er Tavor deshalb, um ihn vor sich selbst zu schützen.
Es kommt von den USA der Trend rüber, viele und starke Tabletten zu verschreiben. Schon bei kleinen Unstimmigkeiten werden Tabetten verschrieben. Das tun die, weil es Fälle gibt, wo Ärzte angeklagt wurden, wenn sich ein Patient umgebracht hat. Damit sie sich nicht mit dem Vorwirf konfrontiert sehen müssen, sie hätten die Situation fahrlässig unterschätzt, wird da lieber etwas Starkes verschrieben, nach dem Motto: Viel hilft viel.


1x zitiertmelden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 22:31
@Averses

Nach deiner Beschreibung ist unklar, ob er nun einen stationären Aufenthalt oder eine Tagesklinik, weitere Untersuchungen oder eine Therapie braucht und ob er auch ambulant behandelt werden könnte.
Das ist etwas, das der Patient mit dem behandelnden Arzt zusammen entscheiden muss und diese Entscheidung sollte er nicht allein dem Arzt überlassen, solange er noch selbst entscheiden kann.


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

08.07.2018 um 22:36
@Averses
Er bekam Medikamente ohne Untersuchung? Kann es sein, dass er die Untersuchung schon woanders hatte? Kein Arzt wird sich so ein Ei ins Nest legen, ohne Untersuchung etwas zu verschreiben. Es muss ja erstmal eine Diagnose gestellt werden.

Ja natürlich wird jeder Arzt versuchen, dich als Partnerin aufzuklären und dir die Angst zu nehmen. Du bist Mitbetroffen und das kann bei einem depressiven Partner sehr kräftezehrend sein. Ichbweiss, wovon ich rede, ich bin betroffen sowie meine Mutter ebenso u Psychiatrieschwester war ich obendrein xD

"Zur Sicherheit ruhigstellen" klingt ein wenig nach den 60ern oder einem Film, der mit der heutigen Realität nicht viel gemein hat. Es ist so, dass AD ihre Wirkung erst nach einer bestimmten Zeit entfalten und nicht jedes Präparat wirkt bei jedem gleich gut. Geduld ist ganz ganz wichtig! Wenn er im Moment keine Liebe empfinden kann, dann seid ihr noch nicht dort, wo ihr hin solltet, d.h., entweder abwarten oder die Medikation ist nicht die richtige aber das sind halt alles Sachen, die mit dem Arzt besprochen werden müssen.

Wenn du der Meinung bist, man sollte es ganz ohne Chemie schaffen, ist das für dich völlig ok. Wenn dein Partner eine diagnostizierte Depression hat und der Arzt ist da anderer Meinung, sollte man vll besser dem Fachmann vertrauen.


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

09.07.2018 um 00:49
Zitat von TajnaTajna schrieb:Viel wichtiger ist doch die (bisher zuwenig erforschte) Frage, was passiert nach dem Absetzen der Medikamente?
Ich hab ne Zeit lang welche genommen was bei mir irgendwie so gar nicht funktioniert hat ums milde auszudrücken. Ich hab das dann eigenständig abgesetzt irgendwann und so nach ca 2 Wochen bekam ich ein euphorisches Gefühl ich fühlte mich wie befreit und war eine ganze weile lang (1-2 Monate vlt) richtig gut drauf. Das hat sich dann aber wieder gelegt und ich komm ohne Medis deutlich besser klar. Ich würd sowas nicht mehr nehmen und ich würde auch sagen, dass es bei mir persöhnlich stark abstumpfend wirkte.


melden
Averses Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

09.07.2018 um 01:06
er hatte zur Beginn ein Gespräch . hat mitgeteilt das er auch ads hat falls das eine Rolle bei dem ganzen spielen sollte . auf die Frage von der Psychologin ob er je suizid Gedanken gehabt habe antwortete er mit ja. Wer hätte das nicht mal gehabt? aber ernsthaft niemals . jedenfalls steht er seitdem wohl unter Beobachtung mehr als die anderen Patienten. vlt deswegen auch tavor? . aber ich kenne meinen Mann er würde das nie tun .
viele sagen jetzt bestimmt Sowas ist gefährlich zu denken . aber eher ich bin gefährdet als mein Mann würde ich sagen . ich hoffe die Ärzte merken es bald das er Sowas nie tun würde und behandeln ihn entsprechend. es wurde ihm eine 6 monatige medizinische vollstationäre Rehaklinik empfohlen.
ich versuche für ihn momentan Verständnis aufzubringen und mich so zu verhalten . aber ich habe so Angst das die Vorstellung er könnte diese Beziehung beenden weil er sich verändert , dass ich selbst Panik habe und nur noch weine wo ich alleine bin . ich überlege selbst morgen zum Arzt zu fahren und mit was verschreiben zu lassen obwohl ich medis hasse .aber was soll ich sonst tun ich darf ihn nicht auch noch belasten.


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

09.07.2018 um 01:16
Und wie steht er zu der Reha? Wäre doch ein guter Ansatz, weiter zu kommen.


