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Wolfowitz neuer Weltbankchef

57 Beiträge, Schlüsselwörter: Wolfowitz, Weltbankchef
echelon
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 09:37
Was haltet ihr ihr von eder Meldung das Bush Wolfowitz als neuen Weltbank Chef vorschlagen möchte bzw es hatt.
Für die die es nicht wissen,ja solche gibt es.
Wolfowitz ist Stellvertretender Kriegsminister und einer der Archittekten der Iral-Politik


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derhamburger
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 09:41
Joa, vorschlagen kann der doch wen er will.

Fighting for peace is like fucking for virginity.

www.toeffcrew.beep.de


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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 10:19
Iral-Politik<- Hört sich lustig an^^

Joa, vorschlagen kann der doch wen er will.<- Im Endeffekt wird er wohl auch das letzte Wort haben....

Ich kann über das Thema leider nicht seht viel sagen, da ich über Wolfowitz so gut wie nichts weiss.

Achtung! Neue Sig:
Auch die Stimme des Gewissens hat mal Stimmbruch!!!

alle Tippfehler © by Oxayotel 2004-2005


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buddel
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 10:21
moin

na, das ist ja ein gefundenes fressen für allmy : ein JUDE als weltbankchef.....

buddel





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proximo
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 10:28
habe ich mir auch eben gedacht *fg*

MfG Proximo


- Staub und Schatten - (RM7:59)


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echelon
Diskussionsleiter
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 10:38
Mal einige Fakten

Name: Wolfowitz, Paul Dundes
AlternativName: Wolfowitz, Paul
Geburtsdatum: 22.12.1943
Geburtsort: New York
Satus: Stellvertretender Verteidigungsminister der USA

Er ist einer der Falken in der Bush Regierung.Gilt als "Architekt" der Irak-Politik/Irak-Krieges. Er hatte schon vor dem AfganistanKrieg gesagt das dieser Einsatz kurzfristig sei und der Irak das Hauptziel sein solle.Er Plane den Irak Krieg...
hoffe diese kleinen fakten reichen erstmal

"Die Mehrheit unser Importe kommt aus dem Ausland" -Georg W. Bush


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buddel
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 10:41
moin

"mal einige fakten"
für was, echelon ?
als begründung seiner fähigkeiten überhaupt irgendwas leiten zu können?

buddel





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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 10:41
"Der besonders in Europa umstrittene Pentagon-Vize Paul Wolfowitz soll nach dem Willen von George W. Bush Präsident der Weltbank werden. Von dem Falken der US-Regierung wird eine Führung "mit eiserner Faust" erwartet.

US-Präsident George W. Bush nennt Paul Wolfowitz meistens "Wolfie". Das klingt niedlich, aber auch Freunde des bisherigen Vize-Pentagonchefs räumen ein: Mit "Wolfie" ist nicht zu spaßen. Der 61-Jährige, der nach dem Willen von Bush nun an die Spitze der Weltbank rücken soll, gilt als einer der größten Falken der US-Regierung, als Zentrum eines intellektuellen Zirkels neokonservativer Politiker, ein Mann, der Kompromisse scheut und kein Blatt vor den Mund nimmt.

"Superhirn" der US-Regierung
Zugleich ist Wolfowitz als äußerst brillanter Kopf bekannt. Viele halten ihn sogar für das bisherige absolute "Superhirn" der US-Regierung, einen hochintelligenten strategischen Denker, der Ziele konkret anpeilt, wenn andere noch nicht einmal daran denken. So soll es auch im Fall Irak gewesen sein. Wolfowitz gilt als "Vater" des Krieges zur Entmachtung von Diktator Saddam Hussein und hat den Waffengang nach Angaben aus seiner Umgebung schon lange Jahre vor Bush ins Auge gefasst. Auch seine Gegner, die ihn als "schärfsten der Scharfmacher der Bush-Administration" einstufen, können manchmal ihre Bewunderung für diesen Mann nicht verbergen, der es im Laufe seiner Karriere bisher fast immer geschafft hat, das zu erhalten, was er will.
..

