@jafraelWie ich bereits in anderen Diskussionen ausführte, bin ich nicht vollkommen mit der Materie vertraut, aber langsam wirkt die Geschichte mit dem bedingungslosen Grundeinkommen sehr skurril auf mich.
In sämtlichen Artikeln, die ich gelesen habe, spricht man die Finanzierbarkeit an und verweist auf die Kalkulationen der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Nun habe ich einmal auf deren Seite in die Suchfunktion den Begriff "bedingungsloses Grundeinkommen" eingegeben und einen einzigen (!) Artikel gefunden:
http://www.kas.de/wf/de/33.16855/ (Archiv-Version vom 27.06.2009)Dort wird ein Professor Althammer (der kein Mitarbeiter der Stiftung ist) zitiert, dessen Modell sich nicht mit anderswo (wie zum Beispiel auf der Webseite der hier zu erörternden dubiosen Partei) formulierten Schilderungen deckt und überdies nicht Leitbestandteil des Artikels genannt werden darf, da letzterer in Form einer Argumentation aufgebaut wurde und die Gegenposition gleichsam zur Sprache kommt.
Sich auf ein solches Dokument stützend zu behaupten, die Konrad-Adenauer-Stiftung (die indes keine eigene Bewertung vornimmt) hielte das Modell für finanzierbar, muss demgemäß als unseriös deklariert werden.
Desweiteren ist mir keine ernsthafte Berechnung des Modells im Hinblick auf die notwendigen Steuern zur Deckung der Ausgaben bekannt, jedoch sei an dieser Stelle die Überlegung kiki1962s erwähnt, derzufolge gutverdienende Bürger 95% ihres Einkommens als Steuern abzuführen hätten, womit ihre Nettoeinnahmen denen eines einfachen Angestellten gleichen würden, was keineswegs als gerecht bezeichnet werden kann.
Es bleibt also dabei, dass die Äußerung "Alles ist bereits durchgerechnet und finanzierbar." im Kontext des Wahlversprechens der hier zu besprechenden Partei jedem seriösen Hintergrund entbehrt.