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Wann darf man einen Ratschlag geben?

44 Beiträge, Schlüsselwörter: Ratschlag

Wann darf man einen Ratschlag geben?

22.07.2019 um 16:45
Tussinelda schrieb:interessant.......ich erinnere mich dunkel von wegen finanzieller Bildung und so....
Schön, dass du hier Bezug nimmst. Denn tatsächlich sehen wir das ja jeden Tag bei Arbeitlosen: Kriegen Hilfe in einem enormen Maße angeboten, bringt aber selten was. Und von selbst mal auf die Idee kommen, ein Buch in die Hand zu nehmen, kommen auch die Wenigsten; soooo schlimm lebt es sich mit dem BGE äääh mit H4 ja eben doch nicht.


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Wann darf man einen Ratschlag geben?

22.07.2019 um 16:47
@BuddhasStiefel
Bitte beim Thema bleiben, es ging um ungebetene Ratschläge. Die Du ja gerne mal anbietest.


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Wann darf man einen Ratschlag geben?

22.07.2019 um 18:39
DnreB schrieb:Intuitiv lautet die Antwort auf meine Frage wohl entweder a) "wenn jemand dich um deinen Rat bittet" oder b) "wenn es jemandem schlecht geht / schlecht zu gehen scheint".
Ich find ehrlich gesagt "b" schon grenzwertig.

Grade wenn es mir schlecht geht möchte ich absolut gar nicht, dass mir jemand ungefragt mit Ratschlägen auf den Wecker fällt.

Ratschläge sind meiner Ansicht nach angemessen, wenn

1. jemand explizit fragt
2. man mitbekommt wie jemand im Begriff ist sich in eine Situation zu begeben, so objektiv und fraglos sein physisches Wohlbefinden gefährdet, dass man guten Gewissens eher von einer Warnung als einem "Ratschlag" sprechen kann, wie z.B.
"Wenn Du da, wo Du grade angesetzt hast in die Wand bohrst wirst Du direkt in einer Stromleitung landen, die nicht ausgeschaltet ist.

Das sind die einzigen beiden Situationen in denen ich einen Rat immer angemessen ist.

Kann man die Person soweit einschätzen, das anzunehmen ist, dass sie auch für einen Rat zugänglich/dankbar ist, der einfach nur Ärger abwendet kann man den je nach Situation ebenfalls ungefragt anbringen:
"DORT bohrst Du in eine Wasserleitung."

"Wenn Du diesen Türsteher weiter provozierst oder gar schubst, endest Du mit einer blutigen Nase."

Aber wie @Doors bereits schrieb:

Möchtest Du jemand sein, der gerne um Rat gefragt wirst, dann solltest Du jederzeit auch akzeptieren können, wenn selbst ein Rat um den Du gebeten wurdest nicht befolgt wird und zwar ohne, dass der Fragende Dir dafür eine Begründung schuldet.
Einzige Ausnahme ist, wenn durch das Nichtbefolgen des Rates Dritte oder Minderjährige zu Schaden kommen, dann muss man mitunter damit leben, dass der Ratsuchende maulig ist, ist dann aber eben so.


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22.07.2019 um 18:44
@DnreB
Ratschläge müssen ja nicht mal nur kommen wenn es einem schlecht geht, es kann auch nur eine anregung sein etwas anders zu machen.

Ich denke dass selbstbewusstsein auch erst später kommt, wer hat mit 20 schon ein Bomben Selbstbewusstsein. Vielleicht gibt es ja hier und da leute bei denen es so ist, ich kenn allerdings nicht viele bei denen das so ist.

Sag ihr doch einfach bleib wie du bist, und wenn du dich abstrengst und was aus deinen Möglichkeiten machst, dann läuft es gut.


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22.07.2019 um 19:35
Im Falle von A und B stört es mich nicht so,nur wenn jemand sieht,ich will den Ratschlag nicht annehmen,dann will ich nicht das man mir den Ratschlag "aufzwingt"


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Wann darf man einen Ratschlag geben?