Vielleicht liegt es daran, dass sich die politische Härte von Wolfowitz hinter einem fast schüchtern wirkenden Auftreten verbirgt. Wolfowitz hat Charme, er zeigt sich meistens als ruhiger, nachdenklicher Analytiker und spricht fast immer mit leiser, sanfter Stimme - auch dann, wenn er wie häufig in der Vergangenheit im Auftrag von Bush unangenehme und undiplomatische Botschaften übermittelt, die der Präsident selbst nicht aussprechen will. So war es beispielsweise Wolfowitz, der seinerzeit knallhart sagte, dass sich Firmen aus Staaten der Anti-Irakkriegskoalition keine Hoffnung auf eine Beteiligung am Wiederaufbau des Irak machen könnten.

Wolfowitz ist Sohn eines polnischen Juden, der 1920 aus dem russisch besetzten Warschau in die USA flüchtete. Viele seiner in Europa gebliebenen Verwandten fielen dem Holocaust zum Opfer, und die frühen Erfahrungen mit den furchtbaren Auswirkungen totalitärer Regime erwiesen sich als prägend. Schon frühzeitig in seiner politischen Karriere war Wolfowitz von dem Gedanken beseelt, der möglichen Bedrohung durch Diktatoren durch vorbeugende Schläge zu begegnen. Folglich sah er auch in Saddam Hussein eine teuflische Gefahr für die USA, den gesamten Nahen Osten und insbesondere Israel.

Bedeutende Posten im Außenministerium und im Pentagon
Beruflich verschrieb sich Wolfowitz zunächst wie sein Vater der Mathematik und wechselte dann in die Politikwissenschaft. Nach Erwerb seines Doktortitels und dreijähriger Lehrtätigkeit an der Yale- Universität siedelte er dann in die US-Behörde für Rüstungskontrolle über. Danach folgten zunehmend bedeutende Posten im Außenministerium, im Pentagon und im Ausland, wo sich Wolfowitz unter anderem weit reichende Asien-Kenntnisse erwarb, etwa als Botschafter in Indonesien in den achtziger Jahren. 2001 rückte Wolfowitz zum Stellvertreter von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld auf. Zusammen mit seinem Chef steuert Wolfowitz einen Riesenapparat: Das Pentagon ist mit 700 000 zivilen Angestellten das größte US-Ministerium, und hinzu kommen die 1,3 Millionen Uniformierten. Die Management-Erfahrung wird Wolfowitz nach Einschätzung von Experten besonders zugute kommen, wenn er Weltbank-Präsident wird.

In liberalen Kreisen der Weltbank-Beschäftigten in Washington löste die Nachricht der Nominierung von Wolfowitz als Nachfolger des Ende Mai ausscheidenden James Wolfensohn unterdessen wenig Begeisterung aus. Hatte Wolfensohn nach Einschätzung von Experten versucht, der Weltbank durch eine Ausweitung der Schwerpunkte auf Entwicklung und Umwelt ein humaneres Gesicht zu geben, wird von Wolfowitz eine Führung "mit eiserner Faust" erwartet.

Die Fraktionschefin der oppositionellen US-Demokraten, Nancy Pelosi, erklärte, die Entscheidung für Wolfowitz sei schwer zu verstehen. Sie sehe bei ihm keinerlei Einsatz für die Vorstellungen der Weltbank. Der Direktor der Hilfsorganisation Oxfam International, Bernice Romero, sagte, es sei wichtig, dass sich die Weltbank auch unter ihrem neuen Chef weiter für die Bekämpfung der Armut einsetze. Die unter Wolfensohn begonnene Entwicklung zu einer Ausgabensteigerung bei Bildung und Gesundheit dürfe nicht gestoppt werden.

Die rot-grüne Koalition hatte bereits Anfang des Monats Bedenken gegen Wolfowitz geäußert. Der außenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Fritz Kuhn, sagte dem Tagesspiegel: "Das Vertrauen in die Weltbank würde man sicherlich nicht stärken, wenn man einen ausgewiesenen Neokonservativen nominieren würde." Die Glaubwürdigkeit von IWF und Weltbank hänge davon ab, dass ein Kandidat sowohl bei den reichen Industrieländern als auch bei Schwellen- und Entwicklungsländern Akzeptanz finde. Als weitere Kandidaten für den Weltbank-Chefposten galten bis zuletzt die Ex-Chefin des US-Computerkonzerns Hewlett Packard, Carly Fiorina, und Arbeitsministerin Elaine Chao.

Größter Kreditgeber für Entwicklungsprojekte
Die in Washington ansässige Weltbank ist der größte Kreditgeber für Entwicklungsprojekte weltweit. Sie vergibt langfristige Darlehen an Länder und soll den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihrer weniger entwickelten Mitgliedstaaten fördern. Die USA schlagen traditionell den Präsidenten der Weltbank und Europa den Chef des Internationalen Währungsfonds vor.

