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Was haltet ihr von einem Mietendeckel in (Groß)städten?

40 Beiträge, Schlüsselwörter: Wohnen, Miete, Vermieter, Mietendeckel

Was haltet ihr von einem Mietendeckel in (Groß)städten?

03.09.2019 um 14:15
corky schrieb:Das Objekt macht Minus, aber dem Eigentümer würde es aufgrund seines Vermögens nicht weh tun
tja, Eigentum verpflichtet. steht schon im Grundgesetz
Das Rot-Grün eine Umverteilung von "Oben nach Unten" anstrebt, ist hinreichend bekannt.

insofern kann dem Eigentümer vermutlich aus Sicht des RRG Senates ein drastisches Abschmelzen seiner finanziellen Ressourcen zugemutet werden.

einen Eingriff in bestehende Verträge nimmt der RRGSenat mit diesem GEsetzesentwurf ja ohnehin vor, was ich rechtsstaatl für äußerst bedenklich halte.

(gegen die Erhitzung der "Eigentümer"- GEmüter gibts bestimmt was von Ratiopharm)

mit demokratischen Wahlen wurde dafür gesorgt, dass RRG eine regierungsfähigen Mehrheit bekommen.
Alles zusammen dürfte Auswirkung auf das künftige Wahlverhalten der Eigentümer (wenige) und Mieter (viel mehr) haben.


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03.09.2019 um 14:16
Destructivus schrieb:Bist du deppert, der ganze Berliner Senat gehört für diesen Entwurf besachwaltert. Unglaublich stümperhaft.
Der Tagesspiegel hat vermeldet (mittlerweile hinter der Paywall) dass der Entwurf an den Hausjuristen vorbei ausschließlich von politischen Referenten erarbeitet wurde. Bei den Juristen bestünde Konsens, dass er an vielen Stellen rechtswidrig und nicht umsetzbar sei.


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03.09.2019 um 14:29
@bgeoweh
Das habe ich mir fast gedacht. Naja dagegen wird es ja wohl hoffentlich erfolgreiche Klagen geben.


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03.09.2019 um 14:31
Destructivus schrieb:Das habe ich mir fast gedacht. Naja dagegen wird es ja wohl hoffentlich erfolgreiche Klagen geben.
Das ist erst der Entwurf. Ich nehme nicht an, dass das Gesetz jemals kommt, eben wegen der genannten Probleme. Über die Frankensteinkonstruktion, die da notwendigerweise rauskommt, wird man sich vermutlich nicht einig werden.


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03.09.2019 um 14:36
bgeoweh schrieb:dass der Entwurf an den Hausjuristen vorbei ausschließlich von politischen Referenten erarbeitet wurde. Bei den Juristen bestünde Konsens, dass er an vielen Stellen rechtswidrig und nicht umsetzbar sei.
ja, passt dann wohl.

erst werden Steuergelder zur Bezahlung der politischen Lobbyisten verbraucht, danach werden Steuergelder verbraten, weil sich Juristen damit rumschlagen müssen.


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03.09.2019 um 14:44
In der DDR war s ja auch üblich, die Leute völlig unproduktiv zu beschäftigen. Schade um Berlin.


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03.09.2019 um 15:04
Destructivus schrieb:In der DDR war s ja auch üblich, die Leute völlig unproduktiv zu beschäftigen. Schade um Berlin.
Demnächst wohl auch in Bremen.


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03.09.2019 um 16:12
@bgeoweh
Bremen hat doch noch nicht mal einen Mietspiegel?

wie wollen die denn ihre Mieten auf ortsüblichen Vergleichsmieten einfrieren?


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04.09.2019 um 23:44
Ist es denn korrekt in einer Marktwirtschaft den Preis eines Gutes nach dem Einkommen des Käufers bzw. hier des Mieters festzulegen?

Stelle mir vor, das mietet sich ein gut verdienender oder ein Paar, eine Luxuswohnung und irgendwann werden sie arbeitslos und finden das zuhause gammeln auch ganz schön, dann muss die Miete auf 30 % ihres Nettoeinkommens- was sie evtl noch durch Schwarzarbeit erhöhen - festgesetzt.

Diese 30% Regelungen kann nur für ganz normale Wohnungen gelten und wohl nur, bei Genossenschaften oder grossen Firmen. Denn kein Verkäufer gibt einem Käufer Rabatt weil er weniger Geld zum kaufen hat oder wenig verdient.


Es zieht sich durch die ganze Sache, es sollen Wohnungsimmobilien als Anlage als normales gut, natürlich mit einer besonderen sozialen Verantwortung, kaputt gemacht werden.
Nur damit werden nicht mehr Wohnungen geschaffen, die ja in Berlin dringend benötigt werden.