22.07.2019 um 21:02
@DnreB
Schwer zu beantworten. Auch hier gibt es kein schwarz oder weiß. Mache Menschen nehmen gerne einen Ratschlag an. Andere hätten sogar gerne einen, getrauen sich aber nicht zu fragen. Anderen geht's an Arsch vorbei und wieder andere empfinden es grundsätzlich als übergriffig. Sofern ein Mensch für ungebetene Ratschläge offen ist kommt es auch auf die W's am. Wer gibt den Ratschlag und was beinhaltet dieser, warum und wie wird er gegeben usw. Ein von Herzen kommender Ratschlag um der Person ihrer Selbst wegen ist eine ganz andere Sache als von oben herab und arrogant. Zu viele Ratschläge sind dennoch Mist. Und Ratschläge, welche an einer Erwartungshaltung geknüpft sind sowieso.... Wenn es nicht gerade unter Menschen ist, die sich sehr gut kennen und einschätzen können, dann ist es ein Minenfeld, ungefragt Ratschläge zu erteilen.


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Wann darf man einen Ratschlag geben?

25.07.2019 um 10:36
DnreB schrieb am 22.07.2019:Intuitiv lautet die Antwort auf meine Frage wohl entweder a) "wenn jemand dich um deinen Rat bittet" oder b) "wenn es jemandem schlecht geht / schlecht zu gehen scheint".
Das lässt sich so einfach jetzt auch nicht beantworten. :D

Um wen in welcher Situation handelt es sich denn, wenn ich jemanden mit meinem Ratschlag "beglücken" will? ^^

Wenn es darum geht, Gefahrensituationen zu entschärfen, dann beratschlage ich unter anderem auch ungefragt.
Bei meinen Kindern - auch den erwachsenen - schaffe ich es mitunter auch nicht nur auf Anfrage meine Ratschläge zu verteilen. :D Wobei ich mich bemühe mich dahingehend zurückzuhalten.

Am Arbeitsplatz, und darum gehts ja bei dir:
DnreB schrieb am 22.07.2019:In meinem Fall habe ich eine Praktikantin (20), die mich sehr an mein früheres Ich erinnert. Viel Potential, aber zu wenig Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein und deshalb zu wenig Antrieb, um es zu nutzen. Sie arbeitet zwar wie verrückt mit, und ich stelle alle paar Tage grossartige Geistesblitze fest, aber davon abgesehen neigt sie dazu, sich zu verstecken. Sie geht nur mit mir zur Pause, spricht nur wenn sie muss / wenn sie angesprochen wird, schaut meist auf den Boden und hat als so ziemlich einzigen Freizeit-Inhalt ihren Freund, seit sie 17 war.
Bist du Vorgesetzter oder Kollege?
DnreB schrieb am 22.07.2019:Viel Potential, aber zu wenig Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein und deshalb zu wenig Antrieb, um es zu nutzen. Sie arbeitet zwar wie verrückt mit, und ich stelle alle paar Tage grossartige Geistesblitze fest
Sie arbeitet wie verrückt, hat alle paar Tage grossartige Geistesblitze - hat aber zu wenig Antrieb.... ist das nicht schon ein Widerspruch in sich selbst?
Ich glaube es ist ausreichend sie in solchen Situationen lediglich dahingehend zu bestätigen, dass sie total fleißig ist, du sehr zufrieden bist mit ihrer Leistung, sie das Ganze super macht und nicht indem du ihre Leistung wieder minderst, indem du ihr unter die Nase reibst, was sie besser machen könnte und was sie "zuwenig nutzt"
DnreB schrieb am 22.07.2019:
Kurz gesagt: Sie liegt mir am Herzen, und zu ihrem Abschied würde ich ihr am letzten Tag gern ein paar Eindrücke und Ideen mitgeben, wie sie den Menschen, der meiner Meinung nach in ihr steckt, besser zeigen / heraus lassen kann.