DPA/Reuters


Artikel vom 16. März 2005"

Dazu kommt seine perfekte Kalkulation für die Kosten des Irakkriegs. ;)
Allein dadurch disqualifiziert er sich, meiner Meinung nach, schon für die Führung einer Bank !




NICHTS lebt ewig !


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Obrien
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 10:55
Das ist,als würde man Osama bin Laden zum nächsten Papst wählen.

In der Art römischer Legionäre verteilt Bush jetzt Pfründen für seine altgedienten Krieger. Doch abgesehen davon,das Wolfowitz absolut keine Ahnung von diesem Fach hat,ist es natürlich ein Schlag ins Gesicht der Entwicklungsländer,ihn zum Weltbankpräsidenten zu machen.

Freuen wir uns also wauf Neo-Imperialismus der schlimmsten Sorte.

Sei vergnügt solange du am Leben bist...

Ptahotep (2400 v.Chr.)


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buddel
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 10:58
moin

leopold,
andererseits ist er natürlich der perfekte stratege für seine eigenen belange.
ist das nicht heutzutage die unbedingte voraussetzung für einen posten in höchsten managementkreisen ?

buddel





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echelon
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 11:04
@ Ragnarök

Gebe dir recht.Mal schauen wer was als nächstes bekommt

"Die Mehrheit unser Importe kommt aus dem Ausland" -Georg W. Bush


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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 11:38

Heftige Kritik an Nominierung von Paul Wolfowitz



Die Begeisterungsstürme im `Alten Europa` halten sich in engen Grenzen.
Über den künftigen Chef der Weltbank zeigen sich jedoch die `Schwellenländer`besorgt.

Die Nominierung von US-Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz als
künftiger Chef der Weltbank hat besonders in Europa heftige Kritik
ausgelöst. In Kreisen der Weltbank hieß es jedoch, die Chancen der
Europäer seien gering, die Ernennung zu verhindern.

Wolfowitz gehörte zu den Planern und stärksten Befürwortern des
Irak-Kriegs und gilt zudem als ausgesprochen konservativer Vertreter der
US-Außenpolitik. Offenbar um Widerstand zuvorzukommen, hatte
US-Präsident George W. Bush vor Bekanntgabe der Nominierung die
Kriegskritiker, Bundeskanzler Gerhard Schröder und Frankreichs Präsident
Jacques Chirac, sowie andere Staats- und Regierungschefs angerufen.
Erste Reaktionen fielen dann dennoch negativ aus: "Die
Begeisterungsstürme im alten Europa halten sich in engen Grenzen", sagte
etwa Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.
Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte Bush allerdings telefonisch zu, die
Kandidatur konstruktiv zu begleiten.

In europäischen Weltbank-Kreisen hieß es, Wolfowitz' Name sei in den
vergangenen Wochen bereits informell unter den Mitgliedern des
Direktoriums zirkuliert und abgelehnt worden. US-Finanzminister John
Snow habe gewußt, daß die Reaktion nicht zu Wolfowitz' Gunsten ausfalle.
?Die Nominierung von Herrn Wolfowitz heute zeigt uns, daß den USA egal
ist, was der Rest der Welt denkt?, hieß es.

Trotz des Widerstands sind die Möglichkeiten der Europäer im Direktorium
der Weltbank begrenzt, die Ernennung zu verhindern. Die USA haben den
größten Anteil an den Kapital-Einlagen des Instituts und daher das
größte Stimmengewicht, gefolgt von Japan, Deutschland, Großbritannien
und Frankreich. Zudem stellen die USA traditionell den Präsidenten der
Weltbank, während Europa den Chef des Internationalen Währungsfonds
(IWF) auswählt.

Wolfowitz schlug in seiner ersten Stellungnahme nach der Nominierung
versöhnliche Töne an. "In einer solchen Aufgabe verstehe ich mich als
internationaler Beamter, der an ein multinationales Direktorium
berichtet und sich die Ansichten aller Mitglieder anhört", sagte der
61-Jährige. Bush lobte Wolfowitz als Mann mit viel Erfahrung und großen
diplomatischen Fähigkeiten. Er werde ein starker Präsident der Weltbank
werden, sagte Bush. Der gebürtige Australier soll im Juni Amtsinhaber
James Wolfensohn ablösen, der den Chefsessel bei dem Institut nach zehn
Jahren räumt.