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

09.07.2018 um 02:54
Als ich mit der Einnahme meines AD's begonnen habe, habe ich mich anfangs auch etwas stumpf gefühlt. Das ist aber nicht ungewöhnlich. Wie @off-peak schon anmerkte: Das AD muss einen Spiegel aufbauen, das dauert minimum 3 Monate. Nennt man Einschleichen. Da "dröhnen" die Medikamente förmlich - aber das legt sich! Erst nach Monaten beginnen die Medikamente erst richtig an zu wirken. Davor wird man leider von Nebenwirkungen genervt.

Ich nehme mein AD seit 1,5 Jahren und habe immer noch meine sensiblen Momente und auch Zeiten sehr intensiver Emotionen. Die ADs sollen einen nicht zu einem emotionslosen Wesen machen.

Gebt dem eine Chance, urteilt nicht vorschnell. Dein Mann braucht jetzt erst mal ein Level, auf dem er arbeiten kann. Dadurch verwandelt er sich aber nicht plötzlich in jemanden, der dich nicht mehr liebt!

Nach einer Zeit, sollten diese Nebenwirkungen sich nicht reduziert haben, kann man mit ärztlicher Absprache immer noch die Medikamente wechseln und neue ausprobieren.

Keine Angst.


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

09.07.2018 um 05:10
Ich selbst nehme 3 Tavor täglich,ich empfinde wie sonst auch.Tavor stumpft mich nicht ab.

Es kann aber durchaus sein,daß seine Gefühle durch andere Medikamente abstumpfen.

Aber wenn er unter Angstzuständen leidet,so ist Tavor ein gutes Präparat.Ich hoffe aber,er bekommt nicht mehr als 1mg!


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

09.07.2018 um 05:17
Was allerdings sein kann ist daß er noch Antidepressiva bekommt,die haben meiner Meinung nach,stärkere Nebenwirkungen.
Auf 1 Präparat habe ich mal tagelang weinen müssen-ohne Grund.

Tavor macht zwar abhängig aber es ist ein Beruhigungsmittel,daß bei mir keine Nebenwirkungen hat!


melden

Stumpft man durch Antidepressiva ab?

09.07.2018 um 15:36
Fassen wir mal zusammen:

Mann
Tagesklinik
Tavor
Antidepressiva
"Kiffer"
"suizidale Gedankengänge"



Hier gibt es viele Unklarheiten, ich rate dringend, die Befürchtungen mit den behandelnden Ärzten zu besprechen. In einer Tagesklinik gibt es ganz unterschiedliche Therapie Abläufe, so dass man davon ausgehen kann, dass mit dem Patienten auf verschiedene Art und Weise versucht wird, dass er in ein geregeltes Leben zurück kehren kann. Zudem scheint es so, dass ein Paargespräch unter therapeutischer Aufsicht sicherlich anzustreben wäre.

Jetzt zur Abteilung Medikamente, vereinfacht dargestellt:

1) Es gibt unterschiedliche Wirkprofile bei AD´s - die auch unterschiedlich in das Stoffwechselgeschehen eingreifen. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet es bei AD´s, dass sie sowohl "anregend" als auch "beruhigend" wirken können.

2) Weiss man zudem, dass Ad´s (ganz allgemein!) zu den psychischen Komponenten auch eine rein körperliche Wirkweise haben können. Beim Mann insbesondere auf die Geschlechtlichkeit, d.h. es kann unter anderem vgla. zu Impotenz kommen.

3) Gibt es einen von Mensch zu Mensch verschiedenen Abbau-Ablauf-Weg von Medikamenten. Dafür sind wiederum unterschiedliche Enzyme nötig. Diese Enzymvarianten sind wiederum genetisch bedingt. Sprich: wo der eine keine Nebenwirkungen (oder positive Wirkungen) zeigt, kann der andere massive Nebenwirkungen aufgrund eines schlechteren Abbauweges haben.

4) Ein Beruhigungsmittel (Tavor z.B. ) in Verbindung mit anderen Medikamenten (Ad´s z.B.) kann aufgrund eines nicht voll einschätzbaren Wirkpotentials natürlich auch Auswirkungen haben. Es ist allgemein bekannt, dass Medikamente und sogar Nahrungsmittel (vgl. a. Grapefruitsaft bei Johanniskraut etc.) nicht unbedingt harmonisieren und sich auch gegenseitig behindern können, auch aufgrund oben genanntem Medikamentenabbauprofils.

4) Bei (ehemaligem?) "kiffen" können durchaus auch gewisse bleibende Veränderungen im überaus komplexen Zusammenspiel des menschlichen Systems vorkommen. Sollte dies zusätzlich noch zu den obigen Medikamenten praktiziert werden, ist eine Wirkeinschätzung (Therapie) nahezu unmöglich.

Bei "suizidalen Gedankengängen" setzt automatisch ein "Pflichtprogramm" für Behandler ein!! Das kann soweit gehen, dass der Patient unter Beobachtung gestellt wird, um ihn vor sich selbst zu schützen!

Ich denke, dass hier deinem Mann sicherlich auf das Beste geholfen wird!

Selbstverständlich ist so eine Erkrankung aber auch für den Partner eine besondere Belastung, die ihn ebenso aus seiner gewohnten Sicherheit heraus hebeln kann!!
Am sinnvollsten könnte es in so einem Fall sein, sich, unabhängig, ebenfalls einen Therapeuten zu suchen, um sich dort Unterstützung zu holen.

Beste Grüße, Soluna


2x zitiertmelden