Nur ob ich dazu das Recht habe, da bin ich mir nicht sicher.
Wieso? Vielleicht möchte sie den Menschen in sich ja auch gar nicht mehr herauslassen? Vielleicht fühlt sie sich ja auch so "versteckt" vorerst ganz wohl, beobachtet zuerst einmal eine Zeit lang ihr Umfeld bis sie sich öffnet und will das auch so? Wieso möchtest du sie beratschlagen so zu sein, wie du sie gerne sehen würdest im Umgang mit ihren Mitmenschen anstatt sie einfach mal so anzunehmen, wie sie nun mal ist und ihr das Gefühl zu geben, dass das schon so passt, wie sie ist. ^^
Meine Erfahrung als "Firmenmama" - so wurde ich wirklich bei den Jungen genannt :D - positive Anerkennung reicht vollkommen aus. Die kommen dann ganz von sich aus auf dich zu und fragen dich dann zu gegebener Zeit um Rat.
DnreB schrieb:Ein paar Sachen weiss sie eh schon. Wie eben beispielsweise, dass es ganz hilfreich sein kann, auch mit anderen Kollegen zu interagieren und nicht nur mit dem einen, mit dem sie reden muss. Solche Dinge. Bisher war sie für sowas auch recht dankbar, zumindest nach aussen.
Lieber Dnreb, so ganz unter uns. Du bist ein 47 - jähriger Mann, ihr in gewisser Weise vorgesetzt und sie ist 20. So wie du sie beschreibst: Bemüht, still, schüchtern, leise.... wird sie sich klar höflich für "Ratschläge" bedanken. Dankbarkeit zeigen.
Sie darin bestärken, dass sie in Ordnung ist so wie sie ist, reicht da komplett aus. Und um mit anderen Kollegen besser zu interagieren - schau, da kann der Teamleiter - so er was taugt - recht viel machen. Indem er sie einfach mit verschiedensten Kollegen in Teamarbeit Aufgaben erledigen lässt.
DnreB schrieb:Sie hat die Voraussetzungen, ich hatte die nicht.
Welche Voraussetzungen hat sie, die du nicht hattest? Versteh ich jetzt nicht ganz.....
Alari schrieb am 22.07.2019:Die Frage ist doch, warum willst Du jemandem einen Rat geben, wenn weder a) noch b) zutreffen?
Es beschleicht mich der leise Verdacht, dass ihm das Mädel gefällt und Dnreb als väterlicher Freund mit guten Ratschlägen glänzen will.
- Das war jetzt böse, ich weiß - ^^


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25.07.2019 um 15:52
@DeepThought

Bin nur Kollege, dem man sie "aufgedrückt" hat.

Du darfst dir unser Verhältnis gern freundschaftlich vorstellen. Wenn wir nicht grad was Dienstliches zu tun haben, wird viel geredet, gelacht und geneckt und was man unter Freunden halt so tut.


Und natürlich gefällt mir das / gefällt sie mir, aber so lange sie hier Praktikum macht, spielt das keine Rolle. Und wenn sie kein Praktikum mehr macht, hat sie ihre erste grosse Liebe noch irgendwo in NRW.

Wir fahren demnächst erstmal eine Nacht zu einer Betriebsbesichtigung, da kann ich ihr unterwegs ja mein Feedback mündlich mitteilen wenn das Gespräch entsprechend aufkommt. Und dann isses gut.


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25.07.2019 um 17:43
@DnreB
Ich persönlich würde einfach sagen, was du sagen möchtest. Ihr versteht euch ja anscheinend gut, also sehe ich da kein Problem.

Man bekommt manchmal ungebetene Ratschläge, da muss jeder mal durch. Sollte halt nicht immer wieder und regelmäßig vorkommen.
Ob sie deine Ratschläge annehmen möchte oder kann, ist dann ihre Sache.


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Wann darf man einen Ratschlag geben?

