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Der alte Eichenstamm, der 2008 bei einem Sturm im bayerischen Rott am Inn entwurzelt wurde, diente Gamperl als Ausgangspunkt für das umfassende, zehn Jahre währende Kunstprojekt. Für die Bearbeitung des gewaltigen, rund 33 Tonnen schweren Baumes erweiterte er seine Werkstatt und konstruierte neue Drehmaschinen. Seine Arbeit versteht Ernst Gamperl als einen „leisen, forschenden Austausch mit dem Baum“. Mit eigens entwickelten Werkzeugen lotet er dabei die Grenzen des Werkstoffs aus und bezieht beispielsweise den natürlichen Trocknungsprozess des Holzes sowie Unregelmäßigkeiten, Risse und Bruchstellen des Materials bewusst ein. Die Urkraft des Materials spiegelt sich in den archaischen, geradezu monumentalen Formen, die durch ihre dünnwandigen Körper gleichzeitig filigran wirken. Die weitere Bearbeitung der Oberflächen – zum Beispiel mit Kalk und Eisenoxid – entsteht eine besondere Textur, die jedem Stück einen individuellen Charakter verleiht.Quelle: https://www.mkg-hamburg.de/ausstellungen/ernst-gamperl-das-lebensbaumprojekt