Der bei der US-Wahl unterlegene Präsidentschaftskandidat John Kerry
schloß sich der europäischen Kritik an Wolfowitz an. "Die Nominierung
läßt mich fragen, ob die Ankündigungen der Regierung, die Gräben zu den
Partnern wieder zu schließen, nicht doch nur bloße Lippenbekenntnisse
sind", sagte er. Der französische Außenminister Michel Barnier riet
umgehend dazu, den Vorschlag im Vergleich zu anderen Kandidaten noch
einmal zu prüfen. Als weitere Kandidaten für den Chefposten galten bis
zuletzt die Ex-Chefin des US-Computerkonzerns Hewlett Packard (HP),
Carly Fiorina, und US-Arbeitsministerin Elaine Chao.

In Schwellenländern wie Ägypten äußerten Experten die Sorge, Wolfowitz
stehe für eine Politik des freien Marktes, ohne zugleich angemessen für
die Armen zu sorgen. In diesem Sinne warnten auch Hilfs- und
Umweltorganisationen wie Oxfam und Greenpeace davor, daß die Weltbank
unter Wolfowitz' Führung das Ziel einer Bekämpfung der Armut aus den
Augen verlieren werde. Die Weltbank vergibt langfristige Kredite an
Länder und soll den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ihrer
weniger entwickelten Mitgliedstaaten fördern.

Die Wahrheit ist seltsamer als die Fiktion, weil die Fiktion Sinn machen muss.


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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 11:38
@buddel
Eben ! Für seine EIGENEN Belange. Das ist es ja.


NICHTS lebt ewig !


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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 12:23
wo ist Tao, der nun mit Pathos verkünden würde:

"Die von den Illuminaten gesteuerten USA greifen immer weiter nach der Weltmacht?"

Everybody makes mistakes. I remember my last mistake. 1978, but, hey, that's a long
time ago and I didn't need the money - only the action...
Fucking up is historically the first and best way to learn. For example, Nixon fucked up
by being born. He recently understood the error of his ways and died. See?


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xhabaete
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 12:40
Ich hoffe mal, dass es sich nur um einen schlechten (wolfo-) Witz handelt ;)

Greetz


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Obrien
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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 12:43
@core

Der Weltbankchef ist schon IMMER von den USA ernannt worden. Sie greifen also nicht danach,sie fällt ihnen in den Schoß.

Mit IHNEN meine ich jedoch nicht,die Illuminaten oder sonstige finstere Plutokraten,sondern dumme,neokonservative Hinterwäldler,die vorallem nach Macht streben.

Sei vergnügt solange du am Leben bist...

Ptahotep (2400 v.Chr.)


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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 12:50
@ Ragnarök
Warum wird der Weltbankchef eigentlich IMMER von den USA ernannt? Es heißt doch Weltbank und nicht USAbank.

..am Ende bleib ich doch alleine die Zeit steht still und mir ist kalt.


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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 12:51
Es heisst....

Kamm auf dem Kopf des Hahnes ist auch nicht wirklich das was wird Deutsche uns meist als Kamm vorstellen...

Achtung! Neue Sig:
Auch die Stimme des Gewissens hat mal Stimmbruch!!!

alle Tippfehler © by Oxayotel 2004-2005


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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 12:58
Neuigkeiten !!!

Wolfowitz ist den USA für Weltbank zu heiß
02. Mär 11:54

Ex-HP-Chefin Carly Fiorina


Einen möglichen Streit mit Europa um einen Weltbank-Chef Paul Wolfowitz will die Bush-Regierung vermeiden. Sie bringt statt dessen Ex-HP-Chefin Fiorina ins Spiel – die allerdings auch keine Erfahrung mit der Armutsbekämpfung hat.

Die Regierung von US-Präsident George W. Bush will bei der Neubesetzung der Spitze der Weltbank Ärger mit den Europäern vermeiden: Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums betonte am Dienstag, Paul Wolfowitz werde seinen Posten als Stellvertreter von Minister Donald Rumsfeld behalten. Wolfowitz sei gebeten worden, seinen «extrem wichtigen Job, den er sehr mag», zu behalten.