26.07.2019 um 19:32
DnreB schrieb am 22.07.2019:Ich weiss schon, wie "Leben" geht, ich krieg´s nur selbst nicht hin, weil ich nicht an mich glaube.
Wenn jemand in der selben oder (vergleichbaren) Situation ist wie Du und du da selber nicht
rauskommst, welche Ratschläge möchtest Du denn weitergeben um dieser Person aus selbigem Dilemma
rauszuhefen?


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Wann darf man einen Ratschlag geben?

28.07.2019 um 11:54
@laucott

Würdest du deinen Kindern auch keine Ratschläge geben, wie sie Dinge besser machen können, weil du sie selber noch falsch gemacht hast?


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28.07.2019 um 17:30
DnreB schrieb:Würdest du deinen Kindern auch keine Ratschläge geben, wie sie Dinge besser machen können, weil du sie selber noch falsch gemacht hast?
Gerade Deinen Kindern kannst Du Ratschlage geben wie Du willst, sie werden es doch falsch machen. :) Und das ist auch eigentlich ganz legitim so - man muss seine Fehler nunmal selbst machen!


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28.07.2019 um 18:19
DnreB schrieb:Würdest du deinen Kindern auch keine Ratschläge geben, wie sie Dinge besser machen können, weil du sie selber noch falsch gemacht hast?
Die sollen ihre Fehler gefälligst selber machen. Learning by Aua ist immer noch eindrucksvoller und nachhaltiger als erzählte Erfahrungen anderer Menschen.


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28.07.2019 um 23:11
DnreB schrieb:Würdest du deinen Kindern auch keine Ratschläge geben, wie sie Dinge besser machen können, weil du sie selber noch falsch gemacht hast?
Naja, sie ist ja nicht dein Kind. ^^
Es liest sich für mich jetzt in keinem deiner Beiträge heraus, WAS du ihr denn genau raten möchtest. Nur, dass du ihr gerne etwas Nettes sagen willst. Ich frage mich noch immer WIESO du das über einen Ratschlag tun möchtest.

Kann es nicht sein, dass du dadurch wieder Anerkennung für dich und deine Person suchst? Wenn dem so ist, reicht es nicht aus, dass du sie als Kollege, dem man die Praktikantin "aufgedrückt hat" anscheinend total motivieren und für die Arbeit interessieren und begeistern kannst, weil sie sich ja auch sehr motiviert zeigt, wie wild mitarbeitet und recht viele Geistesblitze hat? Dass du auch eine recht gute und teilweise sogar recht lustige Kommunikation mit ihr hast? Läuft doch prima, also WAS genau raten? Schreib doch mal einen Satz, was dir da als Ratschlag so vorschwebt. ^^

Auf alle Fälle wünsch ich dir noch eine recht schöne Zeit mit dem Mädel und dass du die richtigen Worte findest, um ihr das mitzugeben, was du ihr gerne für die Zukunft mitgeben möchtest. Wäre natürlich auch beim Abschlussgespräch möglich. Habt ihr da keine Praktikumsbögen bei euch, die der Betrieb am Ende des Praktikums mit dem Praktikanten ausfüllt und bespricht?
Alari schrieb:Gerade Deinen Kindern kannst Du Ratschlage geben wie Du willst, sie werden es doch falsch machen
Kann ich bestätigen. Gilt für alle Altersklassen. :D Leider. :D


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29.07.2019 um 09:03
Eigentlich wollte ich ihr nur raten, ein bisschen mehr mit Kollegen zu interagieren (zu sprechen), damit die realisieren können, was sie so drauf hat und wer sie ist. Sie hat beruflich und menschlich viel zu bieten, versteckt sich aber, wenn möglich, immer hinter mir und weicht Begegnungen mit anderen Kollegen fast immer aus. Eine grosse Schweigerin und auf-den-Fussboden-Guckerin.

Das ist ja nicht grundsätzlich "schlimm", aber wenn man so wie sie einen Management-Job anstrebt, sollte man sich vielleicht auf dem Radar der anderen Menschen sichtbar machen. Das Ding ist, dass sie das "Verstecken" in keiner denkbaren Hinsicht nötig hat, und das würde ich ihr mitgeben wollen, ganz nett und in bester Absicht.

