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Test auf Down Syndrom (Trisomie 21) als Kassenleistung

230 Beiträge, Schlüsselwörter: Trisomie Down Syndrom Abtreibung Gentest

Test auf Down Syndrom (Trisomie 21) als Kassenleistung

12.04.2019 um 12:22
@Taln.Reich
Unabhängig davon, ob der Arzt das Geschlecht erkennen kann oder nicht, wird er es Ihnen in dieser Schwangerschaftswoche noch nicht mitteilen. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass selbst Ultraschallexperten in der 12. Schwangerschaftswoche nur zu 46 Prozent das Geschlecht korrekt bestimmen können, in der 13. Schwangerschaftswoche steigt die Wahrscheinlichkeit hingegen auf 80 Prozent. Die Zuverlässigkeit der Geschlechtsbestimmung mittels Ultraschalls nimmt mit dem Alter der Schwangerschaft also zu. Per Gesetzt (§ 15 Gendiagnostikgesetz) sind Ärzte in Deutschland dazu verpflichtet, das Geschlecht bis zum Ablauf der 12. Schwangerschaftswoche geheim zu halten, außer es gibt eine medizinische Notwendigkeit es der Mutter schon vorzeitig mitzuteilen. So soll ein Missbrauch dieser Information (etwa eine Abtreibung aufgrund eines Wunschgeschlechts, da diese bis zu dem Zeitpunkt straffrei möglich wäre) verhindert werden.

Quelle: https://www.google.de/amp/s/www.9monate.de/schwangerschaft-geburt/schwangerschaft/geschlechtsbestimmung-beim-baby-wann-k...

Genau das ist aus genau dem Grund in Deutschland geregelt. Sowas meine ich, und eine solche Regelung finde ich auch richtig und wichtig.
Ich denke, im Ergebnis meinen wir vermutlich beide das Gleiche.


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12.04.2019 um 12:24
Ludenlöther schrieb:Ja, Behinderte wird es bald kaum mehr geben, das ist klar und auch Euthanasie wird ganz normal werden.
Da die meisten Behinderungen erworben sind, halte ich das für nicht sehr logisch. Es wird auch weiterhin behinderte Menschen geben.
Taln.Reich schrieb:Vorschriften sollten da den Eltern nicht gemacht werden.
Das Problem ist, dass heute oftmals direkt in Richtung Abbruch beraten wird, sobald die Diagnose steht.


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12.04.2019 um 12:28
Ilvareth schrieb:Genau das ist aus genau dem Grund in Deutschland geregelt. Sowas meine ich, und eine solche Regelung finde ich auch richtig und wichtig.
Ich denke, im Ergebnis meinen wir vermutlich beide das Gleiche.
Ich habe vertrauen darauf, dass, auch wenn die von dir genannte Regelung wegfiele, es hier zu lande kaum Abtreibungen aufgrund von Wunschgeschlechtern käme.


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12.04.2019 um 12:31
becky schrieb:Das Problem ist, dass heute oftmals direkt in Richtung Abbruch beraten wird, sobald die Diagnose steht.
Das sollte wirklich abhängig davon sein, was die Diagnose eigentlich ist. Wenn es etwas ist womit das Kind nicht leben kann, macht eine Beratung in Richtung Abbruch Sinn, wenn es etwas marginales ist mit dem sich im wesentlichen ein unbeschwertes Leben führen lässt (und auch sonst kein Abtreibungsgrund vorliegt) sollte von der Abtreibung abgeraten werden.


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12.04.2019 um 12:34
Taln.Reich schrieb:Ich habe vertrauen darauf, dass, auch wenn die von dir genannte Regelung wegfiele, es hier zu lande kaum Abtreibungen aufgrund von Wunschgeschlechtern käme.
Möglich.
Aber: durch diese Regelung hat sich der Gesetzgeber im Namen der Gesellschaft, für dieser steht, ganz deutlich ethisch und moralisch zu dieser Frage positioniert. Das finde ich wichtig. Eine Abtreibung wegen des Geschlechts des Kindes wird in unserer Gesellschaft nicht toleriert, auch nicht über ein „Schlupfloch“. Das ist die klare Aussage, die dahinter steht.

Und die bräuchte es meiner Ansicht nach auch in Bezug auf die Konsequenzen derartiger Tests.


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12.04.2019 um 12:40
Taln.Reich schrieb:Das sollte wirklich abhängig davon sein, was die Diagnose eigentlich ist. Wenn es etwas ist womit das Kind nicht leben kann, macht eine Beratung in Richtung Abbruch Sinn, wenn es etwas marginales ist mit dem sich im wesentlichen ein unbeschwertes Leben führen lässt (und auch sonst kein Abtreibungsgrund vorliegt) sollte von der Abtreibung abgeraten werden.
Weder das eine, noch das andere sollte passieren. Es sollte immer ergebnisoffen beraten werden. Das Gegenteil ist aber oft der Fall und es ist gar nicht so leicht, einen Arzt zu finden, der eine Schwangerschaft betreut, wenn das Kind ziemlich sicher behindert oder krank zur Welt kommt.


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12.04.2019 um 12:45
Ilvareth schrieb:Und die bräuchte es meiner Ansicht nach auch in Bezug auf die Konsequenzen derartiger Tests.
und ich sehe es eben anders. Meiner Ansicht nach können hier die meisten Eltern sich vernünftig entscheiden, und brauchen keine Vorschriften, was sie wann wissen dürfen.


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12.04.2019 um 12:54
Taln.Reich schrieb:was sie wann wissen dürfen.
Das richtet sich ja nach dem, was die Gesellschaft so vorgibt. Und das seinerseits findet Ausdruck in den Gesetzen.
Denk mal ans Nichtraucherschutzgesetz zum Beispiel, wie stark sich die gesellschaftliche Sicht aufs Rauchen gewandelt hat, seit da eine klare Position bezogen wurde.

Sitte und Moral sind meines Erachtens nicht so sehr eine individuelle Entscheidung.


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12.04.2019 um 12:56
becky schrieb:Weder das eine, noch das andere sollte passieren. Es sollte immer ergebnisoffen beraten werden. Das Gegenteil ist aber oft der Fall und es ist gar nicht so leicht, einen Arzt zu finden, der eine Schwangerschaft betreut, wenn das Kind ziemlich sicher behindert oder krank zur Welt kommt.
Ergebnisoffen, ja. Wenn die Eltern die Totgeburt austragen wollen, sollten sie es auch dürfen ohne endlos gegängelt werden. Und wenn ein Kind schwerbehindert oder krank zur Welt kommen wird, und die Eltern es austragen wollen, sollte da der Arzt natürlich die Schwangerschaft betreuen und sicherstellen, das es dem Kind so gut wie möglich geht.

Was ich meinte ist, dass, wenn es etwas kleineres ist, der Arzt auch deutlich machen sollte, dass dies nichts schwerwiegendes ist, während bei etwas schwerwiegenden Problemen das Ausmaß auch akkurat dargelegt werden sollte.

Beitrag 9.300.


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12.04.2019 um 12:57
Ilvareth schrieb:Das richtet sich ja nach dem, was die Gesellschaft so vorgibt. Und das seinerseits findet Ausdruck in den Gesetzen.
Denk mal ans Nichtraucherschutzgesetz zum Beispiel, wie stark sich die gesellschaftliche Sicht aufs Rauchen gewandelt hat, seit da eine klare Position bezogen wurde.

Sitte und Moral sind meines Erachtens nicht so sehr eine individuelle Entscheidung.
Und wo ziehst du die Grenze?


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