Das Pentagon trat damit einem Bericht der «Financial Times» (FT) entgegen, die Wolfowitz als Spitzenkandidat für den Posten bezeichnet hatte. Die «New York Times» (NYT) berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise in Washington, Wolfowitz sei tatsächlich als Nachfolger des im Sommer ausscheidenden Weltbank-Präsidenten James Wolfensohn im Gespräch gewesen. Warum Bush die offenbar geplante Nominierung fallen ließ, wollte die nicht näher bezeichnete Quelle wohl nicht sagen.

«Böse» Wolfowitz-Nominierung gestoppt


Dahinter steckt offenbar die Sorge um Widerstand aus Europa, hätten die USA Wolfowitz für den Posten vorgeschlagen. Als Vize-Verteidigungsminister gilt er als einer der wichtigsten Architekten der Irak-Politik der Vereinigten Staaten – und ist bei den Europäern, insbesondere bei Deutschen und Franzosen, daher unbeliebt.

Traditionell stellen die Amerikaner den Präsidenten der Weltbank, während Europa die Spitze der UN-Schwesterorganisation Weltwährungsfonds (IWF) besetzt. Die «FT» hatte bereits darauf hingewiesen, dass die USA die Berufung des deutschen Finanz-Staatssekretärs Caio Koch-Weser an die IWF-Spitze verhindert hatte – ein Präzedenzfall. Die Chefin des Forschungsinstituts Center für Global Development, Nancy Birdsall, ließ sich denn auch von der «NYT» mit den Worten zitieren, die Europäer hätten eine offizielle Wolfowitz-Nominierung sicherlich als «böse Absicht der (Bush)-Regierung» gewertet.


Laut «NYT» gilt die frühere Chief Executive Officer (CEO) des Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP), Carly Fiorina, inzwischen als «starke» Kandidatin für die Wolfensohn-Nachfolge. Der Republikanerin werden schon länger politische Ambitionen nachgesagt, hatte sie doch nicht nur die US-Regierung in Technologie-Fragen, sondern auch den kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger im Wahlkampf beraten.

Weltbank-Präsident Wolfensohn hatte Anfang Februar mitgeteilt, nicht für eine dritte Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Er scheidet zum 1. Juni 2005 nach zehn Jahren aus. Als Nachfolger hatte Washington ursprünglich den früheren Handelsbeauftragten Robert Zoellick vorgesehen. Der rückte aber im Zuge der Regierungsumbildung nach der Wiederwahl von Bush zum Stellvertreter von Außenministerin Condoleezza Rice auf und fiel für die Weltbank damit aus.


Neben Ex-HP-Chefin Fiorina gelten Randall Tobias, der frühere Chef des Pharmaherstellers Eli Lilly, der Beamte im Finanzministerium John Taylor sowie Peter McPherson, der derzeit der Universität des Bundesstaates Michigan vorsteht, als mögliche Nachfolger. Die Liste eint vor allem eins: Keiner der genannten gilt als ausgewiesener Spezialist für Entwicklungspolitik, was bei einer Nominierung für die Weltbank-Spitze sicherlich hilfreich wäre.

Insbesondere Fiorina, der ihr erzwungener Abschied von der HP-Spitze Anfang Februar mit einem Goldenen Handschlag aus Bargeld und Aktienoptionen im Wert von mehr als 40 Millionen Dollar versüßt worden war, dürfte unter ärmeren Ländern bei Verhandlungen mit der Weltbank nicht eben freudig begrüßt werden. Denn die Managerin, um die zeitweise ein regelrechter Medien-Hype entstanden war, hatte sich nicht zuletzt damit einen Namen gemacht, nach der Übernahme des Konkurrenten Compaq 17.000 Arbeitsplätze zu streichen. Finanziell war die Fusion dennoch ein Desaster und führte letztlich zu Fiorinas Rauswurf.

Richtungsentscheidung steht an

Vielleicht hat daher eher ein Außenseiter die Chance auf die Wolfensohn-Nachfrage: Jim Leach, Experte der Republikaner für Entwicklungshilfe im Repräsentantenhaus, wird von der «NYT» ebenfalls als möglicher Kandidat genannt. Die letztliche Entscheidung der Bush-Regierung dürfte Auskunft darüber geben, wie die Vereinigten Staaten die Arbeit der Weltbank in den kommenden fünf Jahren gewichtet sehen wollen: Setzen sie auf einen ausgewiesenen Spezialisten wie Leach, der die Probleme und Hoffnungen insbesondere der hoch verschuldeten armen Länder kennt – oder berufen sie einen erfahrenen Manager wie Fiorina, der Probleme eher von ihrer administrativen Seite aus angehen dürfte?