Ich bin zur Zeit aber eh dabei, sie auf Abstand zu bringen, da sie nur noch bis zum 21. August hier sein wird und eine Verlängerung der zwischenmenschlichen Beziehung über diesen Tag hinaus wohl eher unwahrscheinlich ist. Niemand braucht einen Abschied mit Stoss-Seufzer.


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29.07.2019 um 09:12
DnreB schrieb:Ich bin zur Zeit aber eh dabei, sie auf Abstand zu bringen, da sie nur noch bis zum 21. August hier sein wird und eine Verlängerung der zwischenmenschlichen Beziehung über diesen Tag hinaus wohl eher unwahrscheinlich ist.
Das sind noch über drei Wochen. Ich versteh nicht ganz.... ihr seid doch super Kollegen. Wieso auf Abstand bringen jetzt? Genieße jetzt doch die drei Wochen mit ihr - sie mit dir auch hoffentlich. Gib ihr beruflich mit, was du ihr geben kannst, sei am 21. August dankbar für diese Begegnung und die Zeit, die du mit ihr verbringen konntest, dass sie deinen ansonst etwas trostlosen Arbeitsalltag erhellt hat, wünsch ihr DANN alles Gute und freu dich, wenn du irgendwann mal über welchen Weg auch immer - was von ihr hörst. Wie es weiterging in ihrer beruflichen Laufbahn.

Bitte, ich hab mich immer bis zum letzten Arbeitstag über nette Menschen in meinem beruflichen Umfeld gefreut. Du machst da jetzt wieder eine total komplizierte Sache drauß.


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29.07.2019 um 10:24
@DnreB
wenn sie wüßte, dass Du hier über sie schreibst und wie hochkompliziert Du alles angehst, würde sie das bestimmt nicht toll finden. Sei einfach nett und fertig. Und wenn sie weg ist, ist sie weg, sie wird ihren Weg schon gehen, keine Sorge.


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29.07.2019 um 15:08
DnreB schrieb:Eigentlich wollte ich ihr nur raten, ein bisschen mehr mit Kollegen zu interagieren (zu sprechen), damit die realisieren können, was sie so drauf hat und wer sie ist. Sie hat beruflich und menschlich viel zu bieten,
Warum einfach wenn's auch kompliziert geht? Gibt es keine Situation auf der Arbeit, wo sie zögert, auf andere Kollegen zuzugehen, wo ein aufmunterndes "nur Mut" passt? Keine Gelegenheit ihr anerkennend zu sagen: "Klasse Arbeit, du brauchst dein Können echt nicht verstecken!" Das kann man alles ganz locker signalisieren, ohne einen hochwichtigen Ratschlag zu geben wie " ich rate dir..."
DnreB schrieb:Ich bin zur Zeit aber eh dabei, sie auf Abstand zu bringen, da sie nur noch bis zum 21. August hier sein
Warum? Sie ist bis zum 21. da und gut. Warum schon vorher auf Abstand gehen? Ganz ehrlich, wenn du das auch so verkomplizierst, hoffentlich kommt das nicht völlig negativ bei ihr an. Kann mir schon vorstellen, das sie das irritiert und sich u. U. sogar fragt, was sie falsch gemacht hat wenn sich der Kollege, mit dem sie sich die ganze Zeit gut verstanden hat, plötzlich auf Abstand geht bzw sie selbst auf Abstand bringt.

Kollegenen kommen, Kollegen gehen. Da muß man echt keinen Abstand schon vorher reinbringen. Wenn ich den Kollegen mag, dann genieße ich die Zeit bis zum letzten Tag. Und das ist sie letztendlich, eine Kollegin, wenn auch im Praktikantenstatus. Irgendwie wirkt das alles ziemlich befremdlich auf mich.


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29.07.2019 um 15:19
Na ja, wir werden das Kind schon schaukeln.