Die Senatorin Lompscher sagte doch selber, sie wissen, dass es ohne private Investoren, der Mangel an Wohnungen in Berlin nicht behoben werden kann, Man sei auf deren Investitionen angewiesen.


Wenn wir jetzt so die Mietspiegelmieten hören, dann ist das ganz was anderes was die Medien mit dem ach so schlimmen Mietanstieg erzählt haben. Es ist auch schrecklich wenn ein Neumieter nur noch Angebote von 15 Euro qm bekommt.
Doch man sollte auch erwähnen ,dass die allermeisten Mieter, wohl mehr als 95 % in aktuell noch in Wohnungen wohnen, wo sie 5,80 oder 7,20 oder wohl fast immer unter 9 Euro zahlen.
Nur, die, die in den letzten Jahren eine neue Wohnung bezogen haben, könnten auf diese überhöhten Mieten stossen.

Es müssen sicher auch nicht 15 Euro sein, wenn man eine Wohnung neu vermietet, aber ,dass dann derjenige die bisher so sozial war und gar nicht erhöhte, dann jetzt auch in den kommenden 5 Jahren nicht erhöhen kann, auch wenn die Miete nur 3,5o ist, ist weder gerecht noch sinnig.


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05.09.2019 um 10:43
Supialexi schrieb:Ist es denn korrekt in einer Marktwirtschaft den Preis eines Gutes nach dem Einkommen des Käufers bzw. hier des Mieters festzulegen?
ist es nicht.

Zwangsreglementierung , hier zB auch Eigriff in bereits bestehende Mietverträge ist kein Merkmal der freien Marktwirtschaft und auch nicht der sozialen Marktwirtschaft.
die soziale Marktwirtschaft hält Mittel wie zB Wohngeld bereit, um soziale Härten abzufedern und benachteiligten Menschen Teilhabe zu ermöglichen.

die rot-rot-grüne Regierung von Berlin setzt sich aber offensichtlich gern über bestehende Gesetzeslage hinweg.

Siehe Lompschers Mietdeckelplan, siehe die bewusste Duldung und Relativierung massiven kriminellen Handelns im Görlitzer Park u.a.


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13.09.2019 um 15:11
Ein Mietendeckel hätte viele positive Folgen für den Wohnungsmarkt:

Notwendige Sanierungen würden nur im minimalen Ausmass durchgeführt, wenn man ohnehin kein Geld mehr mit Vermietung verdient.

Nur ein Schwachsinniger würde dann noch Mietwohnungen bauen. Daher entstehen Brachflächen, auf den seltene Pflanzen und Tier leben können.

Nur ein Schwachsinniger würde dann Mietwohnungen kaufen. So wird die Immobilie zum wenig interessanten Marktobjekt, was o.g. Punkte verstärkt.

Inwieweit das den Mietern hilft, mögen aber andere beantworten.


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13.09.2019 um 17:55
In Wien klappt die Kombination aus Mietendeckel und städtische Wohnungsbau bestens, Wien ist ständig in den Top Ten der lebenswertesten Städte anzutreffen - eventuell sollte man sich das Wiener Modell hier zum Vorbild nehmen.


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gestern um 07:19
Ja, genau, das Märchen aus Wien, wieder und immer wieder...da sollte man zuerst recherchieren und dann erzählen:
https://www.sueddeutsche.de/geld/sz-serie-auf-wohnungssuche-bitte-hinten-anstellen-1.2776354
Wer fünf Jahre seinen Hauptwohnsitz in der Stadt hat, wird auf den langen Wartelisten drei Monate vorgereiht, wer 15 Jahre in Wien gemeldet ist, sogar neun Monate. Für alle anderen, also Migranten, Flüchtlinge, Gastarbeiter aus Deutschland, heißt es: hinten anstellen.
Der freie Mietmarkt macht nur etwa ein Drittel des Angebots aus. Das liegt zum einen daran, dass Altverträge für preiswerte Wohnungen gern an Verwandte weitergegeben werden. Wenngleich die "Abtretung unter Lebenden" und der "Eintritt in einen Mietvertrag nach dem Tod des Vormieters" kontrolliert werden, so soll es doch, dem Vernehmen nach, immer wieder gelingen, entfernte Verwandte am eigenen Hauptwohnsitz anzumelden und ein "dringendes Wohnbedürfnis" zu reklamieren, damit die Wohnung dann auch ja in der Familie verbleibt.
Also: Mietpreisbindungen sind eine gute Sache, und es ist gut, wenn man weiß, dass es sie gibt. In Mietzinsrechnern, etwa auf der Webseite von Wiener Wohnen, können Lage, Größe, et cetera eingegeben werden, dann spuckt die Technik eine angemessene Miete pro Quadratmeter aus. Aber der Mieteralltag sieht anders aus. Der besteht, wie fast überall in der Welt, aus Maklern, aus kompetenten und unverschämten, aus schicken Fotos von hellen Dachgeschosswohnungen, die sich dann als dunkle Löcher entpuppen.
In Wien eine Wohnung suchen - das kann ein Glück sein. Aber man darf nie denken, dass das, was man zuerst sieht, auch das ist, was man bekommt. Eleganz und Parkett sind gern kombiniert mit 50 Jahre lang nicht renovierten Fenstern, weil der Vermieter findet, dass er wegen der vermaledeiten Mietpreisbindung eh nicht genug Profit macht. Und eine Wohnung in einem hässlichen Haus an der Rossauer Lände, direkt über dem Donaukanal, mitten im brausenden Verkehr, kann sich als Wunder entpuppen, weil sie, still und grün, im dritten Hinterhof liegt. Und ein Treppenhaus hat, durch das ein Lkw passen würde. Wohnungssuche in Wien ist die Hölle - mit Chance auf einen Himmelsritt.