Für das Web ediert von Kai Makus

Da schau her, der Bushwacker bekommt wohl doch kalte Füße. ;)


NICHTS lebt ewig !


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Wolfowitz neuer Weltbankchef

17.03.2005 um 13:50
@Obrien


das ist mir schon alles klar, ich sprach auch nicht in meinem Namen ;-)

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Wolfowitz neuer Weltbankchef

19.03.2005 um 22:00

Wolfowitz: "Werde Kritiker überzeugen"



Der umstrittene Kandidat der USA für das Amt des Weltbank-Chefs, Paul Wolfowitz, will auf seine Kritiker zugehen. Seine Kandidatur ist insbesondere bei europäischen Direktoren der Weltbank umstritten

Washington - Der umstrittene US-Kandidat für den Chefposten der Weltbank, Paul Wolfowitz, hat sich zuversichtlich gezeigt, seine Kritiker von seiner Eignung für das Amt überzeugen zu können. Wenn seine Nominierung bestätigt werde, werde er „der Bank sicherlich nicht die US-Agenda aufzwingen“, sagte Wolfowitz am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Seine Kritiker seien „Menschen, die mich nicht kennen“. „Wenn sie mich kennenlernen, werden sie sehr schnell verstehen, daß ich mich mit sehr viel mehr als mit militärischen Fragen oder dem Irak-Krieg beschäftige und daß eine ganze Menge von dem, was über mich geschrieben wurde, einer ungenauen Karikatur entspricht“, fügte der derzeitige US-Vizeverteidigungsminister hinzu.

Wolfowitz' Kandidatur ist insbesondere bei europäischen Direktoren der Weltbank umstritten, da er den US-geführten Irak-Krieg maßgeblich geplant hatte. Die Invasion hatte zu Spannungen im transatlantischen Verhältnis geführt. Insbesondere Deutschland und Frankreich hatten sich vehement gegen den Krieg gestellt. Zudem wird in Europa befürchtet, daß Wolfowitz bei der Weltbank einseitig die Interessen von US-Präsident George W. Bush vertreten könnte.

Sein Angebot der Zusammenarbeit gelte auch ausdrücklich für die Organisationen außerhalb der Regierungen, sagte Wolfowitz. NGOs wie „Attac“ oder „Greenpeace“ hatten den Pentagon-Vize wegen seiner Rolle als Befürworter des Irak-Krieges besonders scharf kritisiert. „Die NGOs verfügen über eine wichtige Stimme und haben sehr viel beizutragen“, sagte der 61-Jährige. Eine Einladung der NGOs werde er „ganz sicher“ annehmen.

Unübliches Bewerbungsverfahren

Wolfowitz muß sich einstweilen auf ein für die Weltbank bislang unübliches Bewerbungsverfahren einstellen. Die Mitglieder des Direktoriums hätten sich darauf verständigt, mit Wolfowitz eine Reihe von informellen Gesprächen führen zu wollen, teilte das Institut mit. Das Bewerbungsverfahren, das unter Experten als beispiellos in der jüngeren Geschichte der Weltbank gilt, dürfte sich über zwei Wochen hinziehen. Am Freitag führte Wolfowitz bereits Gespräche mit Direktoriumsmitgliedern aus Asien und Frankreich. Weitere Gespräche mit Weltbank-Direktoren anderer europäischer Staaten und Afrikas sollten folgen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte US-Präsident George W. Bush in einem Telefonat zugesagt, die umstrittene Kandidatur Wolfowitz' konstruktiv zu begleiten. Traditionell geht der Chefposten der Weltbank an einen US-Amerikaner, während die Spitzenposition beim Internationalen Währungsfonds (IWF) den Europäern zusteht. Vor fünf Jahren hatten die USA den von den Europäern ins Rennen geschickten deutschen Kandidaten Caio Koch-Weser durchfallen lassen. Den IWF-Chefposten bekam schließlich der heutige Bundespräsident Horst Köhler. Wolfowitz soll die Nachfolge von James Wolfensohn antreten, der im Juni den Chefsessel der Weltbank nach zehn Jahren räumt. (Quelle: WELT.de)

Die Wahrheit ist seltsamer als die Fiktion, weil die Fiktion Sinn machen muss.


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