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29.07.2019 um 15:32
DnreB schrieb am 22.07.2019:In meinem Fall habe ich eine Praktikantin (20), die mich sehr an mein früheres Ich erinnert. Viel Potential, aber zu wenig Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein und deshalb zu wenig Antrieb, um es zu nutzen. Sie arbeitet zwar wie verrückt mit, und ich stelle alle paar Tage grossartige Geistesblitze fest, aber davon abgesehen neigt sie dazu, sich zu verstecken. Sie geht nur mit mir zur Pause, spricht nur wenn sie muss / wenn sie angesprochen wird, schaut meist auf den Boden und hat als so ziemlich einzigen Freizeit-Inhalt ihren Freund, seit sie 17 war.

Wir haben uns innerhalb dieser Konstellation gut "angefreundet" und sind uns (rein menschlich, nichts Sexuelles oder so) nah genug gekommen, um auf der emotionalen Ebene zu kommunizieren, führen also auch sehr persönliche Gespräche, lachen zusammen etc.

Kurz gesagt: Sie liegt mir am Herzen, und zu ihrem Abschied würde ich ihr am letzten Tag gern ein paar Eindrücke und Ideen mitgeben, wie sie den Menschen, der meiner Meinung nach in ihr steckt, besser zeigen / heraus lassen kann.

Nur ob ich dazu das Recht habe, da bin ich mir nicht sicher.
Ich stelle mal die Frage in den Raum: Was sind wir? Als Antwort würde ich geben: Menschen. Menschen sind dafür da um sich mitzuteilen und miteinander zu kommunizieren, denn sonst hätten wir keine Sprache entwickeln müssen. Wenn das jetzt ein normales Arbeitsverhältnis wäre, mit entsprechender normalen Distanz zum Gegenüber, dann würde ich diese Ratschläge vermutlich auch nicht geben. Da ja aber, wie du geschildert hast, eine Art freundschaftliche Beziehung entstanden ist, finde ich schon, dass das Recht dazu da ist. Ein Ratschlag von einem Freund wird generell viel eher angenommen, als ein Ratschlag von einer eher fremden Person. Allerdings würde ich nicht mit der Tür ins Haus fallen. Das muss man behutsam machen, mit einem gewissen Feingefühl. Also nicht so: "Hey, habe gemerkt, dass du viel zu introvertiert bist. Du musst mehr aus dir rauskommen." Solche belehrenden Phrasen kommen bei so einer Generation einfach nicht gut an. Du bist doch selbst betroffen, weißt wovon du redest und das merkt auch ein Gegenüber, wenn man es richtig rüberbringt. Vermittle ihr die Botschaft unbewusst, nicht direkt auf sie bezogen. Fang ein normales Alltagsgespräch an, über was du zuerst redest ist erst einmal unwichtig. Irgendwas eben, vielleicht ein lustiges Ereignis, dass dir aber in deiner Vergangenheit unangenehm war. Lass sie einen Bezug zu sich selbst aufbauen, unbewusst natürlich: "Ja, soll ich dir mal was lustiges erzählen? Ich war früher mal im Freibad. Hatte meine Badehose verkehrt herum angezogen und das zunächst gar nicht bemerkt. Als mich ein paar Leute komisch angesehen haben, ist es mir dann ins Auge gefallen." Dann bring die Botschaft unauffällig rüber, ohne sie damit in Bezug zu bringen: "Habe mich im ersten Moment auch unwohl gefühlt, später fand ich es lustig. Habe mir damals gesagt, dass es egal ist, wie andere mich sehen und dann ging es mir direkt besser. Habe mich dann erinnert was mein Vater mir immer gesagt hat: Du kannst im Leben Hammer oder Amboss sein, aber sei niemals das Material dazwischen." Also, verstehst vielleicht die Art was ich meine. Das war jetzt eher auf das mangelnde Selbstvertrauen zugeschnitten. Einfach ein passendes Gespräch ins Rollen bringen und auf das zuschneiden, was du dem Mädchen vermitteln willst, ohne irgendwie "spießig" und wie alle anderen "langweiligen" Erwachsenen einen auf Lehrer zu machen.


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