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gestern um 09:04
@corky

Ich bin am Tablet, ich kann damit irgendwie nicht verlinken, aber ich finde mehr positive als negative Artikel wenn ich Wien mit Mietendeckel eingebe - scheinbar haben die Menschen verschiedene Eindrücke von dem System. Aber für die Wiener selbst scheint es zu funktionieren, denn dein Artikel spricht erstmal nur von Schwierigkeiten für Migranten. Spricht also nichts dagegen, daß System Wien aufzugreifen und die aktuell negativen Dinge zu verbessern.


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gestern um 09:19
@Star-Ocean
Ich bin derzeit selbst auf Wohnungssuche. Habe wenn ich viel Glück habe, bald ne nette kleine Wohnung in München. Aber kann sie mir nur leisten weil ich in einer Baugenossenschaft mich angemeldet habe.
Draußen auf den freien Markt wäre das ein Ding der Unmöglichkeit, alleine eine halbwegs annehmbare Wohnung zu finden.
Alles wird teurer. Ja glauben viele Menschen etwa, dass jeder Mensch in München ein Chef oder Manager ist der 5000 Euro Netto pro Monat nach hause bringt?


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gestern um 09:59
CICADA3301 schrieb:Ja glauben viele Menschen etwa, dass jeder Mensch in München ein Chef oder Manager ist der 5000 Euro Netto pro Monat nach hause bringt?
Hallo bald Nachbar...sie glauben es nicht, sie wissen es -> die Wohnungen gehen doch weg.


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gestern um 10:01
@corky
Ööhm ok?
Naja aber ich meinte mit meinen Beitrag nur: wo soll das Enden?
Ich verdiene Netto knappe 1700 Euro pro Monat. Soll ich 1500 Euro für die Miete aufkommen? Ja weil ich brauche weder Nahrung noch Kleidung noch sonst was. Die restlichen 200 Euro kann ich auf den Kopf haun :D


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gestern um 10:05
CICADA3301 schrieb:wo soll das Enden?
Die werden teuerer.
Hauptschuldiger ist mMn der Staat, einerseits baut er zu wenig , andererseits stellt er fast unerfüllbare Forderungen auf...wenn man jetzt nach Berlin schaut, wer hat da noch Lust zu bauen.
Andererseits wollen alle in die Stadt..welchen Bürger soll man da vorziehen? Man regelt es über den Preis.
Regelt der Staat die Miethöhe, kriegst Du trotzdem keine Wohnung.


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gestern um 10:06
@corky
Stimmt auch wieder.
Gäbe es mehr Wohnungen, wäre die Nachfrage ja zwar genau so groß, aber dafür gäbe es mehr "Auswahl". Mehr Leute auf weniger Wohnungen macht alles Teurer.

Oder glauben die in Berlin dass in den Städten Leute einziehen die gleich die ganze Familie mitbringen wo alle 3 oder 4 Leute arbeiten und die Miete sich leisten können?


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gestern um 10:12
CICADA3301 schrieb:Gäbe es mehr Wohnungen
Das ist der nächste "Witz", wie Du weiss hat sich München gegen Hochhäuser ausgesprochen...in neuen Baugebieten außerhalb des "Sperrbezirks" (Mittlerer Ring) wird trotzdem nur maximal 5 stöckig gebaut.
Zu dem kommt: die Münchner sind auch gegen eine weitere Verdichtung/Nachverdichtung...das sind Leute die selbst auch Miete zahlen!
In Riem ist das ganze Stadtteil Sozialwohnungen mit 5 Stöcken, die Einwohner mosern gegen einen Sozialneubau mit 8 Stockwerken...weil da bei soviel Sozialwohnungen die Lebensqualität sinkt...facepalm.


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